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Vorsicht! Scam mit Exodus Wallet versucht, Eure Kryptos zu stehlen

15. Oktober 2021 um 11:07
Von: jdo

Bei mir ist gerade ein E-Mail eingetrudelt und das ist ein ziemlich raffinierter Scam, um Deine Kryptowährungen zu stehlen. Das Perfide daran ist, dass in der Nachricht behauptet wird, dass man mich vor einem Diebstahl schützen möchte. Hier ist das E-Mail. Angeblich hat es einen Einbruch gegeben und 135.000 Kunden sind betroffen. Die Wallet, die mit meiner E-Mail-Adresse assoziiert ist. Derzeit könne die Sicherheit meiner Krypto-Asssets nicht garantiert werden und ich soll sowohl meine PIN als auch die Backup-Phrase mit […]

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FeedReader lebt weiter als Communique

14. Oktober 2021 um 20:14
Von: Gerrit

RSS ist ein ebenso altes wie wichtiges Protokoll, um unabhängig von Algorithmen und irgendwelchen Interessen Dritter Inhalten zu folgen und Nachrichten zu konsumieren. Ausgerechnet in diesem so wichtigen Bereich ist Linux viel schlechter aufgestellt als macOS oder Windows.

Das finde ich ebenso bedauerlich wie verwunderlich. Normalerweise ist Linux bei so alten „Power-Lösungen“ immer ganz gut aufgestellt, aber hier überzeugt man vor allem durch Leerstellen. Feedsynchronisation ist bei der Vielzahl an Endgeräten heute nahezu unumgänglich, wenn man sich nicht jedes gelesene Feed merken möchte und angesichts der verbreiteten Unart, Feeds zu kürzen, braucht es eine gute Browser-Integration oder zumindest Weiterleitung an einen Browser.

Zur Bedeutung von RSS hatte ich mich hier bereits ausgelassen. Lange Zeit hatte ich mittels FreshRSS meine Feeds zwischen meinen Geräten abgeglichen. Dafür gibt es aber unter Linux kaum passende Clients. Den Abgesang auf FeedReader hatte ich vor bald 2 Jahren geschrieben. Schweren Herzens hatte ich mich von der Feed-Synchronisation verabschiedet und mit lokalen Feeds gearbeitet. Fazit: Es geht, aber es geht nicht gut.

Umso mehr habe ich mich gefreut als Rajdeep Singha FeedReader geforkt hat und seitdem unter dem neuen Namen „Communique“ erste Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen hat.

Das Programm ist eigentlich für elementary OS bzw. die Pantheon Shell entwickelt, aber sieht erfahrungsgemäß auch unter GNOME und anderen Gtk-basierten Desktopumgebungen gut aus.

Es steht momentan als Flatpak zur Verfügung und ist zusätzlich unter openSUSE auch über den OBS zu finden. Einige nervige Bugs sind behoben, die GUI moderat und absolut sinnvoll überarbeitet und die Synchronisation läuft ohne Probleme.

Hoffentlich sehen wir da noch die ein oder andere neue Funktion, aber bereits im jetzigen Zustand ist es ein massiver Fortschritt zu z. B. Liferea oder Akregator.

Für mich eines der größten Highlights im Oktober. Nebenbei nutze ich die Gelegenheit, um beim Re-Umstieg von Lokal auf FreshRSS die Abonnements auszumisten und nur noch das hinzuzufügen, was ich auch wirklich lesen möchte.

Der Artikel FeedReader lebt weiter als Communique erschien zuerst auf [Mer]Curius

Ubuntu 21.10

14. Oktober 2021 um 16:11

Mit Ubuntu 21.10 »Impish Indri« hat Canonical das letzte Release vor der nächsten LTS-Version 22.04 fertiggestellt. Die wichtigsten Neuerungen lassen sich in zwei Punkten zusammenfassen: Ubuntu hat den Sprung auf Gnome 40 vollzogen (wenn auch nicht auf die aktuelle Version 41), und Firefox steht standardmäßig als Snap-Paket zur Verfügung. Das neue Installationsprogramm, an dem Canonical zur Zeit arbeitet, war noch nicht so weit gediehen, dass es für Version 21.10 zum Einsatz kommen konnte.

Ubuntu 21.10 verwendet Gnome 40 als Desktop — aber mit einem vertikalen Dock

Firefox und Snap

Leser meines Blogs wissen, dass ich kein ausgesprochener Fan der neuen Paketformate Snap und Flatpak bin. Ich verstehe natürlich den Nutzen distributions- und versionsunabhängiger Pakete, bin aber der Meinung, dass die Nachteile aufgrund des riesigen Overheads überwiegen. Unter Ubuntu 21.10 sind außer diversen Basispaketen nur der Paketmanager snap-store (das ist Canonicals Variante zu Gnome Software) sowie Firefox installiert:

snap list

Name               Version             Revision  Tracking         Herausgeber  Hinweise
bare               1.0                 5         latest/stable    canonical✓   base
core               16-2.51.7           11743     latest/stable    canonical✓   core
core20             20210928            1169      latest/stable    canonical✓   base
firefox            93.0-1              631       latest/stable/…  mozilla✓     -
gnome-3-38-2004    0+git.6ba6040       76        latest/stable/…  canonical✓   -
gtk-common-themes  0.1-59-g7bca6ae     1519      latest/stable/…  canonical✓   -
snap-store         3.38.0-66-gbd5b8f7  557       latest/stable/…  canonical✓   -

Der Platzbedarf für diese Pakete beträgt 674 MByte:

ls -lh /var/lib/snapd/snaps/

insgesamt 674M
-rw------- 1 root root 4.0K Oct 10 09:58 bare_5.snap
-rw------- 1 root root 100M Oct 10 09:58 core_11743.snap
-rw------- 1 root root  62M Oct 10 09:57 core20_1169.snap
-rw------- 1 root root 151M Oct 10 09:57 firefox_631.snap
-rw------- 1 root root 243M Oct 10 09:58 gnome-3-38-2004_76.snap
-rw------- 1 root root  66M Oct 10 09:58 gtk-common-themes_1519.snap
-rw------- 1 root root  55M Oct 10 09:58 snap-store_557.snap

Der Vorteil des Firefox-Snap-Pakets besteht darin, dass Canonical dieses Paket in Zukunft für sämtliche Versionen von Ubuntu warten kann. Ein nicht unerheblicher Nachteil besteht darin, dass der erste Start von Firefox Snap-bedingt spürbar langsamer als bisher erfolgt. (Ab dem zweiten Start ist der Unterschied kaum mehr wahrnehmbar.)

Das nächste Ärgernis ist die Verwaltung der Gnome Shell Extensions: Obwohl chrome-gnome-shell in Ubuntu standardmäßig installiert ist und ich auch die Firefox-Erweiterung Gnome Shell-Integration beim ersten Besuch von https://extensions.gnome.org/ installiert habe, kann Firefox die Extensions nicht verwalten. Meine Vermutung ist, dass das Paket chrome-gnome-shell im Ubuntu-Dateisystem für Firefox unzugänglich ist, weil dieser — Snap sei dank — ja quasi in seinem eigenen Betriebssystem läuft.

Firefox zickt bei der Darstellung der Gnome Shell Extensions

Ich bin der Sache nicht auf den Grund gegangen, weil es eine bequeme Alternative gibt: Ich habe Google Chrome installiert. Das Programm gibt es von Google als »richtiges« Paket samt eigener Paketquelle. (Es gibt in den offiziellen Ubuntu-Paketquellen übrigens noch immer ein DEB-Paket für Firefox. Dieses Paket soll aber in Version 22.04 verschwinden.)

Insgesamt stellt sich die Frage, ob Canonical mit der Snap-Entscheidung Firefox unter Ubuntu nicht endgültig den Todesstoß versetzt. Ein wenig gewinnt man in den letzten Jahren den Eindruck, Firefox entwickelt sich zu einem Programm für Idealisten.

Gnome 40

Über Gnome 40 habe ich schon genug geschrieben. Den aus meiner Sicht größte Mangel — das horizontale Dock — hat Canonical mit dem vorinstallierten Ubuntu Dock behoben. Dabei handelt es sich um eine Variante zu Dash to Dock (siehe auch Gnome 40 mit einem vertikalen Dock). Über das merkwürdige Aussehen des Papierkorb-Icons, das im Dock angezeigt wird, kann man streiten, aber davon abgesehen funktionieren sowohl Gnome 40 als auch das Dock wunderbar.

Die standardmäßig installierten Gnome Shell Extensions, dargestellt in Google Chrome

In den Systemeinstellungen kann zwischen einem hellen und einem dunklen Erscheinungsbild ausgewählt werden. Hier können Sie auch die Icon-Größe im Dock sowie dessen Position einstellen.

Gnome 40 im Dark Mode

Versionen

Basis             Desktop             Programmierung   Server
---------------   ------------------  --------------   --------------
Kernel     5.13   Gnome          40   bash       5.1   Apache     2.4
glibc      2.34   Firefox        93   docker   20.10   CUPS       2.3
X-Server   1.20   Gimp         2.10   gcc       11.2   MySQL      8.0
Wayland    1.19   LibreOffice   7.2   Java        11   OpenSSH    8.4
Mesa       21.2   Thunderbird    91   PHP        8.0   qemu/KVM   6.0
Systemd     248                       Python     3.9   Postfix    3.5
NetworkMan 1.32                                        Samba     4.13
GRUB       2.04 

Als Default-Java-Version gilt 11. Zur Auswahl stehen aber auch Java 16, 17 und sogar schon eine erste Testversion von Java 18. Der Umstieg auf PHP 8.0 ist willkommen; schade ist, dass Python 3.10 den Sprung in Ubuntu 21.10 nicht geschafft hat. (Zugegebenermaßen ist das Release gerade einmal vor 10 Tagen.)

Anmerkung

Für diesen Test habe ich Ubuntu 21.10 ausschließlich in einer virtuellen Maschine getestet. Grundsätzlich hat dabei alles wunschgemäß funktioniert. Einzig das Zusammenspiel mit Wayland hat Probleme verursacht (fallweise schwarzer Bildschirm, in Firefox kein Bild etc.). Ein neuerlicher Login mit X statt Wayland war die Lösung. Ob an den Problemen Wayland oder mein Virtualisierungssystem (KVM/QEMU) Schuld war, kann ich nicht sagen. Ähnliche Probleme hatte ich aber auch schon mit anderen Distributionen. Die Lösung hießt immer X.

Ich habe vor, mein Arbeits-Notebook nächste Woche auf Version 21.10 zu aktualisieren. Falls sich dabei neue Erkenntnisse ergeben (das ist anzunehmen), werde ich diesen Artikel noch einmal aktualisieren. Insbesondere möchte ich testen, wie gut Wayland mit den proprietären NVIDIA-Treibern harmoniert. (Die aktuelle Version der NVIDIA-Treiber ist erstmalig Wayland-kompatibel, aber zumindest laut Fedora-Berichten ist die Sache noch nicht richtig stabil.)

Fazit

Ich habe in den letzten Jahren Ubuntu als Standarddistribution auf meinem wichtigsten Arbeitsrechner verwendet (einem Lenovo-Notebook). Ja, ich habe mehr Rechner und noch viel mehr virtuelle Maschinen, auf denen ein buntes Sammelsurium von Distributionen läuft. Aber grundsätzlich hat sich Ubuntu in den letzten Jahren für mich gut bewährt; es läuft stabil, ich hatte selten ernsthafte Probleme (auch nicht mit Versionen außerhalb des LTS-Zyklus), selbst Microsoft Teams läuft (das brauche ich gelegentlich beruflich) und bin eigentlich zufrieden mit dem, was ich habe. Ganz pragmatisch: Es hat durchaus Vorteile, mit dem Linux-Mainstream mitzuschwimmen.

Bei Snap endet meine Liebe zu Ubuntu aber. Bisher war mein Ansatz, Snap samt allen dort mitgelieferten Paketen einfach zu deinstallieren. Noch ist das möglich: Ich kann Firefox durch ein APT-Paket oder gleich durch Google Chrome ersetzen, und statt dem snap-store verwende ich sowieso apt. Sollte ein Snap-freier Betrieb von Ubuntu irgendwann nicht mehr möglich sein, dann wird es mir sicher gelingen, mich mit einer anderen Linux-Distribution anzufreunden :-)

Quellen / Links / Andere Tests

LibreOffice 7.2.2 Community steht zum Download bereit

14. Oktober 2021 um 14:23
Von: jdo

Die Document Foundation hat LibreOffice 7.2.2 Community angekündigt. Wie Du an der Versionsnummer erkennen kannst, handelt es sich um die zweite Wartungs-Version der 7.2-Familie, die derzeit der Fresh-Zweig ist. Das bedeutet, sie richtet sich an Poweruser sowie Technologie-Enthusiasten, die gerne die neuesten Funktionen haben. In die aktuelle Version sind 68 Bugfixes und Verbesserungen eingeflossen. Du kannst die aktuelle Version aus dem Download-Bereich der Projektseite herunterladen. Wie üblich gibt es Versionen für Linux, Windows und macOS. Speziell für die neue Mac-Hardware […]

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Mozilla veröffentlicht Firefox 38 für Apple iOS

12. Oktober 2021 um 22:23

Mozilla hat Firefox 38 für Apple iOS veröffentlicht. Die neue Version des Browsers für das iPhone, iPad und iPod touch bringt Pull to Refresh in den Browser.

Die Neuerungen von Firefox 38 für iOS

Mozilla hat Firefox 38 für das iPhone, iPad sowie iPod touch veröffentlicht. Die neue Version steht im Apple App Store zum Download bereit.

Pull to Refresh

Mit Pull to Refresh hat Mozilla ein neues Feature in Firefox 38 für iOS implementiert, welches ein Neuladen einer geöffneten Website erlaubt, indem mit dem Finger von oben nach unten gewischt wird.

Sonstige Neuerungen, Firefox 38.1 für iOS

Tabs aus der Ansicht der kürzlich geschlossenen Tabs werden jetzt in einem neuen Tab geöffnet. Ansonsten bringt Firefox 38.1 diverse Änderungen und Fehlerkorrekturen unter der Haube. Die mittlerweile veröffentlichte Version Firefox 38.1 für iOS ist ein Fehlerbehebungs-Update.

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Nextcloud Hub nun offiziell für TrueNAS verfügbar – mit Collabora Online

12. Oktober 2021 um 17:09
Von: jdo

Nextcloud GmbH und TrueNAS haben eine Partnerschaft angekündigt. Es geht darum, alle Funktionen von Nextcloud Hub auf TrueNAS-Installationen zur Verfügung zu stellen. Nextcloud läuft bereits laut eigenen Angaben auf mehreren Tausend TrueNAS-Installationen. Durch die explizite Partnerschaft will man die Kombination auch größeren Unternehmen schmackhaft machen. Für TrueNAS-Systeme wird es komplette Nextcloud-Hub-Instanzen geben, inklusive Collabora Online. Nextcloud Hub für TrueNAS gibt es ab sofort und es basiert auf Nextcloud 22. Wer TrueNAS 12.0 (CORE und Enterprise) im Einsatz hat, darf das […]

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20 Jahre ScummVM – Happy Birthday!

12. Oktober 2021 um 08:32
Von: jdo

Vor wenigen Tagen, am 9. Oktober 2021, hat die ScummVM ihren 20. Geburtstag gefeiert. Zur Feier des Tages gibt es auch die neue Version ScummVM 2.5.0 mit Unterstützung für neue Spiele. ScummVM steht für Script Creation Utility for Maniac Mansion Virtual Machine und wurde eigentlich entwickelt, um die alten LucasArts-Klassiker wieder spielen zu können. Damit sind Maniac Mansion, Monkey Island, Day of the Tentacle und so weiter gemeint. ScummVM 2.5 ist die erste Version der Engine, die 2.5D-Spiele (fast 3D) […]

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Kommentar: Google weiß fast alles – auch über dich!

11. Oktober 2021 um 20:22
Von: Gerrit

Google ist mehr als eine Suchmaschine. Es ist ein weltumspannender Datenerhebungskonzern mit angeschlossener Suchmaschine und monetarisiert diese Daten gegenwärtig primär über Werbung. Google weiß über nahezu jeden etwas. Außer man macht sich etwas vor.

Zur dieser Kategorie scheinen Golem-Autoren zu gehören, wie der heutige Artikel von Moritz Tremmel zeigt, in dem der Autor behauptet, Google wüsste nichts über ihn. Dieser Artikel ist auf reges Interesse gestoßen und ich wurde heute mehrfach darauf aufmerksam gemacht. Daher eine kleine Einordnung.

Hätte er geschrieben, Google wüsste über ihn weniger als über andere Menschen, dieser Kommentar hier wäre nicht notwendig. Datensparsamkeit ist eine gängige Methode zur digitalen Selbstverteidigung und dazu gibt es zig gute Ratgeber im Internet. Die Gratwanderung zwischen Datensparsamkeit und digitaler Teilhabe ist ein ständiger Balanceakt und befüllt unter anderem dieses Blog seit 2014. Das schlimme ist: Ausweislich seiner Vita weiß Moritz Tremmel das auch oder sollte es zumindest wissen. So etwas verkauft sich nur nicht so gut, also dehnen dehnt man Wahrheit.

Lassen wir den in den Kommentaren bei Golem bereits kritisierten Stil und Tonfall, das geschickte Einstreuen vieler Skandale und Skandälchen, um ein umfassend informierten Gesamteindruck zu erzeugen, mal beiseite und widmen uns den Fakten. Dort begegnet uns ganz viel Bekanntes:

  • Andere Suchmaschine
  • OpenStreetMap anstelle Google Maps
  • Lange kein Smartphone, dann ein Nexus/Pixel-Geräte mit Custom ROM und nun GrapheneOS.
  • Nur Open Source Software auf dem Smartphone.
  • Signal und Threema als Messenger
  • Nextcloud
  • Posteo
  • ublock origin
  • Firefox

Abseits des aufgeblasenen Stils sind das überschaubare Fakten. Kann man hier auf [Mer]Curius und auf vielen anderen Seiten, die sich mit Datenschutz und Privatsphäre im digitalen Raum befassen, so oder so ähnlich nachlesen. Nur würde niemand mit Ahnung behaupten, dass Google deshalb nichts über ihn weiß.

Denn naturgemäß können wir nur aktiven Datenschutz betreiben. Nicht jedoch passiven Datenschutz. Es gibt den Spruch „Die größte Gefahr für deine Privatsphäre ist dein 6-Jähriges Kind.“ Und da steckt viel Wahres drin. Denn niemand bewegt sich im luftleeren Raum, sondern Daten entstehen durch die (soziale) Interaktion im digitalen Raum.

Vereinfacht gesagt: Du gibst deine Mobilfunknummer weiter und dein Kontakt ist vielleicht nicht so Datenschutz-bewusst wie du. Er speichert dich unter „Vorname Nachname“ ein und synchronisiert über Apples iCloud oder Google. WhatsApp und somit Facebook bekommt deine Nummer samt Namen natürlich auch noch frei Haus geliefert.

Und schon gibt es einen digitalen Datensatz. Mit dem lässt sich eine Webseite finden und diese enthält eine rudimentäre Vita. Daten der großen Datenhändler reichern dein Profil an. Kein Deutscher kommt ohne Schufa aus und daneben gibt es noch viele andere Unternehmen mit ähnlichen Geschäftsfeldern. Schon mal in einem Unternehmen beworben, das die Bewerbungen über einen Dienstleister verwalten lies. Datenleck oder vielleicht nahm es der Dienstleister nicht so genau. Vor dem Inkrafttreten der DSGVO war im Datenschutz noch viel Wilder Westen. Die Gesetze und Aufsichtsbehörden waren geduldig. Und machen wir uns nichts vor: Diese Daten sind noch da. Also noch mehr Daten für das Profil.

Deinen WLAN-Namen kennt Google sowieso und wer sagt dir, dass ublock im permanenten Wettrüsten zwischen Trackingdiensten und Schutzsoftware immer einen Schritt voraus ist. Der ein oder andere Tracker wird vielleicht erst nach 12 oder 24 Stunden erkannt. Noch mehr Daten für dein „Google-Profil“.

Dein Smartphone bewegt sich im öffentlichen Raum. Bluetooth darfst du gar nicht aktivieren, WLAN auch nicht. Machst du es doch, lässt sich dein Standort verfolgen. Funkzellenabfragen lassen wir mal außen vor, weil das hoffentlich nur der Staat kann.

Geräte von Dritten oder deinem Arbeitgeber kannst du natürlich überhaupt nicht benutzen, weil die Konfiguration in der Regel nicht streng genug ist und zumindest Teile deiner Aktivitäten verraten können. Ein weiteres interessantes Puzzlestück für deine digitale Kartei.

Google könnte sicher mehr über dich wissen und Schutzmaßnahmen helfen dir dabei, aber jeder digitale Bürger hat im übertragenen Sinne eine Kartei bei Google. Wer etwas anderes behauptet, ist nicht seriös.

Was man in einem gewissen Maße steuern kann, ist, wie umfangreich der Datensatz ist und was sich alles darin befindet. Aber ganz genau werden wir auch das nie wissen.

Wer hat keine Kartei? Vielleicht meine Oma – aber selbst da wäre ich mir nicht sicher. Sie hat keinen PC und noch nie einen benutzt, sie hat kein Smartphone, keine Mail-Adresse und benutzt das Internet nicht. Absolute digitale Abstinenz schützt einen in gewissem Maße. Aber ob das erstrebenswert ist?

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Verschlüsselte Backups mit Déjà Dup und Duplicity

10. Oktober 2021 um 14:53
Von: Gerrit

Verschlüsselung schützt zwar Daten, schränkt aber naturgemäß die Datenverfügbarkeit ein und damit auch die Möglichkeiten zur Wiederherstellung von Daten von defekten Speichermedien oder fehlerhaften Betriebssystemen. Deshalb sind Backups sehr wichtig.

Ist ein unverschlüsseltes System unwiederbringlich defekt, bootet man entweder von einer Live-CD oder baut das Speichermedium aus, um an die Daten zu kommen. Schwieriger wird es, wenn es irgendwelchen Gründen der LUKS Header defekt ist oder das Speichermedium selbst Probleme hat. Datenrettung bei verschlüsselten Systemen ist keine schöne Sache. Deshalb sind Backups hier noch wichtiger als sie es sonst schon sind.

Allerdings gefährden unverschlüsselte Backups wiederum die Sicherheit. Es macht keinen Sinn, ein Betriebssystem komplett zu verschlüsseln, wenn in der Schreibtischschublade eine unverschlüsselte externe Festplatte mit allen Daten liegt. Die Lösung ist hier relativ einfach: Man verschlüsselt auch die externen Speichermedien.

Schwieriger ist das bei Sicherungen auf einem NAS. Die Geräte laufen meist im 24/7-Betrieb oder zumindest dauerhaft in einem festgelegten Nutzungszeitraum. Während der Laufzeit sind die Backup-Volumes naturgemäß entschlüsselt. Die meisten Anwender lassen das NAS-Betriebssystem verschlüsselte Volumes auch gleich beim Start entschlüsseln, da eine zusätzliche Passworteingabe bei entfernten Systemen extrem unpraktisch ist.

Bei den immer beliebteren Backups in der Cloud ist eine clientseitige Verschlüsselung auf dem Gerät des Nutzers während des Backup-Vorgangs sowieso Pflicht, weil man ansonsten alle seine Daten dem Cloud-Betreiber ausliefert.

Man kann hier mit LUKS-Containern oder Verschlüsselungslösungen für die Cloud arbeiten und dann Daten per rsync sichern oder gleich eine integrierte Softwarelösung nutzen.

Vorteile von Déjà Dup

Eine solche integrierte Lösung bietet die GNOME-Software Déjà Dup. Dabei handelt es sich um Frontend für Duplicity, das eine ziemlich ausgereifte Backup-Lösung ist. Ich hatte um Déjà Dup immer einen Bogen gemacht, weil es als GNOME-Programm ziemlich viele Abhängigkeiten in dessen Ökosystem mit sich zieht. Seit meinem vollständigen Wechsel auf die Pantheon Shell ist das kein Problem mehr, weil Déjà Dup sich sehr gut in Gtk-basierte Desktopumgebungen integriert.

Déjà Dup ist eine langjährig etablierte Software und bei allen Linux-Distributionen in den Paketquellen enthalten. Die Version ist dabei zweitrangig, da in den letzten Jahren keine substanzielle Entwicklung jenseits von kleinen Modifikationen und Fehlerbehebungen erfolgte.

Natürlich kann man Duplicity genau wie andere CLI-Lösungen auch ohne grafische Oberfläche nutzen. Ich habe zwar kein Problemen mit der Kommandozeile, aber schätze gute und einfach zu bedienende grafische Oberflächen. Ich möchte nicht für jedes Backup, jeden Mount-Vorgang und jede kleine Wartungsaufgabe einen Befehl eingeben. Die Kommandozeile ist bei mir Anwendungen vorbehalten, deren Vielfalt sich nur schlecht in grafische Umgebungen packen lässt und wo ich mehr Kontrolle benötige. Beispielsweise bei der Paketverwaltung unter openSUSE.

Déjà Dup bietet einige Alleinstellungsmerkmale gegenüber anderen Backup-Lösungen für Linux. Es bietet – wie bereits geschrieben – eine übersichtliche grafische Oberfläche, beherrscht die Verschlüsselung der Backups, kann über GVFS problemlos Netzwerkfreigaben als Backupziele auswählen und lässt sich einfach als automatisieren.

Automatische verschlüsselte Backups mit Déjà Dup

Die Einrichtung ist dank der einfachen Einrichtungsroutine schnell erledigt. Beim Programmstart klickt man einfach auf die Schaltfläche zur Erstellung einer ersten Sicherung.

Anschließend werden die zu sichernden Ordner und die ausgeschlossenen Ordner festgelegt. Standardmäßig schlägt Déjà Dup das Homeverzeichnis des Anwenders zur Sicherung vor und exkludiert Download-Verzeichnis und Papierkorb. Danach legt man das Sicherungsziel fest. Entweder ein Ordner (der auch auf einem externen Speichermedium liegen kann) oder auf einer Netzfreigabe. Abschließend fragt das Programm noch, ob man die Sicherung mit einem Passwort schützen möchte. Hierdurch aktiviert man die clientseitige Verschlüsselung.

  • Ordner wählen
  • Backup verschlüsseln

Danach beginnt die erste Sicherung. Je nach Menge der zu sichernden Daten, Qualität des heimischen Netzwerks und Geschwindigkeit des NAS, kann dieser Vorgang eine Weile dauern.

Ohne Verschlüsselung legt Déjà Dup bzw. Duplicity die Datensicherung in Form vieler tar.gz Archive an, mit aktivierter Verschlüsselung werden diese Archive mit GnuPG verschlüsselt.

Ist die erste Sicherung erfolgreich durchgelaufen zeigt Déjà Dup die Option zur automatischen Sicherung an.

Sobald man die entsprechende Option aktiviert, startet das Programm mit einem festgelegten Sicherungsintervall. Optionen um die Häufigkeit zu regulieren fehlen allerdings. Eine automatische Sicherung macht natürlich nur Sinn, wenn das Backupziel permanent verfügbar ist.

Déjà Dup sichert die Daten inkrementell, das bedeutet die Sicherung enthalten nur die geänderten Daten. In regelmäßigen Abständen oder bei großer zeitlicher Distanz zwischen zwei Sicherungen führt das Programm automatisch eine Vollsicherung durch.

Eine Wiederherstellung der Dateien ist über den Reiter „Wiederherstellen“ möglich. Über das Dropdown-Menü „Datum“ lassen sich die einzelnen Sicherungen selektieren und einzelne Dateien oder ganze Ordner auf einen beliebigen Stand zurücksetzen.

Nachteile von Déjà Dup

Das führt auch direkt zu den Nachteilen von Déjà Dup. Die Sicherung erfolgt in Archiven und mit Verschlüsselung, die sich ohne entsprechende Software nicht lesen lässt. Es benötigt zwar nicht zwingend Déjà Dup zur Wiederherstellung von Backups, aber zwingend Duplicity und das gibt es nur für Linux. Die so erzeugten Backups lassen sich also nicht unter Windows oder macOS lesen oder wiederherstellen.

Weiterhin lassen sich keine Backup-Profile erstellen. Man kann also mittels Déjà Dup dasselbe System nicht auf ein NAS und zusätzlich noch auf Festplatten sichern. Ich nutze Dèjà Dup deshalb nur für das NAS, weil hier Automatisierung und Verschlüsselung ihre Stärken ausspielen und sichere die Daten zusätzlich noch auf externe Festplatten mittels (G)rsync. Die Sicherung der Daten übernimmt hier eine herkömmliche LUKS-Verschlüsselung.

Zusammengefasst

Déjà Dup bietet eine sehr gute Oberfläche für ein mächtiges Backup-Tool, mit dem sich niedrigschwellig Datensicherungen automatisieren lassen. Beides sind für Backups wichtige Aspekte, weil nur Automatisierung und ein leichter Zugang dafür sorgen, dass Anwender auch wirklich Backups machen und diese regelmäßig durchführen.

Die einfach gehaltene Oberfläche bringt ein paar Nachteile mit sich, aber Déjà Dup ist trotzdem die beste grafische Backuplösung für den Linux-Desktop.

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Kodi Matrix 19.2 ist veröffentlicht

09. Oktober 2021 um 14:11
Von: jdo

Es ist eine Wartungs-Version und deswegen gibt es auch keine neuen Funktionen. Allerdings ist Kodi 19.1 schon eine Weile auf dem Markt und deswegen gibt es relativ viele Fixes. Ein Update sollte sich auf jeden Fall lohnen und es ist nicht zu befürchten, dass bestimmte Add-ons und so weiter wegen eines Versionssprungs nicht mehr funktionieren. Möchtest Du neu installieren, findest Du die aktuelle Version des Multimedia-Centers im Download-Bereich der Projektseite. Dort gibt es Varianten mitunter für Linux, Android, Windows, macOS […]

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Thunderbird 91.2 veröffentlicht

07. Oktober 2021 um 21:56

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 91.2 ein planmäßige Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 91.2

Mit dem Update auf Thunderbird 91.2 hat die MZLA Technologies Corporation ein planmäßiges Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht und behebt damit aktuelle Sicherheitslücken. Darüber hinaus bringt das Update diverse Fehlerbehebungen der Versionsreihe 91, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen.

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