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Mozilla veröffentlicht Firefox 138 mit neuer Profilverwaltung

29. April 2025 um 21:35

Mozilla hat Firefox 138 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Neue Profilverwaltung

Chronik, Lesezeichen, Passwörter und mehr speichert Firefox in einem sogenannten Profil. Während Firefox das Konzept von Profilen bereits seit der allerersten Version kennt, handelte es sich dabei immer eher um ein Detail im Hintergrund. Mit den neuen Profilen samt neuer Profilverwaltung macht Mozilla dieses Feature sichtbarer und erlaubt einen schnellen Wechsel über das Menü. Dies kann zum Beispiel praktisch für Nutzer sein, die ihren Arbeits- von ihrem Privat-Firefox trennen wollen.

Im Gegensatz zu den „traditionellen“ Profilen kann den neuen Profilen ein Profilbild zugeordnet werden, welches in der Taskleiste über das Firefox-Symbol gelegt wird, was das parallele Arbeiten mit mehreren Profilen erleichtert. Außerdem bietet die neue Profilverwaltung direkt beim Erstellen eines neuen Profils eine Theme-Auswahl zwecks besserer Unterscheidung an. Optional kann Firefox auch mit einer Profilauswahl statt mit einem festgelegten Standard-Profil starten.

Firefox 138

Firefox 138

Firefox 138

Diese Neuerung wird schrittweise ausgerollt und steht zunächst für 0,5 Prozent der Firefox-Nutzer zur Verfügung.

Verschiebbare Tab-Gruppen

Die Tab-Gruppen waren eine der großen Neuerungen von Firefox 137 im vergangenen Monat. Über das Kontextmenü oder durch das Schieben eines Tabs auf einen anderen kann eine neue Tab-Gruppe erstellt werden, welche individuell benannt und mit einer Farbe versehen werden kann. Die Tab-Gruppen können ein- und ausgeklappt werden. Außerdem ist es möglich, Tab-Gruppen zu schließen und zu einem späteren Zeitpunkt über das Menü „Alle Tabs auflisten“ wieder zu öffnen.

Mit Firefox 138 liefert Mozilla eine wichtige Funktion nach: Das Verschieben von Tab-Gruppen, die bislang ihre Position nicht verändern konnten.

Vertikale Tabs bei Herüberfahren mit der Maus ausklappen

Ein großes Highlight von Firefox 136 war die Einführung von vertikalen Tabs als Alternative zur horizontalen Tableiste. Auch hierfür liefert Firefox 138 eine praktische Erweiterung: Über eine neue Option ist es möglich, standardmäßig nur die Favicons darzustellen und die Titel der Tabs dann bei Herüberfahren mit der Maus über die Seitenleiste anzuzeigen.

Firefox 138

Datenschutz: SmartBlock-Platzhalter für X-Content (ehemals Twitter)

Bei Verwendung des strengen Schutzes vor Aktivitätenverfolgung sowie in privaten Fenstern werden seit Firefox 136 auf Websites eingebettete Instagram- sowie TikTok-Inhalte durch einen Platzhalter ersetzt. Erst nach einem Klick auf einen Button wird dann der tatsächliche Inhalt geladen. Firefox 138 erweitert diese Funktion um Unterstützung für Inhalte von X, früher auch als Twitter bekannt.

Firefox 138

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Auch in Firefox 138 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 138 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Durch die Einführung von Content Security Policies für die Firefox-Oberfläche wurde die Sicherheit von Firefox weiter verbessert.

Sonstige Endnutzer-Neuerungen in Firefox 138

Das automatische Ausfüllen von Adressen und Kreditkarten wurde für einen verbesserten Umgang mit Formularen überarbeitet, die bei der Eingabe von Informationen dynamisch aktualisiert werden. So können jetzt auch Felder korrekt ausgefüllt werden, die zum Beispiel erst nach nach der Auswahl eines Landes angezeigt werden. Auch werden textarea-Elemente jetzt als Elemente zum automatischen Ausfüllen unterstützt.

Auf der Firefox-Startseite lässt sich bereits seit einiger Zeit ein Hintergrundbild aus einer der Kategorien Abstrakt, Einfarbig oder Fotos auswählen. Hier wurde mit Astronomie eine weitere Kategorie hinzugefügt. Außerdem wurden die zur Verfügung stehenden Optionen im Einstellungs-Overlay der Startseite überarbeitet. Alle Einstellungen stehen nach wie vor in den Firefox-Einstellungen zur Verfügung.

Wird Windows 11 22H2 oder neuer genutzt, nutzt Firefox für die Darstellung von Kontextmenüs den Mica-Stil von Windows 11.

Auf macOS und Linux ist es über das Kontextmenü von Hintergrund-Tabs jetzt möglich, die jeweilige Link-Adresse zu kopieren.

Die bisherigen Einstellungen für die Standardfarben von Websites wurden durch eine neue Kontraststeuerung ersetzt.

Firefox 138

Über den versteckten Dialog zum Hinzufügen beliebiger Suchmaschinen ist es jetzt auch möglich, eine URL für Suchvorschläge zu hinterlegen.

Firefox 138

Nach Aktivieren dieser Einstellung lässt sich jetzt auch eine Suchmaschine über das Kontextmenü eines Suchfelds auf einer Website hinzufügen. Dies ersetzt die bisherige Schlüsselwort-Funktion, welche über Lesezeichen funktionierte. Benutzerdefinierte Suchmaschinen lassen sich außerdem jetzt auch in den Suchmaschinen-Einstellungen bearbeiten.

Im Menü „Alle Tabs auflisten“ haben angepinnte Tabs nicht länger eine Schaltfläche zum Schließen, um ein versehentliches Schließen der angepinnten Tabs zu verhindern, die in der Tableiste auch keine Schließen-Schaltfläche haben.

Bei Verwendung der neuen Seitenleiste merkt sich Firefox jetzt die zuletzt geöffnete Sidebar, wenn diese über den Sidebar-Button in der Navigationsleiste geschlossen und wieder geöffnet wird. Für Nutzer mit aktiviertem Review Checker (standardmäßig nur in den USA ausgerollt) steht dieser jetzt auch als Werkzeug in der neuen Seitenleiste zur Verfügung.

Für Nutzer in den USA kann Firefox nun direkt in den Adressleisten-Vorschlägen das aktuelle Wetter anzeigen, wenn ein passender Suchbegriff in die Adressleiste eingegeben wird. Diese Neuerung wird schrittweise ausgerollt.

Für Unternehmen bietet Firefox 138 einen neuen Data Loss Prevention-Mechanimus, der den Einsatz sogenannter DLL Injections überflüssig macht und über eine Unternehmensrichtlinie aktiviert werden kann.

Verbesserungen der Entwicklerwerkzeuge

Im Responsive Design Modus der Entwicklerwerkzeuge war es bereits möglich, einen benutzerdefinierten User-Agent einzugeben. Hier stehen nun auch standardmäßig der User-Agent von Firefox für den Desktop, Firefox für Android sowie Google Chrome für den Desktop zur schnellen Auswahl zur Verfügung.

Im Netzwerkanalyse-Werkzeug lässt sich eine neue Spalte einblenden, welche den vollständigen Pfad der einzelnen Ressourcen anzeigt.

Verbesserungen der Webplattform

Verbesserungen der Webplattform und für Erweiterungsentwickler lassen sich wie immer in den MDN Web Docs nachlesen.

Neu ist unter anderem die Unterstützung für den Clear-Site-Data-Header, mit dem Websites die Löschung von lokalen Daten wie dem Cache oder Cookies veranlassen können. Auch für Entwickler von Firefox-Erweiterungen gab es einige Neuerungen, unter anderem Erweiterungen der tabs-API, um besser mit Tabs in Tab-Gruppen umgehen zu können.

Feature-Vorschau

Link-Vorschau mit lokaler KI-Zusammenfassung

Wer über about:config den Schalter browser.ml.linkPreview.enabled per Doppelklick auf true setzt, erhält eine Link-Vorschau, wenn bei gedrückter Shift- und Alt-Taste (macOS: Shift + Option) die Maus über einen Link auf einer Website bewegt wird.

Die Vorschau beinhaltet ein Bild sowie einen kurzen Beschreibungstext, basierend auf den Metadaten der Seite. Handelt es sich dabei um eine englischsprachige Seite, wird außerdem eine KI-basierte Zusammenfassung des Inhaltes generiert, welche aus drei Stichpunkten besteht. Dabei werden keine Daten an Dritte gesendet, die Zusammenfassung geschieht vollständig lokal auf dem Gerät des Anwenders. Über about:config kann der Schalter browser.ml.linkPreview.allowedLanguages von en auf zum Beispiel en,de erweitert werden, um die KI-Zusammenfassung auch für deutschsprachige Inhalte zu aktivieren.

Firefox 138

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 138 mit neuer Profilverwaltung erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Simplifying FSFE translation process: integrating LibreTranslate

28. April 2025 um 23:00

Simplifying FSFE translation process: integrating LibreTranslate

A new release of the Webpreview tool is here! This is our in-house Free Software preview tool for FSFE webpages. It supports our amazing volunteers in translating, and checking website content. Our latest update integrates LibreTranslate, providing a helpful starting point to speed up the translation process.

As an European charity promoting the use of Free Software as well as the importance of software freedom. One of our ways of reaching the Free Software community, and the society in general, is by offering our website and documents in several languages – translated by native speakers.

This hard work is mainly done by our hard-working volunteers and where the Translation Team come into play: our diverse and international groups of volunteers proofread and translate our content into many European languages. Warmly kudos to all of them!

One of the most useful tools that our translators are using is Webpreview. This Free Software tool is provided by the FSFE and created by our Deputy Coordinator of the Translation Team, Luca Bonissi. Webpreview helps our translators to share their proposed changes to our mailing list, preview how their changes might look on our website, have a live editor while translating and much more. Indeed, Webpreview is not only a tool for translators but for the rest of the team as it allows staffers to check out how a page or news item will look like before putting it online.

LibreTranslate and Webpreview

LibreTranslate is a Free Software project that provides a Machine Translation API, based on the Argos Translate library. The biggest addition in this release is its integration into Webpreview, which currently allows you to create a draft translation in six languages: English, Spanish, French, German, Italian, Portuguese - more will be coming soon!

Sneak preview of LibreTranslate in Webperview, CC-BY-SA

You just need to choose in which language you need the text to be translated into and the machine gives you a first draft. Of course, every translation still goes through the care and insight of our dedicated volunteers, who proofread and check it making suggestions and taking the extra step that a machine cannot do.

Thanks to its simple API, we were able to easily integrate LibreTranslate into the codebase.

By using the existing command system of Webpreview, we added an autotranslate command. This command translates chunks of text using the LibreTranslate API.

Here is how it works:

  1. When any webpage is loaded, it’s broken down into a tree-like structure made of elements (e.g. paragraphs, headers, links). This structure is called the DOM, and it lets us programmatically find and change parts of the page.
  2. The client walks through the DOM and looks for text elements like paragraphs, quotes, and the like (Node.TEXT_NODE).
  3. The text extracted from these elements is sent to LibreTranslate through Webpreview for translation.
  4. The content of these elements is replaced with their translated version and becomes visible to the translator.

This design sends excerpts of text to LibreTranslate, which may lack some context from the overall page. One future improvement might be to consider sending the whole page using the built-in HTML format in the LibreTranslate API, which could potentially improve translation quality.

Markdown support

Webpreview now supports Markdown, allowing for easier content creation without having to deal with XHTML pages. This feature is powered by the SimpleMDE Markdown editor, some frontmatter parsing, and basic templating.

The underlying code for these changes is available to the public under a Free Software license.

Interested in helping grow the FSFE community? Consider joining our translation team to help make our content accessible in more languages!

Support FSFE

Landesregierung Thüringen gründet neuen Digitalbeirat und beruft OSBA als Mitglied

29. April 2025 um 07:00

Die Landesregierung Thüringen setzt schon seit einigen Jahren konsequent auf Open Source Software, um das Land bei der Verwaltungsdigitalisierung nach vorne zu bringen. Jetzt hat die Landesregierung einen neuen Digitalbeirat berufen, in dem auch die Open Source Business Alliance (OSBA) mit einem Sitz vertreten ist. Die OSBA möchte dazu beitragen, dass Open Source auch weiterhin als Innovationsbooster für die Thüringer Verwaltung wirken kann.

Quelle

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