LWsystems: Souveränität ist eine Frage von Dekaden, nicht von Quartalen
LWsystems erklärt im Mitgliederinterview, warum digitale Souveränität langfristige Wahlfreiheit braucht und welchen Beitrag die OSBA für Open-Source-Anbieter leistet.
LWsystems erklärt im Mitgliederinterview, warum digitale Souveränität langfristige Wahlfreiheit braucht und welchen Beitrag die OSBA für Open-Source-Anbieter leistet.
Die Open Source Business Alliance (OSBA) nimmt die aktuelle Haushaltsdebatte zum Anlass, eine verbindliche Open-Source-Quote für die IT-Ausgaben des Bundes zu fordern: Sie schlägt als ersten Schritt vor, 20 Prozent der Ausgaben für Software vom allgemeinen IT-Budget von rund sieben Milliarden Euro in offene Software zu investieren statt für hunderte Millionen Euro proprietäre Lizenzen von monopolartigen Tech-Konzernen einzukaufen. Möglich wäre das mit dem IT-Zustimmungsvorbehalt des Digitalministers.
Die Consul Democracy Foundation entwickelt eine weltweit eingesetzte Open-Source-Plattform für demokratische Bürgerbeteiligung. Im Mitgliederinterview erklärt die Stiftung, warum offene Infrastruktur, Selbsthosting und digitale Souveränität entscheidend sind.
Der Bundesverband Green Software verbindet Nachhaltigkeit und digitale Souveränität. Im Mitgliederinterview erklärt der Verband, wie Open Source Ressourceneffizienz, Unabhängigkeit und lokale Wertschöpfung stärkt.
Nortal unterstützt Organisationen bei der digitalen Transformation. Im Mitgliederinterview erklärt Linda Oldenburg, warum interoperable Architekturen, offene Standards und funktionierende Ökosysteme für digitale Souveränität entscheidend sind.
Cloudogu vereinfacht den souveränen Betrieb offener Tool-Stacks. Im Mitgliederinterview zeigt das Braunschweiger Unternehmen, warum Open Source, Wechselbarkeit und wirtschaftlich tragfähige Betriebsmodelle zusammengehören.
Deloitte verbindet Strategie, Regulierung und technologische Umsetzung. Im Mitgliederinterview erklärt Sven Brandelik, wie Organisationen Abhängigkeiten reduzieren und zugleich Innovationsfähigkeit, Regelkonformität und Resilienz sichern können.
Cassini berät Unternehmen und die öffentliche Hand produktneutral bei der digitalen Transformation. Im Mitgliederinterview erläutert Tanja Riesbeck, warum technologische Selbstbestimmung, Open Source und die Reduktion kritischer Abhängigkeiten entscheidend sind.
Famedly entwickelt sichere, interoperable Kommunikationslösungen für das Gesundheitswesen und den öffentlichen Sektor. Im Mitgliederinterview erklärt Leslie Romeo, warum offene Standards, Transparenz und Auditierbarkeit für echte digitale Souveränität entscheidend sind.
Das Schweizer Startup Stacktic entwickelt eine Plattform, die komplexe Open-Source-Technologien zu produktionsreifen Systemen verbindet. Im Mitgliederinterview erzählt das Team, was digitale Souveränität für Stacktic bedeutet und warum es sich in der OSBA engagiert.
Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Einführung der „Europäischen Brieftaschen für die Digitale Identität“ (EUDI-Wallets) haben sich führende Vereine, Verbände, Institutionen und Fachexperten in der ehrenamtlich getragenen „Wallet-ready?! Initiative“ zusammengefunden, um die erfolgreiche Einführung der EUDI-Wallets konstruktiv vorzubereiten, zu begleiten und nach Kräften zu unterstützen.
Ralph Brinkhaus ist Vorsitzender und Sprecher der Arbeitsgruppe für Digitales und Staatsmodernisierung der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. Im Austausch mit der OSBA erklärte er: „Ich bin überzeugt, dass Open Source Software eine Schlüsselrolle für die digitale Souveränität von Staat und Wirtschaft spielt.“ Das Gespräch mit den Verbandsmitgliedern drehte sich um die Frage, welche konkreten Maßnahmen nötig sind, damit Open Source Software zur digitalen Souveränität von Staat und Wirtschaft beitragen kann. Insbesondere zu den Themen Künstliche Intelligenz, der Staat als Ankerkunde und Fachkräftegewinnung durch Open Source holte sich Ralph Brinkhaus aktiv die Perspektiven und Meinungen der OSBA-Mitglieder ein.
Ende Juni fand in Utrecht (Niederlande) die diesjährige APELL Conference 2026 statt. Zum vierten Mal hatte APELL – der Dachverband der europäischen Open-Source-Industrieverbände – zu einem Tag voller Impulsvorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops eingeladen. Etwa 60 Teilnehmer:innen aus der europäischen Open-Source-Industrie kamen zusammen, um ihre Netzwerke zu stärken und über die Zukunft von Open-Source-Business in Europa zu diskutieren.
Ein Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages hat sich mit der Frage befasst, ob öffentliche Vergabestellen (beispielsweise im Rahmen der Leistungsbeschreibung) Open Source für Software verpflichtend vorgeben können. Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass eine Vorgabe für Open Source grundsätzlich möglich und mit Blick auf wirtschaftliche oder strategische Erwägungen sogar geboten sein kann.
Die Bundesregierung plant eine massive Aushöhlung des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG). Das IFG ist ein wichtiges Instrument für Transparenz und demokratische Kontrolle über staatliches Handeln. Als OSBA stehen wir für die Prinzipien von Transparenz und Offenheit und unterstützen daher die Kampagne „Hände weg vom IFG! Retten Sie die Informationsfreiheit“.
Der Vorstand der Open Source Business Alliance (OSBA) hat einstimmig den Beschluss „Keine Zusammenarbeit mit der AfD“ angenommen. Dieser Beschluss steht im Einklang mit den Leitlinien der OSBA sowie vergangenen OSBA-Statements und soll den Verbandsmitgliedern insbesondere für den Fall Orientierung geben, dass die AfD in Bundes-, Landes- oder Kommunalparlamenten in Regierungsverantwortung kommt.
Vom 19. bis 23. Mai 2026 ist eine OSBA-Delegation nach Kenia gereist und hatte vor Ort zahlreiche Austauschtermine zum Thema Open Source und digitale Souveränität. Mit dabei waren Vertreter aus dem europäischen Open-Source-Ökosystem aus den Bereichen Cloud, Identity Management, Office, Hosting, Groupware, Betrieb und Transformation.
Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung übernimmt erneut die Schirmherrschaft für den Open Source Wettbewerb. Nachdem die Open Source Business Alliance – Bundesverband für digitale Souveränität e.V. die Initiative im März 2026 gestartet hat, setzt die Schirmherrschaft durch das Digitalministerium auch in diesem Jahr ein deutliches Zeichen für die Bedeutung offener Technologien bei der Modernisierung der öffentlichen Verwaltung. Verwaltungen können ihre Projekte noch bis zum 30. Juni einreichen.
Die USA führen der Welt erneut vor Augen, dass sie den Zugriff auf US-amerikanische Cloud- und IT-Angebote jederzeit unterbinden können und dies auch tun. Das hat dramatische Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft und europäische Verwaltungen, die sich nun neben der Gefahr von Datenabflüssen mit Erpressbarkeit und hohen Lieferunsicherheiten in fast allen Bereichen der Digitalisierung konfrontiert sehen.
Constanze Krishnaratne, Gründerin und Geschäftsführerin von Open Ticket AI, baut KI-gestützte Erweiterungen für Open-Source-Ticketsysteme wie Zammad und KIX, von der automatischen Klassifizierung bis zur Antwortgenerierung. Im Interview erklärt sie, warum sensible Support-Daten für sie auf der eigenen Infrastruktur bleiben müssen und was Open Source und KI gerade in Europa zusammenbringt.
200 Menschen, zwei Bühnen, ein gemeinsames Ziel: Am 21. Mai 2026 kam die Sovereign Cloud Stack (SCS)-Community im bUm Berlin zusammen – und der diesjährige SCS Summit machte deutlicher als je zuvor, dass digitale Souveränität keine Zukunftsvision mehr ist, sondern gelebter Alltag. Im Auditorium lief das Hauptprogramm mit Panels, Keynotes und politischen Impulsen; parallel dazu füllte die bUm Box den ganzen Tag mit technisch tiefgehenden Praxisvorträgen. Die Energie im Raum war spürbar: Diese Community bewegt wirklich etwas.
Die deutsch-französische „Taskforce für die Digitale Souveränität Europas", ins Leben gerufen beim Gipfel zur Europäischen Digitalen Souveränität am 18. November 2025 in Berlin, erarbeitet derzeit eine verbindliche Definition digitaler Souveränität. Diese soll künftig die Grundlage für deutsche und europäische Gesetzgebung sowie für Förder- und Beschaffungsprozesse bilden.
Die neue Regierungskoalition in Baden-Württemberg hat sich die konsequentere Digitalisierung in Verwaltung und Bildung als Schwerpunkt ins Stammbuch geschrieben. Digitalisierung führt allerdings nur zu einer resilienten und leistungsfähigen Verwaltung, wenn sie unter den richtigen Voraussetzungen vorangetrieben wird.
Am 21. April 2026 fand die OSMEx 2026 statt – und das mit durchweg positivem Feedback der Teilnehmenden. Über 20 Marketingverantwortliche aus der Open-Source-Welt kamen zusammen, um sich zu vernetzen, voneinander zu lernen und neue Impulse für ihre tägliche Arbeit mitzunehmen.
Der Begriff „digitale Souveränität" ist derzeit politisch hart umkämpft. Für viele gilt bereits als souverän, wer auf einen europäischen Anbieter setzt oder Daten in einem Rechenzentrum, das sich in Deutschland befindet, speichert. Doch digitale Souveränität ist keine Frage des Standortes, sondern der Kontrollierbarkeit.