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The FSFE is looking for a policy intern

10. Dezember 2023 um 23:00

The FSFE is looking for a policy intern

We are looking for a motivated intern to support the FSFE’s policy activities and contribute to our work to empower people to control technology. The person will work 35 hours per week with our team in the FSFE Berlin office for a period of six months.

About the FSFE

The Free Software Foundation Europe is a charity that empowers users to control technology. Software is deeply involved in all aspects of our lives and it is important that technology empowers rather than restricts us. Free Software gives everybody the right to use, understand, adapt, and share software. These rights help support other fundamental freedoms like freedom of speech, press, and privacy.

The FSFE helps individuals and organisations to understand how Free Software contributes to freedom, transparency, and self-determination. It enhances users’ rights by abolishing barriers to Free Software adoption, encourages people to use and develop Free Software, and provides resources to enable everyone to further promote Free Software in Europe.

The FSFE is involved in many activities in the legal, economic, political, and technical areas around Free Software. This work is made possible by a community of volunteers, supporters, donors, and staff.

We are looking for an intern

We are looking for a reliable and driven intern for our policy team. You will support the FSFE’s activities and work closely with our team. We will make sure to offer our interns the opportunity to learn about Free Software and while supporting carrying out advocacy activities, the person will also be able to meet and work with our vibrant community across Europe. This position will take place in our FSFE Berlin office, 35 hours per week for a six month period.

Read more about our internships and what former interns say about it.

Main responsibilities

  • Support FSFE policy projects like Public Money? Public Code!
  • Conduct background research in the fields of politics, administrations, and economy
  • Assist our policy team with formulating policy positions on various issues
  • Communicate with contacts from the FSFE community, NGOs, industry, and public administrations
  • Work together with volunteers in various projects
  • You will participate and help organising events around Europe
  • General office tasks

Qualifications

  • Background in political or social science, or related field
  • A knowledge of the EU legislative process is an advantage
  • Excellent spoken and written English, other European languages are considered an asset

Attitude

We are looking for a reliable and well-organised team player who cares about social and political change for the next generations and is interested in acquiring practical experience by learning from our different policy activities.

How to apply

To apply, please send a maximum one-page cover letter and a maximum two-page CV in PDF format by email to interns@fsfe.org, with the subject “Intern position”. Please do not include pictures of yourself in the application. There is no immediate closing date for submitting applications, but we recommend to apply as early as possible as applications will be reviewed on a rolling basis. Please indicate your possible starting date.

The position is for a period of 6 months, full time at 35 hours per week, starting as agreed. The location of the internship is Berlin, Germany. Therefore you will be required to show that you can legally work in Germany -- either by being an EU citizen or by having a residence and work permit for the duration. The internship is compensated according to the German minimum wage. Your personal data will be deleted 3 months after we have made our decision.

Free Software is meant to serve everyone regardless of their age, ability or disability, gender identity, sex, race, nationality, religion, or sexual orientation. Hence, we encourage applications from all backgrounds and promise to judge all applications on merit, without reference to any of the characteristics listed. To promote diversity and equality in the Free Software community, we shall give preference between applications of equal strength to applicants who identify as part of a traditionally marginalised demographic in technology.

Support FSFE

Mistral veröffentlicht freies Sparse-Mixture-of-Experts-LLM

11. Dezember 2023 um 11:22

Das Interessante an den Open-Source-Modellen ist ja, dass sie das umsetzen, was bei den proprietären Modellen gemunkelt wird, aber nicht nachgewiesen werden kann. Mein aktuelles Highlight: Mixture of Experts (MoE).

Im Sommer kamen Behauptungen auf, dass OpenAIs GPT-4 eigentlich aus acht kleineren Modellen besteht, die zusammengeschaltet werden. Dieses Verfahren nennt man auch Ensemble Learning.

Das klassische Beispiel dafür ist Random Forest, wo mehrere Decision Trees parallel zu so einem Ensemble zusammengeschaltet werden. Soll das Ensemble dann eine Klassifikation vornehmen, nimmt jeder Decision Tree mit seinen eigenen Gewichten die Klassifikation vor. Anschließend entscheidet die Mehrheit der Decision Trees im Ensemble, wie das Gesamtmodell nun klassifizieren soll. Analog würde auch eine Regression umgesetzt werden können, als Aggregierungsfunktion kommt dann statt Mehrheitswahl eben sowas wie Mittelwert o. ä. zum Einsatz. Das besondere ist, dass mit Random Forest üblicherweise bessere Vorhersagen erzielt werden können, als mit einem einfachen Decision Tree.

MoE funktioniert in den groben Zügen ähnlich. Es gibt "Experten" (ähnlich wie die Decision Trees bei Random Forest), die dann gewichtet aggregiert werden (Gating). Die Technik ist eigentlich recht alt und viele waren überrascht, dass OpenAI genau so etwas einsetzen soll.

Umso besser, dass Mistral als das europäische LLM-Startup sich der Sache angenommen hat. Anfang des Wochenendes schwirrte schon ein Torrent durchs Netz, heute gibt es dann auch eine offizielle Pressemitteilung zu Mixtral 8x7B. Hierbei handelt es sich um ein "Sparse Mixture of Experts"-Modell (SMoE). Die Gewichte sind wieder offen und unter der Apache 2.0 lizenziert.

Kurz zu den Eckdaten: 32k Token Kontextlänge können verarbeitet werden. Dabei spricht das Modell Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch und Spanisch und wurde auch auf Codegenerierung optimiert. Fine-tuning ist ebenfalls möglich - so wurde bereits eine instruction-following-Variante trainiert.

Im Vergleich zu Llama 2 70B soll es in einer Vielzahl von Benchmarks bessere Ergebnisse abliefern und dabei schneller arbeiten. Die einzelnen Ergebnisse können der Pressemitteilung entnommen werden.

Einen klassischen Downloadlink konnte ich auf die schnelle nicht finden, das Twitter-Profil verweist nur auf die Torrents. Parallel kündigt das Start-up an, einen eigenen Dienst für API-Endpoints anzubieten, sodass ein Deployment auf eigener Infrastruktur nicht mehr zwangsläufig notwendig ist.

Kritischer ext4-Bug (besonders betroffen: Linux 6.1.64)

10. Dezember 2023 um 18:19

Aktuell sollte beim Updaten des Linux-Kernels Vorsicht walten gelassen werden. Bestimmte Kernel-Releases weisen ein Problem mit ext4 auf, das theoretisch im schlimmsten Fall zu einer Datenbeschädigung führen kann.

Es gibt eine Konstellation, in der in einem Release nur der erste ohne den zweiten Commit enthalten ist und somit der Code nicht wie gewünscht arbeitet. Konkret geht es um

  • 91562895f803: "ext4: properly sync file size update after O_SYNC direct IO" (ab v6.7-rc1)
  • 936e114a245b6: "iomap: update ki_pos a little later in iomap_dio_complete" (ab v6.5-rc1)

Jan Karas E-Mail auf der LKML zufolge geht es darum, dass der erste Commit nur dann im Code vorhanden sein darf, wenn der zweite Commit bereits enthalten ist. Eigentlich ist das logisch, weil das ja mit der Reihenfolge dann auch so passt.

Jetzt kommen allerdings noch die Backports und Distributionen ins Spiel. Für den Kontext: da nicht jeder immer auf die neuste Linux-Version aktualisieren kann, gibt es ein Team, was alte Versionen nachpflegt und kleine, unkritische Fixes neuerer Versionen auf die älteren Versionen "rückportiert", also backported. Allerdings kann es nun passieren, dass etwas ganz neues rückportiert wird, ohne, dass eine ältere Voraussetzung rückportiert wurde. Die Fehler, die dann auftreten, nennt man klassicherweise eine Regression. Die einzelnen Codeänderungen sind da nicht an sich das Problem, sondern eher die Konstellation, in der sie zusammengesetzt wurden.

Linux 6.1.64 und 6.1.65 sind betroffen, 6.1.66 enthält den Fix. Debian 12, das auf die Kernels setzt, ist dabei besonders in Aufruhe, da eine problematische Kernel-Version verteilt wird. Aus diesem Grund wurde auch die Veröffentlichung von Debian 12.3 verzögert.

Weitere Informationen

Apple, Android und Linux: Angreifer können per Bluetooth Befehle einschleusen

08. Dezember 2023 um 18:43

Der Einsatz der Bluetooth-Technologie gehört heute für viele Menschen zum Alltag. Ein Softwareingenieur hat darin Schwachstellen entdeckt, durch die sich auf anfälligen Systemen Tastatureingaben einschleusen lassen. Betroffen sind verschiedene Versionen von macOS, iOS und Linux sowie Android-Versionen der letzten elf Jahre.

SSD der Nextcloud ersetzen

08. Dezember 2023 um 17:01

Der Black Friday ist für den Einzelhandel ein willkommenes Datum, um Waren an den Mann bzw. die Frau zu bringen. In dieser Zeit wird Lagerware abverkauft, um Platz für Neues zu schaffen. Der Endverbraucher profitiert meist durch Rabatte und Nachlässe auf interessante Artikel.

Angelockt durch solch ein Angebot, habe ich mir eine externe 2TB-SSD zugelegt, um den Speicher meiner Nextcloud zu erweitern. Im Vorfeld hatte ich mir hierzu schon einige Gedanken gemacht, wie ich die alte 500GB SSD durch das neue und größere Speichermedium ersetze.

Nextcloud auf dem Raspberry Pi mit SanDisk SSD (2 TB)
Raspberry Pi mit SanDisk SSD

Die perfekte Lösung für mich war das Duplizieren der Quelle mit Clonezilla. Hierbei wurden beide Festplatten an den Rechner angeschlossen, Clonezilla gestartet und mit device-device ein Duplikat erstellt. Bei diesem musste dann nur noch die Partition vergrößert werden. Da der Zielfestplatte die selbe UUID vergeben wurde, waren im Anschluss keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

Clonezilla Auswahl device-device
Clonezilla device-device

Blue Screen für Linux: QR-Code und Fehler­meldungen mit systemd v255

07. Dezember 2023 um 08:11

Vor Systemabstürzen ist auch Linux nicht gefeilt. Die sogenannte „Kernel Panic“ trägt für unerfahrenen Nutzer kaum zur Fehlerlösung bei. Für Abhilfe sorgt nun ein „Blue Screen of Death“, kurz BSOD, und zieht als Teil von systemd unter Linux ein – komplettiert um konkrete Fehlermeldungen und QR-Code mit Link zu Hilfeseiten.

Was Schüler über proprietäre Software schreiben und warum es mich motiviert

06. Dezember 2023 um 23:00

Was Schüler über proprietäre Software schreiben und warum es mich motiviert

Schüler auf der ganzen Welt erfahren mehr über die Geschichte von "Ada & Zangemann - Ein Märchen über Software, Skateboards und Himbeereis": Es ist ermutigend zu sehen und mit zu erleben, wie neue Genartionen sich inspirieren lassen und selbst das programmieren anfangen, noch dazu wenn sie dann Zangemann aufgrund seines Verhaltens anschreiben. Nachfolgend findet ihr eine persönliche Nachricht unseres Präsidenten Matthias Kirschner an unsere Leser.

Die Geschichte von Ada & Zangemann ist derzeit auf Französisch, Englisch, Deutsch und Italienisch im Handel erhältlich.

2023 war ein belebtes Jahr bei der FSFE. Neben unserer allgemeinen Förderung für Softwarefreiheit haben wir EU-Regulatoren geholfen, Freie Software für ihre Arbeit am Cyber Resilience Act, der Product Liability, dem Interoperable Europe und dem AI Act besser zu verstehen. Wir haben im Digital Markets Act weiter das Thema der Geräteneutralität verfolgt, die Umsetzung der Routerfreiheit überwacht und sichergestellt, dass die öffentliche Verwaltung ihre Versprechen zu "Public Money? Public Code!" einhält. Wir unterstützten Freie-Software-Beitragende, indem wir Fragen beantworten und Werkzeuge bereitstellen, um den rechtlichen Verpflichtungen besser nachzukommen.

In diesem Jahr, sowie in den zwei Jahrzehnten davor, gibt es Zeiten, in denen es trotz harter mit unserem Team Rückschläge gibt. Regulierer, die (auch 2023!) noch nicht verstehen, wie Freie Software funktioniert; Unternehmen, die immer wieder versuchen, Softwarefreiheit für ihren eigenen Nutzen zu beschränken, trotz des Schadens, den sie dadurch der Gesellschaft anrichten; oder Menschen in der Freie Software-Gemeinschaft, die gegeneinander arbeiten, anstatt sich auf unsere gemeinsamen Ziele zu konzentrieren.

Das nächste Jahr arbeite ich 20 Jahre für die Free Software Foundation Europe. Am 10. Dezember 2003 habe ich mich in die Diskussions-Mailingliste der FSFE eingetragen; 2004 habe ich als ersten Praktikanten bei der FSFE angefangen; dann habe ich mich ein paar Jahre ehrenamtlich engagiert; und seit 2009 bin ich fest angestellt.

Bei der FSFE habe ich das Privileg, mit vielen Ehrenamtlichen und Kollegen zu arbeiten, die sich gegenseitig motivieren, unsere Arbeit fortzusetzen, auch in Situationen, in denen andere eventuell aufgeben würden. Wir erinnern uns gegenseitig daran, warum wir diese Arbeit machen, und warum es für die Gesellschaft wichtig ist, sie trotz oft harten Widerstandes fortzusetzen.

Eine dieser Erinnerungsmomente, wenn ich E-Mails und Briefe über das Buch "Ada & Zangemann – Ein Märchen über Software, Skateboards und Himbeereis” erhalte: E-Mails von Eltern, die mir von ihrer Tochter erzählten, die nach dem Lesen des Buches zu programmieren anfangen will; süße Postkarten von Kindern, die mit mir ihre Gedanken über das Buch teilen; oder eine E-Mail mit Bildern aus einem Krankenhaus im Nahen Osten, die einige der Bücher bekamen und uns davon berichteten, wie sehr die Kinder das Lesen des Buches genossen haben (wie ein Charakter im Buch, haben viele von ihnen 3D gedruckte Arme oder Beine).

Im Juni erhielten wir Briefe, von Schülern des “English International College” in Marbella (Spanien). Ihre Lehrkraft, Kaye Fogarty, las das Buch zusammen mit ihren 8- und 9-jährigen Schülern und konzentrierte sich auf "den Zugang zum Internet auf globaler Ebene und wie die Ungleichheit des Zugangs in bestimmten Teilen der Welt die Menschen dort in Bezug auf Bildung und Zukunftschancen enorm benachteiligt". Die Schüler teilten dann ihre Gedanken zum Buch durch Briefe an Zangemann, den Antagonisten des Buches. Wir haben die Erlaubnis, diese Briefe mit dir zu teilen und du kannst auch besser verstehen, warum das so ein motivierender Moment für mich war.

Wenn ich all diese Briefe und E-Mails lese, bin ich sicher, dass es viele junge Menschen gibt, denen Softwarefreiheit wichtig ist. Während sich viele in unserer Bewegung seit 40 Jahren hart für Softwarefreiheit einsetzen, bin ich zuversichtlich, dass es neue Generationen, klug und voller Tatendrang gibt, die die Zügel in die Hand nehmen werden und die Technologie nutzen werden, um ihre Zukunft aktiv mitzugestalten. Ich habe das starke Gefühl, dass sie unsere Bewegung für die Herausforderungen, die in den nächsten 40 Jahren auf die Menschheit zukommen, weiterführen und stärken werden.

Lies die Briefe selbst

Vielen Dank für deine Unterstützung!

Matthias Kirschner, President FSFE

PS: Hier die Rückmeldung, die ich von der Schule erhielt: "Ein wunderbar unterhaltsame Lektüre mit einer bestärkenden Botschaft für jüngere Generationen, die unsere Welt und die Art, wie wir darin leben, prägen wird." Kaye Fogarty, The English International College, Marbella

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