Normale Ansicht

Benchmarks unter Linux: Meteor Lake enttäuscht bei CPU und begeistert bei GPU

21. Dezember 2023 um 06:17

Zumindest bei zahlreichen Benchmarks unter Linux ergibt sich ein klares Bild von Intels neuer CPU-Familie Meteor Lake. Phoronix hat den Core Ultra 7 155H mit AMDs Ryzen 7 7840U in der gleichen 28-Watt-Klasse verglichen. Bei den CPU-Tests ist Intel klarer Verlierer, bei den GPU-Tests liegt Intel aber jetzt vorn.

Avatar unter Linux im Test: Ein Ausflug nach Pandora muss noch warten

12. Dezember 2023 um 06:00

Avatar: Frontiers of Pandora setzt grafisch neue Maßstäbe, aber auch Anforderungen an die Hardware. Wie sich der Titel unter Linux schlägt, untersucht die Redaktion in diesem Test. Die Veröffentlichung über Ubisoft Connect statt Steam macht sich dabei direkt bemerkbar: Das Abenteuer auf Pandora will (noch) nicht rund laufen.

Mistral veröffentlicht freies Sparse-Mixture-of-Experts-LLM

11. Dezember 2023 um 11:22

Das Interessante an den Open-Source-Modellen ist ja, dass sie das umsetzen, was bei den proprietären Modellen gemunkelt wird, aber nicht nachgewiesen werden kann. Mein aktuelles Highlight: Mixture of Experts (MoE).

Im Sommer kamen Behauptungen auf, dass OpenAIs GPT-4 eigentlich aus acht kleineren Modellen besteht, die zusammengeschaltet werden. Dieses Verfahren nennt man auch Ensemble Learning.

Das klassische Beispiel dafür ist Random Forest, wo mehrere Decision Trees parallel zu so einem Ensemble zusammengeschaltet werden. Soll das Ensemble dann eine Klassifikation vornehmen, nimmt jeder Decision Tree mit seinen eigenen Gewichten die Klassifikation vor. Anschließend entscheidet die Mehrheit der Decision Trees im Ensemble, wie das Gesamtmodell nun klassifizieren soll. Analog würde auch eine Regression umgesetzt werden können, als Aggregierungsfunktion kommt dann statt Mehrheitswahl eben sowas wie Mittelwert o. ä. zum Einsatz. Das besondere ist, dass mit Random Forest üblicherweise bessere Vorhersagen erzielt werden können, als mit einem einfachen Decision Tree.

MoE funktioniert in den groben Zügen ähnlich. Es gibt "Experten" (ähnlich wie die Decision Trees bei Random Forest), die dann gewichtet aggregiert werden (Gating). Die Technik ist eigentlich recht alt und viele waren überrascht, dass OpenAI genau so etwas einsetzen soll.

Umso besser, dass Mistral als das europäische LLM-Startup sich der Sache angenommen hat. Anfang des Wochenendes schwirrte schon ein Torrent durchs Netz, heute gibt es dann auch eine offizielle Pressemitteilung zu Mixtral 8x7B. Hierbei handelt es sich um ein "Sparse Mixture of Experts"-Modell (SMoE). Die Gewichte sind wieder offen und unter der Apache 2.0 lizenziert.

Kurz zu den Eckdaten: 32k Token Kontextlänge können verarbeitet werden. Dabei spricht das Modell Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch und Spanisch und wurde auch auf Codegenerierung optimiert. Fine-tuning ist ebenfalls möglich - so wurde bereits eine instruction-following-Variante trainiert.

Im Vergleich zu Llama 2 70B soll es in einer Vielzahl von Benchmarks bessere Ergebnisse abliefern und dabei schneller arbeiten. Die einzelnen Ergebnisse können der Pressemitteilung entnommen werden.

Einen klassischen Downloadlink konnte ich auf die schnelle nicht finden, das Twitter-Profil verweist nur auf die Torrents. Parallel kündigt das Start-up an, einen eigenen Dienst für API-Endpoints anzubieten, sodass ein Deployment auf eigener Infrastruktur nicht mehr zwangsläufig notwendig ist.

Kritischer ext4-Bug (besonders betroffen: Linux 6.1.64)

10. Dezember 2023 um 18:19

Aktuell sollte beim Updaten des Linux-Kernels Vorsicht walten gelassen werden. Bestimmte Kernel-Releases weisen ein Problem mit ext4 auf, das theoretisch im schlimmsten Fall zu einer Datenbeschädigung führen kann.

Es gibt eine Konstellation, in der in einem Release nur der erste ohne den zweiten Commit enthalten ist und somit der Code nicht wie gewünscht arbeitet. Konkret geht es um

  • 91562895f803: "ext4: properly sync file size update after O_SYNC direct IO" (ab v6.7-rc1)
  • 936e114a245b6: "iomap: update ki_pos a little later in iomap_dio_complete" (ab v6.5-rc1)

Jan Karas E-Mail auf der LKML zufolge geht es darum, dass der erste Commit nur dann im Code vorhanden sein darf, wenn der zweite Commit bereits enthalten ist. Eigentlich ist das logisch, weil das ja mit der Reihenfolge dann auch so passt.

Jetzt kommen allerdings noch die Backports und Distributionen ins Spiel. Für den Kontext: da nicht jeder immer auf die neuste Linux-Version aktualisieren kann, gibt es ein Team, was alte Versionen nachpflegt und kleine, unkritische Fixes neuerer Versionen auf die älteren Versionen "rückportiert", also backported. Allerdings kann es nun passieren, dass etwas ganz neues rückportiert wird, ohne, dass eine ältere Voraussetzung rückportiert wurde. Die Fehler, die dann auftreten, nennt man klassicherweise eine Regression. Die einzelnen Codeänderungen sind da nicht an sich das Problem, sondern eher die Konstellation, in der sie zusammengesetzt wurden.

Linux 6.1.64 und 6.1.65 sind betroffen, 6.1.66 enthält den Fix. Debian 12, das auf die Kernels setzt, ist dabei besonders in Aufruhe, da eine problematische Kernel-Version verteilt wird. Aus diesem Grund wurde auch die Veröffentlichung von Debian 12.3 verzögert.

Weitere Informationen

Apple, Android und Linux: Angreifer können per Bluetooth Befehle einschleusen

08. Dezember 2023 um 18:43

Der Einsatz der Bluetooth-Technologie gehört heute für viele Menschen zum Alltag. Ein Softwareingenieur hat darin Schwachstellen entdeckt, durch die sich auf anfälligen Systemen Tastatureingaben einschleusen lassen. Betroffen sind verschiedene Versionen von macOS, iOS und Linux sowie Android-Versionen der letzten elf Jahre.

SSD der Nextcloud ersetzen

08. Dezember 2023 um 17:01

Der Black Friday ist für den Einzelhandel ein willkommenes Datum, um Waren an den Mann bzw. die Frau zu bringen. In dieser Zeit wird Lagerware abverkauft, um Platz für Neues zu schaffen. Der Endverbraucher profitiert meist durch Rabatte und Nachlässe auf interessante Artikel.

Angelockt durch solch ein Angebot, habe ich mir eine externe 2TB-SSD zugelegt, um den Speicher meiner Nextcloud zu erweitern. Im Vorfeld hatte ich mir hierzu schon einige Gedanken gemacht, wie ich die alte 500GB SSD durch das neue und größere Speichermedium ersetze.

Nextcloud auf dem Raspberry Pi mit SanDisk SSD (2 TB)
Raspberry Pi mit SanDisk SSD

Die perfekte Lösung für mich war das Duplizieren der Quelle mit Clonezilla. Hierbei wurden beide Festplatten an den Rechner angeschlossen, Clonezilla gestartet und mit device-device ein Duplikat erstellt. Bei diesem musste dann nur noch die Partition vergrößert werden. Da der Zielfestplatte die selbe UUID vergeben wurde, waren im Anschluss keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

Clonezilla Auswahl device-device
Clonezilla device-device

Blue Screen für Linux: QR-Code und Fehler­meldungen mit systemd v255

07. Dezember 2023 um 08:11

Vor Systemabstürzen ist auch Linux nicht gefeilt. Die sogenannte „Kernel Panic“ trägt für unerfahrenen Nutzer kaum zur Fehlerlösung bei. Für Abhilfe sorgt nun ein „Blue Screen of Death“, kurz BSOD, und zieht als Teil von systemd unter Linux ein – komplettiert um konkrete Fehlermeldungen und QR-Code mit Link zu Hilfeseiten.

Linux-Gaming: Mit welcher Distribution laufen Windows-Games am besten?

01. Dezember 2023 um 11:30

Es gibt Hunderte Linux-Distributionen, aber sinnvoll für den Einstieg sind nur wenige. Wenn es dann auch noch speziell um das Spielen von Windows-Titeln unter Linux gehen soll, engt sich der Kreis noch weiter ein. ComputerBase vergleicht die gängigen (Gaming-)Distributionen Pop!_OS, Nobara Linux sowie Arch Linux im Test.

❌