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DMARC, SPF und DKIM werden am besten von Spammern erfüllt

31. März 2025 um 21:30

Kurz notiert, weil ich es ganz spannend finde: Wer kann am besten die Anti-Spam-Mechanismen wie DMARC, SPF und DKIM erfüllen? Genau, Spammer. Damit ist – auch im Lichte der unterschiedlichen Anstrengungen der großen Provider zur Durchsetzung der Einträge – die Spamerkennung anhand Überprüfung der Authentizität des Absenders hinfällig.

Hintergrund ist, dass das E-Mail-System eigentlich wie ein System von Briefkästen aufgebaut ist. Jemand schreibt eine E-Mail und wirft sie in einem „Briefkasten“, der das SMTP spricht, ein. Anschließend findet die E-Mail den Weg zum Ziel, wo sie entweder abgeholt (POP3) oder zwischengespeichert (IMAP) wird. In diesem gesamten Konzept ist der Absender eher informativ und allen Beteiligten ist eigentlich klar, dass dieser gefälscht werden kann.

Offene Briefkästen, in die alle etwas einwerfen können, werden auch als Open Relay bezeichnet und sind heutzutage verpönt. Die wenigsten E-Mail-Server nehmen E-Mails von Open Relays an, weil sie – zu Recht – als Spamschleudern gelten.

DMARC, SPF und DKIM sind aber nicht als Spamschutz gedacht, sondern als Mechanismus, um die Legitimität von Absendern zu beweisen. Es hindert Spammer nicht daran, eigene Domains aufzusetzen, von denen sie legitim E-Mails versenden können. Es hindert nur Spammer, die Spam im Namen eines Anderen versenden.

Die Wirksamkeit ist im Übrigen auch dann begrenzt, wenn in SPF oder DMARC die Regeln nicht streng definiert werden. Wenn die SPF-Regel ist, dass jeder Absender gültig ist, hilft die Regel inhaltlich nicht. Sie besagt nur, dass der Domainbetreiber das Spoofing-Risiko akzeptiert. Die großen Anbieter prüfen nämlich nur, ob ein solcher Eintrag präsent nicht, nicht, wie streng er definiert ist.

Und so werden wir weiterhin beobachten, dass es immer schwieriger wird, einen eigenen Mailserver erstmals zu betreiben, während die Spammer darin Profis sind und ihr Tagwerk verrichten können. Beides treibt einen in die Fänge der großen Anbieter: Einerseits, weil sie die Anforderungen umsetzen können und andererseits, weil ihre Spamfilter genügend auf Spaminhalten trainiert werden können, um wirksam unerwünschten Nachrichten vorzubeugen.

Proton Mail Desktop-App – auch für Linux verfügbar

Von:jdo
15. März 2024 um 05:34

Das Team hinter Proton Mail hat eine Desktop-App für Linux, macOS und Windows veröffentlicht. Benutzt Du eine E-Mail-Adresse von Proton, dann musst Du ab sofort keinen Webbrowser mehr benutzen, wenn Du das nicht möchtest. Du kannst Deine E-Mails nun mit der neuen Desktop-App empfangen, lesen und versenden. Mit der App bekommst Du auch den Zugriff auf den Kalender. Ich bin mir absolut sicher, dass die technisch versierten Leser dieses Blog Proton kennen. Das Unternehmen wurde von Leuten ins Leben gerufen, […]

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Schwere Sicherheitslücken in Exim4

30. September 2023 um 21:43

Wer Exim4 als Mailserver einsetzt, wie es zum Beispiel in Debian-basierten Linux-Distributionen der Standard ist, sollte sich zeitnah um Updates bemühen oder - wenn der Dienst nicht zwangsläufig benötigt ist (bei manchen läuft Exim unbewusst) - spätestens jetzt gänzlich abschalten. Es gibt zumindest eine schwere Remote-Code-Execution-Sicherheitslücke.

Bleeping Computer berichtete über die Lücke(n), denn es geht um bis zu 6 Schwachstellen unterschiedlicher Stärke. Die genauen Details sind zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht verfügbar, um Exploits nicht zu befördern. Es reicht allerdings unauthentifizierter Zugriff auf Port 25.

Der Fund geht auf die Zero Day Initiative von Trend Micro zurück. Sie hatte bereits im Juni letzten Jahres, also 2022, auf die Lücken aufmerksam gemacht. Besonders pikant: bis vor kurzem waren noch keine Patches verfügbar, zumal die schwerwiegende Lücke ZDI-23-1469 bereits Mitte der Woche veröffentlicht wurde.

Laut einer E-Mail der Entwickler ist ein bedeutenden Teil der Lücken bereits geschlossen und die Updates an die Distributoren verteilt. Dass die Lücke nicht schneller gefixt wurde, lag an Schwierigkeiten bei der Kommunikation. Bei Ubuntu wird die Lücke als CVE-2023-42115 geführt, hier sind noch keine Updates verfügbar.

Exim4-Admins sollten dies im Auge behalten und sofort reagieren. Mit ersten Exploits ist demnächst zu rechnen, wenn mehr über die Lücke bekannt wird. Der Mailserver ist weit verbreitet, es gibt laut Bleeping Computer mehrere Millionen Instanzen im Internet.

Wöchentlicher Google Analytics Report per Mail

03. September 2010 um 09:22

Ist euch Google Analytics zu überladen und ihr verliert schnell den Überblick über eure Daten. Dann könnte Metric Mail genau das richtige für euch sein. Dieser Service (natürlich noch Beta) schickt euch wöchentlich einen Analytics Report per Mail zu. Klar bei Google Analytics kann man sich auch Mails schicken lassen, ich finde den wöchentlichen Report von Metric Mail dennoch ganz nett, denn man muss keine Einstellungen vornehmen. Die Anmeldung geht schnell über den Google Account und die Wochenreporte im PDF Format sind auch sehr übersichtlich. Also einfach mal austesten, kostet ja Nichts.

metric mail

 

Update für Thunderbird Version 3.1.2

06. August 2010 um 11:16

Mozilla hat ein Stabilitätsupdate für den E-Mail-Client Thunderbird veröffentlicht.

Es handelt sich zwar um kein großes Update, die neue Version 3.1.2 ist aber dennoch Pflicht.

Im gleichen Zug kann man sich aber auch um seine Add-ons kümmern und diese auf den neusten Stand bringen. z.B Lightning der Thunderbird Kalender oder Adblock Plus

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