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Gestern — 15. Oktober 2021Haupt-Feeds

ubuntu 21.10 – Impish Indri im Test

15. Oktober 2021 um 16:00
Im Hause Ubuntu erscheinen traditionell zwei Ausgaben im Jahr. Eine im Frühling und eine im Herbst. Nach der letzten Ubuntu 21.04 Version sind wir nun [...]
Ältere BeiträgeHaupt-Feeds

Microsoft Teams wird von EU-Wettbewerbshütern geprüft

11. Oktober 2021 um 20:45
Als Nachfolger von Skype wurde Microsoft Teams auf den Markt gebracht und erfreut sich wachsender Bedeutung im Hause Microsoft. Mit Windows 11 wurde Teams direkt [...]

Debian Linux 11.1 veröffentlicht

09. Oktober 2021 um 17:30
Das Debian Projekt hat heute mit Debian GNU/Linux 11.1 ein erste Point-Release der neuesten Debian Linux 11 „Bullseye“-Betriebssystemserie veröffentlicht. Debian 11.1 kommt etwa zwei Monate [...]

OpenSUSE Tumbleweed im Praxistest 2021 (Snapshot 20210901)

08. Oktober 2021 um 16:00
Tumbleweed ist der rollende Zweig aus dem Hause openSUSE und somit die Antwort von openSUSE auf andere Distros wie Arch oder Solus. Zuletzt hatte ich [...]

Asahi Linux: Betriebsbereit für M1 Macs

07. Oktober 2021 um 19:35
Mit der Umstellung bei Apple von Intel CPUs auf hauseigene M1 Chips, wechselt sich die Architektur, weshalb standard 64-bit fähige Linux Distributionen nicht mehr laufen. [...]

Microsoft veröffentlicht Windows 11

05. Oktober 2021 um 19:15
Nach langer Testphase hat Microsoft Windows 11 freigegeben. Demnach wird Windows 11 verteilt und der Veröffentlichungstermin wurde auch lange im Vorfeld kommuniziert. Trotz Freigabe von [...]

GNU/LinuxDay in Vorarlberg – am 16. Okt. 2021 (nur online)

04. Oktober 2021 um 07:00

Am 16. Oktober 2021 findet zum zweiten Mal ein reiner Online-LinuxDay AT statt.

LinuxDay 2021 am 16. Oktober

Noch immer hat uns die Covid-Pandemie im Griff und so findet auch dieser LinuxDay wieder online statt.

Dennoch hat sich die Linux User Group Vorarlberg wieder tüchtig ins Zeug gelegt und ein abwechslungsreiches Programm mit 12 Vorträgen zusammengestellt. Informationen für Besucherinnen und Besucher stellt die LUG unter „Was wie wo – 2021“ bereit.

Ich freue mich, wenn wir uns im virtuellen Raum treffen und einen schönen LinuxDay verbringen. Hoffentlich können wir uns im nächsten Jahr wieder vor Ort treffen und ein schönes Wochenende in Dornbirn verbringen.

Fehlerkorrekturen: Apple veröffentlicht iOS 15.0.1 und iPadOS 15.0.1

02. Oktober 2021 um 19:40
Erst kürzlich veröffentlichte Apple die Version iOS/iPadOS 15, was traditionell ein größerer Versionssprung war. Nun kommt eine erste Aktualisierung mit Fehlerkorrekturen. Mit iOS 15.0.1 werden [...]

Neues zu Linux Mint 20.3 Una und LMDE 5 Elsie

01. Oktober 2021 um 19:20
Das Linux Mint Projekt hat im Rahmen des September Newsletter Neuigkeiten zu den nächsten geplanten Linux Mint Editionen gegeben. So darf die auf Ubuntu 20.04 [...]

Selbstexperiment: 30 Tage mit Ubuntu 20.04 LTS! Erfolg oder Misserfolg?

01. Oktober 2021 um 16:00
Hallo Leute, schön Euch zu sehen. Ich habe ein Experiment gewagt und habe 30 Tage lang Ubuntu 20.04 LTS als meine Hauptdistribution, neudeutsch Daily Driver, [...]

Nextcloud veröffentlicht 22.2.0, 21.0.5 und 20.0.13

30. September 2021 um 19:30
Die Entwickler der beliebten und quelloffenen Nextcloud Lösung haben frische Versionen für die aktuell unterstützten Versionen veröffentlicht. So gaben die Entwickler an, dass insgesamt über [...]

Manjaro 21.1.1 -Pahvo- als Gnome Edition im Test

24. September 2021 um 16:00
Manjaro ist heutzutage eine gesteckte Größe in der Linuxwelt und bekannt für seine aktuellen Pakete mit möglichst hoher Stabilität. Die neueste Ausgabe ist Manjaro 21.1.1 [...]

Ubuntu 21.10 – Firefox kommt als Snap statt Deb Paket

23. September 2021 um 16:25
Mit der im Oktober 2021 erwarteten Ubuntu 21.10 Version kommt eine delikate Änderung unter der Haube mit. Hintergrund ist ein Antrag auf eine Ausnahme für [...]

Canonical legt vor: Ubuntu 14.04 und Ubuntu 16.04 erhalten 10 Jahre Unterstützung

22. September 2021 um 08:15
Die Ubuntu LTS Versionen erhalten mit fünf Jahren Langzeitpflege. Mit Ubuntu 18.04 konnten Kunden darüber hinaus ESM (Extended Security Maintenance) Support buchen. Bislang mussten Kunden [...]

Fedora 35 – Neue Funktionen und Details zum Veröffentlichungstermin

21. September 2021 um 10:00
Traditionell erscheint im Hause Fedora eine neue Ausgabe jährlich im April und im Oktober. Nun gibt es erste konkrete Details zu Fedora 35. Wer sich [...]

Endlich! Apple veröffentlicht iOS 15, iPadOS 15, watchOS 8 und tvOS 15

20. September 2021 um 19:30
Kunden von Apple aufgepasst: Am heutigen Abend werden zahlreiche Produkte mit neuer Software versorgt, darunter iPhones, iPads, Apple Watches oder Apple TVs. iPhone OS 15 [...]

Pi-hole FTL v5.9, Web v5.6 und Core v5.4 veröffentlicht

20. September 2021 um 19:15
Die Entwickler der beliebten und quelloffenen Werbeblocker-Lösung Pi-hole haben neue Versionen der Komponenten veröffentlicht. So stehen ab sofort FTL v5.9, Web v5.6 und Core v5.4 [...]

Canonical stellt Ubuntu 18.04.6 LTS bereit

19. September 2021 um 10:00
Gewöhnlicherweise gibt es bei den Ubuntu LTS Systemen fünf sogenannte Point Releases. Bei Ubuntu 18.04 hat Canonical nun eine Abweichung durch ein sechstes Point Release [...]

Kein Bock auf Windows 11? Ich stelle Dir drei Alternativen auf Basis von Linux vor

17. September 2021 um 16:00
Windows 11 soll Ende des Jahres 2021 erscheinen und Windows 10 wird noch bis 2025 Aktualisierungen bekommen. Doch die Anforderungen von Windows 11 hinsichtlich dem [...]

Zorin OS 16 Pro: Das umfasst der inkludierte Support

14. September 2021 um 10:30
Erst kürzlich veröffentlichten die Entwickler die anwenderfreundliche Linux Distribution Zorin OS 16. Diese ist in verschiedenen Editionen verfügbar, darunter auch eine kostenpflichtige. Demnach kommt die [...]

Windows 10: DNS Tracing – Wohin genau verbindet sich eigentlich Windows 10?

10. September 2021 um 16:00
Hallo zusammen, nachdem ich verschiedene Linux Distributionen einmal getraced hatte, spanne ich den Bogen nun noch etwas weiter und nun schauen wir Windows 10 mal [...]

Nach 5 Jahren, raus aus dem Homeoffice

02. Mai 2021 um 17:28

Ich habe nun über 5 Jahre im Homeoffice gearbeitet. Hier habe ich die vielen Vorteile, sowie aber auch die Nachteile genossen. Fasziniert habe ich die Empfehlungen der letzten zwei Jahre für die Arbeit im Homeoffice verfolgt, aber mich aus dem … Weiterlesen

Der Beitrag Nach 5 Jahren, raus aus dem Homeoffice erschien zuerst auf Got tty.

Ubuntu 22.04 LTS erscheint am 21. April 2022

08. September 2021 um 09:13
Die nächste Ubuntu Ausgabe mit Langzeitpflege wird planmäßig Ubuntu 22.04 LTS sein. Nach dem Drehbuch von Ubuntu können wir am 21. April 2022 damit rechnen. [...]

Wie (rechts-)sichere elektronische Kommunikation aussehen könnte

06. September 2021 um 07:00

Am 31. August 2021berichtete die Tagesschau, dass die Telekom ihren De-Mail-Service zum 31. August 2022 einstellen wird. Diesen Schritt kann ich persönlich gut nachvollziehen, empfand ich die DE-Mail und den ePostbrief doch schon 2012 als Rohrkrepierer.

In diesem Beitrag möchte ich euch meine persönliche Vorstellung schildern, wie (rechts-)sichere elektronische Kommunikation aussehen könnte. Auf Fachchinesisch verzichte ich dabei bewusst und gehe bei der Technik nur soweit ins Detail wie absolut notwendig. So können möglichst viele Personen dem Text folgen.

Im ersten Abschnitt beschäftige ich mich damit, welche Merkmale eine (rechts-)sichere elektronische Kommunikationslösung aufweisen muss. Allerdings bin ich kein Jurist, so dass mir eine Beurteilung, ob etwas nach geltendem Recht tatsächlich rechtssicher ist, nicht möglich ist.

Anschließend beschreibe ich, warum es aus meiner Sicht bisher nicht geklappt hat, eine Lösung zu etablieren und was den existierenden Lösungen zum Erfolg fehlt.

Zum Schluss beschreibe ich meine Wunschlösung.

Welche Merkmale muss eine Lösung besitzen?

Eine Lösung für die Kommunikation mit und zwischen Behörden, Bürgern und Unternehmen muss gewisse Anforderungen an Authentizität, Integrität, Vertraulichkeit, Verbindlichkeit und Zurechenbarkeit erfüllen.

So muss hinreichend sichergestellt bzw. nachvollzogen werden können, von wem eine Nachricht stammt (Authentizität) und ob sie auf dem Weg vom Sender zum Empfänger verändert worden ist (Integrität). Ebenso muss sichergestellt werden, dass ein Sender einer Nachricht seine Willensbekundung nicht unzulässig abstreiten kann (Verbindlichkeit und Zurechenbarkeit). Üblicherweise sollen nur der Sender und die adressierten Empfänger Kenntnis über den Inhalt einer Nachricht erlangen (Vertraulichkeit).

In der analogen Welt dient zum Nachweis der Authentizität häufig die Vorlage eines Ausweisdokuments und/oder die eigenhändige Unterschrift. Bei einem Brief mit eigenhändiger Unterschrift wird in der Regel die Integrität unterstellt. Auch die Anforderungen an die Verbindlichkeit und Zurechenbarkeit gelten dabei in den meisten Fällen als erfüllt. Vertraulichkeit erreicht man häufig schon dadurch, dass man eine Nachricht in einem verschlossenen Briefumschlag verschickt, statt sie auf eine Postkarte zu schreiben. All diese Maßnahmen bieten keinen hinreichenden Schutz vor der Ausspähung und Manipulation durch Geheimdienste. Doch dies ist meines Wissens auch nicht die Anforderung, welche an die analogen Kommunikationsmittel gestellt wird.

Eine elektronische Lösung muss mindestens die gleichen Anforderungen erfüllen wie ihr analoges Gegenstück. Sonst bietet sie kaum einen Mehrwert und stellt den Nutzer sogar schlechter.

Das vermutlich wichtigste Merkmal kommt zum Schluss. Eine Lösung muss gleichermaßen auf dem Desktop-PC, Notebook, Tablet und selbstverständlich Smartphone nutzbar sein.

Digitale Signaturen für Authentizität, Integrität, Verbindlichkeit und Zurechenbarkeit

Ich belasse es hier bewusst bei einer ganz allgemeinen und un-technischen Beschreibung des Verfahrens.

Eine digitale Signatur besteht grundsätzlich aus zwei Komponenten. Einer Komponente zum Signieren einer Nachricht bzw. eines Antrags oder sonstigen Dokuments und einer Komponente, mit welcher eine solche Signatur überprüft und ihrem Besitzer zugeordnet werden kann.

Und technische Internetstandards dazu existieren bereits. Das Rad muss nicht neu erfunden werden:

Unbestritten ist, dass es im Bereich der nutzbaren Implementierung dieser Standards noch erhebliches Verbesserungspotenzial gibt.

Vertraulichkeit durch Verschlüsselung

Hierfür existieren in der IT bereits etablierte Ansätze. Diese sind oben in vier Punkten bereits aufgeführt.

Den größten Fehler, den man begehen kann, ist eine eigene Verschlüsselung für seine Anwendung zu entwickeln. Die Erfahrung zeigt, dass es nicht lange dauert, bis diese gebrochen ist. Auch hier gilt, erfindet das Rad nicht neu.

Ob es sich dabei stets um Ende-zu-Ende-Verschlüsselung handeln muss, stelle ich in Frage. Ein Brief wird häufig bereits im Posteingang geöffnet und dann intern an die bearbeitende Stelle weitergeleitet. Äquivalent und in vielen Fällen ausreichend wäre demnach eine Transport-Verschlüsselung, welche eine Nachricht verschlüsselt vom Sender an den Verantwortungsbereich einer Organisation bzw. des Empfängers transportiert, wo diese intern jedoch entschlüsselt weitergeleitet und bearbeitet werden kann. Dem spricht nicht entgegen, dass es Nachrichten einer erhöhten Vertraulichkeitsstufe geben kann, welche nur durch bestimmte Empfänger entschlüsselt werden können dürfen.

In diesem Bereich existieren bereits funktionierende Lösungen, welche die klassische E-Mail ergänzen. Zugegeben sind diese aktuell jedoch technisch versierten Personen vorbehalten, da es seit Jahren an einfach zu nutzenden Client-Implementierungen mangelt.

Einwurf-Einschreiben und das Fax mit Sendebericht

Sind Fristen zu wahren, ist es nach meiner Erinnerung ausreichend, wenn eine Nachricht innerhalb der Frist im Verantwortungsbereich des Empfängers eingeht. Damit kann der Briefkasten oder das empfangende Fax gemeint sein. Zum Nachweis dient dem Sender in diesen Fällen ein Einschreiben oder der Sendebericht des Fax.

Entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen vorausgesetzt, wäre es ausreichend, wenn eine E-Mail den empfangenden Mailserver fristgerecht erreicht. Mit der „Delivery Status Notification (DSN)“ existiert auch hier bereits eine technische Lösung, bei welcher der Mailserver eine Status-E-Mail an den Absender der E-Mail versendet. Einziger Haken an dieser Sache ist, dass es aktuell allein in der Verantwortung des Mailserver-Betreibers liegt, ob diese Funktion aktiviert ist oder nicht. Man kann sich also nicht darauf verlassen, dass man eine entsprechende Benachrichtigung erhält.

Warum es bisher nicht geklappt hat

Hier lassen sich in meinen Augen zwei Problembereiche differenzieren.

Sicherheit und Nutzbarkeit

Die gute alte E-Mail an sich ist wie eine Postkarte. Jeder, der sie auf dem Transportweg in die Hände bekommt, kann sie lesen. Um die E-Mail für Authentizität und Integrität zu ertüchtigen, gibt es seit Jahren OpenPGP und S/MIME, welche für normale Nutzer völlig unbenutzbar sind. Selbst unter meinen IT-Kollegen sind diese Verfahren nicht weit verbreitet.

Selbst wenn das Projekt „pretty Easy privacy“ hier eine Vereinfachung der Handhabung anstrebt, bleibt hier das Problem, dass OpenPGP-Signaturen keine qualifizierten Signaturen nach Signaturgesetz darstellen.

Bei den Alternativen sieht es jedoch nicht besser aus. An dieser Stelle mache ich es mir einfach und verlinke die entsprechenden Abschnitte in der Wikipedia zu DE-Mail, ePostbrief und BeA.

Henne-Ei-Problem

Lange Zeit besaß ich sowohl eine DE-Mail- als auch ePostbrief-Adresse und wartete auf entsprechende Angebote, wo ich einen Mehrwert aus der Nutzung ziehen kann.

Ich bin jetzt jedenfalls für die De-Mail
gerüstet und hoffe, dass im Laufe des Jahres möglichst viele
öffentliche Einrichtungen und Unternehmen der Privatwirtschaft ebenfalls
die Möglichkeit schaffen, die Kommunikation via De-Mail abzuwickeln.
Denn nur wenn diese Institutionen mitziehen wird sich die De-Mail
durchsetzen können und einen echten Mehrwert bieten. Und so werde ich
skeptisch und gespannt die weitere Entwicklung der De-Mail beobachten.

Auf dem Weg zur DE-Mail Adresse

Das Zitat stammt aus einem Beitrag von 2013. Für diesen Beitrag habe ich noch einmal geprüft, welche der Organisationen eine DE-Mail-Adresse besitzen, mit denen ich gerne auf sicherem Wege kommunizieren möchte. Das Ergebnis lässt sich aus folgender Tabelle ablesen.

Name der Organisation/des Unternehmens/der BehördeDE-Mail ja/nein?
Meine Direkt-Banknein
Meine Hausbanknein
Mein Arbeitgebernein
LBV NRWja
Meine Krankenkassenein
Alle meine verschiedenen Versicherungsanbieternein
Meine Gemeindeverwaltungnein
Die Kreisverwaltungja
Von mir regelmäßig genutzter Online-Handelnein
Tabelle: Wer unterstützt DE-Mail?

Zumindest für mich persönlich ist das Angebot sehr überschaubar. Dabei sind die DE-Mail-Adressen dann auch noch häufig gut auf den Webseiten der Anbieter versteckt. Andere, komfortabel nutzbare Kontaktmöglichkeiten stehen bereit und im Vordergrund.

Obige Anbieter haben alle gemeinsam, dass es akzeptable Kontaktmöglichkeiten gibt. So ist auf Seite der Empfänger und auf meiner Seite als Absender die Motivation gering, DE-Mail zu nutzen.

Dieses Henne-Ei-Problem wurde bis heute nicht gebrochen. Und ich glaube nicht daran, dass sich dies noch ändern wird.

Ein ähnliches Henne-Ei-Problem sehe ich aktuell auch noch bei der eID-Funktion des elektronischen Personalausweises. Außer meiner Kfz-Zulassungsstelle habe ich noch keine weiteren Anbieter gefunden, wo mir diese Funktion einen Vorteil bringt.

Wie könnte eine Lösung aussehen?

Im ersten Abschnitt dieses Beitrags habe ich bereits etwas zu Authentizität, Integrität, Verbindlichkeit und Zurechenbarkeit geschrieben. Alle diese Punkte würde ich mit einem Produkt im Scheckkartenformat adressieren, das viele Deutsche Staatsbürger bereits ihr Eigen nennen. Mit dem Personalausweis:

Dieser Personalausweis bietet neben einer Online-Ausweis-Funktion auch die Möglichkeit, Signaturzertifikate für eine qualifizierte elektronische Unterschrift zu speichern.

Mit der Online-Ausweis-Funktion gibt es die Henne. Jetzt brauchen wir noch Eier. Und mit Eiern meine ich Angebote der Behörden, Ämter und Verwaltungen zur Nutzung dieser Funktion. Diese sind nicht durch Gewinnerzielungsabsicht gehemmt und können maßgeblich dazu beitragen, den Teufelskreis zu durchbrechen. Bei den notwendigen Prozessen muss ein Fokus darauf gelegt werden, die Hürde zur Adaption durch private Unternehmen nicht zu hoch zu legen, da diese sonst keine Motivation haben, ein weiteres Authentifizierungsverfahren anzubieten.

Es gibt Kartenlesegeräte und Apps. Hier fehlt es in meinen Augen eigentlich nur noch an Angeboten.

Etwas düsterer sieht es aktuell mit der Unterschrift aus:

Derzeit gibt es keinen Anbieter für Signaturzertifikate, die mit dem Personalausweis verwendet werden können.

URL: https://www.personalausweisportal.de/Webs/PA/DE/buergerinnen-und-buerger/der-personalausweis/funktionen/funktionen-node.html#doc14626304bodyText3

Das traurige Ende dieser Funktion ist in einem heise-Artikel aus Oktober 2018 nachzulesen. Die darin genannte Petition erreichte ihr Quorum leider nicht. Die Frage lautet nun, wo bekommen wir eine Henne für diese Funktion her? Hier wünsche ich mir, dass unsere Bundesregierung uns diese beschafft.

Denn ein Teil der Infrastruktur, welche zur Verwaltung von Signaturzertifikaten benötigt wird, existiert bereits. Um einen neuen Personalausweis zu beantragen, muss die Identität des Antragstellers festgestellt werden. Hier kann ein und derselbe Verwaltungsprozess sowohl zur Beantragung des Personalausweises, als auch zur Beantragung eines Signaturzertifikats benutzt werden.

Der Vorteil für die Bürgerinnen und Bürger ist offensichtlich. Mit einem Gang zum Amt erhalten sie ihren Personalausweis mit Signaturzertifikat. Sie müssen sich daheim nicht mehr damit beschäftigen, wie sie nun ein Zertifikat auf ihren nPA bekommen.

Alternativ dazu bietet die Möglichkeit der Fernsignatur evtl. die Chance, an unsere Henne zu kommen. Das BSI hat hierzu von 2019 bis 2020 ein Pilotprojekt durchgeführt und erfolgreich beendet.

Anschließend sind es auch hier die Behörden, Ämter und Verwaltungen, welche die ersten Eier legen müssen, um die kritische Masse zu erreichen. Andere Organisationen werden dann nachziehen. Denn ich bin mir sicher, das Interesse an einer sicheren digitalen Unterschrift ist groß.

Damit hätten wir eine Lösung, um sich online auszuweisen und um Dokumente digital zu unterschreiben (signieren). Was noch fehlt, ist eine Möglichkeit diese Dokumente, unter Einhaltung eines Mindestmaß an Vertraulichkeit, an den gewünschten Empfänger zu versenden.

Tja, hier fällt mir leider auch nichts besseres ein, als die gute alte E-Mail zu ertüchtigen. Alternativ kann ich mir jedoch auch einen SSL/TLS-geschützten Uploadbereich beim Empfänger vorstellen, in den ich meine Anträge/Dokumente hochladen kann und nach dem erfolgreichen Upload eine Quittung bekomme. Allerdings fehlt bei letztem Verfahren die Antwortmöglichkeit.

Mit dem nPA als Signaturkarte und der dazugehörigen Infrastruktur fehlt es hier allerdings nur noch an passenden Clientanwendungen, um diese Zertifikate praktisch nutzbar zu machen.

Stammen die für die Verschlüsselung benötigten öffentlichen Schlüssel eines Empfängers aus einem amtlichen Verzeichnis, wurde im Vorfeld geprüft, ob der öffentliche Schlüssel von Bob auch wirklich zu Bob gehört. Und nicht Trudy einfach einen Schlüssel auf einen Schlüsselserver hochlädt und behauptet, Bob zu sein.

Sicher ist es nicht ganz so einfach, wie hier geschrieben. Sonst hätte es ganz sicher schon jemand umgesetzt. Doch denke ich, dass man ausgehend vom Personalausweis und dem elektronischen Aufenthaltstitel hier eine Lösung schaffen kann. Unsere Regierung muss es sich dazu im „Neuland“ nur gemütlich einrichten und vorangehen.

PS: Und vielleicht klappt es ja irgendwann doch noch mit verschlüsselter E-Mail-Kommunikation. ;)

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