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Heute — 18. Januar 2022Haupt-Feeds

Edge ISO für Linux Mint 20.3 ist verfügbar – mit Kernel 5.13

18. Januar 2022 um 07:45
Von: jdo

Manche Hardware ist zu neu, um sie mit Linux-Kernel 5.4 LTS booten zu können. Dieser Kernel kommt bei Linux Mint 20.3 Una zum Einsatz. Damit sich die Linux-Distribution auch mit neueren Rechnern betreiben lässt, gibt es nun ein Edge-ISO, das Kernel 5.13.0-25 mit sich bringt. In den Kommentaren der Ankündigung taucht die Frage auf, ob das Team die Kernel-Richtlinie für die dritte Punkt-Version nicht ändern wolle. Clement Lefebvre hat darauf geantwortet, dass 5.13.0-23 auf seiner neuen Hardware nicht gestartet ist. […]

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Gestern — 17. Januar 2022Haupt-Feeds

Ubuntu 22.04 LTS – Das ist bislang über die nächste LTS Version bekannt

17. Januar 2022 um 15:10
Die nächste Ubuntu Version mit Langzeitpflege wird die im April 2022 erscheinende Ubuntu 22.04 LTS Version mit dem Codenamen „Jammy Jellyfish“ sein. Die Entwicklung von [...]

digiKam 7.5.0 ist veröffentlicht – Fotos mit Open Source verwalten

17. Januar 2022 um 07:17
Von: jdo

Das Team um die kostenlose Fotoverwaltungs-Software digiKam hat seit der letzten Version sehr viele Bugs aus dem Programm vertrieben. Insgesamt wurden 700 Dinge in Bugzilla geschlossen. Außerdem gibt das Team an, dass digiKam 7.5.0 benutzerfreundlicher ist. digiKam und Showfoto wurden seit Beginn des Projekts vom KDE-Übersetzerteam in viele Sprachen übersetzt. 20 Jahre Lokalisierung bedeutet mehr als 50 verschiedenen Sprachen. Das ist schon beeindruckend. In dieser Version wurden den “Rechts nach Links”-Sprachen besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Laut eigenen Angaben ist das eine […]

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(x)Ubuntu 22.04 (Jammy Jellyfish) im Ausblick

16. Januar 2022 um 12:59
Von: Gerrit

Im April diesen Jahres ist es wieder soweit. Ubuntu und die offiziellen Derivate veröffentlichen eine neue LTS der beliebten Distribution. Mithin das wichtigste Ereignis im Linux-Kalender. Zeit mal einen kleinen Ausblick zu nehmen.

Das Release der neuen LTS von Ubuntu hat sicherlich die größte Breitenwirkung aller Linux-Distributionen. Die große Mehrheit der Linux-Anwender nutzt Ubuntu, eines der offiziellen Derivate oder eines jener inoffiziellen Derivate wie beispielsweise Linux Mint oder elementary OS. Hier treffen zwei Jahre Entwicklung am Linux-Desktop auf den Anwender und damit die Wirklichkeit.

Noch ist einiges im Fluss, denn der Feature Freeze steht erst am 24. Februar an, aber einige Aussagen lassen sich bereits jetzt treffen. Große Umbrüche sind dieses Jahr nicht zu erwarten, aber einige Änderung an der Oberfläche der jeweiligen Derivate und unter der Haube stehen an.

Die größte und wichtigste Neuerung. Es wird nach Jahren einen neuen Installer geben. Unter der Haube lässt man es hingegen eher bedächtig angehen und wird den Linux Kernel 5.15 nutzen, der bereits jetzt bei vielen Rolling Release-Distributionen zum Einsatz kommt. Allerdings ist das wenig dramatisch, weil Ubuntu traditionell im Laufe des Lebenszyklus der Distribution neuere Kernel-Versionen an die Anwender verteilt.

Das Hauptderviat Ubuntu wird standardmäßig Wayland nutzen und damit die endgültige Abkehr von X.org einleiten. Es dürfte sicherlich spannend werden, ob Wayland wirklich schon reif für den produktiven Einsatz bei Massen von normalen Anwendern ist. Bei der Desktopumgebung fährt man eine Zwischenmethode, die bereits bei früheren Releases zum Einsatz kam. Eine aktuelle GNOME Shell (vermutlich 42) wird mit älteren Apps kombiniert, da Ubuntu noch nicht auf Gtk4-Apps umsteigen möchte. Optisch gestaltet man die Shell weiterhin im Stil von Unity. Anwender müssen sich also nicht umorientieren. Firefox ist standardmäßig als Snap enthalten. In den Paketquellen ist aber immer noch ein normales Firefox-Paket im Bereich main enthalten. Die Anwender haben also die Wahl. Ansonsten gibt es nur wenige Änderungen gegenüber Ubuntu 21.10 – was aber für ein LTS-Release nicht unüblich ist.

Kubuntu aktualisiert wie üblich KDE Frameworks, KDE Plasma und die Programmsammlung KDE Gear. KDE Gear wird vermutlich in der Version 21.12 aus dem vergangenen Dezember ausgeliefert werden. KDE Plasma ist bereits in einer Vorschauversion von 5.24 enthalten. Diese Version wird es somit mit Sicherheit ins Release schaffen. Diese Version könnte möglicherweise wieder eine LTS-Version mit Upstream-Unterstützung werden. Mit Sicherheit ist Kubuntu 22.04 die letzte LTS-Version mit einer Qt 5-Basis. Anwender dürfte dies freuen, da KDE gegen Ende eines Releasezyklus meist die besten Produkte ausliefert, bevor man wieder von vorne anfängt. Kubuntu liefert ebenso Firefox als Snap aus und bleibt bei der Abkehr von KDEPIM zugunsten von Thunderbird.

Ubuntu MATE modernisiert leicht sein Design verglichen mit der Version 20.04. Dabei orientiert man sich am Yaru-Theme des Hauptderivats, das in das charakteristische Grün gefärbt wird. Ubuntu MATE unterscheidet sich hierdurch stark von anderen Distributionen, die MATE ausliefern. Auffällig ist die stärkere Bezugnahme auf GNOME-Programme wie Rhythmbox oder Shotwell. Firefox liegt noch nicht in der Snap-Version bei, aber vermutlich sind die Arbeiten hier nur noch nicht abgeschlossen, da Ubuntu MATE traditionell bereits Snaps ausliefert.

Wenig Neues zu berichten gibt es bei den Derivaten Xubuntu, Lubuntu und Ubuntu Budgie. Das liegt schlicht daran, dass die entsprechenden Desktopumgebungen kaum Veränderungen erfahren haben. Hier integriert man lediglich die neuen Versionen der Desktopumgebungen, welche so aber auch schon in beispielsweise 21.10 enthalten waren. Auffällig ist der vollständige Verzicht auf Snaps bei Xubuntu und Lubuntu. Ubuntu Budgie nutzt gegenwärtig Snaps nur Testweise für den Welcome-Screen.

Insgesamt hat die kommende Version 22.04 das Potenzial wieder ein stabiles und unaufgeregtes LTS-Release zu werden. Bei keinem Derivat sind momentan schwierige Strukturen oder potenziell problematische technische Umbrüche zu erwarten. Allerdings ist bis zum Feature Freeze noch ein wenig Zeit und somit kann das nur als erster Ausblick gewertet werden.

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openSUSE Leap 15.2 Support Ende

16. Januar 2022 um 09:30
Das openSUSE Projekt informiert über das Lebensende (EOL) von openSUSE Leap 15.2. Wer jetzt noch auf dieser Version verweilt, muss auf die nächste Version springen. [...]

KDE – Eine kleine Niedergangsgeschichte

15. Januar 2022 um 15:00
Von: Gerrit

Das Kool Desktop Environment war mal gestartet als Versuch „den“ Linux-Desktop zu erschaffen. Nach Jahren des schleichenden Niedergangs kann man sich nun hinter GNOME in der zweiten Reihe neben Xfce, MATE und anderen einreihen.

KDE konnte letztes Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feiern und sieht sich natürlich selbst auf der Erfolgsspur. Das kann man auch anders sehen und wo, wenn nicht in diesem Blog, wo bekanntermaßen immer alles schlecht gemacht wird – vor allem Linux und hier insbesondere KDE und Debian – sollte man so eine Geschichte schreiben.

Bei der Recherche bin ich auf die Meldung zum 10-Jährigen Jubiläum von KDE gestoßen. Das deckt sich fast mit meinem persönlichen Linux-Einstieg, deshalb lassen wir diese Geschichte 2006 beginnen.

Wir schreiben das Jahr 2006. Smartphones brauchen noch ein paar Jahre und Microsoft hat gerade mit Windows Vista ein richtiges Fiasko erlebt. Im Linux-Land wittert man Morgenluft und tatsächlich wechseln merkbar enttäuschte Windows-Nutzer ins Linux-Lager. Passenderweise hatte sich kurz zuvor ein ambitionierter Unternehmer namens Mark Shuttleworth aufgemacht, eine Linux-Distribution zu erschaffen, die für normale Anwender benutzbar sein soll. Leider mit GNOME und hier gehts los.

Im Jahr 2006 gibt es im wesentlichen drei Linux-Desktops. KDE, GNOME und für Anwender mit geringeren Ressourcen und Anforderungen Xfce. Dazu natürlich noch eine Menge Windowmanager und andere Lösungen, aber die machen zusammen nicht nennenswert Marktanteile aus. GNOME und KDE haben sich bereits in den 1990ern parallel entwickelt, weil Qt nicht frei war und Alternativen schön sind. Mal so ganz stark verkürzt ausgedrückt.

2006 ist die Sache aber nicht entschieden. Die berühmten Desktopwars bestimmen die Diskussion und KDE und GNOME dürften in etwa gleich viele Nutzer auf sich vereinen. Es gibt regionale Schwerpunkte, auch abhängig von regionalen Schwerpunkten entsprechender Distributionen. KDE ist auf dem Höhepunkt des Entwicklungszweiges der Version 3.5. Bis heute eine der Versionen, an die sich viele Anwender gerne zurückerinnern. KDE ist so wichtig, dass Canonical nicht umhinkommt mit Version 6.06 KDE bzw. Kubuntu den gleichen Status wie dem Hauptderivat Ubuntu zuzusprechen und mit Jonathan Riddell einen Entwickler dafür hauptamtlich anzustellen.

Danach beginnt der Niedergang. Im Jahr 2008 veröffentlicht KDE die Version 4. Ein Debakel sondergleichen in der öffentlichen Wahrnehmung. Obwohl nur als Vorschauversion gedacht, kommuniziert man derart schlecht, dass der Ruf nachhaltig leidet. Denn die Software ist funktional nicht ausgereift und strotzt nur so vor Fehlern. Wohlmeinende Anwender bleiben bei 3.5, andere wenden sich enttäuscht ab.

Ewig können die Distributoren aber nicht an KDE 3.5 festhalten. In den Folgejahren stellen nach und nach die Distributionen um. Der Support von Kubuntu 8.04 endet beispielsweise bereits im Oktober 2009, weil Kubuntu angesichts der Entwicklung auf LTS-Support verzichten musste – gewissermaßen das erste KDE-Opfer, bei dem man hinter der offiziellen Hauptvariante zurückstecken musste. Nahezu zeitgleich erscheint openSUSE 11.2 ohne KDE 3.5. Die Nutze können nun nur noch migrieren, aber KDE SC 4 ist zu diesem Zeitpunkt immer noch von Alltagstauglichkeit weit entfernt. Entsprechend verschieben sich die Nutzerzahlen bei den Anwender und Distributionen.

Weil KDE es nicht hinbekommt, die Destopumgebung und die zugehörigen Programme ausreichend zu stabilisieren und die Nachfrage sinkt, ziehen die Distributoren Konsequenzen. War KDE bei SUSE Linux Enterprise bereits im Jahr 2009 mit Version 11 optional geworden, fliegt es in Version 12 im Jahr 2014 komplett aus der Distribution. 2012 degradiert Canonical Kubuntu zu einem normalen Derivat, in der Folge verlässt Jonathan Riddel Canonical. Mandriva und seine diversen Nachfolgelösungen als KDE-Hochburg gerät ebenso in Schwierigkeiten und verliert nachhaltig an Bedeutung. Zuletzt gab im Jahr 2018 Red Hat bekannt, dass KDE nicht mehr in der Enterprise-Distribution RHEL enthalten sein würde. Linux-Desktops im professionellen bzw. Enteprise-Umfeld sind nun durchweg GNOME-Desktops. Wer hätte das 2006 gedacht.

Die KDE-Entwickler sehen diese katastrophale Entwicklung. Man startet man eine beispiellose Kampagne, um die letzte Hochburg von KDE als Standarddesktop zu bewahren: openSUSE. Es gelingt KDE als Standarddesktop durchzudrücken. Ein kurzer Erfolg, denn nach einigen Umstrukturierungen hat openSUSE von vielen unbemerkt wieder den Verzicht auf einen Standarddesktop beschlossen.

Im Zuge der Querelen zwischen Kubuntu und Canonical kommt man 2016 auf die Idee, mit KDE neon eine eigene Distribution zu erschaffen. Die letzten verblieben Distributoren mit KDE-Schwerpunkt sind nachhaltig irritiert durch diese Aktion. Ein großer Erfolg wird KDE neon nicht, sondern dient eher als Anschauungsbeispiel für die aktuelle KDE-Version.

2022 gibt es keine verbreitete Distribution mit KDE als Standarddesktop. Wichtige Linux-Distributionen wie Debian, Ubuntu oder Fedora setzen standardmäßig auf GNOME oder haben von GNOME abgeleitete Alternativen entwickelt, wie z. B. Mint oder Pop OS!. KDE-Software spielt vor allem bei Rolling Release Distributionen noch eine nennenswerte Rolle und erfreut sich bei Arch Linux und Manjaro einiger Beliebtheit. Zudem kann es natürlich optional bei vielen Distributionen genutzt werden. Hiermit steht es aber auf einer ähnlichen Stufe wie die Xfce, MATE, LXQt und andere kleinere Lösungen.

Für einen solchen Niedergang gibt es keine einfachen Erklärungen. Dahinter stehen sicherlich auch Entwicklungen außerhalb der Reichweite der KDE-Entwickler und Verschiebungen im Distributonssegment. Aber einige Punkte kann man dennoch feststellen:

  • Schlechte Kommunikation der Entwicklung in Richtung der Distributionen und Anwender.
  • Auf Kritik reagierten die KDE-Entwickler mit einer Wagenburg-Mentalität.
  • Aus der Wagenburg-Mentalität folgte das konsequente Ignorieren der Bedarfe von stabilen Distributionen und vor allem der LTS-Distributionen, die von der Masse der Anwender genutzt werden. Das hat zu einer nachhaltigen Entfremdung zwischen Distributionen und KDE geführt.
  • Aus der Wagenburg-Mentalität folgte das konsequente Ignorieren der Anwenderbedarfe nach einer halbwegs stabilen, logisch zu bedienenden Desktopumgebung. Das hat nachhaltig Anwender vertrieben. Wir erinnern uns an fehlende Icons auf dem Desktop, eine Erdnuss in der Desktopecke, ein bis heute wackeliges KDEPIM. Irgendwann sind die KDE-Entwickler meist eingeknickt, nachdem der Kollateralschaden bereits gewaltig war. KDE ist immer noch damit beschäftigt Anwender zurück zu gewinnen, die man nach 2008 verloren hat.
  • Die KDE-Entwickler haben sehr oft lieber tolle Konzepte entwickelt als an Funktionen für die Anwender gedacht. Wir erinnern uns an aRts, Phonon, Nepomuk, Sonnet, Akonadi, KDE Frameworks.
  • Zig Umbennenung von KDE zu KDE SC zu KDE Plasma, von KDE zu KDE Applications zu nichts und zurück zu KDE Gear waren sicherlich nicht hilfreich für das Marketing.

Im Grunde genommen ist das schade, weil KDE Plasma gegenwärtig eine sehr stabil und funktional gut zu benutzende Desktopumgebung ist. Viele der Programme aus dem KDE-Umfeld sind funktional allen anderen Alternativen im Linux-Bereich überlegen. Sofern man von einer manchmal irrlichternden VDG und ihren Missetaten absieht, liefert KDE heute eine tolle Desktopumgebung aus und diese wird natürlich weiter eine Zukunft haben.

Aber Entwicklungen lassen sich nicht umkehren und KDE wird nicht mehr die Bedeutung von 2006 erreichen. Als man sich am Ende des 4er-Releasezyklus hinsichtlich Funktionen und Qualität gefangen hatte, waren die Distributoren als wichtige Mittler zwischen Upstream und den Nutzern bereits umgeschwenkt oder die Anwender hatten sich andere Distributionen gesucht. Einmal verlorene Marktanteile zurückzugewinnen, ist ein sehr hartes Unterfangen. Zu viele im Open Source-Segment unterschätzen dies.

Zu viele Fehler, zu viele schlechte Entscheidungen und ein auf GNOME ausgerichtetes Gesamtökosystem haben sich zementiert. KDE wird es weiter geben, das Projekt liefert gute Software. In einem Atemzug mit GNOME muss man es aber vermutlich nicht mehr nennen.

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MangoPi MQ Pro – so groß wie Raspberry Pi Zero mit RISC-V CPU

15. Januar 2022 um 08:09
Von: jdo

Auch ein interessanter Ansatz. Ein Unternehmen namens MangoPi entwickelt derzeit einen Mini-Computer, der sich von der Größe mit dem Raspberry Pi Zero vergleichen lässt. Allerdings hat der MangoPi MQ Pro keinen ARM-basierten Prozessor, sondern eine RISC-V-CPU. Kaufen kannst Du das Gerät allerdings noch nicht. Es befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Allerdings hat die Firma auf Twitter schon einige Bilder durchblitzen lassen. Damit können wir uns ungefähr vorstellen, was uns erwartet. Eine ungefähre Preisvorstellung habe ich auch noch nicht gefunden. […]

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RebornOS – nutzerfreundliches Arch Linux Derivat und wahrer Erbe von Antergos?

14. Januar 2022 um 16:00
RebornOS basiert auf Arch, tritt aber mit dem Anspruch an, das seinerzeit aufgegebene Derivat Antergos zu beerben. Antergos wollte eine einfach zu installierende und nutzerfreundliche [...]

Debian beginnt das aktuelle Firefox ESR Pakete 91.5 auszuliefern

14. Januar 2022 um 15:44
Im Hause Debian gab es in letzter Zeit einige Probleme zu lösen. Eines hatte Auswirkungen auf das Firefox Browser Paket im Debian Stable Zweig, weswegen [...]

Norbert Preining verlässt Debian

14. Januar 2022 um 13:20

Norbert Preining verlässt Debian und wechselt zu Arch Linux. Damit verliert Debian einen rührigen Entwickler, dessen KDE-Pakete in den letzten Jahren für Aktualität sorgten.

Quelle

Microsoft überarbeitet DirectX-Treiber für Linux-Kernel

14. Januar 2022 um 12:11

Für die Grafikbeschleunigung des WSL nutzt Microsoft einen eigenen Linux-Kernel-Treiber. Der wird der Community nun erneut vorgelegt.

Der Microsoft-Entwickler Iouri Tarassov hat eine aktualisierte Version des Linux-Kernel-Treibers dxgkrnl zur Begutachtung an die Mailing-Liste des Projekts geschickt. Microsoft nutzt dieses für die GPU-Unterstützung in seinem Windows Subsystem für Linux (WSL) und hat damit sowie mit der Hilfe der Grafikkartenhersteller seine eigene Grafikschnittstelle DirectX 12 auf Linux portiert. Bei der ersten Vorstellung des Kernel-Treibers ist dieser von der Linux-Community aber stark kritisiert worden.

Mit der nun vorgestellten Version will Microsoft eigenen Aussagen zufolge die damals vorgebrachten Kritikpunkte ausräumen. Darüber hinaus hat das Unternehmen den eingereichten Open-Source-Code um einige Funktionen erweitert, wie etwa die vollständige Unterstützung der virtualisierten Grafikhardware im WSL. Wie es in dem Beitrag heißt, wird die Technik außerdem auch im Windows Subsystem for Android (WSA) genutzt.

Das Team von Microsoft hat den nun verfügbaren Treiber laut eigenen Angaben von Grund auf neu erstellt, so dass dessen Funktionalität leichter überprüft werden kann. Darüber hinaus ist der Code in den Hyper-V-Bereich des Linux-Kernels verschoben worden. Dies wird insbesondere damit begründet, dass damit auch Nicht-Grafik-Hardware genutzt wird. Diese Geräte seien dann auch über viele verschiedene Schnittstellen und Techniken nutzbar wie: “CUDA, OpenCL, OpenVINO, OneAPI, DX12”.

Microsoft stellt nun außerdem in Zusammenarbeit mit Intel dazugehörige User-Space-Bestandteile bereit, die ebenfalls Open Source sind. Bisher war der User-Space proprietäre Software, was aber insbesondere von dem Linux-Grafiktreiber-Team fundamental abgelehnt wird. Ähnliche Diskussionen gibt es auch im Zusammenhang mit dem Treibern für KI-Beschleuniger und weiterer Hardware.

Mit dem aktuellen Zustand der Patches für den Treiber ist der Kernel-Entwickler Greg Kroah-Hartman wohl aber weiter nicht zufrieden. Er fordert, dass diese weiter aufgespalten werden, um sie besser verstehen zu können.

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Microsoft Edge-Browser für Linux » Wie installieren?

14. Januar 2022 um 10:45

Der neue Microsoft Edge-Browser für Linux steht nicht nur für Innovation. Das Tool soll uns auch in Zukunft mithilfe von Updates und Verbesserung die Arbeit am Computer etwas erleichtern sowie bereichern. Doch wie installiert man diesen Browser unter Linux? Wir zeigen, worauf man achten muss und welche Möglichkeiten es gibt.

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KDE-Nutzer bei Debian aufgepasst!

14. Januar 2022 um 09:15
Von: Gerrit

Debian verliert einen wichtigen Leistungsträger und ist daran nicht unschuldig. KDE-Nutzer sollten zur Kenntnis nehmen, dass sich Norbert Preining zurückzieht.

Debian hat Probleme. Nicht nur die Sicherheit, nicht nur in den verknöchterten Strukturen, es knirscht an vielen Stellen. Seit Jahren treten jedes Jahr Projektleiter an mit großen Agenden und nichts passiert. Die Strukturen, die das Projekt stabilisieren sollten, scheinen jede Bewegung zu verhindern, oft dienen sie nur noch der Blockade durch Minderheiten, die irgendetwas aufhalten wollen und dann in mühsamen Prozessen überstimmt werden müssen.

Norbert Preining ist seit einiger Zeit die Säule der Paketierung von KDE in Debian. Ohne ihn hätte man die aktuelle Stable-Version nicht mit halbwegs aktuellen KDE-Paketen ausgeliefert worden. Nun hat Norbert Preining seinen Rückzug angekündigt. Zwischen ihm und dem Debian-Projekt bzw. Menschen im Debian-Projekt knirscht es ja seit Längerem, deshalb musste er auch bereits in der Vergangenheit viel seiner Arbeit in OBS auslagern.

Der Verlust für Debian ist gewaltig. Die Liste der Pakete und die sachliche Analyse von Norbert Preining machen das deutlich. Einiges hat sicher eine Zukunft, aber vor allem für alles, was mit KDE zu tun hat und für Cinnamon in Debian sieht es nun düster aus. Norbert Preining legt zudem den Finger in eine Wunde, die viele ignorieren. Die vielen „Gruppen“ bei der Paketbetreuung sind oft nur eine Illusion und letztlich steht dahinter oft nur ein aktiver Betreuer – wie bei vielen „Teamarbeiten“ eben sonst auch.

Die Geschichte erinnert mich an Michael Stapelberg und seinen Rückzug aus Debian 2019. Dieser ist übrigens genau wie Norbert Preining zu Arch Linux gewechselt, aber das nur am Rande.

Debian brüstet sich immer mit seinen vielen Maintainern und Entwicklern, aber die Zahl der Leistungsträger im Desktop-Bereich ist überschaubar und große Weggänge gehen unweigerlich zulasten der Aktualität und Qualität. Darunter leiden übrigens auch abgeleitete Distributionen, wenn sie die Pakete nur übernehmen und die betroffenen Bereiche nicht selbst paketieren. Das Problem reicht deshalb über Debian hinaus.

Debian hat ein Problem, auch wenn nun wieder alle Debian-Nutzer standhaft leugnen und böse Kommentare im Stil von „Ach, der Gerrit mag Debian nicht“ schreiben werden. Vor allem Anwender von KDE Plasma und Cinnamon sollten die Entwicklung von Debian Testing im Auge behalten und sich mental darauf vorbereiten, beim nächsten Stable-Release eine neue Heimat zu suchen und bis dahin hoffen, dass nichts sicherheitsrelevantes für die Versionen in Stable passiert. Denn mir ist nicht klar, wer dort nun noch verantwortlich zeichnet.

Nachtrag 14.01.2022:

Nun hat auch Ferdinand bei Linuxnews berichtet, der ja ein guter Kenner der Debian-Gemeinschaft ist. Dort finden sich auch die Informationen zum Ablauf der Degradierung vor einiger Zeit und was für Mechanismen bei Debian hinter den Kulissen laufen.

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Ubuntu Desktop auf einem Raspberry Pi 4 2 GByte – Performance-Boost

14. Januar 2022 um 08:13
Von: jdo

Seit einigen Versionen kannst Du bekanntlich einen kompletten Ubuntu Desktop auf einem Raspberry Pi 4 oder 400 benutzen. Genauer gesagt gibt es eine offizielle Desktop-Version für Raspberry Pi seit Ubuntu 20.10 Groovy Gorilla. Allerdings lautet die Empfehlung mindestens 4 GByte RAM, weil sie der kleine Computer schon anstrengen muss. Pi-Fans wissen natürlich, dass die Server-Version auf früheren Varianten des Winzlings läuft. Für Ubuntu 22.04 LTS hat sich Canonical das Ziel gesetzt, das OS auch auf den Varianten mit 2 GByte […]

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SuperTux nun kostenlos via Steam verfügbar

14. Januar 2022 um 06:30
Von: jdo

Hast Du wie ich sowieso Steam auf Deiner Linux-Distribution installiert? Dann habe ich tolle Neuigkeiten. Ab sofort kannst Du das Spiel SuperTux kostenlos via Steam installieren. SuperTux ist ein 2D Platformer / Sidescroller, in dem Du als das Linux-Maskottchen Tux im Super-Mario-Stil durch die Landschaft hüpfst – genauer gesagt sind das Icy Island und Rooted Forest. Warum sich Tux das antut? Er will seine geliebte Penny aus den Händen ihres Kidnappers Nolok befreien! Was erwartet Dich bei SuperTux? Setzt schon […]

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Lesetipp: Fedora Silverblue im Praxiseinsatz

13. Januar 2022 um 19:45
Von: Gerrit

Fedora Silverblue gehört zu den ambitionierten und gleichermaßen umstrittenen Projekten im Linux-Ökosystem. Read-only Dateisysteme, Flatpak, Container – alles dabei für einen kräftigen Shitstorm. Zum Glück gibt es auch rationalere Berichte.

Lennart Diener hat auf linuxnews zwei Artikel über seinen Langzeittest von Fedora Silverblue geschrieben:

Dabei kommt der Autor zu einem sehr differenzierten Bild. Das Problem sind – wenn man die ideologischen Scheuklappen ablegt – eher nicht die Flatpaks, sondern die mangelnde Stabilität der grafischen Paketmanager und die Notwendigkeit bei einem Update an der Betriebssystembasis immer neustarten zu müssen. Toolbox scheint zudem eine nette Idee zu sein, deren praktische Verwendung irgendwie noch nicht richtig klappt.

Ich empfehle beide Artikel. Viel davon kann ich nachvollziehen. Betriebssysteme mit Read-Only-Root-Dateisystem auf Basis von Ostree vertragen sich nicht so gut mit der Updatefrequenz von Fedora und die Oberfläche von GNOME ist halt wie sie ist.

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Linux Taskleiste einstellen und zentrieren

13. Januar 2022 um 15:10

Viele Nutzer des immer noch beliebten Betriebssystems Windows wollen oder müssen sich mit dem Gedanken anfreunden, auf Linux umzusteigen. Doch auf eine Taskleiste muss man bei diesem auch nicht verzichten. Der Umstieg fällt schwer, wie man die Linux Taskleiste wie in Windows 11 einstellt, muss erst noch herausgefunden werden. Wir zeigen, wie es geht.

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PostmarketOS unterstützt mehr mobile Linux Geräte

13. Januar 2022 um 10:00

Mobile Endgeräte und die damit verbundenen Betriebssysteme sind längst nicht mehr aus unserer Gesellschaft wegzudenken. Mit Postmarket OS kommt nun eines dazu, was mehr und mehr die Linux-Systeme supportet. Maximaler Komfort, einen großen Nutzen und die leicht zu verstehende Navigation macht Postmarket OS bei den Nutzern von Linux so beliebt.

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Fisch, der sein Aquarium mit einem Raspberry Pi bewegen kann

13. Januar 2022 um 06:29
Von: jdo

Falls Du nun auf das Datum geschaut hast – nein, das ist nicht der 1. April. Wissenschaftler haben ein Aquarium gebaut, das ein Fisch selbst steuern kann. Dabei überwacht ein Raspberry Pi 3B+ die Bewegungen des Fisches und steuert dann entsprechend das Aquarium. Auf diese Weise hat der Fisch gelernt, wie er an Leckerlies kommt. Der Fisch startet dabei von verschiedenen Punkten im Raum und nur wenn er es zum markierten Bereich schafft, bekommt er eine Belohnung. Im kompletten Video […]

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Manjaro im Test – Rolling Release mit Sicherungsnetz

12. Januar 2022 um 20:34
Von: Gerrit

Manjaro ist im Rolling Release-Segment vielleicht das, was bei den stabilen Distributionen Linux Mint ist. Der Anspruch ist eine einfach zu verwendende, nutzerfreundlichen Distribution, selbst wenn es mal ideologisch oder konzeptionell nicht ganz sauber ist. Höchste Zeit für einen Test.

Einordnung

Manjaro ist eine sehr beliebte Distribution. Seit sie vor knapp 10 Jahren aus der Taufe gehoben wurde, hat sie immer mehr Anhänger gewonnen und es sieht nicht so aus, als ob sich das schnell ändern wird. Denn diese Beliebtheit hat Gründe, wie sich zeigen wird.

Manjaro ist ein Abkömmling von Arch Linux. Im Grunde genommen nehmen die Manjaro-Entwickler die Arch-Paketquellen und fügen einige eigene Pakete und Metapakete hinzu. Hinzu kommt eine Installationsroutine und eigene Live-Medien. Das Ganze wird dann ein wenig entschleunigt, denn während bei Arch mitunter mehrmals täglich Updates kommen, verfolgt Manjaro – ähnliche wie beispielsweise openSUSE Tumbleweed – ein Snapshot-Modell, bei dem Updates immer in einem größeren Schwung alle paar Tage/Wochen an den Anwender weiter gegeben werden. Idealerweise dann schon ein bisschen besser getestet als bei Arch, wo – wenn auch selten – mal ein kleiner oder größerer Fehler bei den hochfrequenten Updates erfolgen kann.

Arch-Nutzer sagen gerne, dass niemand Manjaro bräuchte, weil man alles mit Arch selbst erledigen könnte. So wie auch Ubuntu-Anhänger behaupten, niemand bräuchte Linux Mint und Debian-Anhänger finden gerne, dass sowieso alle Derivate von Debian überflüssig seien. Das ist eine ewige Diskussion. Letztlich finden die Distributionen Anhänger und das hat Gründe.

Manjaro mit KDE Plasma im Test

Varianten und Installationsmedien

Die Manjaro-Entwickler unterstützen offiziell die drei Desktopumgebungen Xfce, KDE Plasma und GNOME. Hinzu kommt Community-Support von Budgie bis Sway. Leider ist die Pantheon Shell nicht dabei, obwohl sie mittlerweile in Arch Linux angekommen ist. Für den Test entschied ich mich deshalb für KDE Plasma.

Es gibt Live-/Installationsmedien für alle Desktopumgebungen. Jeweils aufgeteilt in eine vollständige und eine minimale Variante. Hierbei ist zu beachten, dass die minimale Variante keineswegs so minimal ist. Wer sich ein bisschen mit Linux auskennt und seine Programme überwiegend selbst zusammen stellen möchte, der sollte sich für die minimale Variante entscheiden.

Installation

Manjaro beherrscht kein Secure Boot. Das ist bedauerlich und verglichen mit anderen Distributionen schade. Es ist aber auch nicht überraschend, da Arch Linux dieses ebenso nicht unterstützt. Daher muss man – so noch nicht geschehen – in den UEFI-Einstellungen vor der Installation Secure Boot abschalten.

Anschließend bootet das Live-Medium. Hier kann man wie üblich erst die Distribution testen oder gleich installieren. Als Installationsroutine verwendet Manjaro Calamares. Dabei handelt es sich um eine distributionsübergreifend verfügbare Installationsroutine, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut.

Ich finde Calamares etwas sparsam bei den Funktionen, aber man bekommt damit die Installation hin. Seit meinem letzten Test von Calamares bei KDE neon hat man die Verschlüsselung offenkundig verbessert, womit mein schlimmster Kritikpunkt ausgeräumt ist.

Bei der Installation wähle ich mein persönlich präferiertes Setup mit einer unverschlüsselten Boot-Partition und einer verschlüsselten Btrfs-Partition ohne weitere Trennung in Root und Home. Die unverschlüsselte Boot-Partition nutze ich, da bei einer verschlüsselten Boot-Partition die Entsperrung von GRUB bei meinen Notebooks sehr lange dauert und der Sicherheitsgewinn den Komfortverlust nicht ausgleicht.

Manjaro verlangt bei der Installation neben der obligatorischen Anlage eines Benutzers auch die Vergabe eines root-Kennworts. Damit sträubt man sich gegen den Trend. Nachdem Ubuntu lange Jahre mit seinem sudo-Konzept allein auf weiter Flur stand, haben sich zuletzt Debian und Fedora dem angeschlossen und bieten ebenfalls die Möglichkeit den root-Account zu deaktivieren.

Die Installation ist dann schnell erledigt.

Erster Eindruck

Nach einem Neustart begrüßt den Anwender KDE-Plasma in einem angepassten Design Namens „Breath“.

Die Entwickler der Desktopumgebungen hassen das ja bekanntermaßen und GNOME bekämpft dies inzwischen aktiv, aber ich mag das gerne. Ich finde es schön, wenn Distributionen versuchen, ein gemeinsames Corporate Design über alle Desktopumgebungen zu legen und den Anwendern vermitteln „Du benutzt nicht irgendeine Distribution mit KDE Plasma, sondern Manjaro“. Wenn es einem nicht gefällt, kann man es ja ändern.

Die Softwareauswahl ist dann gar nicht so minimal und leider auch etwas inkonsistent. Neben Plasma und den wichtigsten KDE-Tools ist auch Firefox dabei. Warum ich aber Okular und Evince vorinstalliert brauche, erschließt sich mir nicht. Ebenso ist unter der Haube einiges an Gerümpel. Dazu zähle ich die vorinstallierte Multilib-Umgebung (Lib32-Bibliotheken), die auf dem System gar nicht benötigt werden und einiges weiteres.

Bei der Gelegenheit fragte ich mich mal wieder, warum Arch eigentlich als schlankes System gilt. Natürlich hat ein Setup mit meiner gewohnten KDE-Umgebung bei Arch bzw. Manjaro nur knapp 1000 Pakete, während es bei openSUSE oder debianoiden Systemen eher >2000 sind. Das liegt aber nicht daran, dass openSUSE oder Debian „fetter“ wären, sondern daran, dass die Arch-Paketierung ziemlich grobschlächtig ist. So enthält z.B. das Paket firewalld auch gleich die GTK-GUI zur Konfiguration oder pinentry alle Oberflächen, was bei openSUSE und Debian in eigene Pakete ausgelagert ist. Arch ist also sogar ganz im Gegenteil eher ziemlich fett. Dafür kann aber natürlich Manjaro nichts und ist letztlich auch eine Frage der Gewohnheit.

Nichtsdestoweniger sollten Anwender nach der Installation erst einmal aufräumen, unnützes entfernen und vielleicht auch manches nachinstallieren. So setzt Manjaro nach der Installation immer noch auf X.org und der Anwender muss die Wayland-Session erst nachinstallieren und aktivieren. Am Ende hat man dann aber eine konsistente Arbeitsumgebung, auf der sich weiter aufbauen lässt.

Manjaro macht vieles anders

Manjaro macht vieles anderes. Das reicht von Kleinigkeiten bis zu einem Rollback-System für das Betriebssystem. Beginnen wir mit den Kleinigkeiten. Der Screenshot zeigt es schon: Manjaro verwendet standardmäßig nicht die Bash, sondern zsh mit einem hübschen, aber durchaus eigenwilligen Design.

Ebenso eigene Wege geht man bei den verfügbaren Programmen. In den Paketquellen findet sich auch so etwas wie SoftMaker Office oder Vivaldi. Hier steht Pragmatismus und gute Angebote für die Anwender über ideologischen Abwägungen.

Natürlich kann man Manjaro ebenso wie Arch komplett auf der Kommandozeile administrieren. Im Unterschied zu Arch bietet man den Anwendern aber grafische Konfigurationswerkzeuge. Diese integrieren sich bei KDE durchaus ansehnlich in die Systemeinstellungen als sogenannte KCM. Dazu gehört die Hardwarekonfiguration, die grafische Installation von verschiedenen Kerneln und die Verwaltung von Sprachpaketen.

Zusätzlich kann man noch nette grafische Paketmanager wie Octopi einsetzen, das im Gegensatz zum vorinstallierten Pamac eine Qt-Oberfläche hat und sich gut in KDE Plasma integriert. Mit ein wenig Nacharbeit entsteht so ein konsistenter Desktop mit guten grafischen Verwaltungstools.

Wirklich besonders ist an Manjaro aber der konsequente Einsatz von Timeshift. Das Ganze funktioniert Out-of-the-Box mit bei einem Brtrfs-Dateisystem-Layout. Das legt die Manjaro Installationsroutine gleich mit einem passenden Subvolume-Schema an:

# /etc/fstab: static file system information.
#
# Use 'blkid' to print the universally unique identifier for a device; this may
# be used with UUID= as a more robust way to name devices that works even if
# disks are added and removed. See fstab(5).
#
# <file system>             <mount point>  <type>  <options>  <dump>  <pass>
UUID=1F65-2EB8                            /boot/efi      vfat    umask=0077 0 2
UUID=2da043ef-a76c-4a18-8e2e-27969be465f4 /boot          xfs     defaults,noatime 0 2
/dev/mapper/luks-305fb0b6-ced0-403a-978c-1831b5d32f7e /              btrfs   subvol=/@,defaults,noatime,autodefrag,compress=zstd 0 0
/dev/mapper/luks-305fb0b6-ced0-403a-978c-1831b5d32f7e /home          btrfs   subvol=/@home,defaults,noatime,autodefrag,compress=zstd 0 0
/dev/mapper/luks-305fb0b6-ced0-403a-978c-1831b5d32f7e /var/cache     btrfs   subvol=/@cache,defaults,noatime,autodefrag,compress=zstd 0 0
/dev/mapper/luks-305fb0b6-ced0-403a-978c-1831b5d32f7e /var/log       btrfs   subvol=/@log,defaults,noatime,autodefrag,compress=zstd 0 0

Timeshift legt nun vollautomatisiert regelmäßige Schnappschüsse des Systems an. Das Home-Subvolume wird dabei ausgeklammert, kann aber optional ebenfalls einbezogen werden. Dabei nutzt Timeshift die in Btrfs integrierte Schnappschussfunktion.

Geht mal etwas schief, kann man in GRUB einfach einen älteren Schnappschuss booten. Das klappt auch bei einer verschlüsselten System-Partition mit unverschlüsselter Boot-Partition. Hier ist man sogar openSUSE voraus, wo das dort zum Einsatz kommende Snapper mit diesem Setup nicht zurechtkommt.

Probleme und Kritik

Vor allem im Bereich der Sicherheit gibt es einige problematische Bereiche. Das erste sind die Verzögerungen bei den Updates. Hier müsste man schauen, ob sicherheitsrelevante Aktualisierungen schneller durch gereicht werden als normale Updates, bei denen es letztlich egal ist, ob sie eine Woche früher oder später kommen.

Deutlich negativer fällt da das Fehlen vieler Sicherheitsmaßnahmen auf (die Spannbreite dessen habe ich hier mal dargestellt), die anderswo bereits Standard sind. Nicht nur verzichtet man auf eine vorinstallierte Firewall wie z. B. firewalld oder ufw (beides kann man natürlich nachinstallieren). Man installiert noch nicht mal konsequent ein Sicherheitsframework wie AppArmor. Dies wird nur bei der vollständigen und nicht bei der minimalen Installation eingerichtet. Angesichts der alles andere als minimalen Ausstattung der Minimal-Version in anderen Bereichen ist das unverständlich. Das ist ansonsten doch schon ziemlicher Standard und kommt von Debian bis openSUSE überall zum Einsatz. Hier sehe ich deutliches Verbesserungspotenzial, zumal AppArmor natürlich in den Paketquellen vorhanden ist und vom Anwender eingerichtet werden kann. Bei der Zielgruppe werden das nur leider zu wenige tun.

Zusammengefasst

Manjaro macht einen richtig guten Eindruck. Ich bin selten nach einem Distributionstest so positiv überrascht. Manjaro liefert ein sehr rundes Gesamtpaket aus und mit ein bisschen Nacharbeit bekommt man ein wirklich gutes Desktopsystem.

Ich bin mit Arch Linux nie wirklich warm geworden, was zu einem guten Teil auch an der Community lag, die ich als arrogant und überheblich wahrgenommen habe. Manjaro baut zwar auf bewährten Arch-Prinzipien auf, macht aber vieles anders, manches besser und wirkt sehr sympathisch.

Manjaro ist eine Distribution, die es geschafft hat in die engere Wahl dessen, was ich so an Linux-Distributionen berücksichtige, aufgenommen zu werden.


Nachtrag vom 15.01.2022:

Präzisierung der Passage zu AppArmor wegen Unterschiede bei der Installation mit minimaler und vollständiger Variante.

Der Artikel Manjaro im Test – Rolling Release mit Sicherungsnetz erschien zuerst auf [Mer]Curius

Tails 4.26 ist da – Du kannst ab sofort aktualisieren

12. Januar 2022 um 16:30
Von: jdo

Das Changelog von Tails 4.26 – The Amnesic Incognito Live System – ist ziemlich übersichtlich. Der Tor Browser wurde auf Version 11.0.4 aktualisiert. Startes Du den Tor Browser und die Tor-Verbindung steht nicht, öffnet sich ein kleiner Assistent. Er fragt, ob Du eine Tor-Verbindung aufbauen oder den Tor Browser trotzdem starten möchtest. Im offiziellen Changelog findest Du noch ein paar weitere Änderungen, die allerdings für Anwenderinnen und Anwender weniger relevant sind. Bekannte Probleme gibt es speziell für Tails 4.26 nicht. […]

Der Beitrag Tails 4.26 ist da – Du kannst ab sofort aktualisieren ist von bitblokes.de.

Neuentdeckte Schadsoftware greift Windows, macOS und Linux an

12. Januar 2022 um 16:00

Eine neuentdeckte Schadsoftware zielt gleich auf alle großen Desktop-Betriebssysteme ab. Die Software wurde offenbar für gezielte Angriffe verwendet. Wer dahintersteckt, ist unklar.

Das Sicherheitsunternehmen Intezer hat nach eigenen Angaben eine neue Schadsoftware entdeckt, die es auf Windows, Linux und macOS gleichermaßen abgesehen hat. Entdeckt wurde die Sysjoker getaufte Malware laut einem Blogbeitrag des Unternehmens bei einem aktiven Angriff auf den Linux-basierten Webserver einer „führende Bildungseinrichtung“. Später fand das Unternehmen dann auch Windows- und ...

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Mozilla und Linux Mint verkünden Partnerschaft für Firefox

12. Januar 2022 um 10:00
Eine neu geschlossene Partnerschaft verkündeten Mozilla und der Linux Mint Chefentwickler Clement Lefebvre alias Clem nun auf dem hauseigenen Linux Mint Blog. Inhalt der Partnerschaft [...]

Umstieg auf Linux – 5 Gründe warum viele scheitern

11. Januar 2022 um 12:45

Genau wie sich die Welt stets verändert, unterliegen wir als Menschen einem ständigen Prozess der Modifikation. Viele Nutzer von Windows wollen etwas Neues ausprobieren, beispielsweise den Umstieg auf Linux. Doch nicht immer gelingt der Wechsel sofort beziehungsweise überhaupt. Zahlreiche Fehler schleichen sich dabei ein und sorgen so für Verdruss. Doch woran liegt es?

Der Beitrag Umstieg auf Linux – 5 Gründe warum viele scheitern erschien zuerst auf Linux Abos.

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