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Mozilla veröffentlicht Firefox 89.0.1

16. Juni 2021 um 13:24

Mozilla hat Firefox 89.0.1 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion, einschließlich einer Sicherheitslücke.

Download Mozilla Firefox 89.0.1

Mit dem Update auf Firefox 89.0.1 behebt Mozilla durch Deaktivierung der erst mit Firefox 89 eingeführten Shared Font List, welche den Speicherverbrauch reduzieren und die Performance verbessern sollte, mehrere Probleme in Zusammenhang mit der Darstellung von Schrift auf Websites, von denen manche Nutzer von Windows und Linux betroffen waren. Auf macOS sind keine Probleme bekannt, hier blieb die Option aktiviert.

Auf macOS konnte es bei Verwendung eines externen Bildschirms zu einem Flackern beim Scrollen kommen. Grund hierfür ist ein Bug in einem AMD-Grafikkartentreiber. In Firefox 89.0.1 wurde dies durch die Deaktivierung von WebRender für die Darstellung der Scroll-Leisten auf macOS behoben. Auf Windows und Linux blieb die entsprechende Option aktiviert.

Dafür gab es für manche Linux-Nutzer Performance- und Stabilitätsprobleme in Zusammenhang mit der Software-WebRender-Implementierung. Diese wurde für betroffene Nutzer deakiviert.

Ebenfalls ein Problem, von dem manche Linux-Nutzer betroffen waren, waren fehlerhafte Scroll-Leisten bei Verwendung mancher GTK-Themes.

Unter Windows haben manche Screenreader nicht mehr korrekt mit Firefox interagiert. Zur Behebung hat Mozilla die mit Firefox 89 erst eingeführte „Pseudo-Oberfläche“ deaktiviert, welche zu Beginn des Startvorgangs angezeigt wurde, um so die gefühlte Performance des Firefox-Starts unter Windows langsameren Systemen zu verbessern.

Die DisableDeveloperTools-Unternehmensrichtlinie zur Deaktivierung der Entwicklerwerkzeuge funktionierte nicht mehr korrekt und wurde repariert.

Außerdem wurde mit Firefox 89.0.1 eine als moderat eingestufte Sicherheitslücke behoben. Von dieser waren ausschließlich Nutzer des Betriebssystem Windows betroffen, welche nicht WebRender als Rendering-Backend von Firefox verwenden.

Schließlich wurden noch einige Übersetzungen aktualisiert.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 89.0.1 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Vorschau Mini-Serie Ubuntu 21.04 Flavors

09. Juni 2021 um 19:00
In Kürze wird es hier eine neue Mini-Serie geben, in deren Rahmen wir uns die 2104er Buntis anschauen. Mit dabei werden 7 offizielle und 3 [...]

Canonical bringt Ubuntu Pro in die Google-Cloud

15. Juni 2021 um 11:47

Canonical und Google haben angekündigt, dass mit Ubuntu Pro ein neues Linux-Angebot für die Google Cloud Platform (GCP) verfügbar ist. Ubuntu Pro für Google Cloud sei eine Premium-Version von Ubuntu mit Fokus auf den Einsatz in Unternehmen und in Produktionsumgebungen.

Als solche biete Ubuntu Pro für die Cloud Zugang zu Sicherheits-Patches für Tausende von Open-Source-Anwendungen mit einer Laufzeit von bis zu 10 Jahren, sowie kritische Compliance-Funktionen.

Die Pro-Version biete etwa das Patchen kritischer Sicherheitslücken und anderer Schwachstellen für Ubuntus Universe-Repository, das über 30.000 Pakete umfasse, darunter Node.js, MongoDB, Redis und Apache Kafka teilt Canonical mit. Zudem gebe es eine zehnjährige Wartungszusage (ab 18.04 LTS aufwärts) und offiziell zertifizierte Komponenten, um Betriebsumgebungen unter Compliance-Vorgaben wie FedRAMP, HIPAA, PCI, GDPR und ISO zu ermöglichen, so Canonical.

Ubuntu Pro für Google Cloud will einen innovativen Ansatz bei der Preisgestaltung bieten und berechnet für Ubuntu Pro beispielsweise drei bis 4,5 Prozent der durchschnittlichen Computing-Kosten. Je mehr Rechenleistung ein Unternehmen benötige, desto niedriger sei der Prozentsatz für die Berechnung der Kosten für Ubuntu Pro, lässt Canonical wissen. Kunden könnten Ubuntu Pro direkt über die GCP-Konsole oder den Google Cloud Marketplace erwerben, heißt es weiter.

Der Beitrag Canonical bringt Ubuntu Pro in die Google-Cloud erschien zuerst auf Linux-Magazin.

Lazy Docker - schnell und einfach Docker Container via Konsole verwalten

10. April 2020 um 11:31

Um Docker Container zu verwalten gibt es viele Tools, da wäre zum Beispiel Portainer oder Rancher.

Lazy Docker

Aber es gibt auch schlichte Tools wie Lazy Docker.

lazydocker

Das in Go geschriebene Programm, läuft über die Konsole ist interaktiv und bietet schnellen Zugriff auf die wichtigsten Docker oder Docker Compose Funktionen. Folgende Funktionen werden aktuell (Version 0.8) unterstützt.

  • Zustand der Docker- oder Docker Compose Umgebung abfragen
  • Anzeige von Protokollen für einen Container oder Dienst
  • ASCII-Grafiken der CPU- und Speichernutzung von Containern anzeigen
  • Neustart, anhalten, entfernen, oder neuaufbauen von Containern oder Diensten
  • Anzeigen der einzelnen Schichten eines bestimmten Images
  • Aufräumen von Containern, Images oder Volumes mit prune

lazydocker-cpu

Lazy Docker installieren

Die Installation ist sehr einfach und kann direkt über wget oder via brew erledigt werden.

Der Einfachheit halber werde ich den ersten Weg wählen.

Vorrausetzung ist eine bestehende und laufende Docker Installation (ansonsten wäre die Nutzung des Programms wenig sinnvoll).

wget https://github.com/jesseduffield/lazydocker/releases/download/v0.12/lazydocker_0.12_Linux_x86_64.tar.gz
tar xvzf lazydocker*.tar.gz

sudo install lazydocker /usr/local/bin/
sudo systemctl status docker
sudo lazydocker

Die Steuerung erfolgt über die Pfeiltasten, das Menü lässt sich über x aufrufen und das Tool via Esc beenden.

Eine komplette Liste der Shortcuts findet ihr hier. Im Prinzip selbsterklärend.

Wer sich nicht selbst reinfinden möchte, der kann auch auf das Videotutorial zurückgreifen.

Fazit

Praktisches Tool, welches ohne Webserver oder dergleichen auskommt und etwas mehr Überblick bietet als die üblichen Konsolenbefehle.

Download Lazy Docker

KeePassXC 2.6.6 ist da – Team rät von 2.6.5 ab – Passwortmanager

13. Juni 2021 um 09:28
Von: jdo

Gewundert habe ich mich schon ein wenig, wo die offizielle Ankündigung für den Open Source Passwortmanager KeePassXC 2.6.5 bleibt. Nun wissen wir den Grund. Das Team rät von einer Nutzung ab, da 2.6.5 diverse Bugs hat. Stattdessen hat man mit KeePassXC 2.6.6 nachgelegt und offiziell angekündigt. Mit Version 2.6.5 wurden diverse neue Funktionen eingeführt. Unter anderem kannst Du bloße TOTP Secrets als CSV importieren. Außerdem wird die Erstellungszeit beim Speichern der Datenbank beibehalten. Über die Kommandozeile kannst Du alle geöffneten […]

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Widelands mit erstem Release-Kandidat – inspiriert von Siedler II

10. Juni 2021 um 09:06
Von: jdo

Ich mag Strategiespiele und hatte früher schon immer gerne Die Siedler gespielt. Die Siedler II wurden von Blue Byte im Jahr 2006 veröffentlicht. 512 MByte RAM und 1 GByte Festplattenplatz waren damals Mindestvoraussetzungen. Siedler II hat tierisch Spaß gemacht. Deswegen freut es mich, dass es ab sofort einen ersten RC von Widelands gibt. Das Aufbaustrategiespiel ist frei (Open-Source) und das Entwickler-Team hat sich von Siedler II inspirieren lassen. Es gib sowohl Kampagnen für Einzelspieler als auch einen Mulitplayer-Modus. Allerdings gibt […]

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Vorschau Mini-Serie Ubuntu 21.04 Flavors

09. Juni 2021 um 19:00
In Kürze wird es hier eine neue Mini-Serie geben, in deren Rahmen wir uns die 2104er Buntis anschauen. Mit dabei werden 7 offizielle und 3 [...]

Die 30 besten VS Code Erweiterungen für Administratoren und DevOps

05. Juni 2021 um 12:36

Wie bereits im letzten Artikel erwähnt, gibt es mit Visual Studio Code einen starken Editor, welcher sich mit Hilfe von Erweiterungen für jeden Einsatzzweck anpassen lässt.

Ich möchte euch einige davon vorstellen, welche sich für den Einsatz im Administrations- oder DevOps Bereich eignen.

Die 30 besten VS Code Erweiterungen

  1. Ansible Language: Zu dieser Erweiterung muss wenig gesagt werden. Ihr erhaltet YAML Support mit Syntax Highlighting, Autovervollständigung und der mitgelieferte YAML bzw. Ansible Linter zeigt euch Fehler adhoc an. ansible

  2. Apache Syntax Support: Der Name ist Programm und eure Apache Config Files erstrahlen beim Editieren in neuem Glanz, dank Syntax Highlighting.

  3. Atom Keymap: Solltet ihr aus der Atom Editor Welt kommen und eure alten Shortcuts vermissen, dann hilft das Plugin ungemein.

  4. Better Jinja: Das Arbeiten mit Jinja Templates kann schnell in die Verzweiflung führen. Durch diese Erweiterung erhaltet ihr neben Jinja auch Support für HTML, Markdown, YAML, CSS, Docker, Python und uvm. in euren Dateien. jinja

  5. Better TomlTom's Obvious, Minimal Language kommt immer mal wieder vor. Einige werden die Dateien von Gitlab kennen. Die Extension sorgt für bessere Lesbarkeit beim Editieren.

  6. Confluence: Atlassians Wiki Lösung findet sich sehr häufig in Unternehmen. Aus diesem Grund kommen einige sicher öfters mit deren Markup in Berührung. Hier gibt es Unterstützung für Confluence® and Jira® Markup.

  7. Debian Package Syntax Highlighting: Nur für diejenigen, die öfters mit DEB Paketen zu tun haben.

  8. Docker: Eigentlich schon essentiell, Docker Unterstützung für VS Code. docker

  9. Git History: Für Git fast unverzichtbar. Bereitet Logs auf, nimmt Grafiken zu Hand, kann vergleichen usw.

  10. Git Lens: Der selbst ernannte Supercharger. Bietet ähnlich wie Git History eine schöne Log Übersicht. Zusätzlich dazu kommen Features wie Revision Navigation, History Anzeige in der Status Bar oder der aktuellen Zeile.

  11. Gremlins Tracker: Wer kenn es nicht, ein unerwünschtes Leerzeichen sorgt im Code für Aufregung. Gremlins werden sie von dieser Erweiterung genannt und als solche auch in der Sidebar sichtbar gemacht. gremlins

  12. Hugo Language Support: NutzerInnen des Frameworks wird mit Syntax Highlighting und Snippets das Webseiten bauen erleichtert.

  13. Indent Rainbow: Einer meiner Favoriten, macht Nichts anderes als Einrückung kolorieren. Das hilft nicht nur bei YAML Dateien ungemein. 

  14. Jinja Syntax Highlighting: Jinja kann durchaus hilfreich sein, leider geht auch schnell die Übersicht im Code verloren. Durch Syntax-Hervorhebung kann dem aber vorgebeugt werden.

  15. Kubernetes: Die Beschreibung im Marketplace sagt eigentlich alles:  Develop, deploy and debug Kubernetes applications

  16. Nginx Configuration Language Support: Autovervollständigung bei der NGINX Konfiguration, nicht mehr und nicht weniger. Allerdings nicht mehr ganz aktuell. nginx

  17. Notepad++ Keymap: Für Umsteiger eignet sich diese Notepad++ Keymap.

  18. OpenSSL Utilities: Auf ITrig hatte ich bereits Anleitungen, wie Private Key, CSR oder self-signed Zertifikate über die Kommandozeile erstellt werden. Die Erweiterung erlaubt euch das Erstellen ohne weitere Kenntnisse der CLI Befehle direkt in Visual Studio Code. privkey

  19. Prettier: Schöner programmieren mit Prettier - Code formatter. Das Tools formatiert euren Code automatisch. Unterstützt werden JavaScript, TypeScript, Flow, JSX, JSON, CSS, SCSS, Less, HTML, Vue, Angular, GraphQL, Markdown, YAML.

  20. Projekt Manager: Wenn an mehreren Projekten gleichzeitig gearbeitet wird, kann es sinnvoll sein die Verwaltung dieser zu verbessern.

  21. Rainbow Brackets: Es wird wieder bunt. Regenbogenfarben für die runden Klammern, die eckigen Klammern und die verschnörkelten Klammern.

  22. Remote SSH: Dateien direkt auf Servern editieren kann durchaus praktisch sein.

  23. Salt-lint. Einfacher Linter für States und Pillars

  24. Saltstack: Analog zum Salt-Linter ist dieser Syntax Highlighter für Saltstack ein Muss. saltstack

  25. Snort:  NIDS/NIPS in Farbe.

  26. Sort: Wörter alphabetisch sortieren, einfach shift+alt+s  drücken

  27. Tomcat for Visual Code: Tomcat Server direkt aus VS Code starten und war Pakete debuggen.

  28. Toml Language Support: Ein weiterer Formater für Toml Dateien.

  29. XML Support: Alles was es für XML braucht in einem Plugin.

  30. YAML: Voller YAML Support mit Kubernetes Unterstützung. yaml

Themes

Damit die Arbeit noch mehr Spaß macht, gibt es ebenfalls viele Themes, sowie Icon Sets.

Hier eine kleine Auswahl an Themes, welche ich gerne einsetze.

  1. SynthWave 84 (die 80er sind zurück)
  2. Dracula Theme (schönes ausgewogenes Theme)
  3. Material Icons (Icons für die Ordner und Dateistruktur)
  4. Solarized Dark (Blau und Grüntöne, ist bei VSCode dabei)
  5. Monokai Pro (Theme und Icon Set zusammen)

synthwave

Eine schöne Übersicht mit Vorschauen vieler Themes bietet vscodethemes.com

Download

Schlussendlich fehlt wohl noch ein Link zu Visual Studio Code. Denn was helfen Erweiterungen, wenn der Editor fehlt.

Download VSCode

Thunderbird 78.11 veröffentlicht

05. Juni 2021 um 10:39

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 78.11 ein planmäßiges Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 78.11

Mit dem Update auf Thunderbird 78.11 hat die MZLA Technologies Corporation ein planmäßiges Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Neben den üblichen kleineren Fehlerbehebungen schließt die neue Version auch wieder die aktuellen Sicherheitslücken. Ein Update ist daher für alle Nutzer empfohlen.

Der Beitrag Thunderbird 78.11 veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Rescuezilla 2.2 mit Klon-Funktion – basiert auf Ubuntu 21.04

04. Juni 2021 um 09:58
Von: jdo

Rescuezilla ist eine benutzerfreundliche Distribution, um Abbilder von Festplatten zu erstellen. Sie ist Clonezilla kompatibel. Ab sofort gibt es Rescuezilla 2.2. Es basiert auf Ubuntu 21.04 und bringt neue Funktionen mit sich. Rescuezilla 2.2 kann klonen Das Team gibt an, dass Klonen eine der am häufigsten gewünschten Funktionen war. Dem Wunsch wurde nachgekommen und ab sofort kann die Distribution direkt von Gerät zu Gerät klonen. Außerdem kannst Du mit der Linux-Distribution alle Abbilder von virtuellen Maschinen durchsuchen und wiederherstellen, die […]

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Mozilla veröffentlicht Firefox 89 mit neuem Proton-Design

01. Juni 2021 um 20:01

Mozilla hat Firefox 89 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Firefox 89 bringt nicht nur ein völlig neues Design, sondern noch einige andere Neuerungen. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Firefox hat ein neues Design

Unter dem Namen „Proton“ hat Mozilla in den letzten Monaten an einem neuen Design für Firefox gearbeitet. Dabei hat Mozilla optisch kaum einen Stein auf dem anderen gelassen. Alleine das neue Design zu beschreiben würde einen ganz eigenen Artikel füllen – und genau aus diesem Grund gibt es auch einen eigenen Artikel, welcher das neue Design von Firefox 89 ausführlich vorstellt und mit dem Design von Firefox 88 vergleicht.

Jetzt weiterlesen: Alles zum neuen Design von Firefox 89

Firefox 89

Firefox 89

Dunkle Kontextmenüs im Dark Mode

Es ist bereits im Artikel zum neuen Firefox-Design erwähnt, muss aber auch an dieser Stelle noch einmal festgehalten werden, weil sich viele Nutzer, ganz unabhängig vom neuen Design, darüber freuen dürften: Mit dem neuen Kontextmenü-Design unter Windows 10 sowie den nun nativen Kontextmenüs unter macOS (von Firefox-Nutzern seit 21 Jahren gewünscht und nun umgesetzt) erscheinen Kontextmenüs erstmals dunkel, wenn der Dark Mode des Betriebssystems genutzt wird.

Firefox 89

Firefox 89

Verbesserter Datenschutz in privaten Fenstern

Mit Firefox 86 hatte Mozilla den sogenannten „vollständigen Cookie-Schutz“ eingeführt. Dieser ist aktiv, wenn der Nutzer in den Datenschutz-Einstellungen den strengen Schutz vor Aktivitätenverfolgung aktiviert. Vereinfacht gesagt bedeutet dieser Schutz, dass die Cookies jeder Domain in einem separaten Cookie-Container gespeichert werden – seitenübergreifendes Tracking über Cookies ist so nicht mehr möglich.

Unabhängig von der Datenschutz-Einstellung ist der „vollständige Cookie-Schutz“ jetzt auch in privaten Fenstern immer aktiv.

Vollständiger Cookie-Schutz in Firefox 86

Zahlreiche Verbesserungen für Nutzer von macOS

Neben der Implementierung nativer Kontextmenüs inklusive Dark Mode-Unterstützung (siehe oben) bringt Firefox 89 noch einige weitere Neuerungen für Nutzer von Apple macOS.

Zum einen wäre da der elastische Overscroll-Effekt zu nennen: Scrollt der Anwender ganz zum Anfang respektive Ende einer Website, zeigt eine leicht hüpfende Animation, dass das Seitenende erreicht ist. Man kennt diesen Effekt beispielsweise aus Safari.

Eine weitere Neuerung ist die Unterstützung für smartes Zoomen: Ein Doppelklick mit zwei Fingern auf dem Trackpad respektive mit einem Finger auf der Magic Mouse führt einen Zoom aus, um auf die Stelle zu fokussieren, wo sich der Mauszeiger befindet.

Im Vollbildmodus werden nicht länger die Tabs durch die Menüleiste verdeckt, wenn man den Mauszeiger zum oberen Bildschirmrand führt.

Außerdem ist es im Vollbildmodus (via Rechtsklick und Auswahl der entsprechenden Option) jetzt möglich, die Symbolleisten auszublenden. Eine entsprechende Option existiert an dieser Stelle schon lange, hat in den letzten neun Jahren allerdings nicht funktioniert.

Schließlich werden Farben in Firefox auf macOS bei Verwendung eines Wide-Gamut-Bildschirms nicht länger gesätttigt, nicht getaggte Bilder werden korrekt als sRGB behandelt und Farben in Bildern, die als sRGB getaggt sind, entsprechen nun den CSS-Farben.

Verbesserungen der Webplattform und Entwicklerwerkzeuge

Formular-Elemente wurden in einer nicht-nativen Weise neu implementiert, was Auswirkungen auf das Standard-Design dieser Elemente hat und für Performance-Verbesserungen sorgen soll. Außerdem war dies eine Voraussetzung für die Implementierung der Seiten-Isolation, an welcher Mozilla derzeit arbeitet und die in einer späteren Firefox-Version ausgeliefert werden soll.

Neu ist die Unterstützung von CSS aspect-ratio, dem CSS forced-colors Media Query, den CSS @font-face-Deskriptoren ascent-override, descent-override und line-gap-override sowie der Performance Event Timing API und Top-Level await in JavaScript.

Die von anderen Browsern nicht unterstützten Sensor-Events DeviceProximityEvent, UserProximityEvent und DeviceLightEvent werden nicht länger unterstützt.

Im Inspektor der Entwicklerwerkzeuge lassen sich die Eigenschaften in der grafischen Box-Modell-Ansicht jetzt besser mit der Tastatur bearbeiten.

Eine Übersicht über Verbesserungen der Webplattform wie neue unterstützte Webstandards gibt es wie immer in den MDN web docs.

Optionale Features in Firefox 89

Grafik-Info anzeigen im Kontextmenü

Mit Firefox 88 hatte Mozilla bei Bildern den Eintrag Grafik-Info anzeigen aus dem Kontextmenü entfernt. Ab Firefox 89 kann dieser Eintrag optional wieder aktiviert werden. Dazu ist über about:config der Schalter browser.menu.showViewImageInfo auf true zu setzen.

HTTP-First-Modus

Firefox besitzt bereits einen Nur-HTTPS-Modus, in welchem Firefox ausschließlich Seiten über HTTPS lädt, nicht über eine unverschlüsselte HTTP-Verbindung (Ausnahmen sind möglich). Alternativ dazu kann ab Firefox 89 über about:config ein „HTTP-First-Modus“ aktiviert werden, indem über about:config der Schalter dom.security.https_only_mode_https_first per Doppelklick auf true gesetzt wird. Zusätzlich gibt es noch den Schalter dom.security.https_only_mode_https_first_pbm für die Aktivierung in privaten Fenstern. Bei diesem Modus versucht Firefox zuerst eine Verbindung via HTTPS herzustellen, fällt dann aber auf HTTP zurück, falls keine HTTPS-Verbindung möglich ist.

Vollständiger Dark Mode für macOS

Bei Verwendung des Dark Modes von macOS erscheint auch Firefox dunkel – allerdings nicht vollständig. Beispielsweise ist das Bibliotheksfenster nach wie vor hell. Wird über about:config der Schalter widget.macos.respect-system-appearance auf true gesetzt, erscheinen weitere Teile dunkel. Achtung: Hier kommt es in Firefox 89 noch zu Darstellungsfehlern an manchen Stellen, weil diese Verbesserung in Firefox 89 noch nicht fertig ist.

Geschlossene Sicherheitslücken

Natürlich hat Mozilla auch in Firefox 89 wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 89 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Sonstige Neuerungen in Firefox 89

Die Screenshot-Funkion steht jetzt auch als optionale Schaltfläche für die Navigations-Symbolleiste zur Verfügung.

Auch wenn es keine direkten Auswirkungen für den Nutzer hat, weil die Unterstützung des Adobe Flash Players als letztem verbliebenen NPAPI-Plugin mit dem 12. Januar endete, sei an dieser Stelle die Entfernung großer Teile der NPAPI-Schnittstelle in Firefox 89 erwähnt, weil Firefox dadurch um viele Zeilen Code leichter wird.

Eine Eingabe von beispielsweise user@host in die Adressleiste führte bisher dazu, dass Firefox versuchte, nach host aufzulösen und so nur eine Fehlerseite produzierte. Hier findet nun eine Suche nach dem eingegebenen Text bei der Standard-Suchmaschine statt.

Für das Speichern von Zugangsdaten wurden die Heuristiken zur Erkennung von Benutzernamen-Feldern verbessert, für den Fall, dass sich zwischen dem Benutzernamen- und dem Passwort-Feld noch andere Felder befinden.

Die gefühlte Performance des Firefox-Starts unter Windows wurde auf langsameren Systemen verbessert, indem zu Beginn des Startvorgangs eine Pseudo-Oberfläche angezeigt wird, ehe Firefox bereit ist, die vollständige Oberfläche anzuzeigen.

Auf Seiten mit lang laufenden requestAnimationFrame-Handlern, wie Slack, konnte es zu längeren Wartezeiten beim Tabwechsel kommen, was mit Firefox 89 behoben wurde.

Seit Firefox 88 bittet Firefox bei Mikrofon- und Kamera-Anfragen nicht mehr erneut um Erlaubnis, wenn schon einmal innerhalb der letzten 50 Sekunden auf dem gleichen Gerät im gleichen Tab die Erlaubnis für die jeweilige Website erteilt worden ist. Der Zeitraum wurde auf eine Stunde erweitert.

Der Grafik-Renderer WebRender wird mit Firefox 89 für weitere Linux-Nutzer ausgerollt.

Wie immer kamen auch in Firefox 89 Fehlerbehebungen und sonstige Verbesserungen unter der Haube wie auch Verbesserungen der Barrierefreiheit dazu. Auch die Unterstützung weiterer Unternehmensrichtlinien wurde ergänzt.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 89 mit neuem Proton-Design erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Proton: Ausführliche Vorstellung des neuen Firefox-Designs

31. Mai 2021 um 21:59

Am 1. Juni wird Mozilla Firefox 89 veröffentlichen. Mit diesem Tag wird Firefox in einem völlig neuen Glanz erstrahlen. Dieser Artikel stellt ausführlich das neue „Proton“-Design vor und legt dabei einen besonderen Fokus auf die Gegenüberstellung des aktuellen mit dem neuen Design.

Alles neu macht der Juni: Neues Design für Desktop, Android, iOS

Unter dem Namen „Proton“ hat Mozilla in den letzten Monaten an einem neuen Design für Firefox gearbeitet. Über Proton wurde auf diesem Blog weltweit als erstes berichtet.

Während der Fokus in der Berichterstattung dabei auf Firefox für Windows, macOS und Linux lag, wird es auch für die beiden Smartphone-Browser Firefox für Android sowie Firefox für iOS visuelle Veränderungen geben, wenn auch nicht im gleichen Ausmaß. In erster Linie ist es die Design-Sprache bei den Icons, welche sich durch Firefox für alle Plattformen ziehen wird. Dieser Artikel stellt ausführlich das neue Design des Desktop-Firefox vor.

Willkommen, neuer Nutzer

Los geht es mit der Einführungstour für neue Nutzer. War die alte Willkommensseite noch eher einfach und langweilig, arbeitet Mozilla hier nun mit einer großen Bild-Text-Kombination, was mehr Emotion bringt und Firefox gleich lebendiger wirken lässt.

Firefox 89 Proton-Design

Neue Icons

Mit wenigen Ausnahmen wurden alle Icons in Firefox gegen neue Icons ausgetauscht. Was dabei auffällt: Die neuen Icons sind sichtbar dünner als die alten Icons, wodurch Firefox weniger schwergewichtig wirkt.

Mut zu Neuem (Tab)

Sicherlich mit das erste, was einem als bestehender Firefox-Nutzer, aber auch als Nutzer eines anderen Browsers auffällt, ist die besondere Tab-Form. Wenn ein neues Browser-Design ansteht, sind Tabs traditionell ein Element, welches eine Überarbeitung erfährt. Meistens beschränkt sich die Veränderung dann auf die Ausgeprägtheit der Rundungen. Mit Firefox 89 geht Mozilla neue Wege. Dies fängt damit an, dass die klassische Verbindung zwischen dem Tab selbst und dem damit verbundenen Inhaltsbereich entfällt. Eine mutige Design-Entscheidung, die aber im direkten Vergleich zu einem deutlich moderneren Erscheinungsbild beiträgt.

Firefox 89 Proton-Design

Eine weitere Besonderheit des neuen Tab-Designs ist die neu dazu gekommene Status-Zeile bei der Wiedergabe von Medien – eine Implementierung, die man sonst so noch aus keinem anderen Browser kennt. Ob nun die Blockierung der automatischen Wiedergabe, Stummschaltung des Tabs oder ob sich ein Video im Tab im sogenannten Bild-im-Bild-Modus befindet – eine zweite Tab-Zeile zeigt den Status in textlicher Form an.

Firefox 89 Proton-Design

Übrigens: Wer die zweite Zeile nicht mag, kann diese über about:config deaktivieren. Dazu muss über about:config der Schalter browser.tabs.secondaryTextUnsupportedLocales um das Kürzel der genutzten Sprache ergänzt werden, also für einen deutschsprachigen Firefox um ,de. Anschließend ist Firefox neu zu starten.

Die Adressleiste und das „Drei-Punkte-Menü“

Natürlich gab es auch Anpassungen der Adressleiste im Rahmen des neuen Designs. Neben dem Austausch von Icons und der Anpassung von Farben ist die auffälligste Änderung hier mit Sicherheit die Entfernung des erst mit Firefox 57 eingeführten „Drei-Punkte-Menüs“, hinter welchem sich seitenspezifische Aktionen befunden hatten. Dieses war vom Grundsatz her eine gute Idee, wurde tatsächlich jedoch nicht viel genutzt und Nutzer kennen ein solches Menü auch nicht aus anderen Browsern. Auch Erweiterungs-Entwickler nahmen diese Platzierung nicht wirklich an, in der Regel wurden auch für seitenspezifische Aktionen Toolbar-Buttons bereitgestellt. Also hat sich Mozilla hier entschlossen, wieder einen Schritt zurück zu gehen und dieses Menü im Sinne einer Vereinfachung für den Nutzer zu entfernen.

Firefox 89 Proton-Design

Firefox 89 Proton-Design

Funktionen wurden dadurch tatsächlich keine entfernt. Alles, was bisher darüber zugänglich war, ist nach wie vor über andere Stellen zugänglich oder wurde mit Firefox 89 anders zugänglich gemacht. Ein Beispiel dafür ist die integrierte Screenshot-Funktion, für die es ab Firefox 89 eine optionale Schaltfläche gibt, die wie alle anderen Schaltflächen auch in die Symbolleiste gezogen werden kann, wenn man das denn möchte. Die Funktion zum Hinzufügen sogenannter OpenSearch-Suchmaschinen wurde in das Adressleisten-Dropdown integriert und erhält so sogar mehr Sichtbarkeit als bisher.

Neues Hauptmenü und Panel-Design

Eine Vereinfachung hat auch das Hauptmenü erhalten, welches nun keine Icons mehr besitzt und trotzdem übersichlicher wirkt. Lesezeichen, Chronik und Downloads sind jetzt einfacher zugänglich, da diese aus dem alten „Bibliothek“-Menüpunkt auf die erste Ebene verschoben worden sind.

Firefox 89 Proton-Design

Das neue Menü-Design zieht sich durch sämtliche Panels, welche im Bereich der Navigations-Symbolleiste beheimatet sind.

Firefox 89 Proton-Design

Neues Dialog-Design

Passend dazu wurde auch das Design diverser Dialoge von Firefox angepasst.

Firefox 89 Proton-Design

Überarbeitete Infoleisten

Neu gestaltet wurden auch die diversen Informationsleisten, welche nun in die Navigations-Symbolleiste integriert sind und damit nicht mehr von Websites nachgeahmt werden können. Manche Leiste wurde in der Priorität reduziert, erscheint nun also in weniger auffallender Farbe.

Firefox 89 Proton-Design

Neues Kontextmenü für Windows 10 und macOS mit Dark Mode-Unterstützung

Nutzer von Windows 10 erhalten ein moderneres Erscheinungsbild der Kontextmenüs, welches besser zum Design von Windows 10 passt und außerdem den Dark Mode von Windows unterstützt. Die alten Kontextmenüs unterstützten dies nicht. Nutzer von Windows 7 sowie Windows 8 erhalten weiterhin die alte Optik.

Firefox 89 Proton-Design

Firefox 89 Proton-Design

Auf Apple macOS ist der Umbau bedeutend größer, denn hier wechselt Mozilla von seiner „Fake-Kontextmenü-Implementierung“ zu nativen Kontextmenüs – einem der ältesten noch offenen Nutzer-Wünsche auf Bugzilla mit einem Ticket-Alter von mittlerweile 21 Jahren. Dies sorgt nicht nur für eine bessere System-Integration und schönere Optik, sondern bringt auch hier die Unterstützung für den Dark Mode des Betriebssystems.

Firefox 89 Proton-Design

Firefox 89 Proton-Design

Firefox-Startseite

Auch die Standard-Startseite von Firefox hat optische Anpassungen erhalten. Aber nicht nur das Design der Startseite hat sich verändert. Zwar gibt es die Konfiguration der Startseite noch immer in den Firefox-Einstellungen, das Einstellungs-Symbol auf der Startseite aktiviert jetzt aber eine neue Oberfläche zur Konfiguration der Startseite.

Firefox 89 Proton-Design

Mehr Fokus auf das Wesentliche

Kontextmenüs in Firefox wurden umstrukturiert, Einträge teils umbenannt oder entfernt, wenn diese nur selten genutzt worden sind. Das Ziel war, dass der Nutzer schneller das findet, was wirklich wesentlich ist. Auf der anderen Seite wurde im Kontextmenü der Tableiste auch ein Eintrag „Neuer Tab“ hinzugefügt, der theoretisch nicht notwendig wäre, weil es bereits mehrere Wege gibt, einen neuen Tab zu öffnen, tatsächlich aber von einigen Nutzern gewünscht worden ist und so auch aus anderen Browsern bekannt ist.

Fokus ist auch das Stichwort für die Navigations-Symbolleiste, welche standardmäßig mit weniger Schaltflächen daherkommt als bisher. Das Bibliotheks-Menüs ist beispielsweise nicht länger standardmäßig sichtbar, da es durch die Vereinfachung des Hauptmenüs keinen Vorteil mehr bietet.

Teilweise wurde auch ein smarter Ansatz gewählt: So erscheint „Barrierefreiheit-Eigenschaften untersuchen“ im Kontextmenü nur noch, wenn die Entwicklerwerkzeuge von Firefox mindestens einmal benutzt worden sind. Und die Schaltfläche für die Startseite, die standardmäßig ebenfalls nicht mehr angezeigt wird, wird nur für die bestehenden Nutzer entfernt, welche die Standard-Startseite von Firefox nutzen und diese Schaltfläche bisher nicht genutzt haben.

Weniger Unterbrechungen

In diversen Situationen hatte Firefox in der Vergangenheit kontextbezogene Empfehlungen gemacht, beispielsweise um auf die Synchronisations-Funktion von Firefox hinzuweisen. Sämtliche Empfehlungen dieser Art wurden entfernt, um den Nutzer in seinen Aufgaben nicht zu unterbrechen.

Standard- wird zu System-Theme

Bislang wurde Firefox mit vier verschiedenen Designs ausgeliefert: Standard, Hell, Dunkel, Firefox Alpenglow. Nach wie vor gibt es vier Optionen, wobei es sich nun tatsächlich nur noch um drei verschiedene Themes handelt.

Während bei Verwendung eines dunklen Betriebssystem-Designs das Standard-Design dem dunklen Design entsprach, gab es bei Verwendung des hellen Betriebssystem-Designs Unterschiede zwischen Standard und Hell. Diese unnötige Komplexität wurde entfernt, so dass das Standard-Theme jetzt immer 1:1 dem hellen respektiven dunklen Theme entspricht, je nachdem, ob das Betriebssystem hell oder dunkel eingestellt ist. Entsprechend wurde die Option in System-Theme umbenannt.

Firefox 89 Proton-Design

Kompakter Modus

Was nur wenige Nutzer wissen: Firefox besitzt einen kompakten Modus, welcher etwas weniger Platz benötigt. Für Nutzer, welche diesen bereits nutzten, ist der kompakte Modus weiterhin aktiv. Für alle anderen Nutzer ist die dazugehörigen Einstellung nun hinter dem Schalter browser.compactmode.show in about:config versteckt. Nach Setzen des Schalters auf true steht die „Dichte“-Einstellung wieder unter Menü > Weitere Werkzeuge > Symbolleiste anpassen… zur Verfügung.

Weitere Verbesserungen folgen

Mit Firefox 89 endet die Arbeit für Mozilla noch nicht. So werden mit den nächsten Updates weitere Detail-Verbesserungen und Korrekturen folgen, die es nicht mehr in Firefox 89 geschafft haben. Daneben arbeitet Mozilla auch noch an größeren Projekten wie einem umfangreichen Dark Mode für macOS oder neuen Tooltips für Tabs und Lesezeichen.

Der Beitrag Proton: Ausführliche Vorstellung des neuen Firefox-Designs erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Maschinelle Übersetzungen ohne Cloud: Website-Übersetzer in Firefox integriert

29. Mai 2021 um 15:23

Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Bergamot Projects arbeitet Mozilla daran, eine Übersetzungsfunktion für den Browser zu entwickeln – und das vollständig ohne Online-Komponente wie Google Translate. Die Übersetzungsfunktion wurde nun in Firefox integriert, die Installation einer separaten Erweiterung ist nicht länger notwendig.

Bergamot Project: Website-Übersetzung im Browser

Bereits im Oktober 2019 berichtete ich über das Bergamot Project. Zur Erinnerung:

Hintergrund des Ganzen ist das von der Europäischen Union geförderte Bergamot Project, in dessen Rahmen Mozilla mit der University of Tartu (Estland), der University of Sheffield (England), der University of Edinburgh (Schottland) und der Charles University (Tschechien) kollaboriert, um eine vollständig clientseitige Funktion zur maschinellen Übersetzung von Websites für den Browser zu entwickeln.

Die clientseitige Durchführung der Übersetzung soll einerseits der Privatsphäre dienen, da kein Datenriese wie Google involviert ist, andererseits aber auch die Verbreitung von Sprachtechnologie in Europa fördern, und zwar in Bereichen, welche Vertraulichkeit erfordern und wo es dementsprechend keine Option ist, die Übersetzung in der Cloud durchzuführen.

Das Bergamot Project ist mit drei Millionen Euro durch die Europäische Union gefördert und auf drei Jahre ausgelegt. Damit das Projekt auch über die drei Jahre hinaus einen langfristigen Effekt hat, wird die Übersetzungsfunktion in Firefox integriert und alle Technologien, welche im Rahmen des Bergamot Projects entstehen, als Open Source veröffentlicht.

Website-Übersetzer in Firefox integriert

Vor einer Woche veröffentlichte das Bergamot-Projekt die Version 0.4 seiner Firefox-Erweiterung. Nun hat das Projekt den nächsten Meilenstein erreicht: Die Nightly-Version von Firefox wird ab sofort mit Firefox Translations 0.4 ausgeliefert. Der Nutzer muss also nicht länger eine Erweiterung installieren und auch nicht länger die Signaturpflicht für Erweiterungen verändern, um die Übersetzungsfunktion nutzen zu können.

Standardmäßig ist die Übersetzungsfunktion derzeit noch deaktiviert und muss manuell aktiviert werden, indem über about:config der Schalter extensions.translations.disabled per Doppelklick auf false gesetzt wird. Wie der Name dieser Option bereits andeutet, ist die Übersetzungs-Funktion intern als Erweiterung implementiert. Darum erscheint Firefox Translations anschließend auch im Add-ons Manager von Firefox, worüber die Erweiterung dann auch jederzeit wieder deaktiviert (aber nicht deinstalliert) werden kann. Wer die Übersetzungsfunktion über about:config nicht manuell aktiviert hat, sieht die Erweiterung natürlich auch gar nicht erst im Add-ons Manager.

Nach wie vor erlaubt Firefox Translations ausschließlich Übersetzungen aus dem Spanischen sowie aus dem Estnischen ins Englische und umgekehrt, sowie vom Englischen ins Deutsche (allerdings nicht umgekehrt), die benötigten Sprachmodelle werden bei Bedarf automatisch heruntergeladen.

In den Firefox-Einstellungen darf die Sprache, aus der übersetzt werden soll, nicht als bevorzugte Sprache eingestellt sein. Ist Firefox beispielsweise so konfiguriert, dass Englisch verstanden wird, dann erscheint natürlich auch keine Übersetzungsleiste bei einer englischsprachigen Website.

Firefox Translate 0.4

Hinweis für Nutzer der bisherigen Erweiterung

Wie gesagt ist es nicht länger notwendig, die Signaturpflicht für Erweiterungen zu verändern. Nutzer, welche bereits vorher die Erweiterung installiert hatten, sollten daher aus Sicherheitsgründen die entsprechenden Schalter wieder zurücksetzen. Konkret bedeutet dies, dass xpinstall.signatures.required auf true zu setzen ist. Der Schalter xpinstall.signatures.dev-root kann entweder auf false gesetzt oder gleich ganz gelöscht werden, da dieser Schalter vom Nutzer manuell anzulegen war und nicht weiter benötigt wird.

So geht es weiter

Mit diesem Schritt hat das Bergamot-Projekt einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht. Die Entwicklung endet an dieser Stelle natürlich nicht. Es müssen weitere Sprachen unterstützt werden, es sind weitere Performance-Verbesserungen zu erwarten und auch weitere Features stehen auf der Roadmap, wie das Übersetzen von Inhalt, welcher dynamisch nachgeladen wird und noch nicht auf der Website zu lesen war, als die Übersetzungsanfrage gestartet worden ist. Einen Überblick über die nächsten zu erwartenden Schritte bietet der Meilenstein 4 des dazugehörigen GitHub-Projekts der Erweiterung sowie die letzten Tickets in der Übersetzungs-Komponente von Mozillas Bugzilla-Bugtracker für notwendige Änderungen auf der Plattform-Seite. Auf Bugzilla ist zu beachten, dass viele Tickets bereits älter sind und nicht in Verbindung mit dem Bergamot-Projekt stehen. Eine Sortierung nach Datum hilft beim Finden der relevanten Tickets.

Was die Integration in Firefox betrifft, bleibt diese erst einmal auf Nightly-Versionen limitiert und wird damit nicht in der finalen Version von Firefox 90 zur Verfügung stehen. Wann die Übersetzungsfunktion über Nightly-Versionen hinaus zur Verfügung stehen wird, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.

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DMCA-Benachrichtigung (Urheberrecht) wegen Ubuntu-Download

27. Mai 2021 um 09:05
Von: jdo

Legal? Egal! Wenn ich eine Linux-Distribution wie zum Beispiel Ubuntu herunterladen, rechne ich mit Sicherheit nicht mit einer DCMA-Aufforderung oder etwas Ähnlichem. Ich bin kein Anwalt und mache mich hoffentlich nun nicht strafbar, wenn ich zugebe, schon etliche .iso-Dateien mit Linux-Distributionen direkt oder via Torrent heruntergeladen zu haben. Torrents an sich sind nicht illegal. Hinweis: DMCA steht für Digital Millenuim Copyright Act und ist die US-amerikanische (verschärfte) Umsetzung des WIPO-Urheberrechtsvertrags. Lange Rede … es geht um Urheberrecht. Vor allen Dingen […]

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New Tab Override 15.1 veröffentlicht

26. Mai 2021 um 21:33

New Tab Override ist eine Erweiterung zum Ersetzen der Seite, welche beim Öffnen eines neuen Tabs in Firefox erscheint. Die beliebte Erweiterung ist nun in Version 15.1 erschienen.

Was ist New Tab Override?

Die Erweiterung New Tab Override erlaubt das Überschreiben der Seite, welche beim Öffnen eines neuen Tabs in Firefox erscheint. Dies kann eine beliebige Website, immer automatisch die aktuelle Startseite, eine lokale Datei, eine Hintergrundfarbe oder die neusten Nachrichten von diesem Blog sein.

New Tab Override war das erste Add-on, welches das Überschreiben des neuen Tabs ermöglichte, und ist damit das Original und auch heute noch die meistgenutzte Erweiterung dieser Art. New Tab Override wurde im Dezember 2016 auf dem offiziellen Mozilla-Blog vorgestellt, schon mehrfach im Add-on Manager von Firefox beworben und gehört außerdem zu Mozillas handverlesener Auswahl empfohlener Erweiterungen.

Download New Tab Override für Firefox

Die Neuerungen von New Tab Override 15.1

New Tab Override 15.1 ist ein Wartungs-Update und bringt gegenüber der im August veröffentlichten Version 15.0, welche drei neue Features brachte, keine neuen Funktionen. Mit dem Update wurden die niederländische, die polnische und die schwedische Übersetzung aktualisiert, es wurde eine Code-qualitative Verbesserung in der Feed-Komponente vorgenommen, eine falsche Textfarbe bei Verwendung des Dark Modes korrigiert sowie das von der Erweiterung angezeigte Copyright-Jahr von 2020 auf 2021 geändert. Außerdem wurde Mozillas Tool web-ext zum Kompilieren der Erweiterung von Version 5.0.0 auf Version 6.1.0 aktualisiert.

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Unterstützung für Raspberry Pi GPIO (Header Pins) in Ubuntu 21.04

26. Mai 2021 um 09:05
Von: jdo

Als ich die Ankündigung gelesen habe, dachte ich mir: Warum kommt der Beitrag mit einem Monat Versprätung? Ubuntu 21.04 unterstützt die GPIO Pins des Raspberry Pi. Der Grund dafür wird in der Ankündigung angegeben, leuchtet mir aber nicht so ganz ein. Man wollte den Community-Mitgliedern zuerst die Türen öffnen und außerdem einen Community-Stream organisieren, der allerdings erst am 1. Juni läuft. Häh? Warum hat man dann nicht gleich bis zum 1. Juni gewartet (oder bis zum Vortag)? Egal … Auf […]

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Wohin loggt meine Cloud?

25. Mai 2021 um 05:50

In der Regel loggt die Nextcloud in das Nextcloud-Verzeichnis, wie z.B. /var/www/html/nextcloud/data/. Wenn ich aber der Übersichtlichkeit halber den Log-Eintrag nach /var/log/ umleiten möchte, dann muss ich meine Config entsprechend anpassen. Hierzu rufe ich die Datei /var/www/html/nextcloud/config/config.php im Editor auf

# nano /var/www/html/nextcloud/config/config.php

und füge die Zeilen

'log_type' => 'file',
'logfile' => '/var/log/nextcloud.log',

vor dem Eintrag

'loglevel' => '2',

ein. Hierbei kann man natürlich noch den Log Level den eigenen Bedürfnissen entsprechend anpassen (siehe hierzu https://docs.nextcloud.com/server/latest/admin_manual/configuration_server/logging_configuration.html). Im Nachgang wird die Logdatei /var/log/nextcloud.log erstellt und die nötigen Rechte an diese übergeben.

# touch /var/log/nextcloud.log
# chown www-data:www-data /var/log/nextcloud.log

LTS Versionen reichen völlig – Von Kubuntu 8.04 zu 20.04

22. Mai 2021 um 17:57
Von: Gerrit

Als Anwender kann man getrost LTS-Versionen verwenden, denn es gibt keine substanzielle Entwicklung, die man droht zu verpassen. Es gibt nur das Hochzählen von Versionen und die Illusion von Entwicklung durch Changelogs voller Fixes, die Probleme beheben, die man zwei Versionen vorher eingeführt hat.

Übertreibe ich etwas? Sicherlich! Aber nicht so sehr, wie manche Befürworter von Rolling Release-Modellen behaupten würden.

Die Präferenz für LTS-Distributionen ist für langjährige Leser sicher nicht neu. Bereits seit vielen Jahren gibt es auf [Mer]Curius eine Übersichtsseite für geeignete Distributionen und die wesentlichen Gedanken habe ich vor ein paar Monaten schon mal zusammen gestellt.

Die Idee zu diesem Artikel kam mir, als ich vor ein paar Wochen ein paar Kubuntu 18.04 Installationen auf 20.04 aktualisierte. Neuerungen gab es keine merkbaren und das obwohl die KDE-Entwicklung von 2 Jahren in das Release eingeflossen war. Da die Systeme ihre Aufgaben völlig zufriedenstellend erledigen, ist das natürlich kein Problem – nun erledigen sie ihre Aufgaben eben mit 20.04 anstelle 18.04 und vorher 16.04. Doch gab es überhaupt substanzielle Neuerungen in den letzten 10 Jahren, auf die man unmöglich 2-3 Jahre warten konnte?

Die erste Reaktion ist sicherlich: Klar, natürlich gab es die. Es waren so viele Jahre und so viele Releases, da muss sich doch viel substanzielles getan haben. Zumal KDE noch eines der aktiveren Projekte am Linux-Desktop ist und nicht gerade für langfristige Produktpflege steht.

Andererseits wird der Linux-Desktop insgesamt sehr konservativ weiterentwickelt. Das betrifft nicht nur MATE und Xfce, sondern auch GNOME und KDE. Ja, auch diese beiden! Die GNOME Shell war natürlich ein harter Bruch, aber seitdem hat sich kaum noch was getan, auch mit GNOME 40 waren das eher graduelle Veränderungen. Nimmt man die Classic Shell sind die Veränderungen noch überschaubarer. Bei KDE gab es Plasma 4 und Plasma 5 und man hat den Code vermutlich zwei Mal ausgetauscht. Veränderungen? Seht selbst:

Ich habe zu Demonstrationszwecken mal die ISO von Kubuntu 8.04 gestartet und vergleiche hier mit ein paar Screenshots mit Kubuntu 20.04. Dazwischen liegen also gut 12 Entwicklungsjahre. Dabei nicht von den Symbolen und der QtCurve-Optik täuschen lassen. Man könnte ein heutiges Plasma ziemlich leicht wie KDE 3.5 aussehen lassen und umgekehrt.

Optische Entwicklung

Desktop mit Dolphin und Konsole

Systemeinstellungen

Office

Diese Serie ließe sich beliebig fortsetzen, da auch Kontact und andere Programme sich oberflächlich kaum verändert haben. KDE ist hier nur ein Beispiel, man könnte das problemlos auch für GNOME machen. Bei MATE und Xfce müsste man vermutlich nicht mal zwei Images starten, sondern könnte einfach das Wallpaper ändern und behaupten, dass 10 Jahre vergangen sind. Es gibt nur sehr wenige Endanwender-Programme, die so aktiv entwickelt werden, dass man wirklich zwingend jede Veröffentlichung mitnehmen muss. Browser gehören da dazu, aber dafür haben Distributionen schon lange Lösungen gefunden.

Das betrifft aber nicht nur die Optik, sondern auch die Funktionen. Kubuntu 8.04 liefert bereits eine vollständige Programm-Sammlung aus, die eigentlich keine Funktionen vermissen lässt, die man heute bei Kubuntu gewohnt ist. Das muss nicht als Kritik an Kubuntu 20.04 verstanden werden, sondern zeigt einfach wie weit der Linux-Desktop 2008 schon war und warum man damals von dem Vista-Debakel so profitieren konnte. Jedenfalls habe ich in Kubuntu 8.04 nichts gefunden, das mir fundamental fehlen würde. Natürlich kann OpenOffice noch nicht so gut mit OOXML umgehen, wie LibreOffice heute und natürlich kann man mit 8.04 nicht mehr produktiv ins Internet aber das sind die üblichen Anpassungen an moderne Standards.

Einordnung

Sicherlich gab es Veränderungen unter der Haube. Allerdings auch nicht so viel, wie man vielleicht vermuten mag. Denn das ubuntuusers-Wiki weiß für 8.04 schon zu berichten, dass mit PulseAudio und PolicyKit Technologien eingeführt wurden, die uns noch heute begleiten. Drucker laufen mit CUPS, Scanner mit sane. Die Abkehr von HAL stand ebenfalls kurz bevor. Ein Linux von heute funktioniert gar nicht so fundamental anders als 2008. Sogar X11 ist uns bis heute erhalten geblieben, denn Wayland ist immer noch nicht in der Breite angekommen.

Es gibt viele Gründe für diese eher überschaubaren optischen Neuerungen. Das Desktop-Konzept, dem alle Desktop-Betriebssysteme und eben auch alle Desktopumgebungen bei Linux folgen, hat sich seit 1995 nicht mehr substanziell verändert. Das gilt auch für die Funktionen, die wir am Desktop erwarten. Da hat sich nicht nur bei Linux, sondern auch bei Windows und macOS ein gewisser Konsens eingestellt. Die Linux-Community ist zudem besonders konservativ, weshalb man an UI-Richtlinien festhält, die bei Windows und macOS schon lange obsolet sind (siehe LibreOffice), wodurch noch weniger optische Brüche als bei anderen Systemen auftreten.

Viele andere Veränderungen mögen das Entwicklerherz erfreuen, aber ob der Desktop nun auf Qt3, Qt4, Qt5 oder in naher Zukunft Qt6-Toolkit setzt, ist dem Anwender doch herzlich egal. Das gleiche gilt im anderen Lager für Gtk2, Gtk3 oder eben Gtk4. Gleiches gilt für irgendwelche Neuentwicklungen, bei denen der Code dann in Qt Quick oder irgendeiner anderen „Fancy“-Sache neu geschrieben wird. Aus Entwicklersicht mag das klug sein, vielleicht sogar zukunftsweisend oder einfach nur Spaß machen. Als Anwender muss ich konstatieren, dass es für meine Anwendungsfälle nicht so wichtig ist, ob etwas aktuellen Standards entspricht oder nicht – sofern es funktioniert.

Wenn man die Changelogs der großen Softwareprojekte wie KDE mal um solche Veränderungen an der Codebasis, die den Anwender überhaupt nicht interessieren, reduziert und dann noch die Fehlerbehebungen von Bugs heraus nimmt, die durch solche Umbaumaßnahmen eben erst verursacht wurden, sind die Changelogs auch viel kürzer und spiegeln den faktischen Fortschritt. Es gab ihn, er ist auch auf den Screenshots und im Alltag merkbar, er ist aber nicht so groß wie die Zusammenfassung der Ankündigungen glauben macht.

Schlussfolgerungen

Deshalb soll man natürlich auf keinen Fall auf Updates verzichten – schon alleine um der Sicherheit willen. Genau deshalb hat die Linux-Welt die LTS-Distribution hervorgebracht, die Sicherheitsupdates bringen, ohne den Anwender mit neuen Funktionen und ihren Fehlern zu behelligen.

Ich kann aber wirklich nur empfehlen, mal diesen Vergleich mit der präferieren Distribution und der bevorzugten Desktopumgebung zu machen. Ständige Updates erzeugen ein Gefühl von Fortschritt, das sich teilweise von der Realität entkoppelt hat. Wenn KDE Gears mal wieder ein gebündeltes Release veröffentlicht, bedeutet das bei openSUSE Tumbleweed hunderte Paketupdates. Ich lehne mich nicht weit auf dem Fenster, wenn ich behaupte, dass in vielen der dort gebündelten Programme in der Entwicklungsphase bestenfalls 1 oder 2 Commits erfolgten.

Um dieses bisschen Entwicklung mitzunehmen, reichen LTS-Distributionen problemlos aus. Es gibt wirklich keine Notwendigkeit ein rollendes Release zu nutzen und der „Versionitis“ zu verfallen. Rational betrachtet tut sich zwischen den LTS-Versionen viel weniger als manche Ankündigungen glauben machen. Wenn man das Prinzip die letzten Jahre verfolgt hat, ist man von 8.04 über 12.04 zu 14.04 und von 18.04 zu 20.04 gekommen und hat nicht viel verpasst, aber seine Nerven geschont. Schade, dass Kubuntu nur noch 3-Jährige Supportzyklen hat. Für die realen Neuerungen reicht ein Distributions-Upgrade alle 3-5 Jahre völlig aus.

Eines ist jedoch jetzt schon klar: Wenn KDE Plasma 6 in Zukunft kommt, werde ich dem ganzen entspannt von einer LTS mit Plasma 5 zuschauen und andere die Bugs finden lassen, die durch den Wechsel der Basis Einzug gehalten haben. Irgendwann wird dann schon eine produktiv nutzbare LTS mit Plasma 6 kommen. Verpassen tut man da nichts.

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Maschinelle Übersetzungen ohne Cloud: Firefox Translations 0.4 veröffentlicht

22. Mai 2021 um 11:54

Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Bergamot Projects arbeitet Mozilla daran, eine Übersetzungsfunktion für den Browser zu entwickeln – und das vollständig ohne Online-Komponente wie Google Translate. Die Firefox-Erweiterung, welche in Firefox Translations umbenannt worden ist, wurde nun in der Version 0.4 veröffentlicht.

Bergamot Project: Website-Übersetzung im Browser

Bereits im Oktober 2019 berichtete ich über das Bergamot Project. Zur Erinnerung:

Hintergrund des Ganzen ist das von der Europäischen Union geförderte Bergamot Project, in dessen Rahmen Mozilla mit der University of Tartu (Estland), der University of Sheffield (England), der University of Edinburgh (Schottland) und der Charles University (Tschechien) kollaboriert, um eine vollständig clientseitige Funktion zur maschinellen Übersetzung von Websites für den Browser zu entwickeln.

Die clientseitige Durchführung der Übersetzung soll einerseits der Privatsphäre dienen, da kein Datenriese wie Google involviert ist, andererseits aber auch die Verbreitung von Sprachtechnologie in Europa fördern, und zwar in Bereichen, welche Vertraulichkeit erfordern und wo es dementsprechend keine Option ist, die Übersetzung in der Cloud durchzuführen.

Das Bergamot Project ist mit drei Millionen Euro durch die Europäische Union gefördert und auf drei Jahre ausgelegt. Damit das Projekt auch über die drei Jahre hinaus einen langfristigen Effekt hat, wird die Übersetzungsfunktion in Firefox integriert und alle Technologien, welche im Rahmen des Bergamot Projects entstehen, als Open Source veröffentlicht.

Firefox Translations 0.4

Bergamot Translate wurde umbenannt in Firefox Translations und bringt gegenüber der Ende März veröffentlichten Version 0.3 einige Verbesserungen. Nach wie vor erlaubt Firefox Translations ausschließlich Übersetzungen aus dem Spanischen sowie aus dem Estnischen ins Englische und umgekehrt, sowie vom Englischen ins Deutsche (allerdings nicht umgekehrt).

Die Sprachmodelle sind nicht mehr mit der Erweiterung gebündelt, sondern werden bei Bedarf automatisch zur Laufzeit heruntergeladen, sobald der Anwender den Übersetzungs-Vorgang startet und das entsprechende Sprachmodell noch nicht existiert. Dementsprechend hat die Erweiterung selbst nur noch eine Dateigröße von 3,7 MB statt der 124 MB der vorherigen Version. Und Sprachmodelle, die vom Nutzer gar nicht erst benötigt werden, müssen auf diese Weise auch nie heruntergeladen werden. Bei ca. 25 MB pro Sprach-Kombination kann dies viel ausmachen, insbesondere wenn irgendwann noch weitere Sprachen unterstützt werden.

Das Laden der Sprachmodelle in den Arbeitsspeicher, was bei der ersten Verwendung der Übersetzungs-Funktion in Version 0.3 noch zwischen zehn und 30 Sekunden dauern konnte, passiert nun in der Regel in weniger als einer Sekunde. Die Dauer der Übersetzung selbst liegt weiterhin bei zwischen 500 und 600 Wörtern pro Sekunde.

Dauert die Übersetzung insgesamt länger als drei Sekunden, zeigt die Übersetzungs-Leiste jetzt den Fortschritt an, so dass der Nutzer weiß, was gerade passiert, und sich nicht fragen muss, ob die Übersetzung stecken geblieben ist.

Firefox Translations 0.4 sendet zur weiteren Verbesserung der Qualität Telemetrie-Daten an Mozilla, sofern Telemetrie in Firefox aktiviert ist. Welche Daten erhoben werden, ist im Detail dokumentiert.

Dazu kommen allgemeine Verbesserungen der Stabilität. Wer mit Bergamot Translate 0.3 noch Probleme feststellte, hat mit Firefox Translations 0.4 also vielleicht mehr Glück.

Firefox Translate 0.4

Installation von Firefox Translations

Vorbereitung für Nutzer von Bergamot Translate 0.3

Nutzer, welche noch Bergamot Translate 0.3 installiert haben, müssen diese Erweiterung zunächst deinstallieren. Durch die Umbenennung in Firefox Translations wird eine Installation von Firefox Translations 0.4 die alte Bergamot-Erweiterung nicht ersetzen.

Der Schalter dom.postMessage.sharedArrayBuffer.bypassCOOP_COEP.insecure.enabled in about:config muss seit dem Nightly-Build vom 20.05.2021 nicht länger auf true stehen. Wer diesen Schalter für Bergamot Translate auf true gesetzt hat, sollte diesen also wieder auf false stellen.

Vorbereitung für neue Nutzer

Zur Installation wird nach wie vor eine aktuelle Nightly-Version von Firefox benötigt. Dabei müssen ein paar Einstellungen in about:config vorgenommen werden:

  • xpinstall.signatures.dev-root – Dieser Schalter muss manuell als Boolean-Schalter angelegt werden, falls noch nicht vorhanden, und auf true gesetzt werden.
  • xpinstall.signatures.required – Wer noch weitere Erweiterungen installiert hat, muss diesen Schalter auf false setzen und die Signatur-Pflicht für Erweiterungen damit deaktivieren, weil xpinstall.signatures.dev-root auf true ansonsten verursacht, dass alle anderen installierten Erweiterungen deaktiviert werden.

Installation von Firefox Translations 0.4

Nach diesen Vorbereitungen und einem Neustart von Firefox, damit die soeben durchgeführten Änderungen wirksam sind, kann die Erweiterung über diesen Link installiert werden. Anschließend muss noch sichergestellt werden, dass die Ausgangs-Sprache in den Spracheinstellungen von Firefox nicht auftaucht. Wenn in einem deutschsprachigen Firefox beispielsweise sowohl Deutsch als auch Englisch angegeben sind, erscheint auf einer englischsprachigen Website natürlich auch keine Übersetzungs-Leiste, da der Nutzer ja angegeben hat, Englisch zu verstehen. In dem Fall muss Englisch also zunächst entfernt werden.

Spracheinstellungen Firefox

Fazit

Firefox Translations zeigt bereits jetzt beeindruckende Ergebnisse. Zur Erinnerung: Für die Übersetzung von Websites findet keinerlei Datenübertragung an Google oder einen anderen Übersetzungs-Dienst statt, die Übersetzung erfolgt vollständig im Browser. Die Neuerungen von Firefox Translations 0.4 gegenüber der Ende März veröffentlichten Version 0.3 sind sinnvoll und ein wichtiger Schritt für die bevorstehende native Integration in Firefox.

Ausgehend von den großen Fortschritten in den letzten Monaten kann man gespannt sein, welche Verbesserungen die nächsten Versionen bringen werden. Auch eine Version für andere Browser ist geplant, der Fokus der Entwicklung liegt derzeit aber vollständig auf der Integration in Firefox. Feedback zur Erweiterung kann den Entwicklern auf GitHub mitgeteilt werden.

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Thunderbird 78.10.2 veröffentlicht

18. Mai 2021 um 17:16

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 78.10.2 ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 78.10.2

Mit dem Update auf Thunderbird 78.10.2 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Mit dem Update behebt MZLA mehrere Fehler, welche überwiegend in Zusammenhang mit der OpenPGP-Implementierung stehen. Dazu kommen kleinere Darstellungs-Fixes. Außerdem zeigt der Add-ons Manager in den Details jetzt ein Icon zum Öffnen der Einstellungen an, wenn eine Erweiterung eine Einstellungsoberfläche implementiert hat. Dazu kommen zwei geschlossene Sicherheitslücken in Zusammenhang mit OpenPGP, deren Gefahrenpotential als niedrig eingestuft wird.

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Firefox bekommt Unterstützung für Bildformat JPEG-XL (JXL)

16. Mai 2021 um 16:22

Firefox bekommt Unterstützung für neue Bildformate. Neben der Unterstützung für AVIF, welche für Firefox 90 geplant ist, soll Firefox in Zukunft auch das neue Bildformat JPEG-XL (JXL) unterstützen.

Bereits seit längerer Zeit arbeitet Mozilla an der Unterstützung des neuen Bildformats AVIF in Firefox. AVIF steht für AV1 Image File Format und ist ein Bildformat, welches auf dem Video-Codec AV1 basiert und wie AV1 von AOMedia spezifiziert worden ist. Ähnlich wie AV1 bei Videos verspricht auch AVIF bei Bildern bei gleichbleibender Qualität deutlich geringere Dateigrößen als konkurrierende Formate wie JPG oder WebP. Die Aktivierung der AVIF-Unterstützung ist derzeit für Firefox 90 geplant. Firefox 90 wird nach aktueller Planung am 13. Juli 2021 erscheinen.

AVIF ist aber nicht das einzige neue Bildformat, welches Firefox in Zukunft unterstützen wird. Eine initiale Unterstützung für das von der Joint Photographic Experts Group entwickelte Bildformat JPEG-XL, kurz: JXL, ist in der Nightly-Version von Firefox 90 gelandet.

Bildformate Vergleich 2021
Bildquelle: cloudinary.com

Bei der Unterstützung von JPEG-XL in der Nightly-Version von Firefox 90 handelt es sich um eine erste Integration, bei der einige Features noch nicht implementiert sind. An einen produktiven Einsatz ist zu diesem Zeitpunkt also noch nicht zu denken. Standardmäßig ist die Unterstützung aus diesem Grund auch noch hinter dem Schalter image.jxl.enabled in about:config deaktiviert. Welche Firefox-Version JPEG-XL final unterstützen wird, lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Mit Sicherheit wird es aber noch einige Monate dauern.

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Thunderbird 78.10.1 veröffentlicht

15. Mai 2021 um 23:07

Die MZLA Technologies Corporation hat vor kurzem mit Thunderbird 78.10.1 ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 78.10.1

Mit dem Update auf Thunderbird 78.10.1 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Neben einer Fehlerbehebung schafft das Update auch eine als moderat eingestufte Sicherheitslücke für Nutzer einer Windows-Version älter als Windows 10 Build 1709 aus der Welt.

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