Lese-Ansicht

Frohes Fest!

Ich wünsche allen Besuchern des Blogs intux.de ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr 2024.

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SSD der Nextcloud ersetzen

Der Black Friday ist für den Einzelhandel ein willkommenes Datum, um Waren an den Mann bzw. die Frau zu bringen. In dieser Zeit wird Lagerware abverkauft, um Platz für Neues zu schaffen. Der Endverbraucher profitiert meist durch Rabatte und Nachlässe auf interessante Artikel.

Angelockt durch solch ein Angebot, habe ich mir eine externe 2TB-SSD zugelegt, um den Speicher meiner Nextcloud zu erweitern. Im Vorfeld hatte ich mir hierzu schon einige Gedanken gemacht, wie ich die alte 500GB SSD durch das neue und größere Speichermedium ersetze.

Nextcloud auf dem Raspberry Pi mit SanDisk SSD (2 TB)
Raspberry Pi mit SanDisk SSD

Die perfekte Lösung für mich war das Duplizieren der Quelle mit Clonezilla. Hierbei wurden beide Festplatten an den Rechner angeschlossen, Clonezilla gestartet und mit device-device ein Duplikat erstellt. Bei diesem musste dann nur noch die Partition vergrößert werden. Da der Zielfestplatte die selbe UUID vergeben wurde, waren im Anschluss keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

Clonezilla Auswahl device-device
Clonezilla device-device
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Nextcloud AntiVirus for Files

Heute möchte ich zeigen, wie ich meine Nextcloud mit dem Virenscanner ClamAV ausgerüstet habe. Da eine Cloud ja ein guter Verteiler von Daten ist, kann es schnell vorkommen, dass man mit einer Synchronisation viele Endgeräte unbeabsichtigt mit einem Virus infiziert. Um dies zu verhindern, bietet Nextcloud die App Antivirus for files aus dem hauseigenen App store an. Zur Nutzung der App sind jedoch ein paar Vorbereitungen auf dem Server nötig.

Da ich im privaten Alltag ausschließlich mit Linux arbeite, mache ich mir i.d.R. kaum wirkliche Sorgen um Viren, Trojaner und Co. Trotzdem möchte ich meine Cloud im höchsten Maße absichern und das System weiter härten.

Diese Anleitung bezieht sich auf eine Nextcloud-Instanz, welche auf einem Raspberry Pi mit Rasberry Pi OS gehostet ist und zeigt einen guten Ansatz, um die Verteilung von Viren zu verhindern.

Installation

Zuerst installiert man die Pakete clamav, clamav-freshclam und clamav-daemon mit folgendem Befehl.

sudo apt install clamav clamav-freshclam clamav-daemon -y

Im Anschluss muss der Dienst clamav-freshclam nochmals gestoppt werden, um die Virus-Datenbank aufzufrischen. Danach wird der Service erneut gestartet.

sudo service clamav-freshclam stop
sudo freshclam
sudo service clamav-freshclam start

Die Abfrage der Datenbank wird per Standard nun 12 Mal pro Tag automatisch ausgeführt.

Ein Check via

sudo service clamav-freshclam status

zeigt, ob der Dienst ordnungsgemäß läuft. Die Ausgabe sollte wie im Screenshot aussehen.

Terminalausgabe Service clamav-freshclam
Service clamav-freshclam

Ein weiterer Test gibt Aufschluss, ob der clamav-daemon ebenfalls korrekt arbeitet.

sudo service clamav-daemon status
Terminalausgabe Service clamav-daemon
Service clamav-daemon

Da dies bei mir nicht auf Anhieb funktionierte, musste ich diesen Service nochmals neu starten.

Dies erledigt man mit dem Befehl:

sudo service clamav-daemon restart

Natürlich sollte jetzt noch einmal der Status, wie zuvor erwähnt, abgefragt werden. Wenn beide Dienste fehlerfrei durchlaufen, kann man sich nun der Konfiguration der zuvor erwähnten App in der Nextcloud widmen.

Konfiguration

Nachdem beide Dienste korrekt arbeiten, installiert man die App Antivirus for files (Antivirus für Dateien). Unter Verwaltung -> Sicherheit wählt man folgende Einstellungen. Im Feld „Wenn infizierte Dateien während eines Hintergrund-Scans gefunden werden“ kann zwischen „Nur loggen“ oder „Datei löschen“ gewählt werden, wie mit einer infizierten Datei umgegangen werden soll.

Nextcloud Einstellungen Verwaltung Antivirus for files
Einstellungen – Antivirus for files

Das Abspeichern der Einstellungen sollte mit einem grünen „Gespeichert“ protokolliert werden. Wer das Ganze testen möchte, kann sich hierzu (Vorsicht: auf eigene Gefahr) einen Testvirus von eicar.org herunterladen und diesen in die Nextcloud hochladen.

Auf Windows-Systemen ist äußerste Vorsicht geboten, da man hier schnell vom eigenen Virenscanner in Quarantäne gesetzt wird. Diesen Test sollten nur Experten durchführen!

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Nextcloud Auto Logout

Heute möchte ich über ein sinnvolles und relativ schnell nachzurüstendes Feature zur Nextcloud berichten. Der zeitliche Aufwand beträgt nur wenige Minuten, ist aber zum Schutz der eigenen Daten eine gut investierte Zeit.

Ab und zu kam es vor, dass ich mich aus meiner Cloud nicht richtig abgemeldet, sondern nur den Browser geschlossen hatte. Beim nächsten Aufruf meiner Nextcloud stellte ich fest, dass ich plötzlich im Datenbereich bin, ohne mich vorher eingeloggt zu haben.

Mein Gedanke: Was würde passieren, wenn ein Unberechtigter so Zugriff auf alle in einer Cloud abgelegten Daten bekommt? Nicht auszudenken, der Schaden wäre wohl immens.

Damit dies nicht vorkommt, ist es sinnvoll ein Auto Logout einzurichten. Hierzu öffnet man als Erstes die config.php der Nextcloud

sudo nano /var/www/html/nextcloud/config/config.php

und trägt die folgenden Werte am Ende ein.

'remember_login_cookie_lifetime' => 1296000,
'session_lifetime' => 3600,
'session_keepalive' => false,
'auto_logout' => true,

Eine Session wird auf 30 Minuten sowie die Lebensdauer des Login-Cookies auf 15 Tage begrenzt. Diese Werte können natürlich den eigenen Wünschen und Gegebenheiten angepasst werden.

Dabei gilt zu beachten, dass die session.gc_maxlifetime in der php.ini >= der eingestellten session_lifetime sein muss. Dazu öffne ich die php.ini von PHP 8.1 FPM

sudo nano /etc/php/8.1/fpm/php.ini

und setze den Wert auf 3600.

session.gc_maxlifetime = 3600

Nun muss PHP bzw. der Webserver neu gestartet werden, um die Änderungen wirksam umzusetzen.

sudo service php8.1-fpm restart

Ein geschlossener Browser führt nun, wie gewünscht, zu einem Auto Logout.

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Nest Hub: Google ersetzt Cast OS mit eigenem Fuchsia OS

Seit dem Jahr 2016 entwickelt Google nach Android und Chrome OS mit Fuchsia ein komplett neues Betriebssystem, das nicht auf Linux basiert, und als Basis für eigene Geräte dienen soll. Nun wird das Betriebssystem auf dem Google Nest Hub der 1. Generation (Test), Googles Smart-Display mit Google Assistant, ausgerollt.

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XMG Fusion 15: Linux-Support und Black-Friday-Angebot bei Tuxedo

Das Gaming-Notebook XMG Fusion 15 nutzt die Schenker-Schwestermarke Tuxedo Computers, um Intels Referenz-Plattform im 15-Zoll-Formfaktor fortan mit vollem Linux-Support anzubieten. Allerdings erst ein Jahr nach dessen Einführung sind nun Linux-Treiber und Softwarepakete frei verfügbar.

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Purism Librem Mini Version 2: Mini-PC speziell für Linux wird mit Comet Lake-U aufgewertet

Den Small-Form-Factor-PC (SFF) Librem Mini in der Größe eines Intel-NUC bietet der für seine Linux-Notebooks bekannte Hersteller Purism fortan mit einem Intel Core i7 der Generation Comet Lake an. Wie üblich setzt der Mini-PC mit vier Kernen und acht Threads sowie bis zu 64 GB RAM auf freie Betriebssysteme mit Linux.

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Thunderclap: Lücke in Thunderbolt klafft in Windows, Linux und macOS

Wissenschaftler haben auf dem „Network and Distributed System Security Symposium“ (NDSS 2019) in San Diego ihre Erkenntnisse zu Schwachstellen der Thunderbolt-Schnittstelle veröffentlicht, die sowohl Windows, Linux als auch macOS angreifbar machen. Sie fassen diese im Fachartikel unter dem Begriff „Thunderclap“ zusammen (PDF).

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