Mecklenburg‑Vorpommern stärkt seine digitale Unabhängigkeit und führt eine landesweite Kollaborationsplattform auf Basis von Nextcloud ein. Das Projekt soll langfristig zehntausende Beschäftigte erreichen und die Kontrolle über zentrale IT‑Strukturen sichern. Die neue Lösung wird vollständig durch die DVZ M‑V GmbH betrieben. Das Land nutzt eigene Server und behält damit die Hoheit über Daten und Abläufe. Die […]
Digitale Souveränität wird derzeit überall als überstrapazierte Worthülse im Mund geführt. Bleibt zu hoffen, dass zwei Vorstöße der EU und der UN ihren Versprechen Taten folgen lassen.
Euro-Office, ein Fork von ONLYOFFICE, wurde unter der Ägide von Branchengrößen wie Ionos und Nextcloud zu einer freien, souveränen und transparenten Office-Lösung für Unternehmen und…
Euro Office steht kurz vor dem offiziellen Start und erscheint am 9. Juni als stabile Version. Das Projekt soll Europas Abhängigkeit von großen US Diensten verringern. Nextcloud und IONOS treiben die Entwicklung gemeinsam voran. Beide wollen eine verlässliche Office Lösung bieten, die sich gut in bestehende Plattformen einfügt. Die Suite wird direkt in Nextcloud Hub […]
Das bayerische Staatsministerium für Digitales will einen souveränen Arbeitsplatz mit “Alternativen zu proprietärer Arbeitsplatzsoftware” einführen, sprich ohne Microsoft Office.
Die deutsche Regierung stärkt die Open‑Source‑Landschaft mit einer deutlichen Geste durch eine dicke Finanzspritze. Die Sovereign Tech Agency investiert 1,3 Millionen Euro in KDE Plasma und setzt damit ein klares Signal für digitale Unabhängigkeit in Europa. Die Nachricht sorgt in der Linux‑Community für spürbare Aufbruchstimmung. KDE profitiert bereits seit Jahren von wachsender Aufmerksamkeit. Nun folgt der nächste […]
Die EU Kommission versucht erneut, eine eigene Cloudlandschaft zu formen. Nach einem Bericht von Security Insider soll ein neues Programm nun zeigen, dass Europa mehr kann als große Worte. Vier frisch vergebene Verträge markieren den Beginn eines Projekts, das echte digitale Unabhängigkeit schaffen soll. Im Zentrum steht ein europäischer Standard für Datensouveränität. Die meisten beteiligten […]
Red Hat will mit der Infrastrukturplattform Red Hat Sovereign Cloud Unternehmen helfen, die geopolitischen Veränderungen und sich neue regulatorische Rahmenbedingungen wie das EU-KI-Gesetz, die…
Einer Umfrage von Red Hat unter jeweils 100 IT-Entscheidungsträgern aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und den Niederlanden zufolge, besteht eine deutliche Lücke zwischen…
Frankreich richtet seine digitale Strategie neu aus und macht Linux zum zentralen Bestandteil staatlicher IT Arbeitsplätze. Die nationale Digitalbehörde DINUM bestätigt in einer offiziellen Mitteilung, dass Windows schrittweise durch Linux Systeme ersetzt wird. Dieser Schritt ist Teil eines größeren Plans, der die Abhängigkeit von nicht europäischen Technologien deutlich verringern soll. Die Regierung fordert alle Ministerien […]
Können die USA die EU von US-amerikanischen Tech-Konzernen abschneiden? Diese Frage treibt die Franzosen um und beschleunigt die Entwicklung europäischer Lösungen.
Der Begriff »Digitale Souveränität« ist mittlerweile inflationär. Die verpflichtende Nutzung von ODF für die gesamte Verwaltung ab 2027 könnte ihn mit etwas Leben füllen.
Red Hat veröffentlichte beim Red Hat Summit Connect in Darmstadt die Ergebnisse einer neuen Untersuchung zur Frage nach der IT-Strategie ihres Unternehmens für die nächsten 18 Monate.
Immer mehr europäische Staaten ziehen Konsequenzen aus der Abhängigkeit von US-amerikanischen IT-Diensten. Nach Dänemark und Deutschland hat nun auch Österreich reagiert. Das Bundesheer hat im September alle seine 16.000 Arbeitsplätze von Microsoft Office auf LibreOffice umgestellt. Damit folgt das österreichische Militär einem wachsenden Trend hin zu offenen, souveränen Lösungen im öffentlichen Sektor. Die Entscheidung fiel […]
Der deutsche Cloud Anbieter Nextcloud hat erstmals einen Digital Sovereignty Index vorgestellt. Das Unternehmen entwickelt freie und quelloffene Software für den Betrieb einer privaten Cloud. Ziel der Erhebung ist es, den Stand der digitalen Selbstbestimmung in verschiedenen Ländern messbar zu machen. Unter digitaler Souveränität versteht man die Fähigkeit, wichtige digitale Dienste selbst zu betreiben. Dies […]
Das Unternehmen Nextcloud hat in über 50 Ländern die Nutzung von beliebten selbst gehosteten Softwarelösungen auf mehr als 7,2 Millionen Servern untersucht.
GitHub hat einen Report in Auftrag gegeben, um ein Konzept für einen EU Sovereign Tech Fund zu entwerfen, das sich am Modell der deutschen Sovereign Tech Agency orientiert.
Digitale Souveränität ist seit Jahren eine gern verwendete Worthülse unserer Politiker. Meist findet die Umsetzung dann nur halbherzig oder gar nicht statt.
Mit Open-Source-Governance meint die KGSt die Gesamtheit aller methodischen, konzeptionellen, organisatorischen und technischen Regelungen und Vorgaben, welche den Einsatz von OSS [Open-Source-Software – Anm. d. Red.] und Offenen Standards in der Verwaltung stärken.
An den durch die KGSt beschriebenen Wesensmerkmalen einer Open-Source-Governance wird einmal mehr deutlich, dass Kooperation zum Kern der Gelingensbedingungen für Digitale Souveränität gehört. So wie Kooperation zu Open-Source-Software gehört und zum Open-Source-Ökosystem insgesamt. Nur gemeinsam kann es einer Kommune mit ihren verschiedenen Ämtern gelingen, die Governance ihrer ohnehin eingesetzten Open-Source-Software zu organisieren. Der Governance-Bericht beschreibt Rahmenbedingungen und skizziert das Handwerkszeug zum gezielten Umgang mit Open-Source-Software in der praktischen Verwaltungsorganisation.
Zentrale Prozesse und Managementfelder einer OS-Governance (CC-BY-SA 4.0 KGSt)
Die Stadt Dortmund ist mit ihrer Koordinierungsstelle Digitale Souveränität und Open Source sehr gut vorbereitet, um eine Open-Source-Governance kooperativ organisieren zu können und damit gemeinsam stärker im digitalen Raum zu werden. Relevant ist die Open-Source-Governance auch für die derzeit in Entwicklung befindliche Open-Source-Strategie der Stadt Dortmund, die einen kommunalen Weg zu mehr Herstellerunabhängigkeit und Selbstbestimmung aufzeigen soll.
Do-FOSS freut sich erneut an der Berichtsarbeit der KGSt in gutem Austausch mitgewirkt zu haben. Besonders schön ist, dass auch dieser Bericht im Sinne des Open-Source-Gedankens unter einer Creative Commons-Lizenz erschienen ist (CC-BY-SA 4.0). Geteiltes Wissen soll sich mehren.
Neue Chancen für Digitale Souveränität
In ihrer Pressemitteilung zum Bericht sieht die KGSt mit einer Open-Source-Governance neue Chancen für die notwendige Digitiale Souveränität.
Digitale Souveränität wird für Kommunen zunehmend unverzichtbar. Die Nutzung von Open-Source-Software (OSS) in der Verwaltung kann nicht nur Innovationen fördern, sondern auch die Abhängigkeit von proprietären Technologien reduzieren und die Sicherheit erhöhen. Darüber hinaus bietet der Einsatz von OSS vielfältige Nachnutzungsmöglichkeiten. Die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) hat einen neuen Bericht veröffentlicht, der Kommunen auf ihrem Weg zu mehr Unabhängigkeit unterstützt und aufzeigt, welche Prozesse, Rollen und Strukturen es dafür braucht.
Aus Sicht von Do-FOSS sind die organisatorischen Voraussetzungen für neue Impulse zur Stärkung Digitaler Souveränität so gut wie nie. Eine Open-Source-Governance könnte durch eine kommunale Open-Source-Strategie der Stadt Dortmund betrachtet werden, die in Zusammenarbeit mit der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) und dem Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) für andere Kommunen aufbereitet multipliziert werden könnte. Dadurch könnte unsere digitale Infrastruktur bundesweit wesentliche Modernisierungsimpulse erhalten und unsere Kommunen voneinander profitieren.
Kommunales Open-Source-Board
Was mit den Städten Berlin, München und Dortmund als Open Source Big 3 unter Moderation der KGSt für eine übergeordnete Arbeitsstruktur initialisiert wurde und schnell als Open Source Big X geöffnet wurde, soll sich nun als Kommunales Open Source Board professionalisieren und lokale Arbeitsbeiträge zusammenführen. Es braucht einen zentralen Anlaufpunkt für Kommunen zum Thema Open Source und Möglichkeiten dort Netzwerkstrukturen zu intensivieren. In Zusammenarbeit mit dem ZenDiS könnte ein hochwertiges Organisationsmodell für ein breites ausrollen einer Open-Source-Governance entwickelt werden.
Dokumente zum Herunterladen
Der Bericht der KGSt Open Source in Kommunen – Aufbau einer Open-Source-Governance kann hier und die dazugehörige Pressemitteilung kann hier heruntergeladen werden.
Soweit im gesetzlichen Rahmen möglich verzichtet der Autor auf alle Urheber- und damit verwandten Rechte an diesem Werk.
Es kann beliebig genutzt, kopiert, verändert und veröffentlicht werden.
Für weitere Informationen zur Lizenz, siehe hier.