Debian 12 Bookworm hat die reguläre Supportphase beendet und erhält nun LTS Updates. Die Sicherheitsversorgung läuft damit bis Ende Juni 2028 weiter. Nach drei Jahren Standard Support beginnt für Bookworm nun die zweite Lebenszyklusphase. Das System bleibt weiterhin gepflegt und erhält ausgewählte Sicherheitsupdates. Die LTS Betreuung deckt jedoch nicht mehr alle Pakete ab. Nutzer sollten […]
Wer kennt es nicht: Unter Linux ist nahezu alles machbar, was man an einem Computer tun kann – von der Textverarbeitung über Grafikdesign bis hin zur Erstellung eigener Webseiten oder Videos mit faszinierenden Tonspuren. Dennoch weiß man oft nicht, welches Programm oder Tool für die jeweilige Aufgabe am sinnvollsten einzusetzen wäre. Langes Stöbern und Recherchieren ist oft notwendig, bis das richtige Programm gefunden ist. Abgesehen von all den grafischen Anwendungen für Linux findet man etliche Programme und Kommandos, die sich im Terminal ausführen lassen. Eine komplexe Übersicht hierzu gibt das Buch „Linux Kommandoreferenz: Shell-Befehle von A bis Z“ aus dem Rheinwerk Verlag.
Der Autor und Linux-Experte Michael Kofler gibt dem Leser nicht nur eine große Auswahl von Kommandos, sondern auch die wichtigsten Optionen mit ausreichenden Erklärungen an die Hand und weist zudem auf die umfangreichen Manual-Seiten (man pages) des Linux-Systems hin. Über den Befehl tldr lassen sich auch direkte Anwendungsbeispiele zu den einzelnen Kommandos ausgeben.
Nicht nur Kommandos mit den entsprechenden Optionen werden thematisiert, sondern auch die wichtigsten Konfigurationsdateien besprochen – genauso wie Tastenkürzel, die den Anwender schneller zum Ziel führen. Das Buch ist dabei wie ein echtes Werkzeug aufgebaut: Dank einer klaren Gliederung nach Themenbereichen wie Systemadministration, Netzwerk oder Programmierung findet man sofort den passenden Befehl. Ein besonderes Highlight des Verlagsdesigns ist das hilfreiche Griffregister am Buchrand, das wie ein Daumenkino funktioniert und das Nachschlagen im Terminal-Alltag enorm beschleunigt.
Dieses Buch besticht durch inhaltliche Tiefe und Aktualität. Das Linux-Ökosystem ist ständig im Wandel, was die mittlerweile 6. Auflage dieses Klassikers deutlich zeigt. Kofler geht auf viele Befehle bzw. Kommandos ein und erklärt sie bildhaft an Beispielen. Rheinwerk liefert hier gewohnt hohe Qualität mit einem robusten Hardcover, das für den täglichen Einsatz auf dem Schreibtisch gemacht ist. Ein Buch, um noch tiefer in die Arbeit mit dem Terminal einzusteigen – egal ob als Einsteiger, Student oder erfahrener Administrator.
Der noch junge Proxmox Datacenter Manager ist auf der Grundlage von Debian 13.5 »Trixie«, Linux Kernel 7.0 und ZFS 2.4 in Version 1.1 veröffentlicht worden.
Proxmox Virtual Environment 9.2 der Proxmox Server Solutions GmbH aus Wien bringt einen neuen Dynamic Load Balancer mit. Die Distribution setzt auf Debian 13.5 und Linux 7.0 als solide Basis.
Die anonymisierende Distribution Tails entfernt in Tails 7.8 den E-Mail-Client Thunderbird aus dem regulären Image und empfiehlt die Installation über das Modul Additional Software.
Wie bei vielen anderen Projekten auch steht die Abwehr der Sicherheitslücken Copy Fail und Dirty Frag im Mittelpunkt des Updates zu DietPi 10.4. Der Orange Pi 5B erhält zudem ein eigenes Image.
Am Wochenende haben die Entwickler bei Debian rund zwei Monate nach v13.4 jetzt mit Debian 13.5 das fünfte Point-Release zum aktuellen Debian Stable freigegeben.
Das Notfall-Update auf Tails 7.7.3 eliminiert mit Kernel 6.12.86 die Gefahr durch die Sicherheitslücke Dirty Frag. Die Schwachstelle ermöglicht eine lokale Rechteausweitung.
Debian zieht die Schrauben an. Ab sofort dürfen Pakete ohne reproduzierbare Builds nicht mehr in den Testing Zweig wandern. Diese Entscheidung markiert einen wichtigen Schritt für Debians Lieferketten Sicherheit und prägt den Entwicklungszyklus von Debian 14 Forky. Reproduzierbare Builds bedeuten identische Ergebnisse aus identischem Quellcode. Debian nutzt dafür die Infrastruktur von reproduce.debian.net, die Pakete erneut […]
Das Projekt 'Reproducible Builds' reicht mehr als zehn Jahre zurück. Das Ziel ist, Pakete reproduzierbar Bit für Bit aus dem zugrundeliegenden Quellcode bauen zu können. Debian macht Reproduzierbarkeit. jetzt als erste Distribution verbindlich.
Obwohl mit Veröffentlichung von Debian 13 die Möglichkeit bestand das Upgrade von Debian 12 direkt durchzuführen, rate ich immer zu einer gewissen Wartezeit. Gerne dürfen die ersten Point-Releases kommen und alle bis dahin gefunden Fehler ausbügeln, bevor ich das Upgrade am Server durchführe. Mittlerweile stehen wir bei Debian 13.4 und einem Upgrade steht meiner Meinung […]
Die monatliche Veröffentlichung von DietPi für April 2026 bringt ein neues Image für die LTS-Variante des Orange Pi 4 SBC. Des Weiteren erhielt der Software-Pool Zugang durch die Monitoring-Software Prometheus.
Ubuntu 26.04 LTS »Resolute Racoon« ist da. Die neue Ausgabe von Canonicals Distribution bringt GNOME 50 und Linux 7.0 zu den Anwendern. Der Paketmanager APT erhielt eine Frischzellenkur.
Tails 7.7 erinnert die Anwender an abgelaufene Secure-Boot-Zertifikate und behebt einen Fehler, der das Root-Verzeichnis ausschließlich für Root lesbar
Debian hat seit gestern erstmals eine weibliche Projektleiterin. Am vergangenen Wochenende war die indische Entwicklerin Sruthi Chandran zur DPL gewählt worden.
Debian hat eine neue Projektleiterin und ihr Name steht für gewisse Veränderungen. Sruthi Chandran tritt die Nachfolge von Andreas Tille an, der nach Ablauf seiner Amtszeit nicht erneut kandidierte. Die Wahl verlief unspektakulär, denn Chandran war die einzige Bewerberin und wurde nach den üblichen Abstimmungsformalitäten bestätigt. Chandran beschreibt sich als frühere Bibliothekarin und bringt viel […]
Debians Paketverwaltung erhält mit APT 3.2 ein Update, das den Umgang mit Paketänderungen deutlich erleichtert. Die neue Version erweitert die Verlaufsschnittstelle und führt mehrere Befehle ein, die frühere Aktionen sichtbar machen und sogar rückgängig machen können (Undo, Redo und Rollback). Nutzer bekommen damit mehr Kontrolle über ihr System. Die neuen Werkzeuge erlauben das Auflisten alter […]
Tails 7.6.1 ist ein außerplanmäßiges Notfall-Release, das mehrere Sicherheitslücken aus Firefox ESR 140.9.1 schließt. Ein zeitnahes Update auf die neue Version ist ratsam.
Debian stellt mit APT 3.2 eine der größten funktionalen Erweiterungen von APT seit Jahren vor. Statt die History nur zu protokollieren, kann v3.2 sie semantisch verstehen.
Die drohende Altersverifikation auf Betriebssystemebene sorgt für anhaltende Diskussionen in der Linux-Community. Debian will jetzt die rechtliche Situation klären lassen.
Debian untersucht derzeit die Folgen neuer Altersprüfgesetze. Projektleiter Andreas Tille erklärt, dass noch keine Position feststeht. Das Team wartet auf juristische Einschätzungen. Im aktuellen Bericht des Debian Projektleiters geht es vor allem um die Frage, ob Betriebssysteme künftig altersbezogene Daten an Anwendungen liefern müssen. Mehrere Open Source Projekte sprechen darüber und die nichtkommerzielle Organisation „Software […]
Wer meinem Blog folgt und, wie im Artikel „PHP 7.4 FPM auf PHP 8.1 FPM für Nextcloud“, die externe PHP-Quelle von https://deb.sury.org/ eingebaut hat und später der Anleitung „PHP 8.2 FPM für Nextcloud 28“ gefolgt ist, könnte noch auf PHP 8.2 FPM hängen geblieben sein. Da sich diese Version im Status Security fixes only befindet, ist ein Wechsel auf eine höhere Version absolut empfehlenswert. Diese PHP-Version lässt sich recht einfach auf PHP 8.4 FPM umstellen. Unter dem Raspberry Pi OS ist das mit wenigen Befehlen erledigt. In diesem Beitrag zeige ich kurz, wie man PHP 8.2 deaktiviert, PHP 8.4 installiert und Nextcloud anschließend mit der neuen Version betreibt.
Vor der Umstellung empfiehlt es sich, ein Backup der Installation und der Datenbank anzulegen. Außerdem sollte geprüft werden, ob die eingesetzten Apps bereits mit Nextcloud 33 und PHP 8.4 kompatibel sind.
Nun wird PHP 8.2 deaktiviert und PHP 8.4 aktiviert:
sudo update-alternatives --config php
sudo update-alternatives --config php
Es gibt 7 Auswahlmöglichkeiten für die Alternative php (welche /usr/bin/php bereitstellen).
Auswahl Pfad Priorität Status
------------------------------------------------------------
0 /usr/bin/php.default 100 automatischer Modus
1 /usr/bin/php.default 100 manueller Modus
2 /usr/bin/php7.4 74 manueller Modus
3 /usr/bin/php8.1 81 manueller Modus
* 4 /usr/bin/php8.2 82 manueller Modus
5 /usr/bin/php8.3 83 manueller Modus
6 /usr/bin/php8.4 84 manueller Modus
7 /usr/bin/php8.5 85 manueller Modus
Hier die entsprechende Nummer eingeben – in diesem Fall die 6 für PHP 8.4:
sudo update-alternatives --config php
Es gibt 7 Auswahlmöglichkeiten für die Alternative php (welche /usr/bin/php bereitstellen).
Auswahl Pfad Priorität Status
------------------------------------------------------------
0 /usr/bin/php.default 100 automatischer Modus
1 /usr/bin/php.default 100 manueller Modus
2 /usr/bin/php7.4 74 manueller Modus
3 /usr/bin/php8.1 81 manueller Modus
4 /usr/bin/php8.2 82 manueller Modus
5 /usr/bin/php8.3 83 manueller Modus
* 6 /usr/bin/php8.4 84 manueller Modus
7 /usr/bin/php8.5 85 manueller Modus
Die Abfrage der Version zeigt, ob die Umstellung auf PHP 8.4 angenommen wurde.
php -v
PHP 8.4 FPM starten und Apache neu laden
Anschließend wird der neue FPM-Dienst aktiviert und gestartet:
Der Neustart des Webservers aktiviert nun die aktuelle PHP-Version:
sudo service apache2 restart
Nextcloud-Konfiguration
Sollten in Nextcloud anschließend wieder die bekannten Fehlermeldungen erscheinen, sind diese am besten Schritt für Schritt abzuarbeiten. Dazu werden zunächst die neue php.ini geöffnet:
sudo nano /etc/php/8.4/fpm/php.ini
und anschließend die Werte für memory_limit sowie session.gc_maxlifetime gemäß den Empfehlungen angepasst:
memory_limit = 512M
session.gc_maxlifetime = 3600
Am Ende der php.ini werden außerdem noch die Einstellungen für den Zwischenspeicher OPcache ergänzt:
Danach muss in der apcu.ini noch das Command Line Interface (CLI) des PHP-Caches aktiviert werden. Dazu die Datei öffnen:
sudo nano /etc/php/8.4/mods-available/apcu.ini
und am Ende folgende Zeile ergänzen:
apc.enable_cli=1
Ist dies geschehen, wird der Webserver ein letztes Mal neu gestartet:
sudo service apache2 restart
Nextcloud prüfen
Danach sollte die Nextcloud-Instanz im Browser aufgerufen werden. Unter Administrationseinstellungen / System lässt sich kontrollieren, ob die neue PHP-Version erkannt wurde.
Zur Sicherheit zusätzlich die Logdateien von Apache, PHP-FPM und Nextcloud prüfen.
Fazit
Die Umstellung von PHP 8.2 auf PHP 8.4-fpm für Nextcloud 32 ist unter Raspberry Pi OS schnell erledigt. Wichtig ist vor allem, die benötigten PHP-Module zu installieren und anschließend die alte FPM-Konfiguration sauber durch die neue zu ersetzen.