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Blue Screen für Linux: QR-Code und Fehler­meldungen mit systemd v255

07. Dezember 2023 um 08:11

Vor Systemabstürzen ist auch Linux nicht gefeilt. Die sogenannte „Kernel Panic“ trägt für unerfahrenen Nutzer kaum zur Fehlerlösung bei. Für Abhilfe sorgt nun ein „Blue Screen of Death“, kurz BSOD, und zieht als Teil von systemd unter Linux ein – komplettiert um konkrete Fehlermeldungen und QR-Code mit Link zu Hilfeseiten.

Was Schüler über proprietäre Software schreiben und warum es mich motiviert

06. Dezember 2023 um 23:00

Was Schüler über proprietäre Software schreiben und warum es mich motiviert

Schüler auf der ganzen Welt erfahren mehr über die Geschichte von "Ada & Zangemann - Ein Märchen über Software, Skateboards und Himbeereis": Es ist ermutigend zu sehen und mit zu erleben, wie neue Genartionen sich inspirieren lassen und selbst das programmieren anfangen, noch dazu wenn sie dann Zangemann aufgrund seines Verhaltens anschreiben. Nachfolgend findet ihr eine persönliche Nachricht unseres Präsidenten Matthias Kirschner an unsere Leser.

Die Geschichte von Ada & Zangemann ist derzeit auf Französisch, Englisch, Deutsch und Italienisch im Handel erhältlich.

2023 war ein belebtes Jahr bei der FSFE. Neben unserer allgemeinen Förderung für Softwarefreiheit haben wir EU-Regulatoren geholfen, Freie Software für ihre Arbeit am Cyber Resilience Act, der Product Liability, dem Interoperable Europe und dem AI Act besser zu verstehen. Wir haben im Digital Markets Act weiter das Thema der Geräteneutralität verfolgt, die Umsetzung der Routerfreiheit überwacht und sichergestellt, dass die öffentliche Verwaltung ihre Versprechen zu "Public Money? Public Code!" einhält. Wir unterstützten Freie-Software-Beitragende, indem wir Fragen beantworten und Werkzeuge bereitstellen, um den rechtlichen Verpflichtungen besser nachzukommen.

In diesem Jahr, sowie in den zwei Jahrzehnten davor, gibt es Zeiten, in denen es trotz harter mit unserem Team Rückschläge gibt. Regulierer, die (auch 2023!) noch nicht verstehen, wie Freie Software funktioniert; Unternehmen, die immer wieder versuchen, Softwarefreiheit für ihren eigenen Nutzen zu beschränken, trotz des Schadens, den sie dadurch der Gesellschaft anrichten; oder Menschen in der Freie Software-Gemeinschaft, die gegeneinander arbeiten, anstatt sich auf unsere gemeinsamen Ziele zu konzentrieren.

Das nächste Jahr arbeite ich 20 Jahre für die Free Software Foundation Europe. Am 10. Dezember 2003 habe ich mich in die Diskussions-Mailingliste der FSFE eingetragen; 2004 habe ich als ersten Praktikanten bei der FSFE angefangen; dann habe ich mich ein paar Jahre ehrenamtlich engagiert; und seit 2009 bin ich fest angestellt.

Bei der FSFE habe ich das Privileg, mit vielen Ehrenamtlichen und Kollegen zu arbeiten, die sich gegenseitig motivieren, unsere Arbeit fortzusetzen, auch in Situationen, in denen andere eventuell aufgeben würden. Wir erinnern uns gegenseitig daran, warum wir diese Arbeit machen, und warum es für die Gesellschaft wichtig ist, sie trotz oft harten Widerstandes fortzusetzen.

Eine dieser Erinnerungsmomente, wenn ich E-Mails und Briefe über das Buch "Ada & Zangemann – Ein Märchen über Software, Skateboards und Himbeereis” erhalte: E-Mails von Eltern, die mir von ihrer Tochter erzählten, die nach dem Lesen des Buches zu programmieren anfangen will; süße Postkarten von Kindern, die mit mir ihre Gedanken über das Buch teilen; oder eine E-Mail mit Bildern aus einem Krankenhaus im Nahen Osten, die einige der Bücher bekamen und uns davon berichteten, wie sehr die Kinder das Lesen des Buches genossen haben (wie ein Charakter im Buch, haben viele von ihnen 3D gedruckte Arme oder Beine).

Im Juni erhielten wir Briefe, von Schülern des “English International College” in Marbella (Spanien). Ihre Lehrkraft, Kaye Fogarty, las das Buch zusammen mit ihren 8- und 9-jährigen Schülern und konzentrierte sich auf "den Zugang zum Internet auf globaler Ebene und wie die Ungleichheit des Zugangs in bestimmten Teilen der Welt die Menschen dort in Bezug auf Bildung und Zukunftschancen enorm benachteiligt". Die Schüler teilten dann ihre Gedanken zum Buch durch Briefe an Zangemann, den Antagonisten des Buches. Wir haben die Erlaubnis, diese Briefe mit dir zu teilen und du kannst auch besser verstehen, warum das so ein motivierender Moment für mich war.

Wenn ich all diese Briefe und E-Mails lese, bin ich sicher, dass es viele junge Menschen gibt, denen Softwarefreiheit wichtig ist. Während sich viele in unserer Bewegung seit 40 Jahren hart für Softwarefreiheit einsetzen, bin ich zuversichtlich, dass es neue Generationen, klug und voller Tatendrang gibt, die die Zügel in die Hand nehmen werden und die Technologie nutzen werden, um ihre Zukunft aktiv mitzugestalten. Ich habe das starke Gefühl, dass sie unsere Bewegung für die Herausforderungen, die in den nächsten 40 Jahren auf die Menschheit zukommen, weiterführen und stärken werden.

Lies die Briefe selbst

Vielen Dank für deine Unterstützung!

Matthias Kirschner, President FSFE

PS: Hier die Rückmeldung, die ich von der Schule erhielt: "Ein wunderbar unterhaltsame Lektüre mit einer bestärkenden Botschaft für jüngere Generationen, die unsere Welt und die Art, wie wir darin leben, prägen wird." Kaye Fogarty, The English International College, Marbella

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