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Jahresrückblick 2025 und Ausblick

31. Dezember 2025 um 22:25

Das Jahr 2026 steht bevor und ich möchte die Gelegenheit nutzen, um mich bei allen Lesern zu bedanken, die mich auch in diesem Jahr begleitet haben: sowohl auf meinem Blog als auch auf dem Risikozone-Podcast.

Den eigentlichen Jahresrückblick gibt es in der heute erschienenen Risikozone-Episode 90. Dort haben wir schon festgestellt: Abgesehen von ein wenig Cloudflare-„Schluckauf“ war es ein vergleichsweise ruhiges Jahr.

Mit zwölf Artikeln konntet ihr in diesem Jahr jeden Monat etwas von mir lesen. Der Schwerpunkt lag allerdings klar auf dem Podcast: dort kamen noch einmal 26 Episoden dazu.

Für das nächste Jahr – und nebenbei dem Jahr des zehnjährigen Blogbestehens – nehme ich mir vor, den Blog endlich wieder stärker anzupacken, ein paar Neuerungen einzuspielen und vielleicht auch thematische neue Inhalte auszuprobieren. Wie bei vielen OSS-Projekten ist es oft nicht so leicht, dafür konsequent Zeit zu finden - aber gerade deshalb eignet sich der Blog gut für spannende Experimente.

Bis dahin wünsche ich euch einen guten Rutsch in das neue Jahr. Mögen eure Builds stabil sein und die Bugs reproduzierbar (oder am besten gar nicht existieren). Auf ein gutes 2026!

ACM Open-Access-Umstellung wird abgeschlossen

31. Dezember 2025 um 22:00

Im Blog thematisiere ich oft Open-Source-Software, aber in der Wissenschaft gibt es ein kleines Geschwisterchen namens Open Access, das ebenso interessant ist. Open Access bedeutet, dass wissenschaftliche Publikationen online frei lesbar sind - idealerweise zusätzlich mit klaren Nachnutzungsrechten wie CC-Lizenzen. Dabei geht es darum, dass der Zugang zu wissenschaftlichen Arbeiten oft durch Bezahlschranken der Verlage eingeschränkt wird. Warum die Rolle der Verlage überhaupt so zustande gekommen ist, hat historische Gründe und ist langjähriger Bestandteil von Diskussionen. Auch hier handelt es sich um ein Geschäftsmodell, das in der analogen Welt seine Berechtigung hatte, sich mit zunehmender Digitalisierung aber immer stärker rechtfertigen - oder gar neu erfinden - muss.

In den vergangenen Jahren nimmt allerdings auch Kritik an den Bezahlschranken zu, zumal viele Forscher, die auf diese Zugänge angewiesen sind, an staatlichen Forschungseinrichtungen arbeiten, die somit sowohl den Zugang zu Forschungsergebnissen als auch die Forschung selbst mit Steuergeld bezahlen müssen. Die oftmals unentgeltliche Tätigkeit für das Peer-Review bleibt hier ganz außen vor. Einige Regierungen und Forschungsförderer haben daher Open-Access-Strategien ins Leben gerufen, die vermehrt Druck auf die Akteure machen. Gerrit hat hierzu auch noch einmal einen kleinen Exkurs geschrieben.

In der Informatik und speziell der IT-Sicherheit haben wir das Glück, vergleichweise wenige Bezahlschranken anzutreffen. Als Beispiel pflegt USENIX traditionell Open Access und viele Papers sind auch auf arXiv in ihren Preprints verfügbar. Generell gibt es auch hier nicht die klassischen Verlage, sondern eher Fachgesellschaften, die mit ihren Bibliotheken und Proceedings der Konferenzen andere Teile querfinanzieren.

Ab dem 1. Januar 2026 werden alle bei der ACM bisher und zukünftig veröffentlichten Publikationen frei zugänglich sein.

Diese Umstellung ist das Ergebnis eines Prozesses, der 2020 angeschoben wurde und seinen ersten Meilenstein im April 2022 hatte, als 50 Jahre Archivinhalte öffentlich verfügbar wurden. Jetzt sind somit alle Inhalte dran.

Die Kosten werden dabei über Publikationsgebühren (APCs) abgedeckt, die typischerweise über Autor bzw. Institution laufen - es sei denn, die Einrichtung ist Teil des ACM-Open-Programms mit einer Pauschalbezahlung. Dieses Programm befreit einerseits von diesen Einzelgebühren und schaltet Komfortfunktionen in der Online-Bibliothek frei.

Wie nun diese Form von Open Access forschungspolitisch aufgenommen wird, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Jetzt können wir erstmal auch außerhalb von Universitätsbibliotheken den Zugang zu Papers wie The UNIX time-sharing system, Go To Statement Considered Harmful, A method for obtaining digital signatures and public-key cryptosystems oder auch Reflections on trusting trust genießen. In "Reflections on trusting trust" hatte übrigens Ken Thompson schon 1984 Supply-Chain-Attacken vorweggenommen.

Civitas Connect e. V. – Offene Datenplattformen für digitale Souveränität

27. Dezember 2025 um 20:36

Civitas Connect e. V. ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Kommunen, kommunalen Unternehmen und öffentlichen Institutionen. Gemeinsam entwickeln die Mitglieder offene, interoperable digitale Infrastrukturen für die öffentliche Daseinsvorsorge. Im Mittelpunkt steht CIVITAS/CORE – eine vollständig offene, modulare Datenplattform, die von den Mitgliedern gemeinsam gesteuert wird. Ziel ist die digitale Handlungsfähigkeit des öffentlichen Sektors zu stärken.

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HYPERTEGRITY AG – Urbane Datenplattformen aus Paderborn

26. Dezember 2025 um 20:02

Die HYPERTEGRITY AG aus Paderborn zählt seit 2020 zu den deutschen Marktführern für Open-Source-basierte urbane Datenplattformen. Das GovTech-Unternehmen entwickelt, integriert und betreibt die Urban Data Space Platform für Kommunen und öffentliche Einrichtungen. Mit dem Grundsatz „Public Money, Public Code" setzt das Team auf volle Transparenz, Wahlfreiheit und nachnutzbare Lösungen für den öffentlichen Sektor.

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fme AG – Digitale Transformation für Verwaltung und Wirtschaft

25. Dezember 2025 um 19:47

Die fme AG begleitet Unternehmen und öffentliche Einrichtungen seit über 25 Jahren bei der digitalen Transformation. Mit Schwerpunkten in Cloud-Enablement, Enterprise Content Management und KI-basierten Lösungen unterstützt das Unternehmen seine Kunden beim Aufbau moderner, flexibler IT-Architekturen. Im Public Sector setzt die fme AG auf transparente, souveräne Lösungen, die Datenschutz und Innovationsfähigkeit verbinden.

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os-cillation GmbH – Softwareentwicklung für sicherheitskritische Anwendungen

24. Dezember 2025 um 19:17

Die os-cillation GmbH aus Siegen entwickelt seit über 25 Jahren Lösungen auf Basis von Linux und Open Source – von Embedded Systems bis zu Server-Clustern. Das 40-köpfige Team arbeitet selbst komplett Microsoft-frei und hat sich als Dienstleister für Banken, Finanzdienstleister und die Telematik-Infrastruktur des Gesundheitswesens auf höchste Sicherheitsanforderungen spezialisiert.

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SLES wird Digital Public Good: So unterstützen wir die Nachhaltigkeitsziele der UN

03. Dezember 2025 um 18:48

Große Auszeichnung für SUSE: SUSE Linux Enterprise Server (SLES) wurde offiziell als digitales öffentliches Gut (Digital Public Good) anerkannt – als erstes und bislang einziges kommerzielles Linux-Produkt. Die Auszeichnung zeigt, welchen wichtigen Beitrag unsere Technologie für unsere Gesellschaft und unseren Planeten leistet.

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ONLYOFFICE veröffentlicht DocSpace 3.6 und Docs 9.2: Neue KI-Agenten und mehr Anpassungsmöglichkeiten

01. Dezember 2025 um 17:38

ONLYOFFICE hat die Einführung von DocSpace 3.6 und Docs 9.2 angekündigt. Die neuen Versionen der Office-Kollaborationssoftware integriert umfangreiche KI-Agenten und eine Reihe weiterer Verbesserungen. Insbesondere die KI-gestützte Sprachprüfung und anpassbare Workflows sollen die Zusammenarbeit an Dokumenten deutlich intuitiver machen.

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Firefox: Geteilte Tabs und Tab-Notizen kommen für den Desktop, Tab-Gruppen für Android

31. Dezember 2025 um 14:58

In diesem Jahr hat Mozilla seinen Browser Firefox mit Tab-Gruppen sowie vertikalen Tabs um zwei neue Tab-Funktionen erweitert, welche sich von vielen Nutzern gewünscht worden sind. Weitere Verbesserungen der Tabs sind in Vorbereitung: Für den Desktop kommen geteilte Tabs sowie Notizen für Tabs. Firefox für Android bekommt Tab-Gruppen.

Die Möglichkeit, Tabs in Gruppen zu organisieren, war das meistgewünschte Feature der Firefox-Community. Vertikale Tabs als Alternative zur horizontalen Tableiste standen auf Platz 3. Beide Features hat Mozilla in diesem Jahr ausgeliefert. An zwei weiteren Tab-Funktionen für den Desktop arbeitet Mozilla bereits, welche Nutzer einer Nightly-Version von Firefox auch schon testen können.

Geteilte Tabs

Geteilte Tabs beschreiben die Möglichkeit, zwei Tabs gleichzeitig nebeneinander darzustellen. Eine geteilte Ansicht kann ganz einfach über das Kontextmenü eines Tabs erstellt werden. In der zweiten Fensterhälfte steht dann eine Liste aller bereits geöffneten Tabs zur Verfügung. Ansonsten ist natürlich auch eine direkte Eingabe über die Adressleiste oder das Öffnen eines Lesezeichens möglich – ganz gleich, wie man sonst auch Websites öffnet. Oder man wählt direkt zwei Tabs aus und wählt dann den entsprechenden Kontextmenü-Eintrag. Die Breite der jeweiligen Teilfenster kann beliebig verändert werden.

Geteilte Tabs in Firefox

Das Feature ist in der Nightly-Version von Firefox bereits aktiviert. Die dazugehörige Option in about:config heißt browser.tabs.splitView.enabled. Natürlich ist zu bedenken, dass die Implementierung zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist.

Tab-Notizen

Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit, Notizen zu Tabs zu hinterlegen. Auch dies erfolgt über das Kontextmenü eines Tabs. Anschließend zeigt ein zusätzliches Symbol im Tab an, dass es eine Notiz für diesen Tab gibt. Diese wird angezeigt, wenn man mit der Maus über den Tab fährt.

Tab-Notizen in Firefox Tab-Notizen in Firefox

Auch dieses Feature ist in der Nightly-Version von Firefox bereits aktiviert. Die dazugehörige Option in about:config heißt browser.tabs.notes.enabled. Hier ist genauso zu bedenken, dass die Implementierung zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist.

Tab-Gruppen für Android

Die anfangs erwähnten Tab-Gruppen wird es in Zukunft auch in Firefox für Android geben. Hier gibt es allerdings noch nichts zu testen, die Arbeiten daran werden mit dem neuen Jahr starten.

Der Beitrag Firefox: Geteilte Tabs und Tab-Notizen kommen für den Desktop, Tab-Gruppen für Android erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Podcast: Linux 2025 im Rückblick: Gedanken, Highlights und ein Blick nach vorn

Von:MK
31. Dezember 2025 um 08:30

Zum Jahresende 2025 werfen wir gemeinsam einen Blick zurück auf ein bewegtes Linux und Open-Source-Jahr 2025. Ich teile meine persönlichen Highlights, spreche über Überraschungen, Diskussionen und ziehe ein ehrliches Fazit zum Thema "War 2025 das Jahr des Linux Desktops?".

Das alles inklusive eines kurzen Updates zur aktuellen Situation bei fosstopia, den Plänen für 2026 und natürlich gibt es auch eine Antwort auf die sehr oft eingehende Frage "Welche Linux Distro verwendest Du?" - da könnte es eine kleine Überraschung geben. :)

Mich interessiert: Was waren eure Linux- und FOSS-Momente 2025? Schreibt eure Highlights, Projekte oder Aha-Erlebnisse gerne in die Kommentare. Ich wünsche euch und euren Familien einen guten Rutsch und einen guten Start ins Jahr 2026. Wir lesen und sehen uns im neuen Jahr wieder und schaut gern auf fosstopia.de vorbei, um auch weiterhin rund um Linux & Open Source auf dem Laufenden zu bleiben. 🐧☕

Cheers, Michael

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Linux 2025 im Rückblick: Die wichtigsten Entwicklungen, Diskussionen und Trends

Von:MK
31. Dezember 2025 um 08:30

Zum Jahresende 2025 werfen wir gemeinsam einen Blick zurück auf ein bewegtes Linux und Open-Source-Jahr 2025. Ich teile meine persönlichen Highlights, spreche über Überraschungen, Diskussionen und ziehe ein ehrliches Fazit zum Thema “War 2025 das Jahr des Linux Desktops?”. Das alles inklusive eines kurzen Updates zur aktuellen Situation bei fosstopia, den Plänen für 2026 und […]

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