Emmabuntüs DE5 verbessert die Barrierefreiheit
Die Distribution soll vor allem alte Rechner wiederbeleben und kommt bevorzugt auf gespendeten Computern in ärmeren Ländern zum Einsatz.
Die Distribution soll vor allem alte Rechner wiederbeleben und kommt bevorzugt auf gespendeten Computern in ärmeren Ländern zum Einsatz.
Für das Bezahlsystem gibt es eine Demo, die ich für euch ausprobiert habe.


Ubuntu Touch 20.04 OTA-5 Focal ist die erste Veröffentlichung nach der Anpassung des Release-Zyklus im Februar. Unter anderem werden Migrationsprobleme von Ubuntu 16.04 auf 20.04 behoben und das Energieprofil erweitert.
Die Open Source Business Alliance hat in diesem Jahr die Präsidentschaft von APELL übernommen, dem europäischen Dachverband der Open-Source-Industrie. Daher fand die diesjährige APELL-Konferenz in Berlin statt. In der Woche vor der Europawahl beschäftigte die Mitglieder der europäischen Open-Source-Business-Verbände die Frage, wie die Digitalisierung in Europa mit Open Source zu einer Success-Story werden kann.
Die Version 2.6 von ONLYOFFICE DocSpace bringt über 20 neue Funktionen und Verbesserungen. Highlights sind die "Form Filling Rooms" für einfache Formularbearbeitung und neue LDAP-Einstellungen zur verbesserten Nutzer- und Gruppenverwaltung. Zudem wurde die Verwaltung von Dateien, Räumen und Konten vereinfacht.
Wer sagte noch gleich, dass klassische Release-Distributionen den Rolling Releases überlegen sind, weil sie so stabil seien? Dass es Ausnahmen von der Regel gibt, durfte ich heute erleben. Ich liebe diese Tage, wo auf einmal die normalsten Dinge nicht mehr gehen...
Es galt etwas in einem Softwareprojekt zu testen, das ich hierfür erstmal wieder in Gang bringen musste. Dabei setzt das Projekt auf Vagrant in Kombination mit VirtualBox. Ich habe dazu erstmal das Hostsystem aktualisiert und versucht, mit Vagrant die Maschine aufzusetzen – um dann feststellen zu dürfen, dass Vagrant einen Fehler wirft.
Konkret war VirtualBox in die Guru Meditation gefallen. Das tritt dann auf, wenn ein besonders schwerer Fehler auftritt, sodass das Programm nicht ordentlich weiterlaufen kann. Dabei war doch gar nicht viel am Entwicklungssystem verändert worden? Ich halte für solche Entwicklungsprojekte dedizierte Entwicklungsmaschinen vor, auf denen sich das Betriebssystem über die Jahre nicht verändert und die für die tägliche Arbeit auch entsprechend nicht eingesetzt werden. Was ich aber tue: die Zwischenupdates einspielen.
Stellt sich heraus, dass unter Ubuntu 22.04 LTS die Kernelversionen ab 5.15.0-112 den Fehler VERR_VMM_SET_JMP_ABORTED_RESUME wohl verursachen. Der Bug wird schon auf Launchpad, bei ubuntuusers.de und auch im VirtualBox-Forum diskutiert.
Man könnte einereits den Kernel downgraden bzw. einen alten Kernel nutzen, was aber nur kurzfristig Abhilfe schafft. Alternativ gibt es die Flucht nach vorne: entweder Ubuntu auf 24.04 LTS upgraden (habe ich nicht probiert, scheinbar ist der automatische Update-Pfad auch noch gar nicht freigeschaltet) oder VirtualBox auf Version 7.0 updaten. Ich habe mich für letzteren Schritt entschieden und dabei auf die offiziellen VirtualBox-Pakete von Oracle zurückgegriffen, da in den offiziellen Ubuntu-Repos für die Version nur Version 6.1 enthalten ist (was ja bei LTS-Versionen eigentlich auch sinnvoll ist). Das ist natürlich keine schöne Lösung, da man sich fremde Pakete in das System holt – aber sie funktioniert. Man muss allerdings auch bedenken, dass die aktuelle Vagrant-Version, die in den Ubuntu-Repos für 22.04 (jammy) enthalten ist, VirtualBox 7.0 noch gar nicht unterstützt. Folglich muss man dann auch auf die offiziellen Repositories von Hashicorp zurückgreifen – was allerdings angesichts der lizenzrechtlichen Änderungen sowieso bald nötig wird.
Software muss laufend auf Regressionsfehler getestet werden, die durch Updates an anderen Stellen passieren können. Ja, diese Fehler können immer passieren und sind teilweise schwer zu verhindern. Gleichzeitig muss man aber selber auch seine Setups regelmäßig testen, um schnell zu erkennen, dass ggfs. das Kernelupdate schuld war. Mittlerweile vermutet man das aufgrund der Stabilität der Systeme schon fast gar nicht mehr. Ansonsten geht viel Zeit aufgrund der Fehlersuche ins Land. Da ist es auch wenig zuträglich, dass die VirtualBox-Logs scheinbar keine Log Level beinhalten...
Ein Fix seitens Ubuntu steht für diesen Bug im Übrigen noch aus. Theoretisch sollte sich dann das Thema von selbst erledigen, weil die betreffende Änderung im Kernel einfach reverted wird. Ich wollte zwischenzeitlich aber die Workarounds einmal auflisten, sollte jemand ähnliche Probleme haben.
Folge 097 des CIW Podcasts.
Wie funktioniert Audio unter Linux?


AppImages bieten Vor- und Nachteile. Gear Lever behebt die Nachteile durch eine einfache Organisationsstruktur. Die Apps werden unter einer übersichtlichen Oberfläche gemeinsam verwaltet und aktualisiert.
Das Crowdfunding für das neue SBC des US-amerikanischen Unternehmens Particle begann heute auf Kickstarter. Die gut ausgestattete Platine ist mit dem Raspberry-Pi-Ökosystem kompatibel und bietet Ubuntu 24.04 als Standard-Distribution.
plusserver, einer der führenden Anbieter für Digitalisierung "Made in Germany", und Nextcloud, Anbieter der beliebtesten Open Source-Kollaborationsplattform, kündigen die sofortige Verfügbarkeit einer für öffentliche Verwaltungen optimierten, KI-gestützen Kollaborationslösung an. Zurückgegriffen wird dabei auf die KI-Plattform “plusKI” und "Nextcloud Hub".
Ein guter Webbrowser auf dem Handy wird von In-App-Browsern unterlaufen. Davor kann man sich schützen.


Emmabuntüs ist eine französische Distribution auf Debian-Basis. Das Kollektiv dahinter überholt ältere Computer, um sie an Bedürftige weiterzugeben. Gerade ist EmmaDE5 1.02 erschienen.
Fwupd und der Linux Vendor Firmware Service sind seit Fedora 23 ein wichtiger Bestandteil der Linux-Systemtools. Mit fwupd 1.9.22 wird Support für den Raspberry Pi 5 und Framework SD hinzugefügt.
Lange hat es gedauert, nach über einem Jahr intensiver Entwicklung ist sie nun da, die stabile Version 2.0 von Vanilla
Ein Video, das von A bis Z beschreibt, wie man Doom auf Linux zum Laufen bringt und das Spiel moddet.


Bereits seit 1993 gibt es in Kiel, angefangen mit den Netztagen, Veranstaltungen rund um Linux. Seit 2010 als „Kieler Linux Open Source und Linux Tage“ als Fachkonferenz und Community-Treffen. Auch dieses Jahr findet vom 19. bis 21. September die Kielux statt und bis zum 31. Juli können sich Teilnehmer anmelden.
FOSS-News der Woche 30. Von COSMIC bis NVIDIA.


Vor einiger Zeit habe ich beschlossen eine Serie von Artikeln zum Thema Nextcloud auf dem RasPi auf meinem Blog intux.de zu veröffentlichen. Ziel ist es, eine eigene Cloud zu erstellen, die produktiv nutzbar ist. Diese soll später über das Internet erreichbar sein.
Um langfristig sicherzustellen, dass alles funktioniert, empfehle ich, die neueste Hardware zu verwenden, wie den Raspberry Pi 5. Allerdings würde hier auch ein Einplatinencomputer der vorherigen Generation mit 4GB RAM ausreichen.
Diese kleine Anleitung soll helfen, das Projekt Nextcloud auf dem Raspberry Pi nicht nur umzusetzen, sondern auch besser zu verstehen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Software und der Konfiguration. So können später auftretende Fehler besser lokalisiert und abgestellt werden.
Der Raspberry Pi wird als LAMP-Server (Linux, Apache, MariaDB, PHP) dienen, die Nextcloud zu betreiben. Wie man diese vier Bausteine aufsetzt, zeige ich im folgenden Abschnitt.

Der erste Baustein der installiert wird, ist Linux. Hierbei handelt es sich um das Betriebssystem Raspberry Pi OS. Dieses spielt man ganz einfach mit dem Raspberry Pi Imager auf die MicroSD.
Hier wählt man (siehe Screenshot) das zu installierende Betriebssystem aus. In diesem Fall ist es das Raspberry Pi OS (64-bit). Im Imager können vorab einige Einstellungen vorgenommen werden. Ich werde in dieser Anleitung einfache Bezeichnungen und Passwörter verwenden. Diese können während der Installation entsprechend frei angepasst werden!


Über das Zahnrad des Imagers lässt sich das Raspberry Pi OS vorkonfigurieren. Hier trägt man für den Anfang die entsprechenden Daten ein:
Hostname: nextcloud
SSH aktivieren
Benutzername: radiouser
Passwort: geheim
Danach wählt man am PC/Notebook die MicroSD aus, auf die geschrieben werden soll.

Zum Schluss werden die Daten auf die MicroSD geflasht. Ist dies erledigt, kann die Karte ausgeworfen und in den vorbereiteten Raspbberry Pi (Kühlkörper, Gehäuse, Lüfter) geschoben werden. Dieser wird dann via LAN-Kabel mit dem heimischen Router verbunden und über das Netzteil mit Strom versorgt.
Natürlich könnte der RasPi auch via WLAN mit dem Router kommunizieren. Hiervon rate ich jedoch ab, da über die Funkverbindung oft nicht die volle Geschwindigkeit einer Ethernet-Verbindung genutzt werden kann. Weiterhin kann es zu Verbindungsabbrüchen bzw. -lücken kommen.
Nachdem der Raspberry Pi mit Strom versorgt wird, startet dieser. Ist der Raspberry Pi hochgefahren, kann dieser via arp-scan vom PC/Notebook im Netzwerk lokalisiert werden. In meinem Fall hat er die IP-Adresse 192.168.178.136.
sudo apt install arp-scan sudo arp-scan -l

Zugriff auf den Pi erhalte ich nun via zuvor im Imager aktiviertem SSH-Zugang.
ssh Benutzer@IP-Adresse

Ist man eingeloggt, empfiehlt es sich die Lokalisierung über raspi-config auf deutsch (siehe Screenshots) umzustellen. Damit wird Datum und Uhrzeit des Servers an die europäische Zeitzone (Berlin) angepasst.
sudo raspi-config


Nun wählt man de_DE.UTF-8 UTF-8 aus und deaktiviert en_GB.UTF-8 UTF-8. Die deutsche Lokalisierung wird abschließend noch bestätigt.


Danach wird der Raspberry Pi mit
sudo reboot
neu gestartet. Ist dies geschehen, empfiehlt es sich, das OS zu aktualisieren.
sudo apt update && sudo apt upgrade -y
Danach werden die noch fehlenden 3 Bausteine (Apache 2, MariaDB und PHP) nachinstalliert.
sudo apt install apache2 mariadb-server php php-mysql php-zip php-gd php-json php-curl php-mbstring php-intl php-imagick php-xml php-dom php-bcmath -y
Nachdem die Installation durchgelaufen ist, kann man zum Testen den Webserver Apache via Browser über die Web-Adresse http://ip erreichen.
Anschließend wird die von der Nextcloud benötigte Datenbank installiert. Zuerst wird jedoch die mysql_secure_installation durchgeführt. Ich empfehle hier das Ganze gemäß meinen Empfehlungen (Enter, n, n, y, y, y, y) zu durchlaufen. Hierbei wird für den MariaDB-Server kein separates Root-Passwort vergeben, der anonyme User wird gelöscht, die Remote-Root-Anmeldung wird verboten, die Test-DB wird gelöscht und die Änderungen ausgeführt.
sudo mysql_secure_installation
If you’ve just installed MariaDB, and you haven’t set the root password yet, the password will be blank, so you should just press enter here. Enter
Switch to unix_socker_authentication [Y/n] n
Change the root password? [Y/n] n
Remove anonymous users? [Y/n] y
Disallow root login remotely? [Y/n] y
Remove test database and access to it? [Y/n] y
Reload privilege tables now? [Y/n] y
Nachdem dieser Schritt durchgeführt wurde, kann über folgenden Befehl die Datenbank erstellt werden.
sudo mysql -u root -p
In meinem Fall heißen die Datenbank und der Benutzer „nextcloud“. Die Datenbank liegt dann auf dem „localhost“.
> CREATE DATABASE nextcloud; > CREATE USER 'nextcloud'@'localhost' IDENTIFIED BY 'geheim'; > GRANT ALL ON nextcloud.* TO 'nextcloud'@'localhost'; > FLUSH PRIVILEGES; > \q
Im Nachgang wechselt man in das Verzeichnis /var/www/html, wo die Nextcloud installiert wird. Die letzte Version wird vom Entwickler herunter geladen und entpackt. Danach wird die nicht mehr benötigte Zip-Datei wieder gelöscht und die Rechte der Dateien an den Benutzer www-data übertragen.
cd /var/www/html sudo wget https://download.nextcloud.com/server/releases/latest.zip sudo unzip *.zip sudo rm *.zip sudo chown -R www-data:www-data /var/www/html/nextcloud
Nun ist die Nextcloud über http://ip/nextcloud (http://102.168.178.136/nextcloud) erreichbar. Man legt den Admin fest und trägt die Daten der zuvor erstellten MariaDB-Datenbank in die Eingabemaske ein. Hat das alles geklappt, dann dauert die Einrichtung ein paar Minuten und die Nextcloud steht bereit zum ersten Login des neuen Administrators.

Im nächsten Teil zeige ich, wie man die App Collabora Online – Built-in CODE Server (ARM64) in der Nextcloud via Terminal installiert.
Viel Spaß!