Das KDE Projekt hat Version 6.15 der KDE Frameworks veröffentlicht. Diese Sammlung umfasst über 70 Zusatzbibliotheken für Qt, die grundlegende Funktionen für KDE Anwendungen und den Plasma Desktop bereitstellen. Die neue Version verbessert die Barrierefreiheit sowie die Tastaturnavigation in den Systemeinstellungen. Ebenso wurde die Unterstützung für Sprachen mit Schreibrichtung von rechts nach links verbessert. Auch […]
Mit Plasma 6.4 setzt das KDE-Projekt seine Arbeit an einer modernen und leistungsfähigen Desktop-Umgebung fort. Die neue Version bringt zahlreiche Verbesserungen für das Wayland-Protokoll, trennt X11-spezifischen Code aus dem Fenstermanager KWin heraus und optimiert viele Details für ein runderes Nutzererlebnis. Ein Schwerpunkt liegt auf der technischen Weiterentwicklung. Durch die Trennung des X11-Codes wird die künftige […]
Der Messenger-Dienst WhatsApp führt erstmals Werbung in seiner App ein. Die Anzeigen erscheinen künftig im Bereich Aktuelles, der Statusmeldungen und abonnierte Kanäle zeigt. Der Schritt markiert einen bedeutenden Wandel, denn bislang war WhatsApp im Gegensatz zu Facebook und Instagram werbefrei. Meta versichert, dass persönliche Nachrichten, Anrufe und Statusmeldungen weiterhin durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt bleiben. Es würden […]
Das chinesische Startup MiniMax, bekannt vor allem durch seinen KI-Videogenerator Hailuo, hat nun mit MiniMax-M1 ein großes Sprachmodell unter der Apache-2-Lizenz veröffentlicht, das über ein…
Ubuntu 24.04 LTS bekommt eine kleine, aber wichtige Neuerung. Wer künftig die automatische Energiesparfunktion deaktiviert, sieht dabei eine neue Warnung. Diese informiert darüber, dass ohne automatisches Suspendieren der Energieverbrauch steigt. Hintergrund ist eine EU Richtlinie, die mehr Transparenz beim Stromverbrauch fordert. Ubuntu reagiert darauf mit einem Update des Einstellungsmenüs, genauer gesagt im Bereich Energie. Dort […]
Mit der Vorstellung von macOS Tahoe 26 kündigt Apple offiziell das Ende der Intel-Ära an. Es ist das letzte große Update für ausgewählte Macs mit Intel-Prozessor. Ab 2026 wird macOS 27 ausschließlich auf Apple-Silicon-Hardware laufen. Damit verliert ein ganzer Gerätejahrgang die Unterstützung für neue Systemversionen. Eine Zäsur, die vielen Nutzern die Tür zu Linux öffnen […]
Firefox wird standardmäßig mit mehreren Suchmaschinen ausgeliefert. Mit Perplexity hat Mozilla die Standard-Auswahl auf den Wunsch seiner Nutzer hin um eine KI-basierte Suchmaschine erweitert.
Firefox-Nutzer können praktisch jede beliebige Suchmaschine zu Firefox hinzufügen. Der Browser besitzt aber auch schon von Haus aus eine Auswahl an Suchmaschinen, die sofort zur Verfügung stehen, ohne dass der Nutzer manuelle Schritte unternehmen muss.
Nachdem sich Firefox-Nutzer schon eine Weile Perplexity als Such-Option in Firefox gewünscht hatten, hat Mozilla nun damit begonnen, die erst Ende 2022 gegründete Suchmaschine Perplexity standardmäßig als Suchoption in Firefox anzubieten. Die zunächst experimentelle Integration gilt vorerst nur für Nutzer in Deutschland, den USA sowie Großbritannien und wird für 25 Prozent der Nutzer von Firefox 139 und höher ausgerollt.
Perplexity unterscheidet sich von traditionellen Suchmaschinen dadurch, dass man nicht seitenweise Listen als Ergebnis erhält, sondern KI-basierte Antworten in natürlicher Sprache.
Der Fakespot Deep Fake Detector ist eine Firefox-Erweiterung von Mozilla, welche es dem Nutzer ermöglichen soll, mutmaßliche KI-Inhalte von Inhalten zu unterscheiden, die von echten Menschen geschaffen wurden. Nun wurde die Einstellung der Erweiterung bekannt gegeben.
Die Ende des vergangenen Jahres veröffentlichte Firefox-Erweiterung Fakespot Deep Fake Detector versucht, mit Hilfe Künstlicher Intelligenz zu erkennen, welche Website-Inhalte von einer KI erzeugt worden sind und was das Werk echter Menschen ist. Es handelt sich dabei um eine Browser-Erweiterung für Firefox, welche es erlaubt, markierten Text dahingehend zu analysieren. Alternativ kann Text auch ohne Browser-Erweiterung auf der dazugehörigen Website eingegeben werden.
Für eine bessere Zuverlässigkeit verlässt sich Mozilla dabei nicht auf ein einzelnes Modell. Mit ApolloDFT, Binocular, UAR sowie ZipPy kommen gleich vier Modelle mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen zum Einsatz, die auch beschrieben werden. Wenn es Unstimmigkeiten in der Bewertung gibt, erfährt der Nutzer, welches Modell zu welchem Ergebnis kam. Bei allen diesen Modellen handelt es sich um Open Source-Modelle, wobei ApolloDFT ein eigenes Modell von Fakespot ist.
Nun hat Mozilla bekannt gegeben, die Erweiterung am 26. Juni 2025 einzustellen. Diese Einstellung kommt erwartungsgemäß, nachdem Mozilla vor kurzem die Einstellung seines Dienstes Fakespot angekündigt hat, deren Team auch den Fakespot Deep Fake Detector entwickelte. Mit gerade einmal knapp über 3.300 aktiven Nutzern war die Erweiterung auch nicht sehr verbreitet.
Die neue Version von Rocky Linux ist ab sofort verfügbar. Sie richtet sich erneut an Nutzer, die eine freie Alternative zu Red Hat Enterprise Linux suchen. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt die Unterstützung für RISC-V. Auch die Netzwerkverwaltung wurde überarbeitet und integriert nun den DHCP-Client direkt in NetworkManager. Grafische Fernzugriffe nutzen nun standardmäßig das RDP-Protokoll. […]
Die dänische Regierung plant einen tiefgreifenden Wandel in ihrer digitalen Infrastruktur. Wie Digitalministerin Caroline Stage Olsen mitteilte, wird der Einsatz von Microsoft-Produkten in Behörden schrittweise beendet. Windows soll durch Linux ersetzt werden, Office 365 weicht LibreOffice. Die Umstellung beginnt bereits im Sommer. Bis zum Herbst sollen alle betroffenen Mitarbeiter mit den neuen Programmen arbeiten. Richtig […]
Mit der kommenden Version 25.10, Codename Questing Quokka, wird Ubuntu den Wechsel auf Wayland in der GNOME Sitzung endgültig vollziehen. Die bisher wählbare Xorg Variante im Login-Bildschirm entfällt. Damit folgt Ubuntu dem Entwicklungsplan von GNOME und seiner eigenen langfristigen Strategie. GNOME wird ab Version 49 keine Xorg Sitzungen mehr unterstützen. Ubuntu möchte mit dem frühzeitigen […]
Das Ende von Windows 10 rückt näher. Am 14. Oktober endet der Support. Danach gibt es keine Sicherheitsupdates mehr für Privatanwender. Die Linux Community nutzt diesen Moment. Sie wirbt offen um Umsteiger. Besonders aktiv zeigt sich das KDE Projekt mit einer neuen Kampagne. Auf seiner Webseite lädt KDE jetzt „Windows 10 Exilanten“ ein. Die Botschaft: […]
Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Mit dem Enterprise Policy Generator 6.5 ist nun ein großes Update mit Unterstützung für viele zusätzliche Unternehmensrichtlinien erschienen.
Die Enterprise Policy Engine erlaubt es Administratoren, Firefox über eine Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert.
Der Enterprise Policy Generator hilft bei der Zusammenstellung der sogenannten Enterprise Policies, sodass kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig ist und sich Administratoren die gewünschten Enterprise Policies einfach zusammenklicken können.
Neuerungen vom Enterprise Policy Generator 6.5
Der Enterprise Policy Generator 6.5 bringt eine erweiterte Unterstützung von Unternehmensrichtlinien.
Die Containers-Richtlinie kann genutzt werden, um den anfänglichen Satz von Tab-Umgebungen festzulegen.
Die AllowFileSelectionDialogs-Richtlinie erlaubt das Deaktivieren von Dateiauswahldialogen.
Mittels DisableEncryptedClientHello-Richtlinie kann die Verwendung der TLS-Funktion Encrypted Client Hello (ECH) deaktiviert werden.
Die Fallback-Option wurde zur DNSOverHTTPS-Richtlinie hinzugefügt, um festzulegen, ob Firefox den Standard-DNS-Resolver verwenden soll, wenn es ein Problem mit dem sicheren DNS-Anbieter gibt.
Über die HttpAllowlist-Richtlinie können Websites konfiguriert werden, die nicht automatisch auf HTTPS umgestellt werden sollen.
Die HttpsOnlyMode-Richtlinie ermöglicht die Konfiguration des Nur-HTTPS-Modus.
Mit der PostQuantumKeyAgreementEnabled-Richtlinie kann der Post-Quanten-Schlüsselaustausch für TLS aktiviert oder deaktiviert werden.
Die TranslateEnabled-Richtlinie erlaubt das Aktivieren oder Deaktivieren der lokalen Übersetzungsfunktion von Firefox.
Die PrivateBrowsingModeAvailability-Richtlinie kann verwendet werden, um die Verfügbarkeit von privaten Fenstern festzulegen. Die Richtlinie kann nicht zusammen mit der DisablePrivateBrowsing-Richtlinie verwendet werden, beide Richtlinien schließen sich gegenseitig aus.
Zur UserMessaging-Richtlinie wurde die FirefoxLabs-Option hinzugefügt, um den Abschnitt „Firefox Labs“ in den Firefox-Einstellungen zu aktivieren oder zu deaktivieren.
Es wurde die Unterstützung für die MicrosoftEntraSSO-Richtlinie hinzugefügt, um Single Sign-On für Microsoft Entra-Konten zu ermöglichen.
Die Preferences-Richtlinie wurde um die Unterstützung der Optionen identity.fxaccounts.toolbar.* und security.block_fileuri_script_with_wrong_mime erweitert.
Die ExtensionSettings-Richtlinie unterstützt jetzt auch die private_browsing-Option, um zu konfigurieren, ob eine Erweiterung in privaten Fenstern aktiviert werden soll.
Die SearchEngines-Richtlinie steht nicht länger ausschließlich für Firefox ESR zur Verfügung.
Über die DisabledCiphers-Richtlinie können weitere kryptographische Chiffren deaktiviert werden.
Die Unterstützung der WhatsNew-Option wurde aus der UserMessaging-Richtlinie und auch aus bestehenden Konfigurationen entfernt.
Im Beschreibungstext der Certificates|Install-Richtlinie wurde die falsche Umgebungsvariable für Windows in der Beschreibung korrigiert.
Die Formulierung für die Richtlinien AutofillAddressEnabled und AutofillCreditCardEnabled wurde verbessert.
Ebenfalls aktualisiert wurde die russische Übersetzung der Erweiterung.
Ausblick
Mit diesem Update unterstützt der Enterprise Policy Generator nun fast alle von Firefox unterstützten Unternehmensrichtlinien. Mit dem Enterprise Policy Generator 6.6 wird als Nächstes ein Update erscheinen, welches die Unterstützung für die ContentAnalysis-Richtlinie ergänzen und die Unterstützung für die DisablePocket-Richtlinie entfernen wird. Außerdem wird das Update kleinere Verbesserungen unter der Haube bringen.
Der Enterprise Policy Generator 6.6 wird die letzte Version sein, welche in Firefox 115 genutzt werden kann. Mindestanforderung für den Enterprise Policy Generator 7.0 wird Firefox 128 sein.
Entwicklung unterstützen
Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.
Am zehnten Juli endet planmäßig der Support für Ubuntu 24.10. Danach gibt es keine Sicherheitsupdates oder Fehlerbehebungen mehr. Wer das System weiter nutzt, bleibt ohne Schutz vor bekannten Schwachstellen. Canonical empfiehlt dringend ein Upgrade auf Ubuntu 25.04. Die neue Version trägt den Namen Plucky Puffin und wird noch bis Januar 2026 unterstützt. Danach folgt Ubuntu […]
Mozilla hat Firefox 139.0.4 für Windows, macOS und Linux veröffentlicht. Firefox 139.0.2 und Firefox 139.0.3 wurden für diese Plattformen übersprungen, da diese Versionsnummern Android-Updates vorbehalten waren.
Firefox 139.0.4 behebt zwei Sicherheitslücken. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update daher für alle Nutzer empfohlen.
Darüber hinaus behebt Firefox 139.0.4 ein Problem, welches auf Windows und macOS unter bestimmten Umständen zu einem Einfrieren des Browsers führen konnte.
Ein Problem bei der Auswahl von Dropdown-Optionen in den Firefox-Einstellungen wurde behoben, wenn diese über die Suche ausgewählt worden sind.
Behoben wurden außerdem Probleme mit der Textauswahl über einen Dreifachklick.
Unter Windows wurden Bilder, die als Hintergrundbild gespeichert worden sind, nicht länger mit einem Dateinamen gespeichert.
Ebenfalls nur unter Windows konnten Benachrichtigungen in einer Nicht-Standard-Konfiguration in der falschen Bildschirmecke angezeigt werden.
Wenn Ports aus Sicherheitsgründen blockiert werden müssen, ist dies nun aus der Ferne ohne Verteilung eines Firefox-Updates möglich.
Eine mögliche Absturzursache beim Besuch von Websites, welche JSON-Module nutzen, wurde behoben.
Das Problem, dass keine Anbieter für DNS over HTTPS in den Einstellungen zur Verfügung stehen, wenn die Aktualisierung der Anbieter fehlschlägt, wurde behoben.
Außerdem gab es noch Korrekturen für zwei zukünftige Experimente, zum einen für die Anzeige eines QR-Codes auf der Firefox-Startseite zum Download des Android- / iOS-Browsers, zum anderen für die Anzeige einer Infoleiste bezüglich der Nutzungsbedingungen von Firefox.
Orbit by Mozilla ist eine Firefox-Erweiterung von Mozilla, welche den Browser um einen KI-Assistenten erweitert, der Texte und Videos zusammenfassen kann und dabei die Privatsphäre der Nutzer respektiert. Nun wurde die Einstellung der experimentellen Erweiterung bekannt gegeben. Einen Ersatz gibt es nativ in Firefox.
Die Ende des vergangenen Jahres veröffentlichte Firefox-Erweiterung Orbit by Mozilla legt standardmäßig ein grafisches Element über alle Websites, welches aber auch an eine beliebige andere Stelle gezogen werden kann. Fährt man mit der Maus über das Element, hat man die Optionen, sich den Inhalt der aktuellen Seite zusammenfassen zu lassen oder einen Chatbot zum Inhalt zu befragen. Nun hat Mozilla bekannt gegeben, die experimentelle Erweiterung, deren Website auch Stand heute noch eine sichtbare Beta-Kennzeichnung besitzt, am 26. Juni 2025 einzustellen.
Eine Alternative befindet sich aber bereits in Firefox. So besitzt Firefox eine Chatbot-Integration, welche standardmäßig Google Gemini, ChatGPT, HuggingChat, Anthropic Claude sowie Le Chat Mistral zur Auswahl stellt. Aber auch weitere Chatbots wie Microsoft Copilot können aktiviert werden.
Über die Firefox-Sidebar können beliebige Fragen gestellt werden. Es gibt aber auch von Haus aus vorgefertigte „Prompts“, welche über das Kontextmenü erreicht werden können, inklusive der Option, sich den Inhalt der Website zusammenfassen zu lassen – also genau das, was Orbit macht. Und wie Orbit funktioniert auch die in Firefox nativ integrierte Funktion für PDF-Dateien und die Transkriptionen von Videos.
Mozilla arbeitet aktuell daran, die Funktion zum Zusammenfassen mehr in den Vordergrund zu rücken. So bekommt die Chatbot-Sidebar eine prominent sichtbare Schaltfläche zum Zusammenfassen, das Kontextmenü wird überarbeitet und auch über die Tabs zugänglich gemacht.
Wenn Sie meinen vorigen Blogbeitrag über Hetzner-Cloud-Benchmarks gelesen haben, ist Ihnen vielleicht aufgefallen, dass ich Alma Linux 10 in einer Hetzner-Cloud-Instanz ausgeführt habe, um dort Geekbench-Tests auszuführen. Das war nicht so einfach: Hetzner bietet Alma Linux 10 noch nicht als Installations-Image an. (Update 3.7.2025: mittlerweile schon, sowohl AlmaLinux 10 als auch Rocky Linux 10)
Also habe ich eine neue Instanz zuerst mit Alma Linux 9 eingerichtet und danach mit Elevate ein Update auf Version 10 durchgeführt. Das ist erstaunlich unkompliziert gelungen, obwohl Version-10-Updates eigentlich noch im Beta-Test sind.
Update 10.7.2025: Version-10-Updates werden jetzt offiziell unterstützt (Quelle)
Was ist LEAPP, was ist Elevate?
RHEL und alle Klone durchlaufen über reguläre Updates alle Minor-Releases. Wenn Sie also Alma Linux 9.0 installiert haben, erhalten Sie durch die regelmäßige Installation von Updates nach und nach die Versionen 9.1, 9.2 usw. Ein Update auf die nächste Major-Version ist aber nicht vorgesehen.
Mit LEAPP hat Red Hat ein Framework geschaffen, um Major-Version-Updates für RHEL durchzuführen. LEAPP wurde sehr allgemeingültig konzipiert und kümmert sich um Pre-Upgrade-Kontrollen, Paketabhängigkeiten, den Workflow zwischen verschiedenen Stadien des Upgrades usw.
Elevate ist eine Community-Erweiterung zu LEAPP, die über das eigentliche Upgrade hinaus in manchen Fällen auch einen Wechsel der Paketquellen zwischen Alma Linux, CentOS, Oracle Linux und RockyLinux durchführen kann. Sie können mit Elevate beispielsweise zuerst von CentOS 7 zu RockyLinux 8 migrieren und dann weiter zu Rocky Linux 9 upgraden.
Mögliche Migrationspfade für »Elevate« (Stand: Juni 2026, Bildquelle: https://wiki.almalinux.org/elevate/ELevate-quickstart-guide.html)
Vorbereitungsarbeiten
Bevor Sie Elevate anwenden, müssen Sie ein vollständiges Backup durchführen und Ihren Rechner bzw. Ihre virtuelle Maschine neu starten:
dnf update
reboot
Danach richten Sie eine Paketquelle für Elevate ein und installieren das für Sie relevante Upgrade-Modul (für das Beispiel in diesem Artikel mit der Zieldistribution Alma Linux also leapp-data-almalinux).
dnf install -y http://repo.almalinux.org/elevate/elevate-release-latest-el$(rpm --eval %rhel).noarch.rpm
# für AlmaLinux
dnf install leapp-upgrade leapp-data-almalinux
# alternativ für Rocky Linux (etc.)
dnf install leapp-upgrade leapp-data-rocky
Als nächstes folgt ein Test, ob das gewünschte Upgrade (plus gegebenenfalls eine Migration zu einer anderen Distribution, hier nicht relevant) überhaupt möglich ist:
leapp preupgrade
leapp preupgrade erzeugt zwei Dateien: Einen umfassenden Bericht, der alle möglichen Probleme aufzählt, und eine answer-Datei, in die Sie gegebenenfalls Optionen eintragen müssen (z.B. mit leapp answer --section check_vdo.confirm=True). In meinem Fall — Upgrade einer Minimalinstallation von Alma Linux 9 auf 10, hat leapp preupgrade auf die folgenden Probleme hingewiesen, aber keine answer-Einträge verlangt.
High: veraltete Netzwerkkonfiguration in /etc/sysconfig/network-scripts
High: unbekannte Systemdateien (»Aktoren«)
High: unbekannte Pakete (hc-utils)
Medium: Berkeley DB (libdb) ist installiert, wird in RHEL 10 nicht mehr unterstützt
Low: unbekannten Paket-Repositories
cat /var/log/leapp/leapp-report.txt
Risk Factor: high (inhibitor)
Title: Legacy network configuration found
Summary: Network configuration files in legacy "ifcfg" format are present ...
- /etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-eth0
Related links:
- How to migrate the connection from ifcfg to NetworkManager keyfile plugin?:
https://access.redhat.com/solutions/7083803
- nmcli(1) manual, describes "connection migrate" sub-command.:
https://networkmanager.dev/docs/api/latest/nmcli.html
...
Remediation: [hint] Convert the configuration into NetworkManager native "keyfile" format.
----------------------------------------
Risk Factor: high
Title: Detected custom leapp actors or files.
Summary: We have detected installed custom actors or files on the system.
These can be provided e.g. by third party vendors ... This is allowed
and appreciated. However Red Hat is not responsible for any issues caused
by these custom leapp actors ...
The list of custom leapp actors and files:
- /usr/share/leapp-repository/repositories/system_upgrade/\
common/files/distro/almalinux/rpm-gpg/10/RPM-GPG-KEY-AlmaLinux-10
- /usr/share/leapp-repository/repositories/system_upgrade/\
common/files/rpm-gpg/10/RPM-GPG-KEY-AlmaLinux-10
...
Den vollständigen Report können Sie sich hier durchlesen.
Migration der Netzwerkkonfiguration
Wirklich kritisch war aus meiner Sicht nur die Netzwerkkonfiguration; die restlichen Hinweise und Empfehlungen habe ich ignoriert. Das Paket hc-utils (Hetzner Cloud Utilities) ist nur für Funktionen relevant, die in meinem Fall ohnedies nicht genutzt werden (siehe hier).
Auch die veraltete Netzwerkkonfiguration stammt vom Hetzner-Image für Alma Linux 9. Eine Umstellung auf eine *.nmconnection-Datei für den NetworkManager gelingt erstaunlich unkompliziert mit einem einzigen Kommando:
Mit einem weiteren Reboot habe ich sichergestellt, dass die Umstellung auch funktioniert.
Das Upgrade
leapp upgrade initiiert nun das Upgrade auf Alma Linux 10. Dabei werden seitenweise Logging-Ausgaben produziert (siehe den kompletten Output mit ca. 3150 Zeilen):
leapp upgrade
==> Processing phase `configuration_phase` ...
==> Processing phase `FactsCollection` ...
...
==> Processing phase `TargetTransactionFactsCollection`
Create custom repofile containing information about
repositories found in target OS installation ISO, if used.
Initializes a directory to be populated as a minimal environment
to run binaries from the target system.
AlmaLinux 10.0 - BaseOS 5.9 MB/s | 2.8 MB 00:00
AlmaLinux 10.0 - AppStream 11 MB/s | 5.6 MB 00:00
AlmaLinux 10.0 - CRB 5.0 MB/s | 2.2 MB 00:00
AlmaLinux 10.0 - HighAvailability 161 kB/s | 69 kB 00:00
AlmaLinux 10.0 - Extras 28 kB/s | 12 kB 00:00
AlmaLinux 10.0 - SAP 8.3 kB/s | 3.5 kB 00:00
AlmaLinux 10.0 - SAPHANA 35 kB/s | 15 kB 00:00
AlmaLinux 10.0 - RT 2.8 MB/s | 1.1 MB 00:00
AlmaLinux 10.0 - NFV 2.8 MB/s | 1.1 MB 00:00
Dependencies resolved.
...
Transaction Summary: Install 153 Packages
...
Complete!
==> Processing phase `TargetTransactionCheck`
...
Transaction Summary
Install 63 Packages
Upgrade 389 Packages
Remove 18 Packages
Downgrade 3 Packages
Transaction test succeeded.
Complete!
====> add_upgrade_boot_entry
Add new boot entry for Leapp provided initramfs.
A reboot is required to continue. Please reboot your system.
Debug output written to /var/log/leapp/leapp-upgrade.log
============================================================
REPORT OVERVIEW
============================================================
HIGH and MEDIUM severity reports:
1. Packages not signed by Red Hat found on the system
2. Detected custom leapp actors or files.
3. Berkeley DB (libdb) has been detected on your system
Reports summary:
Errors: 0
Inhibitors: 0
HIGH severity reports: 2
MEDIUM severity reports: 1
LOW severity reports: 2
INFO severity reports: 1
Before continuing, review the full report below for details about discovered
problems and possible remediation instructions:
A report has been generated at /var/log/leapp/leapp-report.txt
A report has been generated at /var/log/leapp/leapp-report.json
============================================================
END OF REPORT OVERVIEW
============================================================
Answerfile has been generated at /var/log/leapp/answerfile
Reboot the system to continue with the upgrade. This might take a while
depending on the system configuration.
Make sure you have console access to view the actual upgrade process.
Jetzt wird es unheimlich: Mit reboot starten Sie die nächste Phase des Upgrade-Prozesses, der im Blindflug erfolgt. Der Rechner bzw. die virtuelle Maschine wird während dieser Phase noch einmal neu gestartet. Wenn Sie nicht vor dem Rechner sitzen, sehen Sie weder, was passiert, noch haben Sie über eine SSH-Verbindung die Möglichkeit, einzugreifen.
reboot
Wenn alles gut geht, können Sie sich nach ein paar Minuten wieder einloggen. Bei mir hat es funktioniert:
Ich habe mit diesem Experiment erreicht, was ich haben wollte: eine funktionierende, minimale Alma-Linux-10-Installation in einer im Internet erreichbaren virtuellen Maschine. Ich kann damit experimentieren. Vermutlich wird Hetzner in ein paar Wochen Alma Linux 10 als reguläres Cloud-Installations-Image anbieten. Dann werde ich diese Installation vermutlich wieder abschalten.
In der Vergangenheit habe ich Elevate auch schon auf lokale virtuelle Maschinen mit (nicht besonders wichtigen) Testumgebungen angewendet, ebenfalls zu meiner Zufriedenheit.
Aber ich würde mich niemals trauen, für ein produktiv wichtiges System auf diese Weise ein Upgrade oder womöglich eine Migration auf eine andere Distribution durchzuführen — und schon gar nicht, wenn ich keinen physischen Zugriff auf die Installation habe. Es kann dabei so viel schief gehen! Es ist unklar, ob danach überhaupt eine Reparatur möglich ist, und wenn ja, wie lange diese dauern würde.
Vergessen Sie zuletzt nicht, dass das Upgrade von Alma Linux 9 auf Version 10 aktuell noch im Beta-Test ist. Bei meinem Minimalsystem hat es funktioniert, aber das ist keine Garantie, dass das bei Ihnen auch klappt!
Kurz und gut: Die Kombination aus LEAPP und Elevate bietet eine großartige Möglichkeit, Major Upgrades für RHEL und seine Klone durchzuführen. Das ist ideal für Entwicklungs- und Testsysteme. Aber wie bei jedem Linux-Distributions-Upgrade kann dabei viel schief gehen. Der sichere Weg für produktiv wichtige Installationen ist immer eine Neuinstallation! Sie können dann in aller Ruhe sämtliche Funktionen testen, zum Schluss die Daten migrieren und mit minimaler Downtime eine Umstellung durchführen.
Die nächste Version von Linux Mint steht in den Startlöchern. Mint 22.2 mit dem Codenamen Zara bringt eine besondere Neuerung. Eine eigene Anwendung namens Fingwit ermöglicht endlich Fingerabdruckerkennung. Mit Fingwit lässt sich der Rechner nicht nur entsperren. Auch der Sperrbildschirm, Sudo-Befehle und Adminrechte reagieren auf den Finger. Die App erkennt sogar automatisch, wann lieber das […]
Die zwei günstigsten Angebote in der Hetzner-Cloud sind Instanzen mit zwei CPU-Cores, 4 GB RAM und 40 GB Diskspace: Einmal mit virtuellen ARM-CPU-Cores (»CAX11«), einmal mit virtuellen x86-Cores (»CX22«). Der Preis ist identisch: 3,95 EUR/Monat inkl. USt (für D) plus ein Aufpreis von 0,50 EUR/Monat für eine IPv4-Adresse. Die naheliegende Frage ist: Welches Angebot gibt mehr Rechenleistung? Dieser Frage bin ich an einem verregneten Pfingstsonntag auf den Grund gegangen.
Ein »virtueller CPU-Core« heißt in diesem Zusammenhang, dass auf einem Server mehrere/viele virtuelle Maschinen laufen. Je nach Auslastung kann es sein, dass die für eine virtuelle Maschine vorgesehen CPU-Cores nicht vollständig verfügbar sind. Es gibt auch virtuelle Maschinen mit dezidierten Cores, die immer zur Verfügung stehen — aber die sind natürlich teurer.
Auswahl verschiedener Cloud-Instanzen
Testbedingungen
Für meine Tests habe ich zwei Cloud-Instanzen mit Alma Linux 9 eingerichtet, einmal mit zwei ARM-CPU-Cores (CAX11), einmal mit zwei x86-CPU-Cores (CX11). Außer tar und Geekbench habe ich keine weitere Software installiert. /proc/cpuinfo lieferte die folgenden Ergebnisse:
cat /proc/cpuinfo # CAX11 / ARM (Ampere)
processor : 0
BogoMIPS : 50.00
Features : fp asimd evtstrm aes pmull sha1 sha2 crc32 atomics fphp asimdhp cpuid asimdrdm lrcpc dcpop asimddp
CPU implementer : 0x41
CPU architecture: 8
CPU variant : 0x3
CPU part : 0xd0c
CPU revision : 1
processor : 1
...
Geekbench-Ergebnisse
In beiden virtuellen Maschinen habe ich mit wget Geekbench heruntergeladen, mit tar xzf ausgepackt und dann dreimal ausgeführt. Die Ergebnisse:
CX11 / x86 / Alma Linux 9
Single Multi Core
------ -----------
698 1203
692 1207
642 1205
--------------------------
CAX11 / ARM / Alma Linux 9
Single Multi Core
------ -----------
1082 1979
1084 1982
1079 1965
Zuletzt wollte ich noch wissen, ob Alma Linux 10 bei gleicher Hardware mehr Speed liefert (schnellerer Kernel, bessere Optimierung/Kompilierung der Programme etc.). Diese Tests habe ich nur auf der ARM-Instanz durchgeführt.
CAX11 / ARM / Alma Linux 10
Single Multi Core
------ -----------
1078 1971
1069 1963
1077 1974
Zusammenfassung: Bei meinen Tests boten die CAX11-Instanzen bei gleichen Kosten fast 50% mehr Leistung. Alma Linux 9 versus 10 ergibt dagegen keinen messbaren Unterschied.
PS: Geekbench ist noch nicht im IPv6-Zeitalter angekommen. Ist ja auch wirklich eine ganz neue Technologie … Wenn Sie selbst Tests durchführen wollen, müssen Sie die Instanz mit einer IPv4-Adresse konfigurieren. Weder gelingt der Download (das lässt sich umgehen), noch kann ./geekbench6 danach die Ergebnisse hochladen.
Einschränkungen
Bitte überbewerten Sie die Ergebnisse nicht! Die Hetzner-Cloud-Seite gibt keinerlei Informationen darüber, auf welchem Server bzw. auf welcher CPU Ihre virtuellen Maschinen laufen werden. Hetzner hat mehrere Rechenzentren mit unzähligen Server, mit Glück oder Pech landet Ihre virtuelle Maschine auf einem anderen, besser oder schlechter ausgestatteten Server. Das hier präsentierte Ergebnis ist nur eine Momentaufnahme, kein professionell über Wochen durchgeführter Test!
Es erscheint mir unwahrscheinlich, dass zum Testzeitpunkt (Sonntag nachmittag) die Cloud-Server besonders stark ausgelastet waren, aber es ist natürlich denkbar, dass das Ergebnis durch die Aktivität anderer virtueller Maschinen beeinflusst wurde.
Geekbench ist definitiv nicht das Maß der Dinge für Server-Benchmarks. Aber Geekbench lässt sich leicht installieren und ausführen, außerdem sind die Ergebnisse mit Desktop-Hardware vergleichbar. Sagen wir so: Um die CPU-Performance zu vergleichen, sind die Tests aus meiner Sicht gut genug.
Zu guter Letzt habe ich ausschließlich die billigsten Cloud-Angebote verglichen (die bei meinen Anwendungen aber oft ausreichen). Es gibt viele weitere Varianten, z.B. »CPX11« (2 AMD-Cores, nur 2 GB RAM, 40 GB Disk).
Kurz und gut: Dieser Test besagt NICHT, dass ARM immer mehr Leistung als x86 bietet. Zum Zeitpunkt meiner Tests und bei den von mir gewählten Randbedingungen erscheint es aber so, also würden Sie bei preisgünstige Cloud-Instanzen mit ARM-CPUs aktuell mehr Leistung bekommen als bei Instanzen zum gleichen Preis mit x86-Hardware.
LibreOffice erhält mit Version 25.2.4 ein neues Update. Die Entwickler beheben 52 Fehler in der freien Bürosuite. Damit soll die Stabilität weiter verbessert werden. Die neue Version folgt rund fünf Wochen nach dem letzten Update. Nutzer berichten von weniger Abstürzen und spürbar flüssigerem Arbeiten. Wer bereits Version 25.2 nutzt, sollte bald aktualisieren. LibreOffice 25.2 erschien […]
Die mobile Version von Ubuntu bekommt ein neues Update. Die Community rund um die UBports Foundation hat OTA 9 veröffentlicht. Die neue Version basiert auf Ubuntu 20.04 LTS. Besonders erfreulich ist die verbesserte VoLTE Unterstützung. Auf mehreren Volla Geräten funktioniert die Telefonie über LTE nun direkt. Auf anderen Geräten bleibt sie jedoch experimentell. Auch Waydroid […]