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Gelöst: Intel e1000e „Detected Hardware Unit Hang“

21. September 2026 um 05:00

Dieser Post umfasst eine kurze Problembeschreibung und verweist auf die Lösung, die ich dazu im Internet gefunden und implementiert habe.

Er dient mir als Dokumentation und ich freue mich, wenn er euch ebenfalls hilft, wenn ihr von dem gleichen Problem betroffen seid.

Problembeschreibung

Ein Server mit einer Intel-Netzwerkkarte, welche den Treiber e1000e nutzt, verliert plötzlich die Netzwerkanbindung. Im Protokoll des Servers finden sich dazu wiederholt folgende Meldungen:

kernel: e1000e 0000:00:1f.6 eno1: Detected Hardware Unit Hang:

Remote-Verbindungen werden unterbrochen und es ist nur noch ein Zugriff über eine lokale Konsole möglich. Das kann unpraktisch sein, wenn sich der Server in einem hunderte Kilometer entfernten Standort befindet.

Lösung

Die Lösung habe ich bei der Internetrecherche im Blog von Ruhani Rabin gefunden: https://rabin.blog/fix-intel-e1000e-detected-hardware-unit-hang-on-proxmox/#solution-summary-proxmox-intel-e1000e-hardware-unit-hang-fix

Ruhani hat eine systemd.unit erstellt, welche die problematischen Funktionen des Treibers deaktiviert. Zusätzlich wird ein Watchdog eingerichtet, welcher helfen soll, das Problem bei erneutem Auftreten selbst zu lösen.

Bitte schaut in Ruhanis Blog-Artikel für alle Details zur Lösung. Er hat diese wirklich gut beschrieben.

Ich dokumentiere in den folgenden Code-Blöcken lediglich die systemd.units, die ich auf meinem Host implementiert habe:

# /etc/systemd/system/disable-nic-offload-eno1.service

[Unit]
Description=Disable NIC offloading for Intel e1000e interface eno1
After=network-pre.target
Wants=network-pre.target

[Service]
Type=oneshot
ExecStart=/sbin/ethtool -K eno1 gso off gro off tso off tx off rx off rxvlan off txvlan off sg off
RemainAfterExit=yes

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Und der Watchdog:

# /etc/systemd/system/e1000e-eno1-watchdog.timer
[Unit]
Description=Run e1000e eno1 watchdog every 2 minutes

[Timer]
OnBootSec=2min
OnUnitActiveSec=2min
AccuracySec=30s
Unit=e1000e-eno1-watchdog.service

[Install]
WantedBy=timers.target

# /etc/systemd/system/e1000e-eno1-watchdog.service
[Unit]
Description=Watch for Intel e1000e hardware hangs and reset eno1
After=network-online.target

[Service]
Type=oneshot
ExecStart=/usr/local/sbin/e1000e-eno1-watchdog

Watchdog-Skript:

#!/usr/bin/env bash
set -u
set -o pipefail

IFACE="eno1"
LOOKBACK="5 minutes ago"
LOCK="/run/e1000e-${IFACE}-watchdog.lock"
STAMP="/run/e1000e-${IFACE}-last-reset"
MIN_RESET_INTERVAL_SECONDS=600

exec 9>"$LOCK"
flock -n 9 || exit 0

if ! journalctl -k --since "$LOOKBACK" --no-pager \
  | grep -Eqi "e1000e .*${IFACE}: Detected Hardware Unit Hang|Detected Hardware Unit Hang"; then
  exit 0
fi

now="$(date +%s)"
last=0
[ -f "$STAMP" ] && last="$(cat "$STAMP" 2>/dev/null || echo 0)"

if [ $((now - last)) -lt "$MIN_RESET_INTERVAL_SECONDS" ]; then
  logger -t e1000e-watchdog "hardware hang detected on ${IFACE}, but reset suppressed by rate limit"
  exit 0
fi

logger -t e1000e-watchdog "hardware hang detected on ${IFACE}; resetting NIC"

if ! ip link set "$IFACE" down; then
  logger -t e1000e-watchdog "failed to bring ${IFACE} down; NIC reset incomplete"
  exit 1
fi

sleep 2

if ! ip link set "$IFACE" up; then
  logger -t e1000e-watchdog "failed to bring ${IFACE} up; NIC reset incomplete"
  exit 1
fi

# Re-apply the offload mitigation after link reset, just in case.
ethtool -K "$IFACE" gso off gro off tso off tx off rx off rxvlan off txvlan off sg off 2>/dev/null || \
  logger -t e1000e-watchdog "warning: unable to re-apply offload mitigation on ${IFACE}"

date +%s >"$STAMP"

logger -t e1000e-watchdog "NIC reset completed for ${IFACE}"

Bugtracker

Laut des KI-Agenten meines geringsten Misstrauens ist das Problem in folgenden Trackern dokumentiert:

Zum Erscheinungsdatum dieses Beitrags befinden sich beide im Status ‚NEW‘.

Kernelteam räumt nach Intel Abgängen auf

Von: MK
09. März 2026 um 06:30

Der Personalumbau bei Intel aus 2025 macht sich deutlich bemerkbar. Die jüngsten Änderungen im Linux Kernel zeigen deutliche Spuren dieser Entwicklung. Mehrere langjährige Entwickler musstendas Unternehmen verlassen und hinterlassen wichtige Treiber ohne aktive Betreuung. Besonders betroffen sind Komponenten, die bisher stark von Intel Teams gepflegt wurden. Zu den auffälligsten Änderungen zählt der Verlust einer Maintainerin […]

Der Beitrag Kernelteam räumt nach Intel Abgängen auf erschien zuerst auf fosstopia.

Intel NPU Treiber erreicht openSUSE Ökosystem

Von: MK
10. Dezember 2025 um 07:00

Die openSUSE Innovator Initiative bringt frischen Schwung in die Hardwareunterstützung von openSUSE. Erstmals steht ein Paket für den Intel Neural Processing Unit Treiber bereit. Eine NPU dient der Beschleunigung von KI Berechnungen wie Bilderkennung und Sprachverarbeitung. Damit beginnt die Integration dieser Technologie in die openSUSE Welt. Die neuen Pakete sind aktuell experimentell und für mehrere […]

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Intel Pakete in Debian ohne Pflege: Folgen einer Umstrukturierung

Von: MK
07. Oktober 2025 um 06:00

Bei Intel zeigen sich derzeit deutliche Auswirkungen der jüngsten Konzernumbauten. Nach Entlassungen und dem Weggang mehrerer Entwickler stehen nun auch zahlreiche Softwarepakete des Unternehmens in Debian ohne aktive Betreuung da. Damit sind nicht nur Debian selbst, sondern auch Ubuntu und andere darauf basierende Systeme betroffen. Etwa ein Dutzend Intel Pakete wurden kürzlich offiziell als „verwaist“ […]

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[Lösung] Bildschirm flackert mit Ubuntu

04. Oktober 2024 um 15:17

Seit einiger Zeit haben bei mir Bildschirme von Ubuntu 24.04 LTS Systemen einen komischen Effekt. Sie flackern gelegentlich.
Zunächst hatte ich den Verdacht, dass Grafiktreiber, Interferenzen oder gar Schadsoftware dafür verantwortlich sind. Beides konnte sich nicht bestätigen, also muss das Problem ein anderes sein.

Die Lösung war nicht so einfach zu finden, aber zumindest die Ursache. Es ist der Kernel. Die Kernel Config wurde aktualisiert, siehe UBUNTU: [Config] enable Intel DMA remapping by default.
Dabei wurde CONFIG_INTEL_IOMMU_DEFAULT_ON gesetzt. Wie du direkt siehst, betrifft der Flackerfehler wohl nur Intel Systeme und nur ältere.

IOMMU steht für Input-Output Memory Management Unit und soll für zusätzliche Sicherheit bei Speicherzugriffen führen oder eben zu flackern, wie du sicher bemerkt hast, wenn du diesen Artikel liest.

flickering-ubuntu

Lösung - Ubuntu flackernden Bildschirm abschalten

Doch was ist die Lösung für das Problem. Ganz einfach, schalte die Funktion einfach wieder ab und du hast wieder klare Sicht. Via CMDLINE kannst du das direkt umsetzen, nach einem Neustart sollte alles wieder korrekt funktionieren.

#grub editieren
sudo nano /etc/default/grub

#intel_iommu=igfx_off hinzufügen
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash intel_iommu=igfx_off"
sudo update-grub

#reboot

Mit diesem Befehl schaltest du IOMMU für die Intel Grafikkarte (iGPU) ab und die Effekte gehören der Vergangenheit an.

ubuntu-flickering-cmdline

Wann Canonical mit einem offiziellen Fix für dieses Problem daherkommt, ist offen.
Du solltest mit dieser Lösung auf jeden Fall wieder normal arbeiten können.

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