Normale Ansicht

Mozilla veröffentlicht Firefox 128.0.2

23. Juli 2024 um 16:47

Mozilla hat Firefox 128.0.2 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 128.0.2

Mozilla hat Firefox 128.0.2 für Windows, macOS und Linux veröffentlicht. Für alle, die sich fragen, was mit Firefox 128.0.1 ist: Diese Versionsnummer war einem ausschließlichen Android-Update vorbehalten, daher geht es für Desktop-Nutzer direkt von Version 128.0 auf 128.0.2.

Mit dem Update verbessert Mozilla die sichtbare Einstellung für PPA dahingehend, dass die Checkbox automatisch deaktiviert und inaktiv wird, wenn Telemetrie deaktiviert ist. Tatsächlich war die Funktion bereits vorher an die Telemetrie-Einstellung gekoppelt. Dies war über die Oberfläche allerdings nicht ersichtlich.

In Video-Anrufen via WebRTC konnte es für Nutzer eines Macs bei Verwendung der eingebauten Lautsprecher und des Mikrofons zu einem störenden Echo kommen.

Ein Fehler in der Screenshot-Funktion wurde behoben, der verursachte, dass Inhalte, die nur bei Herüberfahren mit der Maus über ein Element angezeigt werden, mit Aufruf der Screenshot-Funktion verschwunden sind und daher nicht mit aufgenommen werden konnten.

Der Abschnitt „Experimentelle Funktionen“ auf der Seite about:support zeigte nur eine leere Tabelle an.

Behoben wurde auch ein Problem, welches verursachte, dass das Panel der AdGuard-Erweiterung bei Klick auf die Schaltfläche nicht öffnete.

Ein Problem, welches dazu führte, dass manche Bildschirmlesegeräte beim Navigieren nach Zeichen in Rich-Text-Editoren nicht lesen konnten, wurde behoben.

Darstellungsprobleme bei Verwendung des Dark Mode auf Windows-Geräten mit ARM-CPU wurden behoben.

Ebenfalls behoben wurde ein Problem in Zusammenhang mit einer NTLM-Authentifizierung.

Eine Korrektur für die Ausrollung der Wetter-Funktion auf der Firefox-Startseite wurde vorgenommen, damit die Standort-Auswahl zur Verfügung steht.

In Zusammenhang mit der Einstellung des Mozilla Location Service wurde eine Telemetrie-Erhebung für die Geolocation-API ergänzt, um fehlgeschlagene Standortbestimmungen auf Linux-Systemen zu untersuchen.

Dazu kommen mehrere behobene Absturzursachen sowie weitere kleinere Korrekturen unter der Haube.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 128.0.2 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Wie wird im Ansible Automation Controller eine neue Inventory Source hinzugefügt?

22. Juli 2024 um 05:00

In diesem Überblick beschreibe ich am Beispiel der Proxmox inventory source, wie eine eigene Inventory Source im Ansible Automation Controller hinzugefügt werden kann.

Die folgenden Schritte wurden mit der Ansible Automation Platform 2.4 getestet. Die einzelnen Schritte sollten in gleicher Weise auch in Ansible AWX ausgeführt werden können.

Um diesem Text folgen zu können, werden Kenntnisse im Umgang mit Ansible und Git auf der Kommandozeile vorausgesetzt.

Der Text verweist, wo möglich, auf bestehende Dokumentation. Es handelt sich bei diesem Text nicht um ein klassisches Tutorial. Er dient mir als Gedächtnisstütze und mag euch eine Anregung sein, bzw. im besten Fall die Wissenslücken schließen, die sich mit der Dokumentation allein nicht schließen lassen.

Ausgangssituation

Abschnitt 18.4.5.1. Inventory sources im Automation Controller User Guide führt die in der Ansible Automation Platform (AAP) unterstützten Inventory Sources auf. Möchte man nun bspw. Proxmox Virtual Environment (PVE), Microsoft Active Directory oder Cisco DNA Center als Quelle für sein Inventar benutzen, wird man auf den ersten Blick nicht fündig.

Für das Beispiel in diesem Text werden Hosts aus der Bestandsliste eines PVE als Inventory Source hinzugefügt. Die dabei verwendete Vorgehensweise kann auch für andere Inventory Plugins verwendet werden. Die Entwicklung von Inventory Plugins ist jedoch nicht Gegenstand dieses Textes. Hierzu wird auf die Dokumentation unter „Developing dynamic inventory“ verwiesen.

Mein Kollege Steffen Scheib hat mir geholfen, das Proxmox-Plugin zu konfigurieren, wofür ich ihm an dieser Stelle nochmal ganz herzlich danke. Es liegt auf meiner Arbeitsstation als Ansible Project in folgender Verzeichnisstruktur vor:

]$ tree proxmox_inventory/
proxmox_inventory/
├── collections
│   └── requirements.yml
├── inventory
│   └── inventory.proxmox.yml
└── vault_password_file

3 directories, 3 files

Mit Ausnahme der Datei vault_password_file wurden alle Dateien und Verzeichnisse in Git aufgenommen. Ich verwende einen einfachen Git-Server in meiner Laborumgebung, auf welchen ich meine lokalen Repositorys pushe. Der Automation Controller synchronisiert das Projekt aus dem Git-Repo, um es als Inventory Source verfügbar zu machen.

Die Vorgehensweise im Überblick

  1. Ansible Credential für Source Control erstellen
  2. Ein Ansible Projekt hinzufügen
  3. Einen Custom Credential Type erstellen
  4. Ein Ansible Inventory hinzufügen

Ansible Credential für Source Control erstellen

Das Proxmox Inventory Plugin befindet sich in einem Git-Repository, auf welches mit SSH-Key-Authentifizierung zugegriffen werden kann. Damit auch der Automation Controller auf dieses Repository zugreifen kann, wird ein Credential vom Typ Source Control erstellt.

Beipsiel für einen Source Control Credential Typ im Ansible Automation Controller

Der SSH-Private-Key wurde von meinem Host hochgeladen und verschlüsselt im Automation Controller gespeichert. Der Key lässt sich in der GUI nicht wieder sichtbar machen, lediglich ersetzen.

Ein Ansible Projekt hinzufügen

Der Dokumentation folgend, wird ein Projekt hinzugefügt:

Beispiel einer ausgefüllten Maske im Automation Controller, zum Hinzufügen eines Projekts.

Wenn alles passt, wird das Projekt nach dem Speichern erfolgreich synchronisiert:

Dieses Projekt wird in einem späteren Schritt zur Erstellung des Inventory benötigt.

Einen Custom Credential Type erstellen

Bevor ich auf die Erstellung selbst eingehe, möchte ich kurz beschreiben, warum dieser Schritt notwendig ist.

Folgender Codeblock zeigt meine Datei inventory.proxmox.yml welche einige mit Ansible Vault verschlüsselte Werte enthält:

]$ cat inventory/inventory.proxmox.yml 
---
plugin: 'community.general.proxmox'
url: 'https://pve.example.com'
user: !vault |
          $ANSIBLE_VAULT;1.1;AES256
          30623661316338386633623162303036346562346238386162633263636164636338393532613565
          3332616265353962326139363533313261623739643765640a623032613034613139653162356266
          34646464323233313964663939643631313539353736313364333433643136306632633065633664
          3234346635396563350a656334353632643830353534386636306365656261356436613662623163
          31663535363264356537336531393731633164613733316537383433653334643433
token_id: !vault |
          $ANSIBLE_VAULT;1.1;AES256
          62356662336534646661353666356263363734666231643932393430336639363032303266636432
          3762343235633335613663393838343532326230353130380a616161313830373265306137346562
          61613662333764393565316362623838633332376366373161646237363163663039613863393439
          3165616664626633390a396465343430373837343662373634653634643138613131633034306432
          62623438366166353765366339323263393833396133653866343833663335663766
token_secret: !vault |
          $ANSIBLE_VAULT;1.1;AES256
          66386338643463373837666164396332306261366634396630306430663937613963346164636433
          3362396566343932393234353439383932316436396437380a336365393038373566383534623136
          30353332383464356664393666383664636536666531663463623232353136353636363366653431
          3234616531623537630a393530643437376363653438643036636436316636616265316361623661
          35313832613063633662363531346164306638373538393164373663633335333863646430663232
          6339343164633865636239356538326438333937366134613738

validate_certs: false

# fail if a variable is not resolvable
strict: true

# facts are required to retrieve proxmox_vmtype
want_facts: true

# only allow qemu VMs
filters:
  - "proxmox_vmtype == 'qemu'"

Auf der Kommandozeile meines Hosts kann ich den Inhalt des Dynamic Inventory wie folgt anzeigen lassen:

ansible-inventory -i inventory/inventory.proxmox.yml --list --vault-password-file vault_password_file

Die Datei vault_password_file befindet sich jedoch nicht im Git, da sie das Passwort im Klartext enthält. Aus diesem Grund möchte ich die Datei auch nicht auf dem Automation Controller ablegen. Irgendwie müssen auf dem Automation Controller jedoch Credentials hinterlegt werden, um die Ansible Vault encrypted_strings zu entschlüsseln. Die Lösung steckt in diesem Kommentar auf Github. Im Automation Controller User Guide gibt es dazu Chapter 11. Custom credential types.

Fertig sieht das dann so aus:

Quelle: https://github.com/ansible/awx/issues/4089#issuecomment-1632066592

Das Schlüssel-Wert-Paar secret: true stellt sicher, dass das Passwort verschlüsselt gespeichert wird. Es kann danach im Automation Controller nicht mehr im Klartext angezeigt werden. Nachdem der neue Credential Typ erstellt ist, kann dieser instanziiert werden:

Beispiel des neuen Custom Credential Typs ‚encrypted_vault_password‘

Das Vault Passwort wird in das entsprechende Formularfeld kopiert. Es ist standardmäßig nicht sichtbar und wird wie oben bereits erwähnt, verschlüsselt gespeichert. Mit diesem Credential verfügt der Automation Controller nun über die notwendigen Informationen, um das Proxmox Inventory auszulesen.

Ein Ansible Inventory hinzufügen

Zuerst wird ein Inventory nach Dokumentation erstellt. Anschließend wird diesem eine Inventory Source hinzugefügt.

Die Formularfelder sind dabei wie folgt zu befüllen:

  • Name: Kann frei vergeben werden
  • Source: Sourced from a Project
  • Credential: Hier wird das im vorangegangenen Schritt erstellte Credential ausgewählt
  • Project: Hier wird das in obigen Abschnitt erstellte Projekt ausgewählt
  • Inventory file: Kann in diesem Fall auf `/ (project root)` gesetzt werden
Eine Inventory Source mit Proxmox als Beispiel

Nach dem Speichern wird die Inventory Source durch Klick auf ‚Sync‘ synchronisiert:

In dieser Ansicht wurde die Inventory Source bereits erfolgreich synchronisiert

Und wir haben 17 Hosts in unserem Inventory:

Damit endet dieser kurze Überblick auch schon. Ich wünsche euch viel Freude bei der Inventarpflege.

Wieso Privacy Preserving Attribution (PPA) gut für die Privatsphäre der Nutzer ist

20. Juli 2024 um 14:25

In den letzten Tagen gab es eine katastrophale Berichterstattung anderer Websites über eine experimentelle Unterstützung von Privacy Preserving Attribution (PPA) in Firefox 128. Auffällig: Die Websites, die so negativ berichtet haben, sind zu einem großen Teil selbst die größten Profiteure vom Tracking ihrer eigenen Leser – etwas, was es mit PPA nicht geben würde. Dieser Artikel liefert die Fakten, welche andere Websites verschweigen, und erklärt, was es mit Privacy Preserving Attribution wirklich auf sich hat, wieso es hier nicht alleine um Mozilla geht, welche Rolle auch die anderen Browser sowie Let’s Encrypt-Betreiberin ISRG spielen und wieso PPA in Wahrheit gut für den Nutzer ist.

Die Sache mit der Werbung

Ohne Frage ist Werbung auf Websites ein kontroverses Thema. Ob man nun Werbung auf Websites akzeptieren kann oder jede Form von Werbung blockiert: Tatsache ist, dass ein großer Teil des Webs werbefinanziert ist und sich das nicht ändern wird, nur weil ein Teil der Nutzer einen Werbeblocker verwendet. Wie ich bereits in meinem Kommentar zu Werbeblockern vor neun Jahren formuliert hatte:

„Alles hat seinen Preis, auch das, was einen selbst nichts kostet. Ausgaben für Server, Redaktionsräume sowie Redakteure und ja, manche Webseite besitzt sogar tatsächlich die Dreistigkeit, auch etwas verdienen zu wollen. Mir persönlich kann auf jeden Fall kein Leser erzählen, dass er acht Stunden am Tag arbeitet, vielleicht sogar mehr, nur um der guten Sache wegen und kein Geld dafür von seinem Arbeitgeber sehen will. Ein Geschäftsmodell gibt Webseiten die Möglichkeit, den Lesern kostenlos Inhalte in einer Weise anbieten zu können, welche für die Content-Anbieter lukrativ ist. Die Alternative dazu ist es eben nicht, die Inhalte werbefrei anzubieten, die Alternative dazu ist es, die Inhalte gar nicht anzubieten. Denn wieso sollte jemand ein Geschäft, eine Online-Redaktion, irgendetwas aufbauen und ggf. sogar die Verantwortung für viele Menschen und deren Existenzen übernehmen, wenn überhaupt kein eigener Nutzen darin besteht? Das mag edel klingen, geht aber leider vollkommen an der Realität vorbei.“

An dieser Stelle soll keine Moraldebatte über Werbeblocker geführt werden. Wer Werbung blockieren will, soll Werbung blockieren. Das ist hier nicht das Thema. Aber jedem muss klar sein, dass nur weil man selbst Werbung blockiert, dies nichts daran ändert, dass werbefinanzierte Websites weiterhin über Werbung finanziert werden und nicht auf magische Weise plötzlich anders.

Wieso gibt es Tracking und was ist das Problem damit?

Das Schalten von Werbung kostet Geld. Und Werbung, die den potenziellen Käufer nicht interessiert, wird nicht zu einem Kaufabschluss, einer sogenannten „Conversion“, führen. Also versucht man, Werbung möglichst an diejenigen auszuspielen, die sich potenziell eher für das Produkt interessieren, als an der Zielgruppe vorbei. Das verspricht höhere Conversion-Raten und damit mehr Kaufabschlüsse bei gleichem Werbeeinsatz oder den gleichen Umsatz mit weniger Investition in Werbung. Damit das richtig funktioniert, muss der Erfolg der Werbung natürlich auch gemessen werden.

Was erst einmal gut klingt, hat aus Nutzersicht den großen Nachteil, dass diese Personalisierung üblicherweise über sogenanntes „Tracking“ erfolgt. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass Nutzer während des Surfens im Web „verfolgt“ werden, es entstehen „Nutzer-Profile“. Und diese sind teilweise sehr detailliert und können ein umfangreiches Bild vermitteln, welches teilweise so eindeutig ist, dass man leicht aus der Masse hervorsticht und über längere Zeiträume diesen eindeutigen Datensätzen zugeordnet werden kann. Aus Privatsphäre-Sicht des Nutzers ist dies sicher nicht erstrebenswert. Deswegen arbeiten Browserhersteller wie Mozilla seit Jahren daran, den Tracking-Schutz des Browsers immer weiter zu verbessern. Gerade Firefox liefert in sehr regelmäßigen Abständen immer weitere Privatsphäre-Verbesserungen.

Immer nur blockieren hat das Problem nicht gelöst

Nun könnte man auf die Idee kommen, dass wenn Tracking so schlecht ist, Browser doch einfach alle Tracking-Versuche blockieren könnten. Zu glauben, das sei bereits die ganze Antwort auf das Problem, wäre naiv.

Browser wie Firefox unternehmen bereits große Anstrengungen, Tracking zu blockieren. Je schwieriger das Tracking über konventionelle Wege gemacht wird, desto kreativer wird allerdings auch die Werbebranche. Vor Jahren wurde sogar schon damit begonnen, mit HSTS eine Sicherheits-Funktion für Tracking-Zwecke zu missbrauchen. Dass Nutzer Sicherheits-Funktionen abschalten, um die Privatsphäre zu gewährleisten, sollte definitiv nicht das Ziel sein.

Zu bedenken ist außerdem, dass es auch auf Kosten der Website-Kompatibilität geht, je mehr man blockiert. Nicht grundlos bietet Firefox einen Standard- sowie einen strengeren Tracking-Schutz an, der mehr blockiert, dafür aber auch einiges an Problemen auf Websites verursacht. Diesen standardmäßig für alle Nutzer zu aktivieren, wäre nach heutigem Stand nicht möglich, da Firefox-Nutzer so viele Probleme auf Websites hätten, für die aus Sicht vieler Nutzer natürlich Firefox Schuld wäre, dass sie vermutlich zu einem Browser wechseln würden, der diese Probleme nicht hat – vielleicht auch, weil dieser weniger gegen Tracking unternimmt als Firefox.

Um Tracking wirklich nachhaltig zu eliminieren, kann es nur einen Weg geben: Es muss eine Alternative angeboten werden, bei der jeder gewinnt: Nutzer und Werbetreibende. Werbetreibende müssen in der Lage sein, ihre Werbung zielgerichtet auszuspielen und den Erfolg messen zu können. Nutzer müssen sich sicher hinsichtlich ihrer Privatsphäre fühlen können. Nur wenn die Interessen beider Seiten gewahrt bleiben, gibt es eine realistische Chance, Tracking eines Tages tatsächlich zu eliminieren.

„Werbung ist blöd, ich würde auch für Content bezahlen“

Das ist natürlich eine vorbildliche Haltung. Generell sollten Content-Ersteller, deren Inhalte man regelmäßig konsumiert, unterstützt werden. Allerdings sind Menschen mit dieser Einstellung in einer klaren Minderheit. Bezahlmodelle funktionieren realistisch betrachtet nur für einen ganz kleinen Teil aller Websites. Im Allgemeinen ist die Zahlungsbereitschaft der Nutzer für Websites minimal bis nicht existent. In Zeiten, in denen ohnehin alles teurer wird, gilt dies eher mehr als weniger. Und angenommen, mehr Websites würden eine Bezahlung verlangen: Selbst zahlungsbereite Konsumenten dürften wohl eine Grenze haben.

Auch Mozilla hatte mit dem Projekt Firefox Better Web vor vier Jahren mit dem Konzept einer Bezahlversion des Webs experimentiert, welches gegen eine monatliche Zahlung Werbefreiheit auf den teilnehmenden Partnerseiten versprochen hat. Dieses Experiment wurde relativ schnell eingestellt. Und das ist nur ein Beispiel. Versuche, Alternativen zur Werbung zu etablieren, gab es auch von anderen immer wieder. Fakt ist: Bis heute hat sich kein Geschäftsmodell für das Web gefunden, welches eine echte Alternative darstellt. Sogenannte Paywalls oder Bezahlschranken funktionieren im Einzelfall, aber sind keine Lösung für das Web als Ganzes. Zumal es auch der Idee eines offenen Webs widerspricht, wenn der Zugang zu großen Teilen des Webs eben nicht mehr offen ist, sondern bezahlt werden muss. Und es gibt bereits eine erschreckende Tendenz in diese Richtung.

Worum geht es bei Privacy Preserving Attribution (PPA)?

Nun kommen wir endlich zur Privacy Preserving Attribution, PPA. Wie ich bereits im Artikel zu Firefox 128 und damit deutlich vor der aktuellen Debatte beschrieben habe, geht es darum, eine Alternative zu etablieren, welche Tracking überflüssig macht. Werbetreibende sollen relevante Daten erhalten, ohne dass dabei Daten über einzelne Personen gesammelt werden. Im Vergleich zum Tracking ist das aus Sicht des Nutzers ohne jeden Zweifel die bessere Option.

Konkret geht es hier um die Attribution, sprich eine Zuordnung, wie oft eine bestimmte Werbung gesehen wurde und zu einem Kaufabschluss geführt hat. Ohne eine solche Zuordnung wüssten Werbetreibende nicht, ob ihre Werbung funktioniert oder nicht. Diese Information ist aber von elementarer Bedeutung und Werbetreibende gehen jeden technisch möglichen Weg, diese Information zu erhalten. Deswegen ist die Idee, diese Information in einer Weise bereitzustellen, welche die Privatsphäre der Nutzer schützt, sodass hierfür kein Tracking mehr stattfinden muss, wie es bislang der Fall ist.

Der entscheidende Unterschied zwischen PPA und Tracking ist der, dass bei PPA der Browser die Kontrolle darüber hat, welche Informationen geteilt werden. Und wenn Werbetreibende auf diese Schnittstelle setzen, kann der Browser die Privatsphäre der Nutzer vollständig gewährleisten, was nicht möglich ist, wenn stattdessen auf Nutzer-Tracking gesetzt wird und die Browser-Maßnahmen gegen Tracking von Werbetreibenden bewusst umgangen werden.

Wie funktioniert PPA?

Die Funktionsweise von PPA ist, grob skizziert, dass der Browser Impressionen über eine Anzeige speichert, also wie oft diese angezeigt worden ist. Damit gespeichert werden auch weitere Informationen zur Anzeige, wie die Ziel-Website. Die Website gibt an, an welchen Anzeigen sie interessiert ist. Auf Grundlage dieser Angaben erstellt der Browser dann einen Bericht, gibt diesen aber nicht an die Website weiter. Stattdessen wird dieser verschlüsselt und anonym über das Distributed Aggregation Protocol (DAP) an einen Aggregationsdienst gesendet. Dieser Aggregationsdienst kombiniert diesen Bericht dann mit vielen weiteren Berichten. Darüber hinaus wird ein zusätzliches „Rauschen“ hinzugefügt, das für einen differentiellen Datenschutz sorgt.

Was kompliziert klingt, sorgt dafür, dass keine Browsing-Aktivitäten an irgendjemanden gesendet werden. Werbetreibende erhalten lediglich aggregierte Informationen zur Wirksamkeit ihrer Anzeigen.

Wer ist der Aggregationsdienst und was hat Let’s Encrypt damit zu tun?

Mozilla setzt als DAP-Partner auf die Internet Security Research Group, kurz: ISRG, welche als Aggregationsdienst für PPA dient. Wem die ISRG nichts sagt: Dahinter steckt niemand Geringeres als die Betreiberin von Let’s Encrypt. Also jene Organisation, der zig Millionen von Websites für ihre HTTPS-Zertifikate vertrauen, einschließlich dieses Blogs.

Wenn nun also PPA für ein so großes Vertrauensdefizit in Bezug auf Mozilla sorgt, wie es manche darstellen, dürfte für Let’s Encrypt als Produkt der ISRG nichts anderes gelten. Immerhin erhält diese die ganze Berichte vom Browser. Und wenn der ISRG und damit Let’s Encrypt nicht mehr vertraut wird, sollte man konsequenterweise vielleicht auch alle Websites meiden, welche ein Zertifikat von Let’s Encrypt verwenden. Alles andere wäre nicht konsequent.

Wieso PPA sogar eine realistische Chance haben könnte

Es gab schon viele Ansätze, das Problem von Werbung und Tracking zu lösen. Wieso sollte nun ausgerechnet PPA bessere Chancen haben? Die Antwort könnte in der Zusammenarbeit mit ausgerechnet einem der größten Werbeunternehmen der Welt liegen.

Wie bereits festgestellt, wird das Hinzufügen immer weiterer Anti-Tracking-Mechanismen nicht das grundsätzliche Problem lösen. Um dieses Problem zu lösen, ist es wichtig, genau zuzuhören, was die Anforderungen der Werbebranche sind, statt an deren Interessen vorbeizuarbeiten, damit die dann wieder die nächsten Schutzmaßnahmen umgehen.

Für die Entwicklung von PPA hat Mozilla mit Meta zusammengearbeitet, Betreiberin unter anderem von Facebook und Instagram und damit von zwei der weltweit größten Werbeplattformen, die sehr gerne ihre Nutzer tracken. Was auf den ersten Blick nach keinem guten Match klingt, ergibt viel Sinn: Denn wenn am Ende eine Lösung steht, mit der sogar Meta leben könnte, stehen die Chancen nicht schlecht, dass die Lösung auch für andere Werbedienstleister gut genug ist.

PPA betrifft nur Nutzer, die ohnehin Werbung sehen

Ein häufiges Argument in der ganzen Debatte ist, dass die Nutzer ja grundsätzlich gegen Werbung seien und sie deswegen auch gegen PPA sind. Was sie dabei übersehen: Da sie aus genau diesem Grund ja ohnehin einen Werbeblocker einsetzen, sehen sie auch keine Werbung und damit gibt es auch keine Attribution. Diese Nutzer betrifft es also überhaupt nicht. PPA betrifft aber alle Nutzer, die Werbung sehen – und verbessert deren Privatsphäre gegenüber Werbung, welche auf Tracking setzt. Daran gibt es nichts auszusetzen, wie man es auch dreht und wendet.

PPA verbessert die Privatsphäre – über Werbung hinaus

PPA kann aber auch die Privatsphäre über Anwendungsfälle der Werbung hinaus verbessern und betrifft damit dann doch wieder auch Nutzer, die keine Werbung sehen. Wie das?

Wie bereits besprochen, wird Tracking vor allem in Zusammenhang mit Werbung genutzt. Wenn sich nun eine datenschutzfreundliche Alternative zum Tracking etablieren würde und Werbetreibende hierfür nicht länger auf Tracking setzen würden, würde daraus auch folgen, dass die Browserhersteller daran arbeiten könnten, den Tracking-Schutz ihrer Browser schärfer zu stellen und noch mehr Tracking zu unterbinden. Denn während sich praktisch alle einig sind, dass Tracking schlecht für die Privatsphäre ist, ist das Interesse der Werbemessung ja durchaus legitim. Wenn dieser Anwendungsfall wegfällt, kann Tracking für andere Zwecke leichter identifiziert und blockiert werden und Schutzmaßnahmen, die jetzt vielleicht noch aus Webkompatibilitätsgründen nicht als Standard umgesetzt werden können, könnten es dann möglicherweise.

Wen betrifft das PPA-Experiment in Firefox 128 denn jetzt überhaupt?

Beim PPA-Experiment in Firefox 128 handelt es sich um eine sogenannte Origin Trial. Vor allem Nutzer von Google Chrome sollten das Konzept kennen, denn dort sind zahlreiche Origin Trials aktiv – denen der Nutzer übrigens auch nicht explizit zustimmt. Gleiches gilt für Microsoft Edge.

Doch was bedeutet das? Das bedeutet, dass die Schnittstelle nicht einfach so von jeder Website genutzt werden kann. Die Nutzung dieser Schnittstelle muss beim jeweiligen Browserhersteller beantragt werden.

Dies hängt damit zusammen, dass es in dieser Phase darum geht, überhaupt erst einmal festzustellen, ob PPA so funktioniert, wie man es sich erhofft, um mit diesen Erkenntnissen dann den entsprechenden Webstandard weiterzuentwickeln.

PPA ist nach aktuellem Stand nur für wenige Websites in den USA aktiv.

Muss PPA standardmäßig aktiviert sein?

Ein Kritikpunkt in der Debatte ist auch die standardmäßige Aktivierung von PPA. Ist das notwendig? Für mich ist das ein eindeutiges Ja. Ansonsten wäre die Antwort darauf, ob PPA eine Alternative zum Tracking werden kann, doch bereits vorweggenommen.

Tracking erfolgt nicht über eine Schnittstelle, die dediziert dafür da ist, die Nutzer zu verfolgen. Tracking erfolgt über ganz normale Webtechnologie, welche standardmäßig verfügbar ist. Müsste PPA, anders als so ziemlich jeder andere Webstandard, zunächst vom Benutzer aktiviert werden, könnte sich PPA auch nicht als Alternative zum Tracking etablieren, weil das Ergebnis dann zwansläufig deutlich unter dem wäre, was Tracking liefert. Außerdem verbessert eine standardmäßige Aktivierung von PPA auch deren Privatsphäre von dem Aspekt her, dass man keinen zusätzlichen Tracking-Vektor schafft, weil Nutzer mit aktiviertem PPA in einer Minderheit wären.

Als kurzzeitig angelegtes Experiment, welches nur auf wenigen Seiten aktiviert ist und wichtige Erkenntnisse zur weiteren Entwicklung des Standards liefern soll, wäre es außerdem nicht zielführend, wäre PPA nicht standardmäßig aktiviert. Denn um realistische Daten zu erhalten und damit eine Aussagekraft zu entwickeln, mit der man arbeiten kann, ist eine entsprechende Skalierung unabdingbar.

Und dennoch hat Mozilla seinen Nutzern in Firefox eine sichtbare Einstellung gegeben, um PPA zu deaktivieren. Etwas, was sie nicht hätten tun müssen, in Anbetracht dessen, dass auch die Webstandards, die für Tracking genutzt werden, nicht per Checkbox deaktivierbar sind.

Für Nutzer mit abgeschalteter Telemetrie ist PPA im Übrigen in jedem Fall auch inaktiv, unanbhängig von dieser Checkbox.

Alternative Ansätze nicht gut genug

Mozilla hat sich in den letzten Jahren auch ganz genau angesehen, wie alternative Vorschläge wie beispielsweise FLoC, die Topics API und Privacy Sandbox von Google funktionieren. Das Resultat war, dass diese Vorschläge die Privatsphäre nicht ausreichend schützen. Statt einfach nur zu kritisieren, hat Mozilla selbst aktiv daran gearbeitet, eine bessere Lösung zu finden. PPA ist das Ergebnis von Jahren der Recherche, Diskussion und Entwicklung, auch basierend auf Erfahrungen durch die Entwicklung von erfolgten Privatsphäre-Verbesserungen in Firefox und den Fehlern, die andere Vorschläge machten.

Angeblicher Zusammenhang mit Kauf eines „Werbeunternehmens“ ist gelogen, PPA bereits vor 2 1/2 Jahren angekündigt

Im Juni hatte Mozilla angekündigt, das Unternehmen Anonym gekauft zu haben. Anonym stellt Lösungen bereit, um den Erfolg digitaler Werbung in einer datenschutzfreundlichen Weise zu messen. Tatsächlich klingt das auf den ersten Blick sogar sehr zusammenhängend. Anonym stellt allerdings technische Lösungen auf Seiten der Werbedienstleister bereit. PPA geht das Thema von der Browserseite her an. Unbestritten ist, dass beide ein gemeinsames Ziel verfolgen.

Die Behauptung mancher Website, Anonym stecke hinter Mozillas Vorstoß mit PPA, ergibt überhaupt keinen Sinn. Denn Mozilla hat Privacy Preserving Attribution bereits im Februar 2022 angekündigt, also vor knapp 2 1/2 Jahren. Schon damals hatte Mozilla im Übrigen ausdrücklich um Feedback gebeten.

Eine solche Behauptung, die von Mozilla im Übrigen auch verneint wurde, kam beispielsweise von heise (keine Verlinkung, da Lügen nicht durch Backlinks belohnt werden sollten), wo man unverschämterweise sogar so weit ging, in den Raum zu werfen, Mozilla würde für die PPA-Integration – von wem auch immer – Geld erhalten. Selbstredend gab es weder für das eine noch das andere eine Quelle. Dies hat sich der Redakteur schlicht und ergreifend ausgedacht. Dies war auch nicht die einzige falsche Behauptung einer Seite, welche schon in der Vergangenheit immer wieder dadurch aufgefallen ist, dass gründliche Recherchen wohl eher nicht im Pflichtenheft der Redakteure stehen.

Kein Alleingang von Mozilla, W3C-Gruppe

PPA ist nichts, was Mozilla im Stillen für sich alleine entwickelt hätte. Bereits die Ankündigung im Februar 2022 verwies auf die Private Advertising Technology Community Group, eine Arbeitsgruppe innerhalb des World Wide Web Consortiums (W3C), wo sich Mozilla Feedback einholen konnte und kann. Deren Teilnehmerliste ist prominent bestückt, unter anderem mit anderen Browserherstellern wie Google, Microsoft, Apple und Samsung, aber auch mit Verlagen, Werbeunternehmen und anderen Tech-Unternehmen. Da sind wir nämlich wieder genau dort, wo wir bereits früher im Artikel waren: Eine nachhaltige Lösung muss alle beteiligten Parteien ins Boot holen.

Wenn PPA funktioniert, profitieren nicht nur Firefox-Nutzer davon

Mozillas Ziel war es immer, das Web als Plattform zu verbessern. Marktanteile von Firefox sind schön und natürlich auch wichtig, da ein hoher Marktanteil logischerweise auch die eigene Position verbessert, um Änderungen durchzusetzen. PPA ist aber ein Beispiel, bei dem es nicht nur um Firefox geht.

Innerhalb von Firefox kann Mozilla daran arbeiten, den Tracking-Schutz seines Browsers immer weiter zu verbessern. Davon profitieren dann natürlich ausschließlich Firefox-Nutzer. Wenn jedoch PPA in der Praxis tatsächlich funktioniert und Werbedienstleister nicht länger auf Tracking setzen müssten, kann es den Nutzern egal sein, welchen Browser sie nutzen, weil der Privatsphäre-Vorteil dann unabhängig vom Browser gegeben wäre.

Zu guter Letzt: Lest euch die Quellen immer selbst durch

Eine abschließende Bitte: Glaubt nicht alles, was irgendwelche Websites behaupten, egal wie groß deren Name ist. Stellt euch immer auch die Frage, was wohl die Motivation des jeweiligen Verfassers ist. Tatsache ist, dass ein großer Teil der Websites, die PPA in ein so schlechtes Licht rücken, eine auffällig hohe Anzahl an Tracking-Scripts laden, sprich selbst zu den größten Profiteuren Tracking-basierter Werbung zählen. PPA hingegen muss erst beweisen, dass es zu keiner Beeinträchtung der Einnnahmen-Situation für Verlage führen würde. Natürlich kann das auch nur Zufall sein und die Recherche zum Thema fand einfach nur auf unterirdisch schlechtem Niveau statt. So oder so gilt: Besser immer selbst die Quellen prüfen, egal bei welchem Thema.

Natürlich muss auch diesem Blog, der im Übrigen komplett werbefrei und zu 100 Prozent unabhängig (Spenden für eine Unterstützung unabhängiger und Fakten-basierter Berichterstattung gerne gesehen 😉) betrieben wird, nicht blind vertraut werden. Einige Quellen dieses Artikels sind bereits direkt in den Artikel eingearbeitet. Am Ende möchte ich noch auf ein paar weitere offizielle Veröffentlichungen zum Thema in englischer Sprache hinweisen, für alle, die noch tiefer in das Thema einsteigen wollen:

Der Beitrag Wieso Privacy Preserving Attribution (PPA) gut für die Privatsphäre der Nutzer ist erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Übersetzungsfunktion von Firefox Nightly bekommt Unterstützung für weitere Sprachen

17. Juli 2024 um 20:49

Firefox besitzt eine Übersetzungsfunktion für Websites, welche im Gegensatz zu Cloud-Übersetzern wie Google Translate lokal arbeitet, die eingegebenen Texte also nicht an einen fremden Server sendet. Die Nightly-Version von Firefox unterstützt jetzt weitere Sprachen.

Firefox wird seit Version 118 standardmäßig mit einer lokalen Funktion zur maschinellen Übersetzung von Websites für den Browser ausgeliefert. Das bedeutet, dass die Übersetzung vollständig im Browser geschieht und keine zu übersetzenden Inhalte an einen Datenriesen wie Google oder Microsoft übermittelt werden müssen.

Dabei unterstützt Firefox bisher die Übersetzung aus und in die folgenden Sprachen: Deutsch, Englisch, Bulgarisch, Estnisch, Französisch, Italienisch, Katalanisch, Niederländisch, Portugiesisch, Spanisch sowie Polnisch.

Zusätzlich kann Firefox aus den folgenden Sprachen, aber noch nicht umgekehrt übersetzen: Finnisch, Griechisch, Russisch, Slowenisch, Türkisch, Ukrainisch sowie Ungarisch.

Die Nightly-Version von Firefox unterstützt bereits ein paar weitere Sprachen, deren Übersetzungsqualität noch nicht ganz so fortgeschritten ist, weswegen diese noch nicht in finalen Versionen zur Verfügung stehen. In den letzten Monaten und zuletzt in dieser Woche gab es weitere Ergänzungen der unterstützten Sprachen.

Firefox Nightly unterstützt nach aktuellem Stand zusätzlich zu den oben genannten Sprachen Übersetzungen aus und in die folgenden Sprachen: Litauisch, Persisch und Tschechisch. Dazu kommen Übersetzungen aus diesen Sprachen: Dänisch, Isländisch, Kroatisch, Lettisch, Maltesisch, Norwegisch (Bokmål), Norwegisch (Nynorsk). Vervollständigt wird dies durch Übersetzungen in diese Sprachen: Russisch, Ukrainisch und Ungarisch.

Da die Sprachmodelle über die Remote-Einstellungen von Firefox bereitgestellt werden, ist die Unterstützung neuer Sprachen an kein Firefox-Update gebunden und funktioniert direkt in jedem Firefox mit aktivierter Übersetzungsfunktion.

Damit unterstützt die Übersetzungsfunktion Firefox Nightly bereits 28 Sprachen in mindestens eine Richtung. Mozilla arbeitet mit Hochdruck daran, dass noch viele weitere folgen werden.

Der Beitrag Übersetzungsfunktion von Firefox Nightly bekommt Unterstützung für weitere Sprachen erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Mozilla veröffentlicht Firefox 128 für Android

13. Juli 2024 um 20:12

Mozilla hat Firefox 128 für Android veröffentlicht. Dieser Artikel beschreibt die Neuerungen von Firefox 128 für Android.

Download Firefox für Android im Google Play Store

Neuerungen von Firefox 128 für Android

Nutzer von Android 14 und höher können jetzt Passkeys in Passkey-Verwaltungsanwendungen von Drittanbietern erstellen und verwenden.

Der Einstellungsbildschirm von Erweiterungen erlaubt nun auch die Verwaltung optionaler Berechtigungen.

Wenn Android nach der Erlaubnis zur Geolokalisierung fragt, funktioniert die Auswahl „Ungefährer Standort“ jetzt wie vorgesehen.

Wenn in einem Formular ein Passwort vorgeschlagen wird, wird jetzt auch das Feld zur Wiederholung des Passworts ausgefüllt, wenn vorhanden.

Das Speichern der Daten für die Sitzungswiederherstellung konnte beim Wechseln zwischen Tabs eine erhebliche Menge an CPU-Zeit beanspruchen. Dies war besonders für Nutzer mit vielen Tabs bemerkbar. Hier gab es eine deutliche Verbesserung der Performance.

Für alle Nutzer älterer Android-Versionen gibt der User-Agent ab sofort die Nutzung von Android 10 vor. Für Android 11 und höher wird aus Webkompatibilitätsgründen weiterhin die richtige Android-Version gesendet.

Bei Betreten des Vollbildmodus, während ein Audio-Element aktiv ist, erzwingt Firefox nicht länger das Querformat.

Wird ein Link aus einer anderen App mit Firefox geteilt, schickt Firefox den Nutzer nicht länger zurück in die App, wenn als Einstellung für „Links in Apps öffnen“ die Option „Vor dem Öffnen fragen“ ausgewählt ist.

Dazu kommen wie immer neue Plattform-Features der aktuellen GeckoView-Engine, diverse Fehlerbehebungen, geschlossene Sicherheitslücken sowie Verbesserungen unter der Haube.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 128 für Android erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Alles Wissenswerte zu Firefox ESR 128 inklusive Unterschiede zu Firefox 128

10. Juli 2024 um 18:20

Mozilla hat Firefox 128 veröffentlicht. Firefox 128 ist gleichzeitig die neue Basis für Firefox ESR, die Firefox-Version mit Langzeitunterstützung. Während Firefox 128 und Firefox ESR 128 grundsätzlich identisch sind, gibt es doch ein paar Unterschiede zwischen beiden Versionen. Auch sonst gibt es einiges Wissenswertes für System-Administratoren.

Mozilla hat Firefox 128 und Firefox ESR 128 veröffentlicht. Nutzer von Firefox ESR 115 haben noch zwölf Wochen Zeit, ehe sie mit Erscheinen von Firefox 131 und Firefox ESR 128.3 am 1. Oktober 2024 automatisch auf Firefox ESR 128 migriert werden. Wie schon Firefox ESR 115 unterscheidet sich auch Firefox ESR 128 in ein paar wenigen Details von seinem Mainstream-Pendant.

Download Mozilla Firefox ESR 128

Nur in Firefox ESR 128: Deaktivierbare Signaturpflicht für Add-ons

Zum Schutz seiner Nutzer hat Mozilla eine Signaturpflicht für Add-ons in Firefox eingeführt, welche seit Firefox 43 standardmäßig aktiviert ist. Diese kann nur in Nightly-Builds sowie in der Developer Edition von Firefox deaktiviert werden, nicht in Beta- oder finalen Versionen. Die ESR-Version von Firefox 128 erlaubt auch in der finalen Ausführung die Deaktivierung der Signaturpflicht.

Zur Deaktivierung muss der folgende Schalter über about:config auf false geschaltet werden:

xpinstall.signatures.required

Achtung: Es ist aus Sicherheitsgründen nicht empfohlen, die Signaturpflicht für Erweiterungen zu deaktivieren. Wer seine Erweiterungen ausschließlich über addons.mozilla.org bezieht, findet außerdem in der Regel sowieso ausschließlich signierte Erweiterungen vor.

Nur in Firefox ESR 128: Zusätzliche Unternehmensrichtlinie

Seit Firefox 60 liefert Mozilla die Unterstützung von Unternehmensrichtlinien aus. Damit ist es für System-Administratoren möglich, Firefox für die Verteilung im Unternehmen vorzukonfigurieren, wofür bis einschließlich Firefox ESR 52 gerne der sogenannte CCK2 Wizard benutzt worden ist, der allerdings mit Firefox 57 und höher nicht kompatibel ist.

Die SearchEngines-Richtlinie zum Konfigurieren der Suchmaschinen funktioniert ausschließlich in Firefox ESR.

Alle Neuerungen zwischen Firefox ESR 115 und Firefox ESR 128

Natürlich gab es zwischen Firefox ESR 115 und Firefox ESR 128 auch wieder zahlreiche Neuerungen, darunter auch Neuerungen, welche für Unternehmen relevant sein könnten, wie beispielsweise neue Sicherheits- und Datenschutz-Verbesserungen. Für einen Überblick über alle wichtigen Neuerungen zwischen Firefox ESR 115 und Firefox ESR 128 empfiehlt sich die Lektüre der Artikel über die Neuerungen der entsprechenden Major-Releases:

Sonstiges Wissenswertes für Unternehmens-Administratoren

Unternehmensrichtlinien

Firefox lässt sich mittels zahlreicher Unternehmensrichtlinien konfigurieren. Dabei gibt es verschiedene Wege: Plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux über eine Datei policies.json, via GPO oder Intune auf Windows oder via .plist-Datei auf Apple macOS.

Tipp: Der Enterprise Policy Generator ist eine Erweiterung für Firefox, welche Administratoren von Unternehmen und Organisationen bei der Konfiguration von Unternehmensrichtlinien hilft. Kürzlich wurde das lange erwartete und große Update auf den Enterprise Policy Generator 6.0 veröffentlicht. Bis zum Ende der Unterstützung von Firefox ESR 115 am 1. Oktober 2024 sind noch fünf weitere Updates geplant, nach denen die Erweiterung alle bis einschließlich Firefox 128.0 unterstützten Richtlinien beinhalten wird.

Die Nutzung von Enterprise Policy Generator ist kostenlos. Die Entwicklung und Pflege der Erweiterung sind allerdings aufwändig und geschehen komplett in der Freizeit. Vor allem, wenn dieses praktische Werkzeug im Unternehmen eingesetzt wird, würde ich mich über eine Spende freuen, um die zukünftige Weiterentwicklung zu unterstützen.

MSI-Installer für Windows

Um System-Administratoren im Unternehmen das Anpassen und Verteilen von Firefox einfacher zu machen, bietet Mozilla anpassbare MSI-Installer für Firefox ESR auf Windows an.

MSI-Installer erlauben die Anpassung über eine MST-Datei und können über die auf Windows üblichen Deployment-Tools wie Active Directory oder Microsoft System Center Configuration Manager verteilt werden. Mozilla hat eine Dokumentation zu den MSI-Installern veröffentlicht.

Download MSI-Installer von Firefox ESR 128

pkg-Installer für Apple macOS

Ähnlich zu den MSI-Installern für Windows gibt es pkg-Installer für Apple macOS.

Download pkg-Installer von Firefox ESR 128

NEU: .deb-Paket für Linux

Wer eine auf Debian basierende Linux-Distribution wie beispielsweise Debian selbst, Ubuntu oder Linux Mint nutzt, kann Firefox jetzt auch als .deb-Paket installieren. Ein entsprechendes APT-Repository wird von Mozilla bereitgestellt. Seit Firefox 128 gibt es das erstmals auch für Firefox ESR.

Firefox ESR 128 als .deb-Paket für Linux installieren

Keine Unterstützung mehr von Windows 7, Windows 8, macOS 10.12, macOS 10.13, macOS 10.14

Für Nutzer, welche eines der veralteten Betriebssysteme Windows 7, Windows 8, macOS 10.12, macOS 10.13 oder macOS 10.14 nutzen, ist mit Firefox 115 Schluss. Firefox 128 lässt sich auf entsprechenden Systemen nicht mehr starten.

Möglicherweise wird die Unterstützung von Firefox ESR 115 für entsprechende Nutzer verlängert. Hierzu gibt es allerdings noch keine offizielle Kommunikation.

Dedizierte Profile pro Installation abschalten

Lesezeichen, Chronik, Erweiterungen, Passwörter, Einstellungen – diese und noch weitere Dinge werden in einem sogenannten Profil gespeichert. Verschiedene Firefox-Installationen nutzen bisher standardmäßig immer das gleiche Profil.

Seit Firefox 67 nutzt der Mozilla-Browser dedizierte Profile pro Installation. Das heißt, dass wenn ein Nutzer mehrere Firefox-Installationen hat, jede dieser Installationen ein eigenes Profil verwendet und damit standardmäßig nicht länger in allen Installationen automatisch die gleichen Lesezeichen, die gleiche Chronik etc. zur Verfügung stehen.

Gerade im Unternehmensumfeld kann dies unerwartet sein. Über eine Umgebungsvariable mit beliebigem Wert kann dieses Feature abgeschaltet werden:

MOZ_LEGACY_PROFILES

Wie Umgebungsvariablen angelegt werden, ist der Dokumentation des jeweiligen Betriebssystems zu entnehmen.

Downgrade-Schutz abschalten

Ein anderes Feature seit Firefox 67 ist ein Downgrade-Schutz. Firefox verhindert, dass der Browser mit einem Profil gestartet wird, welches bereits mit einer neueren Firefox-Version genutzt worden ist. Auch dieses Feature kann über eine Umgebungsvariable mit beliebigem Wert abgeschaltet werden:

MOZ_ALLOW_DOWNGRADE

Alternativ dazu kann Firefox mit dem folgenden Kommandozeilen-Argument gestartet werden:

--allow-downgrade

Dokumentation für System-Administratoren

Hier gibt es spezielle Hilfe-Seiten für die Administration von Firefox im Unternehmen.

Der Beitrag Alles Wissenswerte zu Firefox ESR 128 inklusive Unterschiede zu Firefox 128 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Mozilla veröffentlicht Firefox 128

09. Juli 2024 um 20:18

Mozilla hat Firefox 128 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Markierten Text übersetzen – auch in PDF-Dateien

Firefox wird mit einer lokalen Funktion zur maschinellen Übersetzung von Websites für den Browser ausgeliefert. Das bedeutet, dass die Übersetzung komplett im Browser geschieht und keine Inhalte an einen Datenriesen wie Google oder Microsoft übermittelt werden müssen. Neben der vollständigen Website-Übersetzung ist es ab sofort auch möglich, nur einen markierten Text zu übersetzen. Da es sich hierbei dann um eine reine Textübersetzung handelt, funktioniert diese Möglichkeit sogar in PDF-Dateien, für die keine vollständige Übersetzung zur Verfügung steht.

Firefox 128

Für Nutzer, welche noch die frühere Erweiterung „Firefox Translations“ installiert hatten, wird diese mit dem Update auf Firefox 128 automatisch entfernt, nachdem hier nun Feature-Gleichheit herrscht.

Neuer Dialog zum Löschen der Browsing-Daten

Der Dialog zum Löschen der Browsing-Daten wurde überarbeitet. Neben einer Reduzierung der Daten-Kategorien von sieben auf vier zeigt der neue Dialog Beschreibungstexte für jede Kategorie sowie den Platzbedarf von Cookies und Website-Daten sowie dem Browser-Cache an.

Firefox 128

Netflix auch in privaten Fenstern

Die Wiedergabe von DRM-geschützten Inhalten auf Streaming-Plattformen wie Netflix funktioniert jetzt auch in privaten Fenstern.

USA, Kanada: Such-Trends in Adressleiste

Nur für Nutzer mit US- oder kanadischem Englisch als Sprache zeigt Firefox beim Öffnen der Adressleiste jetzt direkt die letzte Suchanfrage sowie aktuelle Such-Trends an, um den Nutzer zur vorherigen Suchanfrage zurückzubringen oder zur nächsten Suchanfrage zu inspirieren.

Firefox 128

Datenschutzfreundliche Werbe-Messungen für Websites

Firefox 128 bietet eine experimentelle Unterstützung der Privacy Preserving Attribution API, welche eine Alternative zum Nutzer-Tracking für die Zuordnung von Werbung bietet. Das Ziel ist es, einen neuen Webstandard zu entwickeln, der Websites verstehen helfen soll, wie deren Werbung funktioniert, ohne Daten über einzelne Personen zu sammeln. Indem Websites eine nicht-invasive Alternative zum Cross-Site-Tracking angeboten wird, soll diese schädliche Praxis im gesamten Web deutlich reduziert werden. Die Details und wie das die Privatsphäre gegenüber dem Status Quo verbessert, hat Mozilla ausführlich in einem Support-Artikel beschrieben.

Aktuell hat nur eine kleine Anzahl an Websites Zugriff auf diese Schnittstelle. Websites können via Origin Trial Zugriff auf diese Schnittstelle bei Mozilla beantragen. Bei einem Origin Trial handelt es sich um eine Möglichkeit für Websites, sich für experimentelle Funktionen der Webplattform zu entscheiden. Firefox-Nutzer können diese Schnittstelle über einen neuen Abschnitt „Werbeeinstellungen für Websites“ in den Firefox-Einstellungen deaktivieren.

Firefox 128

Sonstige Endnutzer-Neuerungen von Firefox 128

Der Bild-im-Bild-Modus für Videos unterstützt jetzt auch Untertitel auf der Video-Plattform Vimeo.

Firefox 128 unterstützt die Darstellung weiterer Dateitypen mit einem text/* MIME-Type direkt im Browser, statt einen Download zu starten.

Das Stammzertifikat, das zur Überprüfung von Add-ons und signierten Inhalten verwendet wird, wurde erneuert, um ein baldiges Ablaufen zu vermeiden.

Bei Verwendung von SOCKS v5 wird der Proxy-Server jetzt auch für die DNS-Anfragen verwendet, um zu verhindern, dass DNS-Anfragen an das Netzwerk weitergeleitet werden.

Bei Verwendung eines dunklen Themes wird jetzt auch die Seite about:memory dunkel angezeigt.

Wird über about:config der Schalter browser.newtabpage.activity-stream.system.showWeather per Doppelklick auf true gestellt, kann seit Firefox 127 das aktuelle Wetter auf der Firefox-Startseite angezeigt werden. Wird zusätzlich der Schalter browser.newtabpage.activity-stream.weather.locationSearchEnabled auf true gesetzt, kann jetzt manuell der Ort für die Wetteranzeige verändert werden.

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Auch in Firefox 128 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 128 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Um den Schreibzugriff der Inhaltsprozesse unter Windows weiter einzuschränken, wurde die Integritätsstufe der Sandbox reduziert.

Verbesserungen der Entwicklerwerkzeuge

Bei Herüberfahren mit der Maus über einen CSS-Selektor im Inspektor-Werkzeug zeigt Firefox jetzt die CSS-Spezifität des jeweiligen Selektors an, was beim verstehen helfen kann, wieso eine Regel Vorrang gegenüber einer anderen Regel erhält.

Wird in der Regeln-Ansicht des Inspektors die Eingabe einer Eigenschaft begonnen und dann die ESC-Taste gedrückt, entfernt Firefox nicht länger die neu eingegebene Zeile, sondern schließt nur die Autovervollständigung.

Benutzerdefinierte CSS-Eigenschaften werden jetzt außerdem als ungültig markiert und mit einem entsprechenden Hinweis als Tooltip versehen, wenn deren Wert nicht mit der registrierten Definition der benutzerdefinierten Eigenschaft übereinstimmt und zum Beispiel ein Farbwert gesetzt wird, während eine Länge erwartet wird.

Auch die Markierung von inaktivem CSS, also CSS-Regeln, die aufgrund falscher Verwendung nicht aktiv sind, und dazu passendem Hilfe-Tooltip wurde um weitere Fälle erweitert.

Die Performance des Inspektors wurde für Websites verbessert, auf denen es eine tiefe Verschachtelung von CSS gibt.

Verbesserungen der Webplattform

Firefox 128 unterstützt die Angabe relativer Farben in CSS. Damit kann ein Farbwert relativ zu einer Ausgangsfarbe erstellt werden. Dies ermöglicht die einfache Erstellung von Ergänzungen zu vorhandenen Farben – wie hellere, dunklere, gesättigte, halbtransparente oder invertierte Varianten – und damit eine effektivere Erstellung von Farbpaletten.

Die content-Eigenschaft unterstützt jetzt die Angabe eines Alternativtextes bei Verwendung eines Bildes. Dieser Text steht dann Barrierefreiheitswerkzeugen zur Verfügung.

Der Accept-Header für Bilder und Dokumente wurde geändert, um besser mit dem Fetch-Standard und anderen Browsern übereinzustimmen.

Unter Apple macOS wird bei der Mikrofonerfassung über getUserMedia jetzt die systemeigene Sprachverarbeitung verwendet, sofern möglich, was die Audioqualität verbessert.

Dies war nur eine kleine Auswahl der Verbesserungen der Webplattform. Eine vollständige Auflistung lassen sich in den MDN Web Docs nachlesen.

Verbesserungen für Erweiterungs-Entwickler

Auch für Entwickler von Firefox-Erweiterungen gab es eine ganze Palette an Verbesserungen. Dazu gehört unter anderem die Unterstützung von optional_host_permissions in Manifest v3-Erweiterungen.

Menü-Einträge von Manifest v3-Erweiterungen verschwinden nicht länger unter bestimmten Voraussetzungen von alleine.

Diverse weitere Neuerungen für Erweiterungs-Entwickler lassen sich im offziellen Mozilla-Blog sowie in den MDN Web Docs nachlesen.

Neue Basis für Firefox ESR

Firefox 128 löst Firefox 115 als Basis für Firefox ESR, die Unternehmensversion von Firefox mit Langzeitunterstützung, ab. Bestehende Nutzer von Firefox ESR 115 werden nach aktueller Planung am 1. Oktober 2024 mit dem Erscheinen von Firefox ESR 128.3 automatisch auf Firefox ESR 128 umgestellt werden. Die Unterschiede zwischen Firefox 128 und Firefox ESR 128 sowie Wissenswertes für System-Administratoren werden in einem gesonderten Artikel behandelt.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 128 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Mozilla wird Unterstützung von Firefox für Windows 7 und Windows 8 verlängern

06. Juli 2024 um 17:04

Mozilla hat im Rahmen eines AMAs auf Reddit überraschend angekündigt, die Unterstützung für Nutzer von Firefox auf Windows 7 und Windows 8 zu verlängern.

Im Juni hatte Mozilla ein sogenanntes „Ask me Anything“ (AMA) auf Reddit veranstaltet, bei dem hochrangige Mozilla-Mitarbeiter die Fragen von Firefox-Nutzern beantwortet haben. Ein Thema war die Unterstützung der veralteten Betriebssysteme Windows 7 und Windows 8. Deren Unterstützung hatte Microsoft selbst bereits im Januar 2020 eingestellt. Während der Konkurrent Google Chrome seit Februar 2023 keine Unterstützung mehr anbietet, wurden Firefox-Nutzer auf Firefox ESR 115 migriert, dessen – nach aktuell bekannter Planung – letztes Update am 3. September 2024 erscheinen wird.

Byron Jourdan, seines Zeichens Senior Director Product Management bei Mozilla, erklärte:

Wir planen, den Support für Windows 7-Benutzer über das derzeit geplante Datum hinaus zu verlängern und ihnen bessere Möglichkeiten für die Migration auf einen neuen PC zu geben, wenn sie sich dafür entscheiden.

Reddit

Konkrete Angaben dazu, wie genau die weitere Unterstützung aussehen und wie lange diese anhalten soll, machte er keine. Viel mehr wisse Mozilla selbst noch nicht, wie lange Nutzer dieser veralteten Betriebssysteme noch unterstützt werden. Derzeit nutzen noch rund zehn Prozent aller Firefox-Nutzer entweder Windows 7 oder Windows 8, was der Grund für die verlängerte Unterstützung ist.

Da Firefox 128, der die neue Basis für Firefox ESR bilden wird, technisch nicht mehr dazu in der Lage ist, auf Systemen mit Windows 7 oder Windows 8 zu laufen, ist parallel zu Firefox ESR 128 von einer verlängerten Laufzeit von Firefox ESR 115 auszugehen. Offiziell bestätigt ist dies noch nicht.

Der Beitrag Mozilla wird Unterstützung von Firefox für Windows 7 und Windows 8 verlängern erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Firefox: Enterprise Policy Generator 6.0 veröffentlicht

30. Juni 2024 um 18:51

Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Mit dem Enterprise Policy Generator 6.0 ist nach über vier Jahren nun ein großes Update erschienen, welches Unterstützung für viele neue Unternehmensrichtlinien, Fehlerbehebungen und mehr bringt. Der Plan sieht fünf weitere Updates im Laufe der kommenden drei Monate vor.

Enterprise Policy Generator

Download Enterprise Policy Generator für Firefox

Die Enterprise Policy Engine erlaubt es Administratoren, Firefox über eine Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert.

Der Enterprise Policy Generator hilft bei der Zusammenstellung der sogenannten Enterprise Policies, sodass kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig ist und sich Administratoren die gewünschten Enterprise Policies einfach zusammenklicken können.

Neuerungen vom Enterprise Policy Generator 6.0

Manifest v3, Schema-Migrator, Firefox-Kompatibilität und mehr

Entwickler von Browser-Erweiterungen nutzen die sogenannte WebExtension-Architektur. Dabei gibt es die ältere Version des Standards, das sogenannte Manifest v2 (MV2), und dessen Weiterentwicklung, das Manifest v3 (MV3). Enterprise Policy Generator ist nun eine MV3-Erweiterung.

Ein weiteres internes Highlight ist die Implementierung eines Schema-Migrators, der die automatische Migration gespeicherter Konfigurationen ermöglicht, wenn im Rahmen eines Updates dieser Erweiterung die Unterstützung einer Richtlinie zugunsten einer neueren Richtlinie entfernt wird oder sich die Verwendung einer Richtlinie durch zusätzliche Optionen verändert.

Enterprise Policy Generator erfordert jetzt Firefox 115 oder höher. Die mindestens erforderliche Firefox-Version wird außerdem nicht länger für Richtlinien angezeigt, welche vor Firefox 115 implementiert worden sind.

Der Enterprise Policy Generator verfolgt einen selbst generierenden Ansatz, bei dem sich der Aufbau der Oberfläche, das Generieren der Datei policies.json, das Speichern und Laden sowie das Exportieren und Importieren von Konfigurationen vollständig automatisiert aus einer einzelnen internen Konfigurationsdatei ableitet. Zur Unterstützung neuer Unternehmensrichtlinien, welche sich bisher nicht abbilden ließen, wurde die Unterstützung für mehrere zusätzliche Richtlinien-Typen ergänzt.

Für Hinweise zur Versionskompatibilität wird nicht länger das alte Firefox-Logo verwendet, außerdem wurde die Dateigröße diverser Grafiken reduziert. Die Anweisungen für Nutzer von Apple macOS wurden klarer formuliert und es gab diverse kleinere Verbesserungen der Code-Qualität.

Das Update auf Version 6.0 bringt auch diverse Fehlerbehebungen. Dies schließt neben anderen Fehlern Probleme bei Verwendung mehrerer Erweiterungen in der ExtensionSettings-Richtlinie ein, leere Objekte in der generierten Datei policies.json, wenn für bestimmte Richtlinien kein Wert übergeben wurde, oder Fehlermeldungen in der Browserkonsole.

Neue Richtlinie: (fast) beliebige Einstellungen verändern

Eine der wichtigsten neuen Richtlinien im Enterprise Policy Generator 6.0 ist die Preferences-Richtlinie. Diese erlaubt das Setzen quasi beliebiger Einstellungen, die sich auch über about:config finden lassen. Aus Sicherheitsgründen ist allerdings nicht das Verändern tatsächlich jeder Option erlaubt. Insbesondere die security.-Schalter sind stark eingeschränkt. Der Enterprise Policy Generator kommt inklusive Validierung gültiger Optionsnamen.

Enterprise Policy Generator 6.0

Neue Richtlinie: Standardanwendungen festlegen

Eine weitere wichtige neue Richtlinie ist die Handlers-Richtlinie. Diese erlaubt es, Standardanwendungen für das Öffnen von Dateien, Protokollen und MIME-Typen festzulegen.

Enterprise Policy Generator 6.0

Viele weitere neue und erweiterte Richtlinien

Der Enterprise Policy Generator bringt neben diesen beiden neuen Richtlinien die Unterstützung für noch elf weitere komplett neue Richtlinien, unter anderem zur Konfiguration von Erweiterungen, welche chrome.storage.managed verwenden. Zehn bereits bestehende Richtlinien wurden um zusätzliche Optionen erweitert. Zwei Richtlinien sowie die Option einer weiteren Richtlinie wurden entfernt. Für entfernte Optionen oder Richtlinien, deren Verwendung sich geändert hat, sorgt eine automatische Migration in gespeicherten Konfigurationen für einen reibungslosen Ablauf nach dem Update der Erweiterung.

Eine vollständige Übersicht über alle neuen und verbesserten Richtlinien im Enterprise Policy Generator 6.0 gibt es im offiziellen Changelog der Erweiterung.

Ausblick: Weitere fünf Updates in den nächsten drei Monaten

So lange Nutzer auf dieses Update warten mussten, so schnell soll es jetzt gehen: Während der Enterprise Policy Generator viele Verbesserungen unter der Haube brachte, die Unterstützung aller Unternehmensrichtlinien komplettierte, die im Lebenszyklus von Firefox ESR 68 implementiert worden sind, ebenso wie einen großen Teil der Richtlinien aus Firefox ESR 78, gibt es noch einige Richtlinien und Optionen mehr zu unterstützen. Der Enterprise Policy Generator 6.0 bietet die optimale Grundlage, um diese und zukünftige Richtlinien in angemessener Zeit bereitzustellen. So geht es weiter:

  • Enterprise Policy Generator 6.1: Komplettierung der Richtlinien aus Firefox ESR 78 (3 neue, 1 überarbeitete Richtlinie)
  • Enterprise Policy Generator 6.2: Richtlinien aus Firefox ESR 91 (4 neue, 4 überarbeitete Richtlinien, Fertigstellung der öffentlichen Dokumentation)
  • Enterprise Policy Generator 6.3: Richtlinien aus Firefox ESR 102 (6 neue, 3 überarbeitete Richtlinien)
  • Enterprise Policy Generator 6.4: Richtlinien aus Firefox ESR 115 (5 neue, 2 überarbeitete Richtlinien)
  • Enterprise Policy Generator 7.0: Veröffentlichung am 1. Oktober (End-of-Life von Firefox 115), erfordert mindestens Firefox 128, interne CSS-Überarbeitung, Dark Mode, Richtlinien Firefox 116 bis Firefox 128.0 (8 neue, 2 überarbeitete Richtlinien)
  • Enterprise Policy Generator 7.x: nach Bedarf für Unterstützung neuer Unternehmensrichtlinien während der Lebenszeit von Firefox ESR 128
  • Enterprise Policy Generator 8.0: Thunderbird-Unterstützung bei entsprechendem Interesse, Veröffentlichung unbekannt

Entwicklung unterstützen

Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.

Der Beitrag Firefox: Enterprise Policy Generator 6.0 veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Vertikale Tabs können in Firefox Nightly getestet werden

26. Juni 2024 um 21:07

Vertikale Tabs sind eine der meistgewünschten Funktionen der Firefox-Nutzer. Nutzer einer Nightly-Version von Firefox können jetzt eine frühe Implementierung testen.

Unter vertikalen Tabs in einem Browser versteht man, die Tabs seitlich untereinander anzuzeigen statt in einer Leiste am oberen Fensterrand. Vorteile sind zum einen eine bessere Nutzung des vorhandenen Platzes sowie, dass mehr Tabs auf einmal angezeigt werden können.

Auf der Liste der meistgewünschten Funktionen auf Mozillas Community Plattform Mozilla Connect stehen vertikale Tabs auf Platz 3. Bereits im April hatte ich darüber berichtet, dass Mozilla daran arbeitet, dieses Feature in Firefox zu integrieren. Nutzer einer Nightly-Version von Firefox können jetzt eine frühe Implementierung testen.

Vertikale Tabs in Firefox Nightly

Zur Aktivierung müssen zwei Schalter via about:config geändert und entweder Firefox neu gestartet oder zumindest ein neues Fenster geöffnet werden. Die entsprechenden Optionen heißen sidebar.revamp sowie sidebar.verticalTabs und sind jeweils per Doppelklick auf true zu setzen.

Wichtig: Wie bereits erwähnt, handelt es sich hierbei noch um eine frühe Implementierung. Das bedeutet, dass der derzeitige Zustand weder funktional noch vom Design her bereits das finale Ergebnis repräsentiert. Wer möchte, kann damit aber jetzt schon arbeiten und den Fortschritt über die kommenden Wochen verfolgen.

Der Beitrag Vertikale Tabs können in Firefox Nightly getestet werden erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Mozilla veröffentlicht Firefox 127.0.2

25. Juni 2024 um 20:15

Mozilla hat Firefox 127.0.2 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 127.0.2

Ein seitens YouTube fehlerhaft ausgelieferter Bytestream für VP9-Videos konnte bei Live-Streams und Videos mit hoher Auflösung Probleme bei der Berechnung in Firefox und damit ewiges Puffern verursachen. Firefox 127.0.2 verbessert den Umgang in solchen Situationen und behebt dadurch Probleme bei der Video-Wiedergabe auf YouTube.

Die mit Firefox 127 entfernte Option browser.privateWindowSeparation.enabled, um auf Windows das separate Symbol für private Fenster in der Taskleiste zu deaktivieren, wurde auf Grund von Nutzer-Feedback zurückgebracht.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 127.0.2 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Nextcloud Schnelleinstieg

25. Juni 2024 um 04:00

Das Buch „Nextcloud Schnelleinstieg“ von Herbert Hertramph ist in der 1. Auflage 2023 im mitp-Verlag erschienen. Es trägt den Untertitel „Der leichte Weg zur eigenen Cloud – Daten sicher speichern und teilen“. Das Buch hat insgesamt 224 Seiten und ist für Nutzer konzipiert, die sich für die Verwendung von Nextcloud entschieden haben oder dies planen. Es bietet einen umfassenden Einblick in die Funktionalitäten und die Handhabung dieser besonderen Open-Source-Cloud.

Dieses Buch geht weniger auf Installationsmöglichkeiten der Nextcloud ein, gibt aber wertvolle Tipps, wie der Nutzer an eine eigene Nextcloud gelangt, ob als selbst installiertes Filesharing-System auf einem Einplatinencomputer, wie dem Raspberry Pi, einem angemieteten vServer oder als gemanagte Cloud bei einem Nextcloud-Spezialisten.

In seinem Buch konzentriert sich der Autor ausschließlich auf die Benutzung der Nextcloud. Er erklärt den Aufbau und die Funktionen auf eine klare und verständliche Art. Der Einsatz vieler Grafiken und Screenshots unterstützt diese Erklärungen und macht sie leicht nachvollziehbar.

Im Buch von Herbert Hertramph wird keine spezifische Nextcloud-Version genannt, was aufgrund der häufigen Veröffentlichung neuer Hauptversionen des Open-Source-Projekts in etwa alle sechs Monate auch kaum möglich ist.

Herbert Hertramph zeigt anschaulich die vielfältigen Möglichkeiten, die sich durch die Anwendungen Dateien zur Dateiverwaltung, Kalender und Kontakte ergeben. Er erläutert, wie Daten einfach geteilt werden können und wie kollaboratives Arbeiten in der Cloud funktioniert. Zudem werden spannende Apps wie Aufgaben und Deck genauer betrachtet. Deck ist ein nützliches Kanban System zur Planung und Umsetzung eigener Projekte. Mail und Talk werden ebenfalls ausführlich erklärt: Mail ist ein in die Cloud integrierter eMail-Client und Talk eine eigenständige Anwendung für Videokonferenzen.

Außerdem wird detailliert besprochen, wie arbeitserleichternde Clients für PC und Mobiltelefone genutzt werden können und wie Daten, Kontakte und Kalender mit diesen Geräten synchronisiert werden können.

Nextcloud ist ein hochwertiges, ausgereiftes und kostenfreies System, das in zahlreichen Unternehmen und Bildungseinrichtungen eingesetzt wird. Es wurde in Deutschland entwickelt, ist Open Source und bietet eine transparente Plattform. Anders als herkömmliche Cloud-Lösungen umfasst Nextcloud neben den Grundfunktionen wie Filesharing auch einen E-Mail-Client, Video-Konferenzmöglichkeiten und die Integration eines Online-Office, was es zu einem umfassenden Enterprise-Produkt macht.

Das Buch gliedert sich in folgende Kapitel:

  • Die Grundlagen 
  • Anmeldung und Rundgang
  • Dateimanagement
  • Einstellungssache: Nextcloud anpassen
  • Geteilte Cloud ist doppelte Cloud: (Mit-)Benutzer einrichten
  • Terminmanagement: Vom Kalender bis zur Buchungsverwaltung
  • Aufgaben- und Projektplanung
  • Adressbücher und Kontakte teilen
  • Office-Anwendungen und Notiz-Systeme
  • Kommunikation: E-Mail und Talk
  • Weitere nützliche Erweiterungen
  • Nextcloud unterwegs
  • Die sichere Cloud
  • Nextcloud und das papierlose Arbeitszimmer 

Leseproben und Downloads

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

Fazit

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der bereits über die Verwendung von Nextcloud nachdenkt oder bereits ein solches System nutzt. Selbst erfahrene Nutzer werden wahrscheinlich noch nützliche Hinweise darin finden. Insgesamt bin ich der Meinung, dass es sich lohnt, das Buch anzuschaffen.

Gemini, ChatGPT, lokale KI und mehr: Mozilla experimentiert mit optionaler Chatbot-Integration in Firefox

24. Juni 2024 um 20:28

Mozilla experimentiert mit einer KI-basierten Chatbot-Integration für Firefox. Eine Besonderheit ist, dass sich Mozilla dabei nicht auf einen Anbieter festlegt, sondern dem Anwender die Wahl zwischen verschiedenen Anbietern gibt, darunter Google Gemini und ChatGPT. Aber auch eine lokale KI kann beispielsweise über llamafile von Mozilla genutzt werden.

Nutzer einer Nightly-Version von Firefox werden in Kürze eine optionale Chatbot-Integration in Firefox aktivieren können. Diese wird standardmäßig nicht aktiviert sein und vorerst auf Nightly-Versionen limitiert bleiben, also noch nicht in Firefox Beta oder finalen Firefox-Versionen ausgeliefert werden, während Mozilla die Funktionalität verbessert und Feedback über seine Community-Plattform Mozilla Connect sammelt.

Nach der Aktivierung durch den Nutzer stehen im Kontextmenü Funktionen zur Zusammenfassung des markierten Inhalts, zur Vereinfachung der Sprache sowie zu einem Wissenstest über den Inhalt zur Verfügung. Als Anbieter kann in der Chatbot-Sidebar zwischen Google Gemini, Microsoft Copilot, ChatGPT, HuggingChat und Le Chat Mistral ausgewählt werden. Weitere Anbieter können folgen.

Chatbot-Integration in Firefox (HuggingChat)

Erfahrenere Nutzer können über about:config aber auch eigene Prompts für das Kontextmenü oder einen anderen kompatiblen Chatbot konfigurieren, beispielsweise llamafile von Mozilla, worüber unter anderem auch Open-Source-Modelle lokal auf dem Gerät ausgeführt werden können. Da letzteres noch etwas komplizierter ist, prüft Mozilla derzeit noch, wie sie in Zukunft eine einfach einzurichtende Option für einen vollständig lokalen Chatbot anbieten können.

Der Beitrag Gemini, ChatGPT, lokale KI und mehr: Mozilla experimentiert mit optionaler Chatbot-Integration in Firefox erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

New Tab Override 16.0.1 veröffentlicht

20. Juni 2024 um 18:29

New Tab Override ist eine Erweiterung zum Ersetzen der Seite, welche beim Öffnen eines neuen Tabs in Firefox erscheint. Die beliebte Erweiterung ist nun in Version 16.0.1 erschienen.

Was ist New Tab Override?

Die Erweiterung New Tab Override erlaubt das Überschreiben der Seite, welche beim Öffnen eines neuen Tabs in Firefox erscheint. Dies kann eine beliebige Website, immer automatisch die aktuelle Startseite, eine lokale Datei, eine Hintergrundfarbe oder die neuesten Nachrichten von diesem Blog sein.

New Tab Override war das erste Add-on, welches das Überschreiben des neuen Tabs ermöglichte, und ist damit das Original und auch heute noch die meistgenutzte Erweiterung dieser Art. New Tab Override wurde im Dezember 2016 auf dem offiziellen Mozilla-Blog vorgestellt, schon mehrfach im Add-on Manager von Firefox beworben und gehört außerdem zu Mozillas handverlesener Auswahl empfohlener Erweiterungen.

Download New Tab Override für Firefox

Die Neuerungen von New Tab Override 16.0.1

New Tab Override 16.0.1 behebt gegenüber der vorherigen Version einen Fehler. So wurde die Seite, welche beim Öffnen eines neuen Tabs erscheinen soll, unerwartet zurückgesetzt, wenn die Einstellungsseite von New Tab Override aufgerufen worden ist.

Der Beitrag New Tab Override 16.0.1 veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Mozilla veröffentlicht Firefox 127.0.1

19. Juni 2024 um 20:59

Mozilla hat Firefox 127.0.1 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 127.0.1

Mit dem Update auf Firefox 127.0.1 behebt Mozilla ein Problem, welches bei Nutzern mit aktiviertem Hauptpasswort dafür sorgte, dass nach einem Firefox-Update unter anderem die vorherige Sitzung nicht wiederhergestellt werden konnte, wenn die Aufforderung zur Eingabe das Hauptpassworts ignoriert worden ist.

Ein Problem wurde behoben, bei dem Firefox fälschlicherweise die Cookies für manche Websites abgelehnt hatte.

Für Linux-Nutzer, welche die Option accessibility.monoaudio.enable auf true gesetzt haben, konnte es zu einer verlangsamten Audio-Wiedergabe kommen.

Unter Windows konnte es unter bestimmten Umständen dazu kommen, dass der Installer Firefox nicht erfolgreich installieren konnte.

Mit dem Update auf Firefox 127.0.1 hat Mozilla außerdem sichergestellt, dass der Code zum Erkennen gefälschter Produktbewertungen auf Amazon, Walmart und Best Buy nie in privaten Fenstern ausgeführt wird.

Eine zusätzliche Telemetrie-Erhebung für Nutzer von Apple macOS mit Apple Silicon SoC wurde hinzugefügt, um den Energiebedarf der Prozesse zu messen, um den Effekt einer zukünftigen Verbesserung zu validieren, von der sich Mozilla eine signifikante Verringerung des Energieverbrauchs von Hintergrund-Prozessen erhofft. Außerdem wurde die Telemetrie-Erhebung für die schrittweise Ausrollung des „Zuerst-HTTPS-Modus“-korrigiert, welche nicht die korrekten Daten geliefert hatte.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 127.0.1 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Suche Empfehlungen für Hardware und Linux-Distribution

18. Juni 2024 um 19:15

Liebe Leser*innen,
heute seid ihr gefragt. Denn ich möchte von euch wissen, welchen Laptop und welche Linux-Distribution, ihr für ältere, nicht EDV-affine Menschen und Windows-Umsteiger empfehlen könnt.

Hardware

Der Laptop soll über folgende Merkmale verfügen:

  • Größe: 15-17 Zoll
  • Webcam
  • Mikrofon und Lautsprecher
    • für Videokonferenzen
    • zum Schauen von Videos in sozialen Netzwerken
  • Linux- und Windows-Unterstützung

Die Unterstützung von Linux und Windows ist sehr wichtig. Sollte der Feldversuch mit Linux scheitern, möchte auf der gleichen Hardware ein aktuelles Windows-Betriebssystem installieren können.

Mir schwebt etwas in der Richtung der Lenovo IdeaPad oder ein ThinkPad der L-Serie vor, ich bin jedoch auf eure Empfehlungen gespannt.

Desktop-Umgebung

Ich suche nach einer Desktop-Umgebung, die folgende Merkmale bietet:

  • Ein Startmenü, welches sich in der unteren linken Ecke befindet
  • Erstellungen von Anwendungsstartern und Verknüpfungen auf der Desktopoberfläche

Dies sind Muss-Kriterien, die unbedingt erfüllt sein müssen. Ich möchte, dass die Desktopoberfläche diese Eigenschaften in der Standardkonfiguration erfüllt und ich diese nicht erst konfigurieren oder drölfzig Plug-ins installieren muss, um diesen Zustand zu erreichen.

Software

Die wichtigsten Anwendungen sind:

  • Thunderbird für E-Mail
  • Aktuelle Webbrowser (Chrome/Firefox) für den Rest
    • Facebook
    • YouTube
    • Zoom, MS Teams, Webex und wie sie alle heißen
  • Ein PDF-Anzeigeprogramm
  • Libre/Open Office zum Lesen von MS Office-Dokumenten

Linux-Distribution

Die Linux-Distribution muss die oben genannten Anforderungen an die Desktop-Umgebung und die Software erfüllen und dabei stabil allerdings nicht steinalt sein.

Ich möchte nicht vor jeder Videokonferenz mit den Audio-Einstellungen kämpfen müssen, um deutlich zu machen, wo meine Priorität liegt.

Kandidaten, die ich mir ansehen möchte, sind:

Was könnt ihr mir empfehlen? Bitte nutzt die Kommentare und verlinkt, wo möglich zu den Projekten, die ihr empfehlt.

Firefox 127 für Android: Lokale Übersetzung, verbesserte Lesezeichen, Performance und mehr

15. Juni 2024 um 11:52

Mozilla hat Firefox 127 für Android veröffentlicht. Dieser Artikel beschreibt die Neuerungen von Firefox 127 für Android. Highlights sind eine lokale Übersetzungsfunktion, verbesserte Lesezeichen auf dem Startbildschirm, sortierbare private Tabs sowie Performance-Verbesserungen.

Download Firefox für Android im Google Play Store

Lokale Übersetzungsfunktion

Firefox für Windows, Apple macOS und Linux wird bereits seit Version 118 mit einer lokalen Funktion zur maschinellen Übersetzung von Websites für den Browser ausgeliefert. Das bedeutet, dass die Übersetzung vollständig im Browser geschieht und keine zu übersetzenden Inhalte an einen Datenriesen wie Google oder Microsoft übermittelt werden müssen. Firefox 127 bringt die Funktion auch auf Android. Weitere Verbesserungen dieser Funktion sowie die Unterstützung zusätzlicher Sprachen sollen folgen.

Firefox 127 für Android

Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen für alle Nutzer ausgerollt werden.

Verbesserte Lesezeichen auf Startbildschirm

Aus dem optionalen Bereich „Neueste Lesezeichen“ für den Firefox-Startbildschirm wurde der Bereich „Lesezeichen“. Aber hinter dieser subtilen Änderung der Bezeichnung steckt mehr: Es werden nicht länger nur aktuelle Lesezeichen angezeigt. Bislang waren die Lesezeichen zehn Tage nach dem Hinzufügen nicht mehr in diesem Bereich angezeigt worden. Außerdem wurde die maximale Anzahl an Lesezeichen in diesem Bereich von vier auf acht verdoppelt.

Firefox 127 für Android

Sortierbare private Tabs

Die Tabübersicht wurde komplett neu auf Basis neuester Android-Standards implementiert. Während diese Änderung für den Nutzer komplett transparent sein sollte, also im Vergleich zu vorher gleich aussieht und funktioniert, hat sich daraus doch auch eine funktionale Neuerung ergeben: Bereits bisher war es möglich, die Reihenfolge von Tabs durch Halten und Schieben zu verändern. Dies hatte allerdings nur für nicht private Tabs funktioniert. Jetzt funktioniert dies sowohl für nicht private als auch für private Tabs.

Zugriff auf gespeicherte Passwörter

Auf gespeicherte Zugangsdaten kann nun schneller zugegriffen werden, weil ein neuer Menüpunkt „Passwörter“ direkt in das Hauptmenü integriert worden ist.

Firefox 127 für Android

Der Dialog, der nach dem Absenden eines Formulars das Speichern eines Passworts vorschlägt, verschwindet jetzt erst von alleine, wenn man in diesem Tab auf eine andere Domain navigiert. Durch Weiterleitungen seitens Websites konnte es bisher passieren, dass Nutzer damit nicht mit dieser Funktion interagieren konnten.

Performance-Verbesserungen

Mozilla hat die Compiler-Einstellungen optimiert. Für den Preis einer erhöhten Dateigröße von mehreren Megabytes wurden dadurch die Startgeschwindigkeit von Firefox, die Ladezeiten von Websites wie auch die Akkulaufzeit spürbar verbessert.

Sonstige Neuerungen

Der Zahlenblock einer physischen Tastatur kann jetzt auch verwendet werden, um in der Adressleiste eingegebene URLs zu bestätigen. Außerdem wird die „Vorwärts“-Taste von physischen Mäusen jetzt für die Navigation unterstützt.

Ansonsten gibt es wie immer neue Plattform-Features der aktuellen GeckoView-Engine, diverse Fehlerbehebungen, geschlossene Sicherheitslücken sowie Verbesserungen unter der Haube.

Der Beitrag Firefox 127 für Android: Lokale Übersetzung, verbesserte Lesezeichen, Performance und mehr erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Mozilla veröffentlicht Firefox 127

11. Juni 2024 um 21:59

Mozilla hat Firefox 127 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Firefox automatisch starten, wenn Windows gestartet wird

Bereits seit Firefox 120 wurde eine neue Option schrittweise ausgerollt, um den Browser automatisch zu starten, wenn Windows gestartet wird. Diese Option steht nun für alle Nutzer zur Verfügung (außer bei Verwendung von Firefox aus dem Microsoft Store).

Firefox 127

Schnelles Schließen identischer Tabs

Manchmal kommt es vor, dass man bestimmte Websites mehrfach geöffnet hat. Gerade mit einer größeren Anzahl offener Tabs kann dies sehr leicht passieren. Ein neuer Eintrag im Kontextmenü der Tabs erlaubt es, sämtliche Duplikate des ausgewählten Tabs zu schließen. Im „Alle Tabs auflisten“-Menü in der Tableiste gibt es einen neuen Menüeintrag, um alle doppelten Tabs zu schließen. So muss man nicht länger nach anderen Tabs mit gleicher URL suchen, um diese zu schließen.

Firefox 127

Schutz der gespeicherten Zugangsdaten

Auf Windows und Apple macOS kann der Zugriff auf gespeicherte Zugangsdaten sowie das Anlegen derer jetzt optional durch die Authentifizierung des Betriebssystems (Passwort, Fingerabdruck, Gesichts- oder Stimmerkennung) geschützt werden.

Firefox 127

Verbesserte Screenshot-Funktion

Die Screenshot-Funktion von Firefox wurde neu implementiert, was diverse Vorteile bringt. So sind jetzt auch Screenshots von Dateitypen wie SVG und XML möglich, ebenso Screenshots von den internen about:-Seiten, was bislang nicht möglich war. Neue Tastatur-Kurzbefehle sowie Kompatibilität mit Hochkontrastthemen verbessern die Zugänglichkeit. Außerdem wurde die Performance beim Aufnehmen großer Screenshots verbessert. Auch steht der entsprechende Kontextmenü-Eintrag jetzt auch bei Rechtsklick auf Bilder und Videos zur Verfügung.

Firefox 127

Host-Berechtigungen bei Installation von MV3-Erweiterungen

Sogenannte Host-Berechtigungen sind seit dem Manifest v3 für Firefox-Erweiterungen grundsätzlich optional. Ab Firefox 127 werden die Host-Berechtigungen automatisch bei Installation der Erweiterung gewährt. Details zu dieser Neuerung wurden in einem separaten Artikel ausführlich behandelt.

Sonstige Endnutzer-Neuerungen von Firefox 127

Die Untertitel-Option der Bild-im-Bild-Funktion für Videos unterstützt ab sofort noch mehr Websites.

Wenn Firefox so konfiguriert ist, dass keine Chronik gespeichert wird, wird für die Priorisierung von Vorschlägen in der Adressleiste jetzt die Anzahl der Lesezeichen für die jeweilige Domain als Kriterium herangezogen.

Links und andere fokussierbare Elemente sind unter Apple macOS standardmäßig über Tabs navigierbar, anstatt der macOS-Einstellung „Tastaturnavigation“ zu folgen. Dies ist ein besser zugänglicher Standard und entspricht außerdem dem Standard auf den anderen Desktop-Plattformen. Eine Option in den Einstellungen erlaubt es, das alte Verhalten wiederherzustellen.

Zwecks Reduzierung des digitalen Fingerabdrucks und Webkompatibilitätsproblemen wurde die CPU-Architektur im User-Agent unter Linux eingefroren und zeigt jetzt unabhängig von der tatsächlichen Hardware auch für 32-Bit-Systeme x86_64 an.

Über die Entwicklerwerkzeuge aufgenommene Screenshots landen zukünftig wie Screenshots, welche über die Screenshot-Funktion aufgenommen werden, im Downloads-Ordner statt im Ordner für Bilder.

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Auch in Firefox 127 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 127 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Via http:// eingebettete <img>-, <audio>– sowie <video>-Elemente auf Seiten, welche via https:// geladen werden, werden jetzt automatisch auch via https:// geladen, sofern diese Elemente via https:// aufrufbar sind. Wenn dies nicht der Fall ist, werden die Elemente nicht länger geladen.

Alte Erweiterungen, welche nur mit dem SHA-1-Algorithmus signiert worden sind, lassen sich nicht länger installieren. Sämtliche Erweiterungen, welche auf addons.mozilla.org angeboten werden und zuletzt vor April 2019 aktualisiert worden und damit betroffen sind, wurden durch Mozilla automatisch neu signiert.

Verbesserungen der Webplattform

DNS-Prefetching für HTTPS-Dokumente via rel="dns-prefetch" wird jetzt unterstützt, um Domain-Namen für wichtige Assets anzugeben, die präventiv aufgelöst werden sollen.

Firefox 127 unterstützt die Clipboard API, welche die Möglichkeit bringt, auf Zwischenablagebefehle (Ausschneiden, Kopieren und Einfügen) zu reagieren sowie asynchron aus der Systemzwischenablage zu lesen und in diese zu schreiben. Beim Versuch, Inhalte aus der Zwischenablage zu lesen, die nicht von einer Seite gleichen Ursprungs stammen, wird ein Kontextmenü zum Einfügen angezeigt, das der Benutzer bestätigen muss.

Für Sets in JavaScript wurden mehrere neue Methoden wie unter anderem intersection(), union() und difference() implementiert.

Auch für Entwickler von Firefox-Erweiterungen gab es Neuerungen. Alle Neuerungen für Entwickler von Websites und Firefox-Erweiterungen lassen sich in den MDN Web Docs nachlesen.

Vorschau: Wetter auf der Firefox-Startseite

Wird über about:config der Schalter browser.newtabpage.activity-stream.system.showWeather per Doppelklick auf true gestellt, kann das aktuelle Wetter auf der Firefox-Startseite angezeigt werden. Über das entsprechende Menü lassen sich Temperatur-Einheit sowie Darstellungs-Modus anpassen. Sollte der automatisch erkannte Ort nicht passen, müssen Nutzer auf Firefox 128 warten. Denn dann lässt sich der Ort auch manuell auswählen.

Firefox 127

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 127 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

InstructLab: Das erste Training ist beendet

10. Juni 2024 um 05:00

Dies ist die Fortsetzung von „Mit InstructLab zu Large Language Models beitragen“. Hier beschreibe ich, wie es nach dem Training weitergeht.

Das Training auf einer virtuellen Maschine mit Fedora 40 Server, 10 CPU-Threads und 32 GB RAM dauerte 180 Std. 44 Min. 7 Sek. Ich halte an dieser Stelle fest, ohne GPU-Beschleunigung fehlt es mir persönlich an Geduld. So macht das Training keinen Spaß.

Nach dem Training mit ilab train findet man ein brandneues LLM auf dem eigenen System:

(venv) tronde@instructlab:~/src/instructlab$ ls -ltrh models
total 18G
-rw-r--r--. 1 tronde tronde 4.1G May 28 20:34 merlinite-7b-lab-Q4_K_M.gguf
-rw-r--r--. 1 tronde tronde  14G Jun  6 12:07 ggml-model-f16.gguf

Test des neuen Modells

Den Chat mit dem LLM starte ich mit dem Befehl ilab chat -m models/ggml-model-f16.gguf. Das folgende Bild zeigt zwei Chats mit jeweils unterschiedlichem Ergebnis:

Das Bild zeigt zwei Chats mit dem neuen LLM. Es ist zu sehen, dass es zu zwei unterschiedlichen Ausgaben kommt, von denen keine die richtige Antwort liefert.
Zwei Chats mit dem frisch trainierten LLM. Beide Male erhalte ich nicht die erhoffte Antwort.

Fazit

Schade, das hat nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe. Es kommt weiterhin zu KI-Halluzinationen und nur gelegentlich gesteht das LLM seine Unkenntnis bzw. seine Unsicherheit ein.

Für mich sind damit 180 Stunden Rechenzeit verschwendet. Ich werde bis auf Weiteres keine Trainings ohne Beschleuniger-Karten mehr durchführen. Jedoch werde ich mir von Zeit zu Zeit aktualisierte Releases der verfügbaren Modelle herunterladen und diesen Fragen stellen, deren Antworten ich bereits kenne.

Wenn sich mir die Gelegenheit bietet, diesen Versuch auf einem Rechner mit entsprechender GPU-Hardware zu wiederholen, werde ich die Erkenntnisse hier im Blog teilen.

Erste Praxiserfahrungen mit Ubuntu Server 24.04

03. Juni 2024 um 11:43

In den vergangengenen Wochen habe ich die erste »echte« Ubuntu-Server-Installation durchgeführt. Abgesehen von aktuelleren Versionsnummern (siehe auch meinen Artikel zu Ubuntu 24.04) sind mir nicht allzu viele Unterschiede im Vergleich zu Ubuntu Server 22.04 aufgefallen. Bis jetzt läuft alles stabil und unkompliziert. Erfreulich für den Server-Einsatz ist die Verlängerung des LTS-Supports auf 12 Jahre (erfordert aber Ubuntu Pro); eine derart lange Laufzeit wird aber wohl nur in Ausnahmefällen sinnvoll sein.

Update 1 am 25.6.2024: Es gibt immer noch keinen finalen Fix für fail2ban, aber immerhin einen guter Workaround (Installation des proposed-Fix).

Update 2 am 29.6.2024: Es gibt jetzt einen regulären Fix.

fail2ban-Ärger

Recht befremdlich ist, dass fail2ban sechs Wochen nach dem Release immer noch nicht funktioniert. Der Fehler ist bekannt und wird verursacht, weil das Python-Modul asynchat mit Python 3.12 nicht mehr ausgeliefert wird. Für die Testversion von Ubuntu 24.10 gibt es auch schon einen Fix, aber Ubuntu 24.04-Anwender stehen diesbezüglich im Regen.

Persönlich betrachte ich fail2ban als essentiell zur Absicherung des SSH-Servers, sofern dort Login per Passwort erlaubt ist.

Update 1:

Mittlerweile gibt es einen proposed-Fix, der wie folgt installiert werden kann (Quelle: [Launchpad](https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/fail2ban/+bug/2055114)):

* In `/etc/apt/sources.list.d/ubuntu.sources` einen Eintrag für `noble-proposed` hinzufügen, z.B. so:

„`
# zusätzliche Zeilen in `/etc/apt/sources.list.d/ubuntu.sources
Types: deb
URIs: http://archive.ubuntu.com/ubuntu/
Suites: noble-proposed
Components: main universe restricted multiverse
Signed-By: /usr/share/keyrings/ubuntu-archive-keyring.gpg
„`

Beachten Sie, dass sich Ort und Syntax für die Angabe der Paketquellen geändert haben.

* `apt update`

* `apt-get install -t noble-proposed fail2ban`

* in `/etc/apt/sources.list.d/ubuntu.sources` den Eintrag für `noble-proposed` wieder entfernen (damit es nicht weitere Updates aus dieser Quelle gibt)

* `apt update`

Update 2: Der Fix ist endlich offiziell freigegeben. apt update und apt full-upgrade, fertig.

/tmp mit tmpfs im RAM

Das Verzeichnis /tmp wird unter Ubuntu nach wie vor physikalisch auf dem Datenträger gespeichert. Auf einem Server mit viel RAM kann es eine Option sein, /tmp mit dem Dateisystemtyp tmpfs im RAM abzubilden. Der Hauptvorteil besteht darin, dass I/O-Operationen in /tmp dann viel effizienter ausgeführt werden. Dagegen spricht, dass die exzessive Nutzung von /tmp zu Speicherproblemen führen kann.

Auf meinem Server mit 64 GiB RAM habe ich beschlossen, max. 4 GiB für /tmp zu reservieren. Die Konfiguration ist einfach, weil der Umstieg auf tmpfs im systemd bereits vorgesehen ist:

systemctl enable /usr/share/systemd/tmp.mount

Mit systemctl edit tmp.mount bearbeiten Sie die neue Setup-Datei /etc/systemd/system/tmp.mount.d/override.conf, die nur Änderungen im Vergleich zur schon vorhandenen Datei /etc/systemd/system/tmp.mount bzw. /usr/share/systemd/tmp.mount enthält.

# wer keinen vi mag, zuerst: export EDITOR=/usr/bin/nano
systemctl edit tmp.mount

In diese Datei einbauen:

# Datei /etc/systemd/system/tmp.mount.d/override.conf
[Mount]
Options=mode=1777,strictatime,nosuid,nodev,size=4G,nr_inodes=1m

Mit einem reboot werden die Einstellungen wirksam.

PS: In Debian 13 wird /tmp mit tmpfs standardmäßig aktiv sein (Quelle). Ubuntu wird in zukünftigen Versionen vermutlich folgen.

Links/Quellen

Mit InstructLab zu Large Language Models beitragen

03. Juni 2024 um 05:00

Dies ist mein Erfahrungsbericht zu den ersten Schritten mit InstructLab. Ich gehe darauf ein, warum ich mich über die Existenz dieses Open Source-Projekts freue, was ich damit mache und was ich mir von Large Language Models (kurz: LLMs, zu Deutsch: große Sprachmodelle) erhoffe. Der Text enthält Links zu tiefergehenden Informationen, die euch mit Hintergrundwissen versorgen und einen Einstieg in das Thema ermöglichen.

Dieser Text ist keine Schritt-für-Schritt-Anleitung für:

  • die Installation von InstructLab CLI,
  • die Installation und das Training von LLMs

Terminologie und Abkürzungen in diesem Text

Die Begriffe Künstliche Intelligenz (KI) oder englisch artificial intelligence (AI) werden in diesem Text synonym verwendet und zumeist einheitlich durch KI abgekürzt.

Beim Bezug auf große Sprachmodelle bediene ich mich der englischen Abkürzung LLM oder bezeichne diese als KI-ChatBot bzw. nur ChatBot.

Was ist InstructLab?

InstructLab ist ein von IBM und Red Hat ins Leben gerufenes Open Source-Projekt, mit dem die Gemeinschaft zur Verbesserung von LLMs beitragen kann. Jeder

  • mit einem Linux-Notebook oder
  • MacBook und
  • der Fähigkeit Anleitungen zu folgen und
  • wer YAML-Dateien schreiben kann,

der kann nun teilhaben und ausgewählte LLMs lokal auf seinem Endgerät ausführen, testen und verbessern. Für eine ausführliche Beschreibung siehe:

Informationen zu Open Source LLMs und Basismodellen für InstructLab bieten diese Links:

Meine Einstellung gegenüber KI-ChatBots

Gegenüber KI-Produkten im Allgemeinen und KI-ChatBots im Speziellen bin ich stets kritisch, was nicht bedeutet, dass ich diese Technologien und auf ihnen basierende Produkte und Services ablehne. Ich versuche mir lediglich eine gesunde Skepsis zu bewahren.

Was Spielereien mit ChatBots betrifft, bin ich sicherlich spät dran. Ich habe schlicht keine Lust, mich irgendwo zu registrieren und unnötig Informationen über mich preiszugeben, nur um anschließend mit einer Büchse chatten und ihr Fragen stellen zu können, um den Wahrheitsgehalt der Antworten anschließend noch verifizieren zu müssen.

Mittlerweile gibt es LLMs, welche ohne spezielle Hardware auch lokal ausgeführt werden können. Diese sprechen meine Neugier und meinen Spieltrieb schon eher an, weswegen ich mich nun doch mit einem ChatBot unterhalten möchte.

Mein InstructLab-Setup

Für meine ersten Versuche nutze ich mein Lenovo ThinkPad T14s (AMD) in der Ausstattung von 2021. Aktuell installiert ist Fedora 40 Workstation, welches zu den getesteten Betriebssystemen von InstructLab zählt.

Die Einrichtung des InstructLab-CLI und der erste Chat

Für die Einrichtung halte ich mich an den Getting Started Guide. Es sind folgende Befehle auszuführen, bis das erste LLM gestartet werden kann:

sudo dnf install gcc-c++ gcc make pip python3 python3-devel python3-GitPython
mkdir instructlab
cd instructlab
python3 -m venv --upgrade-deps venv
source venv/bin/activate
pip cache remove llama_cpp_python
pip install git+https://github.com/instructlab/instructlab.git@stable --extra-index-url=https://download.pytorch.org/whl/cpu
eval "$(_ILAB_COMPLETE=bash_source ilab)"
ilab init
ilab download
ilab serve

Der lokale LLM-Server wird mit dem Befehl ilab serve gestartet. Mit dem Befehl ilab chat wird die Unterhaltung mit dem Modell eingeleitet.

Im folgenden Video sende ich zwei Anweisungen an das LLM merlinite-7b-lab-Q4_K_M. Den Chatverlauf seht ihr in der rechten Bildhälfte. In der linken Bildhälfte seht ihr die Ressourcenauslastung meines Laptops.

Screencast eines Chats mit merlinite-7b-lab-Q4_K_M

Wie ihr seht, sind die Antwortzeiten des LLM auf meinem Laptop nicht gerade schnell, aber auch nicht so langsam, dass ich währenddessen einschlafe oder das Interesse an der Antwort verliere. An der CPU-Auslastung im Cockpit auf der linken Seite lässt sich erkennen, dass das LLM durchaus Leistung abruft und die CPU fordert.

Exkurs: Die Studie Energieverbrauch Index-basierter und KI-basierter Websuchmaschinen gibt einen interessanten Einblick in den Ressourcenverbrauch. Leider war ich nicht in der Lage, diese Studie als PDF aufzutreiben.

Mit den Antworten des LLM bin ich zufrieden. Sie decken sich mit meiner Erinnerung und ein kurzer Blick auf die Seite https://www.json.org/json-de.html bestätigt, dass die Aussagen des LLM korrekt sind.

Anmerkung: Der direkte Aufruf der Seite https://json.org, der mich mittels Redirect zu obiger URL führte, hat sicher deutlich weniger Energie verbraucht als das LLM oder eine Suchanfrage in irgendeiner Suchmaschine. Ich merke dies nur an, da ich den Eindruck habe, dass es aus der Mode zu geraten scheint, URLs einfach direkt in die Adresszeile eines Webbrowsers einzugeben, statt den Seitennamen in eine Suchmaske zu tippen.

Ich halte an dieser Stelle fest, der erste kleine Test wird zufriedenstellend absolviert.

KI-Halluzinationen

Da ich einige Zeit im Hochschulrechenzentrum der Universität Bielefeld gearbeitet habe, interessiert mich, was das LLM über meine ehemalige Dienststelle weiß. Im nächsten Video frage ich, wer der Kanzler der Universität Bielefeld ist.

Frage an das LLM: „Who is the chancellor of the Bielefeld University?“

Da ich bis März 2023 selbst an der Universität Bielefeld beschäftigt war, kann ich mit hinreichender Sicherheit sagen, dass diese Antwort falsch ist und das Amt des Kanzlers nicht von Prof. Dr. Karin Vollmerd bekleidet wird. Im Personen- und Einrichtungsverzeichnis (PEVZ) findet sich für Prof. Dr. Vollmerd keinerlei Eintrag. Für den aktuellen Kanzler Dr. Stephan Becker hingegen schon.

Da eine kurze Recherche in der Suchmaschine meines geringsten Misstrauens keine Treffer zu Frau Vollmerd brachte, bezweifle ich, dass diese Person überhaupt existiert. Es kann allerdings auch in meinen unzureichenden Fähigkeiten der Internetsuche begründet liegen.

Bei der vorliegenden Antwort handelt es sich um eine Halluzination der Künstlichen Intelligenz.

Im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) ist eine Halluzination (alternativ auch Konfabulation genannt) ein überzeugend formuliertes Resultat einer KI, das nicht durch Trainingsdaten gerechtfertigt zu sein scheint und objektiv falsch sein kann.

Solche Phänomene werden in Analogie zum Phänomen der Halluzination in der menschlichen Psychologie als von Chatbots erzeugte KI-Halluzinationen bezeichnet. Ein wichtiger Unterschied ist, dass menschliche Halluzinationen meist auf falschen Wahrnehmungen der menschlichen Sinne beruhen, während eine KI-Halluzination ungerechtfertigte Resultate als Text oder Bild erzeugt. Prabhakar Raghavan, Leiter von Google Search, beschrieb Halluzinationen von Chatbots als überzeugend formulierte, aber weitgehend erfundene Resultate.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Halluzination_(K%C3%BCnstliche_Intelligenz)

Oder wie ich es umschreiben möchte: „Der KI-ChatBot demonstriert sichereres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit.“

Wenn ihr selbst schon mit ChatBots experimentiert habt, werdet ihr sicher selbst schon auf Halluzinationen gestoßen sein. Wenn ihr mögt, teilt doch eure Erfahrungen, besonders jene, die euch fast aufs Glatteis geführt haben, in den Kommentaren mit uns.

Welche Auswirkungen überzeugend vorgetragene Falschmeldungen auf Nutzer haben, welche nicht über das Wissen verfügen, diese Halluzinationen sofort als solche zu entlarven, möchte ich für den Moment eurer Fantasie überlassen.

Ich denke an Fahrplanauskünfte, medizinische Diagnosen, Rezepturen, Risikoeinschätzungen, etc. und bin plötzlich doch ganz froh, dass sich die EU-Staaten auf ein erstes KI-Gesetz einigen konnten, um KI zu regulieren. Es wird sicher nicht das letzte sein.

Um das Beispiel noch etwas auszuführen, frage ich das LLM erneut nach dem Kanzler der Universität und weise es auf seine Falschaussagen hin. Der Chatverlauf ist in diesem Video zu sehen:

ChatBot wird auf Falschaussage hingewiesen

Die Antworten des LLM enthalten folgende Fehler:

  • Professor Dr. Ulrich Heidt ist nicht der Kanzler der Universität Bielefeld
  • Die URL ‚https://www.uni-bielefeld.de/english/staff/‘ existiert nicht
  • Die URL ‚http://www.universitaet-bielefeld.de/en/‘ existiert ebenfalls nicht
  • Die Universität hieß niemals „Technische Universitaet Braunschweig“
  • Sie wurde 2009 auch nicht umbenannt
  • Es gibt nicht 8, sondern 14 Fakultäten

Der Chatverlauf erweckt den Eindruck, dass der ChatBot sich zu rechtfertigen versucht und nach Erklärungen und Ausflüchten sucht. Hier wird nach meinem Eindruck menschliches Verhalten nachgeahmt. Dabei sollten wir Dinge nicht vermenschlichen. Denn unser Chatpartner ist kein Mensch. Er ist eine leblose Blechbüchse. Das LLM belügt uns auch nicht in böser Absicht, es ist schlicht nicht in der Lage, uns eine korrekte Antwort zu liefern, da ihm dazu das nötige Wissen bzw. der notwendige Datensatz fehlt. Daher versuche ich im nächsten Schritt, dem LLM mit InstructLab das notwendige Wissen zu vermitteln.

Wissen und Fähigkeiten hinzufügen und das Modell anlernen

Das README.md im Repository instructlab/taxonomy enthält die Beschreibung, wie man dem LLM Wissen (englisch: knowledge) hinzufügt. Weitere Hinweise finden sich in folgenden Dateien:

Diese Dateien befinden sich auch in dem lokalen Repository unterhalb von ~/instructlab/taxonomy/. Ich hangel mich an den Leitfäden entlang, um zu sehen, wie weit ich damit komme.

Wissen erschaffen

Die Überschrift ist natürlich maßlos übertrieben. Ich stelle lediglich existierende Informationen in erwarteten Dateiformaten bereit, um das LLM damit trainieren zu können.

Da aktuell nur Wissensbeiträge von Wikipedia-Artikeln akzeptiert werden, gehe ich wie folgt vor:

  1. Erstelle das Repository https://github.com/Tronde/instructlab_knowledge_contributions_unibi mit einer README.md, ohne .gitignore und LICENCE
  2. Konvertiere den Wikipedia-Artikel Bielefeld University ohne Bilder und Tabellen in eine Markdown-Datei und füge sie dem in Schritt 1 erstellten Repository unter dem Namen unibi.md hinzu
  3. Füge dem lokalen Taxonomy-Repository neue Verzeichnisse hinzu: mkdir -p university/germany/bielefeld_university
  4. Erstelle in dem neuen Verzeichnis eine qna.yaml und eine attribution.txt Datei
  5. Führe ilab diff aus, um die Daten zu validieren

Der folgende Code-Block zeigt den Inhalt der Dateien qna.yaml und eine attribution.txt sowie die Ausgabe des Kommandos ilab diff:

(venv) [tronde@t14s instructlab]$ cat /home/tronde/src/instructlab/taxonomy/knowledge/university/germany/bielefeld_university/qna.yaml
version: 2
task_description: 'Teach the model the who facts about Bielefeld University'
created_by: tronde
domain: university
seed_examples:
 - question: Who is the chancellor of Bielefeld Universtiy?
   answer: Dr. Stephan Becker is the chancellor of the Bielefeld University.
 - question: When was the University founded?
   answer: |
     The Bielefeld Universtiy was founded in 1969.
 - question: How many students study at Bielefeld University?
   answer: |
     In 2017 there were 24,255 students encrolled at Bielefeld Universtity?
 - question: Do you know something about the Administrative staff?
   answer: |
     Yes, in 2017 the number for Administrative saff was published as 1,100.
 - question: What is the number for Academic staff?
   answer: |
     In 2017 the number for Academic staff was 1,387.
document:
 repo: https://github.com/Tronde/instructlab_knowledge_contributions_unibi.git
 commit: c2d9117
 patterns:
  - unibi.md
(venv) [tronde@t14s instructlab]$ 
(venv) [tronde@t14s instructlab]$ 
(venv) [tronde@t14s instructlab]$ cat /home/tronde/src/instructlab/taxonomy/knowledge/university/germany/bielefeld_university/attribution.txt 
Title of work: Bielefeld University
Link to work: https://en.wikipedia.org/wiki/Bielefeld_University
License of the work: CC-BY-SA-4.0
Creator names: Wikipedia Authors
(venv) [tronde@t14s instructlab]$ 
(venv) [tronde@t14s instructlab]$ 
(venv) [tronde@t14s instructlab]$ ilab diff
knowledge/university/germany/bielefeld_university/qna.yaml
Taxonomy in /taxonomy/ is valid :)
(venv) [tronde@t14s instructlab]$

Synthetische Daten generieren

Aus der im vorherigen Abschnitt erstellten Taxonomie generiere ich im nächsten Schritt synthetische Daten, welche in einem folgenden Schritt für das Training des LLM genutzt werden.

Dazu wird der Befehl ilab generate aufgerufen, während sich das LLM noch in Ausführung befindet. Dieser endet bei mir erfolgreich mit folgendem Ergebnis:

(venv) [tronde@t14s instructlab]$ ilab generate
[…]
INFO 2024-05-28 12:46:34,249 generate_data.py:565 101 instructions generated, 62 discarded due to format (see generated/discarded_merlinite-7b-lab-Q4_K_M_2024-05-28T09_12_33.log), 4 discarded due to rouge score
INFO 2024-05-28 12:46:34,249 generate_data.py:569 Generation took 12841.62s
(venv) [tronde@t14s instructlab]$ ls generated/
discarded_merlinite-7b-lab-Q4_K_M_2024-05-28T09_12_33.log
generated_merlinite-7b-lab-Q4_K_M_2024-05-28T09_12_33.json
test_merlinite-7b-lab-Q4_K_M_2024-05-28T09_12_33.jsonl
train_merlinite-7b-lab-Q4_K_M_2024-05-28T09_12_33.jsonl

Zur Laufzeit werden alle CPU-Threads voll ausgelastet. Auf meinem Laptop dauerte dieser Vorgang knapp 4 Stunden.

Das Training beginnt

Jetzt wird es Zeit, das LLM mit den synthetischen Daten anzulernen bzw. zu trainieren. Dieser Vorgang wird mehrere Stunden in Anspruch nehmen und ich verplane mein Laptop in dieser Zeit für keine weiteren Arbeiten.

Um möglichst viele Ressourcen freizugeben, beende ich das LLM (ilab serve und ilab chat). Das Training beginnt mit dem Befehl ilab train… und dauert wirklich lange.

Nach 2 von 101 Durchläufen wird die geschätzte Restlaufzeit mit 183 Stunden angegeben. Das Ergebnis spare ich mir dann wohl für einen Folgeartikel auf und gehe zum Fazit über.

Fazit

Mit dem InstructLab Getting Started Guide gelingt es in kurzer Zeit, das Projekt auf einem lokalen Linux-Rechner einzurichten, ein LLM auszuführen und mit diesem zu chatten.

KI-Halluzinationen stellen in meinen Augen ein Problem dar. Da LLMs überzeugend argumentieren, kann es Nutzern schwerfallen oder gar misslingen, die Falschaussagen als solche zu erkennen. Im schlimmsten Fall lernen Nutzer somit dummen Unfug und verbreiten diesen ggf. weiter. Dies ist allerdings kein Problem bzw. Fehler des InstructLab-Projekts, da alle LLMs in unterschiedlicher Ausprägung von KI-Halluzinationen betroffen sind.

Wie Knowledge und Skills hinzugefügt werden können, musste ich mir aus drei Guides anlesen. Dies ist kein Problem, doch kann der Leitfaden evtl. noch etwas verbessert werden.

Knowledge Contributions werden aktuell nur nach vorheriger Genehmigung und nur von Wikipedia-Quellen akzeptiert. Der Grund wird nicht klar kommuniziert, doch ich vermute, dass dies etwas mit geistigem Eigentum und Lizenzen zu tun hat. Wikipedia-Artikel stehen unter einer Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License und können daher unkompliziert als Quelle verwendet werden. Da sich das Projekt in einem frühen Stadium befindet, kann ich diese Limitierung nachvollziehen. Ich wünsche mir, dass grundsätzlich auch Primärquellen wie Herstellerwebseiten und Publikationen zugelassen werden, wenn Rechteinhaber dies autorisieren.

Der von mir herangezogene Wikipedia-Artikel ist leider nicht ganz aktuell. Nutze ich ihn als Quelle für das Training eines LLM, bringe ich dem LLM damit veraltetes und nicht mehr gültiges Wissen bei. Das ist für meinen ersten Test unerheblich, für Beiträge zum Projekt jedoch nicht sinnvoll.

Die Generierung synthetischer Daten dauert auf Alltagshardware schon entsprechend lange, das anschließende Training jedoch nochmals bedeutend länger. Dies ist meiner Ansicht nach nichts, was man nebenbei auf seinem Laptop ausführt. Daher habe ich den Test auf meinem Laptop abgebrochen und lasse das Training aktuell auf einem Fedora 40 Server mit 32 GB RAM und 10 CPU-Kernen ausführen. Über das Ergebnis und einen Test des verbesserten Modells werde ich in einem folgenden Artikel berichten.

Was ist mit euch? Kennt ihr das Projekt InstructLab und habt evtl. schon damit gearbeitet? Wie sind eure Erfahrungen?

Arbeitet ihr mit LLMs? Wenn ja, nutzt ihr diese nur oder trainiert ihr sie auch? Was nutzt ihr für Hardware?

Ich freue mich, wenn ihr eure Erfahrungen hier mit uns teilt.

❌