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Richtigstellung bezüglich Irritationen über neue Nutzungsbedingungen von Firefox

02. März 2025 um 16:40

In den letzten Tagen gab es einige Irritationen bezüglich angepasster Datenschutzhinweise und neuen Nutzungsbedingungen für Firefox, welche zu teils absurden Unterstellungen vor allem in den sozialen Medien, aber auch teilweise in der Berichterstattung geführt haben. Tatäschlich hat sich für Nutzer von Firefox überhaupt nichts geändert und es folgte lediglich eine inhaltliche Anpassung auf Grundlage rechtlicher Rahmenbedingungen. Dieser Artikel klärt auf.

Am 26. Februar 2025 hat Mozilla seine Datenschutzhinweise aktualisiert und Nutzungsbedingungen für Firefox eingeführt. Daraus wurde in den sozialen Medien und teilweise auch in der Berichterstattung eine an Absurdität kaum zu übertreffende Geschichte gesponnen. Besonders beliebt war es dabei, eine Text-Anpassung der Datenschutzhinweise herauszupicken und dabei den zu dem Zeitpunkt sehr wohl bereits vorhandenen Kontext zu verschweigen.

Konkret ging es dabei um die Frage, ob Mozilla Daten seiner Nutzer verkauft. Eine entsprechende Passage, die das explizit verneint, wurde tatsächlich entfernt. Daraus folgt aber keineswegs, dass Mozilla plötzlich die Daten seiner Nutzer verkaufen würde. Die Begründung wurde von Mozilla von Anfang an geliefert, aber von vielen, die einen vermeintlichen Skandal verbreitet haben, unterschlagen.

In Wahrheit liegen ausschließlich rechtliche Gründe für diese Anpassung vor. So geht es um die Definition der Begrifflichkeit „Verkauf von Daten“, welche nicht überall auf der Welt gleich ist. Mozilla musste Abstand von dieser definitiven Formulierung nehmen, um sich nicht angreifbar zu machen. Nach dem Verständnis der meisten Menschen darüber, was ein Verkauf von Daten bedeutet, hat Mozilla aber noch nie die Daten seiner Nutzer verkauft und dies auch in der Zukunft nicht vor.

Mit einer mittlerweile veröffentlichten Klarstellung hat Mozilla ein konkretes Beispiel genannt. So definiert unter anderem Kalifornien in seinem California Consumer Privacy Act (CCPA) den Verkauf von Daten als „Verkauf, Vermietung, Freigabe, Offenlegung, Verbreitung, Zurverfügungstellung, Übertragung oder anderweitige mündliche, schriftliche, elektronische oder sonstige Übermittlung der persönlichen Daten eines Verbrauchers durch [ein] Unternehmen an ein anderes Unternehmen oder einen Dritten im Austausch für Geld oder andere wertvolle Gegenleistungen“. Und hier liegt der Knackpunkt. Nach dem CCPA stellt Mozillas Geschäftsmodell für Firefox, welches seit mittlerweile 20 Jahren existiert und allgemein bekannt ist, einen Verkauf von Daten dar.

Selbstverständlich muss Mozilla gewisse Daten erheben und mit seinen kommerziellen Partnern teilen, um dafür Geld zu erhalten, welches die Entwicklung von Firefox finanziert. Da geht es zum Beispiel um Themen wie gesponserte Inhalte auf der Firefox-Startseite oder Vorschläge in der Adressleiste. Diese Dinge werden aber alle in der Datenschutzerklärung von Firefox behandelt und sind keine Neuigkeit. Außerdem achtet Mozilla darauf, dass die Daten, die weitergegeben werden, „von potenziell identifizierenden Informationen befreit sind, nur in aggregierter Form weitergegeben werden oder unsere datenschutzfreundlichen Technologien (wie OHTTP) durchlaufen haben“.

Auch andere US-Staaten wie Virgina und Colorado hätten ähnliche Datenschutzgesetze wie den CCPA – was Mozilla ausdrücklich begrüßt. Aber die unterschiedlichen Interpretationen der „Do-not-sell-Anforderungen lassen viele Unternehmen im Unklaren über ihre genauen Verpflichtungen und darüber, ob sie als Datenverkäufer angesehen werden oder nicht“, so Mozilla.

Die andere große Irritation entstand durch die neuen Nutzungsbedingungen, welche Mozilla gewisse Rechte zur Nutzung von Daten einräumt. Diese hat Mozilla in Reaktion auf die vielen Missverständnisse mittlerweile überarbeitet. Auch hier handelt es sich in Wahrheit lediglich um juristisch sichere Texte, welche Mozilla die Grundlage dafür geben, im Sinne des Anwenders zu agieren. So hat Mozilla diesbezüglich klargestellt, dass sie eine Lizenz brauchen, „damit wir einige der grundlegenden Funktionen von Firefox ermöglichen können. Ohne sie könnten wir zum Beispiel die in Firefox eingegebenen Informationen nicht verwenden. Sie gibt uns NICHT das Eigentum an Ihren Daten oder das Recht, sie für etwas anderes zu verwenden als das, was in den Datenschutzhinweisen beschrieben ist.“

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass wieder einmal viel Aufregung um gar nichts betrieben wurde. Mozilla hat Anpassungen seiner Bestimmungen aus rechtlicher Vorsicht vorgenommen. Für Nutzer von Firefox hat sich nicht das Geringste verändert. Viel mehr legt dieses Thema einmal mehr offen, wie „geil“ viele Menschen einfach nur nach großen Skandalen sind und nicht davor zurückschrecken, selbst den Namen von Organisationen wie Mozilla in den Schmutz zu ziehen, die sich wie kein anderer Browserhersteller für den Datenschutz der Nutzer einsetzen, indem ohne jeden Beweis das komplette Gegenteil unterstellt wird.

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Was ist los bei Firefox?

28. Februar 2025 um 22:17

Mozilla hat gestern eine Ankündigung für den Firefox gemacht: Sie führen dort Nutzungsbedingungen ein. Ein Open-Source-Browser, der bislang ganz gut ohne damit auskam, setzt jetzt auf das, was sonst eher in den AGB-Friedhöfen großer Plattformen vor sich hin verstaubt. Grundsätzlich lässt sich das noch mit einem wohlwollenden Achselzucken abtun: Natürlich braucht Mozilla sicherlich eine rechtliche Grundlage für all die interaktiven Dienste, die der moderne Browser so mit sich bringt. Soweit, so juristisch.

Aber das Timing? Es hätte suboptimaler nicht sein können. Fast zeitlich wurden nämlich jene Passagen von der Webseite entfernt, die bisher versprachen, die Nutzerdaten nicht zu verkaufen. Von der Community gab es daraufhin überwiegende kritische Reaktionen wie hier, hier, hier oder hier. Auch einer der zwischenzeitlich ausgeschiednenen Gründer von Mozilla sieht das Verhalten skeptisch.

Besonders kritisch wird dieser Absatz hervorgehoben:

When you upload or input information through Firefox, you hereby grant us a nonexclusive, royalty-free, worldwide license to use that information to help you navigate, experience, and interact with online content as you indicate with your use of Firefox.

Es stellt sich die Frage, warum ein Webbrowser überhaupt Nutzungsbedingungen braucht, wenn man als Nutzer doch schon den bestehenden Lizenzbedingungen zustimmen muss. In der Abfolge der Ereignisse der letzten Jahre lässt sich aber ein Trend erkennen, dass Mozilla sich von der Nutzerschaft in meinen Augen immer weiter entfernt.

Ein Blick in die Zahlen

Schauen wir uns hierzu einmal die Zahlen und Fakten an, um einen Überblick zu bekommen.

  • Der Marktanteil von Mozilla Firefox betrug nach Statcounter global im Jahr 2024 2,54%, während Chrome 67,08%, Safari 17,95% und Edge 5,2% ausmachen.
  • In Deutschland sieht das alles etwas anders aus: Historisch ist der Firefox hier sehr beliebt und kommt 2024 auf stolze 9,91% hinter Safari mit 20,4% und Chrome mit 51,83%.
  • Entwickelt und vertrieben wird der Firefox von der Mozilla Foundation sowie der Tochtergesellschaft Mozilla Corporation. Nach dem Finanzbericht 2023 der Foundation stammen gut 75% der Einnahmen aus sog. Royalities, die auch die Suchmaschinenpartnerschaften wie bei den berühmten Google-Deal umfassen. Für die Softwareentwicklung wurden 260 Mio. US-Dollar ausgegeben.

Firefox hat eine entscheidende Rolle für das Internetökosystem. Je mehr Googles eigene Browserplattform Chromium verbreitet ist, desto eher sind Internetstandards in Gefahr, da ohne Konkurrenz eine Spezifikation eines Standards überflüssig ist. Chromium wäre dann die Definition des Browserstandards. Google als potentiell eingestufter Monopolist wiederum kann mit der Finanzierung von Mozilla nachweisen, dass sie auch andere Browser unterstützen und gleichzeitig seinen eigenen Suchmaschinenstand manifestieren.

In genau diese Finanzierung kamen aber die letzten Jahre immer weitere Risse, nicht zuletzt durch die Kartellurteile gegen Google. Mozilla versucht schon seit Jahren, sich auf eigene Beine zu stellen, um nicht auf Google angewiesen zu sein. Umgesetzt wird dies durch Abonnements rund um den Browser, die ein stetiges Einkommen generieren sollen. Die Zahlen zeigen aber, dass die Einkünfte mit knapp 65 Mio. US-Dollar im Jahr 2023 gerade mal 10% der Gesamteinnahmen ausmachen und geradezu winzig gegenüber den ziemlich genau 4x höheren Entwicklungskosten aussehen.

Aber es ist doch alles Open Source?

Mozilla hat in den letzten Jahren darüber hinaus sein Engagement im Bereich künstlicher Intelligenz erhöht. Auch das mag die Sorge nähren, dass die zukünftig großzügig eingeräumten Berechtigungen dafür sorgen könnten, dass übertragene Daten für das eigene Training von Modellen oder den Verkauf von Trainingsdaten dienen könnten, um neue Finanzquellen zu erschließen. Ob die Sorgen berechtigt sind, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.

An dieser Stelle mag man sich zwei Fragen stellen:

  1. Warum ist die Entwicklung eines Browsers so unfassbar teuer?
  2. Wie kann ein Open-Source-Browser so weit auf den kommerziellen Pfad rücken?

Ja, es überrascht, aber Browser und ihre Engines, also die Komponenten, die die Inhalte grafisch darstellbar machen, sind unfassbar komplexe Softwareprojekte geworden. Es ist heutzutage mitunter einfacher, ein einfaches Betriebssystem zu entwickeln als einen Webbrowser, der alle verschiedenen HTML- und CSS-Standards in allen Kompatibilitätsstufen beherrscht, eine Laufzeitumgebung für JavaScript besitzt und das auch performant umsetzt.

Lustigerweise war es gerade die Veröffentlichung von V8 im Google Chrome, die Anfang der 2010er-Jahre eine Wettbewerbssituation ausgelöst hat, JavaScript performant zu interpretieren, bis es auf einmal sogar im Backend eingesetzt werden konnte. Firefox wurde in der Zeit mit Vorhaben wie TraceMonkey deutlich performanter und konnte darüber hinaus viele Speicherlecks lösen.

Das ist auch der Grund, warum es so schwierig ist, einen Browser zu forken: Für die gesamte Codebase ist man auf einmal selber zuständig. Man muss sich also nicht nur darin einarbeiten, sondern gleichzeitig auf mehreren Fronten für die Sicherheit und Standardkonformität kämpfen, weil ein Browser so viele Technologien in sich vereint.

Ein Browser besteht somit aus einer einfach austauschbaren Oberfläche sowie einer Engine, die die Inhalte verarbeitet und zu einer grafisch darstellbaren Webseite verwandelt. Im Falle von Firefox war es bisher Gecko (neuerdings wohl auch Quantum genannt) und bei Google Chrome ist es Chromium. Anpassungen und Forks von Chromium wie Microsoft Edge oder Brave, die die Oberfläche anpassen, haben einen deutlich einfacheren Job als ein Projekt wie Firefox, das eine komplette Engine entwickeln muss. Aber genau diese Vielfalt an Engines schafft einen gesunden Wettbewerb.

Dieses Know-how wird auf einmal zum Asset und kann monetarisiert werden. Denn während die Open-Source-Engine lokal arbeitet, kann die Oberfläche immer mehr mit den eigenen Diensten verwoben werden – die wiederum eine Nutzungsbedingung erfordern. Diesen Weg ist Android sehr erfolgreich mit den Google-Diensten gegangen. Eine übliche Android-App greift einerseits auf Bibliotheken aus dem Android-Kern als auf Google-Mehrwertdienste zurück und kann somit nicht ohne die Google Play Store Services ausgeführt werden, die zum Vertrieb von den Smartphoneherstellern eine umfangreiche und strikte Zertifizierung abfordern. Schließt man diese Services ersatzlos aus, wird es mittlerweile überraschend ruhig bei Android.

Der Browser als Politikum

Der Browser als das Tor in das Internet ist mittlerweile auch in das politische Visier geraten. Zuletzt wurden in den EU-Rechtsakten rund um "eIDAS 2.0" (Verordnung (EU) 2024/1183) im Artikel 45a Browser in einer kritischen Komponente reguliert. Die EU fordert dort ein, dass Browser sich staatlichen Zertifizierungsstellen beugen müssen und diese nicht ausschließen dürfen. Zertifizierungsstellen (CAs) bestätigen die Identität von Webservern und können im schlimmsten Fall genutzt werden, um sich fälschlich als eine fremde Seite auszuweisen und sich so in die Verbindungen einzuklinken. Bisher wird die Liste zulässiger CAs in einer selbstverwalteten Branchenvereinigung namens CA/Browser-Forum gelöst, nun erzwingen sich Staaten einen Zugang.

Die Browserhersteller sind somit in ihrer Wahl der Sicherheitsfunktionen regulatorisch eingeschränkt. Erst nach öffentlichem Druck u.a. von Mozilla kam die EU leicht entgegen und erlaubt jetzt den temporären Ausschluss von Zertifizierungsstellen, wenn es begründete Sicherheitsbedenken gibt.

Auch in dieser Hinsicht steigen die Markteintrittsbarrieren neuer Webbrowser, wenn sie zusätzlich neben der Entwicklung noch juristische Fragen beantworten müssen.

Quo vadis?

Ich bin seit über 15 Jahren überwiegend treuer Firefox-Nutzer und schätze auch neuere Funktionalitäten wie den eingebauten PDF-Reader PDF.js. Der Einbindung der Online-Dienste zum scheinbaren Selbstzweck, insbesondere auch mit "KI-Funktionen", stehe ich aber kritisch gegenüber – und teile meine Meinung in der Frage mit vielen Nutzern.

Gleichzeitig muss man aber auch wissen, dass es nahezu unmöglich ist, ein hochkomplexes Softwareprojekt in der Entwicklung zu finanzieren, wenn es nicht gerade eine kommerzielle Verwertung genießt. Zwei bekannte Ausnahmen von dieser Regel sind:

  • der Linux-Kernel, der als Infrastrukturtechnologie durch die Komponentenhersteller, Softwareunternehmen und Cloud-Anbieter finanziert wird, sowie
  • das Firefox-Projekt, das im Wesentlichen vom Google-Deal lebt.

Hier haben also kommerzielle Unternehmen einen Vorteil vom Projekt und können das Geld umlegen und als "Abfallprodukt" ein Produkt für die Allgemeinheit schaffen.

Wenn Firefox allerdings finanziell neu organisiert werden muss, gibt es drei Optionen:

  • entweder muss das Projekt die Infrastrukturtechnologie auf irgendeine Weise kommerzialisieren oder
  • es findet sich ein Industriekonsortium, das einen solchen Vorteil aus der Existenz von Firefox zieht, dass es die Kosten schultert oder
  • Fonds und Förderprojekte wie der OTF in den USA oder STF in Deutschland finanzieren das Projekt strategisch aus der öffentlichen Hand.

Entscheidend ist, dass die Wettbewerbssituation und die Datenhoheit von Webbrowsern nicht nur taktisch, sondern strategisch für das Fortkommen identifiziert werden.

Firefox: Unterstützung für veraltete Betriebssysteme bis September 2025 verlängert

19. Februar 2025 um 20:35

Mozilla hat die Unterstützung von Firefox für die veralteten Betriebssysteme Windows 7, Windows 8, macOS 10.12, macOS 10.13 sowie macOS 10.14 offiziell um weitere sechs Monate bis September 2025 verlängert.

Im September 2024 hatte Mozilla die Verlängerung der Unterstützung von Firefox ESR 115 für die veralteten Betriebssysteme Windows 7, Windows 8, macOS 10.12, macOS 10.13 sowie macOS 10.14 bis März 2025 angekündigt. Firefox 116 und höher kann auf diesen Betriebssystemen nicht genutzt werden. Wie Mozilla nun mitgeteilt hat, wird die Unterstützung von Firefox ESR 115 noch einmal verlängert.

Demnach erhalten Nutzer dieser Betriebssysteme Sicherheits-Aktualisierungen für Firefox bis September 2025. Die finale Version wäre damit Firefox ESR 115.27. Ob es darüber hinaus eine weitere Verlängerung geben wird, wird kurz vor Erreichen des geplanten Support-Endes bekannt gegeben werden.

Nach aktuellem Stand nutzen noch 9,1 Prozent der Firefox-Nutzer Windows 7 oder Windows 8, verglichen mit knapp 10,5 Prozent, die es zum Zeitpunkt der letzten Support-Verlängerung waren. Ein Jahr zuvor waren es noch 13,7 Prozent, im Jahr zuvor noch 19,1 Prozent. Microsoft selbst hatte die Unterstützung bereits im Januar 2020 eingestellt. Firefox-Konkurrent Google Chrome bietet seit Februar 2023 keine Updates mehr für diese Betriebssysteme an.

Tipp: Release-Termine von Firefox im Jahr 2025

Für Nutzer des E-Mail-Programms Thunderbird hat diese Entscheidung keine Auswirkungen. Thunderbird hat die Unterstützung für Windows 7, Windows 8, macOS 10.12, macOS 10.13 und macOS 10.14 bereits eingestellt.

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Mozilla veröffentlicht Sicherheits-Update Firefox 135.0.1

18. Februar 2025 um 18:03

Mozilla hat Firefox 135.0.1 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion. Auch eine Sicherheitslücke wurde behoben.

Download Mozilla Firefox 135.0.1

Mit Firefox 135.0.1 behebt Mozilla das Problem, dass geschlossene Fenster und Tabs über das Chronik-Menü nicht wiederhergestellt werden konnten, nachdem Firefox von einer älteren Version aktualisiert worden ist.

Für Nutzer, welche eine OpenSearch-Suche installiert haben, deren Icon übermäßig groß ist, hatten die Suchmaschinen-Funktion und manche Kontextmenüs nicht mehr korrekt funktioniert.

Mehrere Webkompatibilitätsprobleme wurden behoben. So konnte es zu einem fehlerhaften Verhalten in Zusammenhang mit mousemove-Events sowie zu einem Scrollen zur falschen Stelle bei Verwendung von Anker-Links unter bestimmten Umständen kommen.

Eine potenzielle Absturzursache wurde behoben sowie ein Problem, welches verursachen konnte, dass die Mozilla-Entwickler in den Absturzberichten nicht alle relevanten Informationen erhalten hatten.

Für die schrittweise Ausrollung des Wetter-Features auf der Firefox-Startseite wurde eine Korrektur vorgenommen und Telemetrie-Erhebungen in Zusamenhang mit Anpassungen des Konto-Menüs sowie der Integration von Firefox Relay ergänzt, für welche experimentelle Auslieferungen geplant sind.

Außerdem wurde eine Sicherheitslücke geschlossen.

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Mozilla veröffentlicht Firefox 135

04. Februar 2025 um 22:22

Mozilla hat Firefox 135 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Neues Layout für die Firefox-Startseite

Für Nutzer in den USA und Kanada wurde mit Firefox 134 ein angepasstes Layout für die Startseite ausgerollt, welches bis zu vier statt drei Content-Empfehlungen pro Zeile erlaubt und die Positionierung von Logo (und Wetter-Widget in Ländern, in denen dieses Feature bereits ausgerollt wird) so anpasst, dass die Suchleiste, Verknüpfungen und Content-Empfehlungen weiter oben erscheinen. Ab Firefox 135 erfolgt eine Ausrollung in allen anderen Ländern, welche Pocket-Empfehlungen unterstützen.

Firefox 135

Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen für alle Nutzer ausgerollt werden.

Verbesserungen der Übersetzungsfunktion

Firefox besitzt eine Übersetzungsfunktion für Websites, welche im Gegensatz zu Cloud-Übersetzern wie Google Translate lokal arbeitet, die eingegebenen Texte also nicht an einen fremden Server sendet. Mit dem heutigen Tag folgt die Unterstützung von Übersetzungen aus dem Chinesischen, Japanischen sowie Koreanischen. Ebenfalls neu: Übersetzungen ins Russische.

Grundsätzlich ist die Unterstützung neuer Sprachen nicht an Firefox-Versionen gebunden, womit diese Sprachen auch in älteren Firefox-Versionen zur Verfügung stehen. Allerdings gab es in Firefox 135 Anpassungen, welche die Qualität für die Übersetzungen aus den asiatischen Sprachen verbessern.

Außerdem wurden allgemeine Verbesserungen an der Übersetzungsfunktion vorgenommen, von denen auch andere Sprachen profitieren und welche die Wahrscheinlichkeit verringern, dass unter bestimmten Umständen neue Wörter erfunden werden.

Speicherung von Kreditkarten-Daten

Firefox unterstützt die Speicherung von Kreditkarten-Daten, sodass Nutzer diese in Online-Shops nicht jedes Mal manuell eingeben müssen. Bislang war diese Funktion für Nutzer in Deutschland, Österreich, den USA, Kanada, Frankreich, Italien, Spanien, Belgien, Polen sowie dem Vereinigten Königreich aktiviert. Beginnend mit Firefox 135 startet eine weltweite Ausrollung dieses Features.

Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen für alle Nutzer ausgerollt werden.

KI-Chatbots

Firefox 135 integriert mehrere KI-Chatbots. Dabei stehen Google Gemini, ChatGPT, HuggingChat, Anthropic Claude sowie Le Chat Mistral zur Verfügung. Die Chatbots können direkt über die Sidebar genutzt werden.

Über das Kontextmenü oder, falls über eine Option im Abschnitt „Firefox Labs“ der Firefox-Einstellungen aktiviert, eine Schaltfläche nach dem Markieren von Text können auch direkt Funktionen zur Zusammenfassung des markierten Inhalts, zur Vereinfachung der Sprache sowie zu einem Abfragen des Inhalts ausgewählt werden.

Firefox 135

Neu gegenüber früheren Versionen, in denen dieses Feature über eine versteckte Option bereits vorab getestet werden konnte, ist ein vordefinierter Prompt zum Korrekturlesen. Ebenfalls im Vergleich neu ist ein Kommando, um die Chatbot-Sidebar per Tastatur öffnen und schließen zu können (Strg + Alt + X; macOS: Control + X).

Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen für alle Nutzer ausgerollt werden.

Verbesserung der Zurück-Navigation

Es wurden Schutzmechanismen implementiert, die verhindern, dass Websites die Verlaufs-API missbrauchen, indem sie die Verlaufseinträge überladen und damit die Navigation mit den Schaltflächen „Zurück“ und „Vorwärts“ erschweren. Firefox versucht nun, solche Einträge auszulassen.

Kleinere Installationsarchive für Linux

Mozilla hat seine Linux-Pakete von .tar.bz2 auf .tar.xz und damit auf eine LZMA-Kompression umgestellt. Dies resultiert in 25 Prozent kleineren Installationsarchiven sowie einer mehr als doppelt so schnellen Dekompressionszeit.

Sonstige Endnutzer-Neuerungen in Firefox 135

Für Nutzer von Apple macOS und Linux bietet Firefox beim Betätigen des Tastatur-Kommandos zum Beenden des Browsers die zusätzliche Option an, nur den aktuellen Tab zu schließen.

Firefox 135

Die sichtbare Datenschutz-Einstellung für „Do not Track“ (DNT) wurde entfernt, da dieser Standard als gescheitert gilt und nicht mehr empfohlen wird. Der indirekte Nachfolger ist die „Global Privacy Control“ (GPC), für welche Firefox bereits eine eigene Einstellung besitzt („Websites anweisen, meine Daten nicht zu verkaufen oder weiterzugeben“).

Der Kontextmenü-Eintrag „Link ohne Website-Tracking kopieren“ wurde in „Saubere Link-Adresse kopieren“ umbenannt. Außerdem werden jetzt weitere Parameter von Facebook-Links entfernt und die Funktion steht auch für ausgeschriebene Links nach Markierung zur Verfügung.

Für Nutzer der neuen Seitenleiste, welche aktuell an einen kleinen Prozentsatz der Nutzer ausgerollt ist (oder manuell über die Option sidebar.revamp in about:config aktiviert werden kann), wurde ein Tastaturkommando implementiert, um diese ein- und auszufahren (Strg + Alt + Z; macOS: Control + Z). Außerdem wurde das Verhalten der Tastaturkommandos zum Ein- und Ausklappen der Sidebars für die Lesezeichen und Chronik im Zusammenspiel mit der neuen Seitenleiste verbessert.

Im Konto-Menü, welches auch Mozilla Monitor, Firefox Relay sowie das Mozilla VPN bewirbt, wird nach Anmeldung in das Mozilla-Konto jetzt zwischen „Meine Dienste“ und „Probieren Sie andere Schutzwerkzeuge von Mozilla aus“ getrennt, sofern der Nutzer auch Anwender von Firefox Relay ist.

Firefox 135

Mit accessibility.typeaheadfind.wrappedSoundURL wurde eine neue Option in about:config hinzugefügt, um einen Sound abzuspielen, wenn das Ende einer Suche erreicht wurde.

Auf macOS 15 und höher werden seit Firefox 132 die neuen Auswahlfunktionen des Apple-Betriebssystems für die Bildschirm- und Fensterfreigabe unterstützt. Firefox 135 bringt die Unterstützung auch auf macOS 14.

Auf Linux unterstützt Firefox jetzt sogenanntes Native Messaging zur Kommunikation zwischen WebExtensions und auf dem System installierten Anwendungen auch, wenn Firefox als Snap-Paket installiert ist. Voraussetzung hierfür ist das XDG Desktop Portal in Version 1.19 oder höher (wobei Ubuntu die Unterstützung bereits vorab in Version 22.04 inkludiert hat) sowie die about:config-Option widget.use-xdg-desktop-portal.native-messaging in Firefox mit einem Wert von 1 oder 2.

Das Netzwerkanalyse-Panel der Entwicklerwerkzeuge zeigt jetzt auch Anfragen für data:-URIs sowie lokale Ressourcen, die über das file:-Protokoll eingebunden sind, an.

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Auch in Firefox 135 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 135 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Firefox erzwingt nun die sogenannte „Certificate Transparency“ und verlangt von Webservern einen ausreichenden Nachweis, dass ihre Zertifikate öffentlich bekannt gegeben wurden, bevor sie als vertrauenswürdig eingestuft werden. Dies betrifft nur Server, welche Zertifikate verwenden, die von einer Zertifizierungsstelle in Mozillas Stammzertifikats-Programm ausgestellt wurden.

Darüber hinaus wird der CRLite-Mechanismus zur Überprüfung des Widerrufs von Zertifikaten eingeführt, wodurch die Leistung dieser Überprüfungen erheblich verbessert wird.

Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen für alle Nutzer ausgerollt werden.

Verbesserungen der Webplattform

Verbesserungen der Webplattform lassen sich wie immer in den MDN Web Docs nachlesen.

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Mozilla stellt Erweiterungs-Schnittstelle für Lokale KI in Firefox vor

23. Januar 2025 um 21:40

Mozilla hat eine neue Erweiterungs-Schnittstelle vorgestellt, welche Entwickler von Firefox-Erweiterungen nutzen können, um Anwendungsfälle für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz lokal auszuführen.

Nutzer einer Nightly-Version von Firefox können ab sofort eine neue experimentelle Erweiterungs-Schnittstelle nutzen. Diese hat Mozilla auf seinem Blog vorgestellt.

Die Schnittstelle erlaubt die Nutzung jedes maschinellen Lernmodells, welches mit Transformers.js kompatibel ist, im Browser auszuführen, ohne dass dabei Anfragen an externe Server gesendet werden. Lediglich das verwendete Modell muss bei der ersten Nutzung heruntergeladen werden, ansonsten geschieht die Arbeit vollständig lokal.

Zwar können Webanwendungen bereits Transformers.js in JavaScript nutzen. Die Ausführung über Mozillas Erweiterungsschnittstelle bietet aber mehrere Vorteile: So wird die Inferenz-Runtime in einem eigenen isolierten Firefox-Prozess ausgeführt, was die Sicherheit und Robustheit verbessert. Die Modell-Dateien werden in einer IndexedDB gespeichert und über verschiedene Ursprünge hinweg gemeinsam genutzt. Außerdem erlauben Firefox-spezifische Leistungsverbesserungen eine verbesserte Performance.

Transformers.js verwendet „Aufgaben“, um Implementierungsdetails für die Ausführung bestimmter Arten von ML-Workloads zu abstrahieren. Für die erste Iteration stellt Firefox die folgenden Aufgaben zur Verfügung:

  • text-classification – Zuweisung eines Labels oder einer Klasse zu einem gegebenen Text
  • token-classification – Zuweisung eines Labels zu jedem Token in einem Text
  • question-answering – Abrufen der Antwort auf eine Frage aus einem gegebenen Text
  • fill-mask – Maskierung einiger Wörter in einem Satz und Vorhersage, welche Wörter diese Masken ersetzen sollen
  • summarization – Erstellung einer kürzeren Version eines Dokuments unter Beibehaltung der wichtigen Informationen.
  • translation – Konvertierung von Text von einer Sprache in eine andere
  • text2text-generation – Konvertierung einer Textfolge in eine andere Textfolge
  • text-generation – Erzeugen von neuem Text durch Vorhersage des nächsten Wortes in einer Sequenz
  • zero-shot-classification – Klassifizierung von Text in Klassen, die während des Trainings nicht gesehen werden
  • image-to-text – Ausgabe von Text aus einem gegebenen Bild
  • image-classification – Zuweisung eines Labels oder einer Klasse für ein ganzes Bild
  • image-segmentation – Unterteilung eines Bildes in Segmente, in denen jedes Pixel einem Objekt zugeordnet ist
  • zero-shot-image-classification – Klassifizierung von Bildern in Klassen, die beim Training nicht gesehen werden
  • object-detection – Identifizierung von Objekten bestimmter definierter Klassen in einem Bild
  • zero-shot-object-detection – Identifizierung von Objekten von Klassen, die beim Training nicht gesehen werden
  • document-question-answering – Beantwortung von Fragen zu Dokumentenbildern
  • image-to-image – Umwandlung eines Quellbildes, damit es den Merkmalen eines Zielbildes oder eines Zielbildbereichs entspricht
  • depth-estimation – Vorhersage der Tiefe von Objekten in einem Bild
  • feature-extraction – Umwandlung von Rohdaten in numerische Merkmale, die verarbeitet werden können, wobei die Informationen im Originaldatensatz erhalten bleiben
  • image-feature-extraction – Umwandlung von Rohdaten in numerische Merkmale, die unter Beibehaltung der Informationen im Originalbild verarbeitet werden können
  • text-to-speech – Umwandlung von Text in Sprache

Für jede Aufgabe hat Mozilla ein Standard-Modell ausgewählt. Der Erweiterungs-Entwickler kann aber auf jedes Modell zurückgreifen, welches auf Hugging Face entweder von Mozilla oder Xenova veröffentlicht worden ist. Derzeit können nur Modelle dieser zwei Organisationen genutzt werden. Dass diese Einschränkung gelockert wird, ist für die Zukunft denkbar.

So einfach könnte beispielsweise Code zur Zusammenfassung von Text mit dem entsprechenden Standard-Modell aussehen:

async function summarize (text) {
  await browser.trial.ml.createEngine({ taskName: 'summarization' });
  const result = await browser.trial.ml.runEngine({ args: [text] });
  return result[0]['summary_text'];
}

Im Vergleich mit anderen WebExtension-Schnittstellen gibt es zwei wichtige Unterschiede: Zum einen kann die notwendige Berechtigung erst nach der Installation einer Erweiterung durch den Benutzer erteilt werden. Außerdem werden Änderungen der Schnittstelle in der Zukunt erwartet. Aus diesem Grund nutzt die Schnittstelle den browser.trial-Namespace, statt die Funktionen direkt in browser bereitzustellen. Damit wird die Erwartungshaltung entsprechend gesetzt, dass es sich hierbei um eine Art „Vorschau“ handelt und in Zukunft eher Anpassungen der Erweiterungen notwendig werden, als es bei WebExtensions normalerweise üblich ist.

Die KI-unterstützte Generierung eines Beschreibungstextes für Bilder in PDF-Dateien ist ein in Firefox von Haus aus integriertes Feature, welches unter der Haube aber auf genau die gleiche Weise funktioniert. Mozilla hat diesen Anwendungsfall zusätzlich auch noch in Form einer Erweiterung implementiert, um Entwicklern ein praktisches Beispiel zu geben, welches auch andere relevante Themen wie die Abfrage der Berechtigung behandelt.

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Mozilla veröffentlicht Firefox 134.0.2

21. Januar 2025 um 18:06

Mozilla hat Firefox 134.0.2 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 134.0.2

Mit Firefox 134.0.2 behebt Mozilla das Problem, dass Links auf lokale Dateien in HTML-Framesets nicht mehr funktionierten.

Für Nutzer von Firefox in manchen Sprachen erschien der Absturzmelder nach einem Firefox-Absturz nicht.

Ein Problem in den Entwicklerwerkzeugen wurde behoben, welches das erneute Senden von Netzwerkanfragen beim Debuggen von Erweiterungen verhinderte.

Außerdem wurden noch ein Problem in Zusammenhang mit Service Workers sowie eine mögliche Absturzursache behoben.

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Mozilla veröffentlicht Firefox 134.0.1

14. Januar 2025 um 20:14

Mozilla hat Firefox 134.0.1 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 134.0.1

Mit Firefox 134.0.1 behebt Mozilla einen sogenannten Speicher-Leak, der sich zuletzt für einige Nutzer vor allem auf Google-Diensten wie YouTube und Google Docs in Form von Performance-Problemen bemerkbar machte.

Eine mögliche Absturzursache wurde behoben, welche für manche Nutzer nach dem letzten Firefox-Update den Start des Browsers verhindern konnte.

Außerdem wurde ein Problem behoben, welches für Nutzer, die das gleiche Profil mit unterschiedlichen Firefox-Versionen nutzen (was keine offiziell unterstützte Konfiguration ist), verursachen konnte, dass Suchmaschinen und Kontextmenüs nicht mehr korrekt funktionierten.

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Mozilla veröffentlicht Firefox 134

07. Januar 2025 um 22:04

Mozilla hat Firefox 134 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Endnutzer-Neuerungen von Firefox 134

Für Nutzer in den USA und Kanada wird schrittweise ein angepasstes Layout für die Startseite ausgerollt, welches bis zu vier statt drei Content-Empfehlungen pro Zeile erlaubt und die Positionierung von Logo und Wetter-Widget so anpasst, dass die Suchleiste, Verknüpfungen und Content-Empfehlungen weiter oben erscheinen.

Firefox View sowie die Sidebar für synchronisierte Tabs zeigen nicht mehr nur maximal 50 Tabs von anderen Geräten an, sondern bis zu 5.000.

Firefox folgt nun stärker der HTML-Spezifikation, was die vorübergehende Benutzeraktivierung betrifft. Durch diese Änderung wird die Blockierung von Popups in Fällen, in denen frühere Firefox-Versionen zu aggressiv waren, weniger streng gehandhabt, wodurch fehlerhafte Blockierungsaufforderungen reduziert werden.

Unter Linux werden jetzt Touchpad-Haltegesten unterstützt. Das bedeutet, dass der kinetische Bildlauf unterbrochen werden kann, indem zwei Finger auf das Touchpad gelegt werden.

Bei Verwendung eines Convertible-Gerätes mit Windows 11 passt Firefox automatisch die Oberflächengröße beim Wechsel zwischen Laptop- und Tablet-Modus an, wenn die Touch-Oberfläche für die Tablet-Nutzung aktiviert ist.

Ein Problem mit der Übersetzungsfunktion wurde behoben, welches verursachen konnte, dass manche Inhalte nicht angezeigt worden sind, wenn die automatische Übersetzung aktiviert ist. Außerdem wurde ein Problem der Übersetzungsfunktion in Zusammenhang mit select-Feldern behoben.

Das Erweiterungs-Menü unterstützt die Anzeige von Warnmeldungen für „Soft Blocks“, also Erweiterungen, welche von Mozilla zum Beispiel aus Gründen der Stabilität aus der Ferne deaktiviert worden sind, aber vom Nutzer wieder aktiviert werden können.

Mit browser.tabs.insertAfterCurrentExceptPinned wird eine neue Option in about:config bereitgestellt, um zu beeinflussen, wo Links, die aus angepinnten Tabs heraus geöffnet werden, angezeigt werden. Standardmäßig öffnen diese am Anfang der Tableiste. Nach Setzen des Schalters auf true öffnen diese am Ende der Tableiste.

Die Leseansicht respektiert jetzt die in den Schriftarten-Einstellungen hinterlegten Schriften für Serif, Sans Serif und Feste Breite.

Die Performance der Quelltext-Ansicht wurde verbessert.

Das Problem auf macOS Sonoma und höher wurde behoben, dass neben dem Öffnen des Emoji-Wählers auch der Buchstabe „e“ in ein Textfeld eingefügt wurde, wenn die Tastenkombination Fn + e gedrückt wurde. Ebenfalls kann der Emoji-Wähler über die Tastenkombination Ctrl + Cmd + Leertaste geöffnet werden. Dabei hatte sich dieser, ebenfalls seit macOS Sonoma, sofort wieder geschlossen. Auch das Problem wurde behoben.

Für den Zugriff auf lokale Adressen ist seit macOS Sequoia eine neue Berechtigung auf Systemebene erforderlich. Die in diesem Fall von Firefox gezeigte Fehlerseite zeigt jetzt einen entsprechenden Hinweis an.

Ebenfalls macOS betrifft eine Änderung bei der Schriftglättung, deren Ergebnis nun mehr dem von Safari entsprechen sollte.

Die Unterstützung für das Debuggen von Erweiterungen wurde verbessert, unter anderem durch ein automatisches Nachladen des Quellcodes der Erweiterung im Debugger, wenn die Erweiterung neu geladen wird.

Das Netzwerk-Panel der Entwicklerwerkzeugezeigt Informationen über Early Hints an, einschließlich einer speziellen Anzeige für den 103 HTTP-Statuscode in der Benutzeroberfläche an.

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Auch in Firefox 134 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 134 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Die Content-Sandbox unter Windows wurde um eine weitere Stufe auf Level 8 erhöht.

Verbesserungen der Webplattform

Firefox 134 unterstützt den Video-Codec HEVC. Allerdings bisher nur auf Windows und bei Verwendung eines Gerätes mit Unterstützung für diesen Codec.

Die CSS-Eigenschaften align-self und justify-self sowie die CSS-Shortendeigenschaft place-self werden jetzt für absolut positionierte Elemente unterstützt.

WebRTC-Simulcast von gemeinsam genutztem Video mit dem VP8-Codec wird jetzt unterstützt. Von anderen Videoquellen war dies bereits möglich.

Dies war nur eine kleine Auswahl der Verbesserungen der Webplattform. Eine vollständige Auflistung lassen sich in den MDN Web Docs nachlesen.

Feature-Vorschau

SmartBlock-Platzhalter für Instagram- und TikTok-Content

Durch Setzen von extensions.webcompat.smartblockEmbeds.enabled auf true können auf Websites eingebettete Instagram- sowie TikTok-Inhalte durch einen Platzhalter ersetzt werden. Als weitere Voraussetzung muss hierfür der Schutz vor Aktivitätenverfolgung in den Datenschutz-Einstellungen auf die strenge Stufe geschaltet sein. Erst nach einem Klick auf einen Button wird dann der tatsächliche Inhalt dann geladen. In Zukunft soll diese Funktion auch für weitere Einbettungen zur Verfügung stehen.

SmartBlock Embeds in Firefox 134

Entladen von Tabs

Wird über about:config der Schalter browser.tabs.unloadTabInContextMenu per Doppelklick auf true gesetzt, steht im Kontextmenü der Tabs eine neue Option zur Verfügung, um den jeweiligen Tab zu entladen und damit Ressourcen freizugeben.

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Erhebliche Einschränkungen für Nutzer veralteter Firefox-Versionen ab März 2025

05. Januar 2025 um 22:39

Nutzer veralteter Firefox-Versionen müssen damit rechnen, ab März 2025 keine Add-ons und geschützten Inhalte auf Streaming-Plattformen mehr nutzen zu können.

Am 14. März 2025 verliert ein Stammzertifikat seine Gültigkeit, welches zur Verifizierung signierter Inhalte genutzt wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Browser bis dahin in einer Version genutzt wird, welche das neue Stammzertifikat beinhaltet. Wer nach diesem Datum nicht Firefox 128 oder höher respektive Firefox ESR 115.13 oder höher nutzt, muss mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Betroffen sind Firefox für Windows, macOS, Linux sowie Android. Lediglich Firefox für iOS ist hiervon nicht betroffen, da Mozilla auf iOS von der Apple-Plattform abhängig ist.

Ab dem 14. März 2025 werden für Nutzer älterer Firefox-Versionen keine Erweiterungen mehr ausgeführt. Dies betrifft nicht nur neu installierte Erweiterungen. Bereits installierte Erweiterungen werden automatisch deaktiviert. Ebenfalls kann es auf Streaming-Plattformen in Folge ausbleibender Updates für das DRM-Modul nach diesem Datum jederzeit dazu kommen, dass keine Wiedergabe mehr möglich ist. Auch andere auf Remote-Updates angewiesene Funktionen können nach diesem Datum eingeschränkt sein.

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Übersetzungsfunktion von Firefox Nightly lernt Chinesisch, Japanisch und Koreanisch

03. Januar 2025 um 21:28

Firefox besitzt eine Übersetzungsfunktion für Websites, welche im Gegensatz zu Cloud-Übersetzern wie Google Translate lokal arbeitet, die eingegebenen Texte also nicht an einen fremden Server sendet. Mit der Unterstützung von Chinesisch, Japanisch und Koreanisch wurde jetzt der nächste wichtige Meilenstein erreicht.

Firefox wird seit Version 118 standardmäßig mit einer lokalen Funktion zur maschinellen Übersetzung von Websites für den Browser ausgeliefert. Das bedeutet, dass die Übersetzung vollständig im Browser geschieht und keine zu übersetzenden Inhalte an einen Datenriesen wie Google oder Microsoft übermittelt werden müssen.

Mit der Unterstützung der sogenannten CJK-Sprachen wurde nun ein weiterer Meilenstein erreicht. Die Nightly-Version von Firefox kann jetzt Inhalte aus dem Chinesischen, Japanischen sowie Koreanischen übersetzen.

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