Teurer Shitstorm
Einem Urteil des Obersten Gerichtshofs Österreichs (Az. 6 Ob 210/23) zufolge, kann das Opfer eines Shitstorms einen beliebigen Teilnehmer für den vollen Schadenersatz in Anspruch nehmen.
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In einer zweiten Finanzierungsrunde hat das französische Startup Mistral jetzt über 600 Millionen Euro einsammeln können.
Dem Indeed Arbeitsmarkt Index zufolge, ist die Arbeitskräftenachfrage in Deutschland insgesamt rückläufig, darunter besonders in der IT.
DietPi 9.5 für den Monat Juni bringt neben vielen behobenen Fehlern zwei neue Images, ein neues Paket für den Gitea-Fork Forgejo und einige aktualisierte Pakete zu den Anwendern.
Firefox 127 bringt neue Funktionen wie das Schließen von Tabs bei doppelt geöffneten Webseiten und dem automatischen Start mit dem Betriebssystem unter Windows und schließt 22 Sicherheitslücken.
In der großen Mehrheit der deutschen Unternehmen bleiben Daten weiterhin ungenutzt.
Wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung berichtet, wollen die deutschen Banken und Sparkassen ihren Bezahldienst Giropay/Paydirekt aufgeben, der vor zehn Jahren als Alternative zu Paypal…
Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor der bevorstehenden Fußball-EM vor Fakeshops, die Fanartikel oder Tickets anbieten.
Die Open Source Business Alliance und die Open Logistics Foundation werden in Zukunft enger zusammenarbeiten. Dazu haben die beiden Organisationen kürzlich ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Die Kooperation soll den Einsatz von Open Source in den Bereichen Wirtschaft und Industrie fördern.
Leistungsfähige ARM-Notebooks mit guter Linux-Unterstützung sind quasi nicht existent. TUXEDO Computers will das ändern und zeigte auf der Computex einen Prototyp.
Das vielgehypte ChatGPT und andere generative KI-Anwendungen werden von fast zwei Dritteln aller Deutschen bisher nicht genutzt oder wurde höchstens einmal ausprobiert.
In der kommenden Versio Debian 13 “Trixie” wird Debian das /tmp-Verzeichnis auf der Festplatte durch tmpfs ersetzen, dass die temporären Files dann im wesentlich schnelleren RAM…
Das Bundesamt für Sicherheit der Informationstechnik (BSI) hat jetzt eine APT-Liste veröffentlicht, in der Angreifergruppen aufgeführt werden, die nicht finanziell motiviert sind, sondern…
Fedora 41 soll laut einem neuen Vorschlag mit einem Anaconda-Installer als native Wayland-Anwendung ausgeliefert werden. Diese Änderung ist bisher nicht genehmigt.
Der Call for Papers & Presentations für die 22. Kieler Open Source und Linux Tage ist eröffnet. Die Veranstaltung findet vom 19. – 21. September statt
Das Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die Studie „Prüfung von Manipulationsmöglichkeiten von Hardware in verteilten Fertigungsprozessen (PANDA)“ erstellen lassen.
Im Umgang mit freizugänglichen KI-Lösungen liegt ein großes Datenschutzrisiko in deutschen Unternehmen, zu dem Ergebnis kommt eine Umfrage der Shamundi Consulting in Zusammenarbeit mit der…
Die Penetrationstest-Distribution Kali Linux liegt in Version 2024.2 vor. Ein Update auf Gnome 46 zählt zu den Highlights.
Katharina Flisikowski | LinkedIn
(Foto © Chris Dohle)
Katharina (Katharina Flisikowski | LinkedIn], #GernePerDu), willkommen in Dortmund! Wir freuen uns sehr, dass du die Koordinierungsstelle Digitale Souveränität und Open Source antrittst. Danke, dass du zum Auftakt deines Stellenantritts für eine handvoll Fragen zur Verfügung stehst, um dich der Community vorzustellen. Die folgenden Fragen haben wir zusammen mit unseren Kooperationspartnern im Wissens- und Handlungsnetzwerk gesammelt, um dich näher kennenzulernen.
Ich bin Katharina Flisikowski und seit Kurzem im CIIO – Chief Information/Innovation Office der Stadt Dortmund für Digitale Souveränität und Open Source zuständig. Meinen Background habe ich in den Medien- und Sozialwissenschaften.
In der Vergangenheit habe ich im Projektmanagement gearbeitet sowie im Bereich Kommunikation und Transfer. Mehrere Jahre lang besetzte ich die Stabsstelle Qualität und Kommunikation eines interkulturellen Trägers der Sozialen Arbeit, wo ich viel über Organisationsstrukturen sowie die Optimierung von Prozessen gelernt habe.
Meine letzte Station war ein Leibniz-Projekt am Deutschen Bergbau-Museum Bochum. Dort entwickelte ich Konzepte für den Transfer von Wissen zwischen Forschung und Bürger*innen. Mit dem Ende des Projekts wollte ich mich weiterhin für einen offenen Zugang zu Wissen einsetzen. Passenderweise fiel das in die Zeit, in der die Stelle der Stadt Dortmund ausgeschrieben war – und hier bin ich nun!
Mich motiviert der Gedanke an eine starke, gleichberechtigte und selbstbestimmte Gesellschaft.
Aktuelle Entwicklungen, wie etwa Angriffe auf Infrastrukturen oder aber auch das Schüren von Ängsten durch Fake News und Verschwörungserzählungen, stellen dabei reale Gefährdungen dar, denen eine Demokratie wehrhaft begegnen muss.Daher ist es für uns unerlässlich, die Fragen zu stellen: Wie wird Wissen hergestellt und verbreitet? Wie transparent sind Strukturen? Haben wir als Gesellschaft die Handlungsfähigkeit, die wir brauchen, um uns sicher und stark im physischen und digitalen Raum zu bewegen? Und wie schaffen wir es, uns technologisch und gesellschaftlich weiter- und nicht zurückzuentwickeln?
Als ein Teil Digitaler Souveränität bietet Open Source hierbei einen Ansatz, der in eben diese Richtung geht: Durch das Teilen von Wissen (über den Code hinaus) entsteht eine Transparenz, die Vertrauen schafft. Der multiple Blick auf Lösungen gibt einerseits Sicherheit, andererseits macht er Innovation und somit Fortschritt möglich. So werden wir als Gesellschaft zur selbstbestimmten Gestalterin unserer Zukunft – was will man mehr!
Einen weiteren Aspekt, den ich an Open Source sehr schätze, ist der Community-Gedanke: Ich finde es erstrebenswert, gemeinsam an Lösungen zu wirken, anstatt im Alleingang oder gar in Rivalität zu tüfteln und dann doch das Rad immer wieder neu zu erfinden. Kooperation und Kollaboration bringen uns hier viel weiter.
Da ich selbst nicht aus Dortmund komme, nutzte ich die erste Zeit dafür, die Stadt und die Menschen, die sie ausmachen, kennenzulernen. Dazu gehört auch, die Entwicklungen der Stadt Dortmund im Hinblick auf Digitale Souveränität zu betrachten, schließlich gibt es schon einige Ansätze und politische Beschlüsse in diese Richtung.
Als Nächstes geht es darum, aus dieser Bestandsaufnahme einen Fahrplan zu entwickeln. Hier freue ich mich darauf, in den Austausch mit einzelnen Akteur*innen zu treten, sowohl inner- als auch außerhalb der Dortmunder Stadtverwaltung. Die ersten Gespräche fanden bereits statt, nun gilt es, diese Kontakte zu vertiefen und weitere zu knüpfen.
Hier ist Netzwerk das Stichwort – Open Source lebt vom Community-Gedanken und genau hierin sehe ich auch die Stärke: Mit einem Pool an unterschiedlichen Expertisen, Erfahrungen und Blickwinkeln ist es möglich, verschiedene Aspekte zu durchleuchten und so zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Ich bin ein großer Fan des interdisziplinären Austauschs, weil man so voneinander lernen und sich weiterentwickeln kann. Wissen und Erfahrung sind wertvolle Ressourcen – diese zu teilen wiederum macht uns als Gesellschaft stark.
Ich hoffe, dass wir gemeinsam mit den vielen Beteiligten, Interessierten ebenso wie den noch nicht ganz Überzeugten einen Weg finden, das Thema Digitale Souveränität in unsere Alltagspraxis fest zu verankern. Für die Stadt Dortmund sind die ersten Weichen ja bereits gestellt, nun gilt es, das Triebwerk zu befeuern und Fahrt aufzunehmen.
Dabei geht es nicht darum, so schnell wie möglich und um jeden Preis sämtliche Strukturen abzulösen. Vielmehr geht es darum, Wahlmöglichkeiten und Handlungsspielräume zu erweitern, die Menschen mitzunehmen und ein Bewusstsein für Abhängigkeiten zu schaffen.
Persönlich erhoffe ich mir, dass wir mit unserer Arbeit einen Beitrag für eine sichere, wehrhafte und selbstbestimmte Gesellschaft leisten. Ich bin mir sicher, dass wir dem gemeinsam in einem großen Netzwerk, dem Ökosystem der Digitalen Souveränität, einen Schritt näherkommen.
Ich freue mich darauf, daran mitzuwirken!
Ein Do-FOSS-Interview mit Katharina Flisikowski (kflisikowski@stadtdo.de).
Wir wünschen uns allen viel Erfolg bei der Umsetzung von Open-Source-first und freuen uns auf die konkrete Zusammenarbeit!
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