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Gestern — 30. November 2022GNU/Linux.ch

Microsoft 365 - ausgecloud?

30. November 2022 um 14:00

Mi, 30. November 2022, Ralf Hersel

Nachdem in den letzten Jahren mehrere europäische Datenschutzbehörden, Regierungsorganisationen und NGOs wiederholt auf den nicht gesetzeskonformen Einsatz von Microsofts 365 Produkten hingewiesen haben, veröffentlichte Microsoft vorgestern eine Stellungnahme zum Festhalten der Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder (DSK) an ihrem Urteil, dass derzeit kein datenschutzgerechter Einsatz von Microsoft 365 möglich ist. Wer eine Analyse der Stellungnahme lesen möchte, sei auf diesen Heise-Artikel verwiesen, in dem die Kernaussagen herausgeschält werden.

Die Firma Microsoft hat ihren Hauptfirmensitz in den USA. Damit unterstehen sämtliche Geschäftstätigkeiten letztendlich der US-amerikanischen Legislatur. Nach der Aufkündigung des Safe Harbor Abkommens (Schrems I) und dessen Nachfolgeregelung, dem Privacy Shield (Schrems II), ist die Übermittlung personenbezogener Daten an Firmen mit Hauptsitz in den USA aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht gestattet. Das gilt auch für die Schweiz. Dabei spielt es keine Rolle, ob Microsoft Niederlassungen und Datenzentren in der Europäischen Union betreibt, weil der US-Zugriff auf die Daten dennoch erzwungen werden kann, bzw. dem Geschäftsinteresse von Microsoft dient.

Die deutschen Datenschutzaufsichtsbehörden stehen mit ihrer Einschätzung nicht alleine. Auch in Frankreich, Dänemark und den Niederlanden kommen Behörden zu ähnlichen Urteilen. Eine Übersicht über den Stand der Dinge in einigen europäischen Ländern und eine Historie der gesetzlichen Entwicklung findet man in diesem Blog-Post von Nextcloud.

Quellen:

https://news.microsoft.com/de-de/microsoft-erfuellt-und-uebertrifft-europaeische-datenschutzgesetze/

https://www.heise.de/news/Office-365-Microsoft-wirft-Datenschuetzern-ausufernden-Aufsichtsansatz-vor-7358938.html

https://datenschutzkonferenz-online.de/media/dskb/2022_24_11_festlegung_MS365_zusammenfassung.pdf

https://datenschutzkonferenz-online.de/media/dskb/2022_24_11_festlegung_MS365.pdf

https://nextcloud.com/blog/europe-steps-up-fight-for-digital-sovereignty-bans-365-and-workspace-in-more-places/

Neue Version von Paperless-ngx

30. November 2022 um 10:00

Mi, 30. November 2022, Ralf Hersel

Die Dokumentenverwaltung paperless-ngx ist in einer neuen Version erschienen. Über die Anwendung für ein papierloses Büro berichteten wir bereits im März. Die neue Version 1.10 enthält zahlreiche Verbesserungen an der Benutzeroberfläche, die Weiterentwicklung der automatischen Dokumentenzuordnung, eine "Welcome Tour" und verwendet nun Celery für verteilte Hintergrundprozesse. Ausserdem wurden viele Fehler beseitigt.

Mit Paperless-ngx organisiert und indexiert man gescannten Dokumente mit Tags, Korrespondenten, Typen und mehr. Mittels OCR kann Text aus Dokumenten extrahiert werden. Unterstützt werden PDF-Dokumente, Bilder, einfache Textdateien und Office-Dokumente (Word, Excel, Powerpoint und LibreOffice-Äquivalente). Paperless speichert die Dokumente einfach auf der Festplatte. Dateinamen und Ordner werden von der Anwendung verwaltet und ihr Format kann frei konfiguriert werden.

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Ältere BeiträgeGNU/Linux.ch

Der Weg von K-9 Mail zu Thunderbird

29. November 2022 um 14:00

Di, 29. November 2022, Ralf Hersel

Im Sommer haben wir berichtet, dass die beliebte E-Mail-Anwendung für Android K-9 Mail mit Mozillas Thunderbird eine Einheit bilden wird. Nun schreiten die beiden Projekte auf ihrer gemeinsamen Roadmap voran und präsentieren die Version 6.4 von K-9 Mail.

Die grösste Neuerung in der Version 6.4, sind die konfigurierbaren Swipe-Gesten. Eine solche Erleichterung bei der Bedienung von E-Mail-Anwendungen für Smartphones kennen wir aus vielen anderen mobilen Apps. Statt lange auf einen Eintrag zu drücken, um dann aus einem Menü Aktionen auszusuchen, ist umständlicher, als mit einem Wisch nach rechts oder links, eine Aktion ausführen zu können. K-9 Mail kann das jetzt auch.

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In Manpages suchen

29. November 2022 um 11:00

Di, 29. November 2022, Ralf Hersel

Manpages (nach dem Unix-Kommando man, was für englisch manual „Handbuch“ steht) sind eine Sammlung von Hilfe- und Dokumentationsseiten unter Unix und verwandten Betriebssystemen. Sie werden mit den Kommandos man und whatis durchsucht sowie ausgegeben. Zur schnellen Durchmusterung wird ein eigener Index, die sogenannte Whatis-Datenbank, angelegt.

Mit dem Kommando whatis erhält man eine kurze Erklärung, was ein bestimmter Befehl macht. Angenommen ihr möchtet wissen, was es mit dem Befehl gpg auf sich hat, tippt ihr whatis gpg im Terminal ein, worauf diese Erklärung erscheint: "OpenPGP encryption and signing tool". Nun habt ihr im Internet eine Befehlsfolge gefunden, die eine bestimmte Anforderung erfüllt. Zum Beispiel dieser Befehl, um im Terminal ein Passwort zu generieren: gpg --gen-random --armor 1 20. Es ist keine gute Idee, einen Befehl auszuführen, ohne ihn vorher verstanden zu haben. Daher stellt sich die Frage, wie man verstehen kann, was der Befehl macht.

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Firefox Translations 1.2

29. November 2022 um 09:00

Di, 29. November 2022, Ralf Hersel

Bereits im Juni habe ich über das Add-on Firefox Translations geschrieben. Damals war das Werkzeug gerade erst dem Beta-Status entwachsen und konnte sich nicht für meinen Arbeitsablauf qualifizieren. Jetzt ist die Version 1.2 des freien Webseiten-Übersetzers erschienen.

Die Entwickler beschreiben das Add-on so: Firefox Translations bietet eine automatische Übersetzung von Webinhalten. Im Gegensatz zu Cloud-basierten Alternativen erfolgt die Übersetzung lokal, auf der Client-Seite, sodass der zu übersetzende Text deinen Rechner nicht verlässt.

Unterstützte Sprachen:

Stabil: Spanisch, Estnisch, Englisch, Deutsch, Tschechisch, Bulgarisch, Portugiesisch, Italienisch, Französisch, Polnisch
In Entwicklung: Russisch, Persisch, Isländisch, Norwegisch, Ukrainisch, Niederländisch

Firefox Translations wurde in Zusammenarbeit mit dem Bergamot Project Consortium entwickelt, das von der Universität Edinburgh koordiniert wird und an dem die Karls-Universität Prag, die Universität Sheffield, die Universität Tartu und Mozilla beteiligt sind. Dieses Projekt wurde durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 der Europäischen Union gefördert.

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Master_me lässt Streaming besser klingen

29. November 2022 um 08:00

Di, 29. November 2022, Daniel Schär

Beim Live-Streaming auf Youtube, Radiostationen, etc. kann es leicht vorkommen, dass die verschiedenen Audio-Signale nicht ausgeglichen oder einfach nicht genügend direkt oder "laut" klingen. Laut in Anführungsstrichen, weil damit ein geringerer Dynamikumfang gemeint ist, nicht absolute Lautstärke in dBFS. Hier kommt master_me zur Hilfe.

master_me ist ein plattformübergreifendes, kostenloses und freies Audio-Plug-in für Audio-Mastering. Es bietet sich für Klangoptimierung in Live-Streaming-Situationen an, kann aber auch im Studio verwendet werden. Es gibt dabei nebst einem 'Expert'- auch einen 'Easy'-Modus, womit auch Laien zurechtkommen sollten.

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Tux Tuesday

29. November 2022 um 07:30

Di, 29. November 2022, Redaktionsteam

Nach dem Black Friday folgt bei uns nicht der Cyber Monday, sondern der Tux Tuesday. Aufgrund der hohen Nachfrage möchten wir diese Gelegenheit nutzen und gleich ein neues Produkt vorstellen: den GNU/Linux.ch Hoodie!

In gewohnt hoher Qualität bieten wir dir nun die passende Kleidung für die kalte Jahreszeit, wie üblich mit dem klassischen GNU/Linux.ch Motiv ohne Schriftzug. Zur Feier des Tages erhältst du darüber hinaus exklusiv am heutigen Dienstag einen Rabatt von 20 % unter Angabe des Codes: TUX20

Mit jeder Bestellung sicherst du den Fortbestand unserer Plattform. So können wir sicherstellen, dass wir auch in Zukunft noch täglich frische News rund um das Freie Betriebssystem und über gesellschaftlich relevante IT-Themen veröffentlichen können. Natürlich kannst du uns alternativ auch mit einer Spende unterstützen.

Besuche unseren Shop und verwende den Promo-Code TUX20 zur Bestellung deines Hoodies, welcher exklusiv am heutigen Tux Tuesday Gültigkeit hat. Und wer noch nicht in Weihnachtsstimmung ist, dem empfehlen wir die GNU/Linux.ch Tasse. Auch für diese gilt die exklusive Vergünstigung.

Hinweis: Die Tasse ist nur in der Vorweihnachtszeit erhältlich!

Dynamische Kalender- und Uhr-Icons

28. November 2022 um 14:00

Mo, 28. November 2022, Ralf Hersel

Schon wieder eine neue GNOME-Shell Extension: Dynamic Calendar and Clocks Icons. Wobei diese eher in die Kategory "nice to have" fällt. Die Erweiterung tauscht die Icons von GNOME-Calendar und GNOME-Clock durch dynamische aus. Dadurch zeigen die Icons das tatsächliche Datum und die aktuelle Uhrzeit an.

Wirklich Sinn macht diese Erweiterung nicht, weil man beim GNOME-Desktop Datum und Uhrzeit sowieso immer in der Mitte der oberen Leiste sieht. Falls man die beiden Anwendungen in sein Dock gepinnt hat, kann ich den Nutzen schon eher verstehen, weil sie dann permanent zu sehen sind. Aber hey, warum nicht. Kann man machen - einfach, weil es geht.

Quelle: https://extensions.gnome.org/extension/5550/dynamic-calendar-and-clocks-icons/

KI-Bilder mit Stable Diffusion lokal erstellen

28. November 2022 um 11:00

Mo, 28. November 2022, Joël Schurter

Es ist ein kontroverses, aber doch sehr interessantes Thema: Bilder, die vollständig mit künstlicher Intelligenz erstellt werden. Die von einem Entwicklerteam von Stability.ai entwickelte, freie Software Stable Diffusion ermöglicht es dem Benutzer, mittels eines einzigen Befehls oder einem anderen Bild ein vollständig künstlich generiertes Foto zu erstellen.

Bild: Stable Diffusion UI Weboberfläche mit Texteingabe "Epic foggy landscape" und entsprechender Ausgabe

Stable Diffusion ist wie schon erwähnt ein textbasiertes maschinelles Lernmodell zur synthetischen Bilderzeugung. Die offizielle Version von Stable Diffusion ist lokal nur über das Terminal und mittels relativ komplizierten Befehlen zu bedienen. Aus diesem Grund haben sich diverse Fans dieser Software zusammengetan und mit Stable Diffusion UI ein Installationsskript für die eigentliche Generationssoftware und eine Weboberfläche entwickelt.

In diesem Artikel möchte ich erklären, wie man Stable Diffusion UI installiert und bedient.

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Wartungsarbeiten an der Nextcloud

28. November 2022 um 09:00

Mo, 28. November 2022, Ralf Hersel

Alle lieben die Nextcloud. Fast alle haben eine Nextcloud-Installation; entweder auf dem eigenen Server oder bei einem Hoster laufen. Wer seine Nextcloud als Shared-Service konsumiert, muss jetzt nicht weiterlesen, weil die Rechte fehlen, um selbst Wartungsarbeiten durchführen zu können. Für diejenigen, die einen Server betreiben, wird der Artikel nicht viel Neues bringen. Daher geht es vorrangig um Anwender:innen, die ihre Nextcloud auf einem gehosteten Webspace installiert haben und über Admin-Rechte für die Nextcloud verfügen.

Ob Wartungsarbeiten für die eigene Nextcloud-Installation anstehen, sieht man im System-Menü (rechts oben) unter dem Punkt Administration Settings (das in der Version 25 offensichtlich noch nicht übersetzt wurde). Dann geht man links im Menü auf den Punkt Übersicht und wundert sich über die Sicherheits- & Einrichtungswarnungen.

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Zum Wochenende: Der schwierige Aufbruch ins Fediverse

25. November 2022 um 17:00

Fr, 25. November 2022, Ralf Hersel

Das Fediverse ist ein Zusammenschluss von freien und dezentralen Social Media Diensten, die über das ActivityPub-Protokoll miteinander kommunizieren. Diese Dienste lassen sich in Bereiche gliedern: Microblogging, Macroblogging, Audio/Video-Sharing, Image-Sharing und News-Aggregation. Die bekannte grafische Darstellung findet ihr hier. Fehlt euch bei dieser Aufzählung etwas? Messaging fehl! Wo ist Matrix? Matrix ist ein eigenes Protokoll und zählt nicht zum Fediverse. Da stellt sich die Frage, warum es keinen Messeneger-Dienst im Fediverse gibt. Doch das ist ein anderes Theme.

In diesem Artikel geht es um die Einstiegshürden, sowohl ins Fediverse, als auch in Matrix. Vor zwei Jahren standen wir vor der Aufgabe, unsere Familien und Freunde von WhatsApp auf Signal, Telegram, Threema umzuziehen. Manchen ist das gelungen, anderen nicht oder nur teilweise. Bei mir war es so, dass ich alle aus meinem persönlichen Umfeld dazu bewegen konnte, Telegram oder Threema als weitere Messenger zu installieren. Die meisten haben WhatsApp (heimlich :) weiter verwendet. Nun stehen wir vor der nächsten Herausforderung: der Umzug zu Matrix und ins Fediversum.

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Annotationen mit Rnote

25. November 2022 um 15:31

Fr, 25. November 2022, Ralf Hersel

Rnote ist eine Zeichenapplikation auf Vektorbasis zum Skizzieren, für handschriftliche Notizen und zum Kommentieren von Dokumenten und Bildern. Es richtet sich an Studenten, Lehrer und diejenigen, die ein Zeichentablett besitzen und bietet Funktionen wie PDF- und Bildimport und -export, eine unendliche Leinwand und eine adaptive Benutzeroberfläche für grosse und kleine Bildschirme.

Die Anwendung ist in Rust geschrieben, verwendet das GTK 4 Toolkit und steht als Flatpak zur Verfügung. Alle, die Xournal schätzen, finden mit Rnote eine etwas modernere Alternative. Auch hier ist es möglich, Bilder und PDF-Dokumente zu öffnen, um diese mit Zeichnungen oder Textanmerkungen zu versehen.

Der Funktionsumfang der Anwendung kann sich sehen lassen:

  • Adaptive Benutzeroberfläche mit Schwerpunkt auf der Stifteingabe
  • Druckempfindliche Stifteingabe mit verschiedenen und konfigurierbaren Stricharten
  • Zeichnen von verschiedenen Formen
  • Verschieben, Drehen, Ändern der Grösse und Modifizieren vorhandener Inhalte
  • Verschiedene Layouts zur Dokumentenerweiterung (feste Seiten, durchgehend vertikal, unendlich in jede Richtung)
  • Anpassbare Hintergrundfarben, Muster, Grössen
  • Anpassbares Seitenformat
  • (optionale) Stiftgeräusche
  • Rekonfigurierbare Tastenkombinationen für den Stift
  • Ein integrierter Arbeitsbereichsbrowser für den schnellen Zugriff auf zugehörige Mediendateien
  • Drag & Drop, Unterstützung der Zwischenablage
  • PDF-, Bitmap- und SVG-Bildimport
  • Speichern und Laden der Dokumente im nativen .rnote-Dateiformat
  • Dokument- und Auswahl-Export nach SVG, PDF
  • Automatisches Speichern, Drucken

Anwendungsfall: Ihr habt ein PDF-Dokument und möchtet diese mit Rnote annotieren. Dann öffnet ihr das Dokument, macht eure Notizen und speichert es entweder im rnote-Format, oder exportiert es als PDF. Im ersten Fall könnt ihr die Anmerkungen in der Datei nachträglich verändern, weil sie als Vektor-Layer über dem PDF erhalten bleiben. Im zweiten Fall ist das nicht möglich, weil die Anmerkungen unveränderbar in die PDF-Datei eingebettet werden.

Quelle: https://rnote.flxzt.net/

GNOME Connections

25. November 2022 um 09:00

Fr, 25. November 2022, Ralf Hersel

Früher wurden in der Anwendung GNOME-Boxes zwei Funktionen vereint: Virtuelle Maschinen und Remote Desktop Verbindungen. Seit GNOME 42 wird das Angebot auf zwei Anwendungen verteilt. GNOME-Boxes kümmert sich nur noch um Virtuelle Maschinen, während GNOME-Connections für die Fernverbindung zu anderen Rechnern zuständig ist.

Nach Art des Hauses GNOME, ist die Anwendung sehr minimalistisch gehalten. Mit einem Klick auf den Plus-Button wird eine neue Fernverbindung erzeugt. Dort gibt man die IP-Adresse des Zielrechners ein, und entscheidet sich für eine RDP- oder VNC-Verbindung. Ausserdem kann man wählen, ob der Bildschirm des Ziel-Desktops mit der Fenstergrösse von GNOME-Connections skalieren soll.

Ich verwende das Programm, um Fernzugriff auf meine beiden Raspberry Pis zu haben, falls ich den Desktop eines Raspis sehen möchte. Ansonsten ist ein SSH-Zugriff der einfachere Weg. Bevor eine Verbindung funktioniert, muss aufseiten des entfernten Rechners, entweder RDP oder VNC aktiviert werden. Ersteres erledigt man auf dem Raspi durch die Installation von xrdp mit dem Befehl: sudo apt install xrpd. Der VNC-Server kann mit dem Werkzeug raspi-config aktiviert werden. Dort findet man im Menü "Schnittstellen" den entsprechenden Schalter.

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GNU Friday

25. November 2022 um 07:30

Fr, 25. November 2022, Redaktionsteam

Black Friday ist wohl neben Halloween der grösste Importschlager aus den USA. Auch wir möchten uns dem anschliessen und offerieren am heutigen Freitag sagenhafte 20 % auf unsere T-Shirts.

Sei es das klassische GNU/Linux.ch Shirt in unterschiedlichen Farben oder das ikonische schwarze GLN Shirt, du hast die Wahl.

Und das Beste daran: mit einer Bestellung sicherst du den Fortbestand unserer Plattform. So können wir sicherstellen, dass wir auch in Zukunft noch täglich frische News rund um das Freie Betriebssystem und über gesellschaftlich relevante IT-Themen veröffentlichen können.

Besuche unseren Shop und verwende den Promo-Code GNU20, welcher exklusiv am heutigen GNU Friday Gültigkeit hat.

Du bist bereits eingekleidet? Natürlich kannst du uns auch mit einer Spende unterstützen.

Tagspaces: Dateiverwaltung mit Tags

24. November 2022 um 14:55

Do, 24. November 2022, Lioh Möller

Üblicherweise nutzen klassische Dateimanager Ordnerstrukturen zur Organisation und dem Ablegen von Dateien. In vielen anderen Bereichen sind Tags bereits seit längerem üblich. Sei es in Social Media in der Form von Hashtags oder auch auf GNU/Linux.ch zur Verbesserung der Suche über den Artikelindex.

Auch der KDE Standard-Dateimanager Dolphin unterstützt von Hause aus die Verwendung von Tags sowie auch einzelne Anwendungen wie der erweiterte Bildbetrachter Gwenview.

Tagspaces hingegen wählt diesen Ansatz durchgängig für die Dateiverwaltung. Die Applikation ist in der Basisversion unter dem Namen Tagspaces Lite als Freie Software für Windows, macOS, Linux, Android sowie als reine Web-Variante erhältlich.

Unter Linux stellt das Projekt AppImages, .deb Pakete sowie ein Anwendungsarchiv zur Verfügung.

Für einen ersten Test eignet sich die AppImage Variante sehr gut. Nachdem das heruntergeladene Paket als ausführbar markiert wurde, kann das Programm gestartet werden.

Zunächst werden dem Anwender einige Optionen zur Auswahl angeboten. Besonders zu beachten ist dabei die Art und Weise, in der die Tags abgespeichert werden sollen.

Um ein Umbenennen der Dateien zu vermeiden, empfiehlt sich das Speichern der Tags im json Format in versteckten Ordnern.

Zunächst präsentiert sich der Dateimanager in einer klassischen Ordneransicht und der Anwender ist angehalten, Dateien mit Tags zu kennzeichnen. Ist dies geschehen, kann man über die Tag-Anzeige und Suche alle entsprechend markierten Dateien und Ordner anzeigen lassen.

Ob dieses Verfahren einen Mehrwert bringen kann, muss letztendlich jeder für sich selbst herausfinden. Zu einer guten Organisation müssen auch hier Dateien und Ordner entsprechend gekennzeichnet werden.

Git-Repository: https://github.com/tagspaces/tagspaces
Download: https://www.tagspaces.org/downloads/#

Noch mehr Quick Settings

24. November 2022 um 09:00

Do, 24. November 2022, Ralf Hersel

Das neue Systemmenü von GNOME 43 namens Quick Settings erfreut sich bei den Entwickler:innen von Erweiterungen grosser Beliebtheit. Vor kurzem habe ich die Erweiterung Quick Settings Tweaker vorgestellt, mit dem Schaltflächen aus den Quick Settings entfernt, bzw. diverse andere Einstellungen gemacht werden können. In diesem Artikel zeige ich vier zusätzliche Erweiterungen.

Im Titelbild sind alle zu sehen, erschliessen sich der Betrachterin aber nicht sofort. Einige Schaltflächen wurden entfernt, was mit dem erwähnten Quick Settings Tweaker erledigt wird. Auffällig ist der Avatar links oben. Dafür gibt es die Erweiterung User Avatar in Quick Settings. Ausser dem Bild lassen sich der volle Name, der Benutzername und der Host-Name anzeigen. Mit der Erweiterung Battery Time wird die Restzeit des Akkus anstatt des Füllstands dargestellt. Im Titelbild sieht man das nicht, weil meine virtuelle Maschine die nötigen Informationen dafür nicht liefert.

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Neues von Tenacity

23. November 2022 um 19:00

Mi, 23. November 2022, Ralf Hersel

Ich bin kein Historiker, behaftet mich deshalb nicht auf die korrekte Wiedergabe des Geschehens. Es geht um den beliebten Audio-Editor Audacity (und ja, ich bezeichne ihn nie wieder als DAW :). Und es geht um die Forks von Audacity, namentlich um Tenacity und Saucedacity.

Was bisher geschah, könnt ihr in diesem und diesem Artikel nachlesen. Um es kurz zu machen: nach der Übernahme von Audacity durch die Muse Group und Ankündigungen, man wolle telemetrische Daten aus der Anwendung nach Hause senden, poppten ein paar Forks auf; zuerst Tenacity und später Saucedacity. Danach folgten einige Umwälzungen.

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ActivityPub erklärt

23. November 2022 um 18:00

Mi, 23. November 2022, Ralf Hersel

ActivityPub ist weder eine Kneipe, noch ein Gesellschaftsspiel, sondern ein Protokoll, das vom World Wide Web Consortium (W3C) verwaltet wird. Es ist ein dezentrales Protokoll für soziale Netzwerke, das auf dem Datenformat ActivityStreams basiert. Es bietet eine Client-Server-API für das Erstellen, Aktualisieren und Löschen von Inhalten sowie eine föderierte Server-Server-API für die Bereitstellung von Benachrichtigungen und Inhalten.

Durch das Protokoll wird zum einen sichergestellt, dass bei Diensten im Fediverse die Client-Anwendungen mit den Instanz-Servern kommunizieren können (zum Beispiel, wenn der Mastodon-Client Tusky mit seinem Mastodon-Server spricht). Ausserdem kommt ActivityPub zum Einsatz, wenn verschieden Dienste im Fediverse untereinander kommunizieren möchten (zum Beispiel, wenn ich bei Mastodon einem Profil bei Pixelfed folgen möchte).

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Guitar Dashboard - ein Helferlein (nicht nur) für Gitarristen

23. November 2022 um 08:00

Mi, 23. November 2022, Daniel Schär

Die meisten von uns lernen Inhalte besser, wenn man sie auf eine Vielzahl von Sinnen erfassen kann - besonders visuell. Als Thomas Schilling vor Jahren auf guitar.ch eine umfangreiche Sammlung von Tonleitern veröffentlichte, war ich fasziniert. Dort waren die Patterns einer Vielzahl von Tonleitern für Gitarre verfügbar und mit einem Klick konnte man sie hören. Ein Problem hatten die Patterns allerdings: Sie waren alle in der gleichen Tonart. Da schafft das Guitar-Dashboard Abhilfe. 

Die Kernaufgabe der Webanwendung besteht darin, musiktheoretische Inhalte auf dem Griffbrett in jeder Tonart darzustellen:

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QR-Codes erstellen mit Decoder

22. November 2022 um 13:30

Di, 22. November 2022, Lioh Möller

Möglichkeiten zur Erstellung und dem Scannen von QR-Codes gibt es viele. Bereits vorgestellt hatten wir das Kommandozeilenwerkzeug Zint, welches vielfältige Optionen zur Generierung von Barcodes aller Art bietet.

Einen einfacheren und grafischen Ansatz wählt hingegen die Anwendung Decoder. Installieren lässt sich diese beispielsweise im Flatpak Format aus dem Flathub Repository.

Nach dem Start öffnet Decoder eine Ansicht zur Erstellung eines QR-Codes. Dazu muss lediglich im Textfeld der zu generierende Wert eingegeben werden. Dabei handelt es sich in vielen Fällen um eine url.

Alternativ lassen sich Codes für WLAN-Verbindungsdaten generieren, welche mit der entsprechenden Software die Einrichtung einer Netzwerkverbindung, beispielsweise auf einem Mobiltelefon, erleichtern kann.

Über den Button Exportieren kann der erstellte QR-Code im PNG Format gesichert werden. Der Button Sichern dient lediglich dem Abspeichern der Informationen im programminternen Verlauf.

Mithilfe der Scannen-Funktion können QR-Codes eingelesen und interpretiert werden.

Git-Repository: https://gitlab.gnome.org/World/decoder/

Index für digitale Souveränität

22. November 2022 um 12:00

Di, 22. November 2022, Ralf Hersel

Die Open Source Business Alliance (OSBA) hat zusammen mit dem Weizenbaum-Institut ein Projekt begonnen, in dem Kriterien für die Messung der digitalen Souveränität bestimmt werden sollen. Ein Index für digitale Souveränität, der Parameter aus verschiedensten Bereichen untersucht und in Indikatoren übersetzt, ermöglicht ein Lagebild und kann über die Zeit darstellen, ob sich das Level der digitalen Souveränität verändert hat. Daraus lassen sich für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft entsprechende Massnahmen ableiten, um bei einzelnen Indikatoren nachzusteuern, um die festgesetzten politischen Ziele zu erreichen.

Der Begriff der digitalen Souveränität ist inzwischen sehr populär geworden. Allerdings kursieren unterschiedlichste Vorstellungen davon, was genau der Begriff umfasst und was unter digitaler Souveränität verstanden werden soll. Und obwohl sich viele politische Akteure darauf einigen können, dass die digitale Souveränität gestärkt werden muss, ist oftmals unklar, wie dies erreicht oder nachgewiesen werden soll.

Ende September haben die OSBA und das Weizenbaum-Institut den ersten Schritt für die Konzeption eines Index für digitale Souveränität in Angriff genommen. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus unterschiedlichsten Organisationen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung wurden in einem Workshop erste Ideen und Konzepte entwickelt.

Die Teilnehmenden des Workshops haben für die Kategorien Staat, Wirtschaft und Individuum gemeinsam Eigenschaften digitaler Souveränität identifiziert. Diese Eigenschaften müssen im nächsten Schritt in messbare Indikatoren übersetzt und insgesamt zu einem stimmigen Bild zusammengefügt werden.

Quelle: https://osb-alliance.de/featured/ein-index-fuer-digitale-souveraenitaet

Color your GNOME

22. November 2022 um 09:00

Di, 22. November 2022, Ralf Hersel

Die GNOME-Desktopumgebung geizt bekannterweise mit Einstellmöglichkeiten, wie man sie zum Beispiel vom KDE-Plasma-Desktop kennt. Insbesondere bei den Optionen für das Erscheinungsbild gibt es nur die Wahl zwischen einem hellen und einem dunklen Antlitz. Wer weitergehende Möglichkeiten haben möchte, ist auf Erweiterungen oder separate Anwendungen angewiesen. So auch in diesem Fall.

Bild: Stable Diffusion "color my gnome desktop" + Upscaler

Die Anwendung Gradience ist für farbliche Anpassungen das Mittel der Wahl. Das Werkzeug kann als Flatpak installiert werden und bietet tiefe Eingriffe in die Farbwahl, den Monet-Modus, mit dem die Farben aufgrund eines Bildes vorgenommen werden, erweiterte Einstellungen, die auch die Farbgebung von Firefox beeinflussen, voreingestellte Farbprofile und das Abspeichern von eigenen Profilen.

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History - Geschichte auf der Kommandozeile

21. November 2022 um 14:00

Mo, 21. November 2022, Ralf Hersel

Das ist ein Artikel für Einsteiger in die GNU/Linux-Befehlszeile. Nichts für Profis oder Fortgeschrittene, sondern ein kleiner Beitrag, um die Mächtigkeit der Terminal-Befehle zu demonstrieren und zu erklären. Vielleicht ist aber auch der ein oder andere Tipp für Bewohner der CLI-Blase mit dabei. Es geht um den Befehl history. Ich beschränke mich auf die besten Anwendungsfälle, ohne zu sehr ins Detail zu gehen.

Stable Diffusion + Upscaler + Ralf

Wer die Kommandozeile verwendet, gibt viele Befehle ein. Manche sind ganz einfach und lassen sich jederzeit aus dem Gedächtnis wiederholen, andere sind lange Befehlsketten oder seltene Kommandos, die man nicht jederzeit aus dem Ärmel schüttelt. Um die Anwender:in zu entlasten, bieten die Terminal-Shells grosse Unterstützung, sofern man sie kennt.

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Izzys Freie E-Book Bibliothek

21. November 2022 um 10:00

Mo, 21. November 2022, Ralf Hersel

Es gibt viele Möglichkeiten, sich Lesefutter in Form von E-Books zu besorgen. Entweder kauft man sie ganz klassisch im Buchladen oder auf einer Online-Plattform. Auch öffentliche Büchereien und deren Online-Auftritte bieten eine grosse Auswahl an. All diesen Bezugsquellen ist gemein, dass die dort erworbenen oder ausgeliehenen Bücher DRM-verseucht sind. Ausserdem ist es gar nicht so einfach den Lesestoff auf ein beliebiges Gerät (PC, Tablet, Smartphone, E-Book-Reader) zu transferieren. Details zu dieser Thematik findet ihr in meinem Artikel aus dem letzten Jahr.

Zum Glück gibt es auch befreite Angebote zum Beispiel beim Projekt Gutenberg oder bei Izzy. Bei ersterem findet man 10'000 deutschsprachige Bücher, wobei es sich überwiegend um Klassiker handelt. Izzy führt einen Katalog von freien (public domain/Creative Commons) Büchern, der mit fast 12'000 deutschsprachigen Exemplaren gut gefüllt ist. Auch hier überwiegen die Klassiker.

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