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Globalfoundries tritt Open-Source-Chip-Initiative bei

04. August 2022 um 12:11

Freie Chip-Designs können dank Google künftig auch kostenfrei bei Globalfoundries gefertigt werden. Genutzt wird dafür aber alte Technik.

Google hat seine Initiative zur kostenfreien Herstellung von Chips mit einem offenen Design um einen wichtigen Partner erweitert: Globalfoundries. Das Unternehmen gehört zu den größten Auftragsfertigern in der Halbleiterindustrie, was entsprechende Kapazitäten für die Initiative bedeutet. Darüber hinaus produziert Globalfoundries in Deutschland und in den USA, was eventuell Tests der hergestellten Chips erleichtert.

Der Ankündigung zufolge veröffentlichen nun beide Unternehmen gemeinsam ein sogenanntes Process Design Kit (PDK) für die 180MCU-Technologie unter der Apache-2.0-Lizenz. Damit können die eigentlichen Chips passgenau auf den von Globalfoundries genutzten Herstellungsprozess entworfen werden. Damit einher gehe explizit eine kostenfreie Herstellung von Open-Source-Designs der Efabless-Platform. Dank der freien Verfügbarkeit des PDK könnten bestehende EDA-Werkzeuge für das eigentliche Chip-Design leicht den Prozess von Globalfoundries unterstützten. Ebenso könnten bereits vorhandene IP-Blöcke auf den Prozess portiert werden.

Die für das Programm bei Globalfoundries nun bereitstehende 180nm-Strukturbreite ist im historischen Vergleich eher alt und kommt seit mehr als 20 Jahren zum Einsatz. Der Markt für damit gefertigte Chips werde jedoch in den kommenden Jahren von mehr als 16 Millionen Wafern auf über 22 Millionen steigen, so Globalfoundries. Weiter heißt es in der Ankündigung: “Der 180-nm-Anwendungsbereich verzeichnet weiterhin eine starke Marktdynamik bei Motorcontrollern, RFID, Allzweck-MCUs und PMICs sowie bei neuen Anwendungen wie IoT-Sensoren, Zweifrequenz-RFID und Motorantrieb.”

Google schreibt zu der Kooperation mit Globalfoundries: “Basierend auf dem Umfang und der Breite der Technologie- und Fertigungskompetenz von Globalfoundries erwarten wir, dass wir gemeinsam mehr tun werden, um den Zugang und die Innovation in der Halbleiterentwicklung und -fertigung zu fördern.” Über die Kooperation mit dem ersten Partner des Google-Programms, Skywater, konnten bereits 350 Designs eingereicht werden, von denen letztlich 240 gefertigt worden seien, so Google.

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OSB Alliance besetzt Führungspositionen mit Frauen

18. Februar 2022 um 10:07

Die Open Source Business Alliance (OSB Alliance), der Verband der Open Source Industrie in Deutschland, hat drei Führungspositionen mit Frauen besetzt.

Wie die OSB Alliance mitteilt, übernimmt Anja Stock das Amt des Ersten Stellvertretenden Vorstandsvorsitzes von Milisav Radmanic. Hong Phuc Dang wechsle aus dem erweiterten Vorstand in den geschäftsführenden Vorstand und soll dort den Schwerpunkt auf die Mitgliedergewinnung richten, um das bestehende Netzwerk der OSB Alliance zu erweitern. Miriam Seyffarth wiederum hat als Leiterin politische Kommunikation seit Februar 2022 die Aufgaben von Karl Krüger übernommen.

Die Erste Stellvertretende Vorstandsvorsitzende Anja Stock arbeitet seit 22 Jahren bei Suse beschäftigt und hat dort Erfahrungen in vielen verschiedenen Bereichen der Open Source Entwicklung gewonnen, teilt die OSB Aliance mit. Derzeit sei sie Program Managerin in der Entwicklung für den Suse Linux Enterprise Bereich.

Anja Stock, Hong Phuc Dang und Miriam Seyffarth bringen mehr Frauenpower in die OSB Alliance. Quelle: OSBA

Hong Phuc Dang habe mit Mario Behling die FOSSASIA gegründet, wo sie unter anderem den jährlichen FOSSASIA-Gipfel in Singapur leite und Bildungsprogramme organisiert. Sie sei zweimal Vorstandsmitglied der Open Source Inititative (OSI) gerwesen und derzeit als stellvertretende Vorsitzende des Open Source Committee (OSCOM) der Standard-Organisation IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers).

Miriam Seyffarth habe zwei Jahre am deutschen Generalkonsulat in Saudi-Arabien Kulturveranstaltungen organisiert. Zurück in Deutschland habe sie unter anderem als Büroleiterin der Bundestagsabgeordneten Tabea Rößner gearbeitet, der aktuellen Vorsitzenden des Digitalausschusses de Bundestags, teilt die Alliance mit.

Peter Ganten, Vorstandsvorsitzender der OSB Alliance sagte: “Wir sind sehr glücklich, gleich drei tolle und äußerst kompetente Frauen gefunden zu haben, die in Zukunft wichtige Schlüsselpositionen innerhalb der OSB Alliance besetzen werden”

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Intel will mehr Open Source wagen

26. Oktober 2021 um 12:02

Der Intel-CEO Pat Gelsinger stimmt den Konzern auf mehr Kollaboration und Offenheit ein. Wichtig seien auch “Wahlmöglichkeiten und Vertrauen”.

Vor seinem Intel Innovation Event, das als Nachfolger des Intel Developer Forums gilt, hat der Intel-CEO Pat Gelsinger einen “offenen Brief an ein offenes Ökosystem” veröffentlicht, wie Gelsinger dies selbst nennt. Gelsinger ist erst Anfang dieses Jahres zu Intel zurückgekehrt, um die Stelle des CEO zu übernehmen und die Probleme des Konzerns zu lösen.

Und die Zukunft des Unternehmens und seiner Tätigkeit soll unter der neuen Führung offenbar noch mehr als jetzt auf Open-Source-Prinzipien basieren. Gelsinger schreibt dazu: “Aus diesem Grund glaube ich grundsätzlich an einen Open-Source-Bias, der die softwaredefinierte Infrastruktur antreibt, die das moderne Rechenzentrum verändert und das datenzentrierte Zeitalter eingeläutet hat”. Auf dem Innovation Event werde Gelsinger unter anderem über die “Bedeutung von Offenheit, Wahlmöglichkeiten und Vertrauen” für Intel sprechen.

Als bisher erfolgreiche Umsetzungen der offenen Strategien von Intel verweist Gelsinger auf USB, WLAN und Bluetooth. Hinzu kämen vielen weitere Industrie-Standards und APIs, um jene zu nutzen. Gelsinger schreibt: “Ich glaube daran, allen Endbenutzern, Entwicklern, Partnern und Unternehmen den Erfolg zu ermöglichen, weil dies zu neuer Begeisterung für Forschung und Entwicklung führt.”

Was das im Detail für die künftige Ausrichtung des Unternehmens Intel bedeutet, wird sich wohl erst auf dem Intel Innovation Event zeigen. Gelsinger verspricht aber bereits, mehr in Intel OneAPI zu investieren, die “Wahlmöglichkeiten von Entwicklern durch Zusammenarbeit mit einem breiten Ökosystem” zu stärken oder intensiver mit Industriepartnern zusammenzuarbeiten, um systemische Schwierigkeiten etwa im Bereich der Sicherheit zu überwinden. Auch für kommende Technologie wie etwa Quanten-Computing soll Intel offen mit Wissenschaft und Entwicklern zusammenarbeiten.

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