Ephraims Wochenrückblick (in Vertretung): KW 9, 2026
In Woche 8 war in der FOSS-Welt einiges los. Von Cosmic über Elementary OS zu CoMaps.


In Woche 8 war in der FOSS-Welt einiges los. Von Cosmic über Elementary OS zu CoMaps.


sudo-rs hat sich zum Ziel gesetzt, einen Ersatz für das klassische sudo bereitzustellen. Dabei setzt das Projekt auf Rust, um eine "safety oriented and memory safe implementation" zu realisieren.
Kurz zum Hintergrund: sudo unterscheidet sich von normalen Kommandos dadurch, dass das setuid-Flag der Binary gesetzt ist und das Programm beim Aufruf direkt mit Root-Rechten gestartet wird. Die Privilege Escalation ist wiederum die Voraussetzung dafür, dass ein Nutzer nach erfolgreicher Authentifizierung Root-Rechte annehmen kann. Sind jedoch im sudo-Programm selbst Bugs vorhanden, wird die Rechteerweiterung zum Sicherheitsrisiko. Wichtig an dieser Stelle: Privilege Escalation bezeichnet zunächst nur die Technik. Sie tritt häufig als Folge von Sicherheitslücken auf, hat aber auch legitime Einsatzszenarien.
Die gesamte Sicherheit hängt also von den Werkzeugen ab, die über setuid-Privilegien verfügen. Genau hier möchte sudo-rs ansetzen und eine Implementierung anbieten, die vom Speichersicherheitsmodell von Rust profitiert, um das Risiko bisher unentdeckter Sicherheitslücken in der Speicherverwaltung zu reduzieren.
Dass sudo-rs kein vollständiges Drop-in-Replacement wird, zeigt die Änderung, dass Passwörter nun standardmäßig in der Konsole maskiert angezeigt werden. Bisher hat sudo jegliche Ausgabe unterdrückt.
Administratoren, die dieses Verhalten abstellen wollen, können Defaults !pwfeedback in die sudoers-Datei einfügen. Das ist insbesondere dann relevant, wenn andere Programme davon abhängen, z. B. in Unit-Tests.
Die spannende Frage, die sich hierbei natürlich stellt, betrifft die Sicherheit. Natürlich ergibt sich ein neuer Seitenkanal, da ein Angreifer, der auf den Bildschirm schauen kann, die Länge des Passworts erfährt. Dabei sollte man allerdings im Hinterkopf behalten, dass bereits vor 25 Jahren demonstriert wurde, dass aus SSH-Sitzungen anhand der Paket-Timings während der Tastenanschläge Passwörter rekonstruiert werden können. Für einen Angreifer mit Fähigkeiten zur Massenüberwachung ergeben sich demnach keine grundlegend neuen Informationen.
sudo-rs wurde bereits in Ubuntu 25.10 eingeführt. Ubuntu 26.04 wird damit der erste LTS-Release sein, der das neue Tooling nutzt.
Die quelloffene Cloud-Office-Lösung ONLYOFFICE veröffentlicht Version 9.3 ihrer Dokumenteneditoren als Online- und Desktop-Applikation. Im Mittelpunkt des Updates steht der Ausbau des PDF-Editors um digitale Signaturen: Empfänger können PDF-Formulare nun per Texteingabe, Freihandzeichnung oder Bildupload unterzeichnen – Unternehmen haben darüber hinaus die Möglichkeit, über das Admin Panel Signaturzertifikate zu hinterlegen, um vertrauenswürdige digitale Signaturen anzuwenden. Ergänzt wird dies durch die Bearbeitung passwortgeschützter PDFs sowie eine erweiterte Hyperlink-Verwaltung. Neu sind außerdem benutzerdefinierte KI-Assistenten, mit denen sich häufig genutzte Textoperationen als individuelle Prompts speichern und direkt aus der Toolbar abrufen lassen. Der Dokumenteneditor bietet zudem ab sofort eine Mehrseitenansicht für die Layout-Kontrolle und farblich zugeordnete Benutzerkommentare. Der Tabelleneditor erhält ein Solver-Tool für lineare Optimierung, Unterstützung für dynamische Arrays und eine verbesserte Rendering-Performance bei großen Dateien. Im Präsentationseditor werden nun GIF-Animationen im Präsentiermodus unterstützt.
Die neue OpenBao-basierte Subscription bietet Secrets Management zum Pauschalpreis sowie 24/7 Enterprise-Support mit dem klaren Bekenntnis zu Upstream-First-Innovation.
Red Hat hat mit dem Red Hat Digital Sovereignty Readiness Assessment Tool ein Online-Tool bereitgestellt, das Unternehmen dabei unterstützt, ihre digitale Souveränität zu bewerten und zu verbessern. Basierend auf einem Fragenkatalog liefert es eindeutige Informationen dazu, wie viel Kontrolle Unternehmen über ihre digitalen Assets besitzen. Dabei geht es nicht nur um die Kontrolle über Daten und Software, sondern auch die Fähigkeit, alle Systeme ohne externe Hilfe zu warten und wiederherzustellen, ihre Integrität unabhängig zu auditieren und zu validieren, Vendor Lock-ins mit Community-getriebenen Ansätzen zu vermeiden und Cloud-Umgebungen flexibel in bestimmten Regionen und Rechenzentren bereitzustellen. Darüber hinaus wird evaluiert, wie sehr digitale Souveränität in der Unternehmensstrategie verankert ist.
Aus den Augen, aus dem Sinn – so geht es vermutlich vielen Leuten beim Thema Abfall. Für die Münchner MARTIN GmbH geht der Job dann aber erst los. Seit über 100 Jahren baut das Unternehmen thermische Abfallbehandlungsanlagen zur Energiegewinnung. Und neuerdings auch mit hochmoderner IoT-Datenauswertung. Um etwa den Zustand der Anlagen oder die Ausschüttung von Emissionen zu überprüfen, kommt hier die Stackable Data Platform zum Einsatz.
Die digitale Souveränität zählt zu den zentralen Herausforderungen deutscher Unternehmen. In fünf Thesen zeigt Gregor von Jagow, Senior Director und Country Manager Deutschland bei Red Hat, auf, wie Unternehmen sowohl innovativer als auch digital souveräner werden können.
KIX Service Software, Hersteller der Open Source Service-Management-Software KIX, und die ]init[ AG für digitale Kommunikation, einer der führenden Digitalisierungsdienstleister für den Öffentlichen Sektor, geben den Start ihrer Partnerschaft bekannt. Ziel der zukünftigen Zusammenarbeit ist es, allen Service-Organisationen ein maßgeschneidertes Angebot aus erstklassigem IT-Consulting und einer digital souveränen Service-Management-Lösung zu bieten.
Die EGroupware GmbH veröffentlicht am Montag 9. Februar 2026 Version 26.2 der gleichnamigen Open-Source-Collaboration-Plattform mit Online-Office-Funktionen. Mit einem neuen Release-Modell, einem modernisierten, voll responsiven Frontend sowie Verbesserungen bei Barrierefreiheit und individueller Oberflächengestaltung schafft die neue Version die Grundlage für die weitere Entwicklung der Plattform.
ABB zentralisiert das Automatisierungsmanagement für Teams weltweit, vereinfacht die Compliance und reduziert Doppelarbeit, während die lokale Autonomie erhalten bleibt
Univention Summit 2026 begeistert mit Rekordbeteiligung, lebhaftem Austausch und hochkarätigen Insights zur digitalen Souveränität
Kurze News über Ubuntu 26.04 mit den Änderungen zu Sudo


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