Das mit Firefox 128 und der „Privacy Preserving Attribution“ (PPA) Funktion dürften die meisten mitbekommen haben. Ich zeige euch in diesen Beitrag, wie ihr die PPA Funktion unter Linux, Windows, macOS und Android deaktivieren...
Firefox besitzt eine Übersetzungsfunktion für Websites, welche im Gegensatz zu Cloud-Übersetzern wie Google Translate lokal arbeitet, die eingegebenen Texte also nicht an einen fremden Server sendet. Die Nightly-Version von Firefox unterstützt jetzt weitere Sprachen.
Firefox wird seit Version 118 standardmäßig mit einer lokalen Funktion zur maschinellen Übersetzung von Websites für den Browser ausgeliefert. Das bedeutet, dass die Übersetzung vollständig im Browser geschieht und keine zu übersetzenden Inhalte an einen Datenriesen wie Google oder Microsoft übermittelt werden müssen.
Dabei unterstützt Firefox bisher die Übersetzung aus und in die folgenden Sprachen: Deutsch, Englisch, Bulgarisch, Estnisch, Französisch, Italienisch, Katalanisch, Niederländisch, Portugiesisch, Spanisch sowie Polnisch.
Zusätzlich kann Firefox aus den folgenden Sprachen, aber noch nicht umgekehrt übersetzen: Finnisch, Griechisch, Russisch, Slowenisch, Türkisch, Ukrainisch sowie Ungarisch.
Die Nightly-Version von Firefox unterstützt bereits ein paar weitere Sprachen, deren Übersetzungsqualität noch nicht ganz so fortgeschritten ist, weswegen diese noch nicht in finalen Versionen zur Verfügung stehen. In den letzten Monaten und zuletzt in dieser Woche gab es weitere Ergänzungen der unterstützten Sprachen.
Firefox Nightly unterstützt nach aktuellem Stand zusätzlich zu den oben genannten Sprachen Übersetzungen aus und in die folgenden Sprachen: Litauisch, Persisch und Tschechisch. Dazu kommen Übersetzungen aus diesen Sprachen: Dänisch, Isländisch, Kroatisch, Lettisch, Maltesisch, Norwegisch (Bokmål), Norwegisch (Nynorsk). Vervollständigt wird dies durch Übersetzungen in diese Sprachen: Russisch, Ukrainisch und Ungarisch.
Da die Sprachmodelle über die Remote-Einstellungen von Firefox bereitgestellt werden, ist die Unterstützung neuer Sprachen an kein Firefox-Update gebunden und funktioniert direkt in jedem Firefox mit aktivierter Übersetzungsfunktion.
Damit unterstützt die Übersetzungsfunktion Firefox Nightly bereits 28 Sprachen in mindestens eine Richtung. Mozilla arbeitet mit Hochdruck daran, dass noch viele weitere folgen werden.
Nutzer von Android 14 und höher können jetzt Passkeys in Passkey-Verwaltungsanwendungen von Drittanbietern erstellen und verwenden.
Der Einstellungsbildschirm von Erweiterungen erlaubt nun auch die Verwaltung optionaler Berechtigungen.
Wenn Android nach der Erlaubnis zur Geolokalisierung fragt, funktioniert die Auswahl „Ungefährer Standort“ jetzt wie vorgesehen.
Wenn in einem Formular ein Passwort vorgeschlagen wird, wird jetzt auch das Feld zur Wiederholung des Passworts ausgefüllt, wenn vorhanden.
Das Speichern der Daten für die Sitzungswiederherstellung konnte beim Wechseln zwischen Tabs eine erhebliche Menge an CPU-Zeit beanspruchen. Dies war besonders für Nutzer mit vielen Tabs bemerkbar. Hier gab es eine deutliche Verbesserung der Performance.
Für alle Nutzer älterer Android-Versionen gibt der User-Agent ab sofort die Nutzung von Android 10 vor. Für Android 11 und höher wird aus Webkompatibilitätsgründen weiterhin die richtige Android-Version gesendet.
Bei Betreten des Vollbildmodus, während ein Audio-Element aktiv ist, erzwingt Firefox nicht länger das Querformat.
Wird ein Link aus einer anderen App mit Firefox geteilt, schickt Firefox den Nutzer nicht länger zurück in die App, wenn als Einstellung für „Links in Apps öffnen“ die Option „Vor dem Öffnen fragen“ ausgewählt ist.
Dazu kommen wie immer neue Plattform-Features der aktuellen GeckoView-Engine, diverse Fehlerbehebungen, geschlossene Sicherheitslücken sowie Verbesserungen unter der Haube.
Seit Firefox 127 kann man sich das Wetter auf der Startseite anzeigen lassen. Startet euren Firefox, gebt in der Adresszeile about:config ein und bestätigt die Warnung. Sucht nach browser.newtabpage.activity-stream.system.showWeather und stellt den Wert mit...
Mozilla hat Firefox 128 veröffentlicht. Firefox 128 ist gleichzeitig die neue Basis für Firefox ESR, die Firefox-Version mit Langzeitunterstützung. Während Firefox 128 und Firefox ESR 128 grundsätzlich identisch sind, gibt es doch ein paar Unterschiede zwischen beiden Versionen. Auch sonst gibt es einiges Wissenswertes für System-Administratoren.
Mozilla hat Firefox 128 und Firefox ESR 128 veröffentlicht. Nutzer von Firefox ESR 115 haben noch zwölf Wochen Zeit, ehe sie mit Erscheinen von Firefox 131 und Firefox ESR 128.3 am 1. Oktober 2024 automatisch auf Firefox ESR 128 migriert werden. Wie schon Firefox ESR 115 unterscheidet sich auch Firefox ESR 128 in ein paar wenigen Details von seinem Mainstream-Pendant.
Nur in Firefox ESR 128: Deaktivierbare Signaturpflicht für Add-ons
Zum Schutz seiner Nutzer hat Mozilla eine Signaturpflicht für Add-ons in Firefox eingeführt, welche seit Firefox 43 standardmäßig aktiviert ist. Diese kann nur in Nightly-Builds sowie in der Developer Edition von Firefox deaktiviert werden, nicht in Beta- oder finalen Versionen. Die ESR-Version von Firefox 128 erlaubt auch in der finalen Ausführung die Deaktivierung der Signaturpflicht.
Zur Deaktivierung muss der folgende Schalter über about:config auf false geschaltet werden:
xpinstall.signatures.required
Achtung: Es ist aus Sicherheitsgründen nicht empfohlen, die Signaturpflicht für Erweiterungen zu deaktivieren. Wer seine Erweiterungen ausschließlich über addons.mozilla.org bezieht, findet außerdem in der Regel sowieso ausschließlich signierte Erweiterungen vor.
Nur in Firefox ESR 128: Zusätzliche Unternehmensrichtlinie
Seit Firefox 60 liefert Mozilla die Unterstützung von Unternehmensrichtlinien aus. Damit ist es für System-Administratoren möglich, Firefox für die Verteilung im Unternehmen vorzukonfigurieren, wofür bis einschließlich Firefox ESR 52 gerne der sogenannte CCK2 Wizard benutzt worden ist, der allerdings mit Firefox 57 und höher nicht kompatibel ist.
Die SearchEngines-Richtlinie zum Konfigurieren der Suchmaschinen funktioniert ausschließlich in Firefox ESR.
Alle Neuerungen zwischen Firefox ESR 115 und Firefox ESR 128
Natürlich gab es zwischen Firefox ESR 115 und Firefox ESR 128 auch wieder zahlreiche Neuerungen, darunter auch Neuerungen, welche für Unternehmen relevant sein könnten, wie beispielsweise neue Sicherheits- und Datenschutz-Verbesserungen. Für einen Überblick über alle wichtigen Neuerungen zwischen Firefox ESR 115 und Firefox ESR 128 empfiehlt sich die Lektüre der Artikel über die Neuerungen der entsprechenden Major-Releases:
Sonstiges Wissenswertes für Unternehmens-Administratoren
Unternehmensrichtlinien
Firefox lässt sich mittels zahlreicher Unternehmensrichtlinien konfigurieren. Dabei gibt es verschiedene Wege: Plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux über eine Datei policies.json, via GPO oder Intune auf Windows oder via .plist-Datei auf Apple macOS.
Tipp: Der Enterprise Policy Generator ist eine Erweiterung für Firefox, welche Administratoren von Unternehmen und Organisationen bei der Konfiguration von Unternehmensrichtlinien hilft. Kürzlich wurde das lange erwartete und große Update auf den Enterprise Policy Generator 6.0 veröffentlicht. Bis zum Ende der Unterstützung von Firefox ESR 115 am 1. Oktober 2024 sind noch fünf weitere Updates geplant, nach denen die Erweiterung alle bis einschließlich Firefox 128.0 unterstützten Richtlinien beinhalten wird.
Die Nutzung von Enterprise Policy Generator ist kostenlos. Die Entwicklung und Pflege der Erweiterung sind allerdings aufwändig und geschehen komplett in der Freizeit. Vor allem, wenn dieses praktische Werkzeug im Unternehmen eingesetzt wird, würde ich mich über eine Spende freuen, um die zukünftige Weiterentwicklung zu unterstützen.
MSI-Installer für Windows
Um System-Administratoren im Unternehmen das Anpassen und Verteilen von Firefox einfacher zu machen, bietet Mozilla anpassbare MSI-Installer für Firefox ESR auf Windows an.
MSI-Installer erlauben die Anpassung über eine MST-Datei und können über die auf Windows üblichen Deployment-Tools wie Active Directory oder Microsoft System Center Configuration Manager verteilt werden. Mozilla hat eine Dokumentation zu den MSI-Installern veröffentlicht.
Wer eine auf Debian basierende Linux-Distribution wie beispielsweise Debian selbst, Ubuntu oder Linux Mint nutzt, kann Firefox jetzt auch als .deb-Paket installieren. Ein entsprechendes APT-Repository wird von Mozilla bereitgestellt. Seit Firefox 128 gibt es das erstmals auch für Firefox ESR.
Keine Unterstützung mehr von Windows 7, Windows 8, macOS 10.12, macOS 10.13, macOS 10.14
Für Nutzer, welche eines der veralteten Betriebssysteme Windows 7, Windows 8, macOS 10.12, macOS 10.13 oder macOS 10.14 nutzen, ist mit Firefox 115 Schluss. Firefox 128 lässt sich auf entsprechenden Systemen nicht mehr starten.
Möglicherweise wird die Unterstützung von Firefox ESR 115 für entsprechende Nutzer verlängert. Hierzu gibt es allerdings noch keine offizielle Kommunikation.
Dedizierte Profile pro Installation abschalten
Lesezeichen, Chronik, Erweiterungen, Passwörter, Einstellungen – diese und noch weitere Dinge werden in einem sogenannten Profil gespeichert. Verschiedene Firefox-Installationen nutzen bisher standardmäßig immer das gleiche Profil.
Seit Firefox 67 nutzt der Mozilla-Browser dedizierte Profile pro Installation. Das heißt, dass wenn ein Nutzer mehrere Firefox-Installationen hat, jede dieser Installationen ein eigenes Profil verwendet und damit standardmäßig nicht länger in allen Installationen automatisch die gleichen Lesezeichen, die gleiche Chronik etc. zur Verfügung stehen.
Gerade im Unternehmensumfeld kann dies unerwartet sein. Über eine Umgebungsvariable mit beliebigem Wert kann dieses Feature abgeschaltet werden:
MOZ_LEGACY_PROFILES
Wie Umgebungsvariablen angelegt werden, ist der Dokumentation des jeweiligen Betriebssystems zu entnehmen.
Downgrade-Schutz abschalten
Ein anderes Feature seit Firefox 67 ist ein Downgrade-Schutz. Firefox verhindert, dass der Browser mit einem Profil gestartet wird, welches bereits mit einer neueren Firefox-Version genutzt worden ist. Auch dieses Feature kann über eine Umgebungsvariable mit beliebigem Wert abgeschaltet werden:
MOZ_ALLOW_DOWNGRADE
Alternativ dazu kann Firefox mit dem folgenden Kommandozeilen-Argument gestartet werden:
--allow-downgrade
Dokumentation für System-Administratoren
Hier gibt es spezielle Hilfe-Seiten für die Administration von Firefox im Unternehmen.
Mozilla hat Firefox 128 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.
Firefox wird mit einer lokalen Funktion zur maschinellen Übersetzung von Websites für den Browser ausgeliefert. Das bedeutet, dass die Übersetzung komplett im Browser geschieht und keine Inhalte an einen Datenriesen wie Google oder Microsoft übermittelt werden müssen. Neben der vollständigen Website-Übersetzung ist es ab sofort auch möglich, nur einen markierten Text zu übersetzen. Da es sich hierbei dann um eine reine Textübersetzung handelt, funktioniert diese Möglichkeit sogar in PDF-Dateien, für die keine vollständige Übersetzung zur Verfügung steht.
Für Nutzer, welche noch die frühere Erweiterung „Firefox Translations“ installiert hatten, wird diese mit dem Update auf Firefox 128 automatisch entfernt, nachdem hier nun Feature-Gleichheit herrscht.
Neuer Dialog zum Löschen der Browsing-Daten
Der Dialog zum Löschen der Browsing-Daten wurde überarbeitet. Neben einer Reduzierung der Daten-Kategorien von sieben auf vier zeigt der neue Dialog Beschreibungstexte für jede Kategorie sowie den Platzbedarf von Cookies und Website-Daten sowie dem Browser-Cache an.
Netflix auch in privaten Fenstern
Die Wiedergabe von DRM-geschützten Inhalten auf Streaming-Plattformen wie Netflix funktioniert jetzt auch in privaten Fenstern.
USA, Kanada: Such-Trends in Adressleiste
Nur für Nutzer mit US- oder kanadischem Englisch als Sprache zeigt Firefox beim Öffnen der Adressleiste jetzt direkt die letzte Suchanfrage sowie aktuelle Such-Trends an, um den Nutzer zur vorherigen Suchanfrage zurückzubringen oder zur nächsten Suchanfrage zu inspirieren.
Datenschutzfreundliche Werbe-Messungen für Websites
Firefox 128 bietet eine experimentelle Unterstützung der Privacy Preserving Attribution API, welche eine Alternative zum Nutzer-Tracking für die Zuordnung von Werbung bietet. Das Ziel ist es, einen neuen Webstandard zu entwickeln, der Websites verstehen helfen soll, wie deren Werbung funktioniert, ohne Daten über einzelne Personen zu sammeln. Indem Websites eine nicht-invasive Alternative zum Cross-Site-Tracking angeboten wird, soll diese schädliche Praxis im gesamten Web deutlich reduziert werden. Die Details und wie das die Privatsphäre gegenüber dem Status Quo verbessert, hat Mozilla ausführlich in einem Support-Artikel beschrieben.
Aktuell hat nur eine kleine Anzahl an Websites Zugriff auf diese Schnittstelle. Websites können via Origin Trial Zugriff auf diese Schnittstelle bei Mozilla beantragen. Bei einem Origin Trial handelt es sich um eine Möglichkeit für Websites, sich für experimentelle Funktionen der Webplattform zu entscheiden. Firefox-Nutzer können diese Schnittstelle über einen neuen Abschnitt „Werbeeinstellungen für Websites“ in den Firefox-Einstellungen deaktivieren.
Sonstige Endnutzer-Neuerungen von Firefox 128
Der Bild-im-Bild-Modus für Videos unterstützt jetzt auch Untertitel auf der Video-Plattform Vimeo.
Firefox 128 unterstützt die Darstellung weiterer Dateitypen mit einem text/* MIME-Type direkt im Browser, statt einen Download zu starten.
Das Stammzertifikat, das zur Überprüfung von Add-ons und signierten Inhalten verwendet wird, wurde erneuert, um ein baldiges Ablaufen zu vermeiden.
Bei Verwendung von SOCKS v5 wird der Proxy-Server jetzt auch für die DNS-Anfragen verwendet, um zu verhindern, dass DNS-Anfragen an das Netzwerk weitergeleitet werden.
Bei Verwendung eines dunklen Themes wird jetzt auch die Seite about:memory dunkel angezeigt.
Wird über about:config der Schalter browser.newtabpage.activity-stream.system.showWeather per Doppelklick auf true gestellt, kann seit Firefox 127 das aktuelle Wetter auf der Firefox-Startseite angezeigt werden. Wird zusätzlich der Schalter browser.newtabpage.activity-stream.weather.locationSearchEnabled auf true gesetzt, kann jetzt manuell der Ort für die Wetteranzeige verändert werden.
Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer
Auch in Firefox 128 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 128 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.
Um den Schreibzugriff der Inhaltsprozesse unter Windows weiter einzuschränken, wurde die Integritätsstufe der Sandbox reduziert.
Verbesserungen der Entwicklerwerkzeuge
Bei Herüberfahren mit der Maus über einen CSS-Selektor im Inspektor-Werkzeug zeigt Firefox jetzt die CSS-Spezifität des jeweiligen Selektors an, was beim verstehen helfen kann, wieso eine Regel Vorrang gegenüber einer anderen Regel erhält.
Wird in der Regeln-Ansicht des Inspektors die Eingabe einer Eigenschaft begonnen und dann die ESC-Taste gedrückt, entfernt Firefox nicht länger die neu eingegebene Zeile, sondern schließt nur die Autovervollständigung.
Benutzerdefinierte CSS-Eigenschaften werden jetzt außerdem als ungültig markiert und mit einem entsprechenden Hinweis als Tooltip versehen, wenn deren Wert nicht mit der registrierten Definition der benutzerdefinierten Eigenschaft übereinstimmt und zum Beispiel ein Farbwert gesetzt wird, während eine Länge erwartet wird.
Auch die Markierung von inaktivem CSS, also CSS-Regeln, die aufgrund falscher Verwendung nicht aktiv sind, und dazu passendem Hilfe-Tooltip wurde um weitere Fälle erweitert.
Die Performance des Inspektors wurde für Websites verbessert, auf denen es eine tiefe Verschachtelung von CSS gibt.
Verbesserungen der Webplattform
Firefox 128 unterstützt die Angabe relativer Farben in CSS. Damit kann ein Farbwert relativ zu einer Ausgangsfarbe erstellt werden. Dies ermöglicht die einfache Erstellung von Ergänzungen zu vorhandenen Farben – wie hellere, dunklere, gesättigte, halbtransparente oder invertierte Varianten – und damit eine effektivere Erstellung von Farbpaletten.
Die content-Eigenschaft unterstützt jetzt die Angabe eines Alternativtextes bei Verwendung eines Bildes. Dieser Text steht dann Barrierefreiheitswerkzeugen zur Verfügung.
Der Accept-Header für Bilder und Dokumente wurde geändert, um besser mit dem Fetch-Standard und anderen Browsern übereinzustimmen.
Unter Apple macOS wird bei der Mikrofonerfassung über getUserMedia jetzt die systemeigene Sprachverarbeitung verwendet, sofern möglich, was die Audioqualität verbessert.
Dies war nur eine kleine Auswahl der Verbesserungen der Webplattform. Eine vollständige Auflistung lassen sich in den MDN Web Docs nachlesen.
Verbesserungen für Erweiterungs-Entwickler
Auch für Entwickler von Firefox-Erweiterungen gab es eine ganze Palette an Verbesserungen. Dazu gehört unter anderem die Unterstützung von optional_host_permissions in Manifest v3-Erweiterungen.
Menü-Einträge von Manifest v3-Erweiterungen verschwinden nicht länger unter bestimmten Voraussetzungen von alleine.
Diverse weitere Neuerungen für Erweiterungs-Entwickler lassen sich im offziellen Mozilla-Blog sowie in den MDN Web Docs nachlesen.
Neue Basis für Firefox ESR
Firefox 128 löst Firefox 115 als Basis für Firefox ESR, die Unternehmensversion von Firefox mit Langzeitunterstützung, ab. Bestehende Nutzer von Firefox ESR 115 werden nach aktueller Planung am 1. Oktober 2024 mit dem Erscheinen von Firefox ESR 128.3 automatisch auf Firefox ESR 128 umgestellt werden. Die Unterschiede zwischen Firefox 128 und Firefox ESR 128 sowie Wissenswertes für System-Administratoren werden in einem gesonderten Artikel behandelt.
Mozilla hat im Rahmen eines AMAs auf Reddit überraschend angekündigt, die Unterstützung für Nutzer von Firefox auf Windows 7 und Windows 8 zu verlängern.
Im Juni hatte Mozilla ein sogenanntes „Ask me Anything“ (AMA) auf Reddit veranstaltet, bei dem hochrangige Mozilla-Mitarbeiter die Fragen von Firefox-Nutzern beantwortet haben. Ein Thema war die Unterstützung der veralteten Betriebssysteme Windows 7 und Windows 8. Deren Unterstützung hatte Microsoft selbst bereits im Januar 2020 eingestellt. Während der Konkurrent Google Chrome seit Februar 2023 keine Unterstützung mehr anbietet, wurden Firefox-Nutzer auf Firefox ESR 115 migriert, dessen – nach aktuell bekannter Planung – letztes Update am 3. September 2024 erscheinen wird.
Byron Jourdan, seines Zeichens Senior Director Product Management bei Mozilla, erklärte:
Wir planen, den Support für Windows 7-Benutzer über das derzeit geplante Datum hinaus zu verlängern und ihnen bessere Möglichkeiten für die Migration auf einen neuen PC zu geben, wenn sie sich dafür entscheiden.
Konkrete Angaben dazu, wie genau die weitere Unterstützung aussehen und wie lange diese anhalten soll, machte er keine. Viel mehr wisse Mozilla selbst noch nicht, wie lange Nutzer dieser veralteten Betriebssysteme noch unterstützt werden. Derzeit nutzen noch rund zehn Prozent aller Firefox-Nutzer entweder Windows 7 oder Windows 8, was der Grund für die verlängerte Unterstützung ist.
Da Firefox 128, der die neue Basis für Firefox ESR bilden wird, technisch nicht mehr dazu in der Lage ist, auf Systemen mit Windows 7 oder Windows 8 zu laufen, ist parallel zu Firefox ESR 128 von einer verlängerten Laufzeit von Firefox ESR 115 auszugehen. Offiziell bestätigt ist dies noch nicht.
Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Mit dem Enterprise Policy Generator 6.0 ist nach über vier Jahren nun ein großes Update erschienen, welches Unterstützung für viele neue Unternehmensrichtlinien, Fehlerbehebungen und mehr bringt. Der Plan sieht fünf weitere Updates im Laufe der kommenden drei Monate vor.
Die Enterprise Policy Engine erlaubt es Administratoren, Firefox über eine Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert.
Der Enterprise Policy Generator hilft bei der Zusammenstellung der sogenannten Enterprise Policies, sodass kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig ist und sich Administratoren die gewünschten Enterprise Policies einfach zusammenklicken können.
Neuerungen vom Enterprise Policy Generator 6.0
Manifest v3, Schema-Migrator, Firefox-Kompatibilität und mehr
Entwickler von Browser-Erweiterungen nutzen die sogenannte WebExtension-Architektur. Dabei gibt es die ältere Version des Standards, das sogenannte Manifest v2 (MV2), und dessen Weiterentwicklung, das Manifest v3 (MV3). Enterprise Policy Generator ist nun eine MV3-Erweiterung.
Ein weiteres internes Highlight ist die Implementierung eines Schema-Migrators, der die automatische Migration gespeicherter Konfigurationen ermöglicht, wenn im Rahmen eines Updates dieser Erweiterung die Unterstützung einer Richtlinie zugunsten einer neueren Richtlinie entfernt wird oder sich die Verwendung einer Richtlinie durch zusätzliche Optionen verändert.
Enterprise Policy Generator erfordert jetzt Firefox 115 oder höher. Die mindestens erforderliche Firefox-Version wird außerdem nicht länger für Richtlinien angezeigt, welche vor Firefox 115 implementiert worden sind.
Der Enterprise Policy Generator verfolgt einen selbst generierenden Ansatz, bei dem sich der Aufbau der Oberfläche, das Generieren der Datei policies.json, das Speichern und Laden sowie das Exportieren und Importieren von Konfigurationen vollständig automatisiert aus einer einzelnen internen Konfigurationsdatei ableitet. Zur Unterstützung neuer Unternehmensrichtlinien, welche sich bisher nicht abbilden ließen, wurde die Unterstützung für mehrere zusätzliche Richtlinien-Typen ergänzt.
Für Hinweise zur Versionskompatibilität wird nicht länger das alte Firefox-Logo verwendet, außerdem wurde die Dateigröße diverser Grafiken reduziert. Die Anweisungen für Nutzer von Apple macOS wurden klarer formuliert und es gab diverse kleinere Verbesserungen der Code-Qualität.
Das Update auf Version 6.0 bringt auch diverse Fehlerbehebungen. Dies schließt neben anderen Fehlern Probleme bei Verwendung mehrerer Erweiterungen in der ExtensionSettings-Richtlinie ein, leere Objekte in der generierten Datei policies.json, wenn für bestimmte Richtlinien kein Wert übergeben wurde, oder Fehlermeldungen in der Browserkonsole.
Neue Richtlinie: (fast) beliebige Einstellungen verändern
Eine der wichtigsten neuen Richtlinien im Enterprise Policy Generator 6.0 ist die Preferences-Richtlinie. Diese erlaubt das Setzen quasi beliebiger Einstellungen, die sich auch über about:config finden lassen. Aus Sicherheitsgründen ist allerdings nicht das Verändern tatsächlich jeder Option erlaubt. Insbesondere die security.-Schalter sind stark eingeschränkt. Der Enterprise Policy Generator kommt inklusive Validierung gültiger Optionsnamen.
Neue Richtlinie: Standardanwendungen festlegen
Eine weitere wichtige neue Richtlinie ist die Handlers-Richtlinie. Diese erlaubt es, Standardanwendungen für das Öffnen von Dateien, Protokollen und MIME-Typen festzulegen.
Viele weitere neue und erweiterte Richtlinien
Der Enterprise Policy Generator bringt neben diesen beiden neuen Richtlinien die Unterstützung für noch elf weitere komplett neue Richtlinien, unter anderem zur Konfiguration von Erweiterungen, welche chrome.storage.managed verwenden. Zehn bereits bestehende Richtlinien wurden um zusätzliche Optionen erweitert. Zwei Richtlinien sowie die Option einer weiteren Richtlinie wurden entfernt. Für entfernte Optionen oder Richtlinien, deren Verwendung sich geändert hat, sorgt eine automatische Migration in gespeicherten Konfigurationen für einen reibungslosen Ablauf nach dem Update der Erweiterung.
Eine vollständige Übersicht über alle neuen und verbesserten Richtlinien im Enterprise Policy Generator 6.0 gibt es im offiziellen Changelog der Erweiterung.
Ausblick: Weitere fünf Updates in den nächsten drei Monaten
So lange Nutzer auf dieses Update warten mussten, so schnell soll es jetzt gehen: Während der Enterprise Policy Generator viele Verbesserungen unter der Haube brachte, die Unterstützung aller Unternehmensrichtlinien komplettierte, die im Lebenszyklus von Firefox ESR 68 implementiert worden sind, ebenso wie einen großen Teil der Richtlinien aus Firefox ESR 78, gibt es noch einige Richtlinien und Optionen mehr zu unterstützen. Der Enterprise Policy Generator 6.0 bietet die optimale Grundlage, um diese und zukünftige Richtlinien in angemessener Zeit bereitzustellen. So geht es weiter:
Enterprise Policy Generator 6.1: Komplettierung der Richtlinien aus Firefox ESR 78 (3 neue, 1 überarbeitete Richtlinie)
Enterprise Policy Generator 6.2: Richtlinien aus Firefox ESR 91 (4 neue, 4 überarbeitete Richtlinien, Fertigstellung der öffentlichen Dokumentation)
Enterprise Policy Generator 7.0: Veröffentlichung am 1. Oktober (End-of-Life von Firefox 115), erfordert mindestens Firefox 128, interne CSS-Überarbeitung, Dark Mode, Richtlinien Firefox 116 bis Firefox 128.0 (8 neue, 2 überarbeitete Richtlinien)
Enterprise Policy Generator 7.x: nach Bedarf für Unterstützung neuer Unternehmensrichtlinien während der Lebenszeit von Firefox ESR 128
Enterprise Policy Generator 8.0: Thunderbird-Unterstützung bei entsprechendem Interesse, Veröffentlichung unbekannt
Entwicklung unterstützen
Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.
Vertikale Tabs sind eine der meistgewünschten Funktionen der Firefox-Nutzer. Nutzer einer Nightly-Version von Firefox können jetzt eine frühe Implementierung testen.
Unter vertikalen Tabs in einem Browser versteht man, die Tabs seitlich untereinander anzuzeigen statt in einer Leiste am oberen Fensterrand. Vorteile sind zum einen eine bessere Nutzung des vorhandenen Platzes sowie, dass mehr Tabs auf einmal angezeigt werden können.
Auf der Liste der meistgewünschten Funktionen auf Mozillas Community Plattform Mozilla Connect stehen vertikale Tabs auf Platz 3. Bereits im April hatte ich darüber berichtet, dass Mozilla daran arbeitet, dieses Feature in Firefox zu integrieren. Nutzer einer Nightly-Version von Firefox können jetzt eine frühe Implementierung testen.
Zur Aktivierung müssen zwei Schalter via about:config geändert und entweder Firefox neu gestartet oder zumindest ein neues Fenster geöffnet werden. Die entsprechenden Optionen heißen sidebar.revamp sowie sidebar.verticalTabs und sind jeweils per Doppelklick auf true zu setzen.
Wichtig: Wie bereits erwähnt, handelt es sich hierbei noch um eine frühe Implementierung. Das bedeutet, dass der derzeitige Zustand weder funktional noch vom Design her bereits das finale Ergebnis repräsentiert. Wer möchte, kann damit aber jetzt schon arbeiten und den Fortschritt über die kommenden Wochen verfolgen.
Ein seitens YouTube fehlerhaft ausgelieferter Bytestream für VP9-Videos konnte bei Live-Streams und Videos mit hoher Auflösung Probleme bei der Berechnung in Firefox und damit ewiges Puffern verursachen. Firefox 127.0.2 verbessert den Umgang in solchen Situationen und behebt dadurch Probleme bei der Video-Wiedergabe auf YouTube.
Die mit Firefox 127 entfernte Option browser.privateWindowSeparation.enabled, um auf Windows das separate Symbol für private Fenster in der Taskleiste zu deaktivieren, wurde auf Grund von Nutzer-Feedback zurückgebracht.
Das Buch „Nextcloud Schnelleinstieg“ von Herbert Hertramph ist in der 1. Auflage 2023 im mitp-Verlag erschienen. Es trägt den Untertitel „Der leichte Weg zur eigenen Cloud – Daten sicher speichern und teilen“. Das Buch hat insgesamt 224 Seiten und ist für Nutzer konzipiert, die sich für die Verwendung von Nextcloud entschieden haben oder dies planen. Es bietet einen umfassenden Einblick in die Funktionalitäten und die Handhabung dieser besonderen Open-Source-Cloud.
Dieses Buch geht weniger auf Installationsmöglichkeiten der Nextcloud ein, gibt aber wertvolle Tipps, wie der Nutzer an eine eigene Nextcloud gelangt, ob als selbst installiertes Filesharing-System auf einem Einplatinencomputer, wie dem Raspberry Pi, einem angemieteten vServer oder als gemanagte Cloud bei einem Nextcloud-Spezialisten.
In seinem Buch konzentriert sich der Autor ausschließlich auf die Benutzung der Nextcloud. Er erklärt den Aufbau und die Funktionen auf eine klare und verständliche Art. Der Einsatz vieler Grafiken und Screenshots unterstützt diese Erklärungen und macht sie leicht nachvollziehbar.
Im Buch von Herbert Hertramph wird keine spezifische Nextcloud-Version genannt, was aufgrund der häufigen Veröffentlichung neuer Hauptversionen des Open-Source-Projekts in etwa alle sechs Monate auch kaum möglich ist.
Herbert Hertramph zeigt anschaulich die vielfältigen Möglichkeiten, die sich durch die Anwendungen Dateien zur Dateiverwaltung, Kalender und Kontakte ergeben. Er erläutert, wie Daten einfach geteilt werden können und wie kollaboratives Arbeiten in der Cloud funktioniert. Zudem werden spannende Apps wie Aufgaben und Deck genauer betrachtet. Deck ist ein nützliches Kanban System zur Planung und Umsetzung eigener Projekte. Mail und Talk werden ebenfalls ausführlich erklärt: Mail ist ein in die Cloud integrierter eMail-Client und Talk eine eigenständige Anwendung für Videokonferenzen.
Außerdem wird detailliert besprochen, wie arbeitserleichternde Clients für PC und Mobiltelefone genutzt werden können und wie Daten, Kontakte und Kalender mit diesen Geräten synchronisiert werden können.
Nextcloud ist ein hochwertiges, ausgereiftes und kostenfreies System, das in zahlreichen Unternehmen und Bildungseinrichtungen eingesetzt wird. Es wurde in Deutschland entwickelt, ist Open Source und bietet eine transparente Plattform. Anders als herkömmliche Cloud-Lösungen umfasst Nextcloud neben den Grundfunktionen wie Filesharing auch einen E-Mail-Client, Video-Konferenzmöglichkeiten und die Integration eines Online-Office, was es zu einem umfassenden Enterprise-Produkt macht.
Das Buch gliedert sich in folgende Kapitel:
Die Grundlagen
Anmeldung und Rundgang
Dateimanagement
Einstellungssache: Nextcloud anpassen
Geteilte Cloud ist doppelte Cloud: (Mit-)Benutzer einrichten
Terminmanagement: Vom Kalender bis zur Buchungsverwaltung
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der bereits über die Verwendung von Nextcloud nachdenkt oder bereits ein solches System nutzt. Selbst erfahrene Nutzer werden wahrscheinlich noch nützliche Hinweise darin finden. Insgesamt bin ich der Meinung, dass es sich lohnt, das Buch anzuschaffen.
Mozilla experimentiert mit einer KI-basierten Chatbot-Integration für Firefox. Eine Besonderheit ist, dass sich Mozilla dabei nicht auf einen Anbieter festlegt, sondern dem Anwender die Wahl zwischen verschiedenen Anbietern gibt, darunter Google Gemini und ChatGPT. Aber auch eine lokale KI kann beispielsweise über llamafile von Mozilla genutzt werden.
Nutzer einer Nightly-Version von Firefox werden in Kürze eine optionale Chatbot-Integration in Firefox aktivieren können. Diese wird standardmäßig nicht aktiviert sein und vorerst auf Nightly-Versionen limitiert bleiben, also noch nicht in Firefox Beta oder finalen Firefox-Versionen ausgeliefert werden, während Mozilla die Funktionalität verbessert und Feedback über seine Community-Plattform Mozilla Connect sammelt.
Nach der Aktivierung durch den Nutzer stehen im Kontextmenü Funktionen zur Zusammenfassung des markierten Inhalts, zur Vereinfachung der Sprache sowie zu einem Wissenstest über den Inhalt zur Verfügung. Als Anbieter kann in der Chatbot-Sidebar zwischen Google Gemini, Microsoft Copilot, ChatGPT, HuggingChat und Le Chat Mistral ausgewählt werden. Weitere Anbieter können folgen.
Erfahrenere Nutzer können über about:config aber auch eigene Prompts für das Kontextmenü oder einen anderen kompatiblen Chatbot konfigurieren, beispielsweise llamafile von Mozilla, worüber unter anderem auch Open-Source-Modelle lokal auf dem Gerät ausgeführt werden können. Da letzteres noch etwas komplizierter ist, prüft Mozilla derzeit noch, wie sie in Zukunft eine einfach einzurichtende Option für einen vollständig lokalen Chatbot anbieten können.
New Tab Override ist eine Erweiterung zum Ersetzen der Seite, welche beim Öffnen eines neuen Tabs in Firefox erscheint. Die beliebte Erweiterung ist nun in Version 16.0.1 erschienen.
Was ist New Tab Override?
Die Erweiterung New Tab Override erlaubt das Überschreiben der Seite, welche beim Öffnen eines neuen Tabs in Firefox erscheint. Dies kann eine beliebige Website, immer automatisch die aktuelle Startseite, eine lokale Datei, eine Hintergrundfarbe oder die neuesten Nachrichten von diesem Blog sein.
New Tab Override war das erste Add-on, welches das Überschreiben des neuen Tabs ermöglichte, und ist damit das Original und auch heute noch die meistgenutzte Erweiterung dieser Art. New Tab Override wurde im Dezember 2016 auf dem offiziellen Mozilla-Blog vorgestellt, schon mehrfach im Add-on Manager von Firefox beworben und gehört außerdem zu Mozillas handverlesener Auswahl empfohlener Erweiterungen.
New Tab Override 16.0.1 behebt gegenüber der vorherigen Version einen Fehler. So wurde die Seite, welche beim Öffnen eines neuen Tabs erscheinen soll, unerwartet zurückgesetzt, wenn die Einstellungsseite von New Tab Override aufgerufen worden ist.
Mit dem Update auf Firefox 127.0.1 behebt Mozilla ein Problem, welches bei Nutzern mit aktiviertem Hauptpasswort dafür sorgte, dass nach einem Firefox-Update unter anderem die vorherige Sitzung nicht wiederhergestellt werden konnte, wenn die Aufforderung zur Eingabe das Hauptpassworts ignoriert worden ist.
Ein Problem wurde behoben, bei dem Firefox fälschlicherweise die Cookies für manche Websites abgelehnt hatte.
Für Linux-Nutzer, welche die Option accessibility.monoaudio.enable auf true gesetzt haben, konnte es zu einer verlangsamten Audio-Wiedergabe kommen.
Unter Windows konnte es unter bestimmten Umständen dazu kommen, dass der Installer Firefox nicht erfolgreich installieren konnte.
Mit dem Update auf Firefox 127.0.1 hat Mozilla außerdem sichergestellt, dass der Code zum Erkennen gefälschter Produktbewertungen auf Amazon, Walmart und Best Buy nie in privaten Fenstern ausgeführt wird.
Eine zusätzliche Telemetrie-Erhebung für Nutzer von Apple macOS mit Apple Silicon SoC wurde hinzugefügt, um den Energiebedarf der Prozesse zu messen, um den Effekt einer zukünftigen Verbesserung zu validieren, von der sich Mozilla eine signifikante Verringerung des Energieverbrauchs von Hintergrund-Prozessen erhofft. Außerdem wurde die Telemetrie-Erhebung für die schrittweise Ausrollung des „Zuerst-HTTPS-Modus“-korrigiert, welche nicht die korrekten Daten geliefert hatte.
Liebe Leser*innen, heute seid ihr gefragt. Denn ich möchte von euch wissen, welchen Laptop und welche Linux-Distribution, ihr für ältere, nicht EDV-affine Menschen und Windows-Umsteiger empfehlen könnt.
Hardware
Der Laptop soll über folgende Merkmale verfügen:
Größe: 15-17 Zoll
Webcam
Mikrofon und Lautsprecher
für Videokonferenzen
zum Schauen von Videos in sozialen Netzwerken
Linux- und Windows-Unterstützung
Die Unterstützung von Linux und Windows ist sehr wichtig. Sollte der Feldversuch mit Linux scheitern, möchte auf der gleichen Hardware ein aktuelles Windows-Betriebssystem installieren können.
Mir schwebt etwas in der Richtung der Lenovo IdeaPad oder ein ThinkPad der L-Serie vor, ich bin jedoch auf eure Empfehlungen gespannt.
Desktop-Umgebung
Ich suche nach einer Desktop-Umgebung, die folgende Merkmale bietet:
Ein Startmenü, welches sich in der unteren linken Ecke befindet
Erstellungen von Anwendungsstartern und Verknüpfungen auf der Desktopoberfläche
Dies sind Muss-Kriterien, die unbedingt erfüllt sein müssen. Ich möchte, dass die Desktopoberfläche diese Eigenschaften in der Standardkonfiguration erfüllt und ich diese nicht erst konfigurieren oder drölfzig Plug-ins installieren muss, um diesen Zustand zu erreichen.
Software
Die wichtigsten Anwendungen sind:
Thunderbird für E-Mail
Aktuelle Webbrowser (Chrome/Firefox) für den Rest
Facebook
YouTube
Zoom, MS Teams, Webex und wie sie alle heißen
Ein PDF-Anzeigeprogramm
Libre/Open Office zum Lesen von MS Office-Dokumenten
Linux-Distribution
Die Linux-Distribution muss die oben genannten Anforderungen an die Desktop-Umgebung und die Software erfüllen und dabei stabil allerdings nicht steinalt sein.
Ich möchte nicht vor jeder Videokonferenz mit den Audio-Einstellungen kämpfen müssen, um deutlich zu machen, wo meine Priorität liegt.
Mozilla hat Firefox 127 für Android veröffentlicht. Dieser Artikel beschreibt die Neuerungen von Firefox 127 für Android. Highlights sind eine lokale Übersetzungsfunktion, verbesserte Lesezeichen auf dem Startbildschirm, sortierbare private Tabs sowie Performance-Verbesserungen.
Firefox für Windows, Apple macOS und Linux wird bereits seit Version 118 mit einer lokalen Funktion zur maschinellen Übersetzung von Websites für den Browser ausgeliefert. Das bedeutet, dass die Übersetzung vollständig im Browser geschieht und keine zu übersetzenden Inhalte an einen Datenriesen wie Google oder Microsoft übermittelt werden müssen. Firefox 127 bringt die Funktion auch auf Android. Weitere Verbesserungen dieser Funktion sowie die Unterstützung zusätzlicher Sprachen sollen folgen.
Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen für alle Nutzer ausgerollt werden.
Verbesserte Lesezeichen auf Startbildschirm
Aus dem optionalen Bereich „Neueste Lesezeichen“ für den Firefox-Startbildschirm wurde der Bereich „Lesezeichen“. Aber hinter dieser subtilen Änderung der Bezeichnung steckt mehr: Es werden nicht länger nur aktuelle Lesezeichen angezeigt. Bislang waren die Lesezeichen zehn Tage nach dem Hinzufügen nicht mehr in diesem Bereich angezeigt worden. Außerdem wurde die maximale Anzahl an Lesezeichen in diesem Bereich von vier auf acht verdoppelt.
Sortierbare private Tabs
Die Tabübersicht wurde komplett neu auf Basis neuester Android-Standards implementiert. Während diese Änderung für den Nutzer komplett transparent sein sollte, also im Vergleich zu vorher gleich aussieht und funktioniert, hat sich daraus doch auch eine funktionale Neuerung ergeben: Bereits bisher war es möglich, die Reihenfolge von Tabs durch Halten und Schieben zu verändern. Dies hatte allerdings nur für nicht private Tabs funktioniert. Jetzt funktioniert dies sowohl für nicht private als auch für private Tabs.
Zugriff auf gespeicherte Passwörter
Auf gespeicherte Zugangsdaten kann nun schneller zugegriffen werden, weil ein neuer Menüpunkt „Passwörter“ direkt in das Hauptmenü integriert worden ist.
Der Dialog, der nach dem Absenden eines Formulars das Speichern eines Passworts vorschlägt, verschwindet jetzt erst von alleine, wenn man in diesem Tab auf eine andere Domain navigiert. Durch Weiterleitungen seitens Websites konnte es bisher passieren, dass Nutzer damit nicht mit dieser Funktion interagieren konnten.
Performance-Verbesserungen
Mozilla hat die Compiler-Einstellungen optimiert. Für den Preis einer erhöhten Dateigröße von mehreren Megabytes wurden dadurch die Startgeschwindigkeit von Firefox, die Ladezeiten von Websites wie auch die Akkulaufzeit spürbar verbessert.
Sonstige Neuerungen
Der Zahlenblock einer physischen Tastatur kann jetzt auch verwendet werden, um in der Adressleiste eingegebene URLs zu bestätigen. Außerdem wird die „Vorwärts“-Taste von physischen Mäusen jetzt für die Navigation unterstützt.
Ansonsten gibt es wie immer neue Plattform-Features der aktuellen GeckoView-Engine, diverse Fehlerbehebungen, geschlossene Sicherheitslücken sowie Verbesserungen unter der Haube.
Mozilla hat Firefox 127 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.
Firefox automatisch starten, wenn Windows gestartet wird
Bereits seit Firefox 120 wurde eine neue Option schrittweise ausgerollt, um den Browser automatisch zu starten, wenn Windows gestartet wird. Diese Option steht nun für alle Nutzer zur Verfügung (außer bei Verwendung von Firefox aus dem Microsoft Store).
Schnelles Schließen identischer Tabs
Manchmal kommt es vor, dass man bestimmte Websites mehrfach geöffnet hat. Gerade mit einer größeren Anzahl offener Tabs kann dies sehr leicht passieren. Ein neuer Eintrag im Kontextmenü der Tabs erlaubt es, sämtliche Duplikate des ausgewählten Tabs zu schließen. Im „Alle Tabs auflisten“-Menü in der Tableiste gibt es einen neuen Menüeintrag, um alle doppelten Tabs zu schließen. So muss man nicht länger nach anderen Tabs mit gleicher URL suchen, um diese zu schließen.
Schutz der gespeicherten Zugangsdaten
Auf Windows und Apple macOS kann der Zugriff auf gespeicherte Zugangsdaten sowie das Anlegen derer jetzt optional durch die Authentifizierung des Betriebssystems (Passwort, Fingerabdruck, Gesichts- oder Stimmerkennung) geschützt werden.
Verbesserte Screenshot-Funktion
Die Screenshot-Funktion von Firefox wurde neu implementiert, was diverse Vorteile bringt. So sind jetzt auch Screenshots von Dateitypen wie SVG und XML möglich, ebenso Screenshots von den internen about:-Seiten, was bislang nicht möglich war. Neue Tastatur-Kurzbefehle sowie Kompatibilität mit Hochkontrastthemen verbessern die Zugänglichkeit. Außerdem wurde die Performance beim Aufnehmen großer Screenshots verbessert. Auch steht der entsprechende Kontextmenü-Eintrag jetzt auch bei Rechtsklick auf Bilder und Videos zur Verfügung.
Host-Berechtigungen bei Installation von MV3-Erweiterungen
Sogenannte Host-Berechtigungen sind seit dem Manifest v3 für Firefox-Erweiterungen grundsätzlich optional. Ab Firefox 127 werden die Host-Berechtigungen automatisch bei Installation der Erweiterung gewährt. Details zu dieser Neuerung wurden in einem separaten Artikel ausführlich behandelt.
Sonstige Endnutzer-Neuerungen von Firefox 127
Die Untertitel-Option der Bild-im-Bild-Funktion für Videos unterstützt ab sofort noch mehr Websites.
Wenn Firefox so konfiguriert ist, dass keine Chronik gespeichert wird, wird für die Priorisierung von Vorschlägen in der Adressleiste jetzt die Anzahl der Lesezeichen für die jeweilige Domain als Kriterium herangezogen.
Links und andere fokussierbare Elemente sind unter Apple macOS standardmäßig über Tabs navigierbar, anstatt der macOS-Einstellung „Tastaturnavigation“ zu folgen. Dies ist ein besser zugänglicher Standard und entspricht außerdem dem Standard auf den anderen Desktop-Plattformen. Eine Option in den Einstellungen erlaubt es, das alte Verhalten wiederherzustellen.
Zwecks Reduzierung des digitalen Fingerabdrucks und Webkompatibilitätsproblemen wurde die CPU-Architektur im User-Agent unter Linux eingefroren und zeigt jetzt unabhängig von der tatsächlichen Hardware auch für 32-Bit-Systeme x86_64 an.
Über die Entwicklerwerkzeuge aufgenommene Screenshots landen zukünftig wie Screenshots, welche über die Screenshot-Funktion aufgenommen werden, im Downloads-Ordner statt im Ordner für Bilder.
Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer
Auch in Firefox 127 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 127 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.
Via http:// eingebettete <img>-, <audio>– sowie <video>-Elemente auf Seiten, welche via https:// geladen werden, werden jetzt automatisch auch via https:// geladen, sofern diese Elemente via https:// aufrufbar sind. Wenn dies nicht der Fall ist, werden die Elemente nicht länger geladen.
Alte Erweiterungen, welche nur mit dem SHA-1-Algorithmus signiert worden sind, lassen sich nicht länger installieren. Sämtliche Erweiterungen, welche auf addons.mozilla.org angeboten werden und zuletzt vor April 2019 aktualisiert worden und damit betroffen sind, wurden durch Mozilla automatisch neu signiert.
Verbesserungen der Webplattform
DNS-Prefetching für HTTPS-Dokumente via rel="dns-prefetch" wird jetzt unterstützt, um Domain-Namen für wichtige Assets anzugeben, die präventiv aufgelöst werden sollen.
Firefox 127 unterstützt die Clipboard API, welche die Möglichkeit bringt, auf Zwischenablagebefehle (Ausschneiden, Kopieren und Einfügen) zu reagieren sowie asynchron aus der Systemzwischenablage zu lesen und in diese zu schreiben. Beim Versuch, Inhalte aus der Zwischenablage zu lesen, die nicht von einer Seite gleichen Ursprungs stammen, wird ein Kontextmenü zum Einfügen angezeigt, das der Benutzer bestätigen muss.
Für Sets in JavaScript wurden mehrere neue Methoden wie unter anderem intersection(), union() und difference() implementiert.
Auch für Entwickler von Firefox-Erweiterungen gab es Neuerungen. Alle Neuerungen für Entwickler von Websites und Firefox-Erweiterungen lassen sich in den MDN Web Docs nachlesen.
Vorschau: Wetter auf der Firefox-Startseite
Wird über about:config der Schalter browser.newtabpage.activity-stream.system.showWeather per Doppelklick auf true gestellt, kann das aktuelle Wetter auf der Firefox-Startseite angezeigt werden. Über das entsprechende Menü lassen sich Temperatur-Einheit sowie Darstellungs-Modus anpassen. Sollte der automatisch erkannte Ort nicht passen, müssen Nutzer auf Firefox 128 warten. Denn dann lässt sich der Ort auch manuell auswählen.
Das Training auf einer virtuellen Maschine mit Fedora 40 Server, 10 CPU-Threads und 32 GB RAM dauerte 180 Std. 44 Min. 7 Sek. Ich halte an dieser Stelle fest, ohne GPU-Beschleunigung fehlt es mir persönlich an Geduld. So macht das Training keinen Spaß.
Nach dem Training mit ilab train findet man ein brandneues LLM auf dem eigenen System:
(venv) tronde@instructlab:~/src/instructlab$ ls -ltrh models
total 18G
-rw-r--r--. 1 tronde tronde 4.1G May 28 20:34 merlinite-7b-lab-Q4_K_M.gguf
-rw-r--r--. 1 tronde tronde 14G Jun 6 12:07 ggml-model-f16.gguf
Test des neuen Modells
Den Chat mit dem LLM starte ich mit dem Befehl ilab chat -m models/ggml-model-f16.gguf. Das folgende Bild zeigt zwei Chats mit jeweils unterschiedlichem Ergebnis:
Zwei Chats mit dem frisch trainierten LLM. Beide Male erhalte ich nicht die erhoffte Antwort.
Fazit
Schade, das hat nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe. Es kommt weiterhin zu KI-Halluzinationen und nur gelegentlich gesteht das LLM seine Unkenntnis bzw. seine Unsicherheit ein.
Für mich sind damit 180 Stunden Rechenzeit verschwendet. Ich werde bis auf Weiteres keine Trainings ohne Beschleuniger-Karten mehr durchführen. Jedoch werde ich mir von Zeit zu Zeit aktualisierte Releases der verfügbaren Modelle herunterladen und diesen Fragen stellen, deren Antworten ich bereits kenne.
Wenn sich mir die Gelegenheit bietet, diesen Versuch auf einem Rechner mit entsprechender GPU-Hardware zu wiederholen, werde ich die Erkenntnisse hier im Blog teilen.
In den vergangengenen Wochen habe ich die erste »echte« Ubuntu-Server-Installation durchgeführt. Abgesehen von aktuelleren Versionsnummern (siehe auch meinen Artikel zu Ubuntu 24.04) sind mir nicht allzu viele Unterschiede im Vergleich zu Ubuntu Server 22.04 aufgefallen. Bis jetzt läuft alles stabil und unkompliziert. Erfreulich für den Server-Einsatz ist die Verlängerung des LTS-Supports auf 12 Jahre (erfordert aber Ubuntu Pro); eine derart lange Laufzeit wird aber wohl nur in Ausnahmefällen sinnvoll sein.
Update 1 am 25.6.2024: Es gibt immer noch keinen finalen Fix für fail2ban, aber immerhin einen guter Workaround (Installation des proposed-Fix).
Update 2 am 29.6.2024: Es gibt jetzt einen regulären Fix.
fail2ban-Ärger
Recht befremdlich ist, dass fail2ban sechs Wochen nach dem Release immer noch nicht funktioniert. Der Fehler ist bekannt und wird verursacht, weil das Python-Modul asynchat mit Python 3.12 nicht mehr ausgeliefert wird. Für die Testversion von Ubuntu 24.10 gibt es auch schon einen Fix, aber Ubuntu 24.04-Anwender stehen diesbezüglich im Regen.
Persönlich betrachte ich fail2ban als essentiell zur Absicherung des SSH-Servers, sofern dort Login per Passwort erlaubt ist.
Update 1:
Mittlerweile gibt es einen proposed-Fix, der wie folgt installiert werden kann (Quelle: [Launchpad](https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/fail2ban/+bug/2055114)):
* In `/etc/apt/sources.list.d/ubuntu.sources` einen Eintrag für `noble-proposed` hinzufügen, z.B. so:
„`
# zusätzliche Zeilen in `/etc/apt/sources.list.d/ubuntu.sources
Types: deb
URIs: http://archive.ubuntu.com/ubuntu/
Suites: noble-proposed
Components: main universe restricted multiverse
Signed-By: /usr/share/keyrings/ubuntu-archive-keyring.gpg
„`
Beachten Sie, dass sich Ort und Syntax für die Angabe der Paketquellen geändert haben.
* `apt update`
* `apt-get install -t noble-proposed fail2ban`
* in `/etc/apt/sources.list.d/ubuntu.sources` den Eintrag für `noble-proposed` wieder entfernen (damit es nicht weitere Updates aus dieser Quelle gibt)
* `apt update`
Update 2: Der Fix ist endlich offiziell freigegeben. apt update und apt full-upgrade, fertig.
/tmp mit tmpfs im RAM
Das Verzeichnis /tmp wird unter Ubuntu nach wie vor physikalisch auf dem Datenträger gespeichert. Auf einem Server mit viel RAM kann es eine Option sein, /tmp mit dem Dateisystemtyp tmpfs im RAM abzubilden. Der Hauptvorteil besteht darin, dass I/O-Operationen in /tmp dann viel effizienter ausgeführt werden. Dagegen spricht, dass die exzessive Nutzung von /tmp zu Speicherproblemen führen kann.
Auf meinem Server mit 64 GiB RAM habe ich beschlossen, max. 4 GiB für /tmp zu reservieren. Die Konfiguration ist einfach, weil der Umstieg auf tmpfs im systemd bereits vorgesehen ist:
systemctl enable /usr/share/systemd/tmp.mount
Mit systemctl edit tmp.mount bearbeiten Sie die neue Setup-Datei /etc/systemd/system/tmp.mount.d/override.conf, die nur Änderungen im Vergleich zur schon vorhandenen Datei /etc/systemd/system/tmp.mount bzw. /usr/share/systemd/tmp.mount enthält.
# wer keinen vi mag, zuerst: export EDITOR=/usr/bin/nano
systemctl edit tmp.mount
Wer ein GitHub Account hat, kann sich sehr einfach über neue Releases (Veröffentlichungen) von Projekten per E-Mail informieren lassen. Es benutzen aber nicht alle Projekte das „Releases“ Feature, sondern setzen stattdessen auf Git Tags....
Dies ist mein Erfahrungsbericht zu den ersten Schritten mit InstructLab. Ich gehe darauf ein, warum ich mich über die Existenz dieses Open Source-Projekts freue, was ich damit mache und was ich mir von Large Language Models (kurz: LLMs, zu Deutsch: große Sprachmodelle) erhoffe. Der Text enthält Links zu tiefergehenden Informationen, die euch mit Hintergrundwissen versorgen und einen Einstieg in das Thema ermöglichen.
Dieser Text ist keine Schritt-für-Schritt-Anleitung für:
Beim Bezug auf große Sprachmodelle bediene ich mich der englischen Abkürzung LLM oder bezeichne diese als KI-ChatBot bzw. nur ChatBot.
Was ist InstructLab?
InstructLab ist ein von IBM und Red Hat ins Leben gerufenes Open Source-Projekt, mit dem die Gemeinschaft zur Verbesserung von LLMs beitragen kann. Jeder
Hugging Face. The AI community building the future. The platform where the machine learning community collaborates on models, datasets, and applications. URL: https://huggingface.co/
Meine Einstellung gegenüber KI-ChatBots
Gegenüber KI-Produkten im Allgemeinen und KI-ChatBots im Speziellen bin ich stets kritisch, was nicht bedeutet, dass ich diese Technologien und auf ihnen basierende Produkte und Services ablehne. Ich versuche mir lediglich eine gesunde Skepsis zu bewahren.
Was Spielereien mit ChatBots betrifft, bin ich sicherlich spät dran. Ich habe schlicht keine Lust, mich irgendwo zu registrieren und unnötig Informationen über mich preiszugeben, nur um anschließend mit einer Büchse chatten und ihr Fragen stellen zu können, um den Wahrheitsgehalt der Antworten anschließend noch verifizieren zu müssen.
Mittlerweile gibt es LLMs, welche ohne spezielle Hardware auch lokal ausgeführt werden können. Diese sprechen meine Neugier und meinen Spieltrieb schon eher an, weswegen ich mich nun doch mit einem ChatBot unterhalten möchte.
Der lokale LLM-Server wird mit dem Befehl ilab serve gestartet. Mit dem Befehl ilab chat wird die Unterhaltung mit dem Modell eingeleitet.
Im folgenden Video sende ich zwei Anweisungen an das LLM merlinite-7b-lab-Q4_K_M. Den Chatverlauf seht ihr in der rechten Bildhälfte. In der linken Bildhälfte seht ihr die Ressourcenauslastung meines Laptops.
Screencast eines Chats mit merlinite-7b-lab-Q4_K_M
Wie ihr seht, sind die Antwortzeiten des LLM auf meinem Laptop nicht gerade schnell, aber auch nicht so langsam, dass ich währenddessen einschlafe oder das Interesse an der Antwort verliere. An der CPU-Auslastung im Cockpit auf der linken Seite lässt sich erkennen, dass das LLM durchaus Leistung abruft und die CPU fordert.
Mit den Antworten des LLM bin ich zufrieden. Sie decken sich mit meiner Erinnerung und ein kurzer Blick auf die Seite https://www.json.org/json-de.html bestätigt, dass die Aussagen des LLM korrekt sind.
Anmerkung: Der direkte Aufruf der Seite https://json.org, der mich mittels Redirect zu obiger URL führte, hat sicher deutlich weniger Energie verbraucht als das LLM oder eine Suchanfrage in irgendeiner Suchmaschine. Ich merke dies nur an, da ich den Eindruck habe, dass es aus der Mode zu geraten scheint, URLs einfach direkt in die Adresszeile eines Webbrowsers einzugeben, statt den Seitennamen in eine Suchmaske zu tippen.
Ich halte an dieser Stelle fest, der erste kleine Test wird zufriedenstellend absolviert.
KI-Halluzinationen
Da ich einige Zeit im Hochschulrechenzentrum der Universität Bielefeld gearbeitet habe, interessiert mich, was das LLM über meine ehemalige Dienststelle weiß. Im nächsten Video frage ich, wer der Kanzler der Universität Bielefeld ist.
Frage an das LLM: „Who is the chancellor of the Bielefeld University?“
Da ich bis März 2023 selbst an der Universität Bielefeld beschäftigt war, kann ich mit hinreichender Sicherheit sagen, dass diese Antwort falsch ist und das Amt des Kanzlers nicht von Prof. Dr. Karin Vollmerd bekleidet wird. Im Personen- und Einrichtungsverzeichnis (PEVZ) findet sich für Prof. Dr. Vollmerd keinerlei Eintrag. Für den aktuellen Kanzler Dr. Stephan Becker hingegen schon.
Da eine kurze Recherche in der Suchmaschine meines geringsten Misstrauens keine Treffer zu Frau Vollmerd brachte, bezweifle ich, dass diese Person überhaupt existiert. Es kann allerdings auch in meinen unzureichenden Fähigkeiten der Internetsuche begründet liegen.
Bei der vorliegenden Antwort handelt es sich um eine Halluzination der Künstlichen Intelligenz.
Im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) ist eine Halluzination (alternativ auch Konfabulation genannt) ein überzeugend formuliertes Resultat einer KI, das nicht durch Trainingsdaten gerechtfertigt zu sein scheint und objektiv falsch sein kann.
Solche Phänomene werden in Analogie zum Phänomen der Halluzination in der menschlichen Psychologie als von Chatbots erzeugte KI-Halluzinationen bezeichnet. Ein wichtiger Unterschied ist, dass menschliche Halluzinationen meist auf falschen Wahrnehmungen der menschlichen Sinne beruhen, während eine KI-Halluzination ungerechtfertigte Resultate als Text oder Bild erzeugt. Prabhakar Raghavan, Leiter von Google Search, beschrieb Halluzinationen von Chatbots als überzeugend formulierte, aber weitgehend erfundene Resultate.
Oder wie ich es umschreiben möchte: „Der KI-ChatBot demonstriert sichereres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit.“
Wenn ihr selbst schon mit ChatBots experimentiert habt, werdet ihr sicher selbst schon auf Halluzinationen gestoßen sein. Wenn ihr mögt, teilt doch eure Erfahrungen, besonders jene, die euch fast aufs Glatteis geführt haben, in den Kommentaren mit uns.
Welche Auswirkungen überzeugend vorgetragene Falschmeldungen auf Nutzer haben, welche nicht über das Wissen verfügen, diese Halluzinationen sofort als solche zu entlarven, möchte ich für den Moment eurer Fantasie überlassen.
Ich denke an Fahrplanauskünfte, medizinische Diagnosen, Rezepturen, Risikoeinschätzungen, etc. und bin plötzlich doch ganz froh, dass sich die EU-Staaten auf ein erstes KI-Gesetz einigen konnten, um KI zu regulieren. Es wird sicher nicht das letzte sein.
Um das Beispiel noch etwas auszuführen, frage ich das LLM erneut nach dem Kanzler der Universität und weise es auf seine Falschaussagen hin. Der Chatverlauf ist in diesem Video zu sehen:
ChatBot wird auf Falschaussage hingewiesen
Die Antworten des LLM enthalten folgende Fehler:
Professor Dr. Ulrich Heidt ist nicht der Kanzler der Universität Bielefeld
Die URL ‚https://www.uni-bielefeld.de/english/staff/‘ existiert nicht
Die URL ‚http://www.universitaet-bielefeld.de/en/‘ existiert ebenfalls nicht
Die Universität hieß niemals „Technische Universitaet Braunschweig“
Der Chatverlauf erweckt den Eindruck, dass der ChatBot sich zu rechtfertigen versucht und nach Erklärungen und Ausflüchten sucht. Hier wird nach meinem Eindruck menschliches Verhalten nachgeahmt. Dabei sollten wir Dinge nicht vermenschlichen. Denn unser Chatpartner ist kein Mensch. Er ist eine leblose Blechbüchse. Das LLM belügt uns auch nicht in böser Absicht, es ist schlicht nicht in der Lage, uns eine korrekte Antwort zu liefern, da ihm dazu das nötige Wissen bzw. der notwendige Datensatz fehlt. Daher versuche ich im nächsten Schritt, dem LLM mit InstructLab das notwendige Wissen zu vermitteln.
Wissen und Fähigkeiten hinzufügen und das Modell anlernen
Das README.md im Repository instructlab/taxonomy enthält die Beschreibung, wie man dem LLM Wissen (englisch: knowledge) hinzufügt. Weitere Hinweise finden sich in folgenden Dateien:
Diese Dateien befinden sich auch in dem lokalen Repository unterhalb von ~/instructlab/taxonomy/. Ich hangel mich an den Leitfäden entlang, um zu sehen, wie weit ich damit komme.
Wissen erschaffen
Die Überschrift ist natürlich maßlos übertrieben. Ich stelle lediglich existierende Informationen in erwarteten Dateiformaten bereit, um das LLM damit trainieren zu können.
Da aktuell nur Wissensbeiträge von Wikipedia-Artikeln akzeptiert werden, gehe ich wie folgt vor:
Konvertiere den Wikipedia-Artikel Bielefeld University ohne Bilder und Tabellen in eine Markdown-Datei und füge sie dem in Schritt 1 erstellten Repository unter dem Namen unibi.md hinzu
Füge dem lokalen Taxonomy-Repository neue Verzeichnisse hinzu: mkdir -p university/germany/bielefeld_university
Erstelle in dem neuen Verzeichnis eine qna.yaml und eine attribution.txt Datei
Führe ilab diff aus, um die Daten zu validieren
Der folgende Code-Block zeigt den Inhalt der Dateien qna.yaml und eine attribution.txt sowie die Ausgabe des Kommandos ilab diff:
(venv) [tronde@t14s instructlab]$ cat /home/tronde/src/instructlab/taxonomy/knowledge/university/germany/bielefeld_university/qna.yaml
version: 2
task_description: 'Teach the model the who facts about Bielefeld University'
created_by: tronde
domain: university
seed_examples:
- question: Who is the chancellor of Bielefeld Universtiy?
answer: Dr. Stephan Becker is the chancellor of the Bielefeld University.
- question: When was the University founded?
answer: |
The Bielefeld Universtiy was founded in 1969.
- question: How many students study at Bielefeld University?
answer: |
In 2017 there were 24,255 students encrolled at Bielefeld Universtity?
- question: Do you know something about the Administrative staff?
answer: |
Yes, in 2017 the number for Administrative saff was published as 1,100.
- question: What is the number for Academic staff?
answer: |
In 2017 the number for Academic staff was 1,387.
document:
repo: https://github.com/Tronde/instructlab_knowledge_contributions_unibi.git
commit: c2d9117
patterns:
- unibi.md
(venv) [tronde@t14s instructlab]$
(venv) [tronde@t14s instructlab]$
(venv) [tronde@t14s instructlab]$ cat /home/tronde/src/instructlab/taxonomy/knowledge/university/germany/bielefeld_university/attribution.txt
Title of work: Bielefeld University
Link to work: https://en.wikipedia.org/wiki/Bielefeld_University
License of the work: CC-BY-SA-4.0
Creator names: Wikipedia Authors
(venv) [tronde@t14s instructlab]$
(venv) [tronde@t14s instructlab]$
(venv) [tronde@t14s instructlab]$ ilab diff
knowledge/university/germany/bielefeld_university/qna.yaml
Taxonomy in /taxonomy/ is valid :)
(venv) [tronde@t14s instructlab]$
Synthetische Daten generieren
Aus der im vorherigen Abschnitt erstellten Taxonomie generiere ich im nächsten Schritt synthetische Daten, welche in einem folgenden Schritt für das Training des LLM genutzt werden.
(venv) [tronde@t14s instructlab]$ ilab generate
[…]
INFO 2024-05-28 12:46:34,249 generate_data.py:565 101 instructions generated, 62 discarded due to format (see generated/discarded_merlinite-7b-lab-Q4_K_M_2024-05-28T09_12_33.log), 4 discarded due to rouge score
INFO 2024-05-28 12:46:34,249 generate_data.py:569 Generation took 12841.62s
(venv) [tronde@t14s instructlab]$ ls generated/
discarded_merlinite-7b-lab-Q4_K_M_2024-05-28T09_12_33.log
generated_merlinite-7b-lab-Q4_K_M_2024-05-28T09_12_33.json
test_merlinite-7b-lab-Q4_K_M_2024-05-28T09_12_33.jsonl
train_merlinite-7b-lab-Q4_K_M_2024-05-28T09_12_33.jsonl
Zur Laufzeit werden alle CPU-Threads voll ausgelastet. Auf meinem Laptop dauerte dieser Vorgang knapp 4 Stunden.
Das Training beginnt
Jetzt wird es Zeit, das LLM mit den synthetischen Daten anzulernen bzw. zu trainieren. Dieser Vorgang wird mehrere Stunden in Anspruch nehmen und ich verplane mein Laptop in dieser Zeit für keine weiteren Arbeiten.
Um möglichst viele Ressourcen freizugeben, beende ich das LLM (ilab serve und ilab chat). Das Training beginnt mit dem Befehl ilab train… und dauert wirklich lange.
Nach 2 von 101 Durchläufen wird die geschätzte Restlaufzeit mit 183 Stunden angegeben. Das Ergebnis spare ich mir dann wohl für einen Folgeartikel auf und gehe zum Fazit über.
Fazit
Mit dem InstructLab Getting Started Guide gelingt es in kurzer Zeit, das Projekt auf einem lokalen Linux-Rechner einzurichten, ein LLM auszuführen und mit diesem zu chatten.
KI-Halluzinationen stellen in meinen Augen ein Problem dar. Da LLMs überzeugend argumentieren, kann es Nutzern schwerfallen oder gar misslingen, die Falschaussagen als solche zu erkennen. Im schlimmsten Fall lernen Nutzer somit dummen Unfug und verbreiten diesen ggf. weiter. Dies ist allerdings kein Problem bzw. Fehler des InstructLab-Projekts, da alle LLMs in unterschiedlicher Ausprägung von KI-Halluzinationen betroffen sind.
Wie Knowledge und Skills hinzugefügt werden können, musste ich mir aus drei Guides anlesen. Dies ist kein Problem, doch kann der Leitfaden evtl. noch etwas verbessert werden.
Knowledge Contributions werden aktuell nur nach vorheriger Genehmigung und nur von Wikipedia-Quellen akzeptiert. Der Grund wird nicht klar kommuniziert, doch ich vermute, dass dies etwas mit geistigem Eigentum und Lizenzen zu tun hat. Wikipedia-Artikel stehen unter einer Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License und können daher unkompliziert als Quelle verwendet werden. Da sich das Projekt in einem frühen Stadium befindet, kann ich diese Limitierung nachvollziehen. Ich wünsche mir, dass grundsätzlich auch Primärquellen wie Herstellerwebseiten und Publikationen zugelassen werden, wenn Rechteinhaber dies autorisieren.
Der von mir herangezogene Wikipedia-Artikel ist leider nicht ganz aktuell. Nutze ich ihn als Quelle für das Training eines LLM, bringe ich dem LLM damit veraltetes und nicht mehr gültiges Wissen bei. Das ist für meinen ersten Test unerheblich, für Beiträge zum Projekt jedoch nicht sinnvoll.
Die Generierung synthetischer Daten dauert auf Alltagshardware schon entsprechend lange, das anschließende Training jedoch nochmals bedeutend länger. Dies ist meiner Ansicht nach nichts, was man nebenbei auf seinem Laptop ausführt. Daher habe ich den Test auf meinem Laptop abgebrochen und lasse das Training aktuell auf einem Fedora 40 Server mit 32 GB RAM und 10 CPU-Kernen ausführen. Über das Ergebnis und einen Test des verbesserten Modells werde ich in einem folgenden Artikel berichten.
Was ist mit euch? Kennt ihr das Projekt InstructLab und habt evtl. schon damit gearbeitet? Wie sind eure Erfahrungen?
Arbeitet ihr mit LLMs? Wenn ja, nutzt ihr diese nur oder trainiert ihr sie auch? Was nutzt ihr für Hardware?
Ich freue mich, wenn ihr eure Erfahrungen hier mit uns teilt.
Mozilla hat eine Roadmap veröffentlicht, welche beschreibt, an welchen größeren Features für Firefox sie in den kommenden Monaten arbeiten werden.
Auf seiner Ideen-Plattform Mozilla Connect hat Mozilla einen Ausblick auf die nächsten großen Firefox-Features gegeben. Teilweise hat Mozilla die Arbeiten bereits begonnen. In diesen Fällen nennt der Artikel die dazugehörige Option für about:config, um das jeweilige Feature zu aktivieren und die Entwicklung zu verfolgen. In allen diesen Fällen befindet sich die Entwicklung aber noch in einem frühen Stadium und repräsentiert zu diesem Zeitpunkt noch nicht das fertige Produkt.
Umsetzung häufig gewünschter Funktionen
Tab-Gruppen sowie vertikale Tabs sind auf der Liste der meistgewünschten Funktionen auf Platz 1 respektive Platz 3. Wie ich bereits im April berichtet habe, arbeitet Mozilla an beidem. In diesem Zusammenhang arbeitet Mozilla auch an einer neuen Seitenleiste für den schnellen Zugriff auf bestimmte Funktionen. Neugierige Nutzer können sidebar.revamp auf true setzen.
Ein neuer Profilmanager, der direkt im Menü integriert wird, wird das schnelle Wechseln zwischen verschiedenen Firefox-Profilen ermöglichen. Die Entwicklung dieser Funktion findet hinter der Option browser.profiles.enabled statt.
Für die Startseite von Firefox wird der Nutzer aus Hintergrundbildern auswählen können. Auch hierüber habe ich bereits berichtet. Die Aktivierung erfolgt über browser.newtabpage.activity-stream.newtabWallpapers.enabled.
Die Privatsphäre-Einstellungen sollen überarbeitet und leichter zu verstehen werden. Ebenfalls überarbeitet werden sollen die Menüs, welche die wichtigsten Aktionen priorisieren werden.
Fortgesetzter Fokus auf Performance und Webkompatibilität
Die Geschwindigkeit, mit der Websites geladen werden, die Akkulaufzeit bei Nutzung von Firefox sowie die Kompatibilität mit Webstandards waren schon immer Fokusthemen und werden es auch weiterhin bleiben. Mozilla nennt hier den Speedometer 3-Benchmark als Beispiel, den die großen Browserentwickler gemeinsam entwickeln und der bereits 20 Prozent Geschwindigkeits-Verbesserungen nachweist, die Mozilla in den letzten Monaten in Firefox erreichen konnte. Im Rahmen der Interop-Initiative arbeiten die Browserentwickler auf Ebene der Webstandards an den gleichen Zielen.
Weitere KI-Funktionen, welche den Datenschutz respektieren
Künstliche Intelligenz, welche einen Mehrwert für den Nutzer schafft und dabei die Privatsphäre respektiert, ist bereits Teil von Firefox. So besitzt Firefox eine Übersetzungsfunktion, welche lokal auf dem System des Nutzers arbeitet und nichts an einen Cloud-Dienst wie beispielsweise Google Translate sendet. Mit der Integration von Fakespot erkennt Firefox gefälschte Produktbewertungen auf Amazon.
Die nächste KI-Funktion, deren Entwicklung Mozilla in Kürze starten wird, ist die automatische Generierung von Alternativtexten für Bilder, die in PDF-Dateien eingefügt werden. Auch diese Funktion wird lokal arbeiten und keine Daten an eine Cloud senden. Leider werden Alternativtexte für Bilder in der Content-Erstellung immer noch sehr häufig vernachlässigt. Profitieren werden von dieser Funktion vor allem Menschen mit Beeinträchtigungen, die auf Alternativtexte angewiesen sind, weil sie keine Bilder sehen können.
Die Zukunft von Firefox mitgestalten
Die Auswahl der Funktionen wie auch die Plattform, auf der diese Roadmap angekündigt worden ist, sind kein Zufall. Mozilla legt sehr großen Wert auf das Feedback seiner Nutzer. Jedem, der eine Meinung hat und die Zukunft von Firefox mitgestalten möchte, möchte ich daher ans Herz legen, Mozillas Ideen-Plattform Mozilla Connect zu besuchen, Ideen einzureichen und mit Mozilla sowie anderen Community-Mitgliedern zu diskutieren.
Firefox 126 für Android bringt keine neuen Funktionen. Die größte sichtbare Veränderung ist, dass der Menüpunkt Add-ons in Erweiterungen umbenannt worden ist. Ansonsten spielen sich die Neuerungen dieses Mal komplett im Hintergrund ab: So gibt es wie immer neue Plattform-Features der aktuellen GeckoView-Engine, diverse Fehlerbehebungen, geschlossene Sicherheitslücken sowie Verbesserungen unter der Haube.
Mozilla hat Firefox 126 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.
Firefox 126 unterstützt Video Super Resolution und Video HDR für Nutzer einer Grafikkarte mit NVIDIA RTX KI-Technologie.
NVIDIA RTX Video Super Resolution verbessert und schärft Videos mit niedrigerer Auflösung und entfernt blockartige Artefakte, die häufig bei gestreamten Videos mit niedriger Bitrate zu sehen sind.
NVIDIA RTX Video HDR konvertiert automatisch und in Echtzeit SDR-Videos zu HDR10-Videos und bringt bei Nutzung eines entsprechenden Bildschirms mehr Dynamik und Farbtiefe.
Beide Features können im NVIDIA Control Panel aktiviert werden. Neben einer entsprechenden Grafikkarte (mindestens 20er Serie) werden die Treiberversion 530 oder höher (Video Super Resolution) beziehungsweise 550 oder höher (RTX Video HDR) sowie eine 64-Bit-Version von Windows benötigt.
Hardwarebeschleunigte Wiedergabe von AV1-Videos unter Apple macOS
AV1-Videos können bereits seit Firefox 98 unter Linux und seit Firefox 100 unter Windows durch die Hardware beschleunigt werden, eine entsprechende Grafikkarte vorausgesetzt. Firefox 126 bringt die Hardwarebeschleunigung für AV1-Videos auch auf Apple macOS, sofern ein Apple M3 oder neuer eingesetzt wird.
Firefox unterstützt jetzt zstd als Alternative zur brotli- und gzip-Komprimierung für Webinhalte, was höhere Komprimierungsstufen bei gleicher CPU-Auslastung oder umgekehrt eine niedrigere CPU-Auslastung des Servers für die gleiche Komprimierung ermöglicht. Facebook ist ein prominentes Beispiel, wo starker Gebrauch von zstd gemacht wird.
Verbesserte Kopieren von Links ohne Tracking-Parameter
Im Kontextmenü von Links auf Websites gibt es seit Firefox 120 neben dem normalen Eintrag zum Kopieren eines Links noch einen weiteren Eintrag, um Links ohne bestimmte Tracking-Parameter zu kopieren. Dabei handelt es sich um Parameter wie beispielsweise utm_campaign, die man sehr häufig in Links sieht.
Mit Firefox 126 hat Mozilla die Funktion verbessert. Die Option unterstützt nun das Blockieren von über 300 Tracking-Parametern aus kopierten Links, einschließlich derer von großen Shopping-Websites.
Nur in den USA: Such-Telemetrie
Ausschließlich für Nutzer in den USA hat Mozilla die Telemetrie für Suchanfragen innerhalb von Firefox erweitert. Dabei werden die Suchbegriffe einer von 20 Content-Kategorien zugeordnet und an Mozilla gesendet. Die 20 Kategorien sind Tiere, Kunst, Autos, Geschäft, Karriere, Bildung, Mode, Finanzen, Lebensmittel, Regierung, Gesundheit, Hobbys, Haus, Nachrichten, Immobilien, Gesellschaft, Sport, Technik, Reisen sowie nicht eindeutig.
Das Ganze erfolgt in einer Weise, welche den Datenschutz respektiert: So werden keine genauen Suchbegriffe übermittelt, die Daten keinem spezifischen Nutzer zugeordnet, mittels Oblivious HTTP (OHTTP) anonymisiert und keine IP-Adresse oder andere potenziell identifizierenden Daten gesendet, keine Profile gebildet und die Daten auch mit keinem anderen Unternehmen geteilt.
Zweck des Ganzen ist es, Mozilla bessere Einblicke zu geben, was den Nutzern wichtig ist, und das entsprechend in der Entwicklung neuer Firefox-Funktionen zu priorisieren.
Sonstige Endnutzer-Neuerungen von Firefox 126
Firefox wird seit Version 118 standardmäßig mit einer lokalen Funktion zur maschinellen Übersetzung von Websites für den Browser ausgeliefert. Das bedeutet, dass die Übersetzung vollständig im Browser geschieht und keine zu übersetzenden Inhalte an einen Datenriesen wie Google oder Microsoft übermittelt werden müssen. Neu ist die Unterstützung der katalanischen Sprache.
Der Absturzmelder von Firefox wurde komplett neu in der Programmiersprache Rust geschrieben, womit die Grundlage für zukünftige Verbesserungen geschaffen wurde.
Für die Funktion, kürzlich geschlossene Fenster wieder zu öffnen, merkt sich Firefox standardmäßig jetzt bis zu fünf statt nur bis zu drei Fenster.
Verbesserungen gab es auch beim Ausdruck von Websites, welche Tabellen nutzen.
Befindet sich eine URL in der Zwischenablage und die Adressleiste wird fokussiert, hat Firefox diese seit Firefox 125 direkt in der Adressleiste vorgeschlagen. Aufgrund eines Performance-Problems, welches Mozilla derzeit noch untersucht, wurde die Funktion in Firefox 126 wieder deaktiviert. Mit einem späteren Update soll die Funktion erneut Einzug in Firefox erhalten.
Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer
Auch in Firefox 126 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 126 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.
Verbesserungen der Entwicklerwerkzeuge
Drückt man bei aktivem Entwicklerwerkzeug die ESC-Taste, öffnet sich ein Konsolen-Fenster zusätzlich zum aktiven Werkzeug. Dies kann praktisch für manche Entwickler sein, während andere das vielleicht eher nervig finden. In den Einstellungen der Entwicklerwerkzeuge gibt es jetzt eine Einstellung, um die zusätzliche Konsole zu deaktivieren.
Bei Verwendung von CSS-Variablen für Farbeigenschaften zeigt der Inspektor neben den entsprechenden Eigenschaften jetzt einen Farbwähler an. Bislang war dieser nur zu sehen, wenn Farbwerte direkt einer Eigenschaft zugewiesen waren.
Außerdem gab es Performance-Verbesserungen des Inspektor-Entwicklerwerkzeugs.
Auf CSS-Seite neu ist die Unterstützung von :state() und zoom.
Die Unterstützung für den Video-Codec Theora, der im Web kaum noch genutzt wird und seit März auch von Chromium-basierten Browsern nicht mehr unterstützt wird, wurde entfernt.
Auch für Entwickler von Firefox-Erweiterungen gab es ein paar Neuerungen. Alle Neuerungen für Entwickler von Websites und Firefox-Erweiterungen lassen sich in den MDN Web Docs nachlesen.
Vorschau: Übersetzung von markiertem Text und Hintergrundbild für die Firefox-Startseite
Mozilla arbeitet zwischen den Releases häufig an mehr neuen Funktionen, als schlussendlich ersichtlich sind, weil neue Funktionen teilweise noch nicht aktiviert sind, während Mozilla weitere Verbesserungen vornimmt. Die zwei interessantesten Neuerungen, die in Firefox 126 als Vorschau aktiviert werden können, sind zum einen die Übersetzung von markiertem Text anstelle einer vollständigen Website-Übersetzung sowie das Festlegen eines Hintergrundbildes für die Startseite von Firefox.