Lese-Ansicht

Urlaub mit dem Lama

Urlaub ist herrlich, um einfach mal abzuschalten. Doch nach ein paar Tagen der puren Erholung packt mich meistens wieder der Drang, etwas Kreatives oder Produktives zu tun. Ein gutes Buch lesen? Schon erledigt. Rätseln? Nun ja, dieses Jahr hatte ich mir Sudoku als Endgegner ausgesucht – was mich am Ende ehrlicherweise mehr angestrengt als erfreut hat. Immerhin war ich an anderer Stelle produktiv und habe die Auffrischung meines A2-Fernpiloten-Kompetenznachweises erfolgreich hinter mich gebracht.

Doch der Tech-Spleen lässt einen auch im Urlaub nicht ganz los. Mir ging da nämlich eine Sache durch den Kopf: Letztes Jahr hat Prof. Klaus Knopper auf den Chemnitzer Linux-Tagen einen extrem spannenden Vortrag zum Thema lokale KI gehalten. Konkret ging es um Ollama auf dem Raspberry Pi. Warum also nicht die freie Zeit nutzen, um das Ganze mal aus der Ferne auf dem heimischen RasPi zu installieren und selbst auszuprobieren?

Was ist Ollama?

Für alle, die den Begriff noch nicht gehört haben, hilft ein kurzer Blick in die Wikipedia:

Ollama ist eine Open-Source-Software zur lokalen Ausführung von Large Language Models (LLMs) auf Desktop-Computern. Die Plattform ermöglicht die lokale Nutzung frei verfügbarer KI-Modelle und unterstützt die Integration mit weiteren lokalen Werkzeugen, die über eine Kommandozeilenschnittstelle oder eine Programmierschnittstelle (API) angebunden werden können. Ollama ist für macOS, Linux und Windows verfügbar.

Installation

Gesagt, getan. Die Installation auf dem Raspberry Pi – in meinem Fall ein Raspberry Pi 5 mit 8 GB RAM – erfolgt denkbar einfach über das Terminal mit folgendem Befehl:

curl -fsSL https://ollama.com/install.sh | sh

Am Ende des Installationsvorgangs spuckt das System noch den dezenten Hinweis aus, dass keine NPUs oder Grafikkarten von Nvidia gefunden wurden, die die Ausführung des Large Language Models beschleunigen könnten. Das war beim RasPi natürlich zu erwarten, hält uns aber nicht auf.

Damit wir der KI überhaupt Fragen stellen können, muss im Anschluss ein passendes und vor allem schlankes Modell installiert werden. Für diesen ersten Test habe ich mich für llama 3.2 (ca. 2 GB) entschieden:

ollama run llama3.2:3b

Der Praxistest: Was taugt die lokale KI?

Nachdem das Modell geladen war, wollte ich es natürlich wissen. Ich habe der lokalen KI eine klassische Frage gestellt:

Welche Linux-Distribution würdest du einem Anfänger empfehlen?

Eine gute Frage!

Als Anfänger ist es wichtig, eine Linux-Distribution zu wählen, die leicht zu installieren und zu bedienen ist. Hier sind einige beliebte Optionen:

  1. Ubuntu: Ubuntu ist eine der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Linux-Distributionen. Sie bietet eine intuitive Benutzeroberfläche und eine riesige Gemeinschaft von Benutzern, die ihr helfen können, wenn
    etwas nicht funktioniert.
  2. Linux Mint: Linux Mint basiert auf Ubuntu und ist für ihre einfache und benutzerfreundliche Oberfläche bekannt. Sie ist auch sehr sicher und bietet viele zusätzliche Funktionen wie eine verbesserte
    Sicherheitsfunktion und eine integrierte Diskografie.
  3. Debian: Debian ist eine weitere beliebte Linux-Distribution, die für ihre Stabilität und Sicherheit bekannt ist. Sie bietet eine riesige Auswahl an Software und ist ein beliebter Kandidat für Entwickler und
    Systemadministratoren.
  4. Fedora: Fedora ist eine Linux-Distribution, die von der Open Source Initiative verwaltet wird. Sie bietet eine aktuelle und sichere Version von Linux und ist ein beliebter Kandidat für Entwickler und
    Systemadministratoren.

Meine Empfehlung wäre Ubuntu. Sie ist eine großartige Option für Anfänger, da sie leicht zu installieren und zu bedienen ist. Außerdem bietet sie eine riesige Gemeinschaft von Benutzern, die ihr helfen können, wenn
etwas nicht funktioniert.

Ich hoffe, das hilft! Wenn du noch weitere Fragen hast, stehe ich gerne zur Verfügung.

Das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen. Die Antwort hätte ich so oder so ähnlich wahrscheinlich auch gegeben. Ich bin wirklich nachhaltig beeindruckt, was der kleine Einplatinen-Computer hier ganz ohne Cloud-Anbindung zu leisten vermag.

Fazit

Eine lokale und ethische KI auf dem eigenen Raspberry Pi ist auf jeden Fall einen Blick wert. Wer seine Daten nicht ungeschützt den großen Hyperscalern in die Cloud blasen möchte, findet hier eine fantastische Alternative. Im Sinne der digitalen Souveränität ist diese Lösung für kleinere, alltägliche Aufgaben auf jeden Fall hervorragend geeignet.

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Akrites Initiative: Neue Allianz will Open‑Source‑Sicherheit stärken

Die Linux Foundation reagiert mit der Akrites Initiative auf wachsende Risiken für offene Software. KI findet Schwachstellen heute so schnell, dass klassische Sicherheitsprozesse kaum mithalten. Die Beteiligten warnen, dass moderne Modelle Lücken in Minuten aufspüren. Früher dauerte das oft viele Wochen. Diese Entwicklung trifft Bereiche wie Energie, Verkehr, Gesundheit und Finanzdienste. Gleichzeitig sinkt die Hürde […]

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Kernel Live Patching für Red Hat Enterprise Linux (RHEL)

Dieser Artikel richtet sich an jene, die sich für das Thema Kernel Live Patching (KLP) interessieren.

Im ersten Teil des Artikels stelle ich dar, wann KLP in meinen Augen keine gute Lösung darstellt und man auf den Einsatz nach Möglichkeit verzichten sollte. Wissend, dass es manchmal nicht anders geht, beschreibe ich im zweiten Teil am Beispiel von RHEL 9, wie KLP eingerichtet und genutzt werden kann.

Transparenzhinweis: Ich arbeite als Technical Account Manager (TAM) für die Firma Red Hat, welche die Distribution Red Hat Enterprise Linux (RHEL) herausgibt. Dieser Artikel spiegelt meine persönliche Meinung wider, welche mit der meines Arbeitgebers übereinstimmen kann, dies jedoch nicht in jedem Fall muss.

Der Userspace wird in diesem Artikel ausgeklammert, um den Umfang nicht zu sprengen. Ich werde diesen in einem folgenden Artikel aufgreifen.

Warum bzw. wann man Kernel Live Patching nicht nutzen sollte

Folgende Gründe sollten nicht zur Nutzung von KLP führen, sondern auf andere Weise adressiert werden:

  • Angst vor dem Serverneustart
  • Eine Softwarearchitektur, die Serverneustarts nicht vorsieht/zulässt
  • Ungeklärte Abhängigkeiten in vernetzten Systemen
  • Der Glaube, mit KLP nie wieder neustarten zu müssen

Angst ist in der IT ein ganz schlechter Ratgeber. Hier sollte unbedingt die Ursache und nicht das Symptom behandelt werden. Denn Serverneustarts können auch noch aus folgenden Gründen passieren bzw. notwendig werden:

  • Der Server verliert vorübergehend die Stromversorgung
  • Eine Kernel Panic bringt das System zum Absturz
  • Ein nicht mehr reagierendes System muss durch einen Reset neugestartet werden
  • Umzug der Hardware an einen neuen Standort

Dies sind nur vier Gründe, die mir sofort in den Sinn kommen. Wenn wir länger darüber nachdenken, fallen uns bestimmt noch viele weitere ein (ergänzt diese gern in den Kommentaren). Wichtig ist zu verstehen, dass Serverneustarts aus verschiedenen Gründen passieren und per se nicht schlimm sind.

Wenn die Softwarearchitektur keine Neustarts einzelner Komponenten zulässt, hat man ein ganz anderes Problem, welches dringend adressiert werden sollte. Soetwas wie 100%-tige Verfügbarkeit gibt es nicht. Hier ist in meinen Augen zu klären, ob es wirklich an der Anwendung oder eher an nicht verhandelten Wartungsfenstern liegt. KLP ist hier keine Lösung, da die Häufigkeit von Neustarts nur reduziert bzw. das Problem in die Zukunft verschoben wird.

Viele Sysadmins sind faul und das ist gut so. Motiviert es diese Personengruppe doch, manuelle Tätigkeiten zu automatisieren und sich die Arbeit zu erleichtern. Diese Faulheit darf allerdings nicht dazu führen, dass man sich vor der Analyse komplexer und vernetzter Systeme drückt. Abhängigkeiten können analysiert und in den meisten Fällen aufgelöst werden. Sind sie bekannt, kann man sie im Patchprozess berücksichtigen und den Vorgang inkl. Neustarts automatisieren. Auch in diesem Fall verzögert KLP das Unvermeidliche nur.

Kernel Live Patching kümmert sich, wie der Name schon sagt, nur um den Kernel. Was ist mit dem Userspace? Auch hier gibt es sicherheitskritische Bibliotheken und Anwendungen, wie z.B. openssl, gnutls oder die glibc, welche bei erkannten Schwachstellen zeitnah abgesichert werden müssen, um die Sicherheit des Systems nicht zu gefährden.

Neustarts sind per se nicht schlecht. Wer seine Server regelmäßig neustartet, gewinnt Vertrauen, dass diese auch wieder hochfahren und ihre Dienste korrekt erbringen. Schlummernde Probleme werden schneller erkannt und türmen sich nicht zu einem Störfall auf, der nur darauf wartet, im ungünstigsten Moment zu passieren. Und im Optimalfall sind die Dienste so entworfen worden, dass der Ausfall/Neustart eines einzelnen Servers nicht automatisch zu einer Nichtverfügbarkeit des Dienstes führt.

Ich möchte mein Plädoyer für Serverneustarts an dieser Stelle beenden und mich zwei Szenarios zuwenden, in denen KLP die Schmerzen des IT-Betriebs lindern kann.

Wann Kernel Live Patching Sinn macht

Für besonders geschäftskritische IT-Dienste existieren häufig Service-Level-Agreements (SLA), die eine sehr hohe Verfügbarkeit garantieren. Verstöße gegen diese SLA werden von den Stakeholdern meist nicht toleriert und sind in manchen Fällen mit Vertragsstrafen belegt. Zwar gilt auch hier, dass das Problem eher in der Softwarearchitektur liegt, doch hilft dies den Sysadmins nicht, die mit dem Betrieb beauftragt sind. Sie müssen irgendwie damit umgehen, bis eine bessere Lösung gefunden wird. Hier kann KLP eine Notlösung sein, um Sicherheitsrisiken im Betrieb zu reduzieren und SLA-Verstöße zu vermeiden.

Angelehnt an die SLA spielt die Zeit, die ein Server für einen Neustart benötigt, eine Rolle. Während die meisten VMs in Sekunden oder 1-2 Minuten neustarten, dauert dieser Vorgang bei Hardwareservern manchmal deutlich länger. Im Feld werden hier vereinzelt Zeiten zwischen 10-20 Minuten beobachtet (pro Server). Müssen mehrere Server für einen IT-Dienst sequentiell neugestartet werden, summieren sich die Zeiten schnell auf und machen größere Wartungsfenster erforderlich. KLP kann helfen, die Anzahl der langen Wartungsfenster zu reduzieren.

Es gibt Systeme, für deren Start ein manueller Eingriff durch Sysadmins notwendig ist. Dies kann z.B. die Eingabe eines BIOS-, Grub-, LUKS- oder UEFI-Passworts sein. Dies ist aufwändig und lästig, lässt sich aber leider nicht in allen Fällen wegautomatisieren. Auch hier erscheint es legitim, die Anzahl der manuellen Eingriffe durch den Einsatz von KLP zu minimieren.

Kernel Live Patching für RHEL 9 konfigurieren

Um mich für die Konfiguration vorzubereiten, habe ich folgende drei Quellen studiert:

Die wichtigsten Erkenntnisse daraus sind für mich:

  • Nicht jeder RHEL-Kernel erhält Live-Patches
  • An jedem 1. März, Juni, September und Dezember (jedes Quartal) wird für jedes unterstützte RHEL-Release ein Kernel festgelegt, welcher Live-Patches erhält
  • Für jeden dieser Kernel verspricht Red Hat ein Jahr lang Updates für CVEs, die nach Red Hats Ermessen als critical oder important kategorisiert wurden (siehe Severity Ratings)

Dass Red Hat für ausgewählte Kernel-Releases ein Jahr lang Live-Patches bereitstellt, lässt nicht den Schluss zu, nur noch einmal pro Jahr neustarten zu müssen. Denn:

  • CVEs der Kategorien moderate und low werden gar nicht adressiert
  • Man erhält keinerlei Bugfixes und keinerlei Produktverbesserungen (Red Hat Enhancement Advisories (RHEA))

Die Planung eines Neustarts wird jedoch ggf. vereinfacht.

Konfiguration von Kernel Live Patching für ein Labor-System

Ich habe ein Labor-System mit RHEL 9 auserkoren, welches als Hypervisor für einige Libvirt/KVM-VMs genutzt wird.

Dieses läuft aktuell mit dem Kernel 5.14.0-687.15.1.el9_8.x86_64, welcher laut Kernel Live Patch life cycles kein Kernel ist, für den KLP angeboten wird. Es ist also zuerst der kernel-5.14.0-687.10.1 zu installieren. Anschließend folge ich der Dokumentation, um den Live-Patch-Stream für diesen Kernel zu aktivieren (siehe folgender Codeblock).

~]$ sudo dnf search kernel-5.14.0-687.10.1.el9_8
Updating Subscription Management repositories.
Last metadata expiration check: 0:04:34 ago on Tue 23 Jun 2026 11:31:09 AM CEST.
================ Summary Matched: kernel-5.14.0-687.10.1.el9_8 ================
kpatch-patch-5_14_0-687_10_1.x86_64 : Initial empty kpatch-patch for
                                    : kernel-5.14.0-687.10.1.el9_8.x86_64
~]$ sudo dnf install kpatch-patch-5_14_0-687_10_1.x86_64

Wie im obigen Codeblock zu sehen, handelt es sich dabei um den initialen und leeren kpatch-patch. Das System hat also noch keinen Fix erhalten, sondern ist lediglich darauf vorbereitet.

Im jetzigen Zustand würde DNF das System bei einem Update jedoch auf die letzte verfügbare Kernelversion aktualisieren, welche keine Live-Patches erhält. Da dies von mir nicht gewünscht ist, aktiviere ich einen Filter, der zukünftig nur noch KLP-fähige Kernel anzeigt. Der folgende Codeblock zeigt den Zustand vor der Aktivierung des Filters, die Aktivierung selbst und den Zustand danach.

~]$ sudo dnf kpatch status
Updating Subscription Management repositories.
Last metadata expiration check: 0:04:36 ago on Tue 23 Jun 2026 11:43:44 AM CEST.
Kpatch update setting: auto-update
Kpatch filter setting: no-filter
Dependencies resolved.
Nothing to do.
Complete!

~]$ sudo dnf kpatch auto-filter
Updating Subscription Management repositories.
Kpatch filter setting: auto-filter

~]$ sudo dnf kpatch status
Please note, kpatch filter is enabled, only kpatch supported kernels are shown.
Kpatch update setting: auto-update
Kpatch filter setting: auto-filter
Dependencies resolved.
Nothing to do.
Complete!

Zum Abschluss ein Neustart und mein System läuft mit dem richtigen Kernel 5.14.0-687.10.1.el9_8.x86_64.

Aufräumarbeiten

Aktuell sind auf meinem System noch Kernel-Pakete installiert, die für KLP nicht vorgesehen sind, aber bei einem dnf update aktualisiert werden würden:

~]# dnf list --installed kernel*
Updating Subscription Management repositories.
Please note, kpatch filter is enabled, only kpatch supported kernels are shown.
Installed Packages
kernel.x86_64              5.14.0-611.55.1.el9_7 @rhel-9-for-x86_64-baseos-rpms
kernel.x86_64              5.14.0-687.10.1.el9_8 @rhel-9-for-x86_64-baseos-rpms
kernel.x86_64              5.14.0-687.15.1.el9_8 @rhel-9-for-x86_64-baseos-rpms
kernel-core.x86_64         5.14.0-611.55.1.el9_7 @rhel-9-for-x86_64-baseos-rpms
kernel-core.x86_64         5.14.0-687.10.1.el9_8 @rhel-9-for-x86_64-baseos-rpms
kernel-core.x86_64         5.14.0-687.15.1.el9_8 @rhel-9-for-x86_64-baseos-rpms
kernel-devel.x86_64        5.14.0-611.38.1.el9_7 @rhel-9-for-x86_64-appstream-rpms
kernel-devel.x86_64        5.14.0-611.55.1.el9_7 @rhel-9-for-x86_64-appstream-rpms
kernel-devel.x86_64        5.14.0-687.15.1.el9_8 @rhel-9-for-x86_64-appstream-rpms
kernel-headers.x86_64      5.14.0-687.15.1.el9_8 @rhel-9-for-x86_64-appstream-rpms
kernel-modules.x86_64      5.14.0-611.55.1.el9_7 @rhel-9-for-x86_64-baseos-rpms
kernel-modules.x86_64      5.14.0-687.10.1.el9_8 @rhel-9-for-x86_64-baseos-rpms
kernel-modules.x86_64      5.14.0-687.15.1.el9_8 @rhel-9-for-x86_64-baseos-rpms
kernel-modules-core.x86_64 5.14.0-611.55.1.el9_7 @rhel-9-for-x86_64-baseos-rpms
kernel-modules-core.x86_64 5.14.0-687.10.1.el9_8 @rhel-9-for-x86_64-baseos-rpms
kernel-modules-core.x86_64 5.14.0-687.15.1.el9_8 @rhel-9-for-x86_64-baseos-rpms
kernel-tools.x86_64        5.14.0-687.15.1.el9_8 @rhel-9-for-x86_64-baseos-rpms
kernel-tools-libs.x86_64   5.14.0-687.15.1.el9_8 @rhel-9-for-x86_64-baseos-rpms

Um aufzuräumen, habe ich alle überflüssigen Pakte entfernt, bis nur noch der KLP-fähige Kernel vorhanden ist:

~]# dnf list --installed kernel*
Updating Subscription Management repositories.
Please note, kpatch filter is enabled, only kpatch supported kernels are shown.
Installed Packages
kernel.x86_64                5.14.0-687.10.1.el9_8   @rhel-9-for-x86_64-baseos-rpms
kernel-core.x86_64           5.14.0-687.10.1.el9_8   @rhel-9-for-x86_64-baseos-rpms
kernel-modules.x86_64        5.14.0-687.10.1.el9_8   @rhel-9-for-x86_64-baseos-rpms
kernel-modules-core.x86_64   5.14.0-687.10.1.el9_8   @rhel-9-for-x86_64-baseos-rpms

Verhalten bei zukünftigen Updates

Durch den konfigurierten kpatch-Filter werden bei zukünftigen Updates nur Kernel aufgeführt, die KLP-fähig sind. Wird ein KLP veröffentlicht, erscheint dieser als kpatch-patch in der Ausgabe von dnf up`. Der folgende (gekürzte) Codeblock zeigt dies beispielhaft.

~]# dnf up
Updating Subscription Management repositories.
Please note, kpatch filter is enabled, only kpatch supported kernels are shown.
Dependencies resolved.
===================================================================================
 Package       Arch   Version               Repository                        Size
===================================================================================
Upgrading:
…
kpatch-patch-5_14_0-687_10_1 x86_64 1-1.el9_8 rhel-9-for-x86_64-baseos-rpms   22 k
…

Mit dem Befehl aus dem nächsten Codeblock kann kontrolliert werden, welche KLP aktuell installiert sind und welche CVEs sie adressieren.

~]# kpatch list
Loaded patch modules:
kpatch_5_14_0_687_10_1_1_1 [enabled]
	CVE-2026-43037

Installed patch modules:
kpatch_5_14_0_687_10_1_1_1 (5.14.0-687.10.1.el9_8.x86_64)

Obige Ausgabe bestätigt, dass ein KLP aktiv ist, der die kritische Schwachstelle CVE-2026-43037 schließt.

Fazit

KLP funktioniert und ist einfach einzurichten. Es ist nicht in jedem Fall die richtige Lösung und löst nicht alle Probleme, kann jedoch in manchen Fällen die Schmerzen im IT-Betrieb lindern.

Der Userspace wurde ausgeklammert, um den Umfang dieses Artikels nicht zu sprengen. Dies hebe ich mir für einen folgenden Artikel auf.

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Thunderbird 20 für Android veröffentlicht

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 20 ein Update für die Android-Version seines E-Mail-Clients veröffentlicht.

Download Thunderbird für Android

Die MZLA Technologies Corporation hat Thunderbird 20 für Android veröffentlicht und bringt damit eine Reihe von kleineren Verbesserungen und Fehlerbehebungen.

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Mozilla veröffentlicht Common Voice 26

Mit Common Voice stellt Mozilla den weltweit größten öffentlichen Datensatz menschlicher Stimmen bereit – kostenlos und für jeden nutzbar. Mozilla hat Version 26 seines Datensatzes veröffentlicht.

Der Markt für Spracherkennung wird von den ganz großen Namen kommerzieller Anbieter dominiert: Amazon, Apple, Google, Microsoft. Darum hat Mozilla im Jahr 2017 das Projekt Common Voice gestartet. Mit Common Voice bietet Mozilla eine kostenlose Alternative an, zu der jeder beitragen kann und die jedem zur Verfügung steht. Damit möchte Mozilla Innovation und Wettbewerb in der Sprachtechnologie auf Basis von Maschinenlernen fördern.

Mozilla Common Voice 26

Der nun veröffentlichte Datensatz Common Voice Scripted Speech 26 beinhaltet für die deutsche Sprache 1.490 Stunden an Daten und ist 34,77 GB groß. In Summe waren 20.529 Menschen am deutschsprachigen Datensatz beteiligt. Der Datensatz Common Voice Spontaneous Speech 4 für spontane Sprache kommt für Deutsch auf 1,2 Stunden an Daten und ist 33,36 MB groß, beigetragen von 28 Personen.

Insgesamt deckt Mozilla Common Voice mit der neuen Version, die wieder Unterstützung für vier neue Sprachen bringt, 294 Sprachen mit insgesamt 42.893 aufgenommenen Stunden ab, was Mozilla Common Voice zum vielfältigsten mehrsprachigen Sprachkorpus der Welt macht. Die Anzahl der unterstützten Sprachen für spontane Sprache ist von 72 auf 78 Sprachen gewachsen.

Zum Download der Mozilla Common Voice Datensätze
Zu Mozilla Common Voice beitragen

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Website-Builder: Mozilla bringt Solo 2.3

Solo ist ein Website-Builder von Mozilla. Nun steht Solo 2.3 bereit.

Jetzt Website-Builder Solo von Mozilla testen

Die Neuerungen von Solo 2.3

Mozilla hat den Prozess, eine neue Domain zu kaufen, überarbeitet. Bezahlte Pläne beinhalten ab sofort bereits eine kostenlose Domain. Und die Domain-Verwaltung inklusive der DNS-Records und Verlängerungen ist jetzt über das Account-Menü zugänglich.

Websites können nun automatisch bei Bing indiziert werden, um die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen zu verbessern.

Neue Layout-Optionen für den Header unterstützen mehr Navigationslinks, zentrierte Logos und größere Logo-Grafiken.

Das Duplizieren von Seiten wurde in den Seiteneinstellungen hinzugefügt. Außerdem können jetzt auch Abschnitte dupliziert oder auf andere Seiten verschoben werden.

Im Blog gibt es nun eine Auswahl für das Datumsformat und im Bereich „Bewertungen” sind Sterne-Bewertungen möglich.

Die Ladegeschwindigkeit veröffentlichter Websites wurde verbessert und es gab diverse Fehlerkorrekturen und Verbesserungen unter der Haube.

Außerdem wurde ein Partnerprogramm gestartet, worüber man Prämien durch das Anwerben neuer Solo-Kunden verdienen kann.

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Installation und Einführung von Zorin OS - Tutorial für Anfänger

💾

In diesem Video zeigt Jean, wie man Zorin OS parallel zu Windows installiert und so optimal mit Linux durchstarten kann.
Wenn Du das Video unterstützen willst, dann gib bitte eine Bewertung ab, und schreibe einen Kommentar. Vielen Dank!

Links:
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Falls sich die Windows-Partition nicht ausreichend verkleinern lässt, liegt dies oft an der Auslagerungsdatei. Hilfe dazu findet man z.B. in verschiedenen Foren: https://forum.linuxguides.de/index.php?thread/10697-windows-partition-l%C3%A4sst-sich-nicht-verkleinern/

- ZorinOS herunterladen: https://zorin.com/os/download/
- https://rufus.ie/de/
- ehrenamtliche Hilfe durch die Linux Helden: https://www.linuxguides.de/linux-helden-karte/
- Du suchst eine gute Cloud Lösung? https://www.libre-workspace.org/cloud/
- Linux Assistant: https://www.linux-assistant.org/

Videoempfehlungen:
- Alles zur Firewall: https://youtu.be/gSq1W3qfKBs
- LibreOffice Writer einrichten wie Microsoft Word: https://youtu.be/Hms467GhynE
- Crashkurs zu Writer (Word Alternative): https://youtu.be/QyakKLNv7Yg
- Crashkurs zu Calc (Excel Alternative): https://youtu.be/ioAxN27CIUA
- Thunderbird Tutorial (Mailclient): https://youtu.be/eAgCsvQV7ZE
- Windows in einer Box: https://youtu.be/CAditqMhYrA

- Linux-Guides Merch*: https://linux-guides.myspreadshop.de/
- Professioneller Linux Support*: https://www.linuxguides.de/linux-support/
- Linux-Arbeitsplatz für KMU & Einzelpersonen*: https://www.linuxguides.de/linux-arbeitsplatz/
- Linux Mint Kurs für Anwender*: https://www.linuxguides.de/kurs-linux-mint-fur-anwender/
- Offizielle Webseite: https://www.linuxguides.de
- Forum: https://forum.linuxguides.de/
- Unterstützen: http://unterstuetzen.linuxguides.de
- Mastodon: https://mastodon.social/@LinuxGuides
- X: https://twitter.com/LinuxGuides
- Instagram: https://www.instagram.com/linuxguides/
- Kontakt: https://www.linuxguides.de/kontakt/

Inhaltsverzeichnis:
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00:00 Begrüßung
00:44 ZorinOS und Rufus herunterladen
02:19 Festplattenkonfiguration ändern
03:41 Abbild auf USB-Stick erstellen
07:10 Hilfe durch Linux Helden
08:33 Vom USB-Stick starten
09:55 Installation
14:14 Willkommensbildschirm
17:48 Treiber, Firewall
20:15 Software installieren
26:20 Einstellungen
30:12 Dateimanager
32:36 Finale Hinweise
37:55 Verabschiedung

Haftungsausschluss:
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Das Video dient lediglich zu Informationszwecken. Wir übernehmen keinerlei Haftung für in diesem Video gezeigte und / oder erklärte Handlungen. Es entsteht in keinem Moment Anspruch auf Schadensersatz oder ähnliches.

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#linuxguides #zorinos #linux #opensource
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Brave Origin zeigt sich als schlanker Browser ohne Ballast

Brave hat mit Brave Origin einen interessanten Browser im Angebot, der auf überflüssige Extras verzichtet und sich klar auf Privatsphäre und Geschwindigkeit konzentriert. Linux‑Nutzer können ihn kostenlos verwenden und sofort starten. Wer macOS oder Windows nutzt, wird jedoch mit einmalig 59,99 $ zur Kasse gebeten. Origin entfernt viele Zusatzfunktionen des normalen Brave Browsers. Dazu zählen […]

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Mozilla veröffentlicht Firefox 152.0.3

Mozilla hat mit Firefox 152.0.3 ein Update außer der Reihe veröffentlicht und behebt damit genau ein Problem.

Download Mozilla Firefox 152.0.3

Die vor zwei Tagen veröffentlichte Version Firefox 152.0.2 hatte eine Regression, die dafür sorgen konnte, dass es beim Start von Firefox zu einem hohen Speicherverbrauch kam, der schließlich zum Einfrieren von Firefox führte. Betroffen waren Nutzer von Firefox mit installierten Sprachpaketen. Dieses Problem wurde mit Firefox 152.0.3 aus der Welt geschafft.

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Linux im Gewölbekeller

In Arbeitszimmern ohne Klimaanlage macht sich die aktuelle Hitzewelle besonders bemerkbar. Gerne schnappt man sich dann ein Notebook, um in einer kühleren Ecke zu arbeiten. Mit RustDesk & Co. kann man dennoch wie gewohnt auf seinem Hauptrechner arbeiten.

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Wie aus einem Backup-Problem BackupPilot entstand

BackupPilot entstand aus dem Wunsch, die Nutzung des Proxmox Backup Clients für Linux-Anwender einfacher zugänglich zu machen. Der Artikel erzählt, wie aus einem internen Werkzeug der OneSystems GmbH ein Open-Source-Projekt für Desktop- und Server-Systeme wurde.

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COSMIC Desktop 1.1 bringt neue Systemmonitor App

Der neue COSMIC Desktop 1.1 liefert viele Verbesserungen und führt mit COSMIC Monitor ein eigenes Werkzeug zur Systemüberwachung ein. Die Aktualisierung stärkt das gesamte Umfeld der Oberfläche und sorgt für mehr Stabilität. System76 ersetzt künftig den GNOME Systemmonitor durch den eigenen Monitor. Die App zeigt Auslastung klarer an und passt besser zur übrigen COSMIC Umgebung. […]

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