Mit Agama 15 veröffentlichen die (open)SUSE – Entwickler gleich zwei neue Versionen auf einmal – auch Agama 14 hatte längst das Licht der Welt erblickt, blieb aber ohne offiziellen Blogeintrag. Nun werden die Neuerungen beider Releases in einem Rutsch vorgestellt, und die haben es in sich. Besonders im Fokus stehen Verbesserungen der Benutzerfreundlichkeit. So wurde […]
Die auf Slackware basierende Distribution PorteuX aktualisiert in ihrer neuen Version den Unterbau. Der damit zum Einsatz kommende Kernel 6.15 führt allerdings zu Verstimmungen mit VirtualBox.
Die auf Slackware basierende Distribution PorteuX aktualisiert in ihrer neuen Version den Unterbau. Der damit zum Einsatz kommende Kernel 6.15 führt allerdings zu Verstimmungen mit VirtualBox.
Die GNOME-Entwickler haben mit Version 48.2 ein neues Wartungsupdate veröffentlicht. Es bringt gezielte Optimierungen für mehr Stabilität und Benutzerfreundlichkeit. Die Einstellungen-App zeigt jetzt mehrere GPU-Namen bei NVIDIA korrekt an. Zudem wurde die Passwort-Generierung überarbeitet und nutzt nun sicherere Wortlisten. Auch die Wiederherstellung maximierter Fenster auf dem richtigen Monitor funktioniert nun besser. Im Webbrowser Epiphany wurden […]
Firefox 139 für Android ist ein aus Nutzersicht kleines Update, welches keine neuen Funktionen bringt. Stattdessen lag der Fokus auf neuen Plattform-Features der aktuellen GeckoView-Engine, diversen Fehlerbehebungen, geschlossenen Sicherheitslücken sowie Verbesserungen unter der Haube.
Die leichtgewichtige und vor allem in Containern als Grundlage dienende Distribution Alpine Linux frischt in ihrer neuen Version vor allem zahlreiche Pakete auf.
Die leichtgewichtige und vor allem in Containern als Grundlage dienende Distribution Alpine Linux frischt in ihrer neuen Version vor allem zahlreiche Pakete auf.
Der Linux Coffee Talk ist ein besonderes Format bei fosstopia, in dem wir die spannendsten Themen des vergangenen Monats Revue passieren lassen. Schnapp Dir einen Kaffee, Tee oder Dein Lieblingsgetränk, lehn Dich zurück und genieße die lockere Stimmung. In dieser Ausgabe werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Entwicklungen im Mai 2025. Viel Spaß beim […]
Der Linux Coffee Talk ist ein besonderes Format bei fosstopia, in dem wir die spannendsten Themen des vergangenen Monats Revue passieren lassen. Schnapp Dir einen Kaffee, Tee oder Dein Lieblingsgetränk, lehn Dich zurück und genieße die lockere Stimmung. In dieser Ausgabe werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Entwicklungen im Mai 2025.
Mit Firefox 139.0.1 behebt Mozilla mögliche Grafikfehler bei Verwendung bestimmter Grafikchips von NVIDIA und mehreren Bildschirmen, die mit jeweils unterschiedlichen Bildwiederholraten laufen.
Canonical hat eine große Änderung für Ubuntu angekündigt. Ab sofort wird es monatliche Schnappschüsse der Entwicklungsversion geben. Diese Maßnahme soll die Stabilität zukünftiger Releases verbessern. Die klassische Struktur mit halbjährlichen Releases und langfristigem LTS-Support bleibt unangetastet. Ziel der Neuerung ist es moderne Release-Techniken stärker zu nutzen. Während früher vor allem in den letzten Wochen vor […]
Die zweite Beta von KDE Plasma 6.4 ist da und richtet sich an Tester und Entwickler. Mit der neuen Testversion liefert das Team mehrere gezielte Fehlerbehebungen für zentrale Komponenten der Desktopumgebung. Besonders verbessert wurde die Unterstützung von Xwayland bei nicht-englischen Tastaturlayouts. Ein Fehler, der zu hängengebliebenen Tasten führen konnte, wurde beseitigt. Auch die Handhabung von […]
Mit einer Woche Abstand zur RHEL-10-Veröffentlichung bringt AlmaLinux OS 10 frischen Wind in die Enterprise-Linux-Welt. Die neue Version mit dem Spitznamen „Purple Lion“ setzt auf Kernel 6.12 und verspricht vollständige Kompatibilität mit Red Hat Enterprise Linux. Ein Highlight: Frame Pointers sind nun standardmäßig aktiviert. Das erlaubt bessere Systemanalyse in Echtzeit. Auch ältere Hardware profitiert, denn […]
Seit einigen Jahren ist CentOS kein produktionstauglicher RHEL-Klon mehr. Wer RHEL produktiv nutzen will, aber nicht dafür bezahlen kann, hat die Qual der Wahl: zwischen AlmaLinux, CentOS Stream (nicht für Langzeitnutzung), Oracle Linux, RHEL via Developer Subscription und Rocky Linux. Ich bin ein wenig zufällig im AlmaLinux-Lager gelandet und habe damit über mehrere Jahre, vor allem im Unterricht, ausgezeichnete Erfahrungen gemacht.
Nach diversen Tests mit der Beta-Version läuft AlmaLinux 10 jetzt nativ auf meinem Mini-PC (AMD 8745H), außerdem die aarch64-Variante in einer virtuellen Maschine auf meinem Mac. Dieser Artikel stellt die neue Version AlmaLinux 10 vor, die am 27. Mai 2025 freigegeben wurde, genau eine Woche nach dem Release von RHEL 10. Die meisten Informationen in diesem Artikel gelten auch für RHEL 10 sowie für die restlichen Klone. Oft beziehe ich mich daher im Text auf RHEL (Red Hat Enterprise Linux), also das zugrundeliegende Original. Es gibt aber auch ein paar feine Unterschiede zwischen dem Original und seinen Klonen.
AlmaLinux 10 mit Gnome Desktop
Ich habe vor, diesen Artikel in den nächsten Wochen zu aktualisieren, wenn ich mehr Erfahrungen mit AlmaLinux 10 gemacht habe und es zu Rocky Linux 10 und Oracle Linux 10 weitere Informationen gibt.
Update 8.6.2025: Der MySQL-Server ist per Default weiterhin offen wie ein Scheunentor.
Update 16.6.2025: Zu Rocky Linux 10 gibt es jetzt auch Release Notes.
Update 16.6.2025: Postfix und BDB vs LMDB
Update 27.6.2025: Oracle Linux 10 ist auch verfügbar, ich habe am Ende des Artikels Links zum Oracle-Blog und zu den Release Notes eingebaut
Update 3.7.2025: Im Hetzner-Cloud-Konfigurator können Sie jetzt auch AlmaLinux 10 und Rocky Linux 10 auswählen. Die Netzwerkkonfiguration erfolgt durch /etc/NetworkManager/system-connections/cloud-init-eth0.nmconnection (nicht mehr durch die veralteten Dateien in /etc/syconfig/network-scripts).
Red Hat hat mit RHEL 10 den X.org-Server aus den Paketquellen entfernt. RHEL setzt damit voll auf Wayland. (Mit XWayland gibt es für X-Client-Programme eine Kompatibilitätsschicht.) Weil RHEL und seine Klone zumeist im Server-Betrieb und ohne grafische Benutzeroberfläche laufen, ist der Abschied von X.org selten ein großes Problem. Einschränkungen können sich aber im Desktop-Betrieb ergeben, vor allem wenn statt Gnome ein anderes Desktop-System eingesetzt werden soll.
Eine Menge wichtiger Desktop-Programme sind aus den regulären Paketquellen verschwunden, unter anderem Gimp und LibreOffice. RHEL empfiehlt, die Programme bei Bedarf aus Flathub zu installieren. Davon abgesehen ist aber kein Wechsel hin zu Flatpaks zu bemerken. flatpak list ist nach einer Desktop-Installation leer.
In der Vergangenheit haben RHEL & Co. von wichtigen Software-Produkten parallel unterschiedliche Versionen ausgeliefert. Dabei setzte RHEL auf das Kommando dnf module. Beispielsweise stellte RHEL 9 Mitte 2025 die PHP-Versionen 8.1, 8.2 und 8.3 zur Auswahl (siehe dnf module list php).
Anscheinend sollen auch in RHEL 10 unterschiedliche Versionen (»AppStreams«) angeboten werden — allerdings nicht mehr in Form von dnf-Modulen. Wie der neue Mechanismus aussieht, habe ich nach dem Studium der Release Notes allerdings nicht verstanden.
Administration und Logging
Wie schon in den vergangenen Versionen setzt RHEL zur Administration auf Cockpit. Die Weboberfläche ist per Default aktiv, nicht durch eine Firewall geschützt und über Port 9090 erreichbar.
Zur Webadministration ist »Cockpit« auf Port 9090 vorgesehen
Bei einer Desktop-Installation sind standardmäßig rsyslog und das Journal installiert. rsyslog protokolliert wie eh und je in Textdateien in /var/log. Das Journal führt dagegen keine persistente Speicherung durch. Die Logging-Dateien landen in einem temporären Dateisystem in /run/log/journal und verschwinden mit jedem Reboot wieder. Wenn Sie ein dauerhaftes Journal wünschen, führen Sie die folgenden Kommandos aus:
Unbegreiflicherweise ist MySQL — jetzt in Version 8.4 — auch in RHEL 10 per Default so konfiguriert, dass jeder Benutzer mit mysql -u root ohne Passwort volle MySQL-Administrationsrechte erhält. Bei Ubuntu erhält per Default nur sudo mysql Admin-Rechte, und bei MariaDB (egal, ob unter Debian, Fedora, RHEL oder Ubuntu) gilt die gleiche Regel. Warum also nicht auch bei RHEL und MySQL?
Wie dem auch sei, das Problem ist nicht neu. Führen Sie also unmittelbar nach der Installation von mysql-server das Kommando mysql_secure_installation aus! Entscheidend ist dabei die Einstellung einen root-Passworts für MySQL.
sudo mysql_secure_installation
Would you like to setup VALIDATE PASSWORD component? y
There are three levels of password validation policy:
LOW Length >= 8
MEDIUM Length >= 8, numeric, mixed case, and special characters
STRONG Length >= 8, numeric, mixed case, special characters,
dictionary file
Please enter 0 = LOW, 1 = MEDIUM and 2 = STRONG: 1
Please set the password for root here.
New password: ************
Re-enter new password: ************
Disallow root login remotely? y
Remove test database and access to it? y
Reload privilege tables now? y
Postfix und BDB versus LMDB
RHEL 10 liefert den Mail-Server Postfix in der Version 3.8 aus. Bei früheren RHEL-Versionen hat Postfix Berkeley Datenbanken (BDB) zur Speicherung von Konfigurationstabellen verwendet. Mit RHEL 10 wird allerdings die libdbd-Bibliotheken aufgrund von Lizenzproblemen nicht mehr mitgeliefert. Postfix verwendet jetzt per Default LMDB-Datenbanken:
So weit, so gut. Ich bin beim Versuch, einen Postfix-Server einzurichten, allerdings über die Datei /etc/aliases gestolpert. Bisher was es notwendig, nach jeder Änderung in dieser Datei die entsprechende BDB-Datenbank aliases.db mit dem Kommando newaliases neu zu generieren. Genau dieser Hinweis steht auch in der von RHEL ausgelieferten Beispieldatei /etc/aliases. Und erstaunlicherweise funktioniert das Kommando auch unter RHEL 10. newaliases ist über fünf Links mit /usr/sbin/smtpctl aus dem Paket opensmtpd verbunden und scheint weiterhin BDB-Funktionen zu enthalten, Lizenzsorgen hin oder her.
Das Problem ist allerdings, dass Postfix /etc/aliases.db ignoriert und sich stattdessen darüber beklagt, dass es /etc/aliases.lmdb nicht gibt.
journalctl -u postfix
... postfix/smtpd[56492]: error: open database /etc/aliases.lmdb: No such file or directory
Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich einen Weg gefunden habe, aliases.lmdb zu erzeugen. Das richtige Kommando, das newaliases ersetzt, sieht jetzt so aus:
postalias /etc/aliases
Virtualisierung
Red Hat enthält die üblichen qemu/kvm-Pakete als Basis für den Betrieb virtueller Maschinen. Die Steuerung kann wahlweise auf Kommandoebene (virsh) oder mit der Weboberfläche Cockpit erfolgen.
Das wesentlich komfortablere Programm virt-manager hat Red Hat schon vor Jahren als obsolet bezeichnet, und ich hatte Angst, das Programm wäre mit Version 10 endgültig verschwunden. Aber überraschenderweise gibt es das Paket weiterhin im CodeReady-Builder-Repository:
crb enable
dnf install virt-manager
virt-manager ist aus meiner Sicht die einfachste Oberfläche, um virtuelle Maschinen auf der Basis von QEMU/KVM zu verwalten. Red Hat empfiehlt stattdessen Cockpit (dnf install cockpit-machines), aber dieses Zusatzmodul zur Weboberfläche Cockpit hat mich bisher nicht überzeugen können. Für die Enterprise-Virtualisierung gibt es natürlich auch OpenShift und OpenStack, aber für kleine Lösungen schießen diese Angebote über das Ziel hinaus.
Bereits in RHEL 9 hat Red Hat die Unterstützung für Spice (Simple Protocol for Independent Computing Environments) eingestellt (siehe auch dieses Bugzilla-Ticket). Spice wurde/wird von virt-manager als bevorzugtes Protokoll zur Übertragung des grafischen Desktops verwendet. Die Alternative ist VNC.
Abweichend von RHEL wird Spice von AlmaLinux weiter unterstützt (siehe Release Notes).
EPEL (Extra Packages for Enterprise Linux)
Zu den ersten Aktionen in RHEL 10 oder einem Klon gehört die Aktivierung der EPEL-Paketquelle. In AlmaLinux gelingt das einfach mit dnf install epel-release. Es wird empfohlen, zusammen mit EPEL auch die gerade erwähnte CRB-Paketquelle zu aktivieren.
Die EPEL-10-Paketquelle ist mit schon gut gefüllt. dnf repository-packages epel list | wc -l meldet über 17.000 Pakete! Ein paar Pakete habe ich dennoch vermisst:
google-authenticator fehlt noch, ist aber in EPEL 10.1 für Fedora schon enthalten, wird also hoffentlich auch für RHEL10 & Klone bald verfügbar sein.
joe fehlt ebenfalls nicht mehr (Stand 3.7.2025). Ich installiere dieses Editor-Paket gerne, weil es jmacs zur Verfügung stellt, eine minimale Emacs-Variante. Ich bin vorerst auf mg umgestiegen, es entspricht meinen Ansprüchen ebenfalls. (Ich bin kein vi-Fan, und nano ist mir ein bisschen zu minimalistisch. Den »richtigen« Emacs brauche ich aber auch nicht, um zwei Zeilen in /etc/hosts zu ändern.)
AlmaLinux in der Hetzner-Cloud
Hetzner bietet mittlerweile vorkonfigurierte Cloud-Instanzen für AlmaLinux 10 und RockyLinux 10 an. Die einzige wesentliche Neuerung, die mir aufgefallen ist, betrifft die Netzwerkkonfiguration. Während Hetzner bis Version 9 auf die eigentlich dort schon veralteten Dateien in /etc/sysconfig/network-scripts gesetzt hat, kümmert sich jetzt eine NetworkManager-Datei um die Konfiguration. Beispiel:
cat /etc/NetworkManager/system-connections/cloud-init-eth0.nmconnection
# Generated by cloud-init. Changes will be lost.
[connection]
id=cloud-init eth0
uuid=1dd9a779-d327-56e1-8454-c65e2556c12c
autoconnect-priority=120
type=ethernet
[user]
org.freedesktop.NetworkManager.origin=cloud-init
[ethernet]
mac-address=96:00:04:6E:A0:A0
[ipv4]
method=auto
may-fail=false
[ipv6]
method=manual
may-fail=false
address1=2a01:4f8:1c17:53db::1/64
gateway=fe80::1
dns=2a01:4ff:ff00::add:1;2a01:4ff:ff00::add:2;
AlmaLinux versus Original (RHEL)
Im Wesentlichen verwendet AlmaLinux den gleichen Quellcode wie RHEL und ist zu diesem vollständig kompatibel. Es gibt aber ein paar feine Unterschiede:
Seit RHEL den Zugang zum Quellcodes für die Updates erschwert hat (siehe Ärger für Red-Hat-Klone und Red Hat und die Parasiten), greift AlmaLinux auch auf den Upstream-Quellcode einzelner Projekte zu, führt Bugfixes/Sicherheits-Updates zum Teil früher durch als RHEL und besteht nicht mehr auf eine vollständige Bit-für-Bit- und Bug-für-Bug-Kompatibilität. Im Detail ist diese Strategie und das Ausmaß der Kompatibilität hier dokumentiert.
Red Hat hat RHEL 10 für x86_v3 kompiliert, unterstützt damit nur relativ moderne Intel- und AMD-CPUs. Deswegen läuft RHEL 10 auf älteren Computern nicht mehr! Alma Linux macht es ebenso, bietet aber darüber hinaus eine v2-Variante an und unterstützt damit auch ältere Hardware. Die Mikroarchitektur-Unterschiede zwischen v2 und v3 sind z.B. in der Wikipedia sowie auf infotechys.com beschrieben. Das v2-Angebot umfasst auch die EPEL-Paketquelle.
Der Verzicht auf Bit-für-Bit-Kompatibilität gibt AlmaLinux die Möglichkeit, sich in einigen Details vom Original abzuheben. Das betrifft unter anderem die Unterstützung von Frame Pointers als Debugging-Hilfe sowie die fortgesetzte Unterstützung des Protokolls Spice,
AlmaLinux vs RockyLinux und Oracle Linux
In der Vergangenheit waren alle Klone praktisch gleich. Nun gut, Oracle hat immer einen eigenen »unbreakable« Kernel angeboten, aber davon abgesehen war das gesamte Paketangebot Bit für Bit kompatibel zum Original, kompiliert aus den gleichen Quellen. Die Extrapakete aus der EPEL-Quelle sind sowieso für das Original und seine Klone ident.
Seit Red Hat 2023 den Zugriff auf den Source-Code aller Updates eingeschränkt bzw. deutlich weniger unbequemer gemacht hat, haben sich AlmaLinux auf der einen und Rocky Linux und Oracle Linux auf der anderen Seite ein wenig auseinander entwickelt. AlmaLinux hat den Anspruch auf Bit-für-Bit-Kompatibilität aufgegeben (siehe oben). Rocky Linux und Oracle Linux beziehen den Quellcode für Updates hingegen nun aus anderen öffentlichen Quellen, unter anderem aus Cloud- und Container-Systemen (Quelle).
RHEL Developer
Für Entwickler macht Red Hat mit dem Red Hat Developer eigentlich ein attraktives Angebot. Nach einer Registrierung gibt es 16 freie Lizenzen für Tests und Entwicklungsarbeit. Ich habe einen entsprechenden Account, habe RHEL 10 installiert und registriert, bin aber dennoch nicht in der Lage, die Paketquellen zu aktivieren. Vielleicht bin ich zu blöd, vielleicht wird RHEL 10 noch nicht unterstützt (diesbezüglich fehlt klare Dokumentation) — ich weiß es nicht. Ich habe es ein paar Stunden probiert, und ich werde es in ein paar Wochen wieder versuchen. Vorerst fehlt mir dazu aber die Zeit und der Nerv.
Mozilla hat Thunderbird 139 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um ein Update mit vielen kleinen Verbesserungen. Der beliebte Open Source Mailclient bietet nun präzisere Benachrichtigungseinstellungen, die sich individuell anpassen lassen. Besonders praktisch: E Mails lassen sich direkt in der Benachrichtigung löschen oder als gelesen markieren. Das spart Klicks und sorgt für mehr Effizienz im Alltag. […]
Mozilla hat Version 139 seines Browsers Firefox pünktlich im Zeitplan zum 27. Mai 2025 veröffentlicht. Das Update bringt keine spektakulären Änderungen, aber viele sinnvolle Verbesserungen für Nutzer und Entwickler. Für Anwender besonders interessant: Firefox unterstützt nun vollständige Übersetzungen auf Erweiterungsseiten. Auch eingefügte transparente PNG-Bilder werden korrekt dargestellt. Zusätzlich gibt es neue Optionen zur Gestaltung der […]
Mozilla hat Firefox 139 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.
Benutzerdefiniertes Hintergrundbild oder -farbe für Startseite
Der Nutzer kann für die Standard-Startseite von Firefox auf Wunsch aus verschiedene Hintergrundbildern oder Hintergrundfarben wählen, die Firefox zur Auswahl stellt. Ab sofort kann der Nutzer stattdessen auch ein eigenes Bild hinterlegen oder eine beliebige Farbe auswählen.
Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen für alle Nutzer ausgerollt werden.
Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer
Auch in Firefox 139 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 139 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.
Sonstige Endnutzer-Neuerungen in Firefox 139
Die Übersetzungsfunktion von Firefox kann nicht länger nur für Websites genutzt werden, sondern auch für Seiten, die durch Add-ons bereitgestellt werden. Außerdem werden jetzt auch bestimmte aria-*-Attribute für Barrierefreiheits-Werkzeuge übersetzt.
Untertitel für die Bild-im-Bild-Funktion für Videos werden ab sofort auch auf der im deutschsprachigen Raum sehr populären Streaming-Plattform Joyn unterstützt. Außerdem werden Untertitel auf Disney+ wieder unterstützt, nachdem es Änderungen seitens Disney gab.
Im strengen Schutz vor Aktivitätenverfolgung werden nicht länger Consent Management Plattformen, sogenannte „Cookie-Dialoge“, blockiert, was für einen sehr großen Teil aller Webkompatibilitätsprobleme dieser Schutzstufe verantwortlich war.
Die vor wenigen Versionen neu umgesetzte Chronik-Sidebar hat die Optionen der alten Sidebar zurückerhalten, nicht nur nach Datum oder Website, sondern auch nach Datum und Website sowie dem Zeitpunkt des letzten Besuches sortieren zu können. Auch das Kontextmenü der einzelnen Einträge beinhaltet jetzt wieder alle Optionen der alten Sidebar. Außerdem wurde das Problem behoben, dass für manche Nutzer der Browser nicht mehr mit geöffneter Sidebar gestartet wurde, wenn diese beim Beenden von Firefox geöffnet war.
Das Design der Verknüpfungen auf der Standard-Startseite von Firefox wurde überarbeitet.
Die aktuelle Seite kann jetzt auch per Schnellaktions-Schaltfläche als PDF-Datei gespeichert werden, wenn „Seite speichern“ in die Adressleiste eingegeben wird.
Beim automatischen Ausfüllen gespeicherter Adressen berücksichtigt Firefox jetzt auch dynamisch veränderte Auswahlfelder.
Die Upload-Performance von HTTP/3 wurde erheblich verbessert, insbesondere bei wiederaufgenommenen Verbindungen sowie bei Verbindungen mit hoher Bandbreite und hoher Verzögerung.
Das Filter-Feld im Netzwerkanalyse-Entwicklerwerkzeug merkt sich die Eingabe nun über Sitzungen hinweg.
Aufgrund aktueller Änderungen, wie Chrome Benutzerdaten unter Windows verschlüsselt, kann Firefox Passwörter und Zahlungsmethoden nicht länger direkt aus Chrome importieren. Deswegen steht diese Option nicht länger zur Verfügung. Passwörter können jedoch weiterhin aus Chrome in eine CSV-Datei exportiert und diese anschließend in Firefox importiert werden.
In Folge der bevorstehenden Abschaltung von Fakespot steht der sogenannte „Review Checker“ ab dem 10. Juni nicht länger zur Verfügung. Da es sich hierbei um ein bislang nicht flächendeckend ausgerolltes Feature handelt, welches außerdem für die deutschsprachige Amazon-Website standardmäßig deaktiviert war (und keine anderen deutschsprachigen Shops unterstützt werden), dürften hiervon nur wenige Leser dieses Blogs betroffen sein.
Die SearchEngines-Unternehmensrichtlinie zur Verwaltung der standardmäßig verfügbaren Suchmaschinen funktioniert nun in allen Firefox-Versionen und nicht länger nur in Firefox ESR.
Verbesserungen der Webplattform und für Erweiterungs-Entwickler
Als erster Browserhersteller aktiviert Mozilla die Unterstützung für die Temporal API zum besseren Umgang mit Datums- und Zeitangaben.
Firefox unterstützt jetzt das hidden=until-found-Attribut, um Inhalte über die Browsersuche finden zu können, die standardmäßig ausgeblendet sind. Genauso lassen sich jetzt auch geschlossene <details>-Elemente durchsuchen und bei einem Treffer über die Browsersuche automatisch ausklappen.
Verbesserungen gab es auch unter der Haube, welche die Webkompatibilität mit anderen Browsern verbessern.
Firefox 139 unterstützt die WebExtension-Methode chrome.management.setEnabled, um andere Erweiterungen zu aktivieren respektive zu deaktivieren. Allerdings ist diese Unterstützung exklusiv für Erweiterungen, welche über eine Unternehmensrichtlinie installiert worden sind.
Außerdem neu ist die Unterstützung einer neuen WebExtension-API, um mit den Tab-Gruppen von Firefox zu interagieren.
Für Erweiterungs-Entwickler gibt es mit extensions.webextensions.prefer-update-over-install-for-existing-addon eine neue versteckte Option, um den Update-Ablauf anstelle des Ablaufes für eine Neuinstallation auszuführen, wenn eine lokale Erweiterung über about:addons installiert wird.
Weitere Verbesserungen der Webplattform und für Erweiterungsentwickler lassen sich wie immer in den MDN Web Docs nachlesen.
Die neue Version von Mozillas Browser beschleunigt HTTP/3-Verbindungen, kann deutlich flexibler den Hintergrund von neuen Tabs tapezieren, übersetzt automatisch Seiten von Erweiterungen und…
Die neue Version von Mozillas Browser beschleunigt HTTP/3-Verbindungen, kann deutlich flexibler den Hintergrund von neuen Tabs tapezieren, übersetzt automatisch Seiten von Erweiterungen und…
Nach einer kurzen Verzögerung durch einen späten Fehlerbericht ist Linux 6.15 offiziell erschienen. Ein Feature musste in letzter Minute deaktiviert werden. Trotzdem bringt die neue Version zahlreiche Verbesserungen im Speicher-, Datei- und Sicherheitssystem mit. Im Fokus stehen Optimierungen für Container, effizientere Speicherverwaltung und Inline-Verschlüsselung. Auch das Dateisystem Bcachefs wurde stark erweitert. Btrfs, Ext4 und F2FS […]
Stefan Wiehler hat einen Kernel-Treiber entwickelt, über den sich alte Telefone mit Wählscheibe unter Linux als Eingabegerät verwenden lassen. Notwendig ist dafür eine kleine Elektronikschaltung.
Seit vielen Jahren verwende ich Let’s Encrypt-Zertifikate für meine Webserver. Zum Ausstellen der Zertifikate habe ich in den Anfangszeiten das Kommando certbot genutzt. Weil die Installation dieses Python-Scripts aber oft Probleme bereitete, bin ich schon vor vielen Jahren auf das Shell-Script acme.sh umgestiegen (siehe https://github.com/acmesh-official/acme.sh).
Kürzlich bin ich auf einen Sonderfall gestoßen, bei dem acme.sh nicht auf Anhieb funktioniert. Die Kurzfassung: Ich verwende Apache als Proxy für eine REST-API, die in einem Docker-Container läuft. Bei der Zertifikatausstellung/-erneuerung ist Apache (der auf dem Rechner auch als regulärer Webserver läuft) im Weg; die REST-API liefert wiederum keine statischen Dateien aus. Die Domain-Verifizierung scheitert. Abhilfe schafft eine etwas umständliche Apache-Konfiguration.
Ausgangspunkt
Ausgangspunkt ist also ein »gewöhnlicher« Apache-Webserver. Dieser soll nun zusätzlich eine REST-API ausliefern, die in einem Docker-Container läuft (localhost:8880). Die erste Konfiguration sah ziemlich simpel aus:
Das Problem besteht darin, dass acme.sh zwar diverse Domain-Verifizierungsverfahren kennt, aber keines so richtig zu meiner Konfiguration passt:
acme.sh ... --webroot scheitert, weil die API eine reine API ist und keine statischen Dateien ausliefert.
acme.sh ... --standalone scheitert, weil der bereits laufende Webserver Port 80 blockiert.
acme.sh ... --apache scheitert mit could not resolve api.example.com.well-known.
Die Lösung
Die Lösung besteht darin, die Apache-Proxy-Konfiguration dahingehend zu ändern, dass zusätzlich in einem Verzeichnis statische Dateien ausgeliefert werden dürfen. Dazu habe ich das neue Verzeichnis /var/www/acme-challenge eingerichtet:
Danach habe ich die Konfigurationsdatei für Apache umgebaut, so dass Anfragen an api.example.com/.well-known/acme-challenge mit statischen Dateien aus dem Verzeichnis /var/www/acme-challenge/.well-known/acme-challenge bedient werden:
# Apache-Konfiguration wie bisher
<VirtualHost *:443>
ServerName api.example.com
# SSL
SSLEngine on
SSLCertificateFile /etc/acme-letsencrypt/api.example.com.pem
SSLCertificateKeyFile /etc/acme-letsencrypt/api.example.com.key
# Proxy: localhost:8880 <-> api.example.com
ProxyPreserveHost On
ProxyPass / http://localhost:8880/
ProxyPassReverse / http://localhost:8880/
# Logging Konfiguration ...
</VirtualHost>
# geändert: HTTP auf HTTPS umleiten, aber nicht
# für well-known-Verzeichnis
<VirtualHost *:80>
ServerName api.example.com
# Handle ACME challenges locally
Alias /.well-known/acme-challenge /var/www/acme-challenge/.well-known/acme-challenge
<Directory /var/www/acme-challenge/.well-known/acme-challenge>
Require all granted
</Directory>
# Redirect everything EXCEPT ACME challenges to HTTPS
RewriteEngine On
RewriteCond %{REQUEST_URI} !^/.well-known/acme-challenge/
RewriteRule ^(.*)$ https://api.example.com$1 [R=301,L]
</VirtualHost>
Nach diesen Vorbereitungsarbeiten und mit systemctl reload apache2 gelingt nun endlich das Zertifikaterstellen und -erneuern mit dem --webroot-Verfahren. Dabei richtet acme.sh vorübergehend die Datei /var/www/acme-challenge/.well-known/acme-challenge/xxx ein und testet dann via HTTP (Port 80), ob die Datei gelesen werden kann.
Eine noch elegantere Lösung besteht darin, den Docker-Container mit Traefik zu kombinieren (siehe https://traefik.io/traefik/). Bei korrekter Konfiguration kümmert sich Traefik um alles, nicht nur um die Proxy-Funktionen sondern sogar um das Zertifikatsmanagment. Aber diese Lösung kommt nur in Frage, wenn auf dem Host nicht schon (wie in meinem Fall) ein Webserver läuft, der die Ports 80 und 443 blockiert.
Wir schreiben das Jahr 2025. Die Frage, ob man Linux-Server mit oder ohne Swap-Partition betreiben sollte, spaltet die Linux-Gemeinschaft in einer Weise, wie wir es seit dem Editor War nicht mehr gesehen haben…
So könnte ein spannender Film für Sysadmins anfangen, oder? Ich möchte aber keinen Streit vom Zaun brechen, sondern bin an euren Erfahrungen und Gedanken interessiert. Daher freue ich mich, wenn ihr euch die Zeit nehmt, folgende Fragen in den Kommentaren zu diesem Beitrag oder in einem eigenen Blogpost zu beantworten.
Stellt ihr Linux-Server mit Swap-Partition bereit und wie begründet ihr eure Entscheidung?
Hat euch die Swap-Partition bei sehr hoher Speicherlast schon mal die Haut bzw. Daten gerettet?
War der Server während des Swapping noch administrierbar? Falls ja, welche Hardware wurde für die Swap-Partition genutzt?
Eine kleine Mastodon-Umfrage lieferte bisher folgendes Bild:
Schaue ich mir meine eigenen Server an, so ergibt sich ein gemischtes Bild:
Debian mit LAMP-Stack und Containern: 16 GB RAM & kein Swap
RHEL-KVM-Hypervisor 1: 32 GB RAM & 4 GB Swap
RHEL-KVM-Hypervisor 2: 128 GB RAM & kein Swap
RHEL-Container-Host (VM): 4 GB RAM & 4 GB Swap
Bis auf den Container-Host handelt es sich um Bare-Metal-Server.
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass jemals einem dieser Systeme der Hauptspeicher ausgegangen ist oder der Swapspeicher genutzt worden wäre. Ich erinnere mich, zweimal Swapping auf Kunden-Servern beobachtet zu haben. Die Auswirkungen waren wie folgt.
Im ersten Fall kamen noch SCSI-Festplatten im RAID zum Einsatz. Die Leistung des Gesamtsystems verschlechterte sich durch das Swapping so stark, dass bereitgestellten Dienste praktisch nicht mehr verfügbar waren. Nutzer erhielten Zeitüberschreitungen ihrer Anfragen, Sitzungen brachen ab und das System war nicht mehr administrierbar. Am Ende wurde der Reset-Schalter gedrückt. Das Problem wurde schlussendlich durch eine Vergrößerung des Hauptspeichers gelöst.
Im zweiten Fall, an den ich mich erinnere, führte ein für die Nacht geplanter Task zu einem erhöhten Speicherverbrauch. Hier hat Swapping zunächst geholfen. Tasks liefen zwar länger, wurden aber erfolgreich beendet und verwendeter Hauptspeicher wurde anschließend wieder freigegeben. Hier entstand erst ein Problem, als der Speicherbedarf größer wurde und die Swap-Partition zu klein war. So kam es zum Auftritt des Out-of-Memory-Killer, der mit einer faszinierenden Genauigkeit immer genau den Prozess abgeräumt hat, den man als Sysadmin gern behalten hätte. Auch hier wurde das Problem letztendlich durch eine Erweiterung des Hauptspeichers gelöst.
Ich erinnere mich auch noch an die ein oder andere Anwendung mit einem Speicherleck. Hier hat vorhandener Swap-Speicher das Leid jedoch lediglich kurz verzögert. Das Problem wurde entweder durch einen Bugfix oder den Wechsel der Anwendung behoben.
Nun bin ich auf eure Antworten und Erfahrungsberichte gespannt.
Mit der für Oktober geplanten Version 25.10 wird Ubuntu auf den noch nicht veröffentlichten Linux-Kernel 6.17 setzen. Das bestätigte das Kernel-Team von Canonical offiziell. Die Entscheidung folgt dem neuen Kurs, stets den aktuellsten stabilen Kernel zur Veröffentlichungszeit zu integrieren. Früher wäre Ubuntu 25.10 wohl mit Linux 6.16 erschienen. Nun aber setzt Canonical auf 6.17, das […]