Ubuntu hat massive Probleme beim Upgrade auf 24.04.1
Updates von einer Ubuntu-LTS-Version auf die nächste waren noch nie problemlos. Auch dieses Mal häufen sich Berichte von Anwendern, bei denen die Aktualisierung schiefgegangen ist.
Updates von einer Ubuntu-LTS-Version auf die nächste waren noch nie problemlos. Auch dieses Mal häufen sich Berichte von Anwendern, bei denen die Aktualisierung schiefgegangen ist.
In diesem Beitrag erkläre ich kurz, was Ansible Lint ist und demonstriere dessen Anwendung am Beispiel meiner Ansible Collection tronde/nextcloud.
Er richtet sich primär an Personen, die mit Ansible Lint noch nicht vertraut sind. Linting-Profis werden vermutlich keine neuen Erkenntnisse gewinnen.
Lint (englisch für „Fussel“) ist eine Software zur statischen Code-Analyse. Davon abgeleitet hat sich das Verb linten (englisch to lint) für das Durchführen der statischen Code-Analyse etabliert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Lint_(Programmierwerkzeug)
Dem obigen Zitat und der Projektdokumentation folgend, ist Ansible Lint dementsprechend ein Werkzeug zur statischen Code-Analyse von Ansible Playbooks, Roles und Collections. Mit der Anwendung dieses Werkzeugs auf die eigenen Ansible-Inhalte kann sichergestellt werden, dass diese gängigen Konventionen und Standards entsprechen.
Die Dokumentation beschreibt verschiedene Installationsverfahren. Ich habe ansible-lint als Bestandteil der Ansible Development Tools (ADT) installiert. Dies ist ein Werkzeugkasten mit weiteren Programmen wie z.B. `ansible-core` und Ansible Molecule, welche ich für die Entwicklung meiner Ansible Collection nutze.
Auf meiner Fedora Workstation habe ich die ADT wie folgt installiert:
~]$ mkdir venv
~]$ cd venv
venv]$ ]$ python -m venv adt
venv]$ source adt/bin/activate
(adt) venv]$ pip install pip --upgrade
Requirement already satisfied: pip in ./adt/lib64/python3.12/site-packages (23.3.2)
Collecting pip
Using cached pip-24.2-py3-none-any.whl.metadata (3.6 kB)
Using cached pip-24.2-py3-none-any.whl (1.8 MB)
Installing collected packages: pip
Attempting uninstall: pip
Found existing installation: pip 23.3.2
Uninstalling pip-23.3.2:
Successfully uninstalled pip-23.3.2
Successfully installed pip-24.2
(adt) venv]$ pip install ansible-dev-tools
Collecting ansible-dev-tools
Using cached ansible_dev_tools-24.7.2-py3-none-any.whl.metadata (11 kB)
… Ausgabe gekürzt
(adt) venv]$ adt --version
ansible-builder 3.1.0
ansible-core 2.17.3
ansible-creator 24.7.1
ansible-dev-environment 24.7.0
ansible-dev-tools 24.7.2
ansible-lint 24.7.0
ansible-navigator 24.8.0
ansible-sign 0.1.1
molecule 24.8.0
pytest-ansible 24.8.0
tox-ansible 24.8.0
Ansible Lint liefert eine ganze Reihe von Profilen mit, welche Autoren unterstützen, die Code-Qualität schrittweise zu verbessern. Der Befehl ansible-lint --list-profiles gibt die verfügbaren Profile mit einer Beschreibung aus.
Ich werde im Folgenden mit dem Profil shared arbeiten, welches für Autoren gedacht ist, die ihre Collection auf https://galaxy.ansible.com veröffentlichen möchten.
Bevor es zur Sache geht, wechsel ich in das Projektverzeichnis meiner Ansible Collection und erstelle einen neuen Branch, mit dem Befehl git checkout -b lint. Die in meinem Repo vorhandene Datei .ansible-lint-ignore lösche ich, da ich im folgenden alle Fehler und Regelverstöße sehen möchte. Zu Beginn stellt sich mein Arbeitsverzeichnis wie folgt dar:
(adt) nextcloud]$ git status
On branch lint
Changes not staged for commit:
(use "git add/rm <file>..." to update what will be committed)
(use "git restore <file>..." to discard changes in working directory)
deleted: .ansible-lint-ignore
no changes added to commit (use "git add" and/or "git commit -a")
Das Programm ansible-lint besitzt mit der Option --fix die Fähigkeit, Fehler automatisch zu korrigieren und auch YAML-Dateien neu zu formatieren. Der folgende Code-Block umfasst die gekürzte Ausgabe, wenn das Kommando ansible-lint --profile=shared --fix im Arbeitsverzeichnis ausgeführt wird.
(adt) nextcloud]$ ansible-lint --profile=shared --fix
WARNING Listing 37 violation(s) that are fatal
galaxy[no-changelog]: No changelog found. Please add a changelog file. Refer to the galaxy.md file for more info.
galaxy.yml:1
var-naming[pattern]: Variables names should match ^[a-z_][a-z0-9_]*$ regex. (NC_HTML) (vars: NC_HTML)
roles/backup_restore_nextcloud/defaults/main.yml:4
…
risky-file-permissions: File permissions unset or incorrect.
roles/backup_restore_nextcloud/tasks/main.yml:18 Task/Handler: Copy backup files to container host
no-changed-when: Commands should not change things if nothing needs doing.
roles/backup_restore_nextcloud/tasks/main.yml:40 Task/Handler: Import tarball contents into an existing podman volume
no-changed-when: Commands should not change things if nothing needs doing.
roles/backup_restore_nextcloud/tasks/main.yml:54 Task/Handler: Export podman volumes to tarballs
var-naming[pattern]: Variables names should match ^[a-z_][a-z0-9_]*$ regex. (MYSQL_DATABASE) (vars: MYSQL_DATABASE)
roles/deploy_nextcloud_with_mariadb_pod/defaults/main.yml:13
…
Read documentation for instructions on how to ignore specific rule violations.
Modified 6 files.
Rule Violation Summary
count tag profile rule associated tags
33 var-naming[pattern] basic idiom
1 risky-file-permissions safety unpredictability
1 galaxy[no-changelog] shared metadata
2 no-changed-when shared command-shell, idempotency
Failed: 37 failure(s), 0 warning(s) on 25 files. Profile 'shared' was required, but 'min' profile passed.
Obige Ausgabe:
galaxy[no-changelog]: No changelog found. Please add a changelog file. Refer to the galaxy.md file for more info.risky-file-permissions: File permissions unset or incorrect.no-changed-when: Commands should not change things if nothing needs doing.var-naming[pattern]: Variables names should match ^[a-z_][a-z0-9_]*$ regex.ansible-lint Änderungen an 6 Dateien vorgenommen hatMit git diff verschaffe ich mir einen Überblick, welche Änderungen ansible-lint vorgenommen hat. Dies sind in meinem Fall:
Als Nächstes sehe ich mir die übrigen Fehler der Reihe nach an. Die Dokumentation beinhaltet eine Übersicht mit Beschreibungen der einzelnen Regeln. Dies ist nützlich, wenn der kurze Text in der Ausgabe von ansible-lint nicht ausreichend ist.
galaxy[no-changelog]: No changelog found. Please add a changelog file.Unter Galaxy: Changelog Details finden sich Hinweise, wie dieser Fehler zu beheben ist. Ich erstelle die leere Datei CHANGELOG.md im Wurzelverzeichnis meiner Collection und der Fehler ist abgestellt.
Natürlich werde ich diese Datei zukünftig nutzen, um die wichtigsten Änderungen zu dokumentieren. ;-)
risky-file-permissions: File permissions unset or incorrect.Auch hier habe ich kurz in der Dokumentation unter risky-file-permissions nachgesehen. Den Fehler habe ich abgestellt, indem ich den Parameter mode: 0600 zum Task hinzugefügt habe.
Dies war ein Flüchtigkeitsfehler, wie er häufig passieren kann, wenn man seinen Code nicht konsequent überprüft. Ohne den Dateimode explizit zu setzen, kann dies zu unvorhersehbaren bzw. überraschenden Verhalten führen.
no-changed-when: Commands should not change things if nothing needs doing.An zwei Stellen bin ich leider nicht herumgekommen, das ansible.builtin.command Modul zu verwenden, da kein natives Modul für diese Aufgabe existiert. Betrachtet man sich die beiden Tasks fällt auf, dass diese jedes Mal Daten verarbeiten werden. Sie sind nicht idempotent. Im Ergebnis können sie erfolgreich sein oder fehlschlagen, aber sie werden immer Daten verarbeiten und dadurch ändern.
41 - name: Import tarball contents into an existing podman volume
42 ansible.builtin.command:
43 cmd: |
44 podman volume import
45 {{ item }} {{ backup_restore_nextcloud_import_path }}/{{ item }}.tar
46 loop:
47 - "{{ NC_HTML }}"
48 - "{{ NC_APPS }}"
49 - "{{ NC_CONFIG }}"
50 - "{{ NC_DATA }}"
51 - "{{ MYSQL_DATA }}"
52
53 # I need to use the command module as the volume module lacks the functionality
54 # to export podman volumes.
55 - name: Export podman volumes to tarballs
56 ansible.builtin.command:
57 cmd: podman volume export {{ item }} --output {{ backup_restore_nextcloud_export_path }}/{{ item }}.tar
58 loop:
59 - "{{ NC_HTML }}"
60 - "{{ NC_APPS }}"
61 - "{{ NC_CONFIG }}"
62 - "{{ NC_DATA }}"
63 - "{{ MYSQL_DATA }}"
64 tags:
65 - never
66 - backup
Um herauszufinden, wie ich ansible-lint zufriedenstellen kann, schaue ich wieder in der Doku unter no-changed-when nach. Nach der dortigen Beschreibung ist mein Fehler, dass ich den Rückgabewert des Kommandos nicht behandel. Daher registriere ich nun eine Variable je Task, die die Task-Ausgabe aufnimmt und prüfe den Rückgabewert. Ist der Rückgabewert gleich 0 wird der Task-Status auf changed gesetzt, ist der Rückgabewert ungleich 0 wird der Status entsprechend auf failed gesetzt. Das ganze sieht nun wie folgt aus:
41 - name: Import tarball contents into an existing podman volume
42 ansible.builtin.command:
43 cmd: |
44 podman volume import
45 {{ item }} {{ backup_restore_nextcloud_import_path }}/{{ item }}.tar
46 register: __import_tar_output
47 changed_when: __import_tar_output.rc == 0
48 failed_when: __import_tar_output.rc != 0
49 loop:
50 - "{{ NC_HTML }}"
51 - "{{ NC_APPS }}"
52 - "{{ NC_CONFIG }}"
53 - "{{ NC_DATA }}"
54 - "{{ MYSQL_DATA }}"
55
56 # I need to use the command module as the volume module lacks the functionality
57 # to export podman volumes.
58 - name: Export podman volumes to tarballs
59 ansible.builtin.command:
60 cmd: podman volume export {{ item }} --output {{ backup_restore_nextcloud_export_path }}/{{ item }}.tar
61 register: __import_tar_output
62 changed_when: __import_tar_output.rc == 0
63 failed_when: __import_tar_output.rc != 0
64 loop:
65 - "{{ NC_HTML }}"
66 - "{{ NC_APPS }}"
67 - "{{ NC_CONFIG }}"
68 - "{{ NC_DATA }}"
69 - "{{ MYSQL_DATA }}"
70 tags:
71 - never
72 - backup
Collection-intern verwendete Variablen leite ich mit zwei Unterstrichen (‚_‘) ein, um mir zu verdeutlichen, dass diese nicht durch den Nutzer gesetzt werden und daher auch nicht im README.md oder defaults/main.yml dokumentiert sind.
var-naming[pattern]: Variables names should match ^[a-z_][a-z0-9_]*$ regex.Hier brauche ich nicht weiter nachzuschlagen. Ich verstoße gegen diese Regel, da ich meine Variablen-Namen großgeschrieben habe. Die Ausgabe von ansible-lint zeigt dies deutlich:
var-naming[pattern]: Variables names should match ^[a-z_][a-z0-9_]*$ regex. (NC_HTML) (vars: NC_HTML)
roles/backup_restore_nextcloud/defaults/main.yml:4
Diese Meldungen lassen sich mit folgendem Bash-Einzeiler abstellen:
$ for text in $(cut -d':' -f 1 roles/deploy_nextcloud_with_mariadb_pod/defaults/main.yml | grep -v '^$\|^#\|---'); do find roles -type f -iname "*.yml" | xargs sed -i -e "s/$text/\L&/g"; done
Aus verschiedenen Gründen hebe ich mir die Überarbeitung für später auf und nutze die Meldung, um zu demonstrieren, wie man ansible-lint dazu bringt, bestimmte Fehler zu ignorieren.
Um Regeln für ausgewählte Dateien zu ignorieren, spezifiziert man den jeweiligen Dateinamen und den Namen der Regel in der Datei .ansible-lint-ignore, welche im Wurzelverzeichnis der Collection erstellt wird:
nextcloud]$ cat .ansible-lint-ignore
roles/deploy_nextcloud_with_mariadb_pod/defaults/main.yml var-naming[pattern]
roles/backup_restore_nextcloud/defaults/main.yml var-naming[pattern]
Damit habe ich alle Probleme, die im ersten Durchlauf von ansible-lint gefunden wurden, adressiert. Ein zweiter Durchlauf zeigt das Ergebnis meiner Arbeit:
(adt) nextcloud]$ ansible-lint --profile=shared
WARNING Listing 33 violation(s) marked as ignored, likely already known
var-naming[pattern]: Variables names should match ^[a-z_][a-z0-9_]*$ regex. (NC_HTML) (vars: NC_HTML) (warning) # ignored
roles/backup_restore_nextcloud/defaults/main.yml:4
…Ausgabe gekürzt
WARNING Listing 1 violation(s) that are fatal
yaml[octal-values]: Forbidden implicit octal value "0600"
roles/backup_restore_nextcloud/tasks/main.yml:22
Read documentation for instructions on how to ignore specific rule violations.
Rule Violation Summary
count tag profile rule associated tags
1 yaml[octal-values] basic formatting, yaml
Failed: 1 failure(s), 33 warning(s) on 27 files. Profile 'shared' was required, but 'min' profile passed.
Die ignorierten Regelverstöße werden als Warnung weiterhin ausgegeben, nehmen jedoch keinen Einfluss auf die abschließende Bewertung. Dafür habe ich einen neuen Fehler (yaml[octal-values]) eingebaut. Nach dem aktuellen Regelwerk erfordern oktale Werte ein explizites Quoting, um als Strings verarbeitet zu werden.
Nachdem ich das Problem mit mode: '0600' behoben habe, endet ein weiterer Lauf von ansible-lint schlussendlich mit:
Passed: 0 failure(s), 33 warning(s) on 27 files. Profile 'shared' was required, but 'production' profile passed.
Damit erfüllt meine Collection aktuell sogar die Anforderungen des nächst höheren Profils production; allerdings nur, weil ich einige Regeln bewusst ignoriere. Daher ist aktuell noch nicht sichergestellt, dass meine Collection tatsächlich bei einem Import auf Ansible Galaxy akzeptiert wird.
Ich persönlich führe ansible-lint gern in einem eigenständigen Schritt aus. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dies in den verwendeten Editor, die genutzte IDE oder Molecule zu integrieren und bei Änderungen automatisch laufen zu lassen.
Ich freue mich, wenn euch dieser Artikel gefallen hat.
Interessanter Gegentrend: Während ich vor ziemlich genau einem Jahr über das zu der Zeit aktuellste Beispiel HashiCorp schrieb, wo eine Umstellung auf BSL-artige Lizenzen erfolgte, scheint es wohl auch einige Kandidaten zu geben, die wieder auf OSI-genehmigte Lizenzen umstellen. So verkündete Elastic am vergangenen Donnerstag, das sie wieder mit ihrer Suchmaschinensoftware Elasticsearch "Open Source" werden möchten, indem sie die AGPL als Lizenzoption aufnehmen.
Hier einmal der Hintergrund bis jetzt, so wie es auf mich als externen Beobachter wirkte: Open Source hat es im Zeitalter der Cloud recht schwer, wenn man damit Geld verdienen möchte (um z. B. die Entwicklung zu finanzieren!). Das verbreitete Standardmodell zur Monetarisierung war bisher, eine Software Open Source anzubieten und den Support oder das Hosting kostenpflichtig anzubieten. Aus Kundensicht bestellt man dann direkt bei dem Hersteller, der seine Software auch am besten verstehen sollte.
Cloud Provider haben dem Modell das Wasser abgegraben, da sie einfach die Open Source Software nehmen und auf ihrer Plattform deployen konnten – ohne einen Cent dem Projekt zahlen zu müssen. Teilweise wurde die Software erweitert, ohne, die Änderungen wieder veröffentlichen zu müssen (deswegen sind auch die MIT- und BSD-Lizenzen so beliebt). Aus Kundensicht kauft man zwar nicht mehr bei dem Hersteller ein, hat aber
Die Antwort vieler Projekte war es nun, die Lizenz so zu ändern, dass dieses Verhalten nicht mehr möglich ist, z. B. durch die Beschränkung von Konkurrenz-Hostingprodukten. Das verstößt allerdings gegen das Diskriminierungsverbot der OSI, nach dem die Verwendung von Produkten nicht durch die Lizenz beschränkt werden sollte (siehe auch das Good-Evil-Thema bei der JSON-Lizenz).
In der Konsequenz spalteten sich wie mit Open Search Elasticsearch-Forks ab, die weiterhin die offenen Lizenzen nutzen und durch Cloud Provider wie AWS direkt gepflegt wurden und werden. Wie Elasticsearch betont, sollen diese Projekte aber gleichzeitig auch einen eigenen Weg mit eigener Spezialisierung entwickelt haben. Die Community war natürlich aber auch verärgert, da die Software Elasticsearch nun nicht mehr als Free Open Source Software (FOSS) galt.
Elasticsearch plant nun die Wogen zu glätten, indem die AGPL als weitere Lizenz zur ELv2 und SSPL zusätzlich aufgenommen wird. Die Nutzer können also frei entscheiden, welche Lizenz sie nutzen wollen, da insbesondere im Geschäftskontext die AGPL juristisch gesehen als heikel eingeschätzt wird, wenn man das Produkt aus verschiedenen Komponenten zusammengebaut und nicht den gesamten Quelltext veröffentlichen möchte. FOSS-Nutzer und Distributionen haben allerdings wieder die Möglichkeit, die Software wiederaufzunehmen. So entspricht z. B. die AGPL den Debian Free Software Guidelines.
Ende gut, alles gut? Wenn es nach der Ankündigung von Elastic geht, ist das Team zufrieden mit der Entscheidung, wieder Open Source zu sein. Ob der Fork OpenSearch aufrecht erhalten wird oder schlussendlich in das Urprodukt einfließt, ist allerdings noch nicht gewiss und muss sich in der Zukunft zeigen. Vielleicht sind die Communities auch schon zu sehr divergiert, sodass es nun unterschiedliche Lösungen für unterschiedliche Anwendungsfälle gibt.
Unter dem Motto “Was nun? Was tun!” lädt der Chaos Computer Club Dresden von Freitag, dem 20. September 2024, 16 Uhr, bis Sonntag (22. September, 18 Uhr) mittlerweile zum 20. Mal zu den Datenspuren in das Zentralwerk, Heidestraße 2, in Dresden ein.


Die Installation der Rolling-Release-Distribution Arch Linux übernimmt in der Regel Archinstall.
Mit OSMC setzt man schnell ein Kodi-basiertes Media-Center-System auf dem Raspberry Pi, Vero oder Apple TV auf.
Der TS101 lässt sich, wie auch der Pinecil v2, mit einem eigenen Bootlogo versehen. Beim TS101 muss das Logo der IronOS Firmwaredatei hinzugefügt werden # Arch Linux sudo pacman -S python-pillow python-intelhex git #...![]()
Die Arch-basierte Distribution Manjaro erhält ein umfassendes Update, das auch den Cosmic Desktop zu den Anwendern bringt. Zudem wurde die Webseite generalüberholt.
MiniOS wird seinem Namen gerecht, eine kleine Distribution, die sich gut auf einem USB-Stick für die Hosentasche eignet. Der modulare Aufbau erlaubt individuelle Anpassung.
Dokumentenmanagement-Software sorgt dafür, dass sich die Papierflut in Grenzen hält und Dokumente schnell auffindbar sind. Paperwork und Paperless-NGX stecken das Leistungsspektrum für Heimanwender und SoHo ab.
Ein Erfahrungsbericht über den Umstieg von PiOS Lite auf Ubuntu Server und eine einfache Anleitung zur Nutzung von Docker.


Dies ist ein Erfahrungsbericht zur Migration meiner Ansible-Rolle „Nextcloud im Container“ in eine Ansible Collection. Er umfasst die Migration der bestehenden Rolle und die Ergänzung der neuen Collection um eine weitere Rolle, welche sich um die Aufgaben Backup und Restore kümmert.
Wer es ganz eilig hat, kann direkt zur Zusammenfassung springen. Allen anderen wünsche ich viel Spaß bei der Lektüre.
Für grundlegende Informationen zu Ansible Collections siehe:
Randnotiz: Dass ihr zu meiner ersten Ansible Collection hier im Blog nicht fündig werdet, liegt darin begründet, dass meine Arbeit daran eingeschlafen ist.
Die Entwicklung der hier beschriebenen Collection könnt ihr auf Codeberg.org verfolgen. Die Repo-URL lautet: https://codeberg.org/Tronde/nextcloud
Für mein Wochenendprojekt „Nextcloud im Container“ habe ich eine Ansible-Rolle entwickelt und auf Github veröffentlicht, die dem Zweck dient, Nextcloud mit einer MariaDB in einer rootless Podman-Umgebung zu installieren.
Wie ihr in Teil 5 der Artikel-Serie nachlesen könnt, war ich mit der Lösung für Backup und Restore nicht ganz zufrieden. Ich möchte dieses Thema erneut angehen und mithilfe einer Ansible-Rolle lösen.
Backup und Restore beschreiben jedoch andere Anwendungsfälle als die Bereitstellung, weswegen ich den dafür notwendigen Quelltext nicht mit in die bestehende Rolle pressen möchte. Da Backup und Restore für mich jedoch zum Betrieb dazugehören, möchte ich alle Ansible-Rollen, die ich zum Betrieb meines Nextcloud-Setups benötige, in einer Collection zusammenfassen.
Ich orientiere mich hierzu an der englischsprachigen Dokumentation „Migrating a role to a collection“. Da ich bereits einen Galaxy Namespace besitze, nutze ich diesen auch für die Erstellung der Collection. Der folgende Codeblock zeigt die verwendeten Befehle.
]$ ansible-galaxy collection init tronde.nextcloud
- Collection tronde.nextcloud was created successfully
]$ mkdir tronde/nextcloud/roles/deploy_nextcloud_with_mariadb_pod && rsync -a ../roles/ansible_role_deploy_nextcloud_with_mariadb_pod/ tronde/nextcloud/roles/deploy_nextcloud_with_mariadb_pod/
]$ tree -L 3 tronde/nextcloud/
tronde/nextcloud/
├── docs
├── galaxy.yml
├── meta
│ └── runtime.yml
├── plugins
│ └── README.md
├── README.md
└── roles
└── deploy_nextcloud_with_mariadb_pod
├── defaults
├── meta
├── README.md
├── tasks
├── tests
└── vars
]$ rm -rf tronde/nextcloud/roles/deploy_nextcloud_with_mariadb_pod/.git
Im letzten Schritt entferne ich das .git-Verzeichnis, da ich die Collection als Ganzes in einem Repository verwalten möchte, statt alle Rollen einzeln zu versionieren und dann in die Collection einzufügen.
Anschließend aktualisiere ich die Dateien galaxy.yml und README.md. In der Rolle habe ich ein Playbook zum Testen verwendet, welches im Pfad deploy_nextcloud_with_mariadb_pod/tests/test.yml liegt. Um konform mit der Struktur einer Ansible Collection zu sein, erstelle ich im Wurzelverzeichnis meiner Collection das Verzeichnis playbooks und kopiere das Test-Playbook hier hinein:
]$ tree playbooks/
playbooks/
└── deploy_nextcloud_with_mariadb_pod.yml
An dieser Stelle halte ich zunächst inne und überlege mir, welche Tools ich noch benötige, um meine Collection entwickeln und testen zu können.
Ansible Development Tools (ADT) ist ein Projekt mit dem Ziel, einen Werkzeugkasten mit allen wichtigen Werkzeugen zur Entwicklung von Ansible Content zu bieten. Genau so etwas habe ich gesucht. Das probiere ich gleich aus.
Um mir mein System nicht zu verhunzen, installiere ich die ADT in ein Python Virtual Environment und lasse mir anzeigen, welche Werkzeuge ADT mitbringt:
]$ python -m venv adt
]$ . adt/bin/activate
(adt) ]$ pip install --upgrade pip
(adt) ]$ pip install ansible-dev-tools
(adt) ]$ pip install molecule-podman
(adt) ]$ adt --version
ansible-builder 3.1.0
ansible-core 2.17.1
ansible-creator 24.7.0
ansible-dev-environment 24.7.0
ansible-dev-tools 24.7.1
ansible-lint 24.7.0
ansible-navigator 24.7.0
ansible-sign 0.1.1
molecule 24.7.0
pytest-ansible 24.7.0
tox-ansible 24.7.0
Bei molecule-podman handelt es sich um einen Molecule-Treiber, welcher benötigt wird um Molecule-Tests in Podman-Containern ausführen zu können. Ich habe dieses Paket mitinstalliert, da ich mir vorstellen kann, dies in naher Zukunft zu nutzen.
Ansible Lint ist das erste Werkzeug aus der ADT-Sammlung, welches ich verwende, um den Quelltext meiner Collection zu prüfen. Dazu wird das Kommando einfach im Wurzelverzeichnis der Collection ausgeführt. Anschließend können die gefundenen Fehler behoben werden.
Da es den Rahmen dieses Artikels sprengen würde, werde ich dem Thema einen eigenen Text widmen.
Ansible Molecule eignet sich zum Testen von Ansible-Rollen und Collections. Ich nutze meine Ansible Collection, um mich mit diesem Werkzeug vertraut zu machen.
Zwar gibt es auch hier erst eine Lernkurve, doch wird mir eine durchdachte Test-Konfiguration bei der weiteren Entwicklung sicher zugutekommen. Ich orientiere mich zu Beginn am Ansible Molecule Getting Started Guide.
Zu Beginn möchte ich meine in die Collection migrierte Rolle testen. Dazu bearbeite ich die Datei tronde/nextcloud/extensions/molecule/default/converge.yml. Sie enthält schließlich folgenden Inhalt:
extensions]$ cat molecule/default/converge.yml
---
- name: Converge
hosts: localhost
gather_facts: false
tasks:
- name: Test collection role deploy_nextcloud_with_mariadb_pod
ansible.builtin.import_role:
name: tronde.nextcloud.deploy_nextcloud_with_mariadb_pod
Und mit folgendem Befehl teste ich, ob meine Nextcloud-Instanz erfolgreich deployt wird:
extensions]$ molecule converge
…
PLAY RECAP *********************************************************************
localhost : ok=10 changed=9 unreachable=0 failed=0 skipped=0 rescued=0 ignored=0
extensions]$ podman ps
CONTAINER ID IMAGE COMMAND CREATED STATUS PORTS NAMES
48438d1bd884 quay.io/centos/centos:stream8 bash -c while tru... 7 minutes ago Up 7 minutes instance
104c525a6b50 localhost/podman-pause:5.1.1-1717459200 About a minute ago Up About a minute 127.0.0.1:40671->80/tcp e34ddf4d4203-infra
f27842b12d56 docker.io/library/mariadb:10.11.2 mariadbd About a minute ago Up About a minute 127.0.0.1:40671->80/tcp nc_mariadb
9ee391a57fbd docker.io/library/nextcloud:25-apache apache2-foregroun... 13 seconds ago Up 13 seconds 127.0.0.1:40671->80/tcp nextcloud
Das Ergebnis ist positiv und kann durch Aufruf von http://127.0.0.1:40671 im Webbrowser überprüft werden. Ein Login mit den Default-Werten aus tronde/nextcloud/roles/deploy_nextcloud_with_mariadb_pod/defaults/main.yml bestätigt das erfolgreiche Deployment.
Es handelt sich hierbei noch nicht um ein adäquates Test-Setup; doch für den Moment ist es ausreichend. Ich werde mich noch weiter einarbeiten müssen, um das Test-Setup verbessern zu können. Vermutlich wird auch dazu dann ein weiterer Artikel folgen.
Falls sich jemand wundert, es ist durchaus Absicht, dass die Nextcloud nur via 127.0.0.1 und per HTTP erreichbar ist. Ich betreibe diese hinter einem Reverse-Proxy. Details können in Nextcloud im Container — Teil 3: Mit Reverse-Proxy nachgelesen werden.
Um die Konfiguration und die in der Nextcloud gespeicherten Daten sichern und wiederherstellen zu können, werde ich eine Offline-Sicherung der verwendeten Podman Volumes durchführen. Der Ablauf für die Sicherung sieht wie folgt aus:
Die Wiederherstellung läuft sinngemäß andersherum ab:
nc_pod wird wieder gestartetUm diese neue Rolle der Collection hinzuzufügen, navigiere ich in das Rollenverzeichnis tronde/nextcloud/roles/ und erstelle dort das Grundgerüst für die Rolle: ansible-galaxy role init backup_nextcloud
Die Struktur sieht bei mir wie folgt aus, wobei nicht benötigte Verzeichnisse noch nicht entfernt wurden:
ansible_collections]$ tree -L 2 tronde/nextcloud/roles/backup_restore_nextcloud/
tronde/nextcloud/roles/backup_restore_nextcloud/
├── defaults
│ └── main.yml
├── files
├── handlers
│ └── main.yml
├── meta
│ └── main.yml
├── README.md
├── tasks
│ └── main.yml
├── templates
├── tests
│ ├── inventory
│ └── test.yml
└── vars
└── main.yml
9 directories, 8 files
Den aktuellen Entwicklungsstand könnt ihr unter dieser URL einsehen: https://codeberg.org/Tronde/nextcloud/src/branch/main/roles/backup_restore_nextcloud
Das dortige README.md enthält wie bei dedizierten Rollen die Dokumentation zu dieser Rolle. Um doppelte Texte zu vermeiden, verweise ich im Collection-README auf die jeweiligen README-Dateien in den einzelnen Rollen.
Getestet wird diese Rolle ebenfalls mit Molecule. Zu den Tests mit Molecule werde ich noch mehr schreiben, sobald ich dies etwas verfeinert habe.
Fallen mir noch weitere Anwendungsfälle ein, können diese nun einfach als weitere Rollen der Collection hinzugefügt werden.
Jede Rolle in dieser Collection ist für sich alleine nutzbar. Somit definiert jede Rolle die Eingangs-Variablen in der defaults/main.yml der jeweiligen Rolle.
Bei der Entwicklung achte ich darauf, dass Variablen, die z.B. den Namen eines Podman Volumes enthalten, in allen Rollen gleich geschrieben werden. Damit ist es möglich, diese Variablen an anderer Stelle zu definieren und in den verschiedenen Rollen nutzbar zu machen. So können an individuelle Deployments angepasste Variablen in Playbooks, group_vars, host_vars, etc. definiert werden.
Wo Variablen definiert werden können und welche Präzedenz diese besitzen, kann in der offiziellen Doku nachgelesen werden: Variable precedence: Where should I put a variable?
Eine Ansible-Rolle ohne Plug-ins in eine Ansible Collection zu überführen, ist mit dem kurzen Abschnitt aus der Dokumentation schnell erledigt.
Weitere Rollen können der Collection hinzugefügt werden, indem man sie im Verzeichnis roles der Collection-Verzeichnisstruktur wie gewohnt mit ansible-galaxy role init <Rollenname> erstellt und mit Leben füllt. Sorgfalt ist und bleibt bei der Benennung von Variablen und deren Präzedenz geboten, um nicht wahnsinnig zu werden. Dies ist nicht wirklich schwierig, doch muss ich fast jedes Mal in der Dokumentation nachschlagen, um sicher zu sein.
Die Ansible Development Tools (ADT) sind eine praktische Sammlung von Werkzeugen zur Entwicklung von Rollen und Collections für Ansible. Für mich sind aktuell Ansible Lint und Ansible Molecule die wichtigsten Werkzeuge aus dieser Sammlung. Wobei gerade die Dokumentation von Molecule auf dem Weg zu meinem Ziel, nämlich meine Collections in verschiedenen rootless Podman Containern mit nested Podman und Ansible zu testen, leider viele Fragen offen lässt. Grundsätzlich lassen sich Testpläne damit realisieren und vereinfachen mein bisheriges Testsetup bestehend aus diversen Skripts und virtuellen Maschinen. Und sie bieten Stoff für weitere Einträge in diesem Blog.
Die weitere Entwicklung meiner Nextcloud Collection findet auf Codeberg statt. Ihr findet sie dort unter der URL: https://codeberg.org/Tronde/nextcloud
Haiku ist seit über 20 Jahren in der Entwicklung und verfolgt das Ziel, ein zu BeOS binärkompatibles Open-Source-System zu schreiben. Gerade steht die Portierung von Firefox vor der Vollendung.
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Der COSMIC Desktop von System76 ist nach zwei Jahren Entwicklung in einer ersten Alpha-Version für Tests verfügbar. Ein erster Blick verrät: Das Warten hat sich gelohnt.
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Vor einigen Wochen habe ich um Empfehlungen für Laptop-Hardware, eine Linux-Distribution und eine Desktopumgebung gebeten. Für die vielen Rückmeldungen, die ich erhalten habe, an dieser Stelle vielen Dank.
Heute möchte ich euch wissen lassen, welche Kombination es geworden ist.
Ich habe mich für ein wiederaufbereitetes Lenovo T570 entschieden, welches für günstige 240 Euro im Onlinehandel verfügbar war. Da war dann auch noch für 30 Euro ein Schutzbrief drin, der Flüssigkeiten und Stürze abdeckt.
Mit dem Intel Core-i5 der 6. Generation, 8 GB RAM und einer 256 GB SSD bietet dieses Gerät mehr als ausreichend Leistung.
Das Gerät weist einige Gebrauchsspuren auf. Den Preis empfinde ich dennoch günstig, da Geräte dieser Klasse nicht unter 1.000 Euro Neupreis zu bekommen sind. Viel wichtiger jedoch ist, dass der Nutzer sich ebenfalls über das Gerät freut.
Wer die Wahl hat, hat die Qual. Um mir einen ersten Eindruck zu verschaffen, habe ich mir einen USB-Stick mit Ventoy und einer Auswahl an verschiedenen Linux-Distributionen erstellt. So konnte ich die verschiedenen Live-Systeme booten und prüfen, ob alles funktioniert und wie es sich in der Oberfläche navigieren lässt.
Schlussendlich habe ich mich für Debian Cinnamon entschieden. Dies machte nach dem ersten kurzen Test insgesamt den besten Eindruck. Firefox, Thunderbird, Bookmarks, Desktop-Verknüpfungen und Zoom-Client waren schnell eingerichtet und das Gerät bereit zur Übergabe.
Mit der Übergabe gab es eine kurze Einweisung in das Gerät:
So reibungslos hat das bisher noch nie geklappt. Die Nutzungserfahrung ist positiv. Wir freuen uns.
Ende 2021 bin ich von einem Raspberry Pi 4 mit 4 GB auf einen Intel NUC7PJYH mit Proxmox VE umgestiegen. Hauptgrund damals war, dass bei mir das Upgrade von Raspberry Pi OS 10 auf...![]()
Ikey Doherty ist kein Unbekannter in der Linux-Szene. Er zeichnet unter anderem für Solus Os und den Budgie-Desktop verantwortlich. Jetzt stellt er nach vier Jahren Entwicklung sein von Grund auf gebautes Betriebssystem Serpent OS vor.
Für viele Beteiligte in Projekten im Bereich Freier Software und Open Source sind Konferenzen das Salz in der Suppe. In zwei Wochen bietet die FrOSCon wieder Gelegenheit zu Hacking und Socializing.
Das Crowdfunding für das neue SBC des US-amerikanischen Unternehmens Particle begann heute auf Kickstarter. Die gut ausgestattete Platine ist mit dem Raspberry-Pi-Ökosystem kompatibel und bietet Ubuntu 24.04 als Standard-Distribution.
Lange hat es gedauert, nach über einem Jahr intensiver Entwicklung ist sie nun da, die stabile Version 2.0 von Vanilla
Vor einiger Zeit habe ich beschlossen eine Serie von Artikeln zum Thema Nextcloud auf dem RasPi auf meinem Blog intux.de zu veröffentlichen. Ziel ist es, eine eigene Cloud zu erstellen, die produktiv nutzbar ist. Diese soll später über das Internet erreichbar sein.
Um langfristig sicherzustellen, dass alles funktioniert, empfehle ich, die neueste Hardware zu verwenden, wie den Raspberry Pi 5. Allerdings würde hier auch ein Einplatinencomputer der vorherigen Generation mit 4GB RAM ausreichen.
Diese kleine Anleitung soll helfen, das Projekt Nextcloud auf dem Raspberry Pi nicht nur umzusetzen, sondern auch besser zu verstehen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Software und der Konfiguration. So können später auftretende Fehler besser lokalisiert und abgestellt werden.
Der Raspberry Pi wird als LAMP-Server (Linux, Apache, MariaDB, PHP) dienen, die Nextcloud zu betreiben. Wie man diese vier Bausteine aufsetzt, zeige ich im folgenden Abschnitt.

Der erste Baustein der installiert wird, ist Linux. Hierbei handelt es sich um das Betriebssystem Raspberry Pi OS. Dieses spielt man ganz einfach mit dem Raspberry Pi Imager auf die MicroSD.
Hier wählt man (siehe Screenshot) das zu installierende Betriebssystem aus. In diesem Fall ist es das Raspberry Pi OS (64-bit). Im Imager können vorab einige Einstellungen vorgenommen werden. Ich werde in dieser Anleitung einfache Bezeichnungen und Passwörter verwenden. Diese können während der Installation entsprechend frei angepasst werden!


Über das Zahnrad des Imagers lässt sich das Raspberry Pi OS vorkonfigurieren. Hier trägt man für den Anfang die entsprechenden Daten ein:
Hostname: nextcloud
SSH aktivieren
Benutzername: radiouser
Passwort: geheim
Danach wählt man am PC/Notebook die MicroSD aus, auf die geschrieben werden soll.

Zum Schluss werden die Daten auf die MicroSD geflasht. Ist dies erledigt, kann die Karte ausgeworfen und in den vorbereiteten Raspbberry Pi (Kühlkörper, Gehäuse, Lüfter) geschoben werden. Dieser wird dann via LAN-Kabel mit dem heimischen Router verbunden und über das Netzteil mit Strom versorgt.
Natürlich könnte der RasPi auch via WLAN mit dem Router kommunizieren. Hiervon rate ich jedoch ab, da über die Funkverbindung oft nicht die volle Geschwindigkeit einer Ethernet-Verbindung genutzt werden kann. Weiterhin kann es zu Verbindungsabbrüchen bzw. -lücken kommen.
Nachdem der Raspberry Pi mit Strom versorgt wird, startet dieser. Ist der Raspberry Pi hochgefahren, kann dieser via arp-scan vom PC/Notebook im Netzwerk lokalisiert werden. In meinem Fall hat er die IP-Adresse 192.168.178.136.
sudo apt install arp-scan sudo arp-scan -l

Zugriff auf den Pi erhalte ich nun via zuvor im Imager aktiviertem SSH-Zugang.
ssh Benutzer@IP-Adresse

Ist man eingeloggt, empfiehlt es sich die Lokalisierung über raspi-config auf deutsch (siehe Screenshots) umzustellen. Damit wird Datum und Uhrzeit des Servers an die europäische Zeitzone (Berlin) angepasst.
sudo raspi-config


Nun wählt man de_DE.UTF-8 UTF-8 aus und deaktiviert en_GB.UTF-8 UTF-8. Die deutsche Lokalisierung wird abschließend noch bestätigt.


Danach wird der Raspberry Pi mit
sudo reboot
neu gestartet. Ist dies geschehen, empfiehlt es sich, das OS zu aktualisieren.
sudo apt update && sudo apt upgrade -y
Danach werden die noch fehlenden 3 Bausteine (Apache 2, MariaDB und PHP) nachinstalliert.
sudo apt install apache2 mariadb-server php php-mysql php-zip php-gd php-json php-curl php-mbstring php-intl php-imagick php-xml php-dom php-bcmath -y
Nachdem die Installation durchgelaufen ist, kann man zum Testen den Webserver Apache via Browser über die Web-Adresse http://ip erreichen.
Anschließend wird die von der Nextcloud benötigte Datenbank installiert. Zuerst wird jedoch die mysql_secure_installation durchgeführt. Ich empfehle hier das Ganze gemäß meinen Empfehlungen (Enter, n, n, y, y, y, y) zu durchlaufen. Hierbei wird für den MariaDB-Server kein separates Root-Passwort vergeben, der anonyme User wird gelöscht, die Remote-Root-Anmeldung wird verboten, die Test-DB wird gelöscht und die Änderungen ausgeführt.
sudo mysql_secure_installation
If you’ve just installed MariaDB, and you haven’t set the root password yet, the password will be blank, so you should just press enter here. Enter
Switch to unix_socker_authentication [Y/n] n
Change the root password? [Y/n] n
Remove anonymous users? [Y/n] y
Disallow root login remotely? [Y/n] y
Remove test database and access to it? [Y/n] y
Reload privilege tables now? [Y/n] y
Nachdem dieser Schritt durchgeführt wurde, kann über folgenden Befehl die Datenbank erstellt werden.
sudo mysql -u root -p
In meinem Fall heißen die Datenbank und der Benutzer „nextcloud“. Die Datenbank liegt dann auf dem „localhost“.
> CREATE DATABASE nextcloud; > CREATE USER 'nextcloud'@'localhost' IDENTIFIED BY 'geheim'; > GRANT ALL ON nextcloud.* TO 'nextcloud'@'localhost'; > FLUSH PRIVILEGES; > \q
Im Nachgang wechselt man in das Verzeichnis /var/www/html, wo die Nextcloud installiert wird. Die letzte Version wird vom Entwickler herunter geladen und entpackt. Danach wird die nicht mehr benötigte Zip-Datei wieder gelöscht und die Rechte der Dateien an den Benutzer www-data übertragen.
cd /var/www/html sudo wget https://download.nextcloud.com/server/releases/latest.zip sudo unzip *.zip sudo rm *.zip sudo chown -R www-data:www-data /var/www/html/nextcloud
Nun ist die Nextcloud über http://ip/nextcloud (http://102.168.178.136/nextcloud) erreichbar. Man legt den Admin fest und trägt die Daten der zuvor erstellten MariaDB-Datenbank in die Eingabemaske ein. Hat das alles geklappt, dann dauert die Einrichtung ein paar Minuten und die Nextcloud steht bereit zum ersten Login des neuen Administrators.

Im nächsten Teil zeige ich, wie man die App Collabora Online – Built-in CODE Server (ARM64) in der Nextcloud via Terminal installiert.
Viel Spaß!
Murena arbeitet beständig an der Verbesserung seines mobilen Betriebssystems /e/OS. Mit v2.2 haben Eltern mit Parental Control jetzt ein Werkzeug zur Kontrolle der Surf-Zeiten der Kinder zur Hand.