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Grub 2.06 unterstützt LUKS2-Verschlüsselung

10. Juni 2021 um 10:32

Ursprünglich sollte die neue Version von Grub schon im letzten Jahr erscheinen, dafür bietet der Bootloader trotz des kleinen Versionssprungs mehrere interessante Neuerungen. Unter anderem schützt Grub 2.06 vor den zwei BootHole-Attacken und versteht sich mit LUKS2 verschlüsselten Partitionen.

Neu ist auch der Support für SBAT und die Xen Security Module (XSM/FLASK). Standardmäßig deaktiviert ist “os-prober”, das die installierten Betriebssysteme erkennt und automatisch passende Menüeinträge generiert.

Darüber hinaus haben die Grub-Entwickler zahlreiche von einzelnen Distributoren vorgenommene Änderungen zurückportiert. Abschließend unterstützt Grub 2.06 die Compiler GCC und Clang/LLVM jeweils in der Version 10. Der Quellcode von Grub 2.06 ist auf seiner Website verfügbar.

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FreeBSD startet in Version 13

14. April 2021 um 11:22

Mit FreeBSD 13.0 haben die Entwickler einen neuen Stable-Zweig gestartet. Die erste Ausgabe bringt viele Updates und Bereinigungen mit.

Das Release-Team von FreeBSD kann in seiner Mitteilung auf Updates von Clang, lld, lldb utilities, compiler-rt, llvm, libunwind, libc++ verweisen. Dagegen wurde die obsolete Version des GNU Debuggers (GDB) entfernt, die bislang unter /usr/libexec installiert war. Künftig können Kernel-Crash-Informationen über die Installation eines frischen GDBs über Ports oder Pakete gesammelt werden, so das Release-Team in der Ankündigung. Auch die Binutils 2.17 und GCC 4.2.1 sind entfernt worden. Mit FreeBSD 13 komme nun für alle Architekturen die LLVM/Clang Toolchain zum Einsatz. Neu ist, dass nun die BSD-Version von Grep genutzt wird. Sie ersetzt die GNU-Version, die entfernt wurde.

Während einige Treiber für ausgediente Hardware entfernt wurden, haben die Entwickler diverse Treiber auf die PowerPC64-Architektur portiert. Bei den Architekturen hat zudem die 64-Bit-ARM-Ausgabe mit FreeBSD 13 den Tier-1-Status erreicht. In die Tier-1-Liste werden nur ausgereifte Architekturen aufgenommen, die volle Produktionsreife in allen FreeBSD-Aspekten aufweisen.

Die Release Notes für FreeBSD 13.0 nennen weitere Details zur neuen Ausgabe.

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LLVM bekommt Support für Motorola 68000

09. März 2021 um 13:46

Die auch als M68k bekannte CPU-Architektur ist weiter für das Retro-Computing beliebt und bekommt nun Unterstützung von LLVM.  

Der Compiler-Baukasten von LLVM sowie der darin gepflegte C-Compiler Clang erhalten offiziell Unterstützung für die CPU-Architektur und Prozessorfamilie Motorola 6800. Den dazugehörigen Code für den Support haben die Beteiligten in den Hauptentwicklungszweig von LLVM eingepflegt.

Unterstützt und hauptsächlich betreut werden die Arbeiten an dem Port auf die inzwischen rund 40 Jahre alte Prozessorarchitektur von einem kleinen Team von Freiwilligen. Wichtigstes Ziel der Arbeiten dabei ist es, die Retro-Computing-Szene mit den Arbeiten an dem Compiler zu unterstützen.

Immerhin wurden die Motorola 68000 zahlreich in Rechnern wie dem Amiga, Atari ST oder auch dem Apple Macintosh verbaut. Diese sind als Bastelrechner nach wie vor sehr beliebt, was den Port laut der Ankündigung im vergangenen Herbst motiviert hat.

Bisher wurde hauptsächlich die GNU Compiler Collection (GCC) als Compiler-Infrastruktur für die Motorola 68000 genutzt. Deren Betreuer wollten die Unterstützung für die alte CPU-Architektur zuvor bereits entfernen, da die Portierung nicht mehr aktiv gepflegt wurde. Doch auch hier intervenierte die Community und setzte die notwendigen Arbeiten an dem Port um, damit auch aktuelle GCC-Versionen Code für die Motorola 68000 kompilieren. Das wird etwa auch für den Debian-Port genutzt.

Mit einer gemeinsamen Anstrengung ist dies nun nach mehreren gescheiteren Versuchen so ähnlich auch für LLVM noch geglückt. Aufbauend auf dem integrierten Code in LLVM entsteht eine Portierung des Rust-Compilers für M68k. Die Nutzung von Rust in einem Python-Paket führte zuletzt zu Problemen mit einigen anderen alten CPU-Architekturen.

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OpenMandriva Lx 4.2 bringt Port zu AArch64

15. Februar 2021 um 10:01

Rund ein Jahr seit der Veröffentlichung der Version 4.1 tritt OpenMandriva Lx 4.2 in Erscheinung. Neu ist unter anderem der nun fertiggestellte Port zur 64-Bit-ARM-Architektur (AArch64).

OpenMandriva rühmt sich, seit dem Jahr 2015 als erste Linux-Distribution zu der Zeit auf die LLVM-Toolchain mit dem Clang-Kompiler zu setzen. An Bord der neuen Ausgabe sind LLVM/Clang 11.0.1. Zudem finden Kernel 5.10.14, KDE Frameworks 5.78, Plasma Desktop 5.20.5, Applications 20.12.2, Qt Framework 5.15.2, Systemd 247, Java 15, Calamares 3.2.35, Binutils 2.36.1 und GCC 10.2. Bei den Anwendungen sind LibreOffice 7.1.0, Krita 4.4.2, Digikam 7.2, SMPlayer 21.1.0, VLC 3.0.12.1 und der Falkon Browser 3.1 im Einsatz.

In den Repositories von OpenMandriva Lx 4.2 finden sich aber auch alternative Desktop-Umgebungen zum Testen, Firefox 85, Chromium 88, Virtualbox 6.1.16, OBS Studio 26.1.2, Gimp 2.10.22 und die Calligra Suite 3.2.1.

Neben dem nun verfügbaren Port auf AArch64 arbeitet das Team auch an einer Portierung zu RISC-V, die aber für diese Version noch nicht in Frage gekommen sei, so die Entwicklerin der Ankündigung. Dort sind auch die Download-Möglichkeiten verlinkt.

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LLVM 11.0 mit Fortran-Frontend

13. Oktober 2020 um 12:06

Die Compiler-Infrastruktur LLVM ist in Version 11.0 erschienen und unterstützt mit dem Flang-Frontend die in den 50er Jahren hippe Programmiersprache Fortran. Clang verbessert die Fehlerrückmeldungen, bringt neue Warnmeldungen und Compiler-Flags.

Flang ist noch in Arbeit und erstmals bei LLVM 11.0 an Bord. Das LLVM-Frontend unterstützt Fortran 2018, OpenMP 4.5 und OpenAAC 3.0. Flang parst und prüft die Korrektheit für eine Untermenge der Fortran-Sprache. Noch ist das Frontend allerdings nicht in der Lage, Fortran mit LLVM IR in eine Art Zwischensprache zu übersetzen, aus der sich dann funktionierende Binaries erzeugen lassen.

Zu den weiteren erwähnenswerten Veränderungen an LLVM 11.0 gehört der Support für Python 3. Wo es möglich ist, bevorzugt das Buildsystem nun Python 3 über Python 2. Letzteres dient noch als Fallback. Weil aber die Python Software Foundation die Version 2 bereits in Rente geschickt hat, empfehlen auch die LLVM-Macher ihren Nutzern einen baldigen Wechsel auf Python 3.

Neue Warnungen

Auch für die Frontends anderer Sprachen bringt LLVM 11.0 Verbesserungen und Änderungen mit. Clangs AST (Abstract Syntax Tree) repräsentiert nun auch kaputten C++-Code. Das bedeutet, die Fehlermeldungen beim Übersetzen fallen verständlicher und ausführlicher aus. Davon profitieren auch Tools wie “clang-tidy” und “clangd”, die Informationen von AST erhalten.

Eine neue Warngruppe heißt “-Wpointer-to-int-cast” und warnt den Programmierer vor C-artigen Pointer-Umwandlungen in Integer-Typen, die zu klein sind, um alle nötigen Werte zu halten. “-Wuninitialized-const-reference” warnt vor nicht-initialisierten Variablen, die der Entwickler als “const reference”-Argumente einer Funktion übergeben will. Neben Warnungen gibt es auch einige neue Compiler-Flags, darunter “-fstack-clash-protection”, das vor Stack-Clash-Angriffen auf die Architekturen x86, s390x und ppc64 schützt.

Setzt der Entwickler keine “-std=”-Option, verwendet Clang neuerdings nicht mehr “gnu11”, sondern “gnu17”. Außerdem unterstützt das Frontend für C und C++ die GNU-C-Erweiterung “asm inline”. Die tut noch nichts, wird aber geparst. Weitere Details zu den Änderungen an Clang gibt es in den Release Notes. Die allgemeinen Release Notes zu LLVM 11.0 erwähnen zudem die Verbesserungen an den verschiedenen Backends und Targets, darunter RISC-V und Webassembly.

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CentOS schließt zu Red Hat Enterprise Linux 8.2 auf

17. Juni 2020 um 11:35

Die Distribution CentOS Linux 8 (2004) basiert jetzt auf dem Quellcode von Red Hat Enterprise Linux 8.2 und erbt somit dessen Neuerungen. Dazu zählen auch neue Versionen der essenziellen Tools für Programmierer. Verfügbar sind jetzt Python 3.8, Maven 3.6, die GCC-Toolchain 9, Clang und LLVM 9.0.1, Rust 1.41 und Go 1.13.

Im Gnome-Desktop wechselt der Workspace-Switcher auf die rechte Bildschirmseite und zeigt einen horizontalen Streifen mit Vorschaubildern. Die Web Console erhielt ein Redesign und einen Timout. Letztgenannter sorgt für ein automatisch Logout, sofern der Nutzer längere Zeit untätig war.

Administratoren dürfen die systemweiten Cryptographie-Policies anpassen. Mit dem Tool Udice erstellen Anwender eigene SELinux-Regeln. Die wiederum analysieren die neuen Werkzeuge “setools-gui” und “setools-console-analyses”.

Verbesserungen gab es auch bei den Containern und der Ressourcenkontrolle über Cgroups. Abschließend behebt CentOS 8 (2004) auch zahlreiche Fehler. Alle Informationen zur neuen Version fassen die Release Notes zusammen.

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Clang 11.0.0 übersetzt SQLite fehlerhaft

04. Juni 2020 um 10:21

Laut einem SQLite-Forumpost verursacht die aktuelle Version 11.0.0 des Clang-Compilers Probleme beim Übersetzen der SQLite-Datenbank. Schuld sei eine falsche Annahme des Compilers.

Entwickler Richard Hipp hat den Fehler im SQLite-Forum gemeldet. Er stieß darauf, als er einen Bugreport von OSS-Fuzz auswertete. Das Open-Source-Tool von Google siedelt sich in der Continuous-Integration-Pipeline an und spürt dort automatisiert Fehler im frisch eingecheckten Quellcode auf.

Nachdem Hipp den gemeldeten Fehler nicht reproduzieren konnte, stellte er das im Bugreport beschriebene Szenario nach. Wie sich herausstellte, übersetzt Clang 11.0.0 eine bestimmte Codekonstruktion falsch. Vereinfacht gesagt nimmt der Compiler an, dass eine bestimmte Funktion einen bestimmten Wert nicht ändern darf. Das aber sei laut Hipp nicht richtig und führe zu falsch übersetztem Code.

Als Reaktion habe Hipp den Code, der den Fehler in Clang triggert, leicht abgeändert, zumindest für Version 3.32.1 der Datei “sqlite3.c”. Es könnte noch weitere Fehler geben, schreibt er und ruft Entwickler dazu auf, beim Einsatz von Clang 11.0.0 Vorsicht walten zu lassen.

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FFmpeg 4.2 kommt mit neuen Filtern und DAV1D-Dekoder

07. August 2019 um 13:27

Das Multimedia-Werkzeugpaket FFmpeg kann jetzt offiziell AV1-Videos mit dem besonders schnellen DAV1D-Dekoder verarbeiten. Neu ist auch ein Parser für GIF-Bilder und ein VP4-Video-Dekoder.

Zu den zahlreichen neuen Filtern gehören unter anderem Chromashift, Rgbashift und ein Deesser. Hinzu kommen einige Demuxer wie Vividas, Hcom, KUX und IFV. Neu ist zudem ein PCM-DVD-Encoder.

Das Dekodieren von HEVC 4:4:4-Material gelingt jetzt auch über Nvidias NVDEC und CUDA sowie via VDPAU. CUDA-Kernel lassen sich zudem mit Clang übersetzen.

Eine Liste mit allen Neuerungen liefert die offizielle Ankündigung.

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Coreboot 4.10 unterstützt mehr Hardware

24. Juli 2019 um 13:46

Mit der Veröffentlichung von Coreboot 4.10 gehen 198 Commits einher. Die Neuerungen betreffen insbesondere Unterstützung für weitere Mainboards und Chipsets.

Das freie BIOS-Projekt Coreboot hat nach rund acht Monaten Entwicklungszeit eine neue Version veröffentlicht. Zwar sei immer noch die Entwicklungen für die x86-Plattform eine der hauptsächlichen Tätigkeiten, es gäbe inzwischen aber auch viele Entwicklungsschritte für Vboot und andere Architekturen, teilt das Projekt mit.

28 neue Mainboards werden mit dieser Release unterstützt und sieben inzwischen veraltete hat das Projekt entfernt. Zudem haben die Entwickler die Toolchain aktualisiert, und so kommen GCC 8.3.0, Binutils 2.32, IASL 20190509 und Clang 8 zum Einsatz.

Neben der neuen Hardware hat das Projekt auch aufgeräumt. Es seien als Aufgabe beider Teilnahme am Google Summer of Code die von einem Coverity Scan gemeldeten Probleme zu einem guten teil beseitigt worden, heißt es in der Ankündigung.

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