Lese-Ansicht

📚 »Datenbanksysteme« (2. Aufl.) ist erschienen

Mein Lehrbuch Datenbanksysteme ist gerade in der 2. Auflage erschienen. Es richtet sich an Studierende, Entwickler und Datenbankanwender. Es erklärt, wie moderne Datenbankmanagementsysteme funktionieren. Es zeigt Ihnen, wie Sie Datenbanken korrekt und effizient entwerfen. Es erläutert den Umgang mit der Structured Query Language (SQL) und gibt einen Überblick über die Administration und Programmierung von Datenbanksystemen.

Cover

Unzählige Übungsaufgaben (mit Lösungen!) helfen Ihnen, das erlernte Wissen zu verfestigen und anzuwenden. Zusammen mit dem Buch erhalten Sie den Online-Zugriff auf mehrere Beispieldatenbanken, sodass Sie SQL-Kommandos ohne die langwierige Installation eines eigenen Datenbank-Servers ausprobieren können. Alternativ können Sie die zum Download angebotenen Beispieldatenbanken natürlich auch lokal installieren.

In das Buch fließt meine bald 30-jährige Erfahrung im Entwurf von Datenbanken, bei der Entwicklung von Datenbankanwendungen, bei der Administration von Datenbankmanagementsystemen (DBMS) sowie aus dem Unterricht ein. Ein besonderer Fokus des Buchs liegt im korrekten Datenbankdesign. Fehler, die in dieser Phase passieren, sind später praktisch nicht mehr zu korrigieren. Das Buch berücksichtigt auch neue Entwicklungen, von NoSQL bis hin zu modernen SQL-Features (Rekursion, Common Table Expressions, Window-Funktionen etc.).

Für die 2. Auflage habe ich den NoSQL-Teil des Buchs ausgebaut und um ein MongoDB-Kapitel ergänzt. Außerdem habe ich diverse Fehler korrigiert und da und dort kleine Ergänzungen und Verbesserungen vorgenommen.

Mehr Details zum Buch finden Sie hier.

Freiexemplar für Lehrpersonal

Wenn Sie auf der Fachhochschule oder Universität eine Datenbank-Vorlesung oder -Übung abhalten: Kontaktieren Sie dozenten@rheinwerk-verlag.de und fordern Sie ein kostenloses Belegexemplar an!

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Was ist Ubuntu Pro und wie schalte ich es ab?

Ubuntu Pro ist eine Updateerweiterung für bestimmte Pakete der bekannten Distribution.
Ubuntu LTS soll so 10 Jahre Abdeckung für über 25.000 Pakete erhalten. Zusätzlich erhältst du Kernel Livepatching, Telefonsupport und Pakete fürs Hardening (NIST-certified FIPS crypto-modules, USG hardening mit CIS and DISA-STIG Profilen und Common Criteria EAL2).

Leider wird für dieses kostenpflichtige Produkt Werbung gemacht, auf dem Terminal und im Ubuntu Update Manager.
Sollte dich das stören, kannst du diese Meldungen mit wenigen Befehlen abschalten.
Alternativ kannst du dich auch einfach für Ubuntu Pro anmelden, denn der Zugang ist für Privatanwender für bis zu fünf Installationen umsonst.

Ubuntu Pro Nachrichten abschalten

sudo pro config set apt_news=false 

Das Abschalten der APT News reicht nicht ganz aus, um dir die Werbeeinblendung zu ersparen.
Du musst zusätzlich eine Datei editieren und deren Inhalt auskommentieren

nano /etc/apt/apt.conf.d/20apt-esm-hook.conf

ubuntu-pro-werbung-abschalten

Ubuntu Advantage deaktivieren oder deinstallieren

Optional kannst du das Ubuntu Advantage Paket entfernen, bzw. die Expanded SecurityMaintenance (ESM) abschalten, wenn du magst.
Ubuntu Advantage war der Vorgänger von Ubuntu Pro
Dieses beinhaltet wie die Pro-Variante Kernel Livepatching, Unterstützung für Landscape oder Zugriff auf eine Wissensdatenbank. Alles Dinge, die für Privatanwender nur bedingt interessant sind.

sudo systemctl disable ubuntu-advantage
#oder
sudo apt remove ubuntu-advantage-tools
# esm hook deaktivieren
sudo mv /etc/apt/apt.conf.d/20apt-esm-hook.conf /etc/apt/apt.conf.d/20apt-esm-hook.conf.disabled

Unterschied Ubuntu Advantage und Ubuntu Pro

Solltest du nun maximal verwirrt sein, was zu welchem Supportmodell gehört und wie es unterstützt wird, hier ein Vergleich von endoflifedate. Ubuntu Pro (Infra-Only) steht in der Tabelle für das alte Ubuntu Advantage.

ubuntu-lts-vs-ubuntu-pro

 

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Mit einem Dualstack-Reverse-Proxy Internet-Protokolle verbinden

Mit einem Dualstack-Proxy Internet-Protokolle verbinden beschrieb eine Möglichkeit, um von Hosts, welche ausschließlich über IPv6-Adressen verfügen, auf Ziele zugreifen zu können, die ausschließlich über IPv4-Adressen verfügen. In diesem Beitrag betrachte ich die andere Richtung.

Zu diesem Beitrag motiviert hat mich der Kommentar von Matthias. Er schreibt, dass er für den bei einem Cloud-Provider gehosteten Jenkins Build Server IPv4 deaktivieren wollte, um Kosten zu sparen. Dies war jedoch nicht möglich, da Kollegen aus einem Co-Workingspace nur mit IPv4 angebunden sind und den Zugriff verloren hätten.

Doch wie kann man nun ein IPv6-Netzwerk für ausschließlich IPv4-fähige Clients erreichbar machen, ohne für jeden Host eine IPv4-Adresse zu buchen? Dazu möchte ich euch anhand eines einfachen Beispiels eine mögliche Lösung präsentieren.

Vorkenntnisse

Um diesem Text folgen zu können, ist ein grundsätzliches Verständnis von DNS, dessen Resource Records (RR) und des HTTP-Host-Header-Felds erforderlich. Die Kenntnis der verlinkten Wikipedia-Artikel sollte hierfür ausreichend sein.

Umgebung

Zu diesem Proof of Concept gehören:

  • Ein Dualstack-Reverse-Proxy-Server (HAProxy) mit den DNS-RR:
    • haproxy.example.com. IN A 203.0.113.1
    • haproxy.example.com IN AAAA 2001:DB8::1
  • Zwei HTTP-Backend-Server mit den DNS-RR:
    • www1.example.com IN AAAA 2001:DB8::2
    • www2.example.com IN AAAA 2001:DB8::3
  • Zwei DNS-RR:
    • www1.example.com IN A 203.0.113.1
    • www2.example.com IN A 203.0.113.1
  • Ein Client mit einer IPv4-Adresse

Ich habe mich für HAProxy als Reverse-Proxy-Server entschieden, da dieser in allen Linux- und BSD-Distributionen verfügbar sein sollte und mir die HAProxy Maps gefallen, welche ich hier ebenfalls vorstellen möchte.

Der Versuchsaufbau kann wie folgt skizziert werden:

Ein Dualstack-Reverse-Proxy-Server (B) verbindet IPv4-Clients mit IPv6-Backend-Servern

HAProxy-Konfiguration

Für dieses Minimal-Beispiel besteht die HAProxy-Konfiguration aus zwei Dateien, der HAProxy Map hosts.map und der Konfigurationsdatei poc.cfg.

~]$ cat /etc/haproxy/conf.d/hosts.map 
www1.example.com	serversa
www2.example.com	serversb

Eine HAProxy Map besteht aus zwei Spalten. In der ersten Spalte stehen die FQDNs, welche vom HTTP-Client aufgerufen werden können. In der zweiten Spalte steht der Name des Backends aus der HAProxy-Konfiguration, welcher bestimmt, an welche Backend-Server eine eingehende Anfrage weitergeleitet wird. In obigem Beispiel werden Anfragen nach www1.example.com an das Backend serversa und Anfragen nach www2.example.com an das Backend serversb weitergeleitet.

Die HAProxy Maps lassen sich unabhängig von der HAProxy-Konfigurations-Datei pflegen und bereitstellen. Map-Dateien werden in ein Elastic Binary Tree-Format geladen, so dass ein Wert aus einer Map-Datei mit Millionen von Elementen ohne spürbare Leistungseinbußen nachgeschlagen werden kann.

Die HAProxy-Konfigurations-Datei poc.cfg für dieses Minimal-Beispiel ist ähnlich simpel:

~]$ cat /etc/haproxy/conf.d/poc.cfg 
frontend fe_main
	bind :80
	use_backend %[req.hdr(host),lower,map(/etc/haproxy/conf.d/hosts.map)]

backend serversa
	server server1 2001:DB8::1:80
backend serversb
	server server1 2001:DB8::2:80

In der ersten Zeile wird ein Frontend mit Namen fe_main definiert. Zeile 2 bindet Port 80 für den entsprechenden Prozess und Zeile 3 bestimmt, welches Backend für eingehende HTTP-Anfragen zu nutzen ist. Dazu wird der HTTP-Host-Header ausgewertet, falls notwendig, in Kleinbuchstaben umgewandelt. Mithilfe der Datei hosts.map wird nun ermittelt, welches Backend zu verwenden ist.

Die weiteren Zeilen definieren zwei Backends bestehend aus jeweils einem Server, welcher auf Port 80 Anfragen entgegennimmt. In diesem Beispiel sind nur Server mit IPv6-Adressen eingetragen. IPv4-Adressen sind selbstverständlich auch zulässig und beide Versionen können in einem Backend auch gemischt auftreten.

Kann eine HTTP-Anfrage nicht über die hosts.map aufgelöst werden, läuft die Anfrage in diesem Beispiel in einen Fehler. Für diesen Fall kann ein Standard-Backend definiert werden. Siehe hierzu den englischsprachigen Artikel Introduction to HAProxy Maps von Chad Lavoie.

Der Kommunikationsablauf im Überblick und im Detail

Der Kommunikationsablauf im Überblick

Von einem IPv4-Client aus benutze ich curl, um die Seite www1.example.com abzurufen:

~]$ curl -4 -v http://www1.example.com
* processing: http://www1.example.com
*   Trying 203.0.113.1:80...
* Connected to www1.example.com (203.0.113.1) port 80
> GET / HTTP/1.1
> Host: www1.example.com
> User-Agent: curl/8.2.1
> Accept: */*
> 
< HTTP/1.1 200 OK
< server: nginx/1.20.1
< date: Sat, 06 Jan 2024 18:44:22 GMT
< content-type: text/html
< content-length: 5909
< last-modified: Mon, 09 Aug 2021 11:43:42 GMT
< etag: "611114ee-1715"
< accept-ranges: bytes
< 
<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.1//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml11/DTD/xhtml11.dtd">

<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" xml:lang="en">
	<head>
		<title>Test Page for the HTTP Server on Red Hat Enterprise Linux</title>

Der FQDN www1.example.com wird mit der IPv4-Adresse 203.0.113.1 aufgelöst, welche dem Host haproxy.example.com gehört. Bei der Zeile Host: www1.example.com handelt es sich um den HTTP-Host-Header, welchen der HAProxy benötigt, um das richtige Backend auszuwählen.

Es ist zu sehen, dass wir eine Antwort von einem NGINX-HTTP-Server erhalten. Der HTML-Quelltext wurde gekürzt.

Damit ist es gelungen, von einem IPv4-Client eine Ressource abzurufen, die von einem IPv6-Server bereitgestellt wird.

Im Access-Log des Backend-Servers mit der IPv6-Adresse 2001:DB8::2 sieht man:

2001:DB8::1 - - [06/Jan/2024:19:44:22 +0100] "GET / HTTP/1.1" 200 5909 "-" "curl/8.2.1" "192.0.2.1"

Die Anfrage erreicht den Backend-Server von der IPv6-Adresse des haproxy.example.com (2001:DB8::1). Die am Ende der Zeile zu sehende IPv4-Adresse (192.0.2.1) gehört dem IPv4-Client, von dem ich die Anfrage gesendet habe.

Gedanken zur Skalierung

In diesem Beispiel sind die Server www1.example.com und www2.example.com über ihre IPv6-Adressen direkt erreichbar. Nur die Client-Anfragen von IPv4-Clients laufen über den Reverse-Proxy. Wenn man es wünscht, kann man selbstverständlich sämtliche Anfragen (von IPv4- und IPv6-Clients) über den Reverse-Proxy laufen lassen.

In kleinen Umgebungen kann man einen Reverse-Proxy wie HAProxy zusammen mit Squid (vgl. Artikel Mit einem Dualstack-Proxy Internet-Protokolle verbinden) auf einem Host laufen lassen. Selbstverständlich kann man sie auch auf separate Hosts verteilen.

Hochverfügbarkeit lässt sich auch hier mit keepalived nachrüsten:

Abschließende Gedanken

Die Internet-Protokolle IPv4 und IPv6 werden wohl noch eine ganze Zeit gemeinsam das Internet bestimmen und parallel existieren. Ich bin mir sogar sicher, dass ich das Ende von IPv4 nicht mehr miterleben werde. Dualstack-(Reverse)-Proxy-Server stellen eine solide und robuste Lösung dar, um beide Welten miteinander zu verbinden.

Sicher bleiben noch ausreichend Herausforderungen übrig. Ich denke da nur an Firewalls, Loadbalancer, NAT und Routing. Und es werden sich auch Fälle finden lassen, in denen Proxyserver nicht infrage kommen. Doch mit diesen Herausforderungen beschäftige ich mich dann in anderen Artikeln.

Quellen und weiterführende Links

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Zeichen setzen – auf den Chemnitzer Linux-Tagen 2024

In drei Wochen beginnen die Chemnitzer Linux-Tage 2024 mit dem diesjährigen Motto „Zeichen setzen“. Am 16. und 17. März erwartet euch im Hörsaalgebäude an der Richenhainer Straße 90 ein vielfältiges Programm an Vorträgen und Workshops. Hier finden sich Vorträge für interessierte Neueinsteiger wie für alte Hasen.

So geht es am Samstag im Einsteigerforum beispielsweise um die Digitalisierung analoger Fotos, das Erstellen von Urlaubsvideos mit der Software OpenShot oder die Verschlüsselung von E-Mails. In der Rubrik „Schule“ gibt Arto Teräs einen Einblick in den Einsatz der Open-Source-Lösung Puavo an finnischen und deutschen Schulen. Zusätzlich stehen Vorträge aus den Bereichen Finanzen, Medien, Datensicherheit, KI oder Netzwerk auf dem Programm. Am Sonntag gibt das Organisationsteam der Chemnitzer Linux-Tage mit „make CLT“ Einblicke in die Planung und Strukturen der Veranstaltung selbst. In der Rubrik „Soft Skills” wird es um die Schätzung von Aufwänden oder notwendige Fähigkeiten von Software-Entwicklern gehen.

Eintrittskarten können online im Vorverkauf und an der Tageskasse erworben werden. Kinder bis 12 Jahren haben freien Eintritt.

Während viele Besucher bereits Stammgäste sind, werden auch neue Gesichter herzlich willkommen. Lasst euch gern von der hier herrschenden Atmosphäre voller Begeisterung für freie Software und Technik anstecken und begeistern.

Ich selbst freue mich, am Samstag um 10:00 Uhr in V6 den Vortrag mit dem obskuren Namen ::1 beisteuern zu dürfen. Update: Unverhofft kommt oft. Uns so freue ich mich am Sonntag um 10:00 Uhr in Raum V7 noch in einem zweiten Vortrag vertreten zu sein. Zusammen mit Michael Decker von der ASPICON GmbH erfahrt ihr, wie man „Mit Ansible Collections & Workflows gegen das Playbook-Chaos“ angehen kann.

Darüber hinaus beteilige ich mich als Sessionleiter für die folgenden drei Vorträge an der Veranstaltung:

So habe ich auf jeden Fall einen Platz im Raum sicher. ;-)

Wer ebenfalls helfen möchte, kann sich unter Mitmachen! informieren und melden.

Für mich ist dieses Jahr einiges im Programm dabei. Doch freue ich mich ebenso sehr auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten aus der Gemeinschaft und darauf, neue Gesichter (Namen kann ich mir meist erst Jahre später merken) kennenzulernen.

Also bis bald in der Karl-Marx-Stadt.

Chemnitzer Linux-Tage Banner
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Neues Theme in WordPress neue Darkmode CSS

Im Frontend ändert sich mein Blog nur noch marginal. Jedoch musste ich mich aufgrund von Änderungen im Sourcecode von WordPress für ein anderes Theme entscheiden. Zuvor hatte ich ein Theme von einem deutschen bekannten Entwicklerpaar gekauft, aber leider endet hier der Support doch recht schnell. Auch Bugfixes, welche ich einmal auf Github eingereicht hatte, wurden ... Weiterlesen

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Entfernen des gist-Plugins und YouTube aus WordPress

Ich habe nun das nächste Plugin aus WordPress entfernt. Auch habe ich mir nochmals Gedanken über dieses Plugin gemacht und es ist definitiv nicht Datenschutz konform, wenn ich Daten aus Github nachgeladen habe. Ich hatte zwar somit immer die neueste Version des Codes eingebunden, aber es war eigentlich eine Faulheit auf Kosten der Lesenden. Im ... Weiterlesen

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Umzug der Nextcloud von 32-Bit auf 64-Bit

Nachdem unsere Community-Cloud das vorab letzte Software-Upgrade und eine neue SSD erhalten hatte, wurde es nun Zeit auch die Hardware auf eine neue Stufe zu heben. Da wir der Meinung waren, dass hierzu ein Raspberry P4 4 Modell B mit 8GB völlig ausreicht, haben wir uns bewusst für dieses Gerät entschieden. Eingepackt in ein passiv gekühltes Metallgehäuse wird uns diese Kombination, so hoffe ich, die nächste Zeit zuverlässig begleiten.

Da ein Upgrade der installierten Software vom Raspberry Pi 3 auf den Raspberry Pi 4 wenig sinnvoll und auch fast unmöglich umzusetzen ist, war die Idee, die Datenbank und das Datenverzeichnis der Nextcloud in eine Neuinstallation (64-Bit) einzubinden.

Für den Wechsel auf 64-Bit hätte eigentlich parallel zum bestehenden System eine Neuinstallation auf dem erwähnten Raspberry Pi durchgeführt werden müssen. Hier konnte ich mir die Arbeit aber ein wenig erleichtern, indem ich die MicroSD meiner eigenen Cloud klonen konnte. Auf dem geklonten System waren so nur einige Anpassungen vorzunehmen, bevor das neue Gerät an Stelle des 32-Bit-Systems in Betrieb genommen werden konnte.

Aufnahme mit Wärmebildkamera (passiv gekühltes Gehäuse für Raspberry Pi 4)
Aufnahme mit Wärmebildkamera (Raspberry Pi 4 – passive Kühlung)

Die aus dem Raspberry Pi 3 gesicherte Datenbank wurde in den Raspberry Pi 4 eingelesen und die Daten-SSD in die /etc/fstab eingebunden. Danach wurde der ddclient mit der DynDNS neu konfiguriert. Ein neues Zertifikat wurde erstellt und die automatische Upgrade-Routine hierzu angepasst. Zum Schluss mussten nur noch die Ports im Speedport-Router für die neue Hardware freigegeben werden.

Fazit

Der Aufwand hat sich in dem Sinne gelohnt, da dieses nun mittlerweile über fünfeinhalb Jahre existierende Projekt, zukunftssicher weiterbetrieben werden kann.

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Bruteforce-Einträge in Nextcloud-Datenbank löschen

Nachdem nun unsere Community-Cloud endlich wieder lief, habe ich versucht innerhalb der Gemeinschaft unseren Cloud-Speicher etwas zu bewerben. Bei einigen Nutzern war dieser inzwischen etwas in Vergessenheit geraten, samt den nötigen Passwörtern.

Es kommt natürlich immer wieder vor, dass Zugangsdaten nicht richtig verwahrt werden oder gar ganze Passwörter nicht mehr auffindbar sind. Mehrfache fehlerhafte Eingaben können jedoch, wie im Fall der Nextcloud, dazu führen, dass Nutzer-IPs ausgesperrt bzw. blockiert werden. Diesen Schutz nennt man Bruteforce-Schutz.

Bruteforce-Schutz

Nextcloud bietet einen eingebauten Schutzmechanismus gegen Bruteforce-Angriffe, der dazu dient, das System vor potenziellen Angreifern zu sichern, die wiederholt verschiedene Passwörter ausprobieren. Diese Sicherheitsvorkehrung ist standardmäßig in Nextcloud aktiviert und trägt dazu bei, die Integrität der Daten zu wahren und unautorisierten Zugriff auf das System zu verhindern.

Wie es funktioniert

Die Funktionsweise des Bruteforce-Schutzes wird besonders deutlich, wenn man versucht, sich auf der Anmeldeseite mit einem ungültigen Benutzernamen und/oder Passwort anzumelden. Bei den ersten Versuchen mag es unauffällig erscheinen, doch nach mehreren wiederholten Fehlversuchen wird man feststellen, dass die Überprüfung des Logins mit zunehmender Häufigkeit länger dauert. An dieser Stelle tritt der Bruteforce-Schutz in Kraft, der eine maximale Verzögerung von 25 Sekunden für jeden Anmeldeversuch einführt. Nach erfolgreicher Anmeldung werden sämtliche fehlgeschlagenen Versuche automatisch gelöscht. Wichtig zu erwähnen ist, dass ein ordnungsgemäß authentifizierter Benutzer von dieser Verzögerung nicht mehr beeinträchtigt wird, was die Sicherheit des Systems und die Benutzerfreundlichkeit gleichermaßen gewährleistet.

Bruteforce-Schutz kurzzeitig aushebeln

Hat nun einmal die Falle zugeschnappt und ein Anwender wurde aus der Nextcloud ausgesperrt, so kann sich das Problem über die Zeit von selbst lösen. Es gibt aber auch die Möglichkeit die Datenbank entsprechend zurückzusetzen.

Zuerst wechselt man in das Nextcloud-Verzeichnis. Danach werden über den folgenden OCC-Befehl die Bruteforce-Einträge der Datenbank resetet.

cd /var/www/html/nextcloud/
sudo -u www-data php occ security:bruteforce:reset 0.0.0.0

Neue Bruteforce-Attacken werden natürlich danach wieder geloggt und verdächtige IPs ausgesperrt.

Viel Erfolg!

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PCEngines gegen HUNSN RJ03 getauscht

Des Öfteren erinnere ich Kollegen daran, doch bitte bei Upgrades in einer Remoteshell mit einem terminal mutliplexer zu arbeiten. Falls doch einmal die Verbindung abbricht, nicht ein halb installiertes, oder konfiguriertes Paket vorliegt. Das kann viel und sehr unangenehme Arbeit auslösen. Man glaubt es kaum, den Fakt habe ich bei meiner Firewall in meinem Homeoffice ... Weiterlesen

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Microsoft Windows: Sudo findet seinen Weg von Linux nach Redmond

Sudo wird unter Unix(artigen)-Systemen wie Linux verwendet, um beispielsweise Prozesse mit erhöhten Rechten auszuführen. Dem Prinzip folgend bringt Microsoft eine Windows-Implementation des Sudo-Befehls für sein Betriebssystem. Im Terminal ausgeführt öffnet sich der bekannte UAC-Dialog und erfragt die erhöhten Rechte.

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Kostenlose Bilderbeschreibung für WordPress

Das soziale Netzwerk Mastodon hat mit seinem web- und mobilen Anwendungen für mich einen wunderbaren Standard in das Leben gerufen und sogleich in dem Netzwerk etabliert. Die ausführliche Bildbeschreibung. Die Beschreibung wird, unterstützt durch künstliche Intelligenz, per Knopfdruck als ein Text generiert. Der Text wird nun noch an die eigenen Wünsche angepasst. Damit beschreibt der ... Weiterlesen

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Plugin WP-Appbox für WordPress deaktiviert

WP-Appbox ist ein wunderbares Plugin, welches vielfältige Darstellungsmöglichkeiten für die Verlinkung verschiedener Apps bietet. Das Plugin war bei mir seit 2013 in Benutzung. Ich habe es erstmals bei dem Blogbeitrag Ownstagram ein eigenes Instagram verwendet. Das Plugin bindet verschiedene Stores anhand eines Shortcodes ein und zieht sich hier die gewünschten Daten aus dem Shop. Ein ... Weiterlesen

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Cookieless WordPress seit heute

Ich habe nun meine Bannermeldung nach dem Telekommunikation-Telemedien-Datenschutz-Gesetz (TTDSG) abgeschaltet. Siehe hierzu auch das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 28. Mai 2020, Aktenzeichen I ZR 7/16.Ich betrieb meine Installation von Matomo schon so, dass seitens Matomo keine Cookies gesetzt wurden. Durch das Abschalten der Kommentarefunktion in WordPress konnten auch hier auf Cookies verzichtet werden. Den letzten Teil ... Weiterlesen

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Auf ein Minimum in WordPress

Nach über 14 Jahren Gebrauch ist WordPress eine Art von Hassliebe. Es ist nicht so, dass ich nicht andere Plattform für das Schreiben im Netz ausprobiert hatte. Ich startete mit WordPress, besuchte Drupal,Octopress und Serendpity, um am Ende doch wieder bei WordPress zu landen. Somit sitze ich im Moment vor meinem, doch in die Jahre ... Weiterlesen

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Fork: Grafischer Git-Client für macOS

Ich habe mich nach einer kleinen Testphase gegen GitKraken und für Fork als grafischen Client für Git unter macOS entschieden.Gitkraken mag ein hervorragendes Werkzeug sein, aber das Abomodell hat mich abgeschreckt. Ich möchte noch erwähnen, dass GitKraken ein Studenten- und Universitätspaket anbietet. Ich werde vielleicht GitKraken Kollegen:innen an meinem Arbeitsplatz für einen Test vorschlagen. Dann ... Weiterlesen

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Proton Experimental: Black Desert läuft jetzt auch unter Linux

Lange Zeit hatten Spieler mit Interesse an Black Desert unter Linux das Nachsehen. Der Easy-Anti-Cheat-Dienst stand bislang im Weg. Valve als Entwickler des Steam Deck hingegen ist bemüht, möglichst viele Titel Linux-kompatibel zu machen. Proton ist das Werkzeug hierfür und der Experimental-Zweig bringt noch weitere Neuerungen.

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Granblue Fantasy: Relink im Test: Benchmarks auf dem Steam Deck, unter Linux und Windows

Rollenspiele („RPG“) aus Japan („JRPG“) erfreuen sich auch hierzulande immer größerer Beliebtheit. Entwickler Cygames hat Granblue Fantasy: Relink zeitgleich für PlayStation 4 und 5 sowie PC veröffentlicht. Der Titel bietet genügsame Hardware-Anforderungen und läuft im Test auch unter Linux und auf dem Steam Deck sehr gut.

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Orange Pi Neo: Gaming-Handheld mit AMD Ryzen und Manjaro Linux

Mit dem Steam Deck hat Valve einen Nerv getroffen, immer mehr Hersteller springen auf den Trend auf. Auch die Macher des Orange Pi beteiligen sich und schnüren ein Paket aus potenter Hardware, langlebigen Hall-Effekt-Sticks, 16:10-Display und RGB-Beleuchtung. Manjaro Linux statt Windows bildet die Basis.

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Romane schreiben mit dem kostenlosen Autorenprogramm Manuskript | Linux und Open Source Tutorial

💾

Linux und Open Source Anwendungen für Autoren - Schriftsteller benutzen für die Erstellung von Romanen Autorenpgrogramme. Autorenprogramme sind spezielle Schreibprogramme für Autoren und Schriftsteller. Für Linux ist die Auswahl derartiger Anwendungen leider begrenzt. Manuskript ist Open Source und läuft unter Linux (Debian, Ubunrtu, Fedora, Snap, Flatpak), Windows und auch MacOS. Da es zudem kostenfrei ist, stellt es eine Alternative für angehende Autoren dar , die auch einmal ein Autorenpgrogramm ausprobierten möchten und keine herkömmliche Textverarbeitung wie Libre Office oder Word nutzen wollen.
Im Video zeige ich die wesentlichen Unterschiede zu einer reinen Textverarbeitung und die wesentlichen Funktionsmerkmale von Manuskript.
🖋️ Entdecke mit mir das leistungsstarke Autorenprogramm Manuskript und erfahre, wie du in Linux deine Schreibprojekte optimal umsetzen kannst! In diesem umfassenden YouTube-Video nehme ich das Manuskript Autorenprogramm genau unter die Lupe und biete dir wertvolle Anwendungstipps für Linux-Nutzer, die aber in Windows und MacOS umgesetzt werden können.

📘 Mit Manuskript hast du nicht nur ein einfaches Schreibwerkzeug, sondern auch ein vielseitiges Programm, das speziell für Autoren entwickelt wurde. Tauche ein in die Funktionen, die das Programm bietet, und lerne, wie du es effektiv in deinem Linux-Betriebssystem nutzen kannst.

🚀 In diesem Tutorial erfährst du:

Die grundlegenden Funktionen von Manuskript und warum es ein Must-Have für Autoren ist
Spezifische Anwendungsmöglichkeiten von Manuskript in Linux
Tipps und Tricks für die effiziente Nutzung des Autorenprogramms
Integration von Manuskript in deinen Schreibworkflow unter Linux
Fortschrittliche Funktionen und individuelle Anpassungsmöglichkeiten

🔍 Verbessere deine Schreiberfahrung und suche nach "Manuskript Autorenprogramm Linux Tutorial", "Effektives Schreiben in Linux", oder "Autorensoftware für Linux" – und entdecke unser informatives Video, das dir dabei hilft, das Beste aus Manuskript herauszuholen. Vergiss nicht, unseren Kanal zu abonnieren, um über weitere Tipps und Tutorials auf dem Laufenden zu bleiben!

Link zur Webseite von Manuskript: https://www.theologeek.ch/manuskript/download/

Linux Bücher für Einsteiger von mir (Ebook und Taschenbuch):
▶️ https://www.amazon.de/~/e/B001K73R84

Brandneu: Linux Mint 21 - Schnellanleitung für Einsteiger
▶️ https://www.amazon.de/dp/B0BB9LGMPG

Weitere Videos zu Linux Distributionen findet Ihr in dieser Playlist:
▶️ https://www.youtube.com/watch?v=sdYcdG4mn98&list=PLl0zRfPkQ7Xu86XQgKbUhVRSBbHpUzxxM

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JJ Fotoshow ▶️ https://www.youtube.com/c/JoeTravels

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Neue Services: BookStack und Wallabag

Zwei neue adminForge Services können ab sofort genutzt werden.

BookStack ist eine einfache Wiki-Software die leicht zu bedienen ist. Du kannst deine Informationen in Büchern mit Seiten ablegen und diese Bücher in Regale einordnen.

Mit Wallabag könnt ihr interessante Artikel ablegen und einfach später lesen.

 

 

BookStack ist eine einfache Wiki-Software die leicht zu bedienen ist. Du kannst deine Informationen in Büchern mit Seiten ablegen und diese Bücher in Regale einordnen.

https://bookstack.adminforge.de

Features:

  • Anmeldung via adminForge Account möglich
  • Jeder User sieht nur seine Regale und Bücher
  • Mehrsprachig
  • Optionaler Markdown Editor
  • Versionierungen
  • Bilder können im Wiki eingepflegt werden
  • Dark und Light Modus

Software: BookStack


Mit Wallabag könnt ihr interessante Artikel ablegen und einfach später lesen.

https://bag.adminforge.de

Features:

  • Bequemes Lesen: Wallabag extrahiert den Inhalt des Artikels (und nur den Inhalt!) und zeigt ihn in einer komfortablen Ansicht an
  • Migriere von anderen Diensten: Wenn bereits ein Konto bei Pocket, Readability, Instapaper oder Pinboard existiert, können die Daten in Wallabag importiert werden

Apps:

Browser:

Geräte:

Software: Wallabag

 

Euer adminForge Team

UnterstützenDas Betreiben der Dienste, Webseite und Server machen wir gerne, kostet aber leider auch Geld.
Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende und diskutiere ins unserem Chat mit.

by adminForge.

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Neue Sicherheitslücken bei glibc: syslog und qsort

Es gibt wieder neue Sicherheitslücken in glibc. Dabei betrifft eine die syslog()-Funktion, die andere qsort(). Letztere Lücke existiert dabei seit glibc 1.04 und somit seit 1992. Entdeckt und beschrieben wurden die Lücken von der Threat Research Unit bei Qualys.

Die syslog-Lücke ist ab Version 2.37 seit 2022 enthalten und betrifft somit die eher die neuen Versionen von Linux-Distributionen wie Debian ab Version 12 oder Fedora ab Version 37. Hierbei handelt es sich um einen "heap-based buffer overflow" in Verbindung mit argv[0]. Somit ist zwar der Anwendungsvektor schwieriger auszunutzen, weil in wenigen Szenarien dieses Argument (der Programmname) dem Nutzer direkt überlassen wird, die Auswirkungen sind jedoch umso schwerwiegender. Mit der Lücke wird eine lokale Privilegienausweitung möglich. Die Lücke wird unter den CVE-Nummern 2023-6246, 2023-6779 und 2023-6780 geführt.

Bei der qsort-Lücke ist eine Memory Corruption möglich, da Speichergrenzen an einer Stelle nicht überprüft werden. Hierfür sind allerdings bestimmte Voraussetzungen nötig: die Anwendung muss qsort() mit einer nicht-transitiven Vergleichsfunktion nutzen (die allerdings auch nicht POSIX- und ISO-C-konform wären) und über eine große Menge an zu sortierenden Elementen verfügen, die vom Angreifer bestimmt werden. Dabei kann ein malloc-Aufruf gestört werden, der dann zu weiteren Angriffen führen kann. Das Besondere an dieser Lücke ist ihr Alter, da sie bereits im September 1992 ihren Weg in eine der ersten glibc-Versionen fand.

Bei der GNU C-Bibliothek (glibc) handelt es sich um eine freie Implementierung der C-Standard-Bibliothek. Sie wird seit 1987 entwickelt und ist aktuell in Version 2.38 verfügbar. Morgen, am 1. Februar, erscheint Version 2.39.

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Raspberry Pi OS Buster -> Bullseye

Heute möchte ich noch einmal ein Thema aus der Mottenkiste holen, welches ja eigentlich schon abgehakt sein sollte. Es geht um das Upgrade von Raspbian 10 auf das Raspberry Pi OS 11.

Anlass des Ganzen ist unsere Community-Cloud mit über 25 Nutzern. Diese Cloud wurde vor über fünfeinhalb Jahren zum Zwecke des Datenteilens ins Leben gerufen. Durch einen bedingten öfteren Standortwechsel verblieb das System auf einem Softwarestand von vor über zwei Jahren. Jetzt im neuen Zuhause stand dadurch ein gründlicher Tapetenwechsel an. D.h., dass im ersten Schritt das Betriebssystem auf Raspberry Pi OS 11 Bullsleye angehoben werden musste, bevor die Nextcloud von Version 22 auf 27 aktualisiert wurde. Weiterhin musste parallel PHP 7.3 auf Version 8.1 gezogen werden, um wieder in sicheres Fahrwasser zu gelangen. Bei der Hardware handelt es sich um einen Raspberry Pi 3 Model B. Auch dieses Gerät soll im laufe des Jahres noch ein Refresh erhalten.

Nun zum Upgrade auf das erwähnte Raspberry Pi OS 11.

Installation

Hilfreich bei der Installation war die Anleitung von linuxnews.de, die ich abschließend noch um zwei Punkte ergänzen musste. Hierbei konnte ich mich noch an mein erstes Upgrade dieser Art erinnern, dass es zu Unverträglichkeiten mit dem Desktop kam. Dieses Problem wird ganz am Ende des Artikels behandelt.

Zuerst wurde ein vollständiges Upgrade auf die aktuellste Version Raspbian 10 durchgeführt.

sudo apt update
sudo apt full-upgrade
sudo rpi-update

Danach wurden die Quellen auf Bullseye angepasst.

sudo sed -i 's/buster/bullseye/g' /etc/apt/sources.list
sudo sed -i 's/buster/bullseye/g' /etc/apt/sources.list.d/raspi.list

Im Anschluss folgte ein Update der Quellen und die erforderliche Installation von gcc-8.

sudo apt update && sudo apt install libgcc-8-dev gcc-8-base
sudo apt full-upgrade 
sudo apt -f install

Danach wurden unnötige Pakete und verbliebene heruntergeladene Pakete entfernt.

sudo apt autoremove
sudo apt clean

Nun mussten noch die Kernelbased Mode-Setting (KMS) in der /boot/config.txt angepasst werden. Hierzu wurden folgende zwei Befehle ausgeführt:

sudo sed -i 's/dtoverlay=vc4-fkms-v3d/#dtoverlay=vc4-fkms-v3d/g' /boot/config.txt
sudo sed -i 's/\[all\]/\[all\]\ndtoverlay=vc4-kms-v3d/' /boot/config.txt

Desktop aufräumen

Nach dem Reboot mit angeschlossenem Monitor fiel auf, dass sich das Programm Parcellite in der Menüleiste verewigt hatte. Parcellite war vor dem Systemupgrade auf Raspberry Pi OS 11 Bullseye nicht an Bord. Aus diesem Grund konnte es auch ohne Bedenken gelöscht werden.

sudo apt remove parcellite

Weiterhin fiel auf, dass die ganze Menüleiste des Desktops etwas vermurkst aussah. Diese wurde auf die Grundeinstellungen mit

cd ~/
sudo rm -rf .cache

zurückgesetzt.

Nach einem erneuten Reboot läuft Raspberry Pi OS 11 wie gewünscht.

sudo reboot
Nextcloud 27 - Raspberry Pi Modell B Rev 1.2
Nextcloud 27 – Raspberry Pi Modell B Rev 1.2
Nextcloud 27 - PHP 8.1
Nextcloud 27 – PHP 8.1

Fazit

Um unsere Community-Cloud wieder sicher zu machen, war ein wenig Wochenendarbeit nötig. Die so investierte Zeit hat sich aber durchaus gelohnt. Im nächsten Schritt erfolgt dann der Tausch des Raspberry Pi und ein Wechsel der Daten-SSD gegen ein größeres Modell.

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