Debian 12 »Bookworm«: Bitte derzeit keine Upgrades!
Die Debian Entwickler warnen derzeit vor Updates bei Debian 12. Grund ist eine Regression im Kernel 6.1.64-1, die unter Umständen zu Datenverlust führen kann.
Die Debian Entwickler warnen derzeit vor Updates bei Debian 12. Grund ist eine Regression im Kernel 6.1.64-1, die unter Umständen zu Datenverlust führen kann.
Der Einsatz der Bluetooth-Technologie gehört heute für viele Menschen zum Alltag. Ein Softwareingenieur hat darin Schwachstellen entdeckt, durch die sich auf anfälligen Systemen Tastatureingaben einschleusen lassen. Betroffen sind verschiedene Versionen von macOS, iOS und Linux sowie Android-Versionen der letzten elf Jahre.
Schwachstellen in der UEFI-Implementierung vieler unabhängiger BIOS-Anbieter ermöglichen schwer zu entdeckende und zu entfernende Angriffsvektoren auf vielen Rechnern.
Die vor allem als Grundlage für Container beliebte schlanke Distribution Alpine Linux aktualisiert in ihrer neuen Version 3.19 vor allem die enthaltene Software.
Das openSUSE-Projekt sucht für sich selbst und einige seiner Distributionen neue Logos. Noch bis zum 12.
Vor Systemabstürzen ist auch Linux nicht gefeilt. Die sogenannte „Kernel Panic“ trägt für unerfahrenen Nutzer kaum zur Fehlerlösung bei. Für Abhilfe sorgt nun ein „Blue Screen of Death“, kurz BSOD, und zieht als Teil von systemd unter Linux ein – komplettiert um konkrete Fehlermeldungen und QR-Code mit Link zu Hilfeseiten.
Schüler auf der ganzen Welt erfahren mehr über die Geschichte von "Ada & Zangemann - Ein Märchen über Software, Skateboards und Himbeereis": Es ist ermutigend zu sehen und mit zu erleben, wie neue Genartionen sich inspirieren lassen und selbst das programmieren anfangen, noch dazu wenn sie dann Zangemann aufgrund seines Verhaltens anschreiben. Nachfolgend findet ihr eine persönliche Nachricht unseres Präsidenten Matthias Kirschner an unsere Leser.
2023 war ein belebtes Jahr bei der FSFE. Neben unserer allgemeinen Förderung für Softwarefreiheit haben wir EU-Regulatoren geholfen, Freie Software für ihre Arbeit am Cyber Resilience Act, der Product Liability, dem Interoperable Europe und dem AI Act besser zu verstehen. Wir haben im Digital Markets Act weiter das Thema der Geräteneutralität verfolgt, die Umsetzung der Routerfreiheit überwacht und sichergestellt, dass die öffentliche Verwaltung ihre Versprechen zu "Public Money? Public Code!" einhält. Wir unterstützten Freie-Software-Beitragende, indem wir Fragen beantworten und Werkzeuge bereitstellen, um den rechtlichen Verpflichtungen besser nachzukommen.
In diesem Jahr, sowie in den zwei Jahrzehnten davor, gibt es Zeiten, in denen es trotz harter mit unserem Team Rückschläge gibt. Regulierer, die (auch 2023!) noch nicht verstehen, wie Freie Software funktioniert; Unternehmen, die immer wieder versuchen, Softwarefreiheit für ihren eigenen Nutzen zu beschränken, trotz des Schadens, den sie dadurch der Gesellschaft anrichten; oder Menschen in der Freie Software-Gemeinschaft, die gegeneinander arbeiten, anstatt sich auf unsere gemeinsamen Ziele zu konzentrieren.
Das nächste Jahr arbeite ich 20 Jahre für die Free Software Foundation Europe. Am 10. Dezember 2003 habe ich mich in die Diskussions-Mailingliste der FSFE eingetragen; 2004 habe ich als ersten Praktikanten bei der FSFE angefangen; dann habe ich mich ein paar Jahre ehrenamtlich engagiert; und seit 2009 bin ich fest angestellt.
Bei der FSFE habe ich das Privileg, mit vielen Ehrenamtlichen und Kollegen zu arbeiten, die sich gegenseitig motivieren, unsere Arbeit fortzusetzen, auch in Situationen, in denen andere eventuell aufgeben würden. Wir erinnern uns gegenseitig daran, warum wir diese Arbeit machen, und warum es für die Gesellschaft wichtig ist, sie trotz oft harten Widerstandes fortzusetzen.
Eine dieser Erinnerungsmomente, wenn ich E-Mails und Briefe über das Buch "Ada & Zangemann – Ein Märchen über Software, Skateboards und Himbeereis” erhalte: E-Mails von Eltern, die mir von ihrer Tochter erzählten, die nach dem Lesen des Buches zu programmieren anfangen will; süße Postkarten von Kindern, die mit mir ihre Gedanken über das Buch teilen; oder eine E-Mail mit Bildern aus einem Krankenhaus im Nahen Osten, die einige der Bücher bekamen und uns davon berichteten, wie sehr die Kinder das Lesen des Buches genossen haben (wie ein Charakter im Buch, haben viele von ihnen 3D gedruckte Arme oder Beine).
Im Juni erhielten wir Briefe, von Schülern des “English International College” in Marbella (Spanien). Ihre Lehrkraft, Kaye Fogarty, las das Buch zusammen mit ihren 8- und 9-jährigen Schülern und konzentrierte sich auf "den Zugang zum Internet auf globaler Ebene und wie die Ungleichheit des Zugangs in bestimmten Teilen der Welt die Menschen dort in Bezug auf Bildung und Zukunftschancen enorm benachteiligt". Die Schüler teilten dann ihre Gedanken zum Buch durch Briefe an Zangemann, den Antagonisten des Buches. Wir haben die Erlaubnis, diese Briefe mit dir zu teilen und du kannst auch besser verstehen, warum das so ein motivierender Moment für mich war.
Wenn ich all diese Briefe und E-Mails lese, bin ich sicher, dass es viele junge Menschen gibt, denen Softwarefreiheit wichtig ist. Während sich viele in unserer Bewegung seit 40 Jahren hart für Softwarefreiheit einsetzen, bin ich zuversichtlich, dass es neue Generationen, klug und voller Tatendrang gibt, die die Zügel in die Hand nehmen werden und die Technologie nutzen werden, um ihre Zukunft aktiv mitzugestalten. Ich habe das starke Gefühl, dass sie unsere Bewegung für die Herausforderungen, die in den nächsten 40 Jahren auf die Menschheit zukommen, weiterführen und stärken werden.
Vielen Dank für deine Unterstützung!
Matthias Kirschner, President FSFE
PS: Hier die Rückmeldung, die ich von der Schule erhielt: "Ein wunderbar unterhaltsame Lektüre mit einer bestärkenden Botschaft für jüngere Generationen, die unsere Welt und die Art, wie wir darin leben, prägen wird." Kaye Fogarty, The English International College, Marbella
Die Distribution für Sicherheitsexperten und Pentester steht für drei weitere Plattformen beziehungsweise Systeme bereit, nutzt auf Wunsch das aktuelle Gnome 45 und bietet mehrere neue Werkzeuge.
Mit Plasma 5.27.10 wurde das Bugfix-Release für Dezember veröffentlicht. Der Wallpaper-Wettbewerb für Plasma 6 hat derweil sechs Finalisten gekürt.
Im vergangenen Monat startete die YH4F 2024, der Deutsche Bundestag erhielt unseren Offenen Brief zu Upcycling Android, wir deckten auf, dass der ambitionierte Ansatz für den Interoperable Europe Act verwässert wurde, wir feierten Belgiens Verpflichtung zur Routerfreiheit, und es gab noch viele weitere spannende Neuigkeiten.
Inhaltsverzeichnis
Landen wir in deinem Spam?
Es kann passieren, dass dieser Newsletter ist in deinem Spam-Ordner landet, aber eigentlich möchtest du auf keinen Fall die neuesten Nachrichten über Freie Software in Europa verpassen?
Füge unsere Adresse newsletter@fsfe.org zu deinen Kontakten hinzu, damit das nicht mehr passiert!
Nach zwei erfolgreichen Ausgaben startet nun die Anmeldephase für die dritte Runde von Youth Hacking 4 Freedom, dem Programmierwettbewerb für junge Menschen aus Europa. Die Eröffnungsveranstaltung findet am 7. Dezember statt. Auf die sechs Gewinner:innen der Ausgabe 2024 warten Geldpreise von insgesammt über 10.000€.
Hilf uns dabei, die Information zu verbreiten und die zukünftigen Generationen der Free-Software-Hacker:innen einzubeziehen! Finde mehr Infos auf der YH4F website.
Unser Offener Brief zu Upcycling Android, unterzeichnet von mehr als 3000 Einzelpersonen und 147 Organisationen, wurde der Vorsitzenden des Digitalausschusses im Deutschen Bundestag am 14. November durch eine Abordnung der FSFE übergeben.
Erfahre mehr über Upcycling Android, und darüber was in dem offenen Brief gefordert wird!
“So viele Geräte landen schon nach zwei oder drei Jahren auf dem Schrottplatz. Dabei sind die Geräte noch in Ordnung und sie könnten mit neuer Software langlebig gestaltet werden. Vor allem mit Freier Software können wir ihnen ein neues Leben einhauchen. Es wäre ein echter Nachhaltigkeitseffekt, wenn wir das Recht hätten, auf jedem Gerät jede Software zu installieren. Deswegen ist diese Initiative absolut unterstützenswert.”
— Tabea Rößner, Vorsitzende des Digitalausschusses im Deutschen Bundestag, bei Überreichung des Offenen Briefs
Vor einigen Wochen trafen sich europäische Entscheider:innen, um sich auf den abschliessenden Text des Interoperable Europe Act (IEA, Gesetz für ein Interoperables Europa) zu verständigen. Der Text ist jedoch problematisch in der Wortwahl und enthält verwirrend formulierte Kriterien, was die Bevorzugung von Freier Software bei der Entwicklung interoperabler Lösungen betrifft. Insgesamt wurde so aus einer sehr ambitionierten Initiative wieder einmal ein mehrdeutig und problematisch formulierter Gesetzestext.
Die Bedenken beziehen sich insbesondere auf mehrere Textpassagen in (Art4(5a)). Darüberhinaus wurde die Möglichkeit der Mitwirkung für andere Interessengruppen, insbesondere im Ausschuss, aus dem endgültigen Text gestrichen, so dass nun die Ausschussvorsitzende allein darüber entscheidet, ob ein Experte als Beobachter in den Ausschuss berufen wird. Lies unseren Artikel um die Bedenken der FSFE besser zu verstehen.
Die belgische Regulierungsbehörde für Telekommunikation (BIPT) hat offiziell und landesweit für alle Netzwerktypen, einschliesslich Glasfaser (FTTx), das Recht auf Routerfreiheit eingeführt.
Die FSFE feiert diesen Meilenstein ganz besonders wegen der wichtigen Rolle die die Gemeinschaft dabei gespielt hat. Wir möchten uns vor allem beim FSFE Benelux Team bedanken, das proaktiv die Kommunikation mit der Regulierungsbehörde verfolgt und unterstützt hat, sowie bei unseren Partnern in Italien, die uns dabei geholfen haben, der Regulierungsbehörde kurzfristig die verlangten zusätzlichen Informationen über die Zertfizierungsprozesse für Router-Interoperabilität in Italien zur Verfügung zu stellen.
Gemeinsam mit 226 Organisationen und über 36.000 Einzelpersonen fordern wir europäische Politiker:innen dazu auf, das Prinzip “Public Money? Public Code!” europaweit juristisch zu verankern.
Die nächsten Monate sind besonders wichtig um diesem Ziel näherzukommen: im Juni werden die Bürger:innen Europas ein neues EU-Parlament mit vielen neuen Mitgliedern wählen. Wir müssen mit ihnen in Kontakt treten, da sie in den kommenden Jahren einen positiven Einfluss auf die Softwarefreiheit nehmen könnten.
Es ist deine Unterstützung, die es uns ermöglicht, unsere tägliche Arbeit für Freie Software in Europa weiterzuführen. Wir wissen, dass die Zeiten für viele hart sind, aber mit einer Spende kannst du dafür sorgen, dass wir uns auch weiterhin für Software-Freiheit in Europa einsetzen. Dabei haben wir ein klares Ziel: wo auch immer öffentliches Geld für Software ausgegeben wird, muss der Programmcode ebenfalls öffentlich sein! Und vergiss nicht, den PMPC Open Letter zu teilen!
Dank der unschätzbaren Beiträge unserer grossartigen Freiwilligen gibt es das Video „Was ist Freie Software“ jetzt auch auf Esperanto! Wir arbeiten weiter daran, es in noch mehr Sprachen zu übersetzen! Bitte teile das Video – in einer der verfügbaren Sprachen – mit deinen Freund:innen und Verwandten! Hilf uns dabei, ein besseres und breiteres Verständnis dafür zu schaffen, welche wesentliche Rolle Freie Software in unserer Gesellschaft spielt.
“Ada und Zangemann – Ein Märchen über Software, Skateboards und Himbeereis” ist jetzt auch auf Französisch erhältlich! Wie die englische, deutsche und italienische Ausgabe ist auch die französische Übersetzung ein wundervolles Weihnachtsgeschenk für Kinder und Erwachsene.
Auf dieser Seite kannst du das Buch kaufen, sowie die Rezensionen und die Briefe an Zangemann lesen!
“Freie Software ist eine wichtige Grundlage für die Softwareentwicklung beim DLR. […] Freie Software hilft uns dabei, schnell neue Dinge auszuprobieren, da wir sie nicht von Grund auf neu entwickeln müssen. Neben diesen eher effizienzbezogenen Aspekten erleichtert die Veröffentlichung von Freier Software im Forschungsbereich den Wissensaustausch innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft und zwischen verschiedenen Forschungsgemeinschaften. Auf diese Weise kann Freie Software ein Innovationsmotor für die Forschung sein.”
— Tobias Schlauch – Softwareingenieur beim DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)
Wir freuen uns, von dir zu hören. Wenn du Gedanken, Bilder oder Neuigkeiten mit uns teilen möchtest, sende sie uns bitte an newsletter@fsfe.org. Du kannst uns auch mit einer Spende unterstützen, zu unserer Arbeit beitragen und dich an unserer lokalen Gruppen beteiligen. Wir möchten unserer Gemeinschaft und allen Ehrenamtlichen, Unterstützer:innen und Spender:innen danken, die unsere Arbeit ermöglichen, mit einer besonderen Erwähnung unserer Übersetzer:innen, die es dir ermöglichen, diesen Newsletter in deiner Muttersprache zu lesen.
Deine Herausgeber, Ana und Tommi
Mozilla hat 2022 annähernd 600 Millionen US-Dollar eingenommen. Die Einnahmen durch Suchmaschinen sanken, während eigene Dienste zulegten.
Mit Opsi verwalten Administratoren die Geräte im Netzwerk und spielen automatisiert Software auf. Nach rund zwei Jahren Arbeit liegt jetzt die Version 4.3 vor.
Das Wartungs-Release 8.2 beseitigt viele lang bestehende Fehler und aktualisiert Hauptkomponenten wie Libraw und ExifTool. Die Windows-Version ist nach langer Zeit wieder nativ.
Linus Torvalds hat Linux 6.7-rc4 freigegeben. Die Veröffentlichung von Linux 6.7 könnte noch in diesem Jahr erfolgen, wenn Torvalds dazu die Feiertage nutzt.
Weiter geht es mit der Artikelserie "Host it yourself". Diesmal geht es um die Organisation des Community-Projekts