Lese-Ansicht

Debian feiert den 30. Geburtstag: Von einem schlanken Newcomer zu einem Open-Source-Schwergewicht

30 Jahre Debian - 30 Jahre felsenfeste Entwicklung und noch kein Ende in Sicht.

An diesem Tag vor 30 Jahren, am 16.08.1993, erschien in der Newsgroup comp.os.linux.development eine Ankündigung, die den Anfang eines der größten und langlebigsten Projekte im Linux-Ökosystem markieren sollte. Lasst uns für einen kurzen Moment zurückblicken.

Es ist nicht nur ein gepimptes SLS, es ist das "Debian Linux Release". Ian Murdock, der selbst mit der vermutlich ersten Linux-Distribution unzufrieden war und beschlossen hat, die Sache selbst in die Hand zu nehmen, hätte sich womöglich nie erträumen können, dass sein "brand-new Linux release", wie er es damals nannte, irgendwann seinen 30. Geburtstag feiern würde.

Begründer eines Distributionszweiges

Im Laufe der Jahre hat Debian bewiesen, dass es mehr als nur ein übereifriger Rebell unter den Betriebssystemen ist. Es hat die Grundlage für viele andere Distributionen wie z. B. Ubuntu gelegt. Es hat die Freiheit und Offenheit verkörpert, die das Herzstück der Open-Source-Bewegung bilden. Es hat glaubhafte Alternativen zu proprietären Betriebssystemen aufgezeigt und Zweifler zum Schweigen gebracht. Auch, wenn der letzte Punkt in der öffentlichen Diskussion nicht ganz offensichtlich ist, sprechen die Zahlen für sich: Debian ist ein fester Bestandteil vieler produktiver Serversetups.

Mit der tief verwurzelten Philosophie, die sich im Debian-Gesellschaftsvertrag widerspiegelt, unterstreicht das Projekt seine kompromisslose Haltung zugunsten freier Software, auch wenn über die Jahre insgesamt eine gewisse Toleranz gegenüber nachinstallierbarer unfreier Software Einzug gehalten hat.

Debian ist heute wichtiger denn je, da die Distribution den Test of Time bestand und sich zu einer Alternative zu Enterprise-Distributionen gemausert hat. Stabilität und Kontinuität sind entscheidende Faktoren, denn Debian baut auf klassischen Releases auf, von denen - je nach Zählweise - bereits 20 erschienen sind. Die Release werden seit Version 1.1 nach Toy-Story-Charakteren bezeichnet. Debian ist ein Leuchtturm, ein einsamer Fels in der Brandung einer Welt, die zunehmend von Anbietern dominiert wird, welche Daten und Freiheiten der Nutzer nicht beachten und sie an ihre Plattformen binden.

In diesem Sinne, lasst uns auf 30 Jahre technologischer Alternativen anstoßen. Herzlichen Glückwunsch, Debian! Auf 30 weitere Jahre der Innovation und Unabhängigkeit.

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BSL statt MPL: HashiCorp passt sich einer neuen Open-Source-Ära an

Open-Source-Software nachhaltig zu entwickeln, wird immer schwieriger. Willkommen im Zeitalter von "Nur schauen, nicht anfassen" für kommerzielle Rivalen.

Das in San Francisco ansässige Softwareunternehmen HashiCorp, bekannt für seine Cloud-Tools wie Terraform, Vagrant oder Vault, ändert seine Lizenzbedingungen. In einer Ankündigung wird der Wechsel von der Mozilla Public License 2.0 zur Business Source License mit der Gewährleistung kontinuerlicher Investitionen des Unternehmens in seine Community begründet.

HashiCorp hält weiterhin daran fest, seinen Quellcode frei verfügbar zu machen. Allerdings gibt die BSL dem Unternehmen mehr Kontrolle darüber, wer den Code kommerziell nutzen darf. Mit anderen Worten, wer Software von HashiCorp produktiv nutzt und sie für ein Konkurrenzprodukt einsetzen möchte, ist von nun an nicht nur bösen Blicken, sondern auch rechtlichen Hürden ausgesetzt.

In guter Gesellschaft

Einige Unternehmen haben diesen Schritt bereits vollzogen und sind auf unfreie Lizenzmodelle umgestiegen. Couchbase, Sentry und MariaDB MaxScale sind einige Beispiele dafür. Dies wirft natürlich die Frage auf, ob wir uns von der Idee freier Open-Source-Software verabschieden müssen. Die Omnipräsenz der Cloud-Industrie, die seit den 2010er-Jahren sich großer Beliebtheit erfreut, droht ernsthaft, die FOSS-Welt zu destabilisieren.

Stellt dir vor, du hast einen reichen Obstgarten erschaffen, in dem jeder sich frei der Früchte bedienen kann. Größzügig lädst du alle ein, sich nach Belieben zu bedienen und empfiehlst ihnen, selber Bäume zu pflanzen oder die Saaten weiterzuverbreiten. Eines Tages bemerkt ihr jedoch, dass einige Gäste die Früchte einsacken, sie auf eigenen Märkten verkaufen und die Profite einsacken, ohne selbst an die Ursprungscommunity etwas zurückzugegeben. Klingt unfair? Genau das passiert momentan in der Open-Source-Welt.

Damit wird Open Source zwar nicht von Tisch gewischt, sondern in eine Richtung gelenkt, die den freien ungehinderten Austausch unabhängig von gewerblichen Interessen einschränkt. Konkret wackelt dabei das 6. Kriterium der Open-Source-Definition (OSD), das eine Unterscheidung nach Einsatzfeldern ausschließt.

HashiCorp betont, dass es sich weiterhin seiner Community, seinen Partnern und Kunden verpflichtet sieht. Nur die Zeit wird zeigen, ob diese Lizenzänderungen die richtigen Schritte auf dem Weg dorthin sind. Einerseits werden Möglichkeiten von Forks eingeschränkt, andererseits ist niemandem geholfen, wenn die Weiterentwicklung durch HashiCorp auf dem Spiel steht, nur, weil externe Akteure bezogen auf die Einnahmen sinnbildlich das Wasser abgraben. Die Leute, die Software entwickeln, müssen auch von etwas bezahlt werden.

Edit (20:25 Uhr): MariaDB setzt die BSL für MaxScale ein, nicht jedoch für die Datenbank MariaDB Server. Danke für den Hinweis, Jens.

Update (20:30 Uhr): Ggfs. werde ich mich mit der BSL noch einmal in einem gesonderten Artikel beschäftigen, aber ein kleines Detail ist hierbei vllt. noch erwähnenswert, um den Blick auf die Sache zu ändern. Die von HashiCorp verwendete Form der BSL setzt auf eine Art Embargozeit. Nach 4 Jahren der Veröffentlichung eines nach BSL lizenzierten Werkes in einer spezifischen Version, greift folgender Passus:

Effective on the Change Date, or the fourth anniversary of the first publicly available distribution of a specific version of the Licensed Work under this License, whichever comes first, the Licensor hereby grants you rights under the terms of the Change License, and the rights granted in the paragraph above terminate.

Als Change License wurde die MPL 2.0 festgelegt.

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KI-Wochenrückblick KW 32/2023

Auch in der Sommerpause gibt es vereinzelte Neuigkeiten aus der Welt der künstlichen Intelligenz. Heute möchte ich mich dabei wieder einmal den Agenten widmen.

MetaGPT

Beim Einsatz von ChatGPT und ähnlichen LLMs stellt sich schnell die Frage, ob da nicht auch mehr geht. Ob das System nicht zur Abbildung alltäglicher Arbeit herangezogen werden kann. Insbesondere mit Anfang des Jahres aus dem Winterschlaf erwachten Konzept der Agenten wurde die Zusammenarbeit unterschiedlicher KI-Instanzen wieder relevant und spannend. Umso interessanter ist es, diese Konzepte zusammenzuführen.

AutoGPT und Co. sind diesem Ziel gefolgt und konnten schon lustige Ergebnisse demonstrieren, wenn man die LLMs sinnbildlich an den eigenen Computer anschließt und z. B. die Ausgaben des LLMs als Eingabe für die eigene Shell verwendet (nicht nachmachen, ist eine dumme Idee). Doch auch hier gab es einige Schwächen, ganz rund lief alles bei weitem noch nicht.

Die Autoren hinter MetaGPT (hier im Bezug auf griechisch meta = über) haben systematisch verschiedene Rollen inkl. ihrer Interaktionen ausgearbeitet und stellen ihre Ergebnisse als Preprint und ihr Framework auf GitHub bereit. Dabei wird eine einzeilige Aufgabe, z. B. die Entwicklung eines Spiels, vom System eingelesen und dann auf ein hierarchisches Team aus Agenten verteilt. Diese Agenten haben verschiedene Rollen, die sich auf die System-Prompts abbilden, d. h. beispielhaft "Du bist ein Entwickler für Python..." oder "Du bist ein Requirements-Engineer...". Am Ende des Tages fällt ein Ergebnis raus, das dann ausprobiert werden kann.

Das Konzept sieht in meinen Augen sehr spannend aus und entwickelt sich stets weiter. Dabei wird deutlich, dass eine simple Prompt für hochwertiges Prompt-Engineering nicht reicht, vielmehr können Effekte ähnlich wie beim Ensemble-Learning genutzt werden, durch die mehrere Instanzen von LLMs, die gemeinsam ein Problem bearbeiten, deutlich effektiver arbeiten.

Was LLMs von Cyc lernen können

Irgendwie habe ich die ganzen letzten Monate schon darauf gewartet, dass sich die Autoren klassischer Expertensysteme beim LLM-Thema zu Wort melden. Immerhin prallen hier zwei komplett unterschiedliche Welten aufeinander, die beide versuchen, die Welt zu erklären.

Klassische Expertensysteme versuchen mit Logik die Welt in Regeln zu fassen. Das typische Beispiel ist "Wenn es regnet, dann wird die Straße nass". Eine klare Implikation, die in eine Richtung geht: ist das Kriterium auf der "wenn"-Seite erfüllt, gilt die Aussage auf der "dann"-Seite. Wird das System gefragt, was mit der Straße passiert, wenn es regnet, antwortet es immer, dass sie nass wird. Immer. Dass es nicht zwangsläufig der Regen sein muss, wenn die Straße nass ist, wird ebenfalls durch Logik ermöglicht, da die obige Regel eine Implikation ist und keine Äquivalenz, denn da würde es heißen "Immer wenn es regnet, dann wird die Straße nass".

Problematischer wird es zu modellieren, dass die Straße selbst bei Regen da nicht nass wird, wo gerade ein Auto parkt. Hieran erkennt man, dass es sich um ein schwieriges Unterfangen handelt, wenn Expertensysteme die echte Welt modellieren sollen. Das Cyc-Projekt hat die Mühe aber auf sich genommen und über die letzten knapp 40 Jahre über eine Million solcher Regeln zusammengetragen. Viele einfache Expertensysteme gelten grundsätzlich aber als veraltet und konnten die Erwartungen für "generelle Intelligenz" schon vor 30 Jahren nicht erfüllen.

Anders funktionieren LLMs, die nicht mit klassischer Logik, sondern Wahrscheinlichkeiten arbeiten, um das "am ehesten passende" nächste Wort für die Antwort zu finden. Zusammengefasst sind Expertensysteme für ihre Präzision zulasten der Vielseitigkeit bekannt und LLMs einfach anders herum.

Doug Lenat von Cyc und Gary Marcus von der NYU haben in ihrem Preprint nun 16 Anforderungen zusammengetragen, die eine "vertrauenswürdige KI" haben sollte, darunter Erklärung, Herleitung oder Kontext. Anschließend gehen die Autoren noch ein, wie ihr (kommerzielles) Cyc das umsetzen kann.

Ich bin tatsächlich überzeugt, dass man untersuchen sollte, wie sich diese beiden Ansätze verheiraten lassen. Dabei sprechen auch die Ergebnisse von AutoGPT, MetaGPT & Co. dafür, dass das Vorhaben auf neuronaler Ebene angegangen werden muss, da einfache Varianten wie System-Prompts á la "Du bist LogikGPT. Gib mir die Entscheidungsregeln in Prädikatenlogik aus." immer noch auf Token-/Wortvorhersagen basieren und zu viel Halluzination zulassen.

Dennoch bin ich sicher, dass es auch hier Fortschritte geben wird, die wir dann früher oder später in einem Wochenrückblick diskutieren können. Bis dahin!

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Pinecil v2 mit einem Bootlogo versehen

Der Pinecil v2 kann, wie der Pinecil v1 und andere IronOS-kompatible Lötkolben, mit einem eigenen Bootlogo versehen werden. Hierfür müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Pinecil v2 mit IronOS 2.22-rc (oder neuer) Ich für diese...

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KI-Wochenrückblick KW 31/2023

In der heutigen Ausgabe des Wochenrückblicks blicken wir auf ein neues Modell von IBM und einen Ausblick auf neue Features in der ChatGPT-Oberfläche von OpenAI.

IBM und NASA veröffentlichen Foundation-Model für Geodaten

Wie ich an der einen und anderen Stelle im Wochenrückblick schon einmal erwähnt habe, beschränkt sich die Transformer-Architektur mittlerweile nicht mehr nur auf Textaufgaben. Mit Vision Transformers lässt sich dies auch auf die grafische Ebene erweitern.

In einer Kooperation zwischen IBM und der NASA wurden nun die Prithvi-Modelle auf Hugging Face veröffentlicht. Sie ermöglichen es, ein Satellitenbild einzugeben und z. B. vorhersagen zu lassen, welche Gebiete am ehesten Fluten ausgesetzt sein könnten.

Um diese Vorhersagen zu ermöglichen, hat IBM Daten aus dem Harmonized Landsat Sentinel-2-Projekt (HLS) herangezogen, um ein Foundation Modell zu trainieren. Im HLS-Datensatz befinden Satellitendaten, die mit je 30 Metern pro Pixel aufgelöst sind. Auf der technischen Seite wird ein Vision Transformer mit Masked Autoencoder eingesetzt. Das Foundation Modell kann nun von weiteren Forschern feingetuned werden, um die jeweiligen Vorhersagen weiter zu verbessern. Durch IBMs Arbeit sollen nun mehr als 250.000 TB an Missionsdaten von der NASA besser zugänglich gemacht werden. Weitere Details zum Projekt können im Blogartikel und in der Pressemitteilung von IBM abgerufen werden.

Neue ChatGPT-Features

Wie SimilarWeb schon vor wenigen Wochen beobachten konnte, ebbt der Hype um ChatGPT langsam ab. Auffällig beim Release von ChatGPT war auch, wie puristisch die ganze Oberfläche war. Dabei ist es vermutlich das Backend, was OpenAI gemeistert hat, denn sie haben es geschafft, das System in den ersten Wochen unter ziemlich hoher Last aufrecht zu erhalten.

Im Frontend wurden aber zwischenzeitlich auch Änderungen und Verbesserungen umgesetzt, insbesondere die Einführung des kostenpflichtigen Dienstes ChatGPT Plus hat einige Anpassungen erfordert. Logan Kilpatrick, zuständig für "Developer Relations" bei OpenAI, gab nun einen Ausblick, was demnächst zu erwarten ist.

So wird es unter anderem vorgeschlagene Einstiegs- und Folgefragen und die Möglichkeit des Uploads mehrerer Dateien im Code Interpreter geben. Zudem soll die Zwangsabmeldung nach 14 Tagen abgeschafft werden.

Während ein Teil der Änderungen hilfreiche Detailverbesserungen beisteuert, werden die "vorgeschlagenen Folgefragen" am lustigsten sein. Nun schreibt also ChatGPT nicht nur die Antworten, sondern auch die Fragen. Es bleibt spannend.

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Awesome NetBox - Sammlung für das DCIM und IPAM Tool

Awesome NetBox

NetBox ist ein praktisches Tool, um Netzwerke zu inventarisieren und abzubilden. Quasi ein Wiki für die Hardware und deren Einstellungen. Es unterstützt IPAM (IP Address Management) und kann als Data Center Infrastructure Management  (DCIM) verwendet werden. Daneben bietet es natürlich weitere Features, die der Dokumentation entnommen werden können.

netboxDas System lässt sich nicht nur mit Plug-ins erweitern, sondern auch mit Ansible automatisieren, zum Erzeugen von QR Labels nutzen oder dem Abbilden der Netzwerktopologie. 

Awesome NetBox hat diese und weitere Features gesammelt und stellt sie via Linkliste zur Verfügung. Das erspart das Suchen nach weiteren Funktionen und bietet einen guten Startpunkt. Eine praktische Sammlung.

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Koordinierungsstelle Digitale Souveränität und Open Source erneut ausgeschrieben

Bewerbungen wieder möglich

FOSS-Koordinierungsstelle

Bild: FOSS-Koordinierungsstelle

Die Stadt Dortmund nimmt einen zweiten Anlauf die Koordinierungsstelle Digitale Souveränität und Open Source zu besetzen und hat heute eine entsprechende Stellenausschreibung veröffentlicht. Ihr brennt für Freie Software? Hier habt ihr die Möglichkeit Freie Software gestalterisch nach vorne zu bringen! Die Stadt Dortmund sucht weiterhin zum nächstmöglichen Zeitpunkt Unterstützung für die Entwicklung einer passgenauen Open-Source-Strategie für die Stadtverwaltung. Neben der Strategieentwicklung steht die Sicherstellung einer institutionalisierten Schnittstelle zwischen dem Dortmunder Systemhaus (dosys.), dem Datenschutz, der Politik sowie gesellschaftlichen Initiativen im Fokus.

Zur weiteren Einordnung der Stellenausschreibung verweist Do-FOSS auf den zuletzt veröffentlichten Blogbeitrag zum ersten Anlauf der Stellenbesetzung.

Die Mitarbeiter*innen der Stadt Dortmund und Do-FOSS stehen für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Dortmund und Open Source – ein Überblick

Warum es sich lohnt das städtische Open-Source-Engagement zu unterstützen, kann anhand des folgenden chronologischen Auszugs der Open-Source-Leistungen der Stadt Dortmund selbst bewertet werden.

Dokument zum Herunterladen

Die aktuelle Stellenausschreibung der Stadt Dortmund kann hier heruntergeladen werden.

CC0
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Virenschutz für Linux – Die Linux Viren in den Griff bekommen

Auch wenn Windows und Apple Betriebssysteme, dank der größeren Verbreitung, für das Programmieren von Viren deutlich attraktiver sind, sollte man sich auch bei Linux zumindest zeitweise mit dem Schutz gegen Viren beschäftigen. Ob ein System solch einen Virenschutz wirklich braucht und welche Optionen es gibt, lest Ihr in diesem Artikel.

Der Beitrag Virenschutz für Linux – Die Linux Viren in den Griff bekommen erschien zuerst auf Linux Abos.

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Hardware Survey: Linux läuft macOS den Rang auf Steam ab

Die neue Steam Hardware Survey zeigt die wachsende Beliebtheit von Linux unter Spielern und verweist macOS auf den letzten Platz. Zwar setzen sich beide Betriebssysteme nicht gegen den Branchenprimus Windows durch, jedoch wird Linux dadurch zu einer relevanteren Spieleplattform – nicht zuletzt auch dank Valves Steam Deck.

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Zorin OS 16.3: Distribution lockt mit Windows- und macOS-Desktops

Zorin OS unterscheidet sich von vielen üblichen Distributionen, indem neben der freien Core-Edition auch ein Pro-Edition für 39 Euro angeboten wird. Diese bildet die Desktops von macOS, Windows 11 und älteren Windows-Versionen nach um es Umsteigern von besagten Plattformen so einfach wie möglich zu machen.

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KI-Wochenrückblick KW 30/2023

In diesem Wochenrückblick kann ich euch wieder drei spannende Nachrichten präsentieren, die abbilden, was in den letzten Tagen besondere Aufmerksamkeit in der AI-Community erhalten hat.

SDXL 1.0 erschienen

Wie in fast jeder Woche kann ich euch auch dieses Mal wieder von einem neuen Modell berichten. Das Team rund um Stability AI hat am 26. Juli SDXL 1.0 veröffentlicht. SDXL baut auf Stable Diffusion auf. In der kürzlich erschienenen Version 0.9 konnten viele Eindrücke bereits gesammelt werden.

Dabei handelt es sich um ein Text-zu-Bild-Modell, welches Eingaben in 1024x1024 Pixel große Bilder konvertiert. Das Modell wurde weiter für Fotorealismus optimiert und kann nun besser die Farben, Kontraste und Schatten abbilden, so die Pressemitteilung.

Auf technischer Ebene besteht SDXL 1.0 aus zwei Modellen: einem Base-Modell mit 3,5 Mrd. Parametern und einem Refiner-Modell mit 6,6 Mrd. Parametern. Grob lässt sich das Refiner-Modell so vorstellen, dass es die Vorarbeiten vom Base-Modell nochmals deutlich verbessert, um die Qualität zu steigern.

Stability AI gibt an, dass Consumer-GPUs mit 8 GB VRAM bereits ausreichen, um damit arbeiten zu können. Ich konnte SDXL 1.0 bereits auf einer A10-Karte ausprobieren und es ermöglicht beeindruckende Ergebnisse.

Als Open-Source-Modell kann man sich die Gewichte für das Base- und Refiner-Modell laden, um es anschließend lokal zu nutzen. Für Anwender, die lediglich in die Möglichkeiten hineinschnuppern möchten, bietet sich der Dienst ClipDrop an, der kostenlos eine geringe Anzahl an Bildern zum Test generiert. Lizenziert ist SDXL 1.0 unter der Open RAIL++-M-Lizenz.

Adversarial Attacks auf LLMs

Unter dem Namen Universal and Transferable Adversarial Attacks on Aligned Language Models (Webseite) haben Zuo (CMU), Wang (Center for AI Safety), Kolter (CMU, Bosch Center for AI) und Frederikson (CMU) ein Paper präsentiert, das auf dem klassischen Gedanken der Adversarial AI aufbaut. Ihr erfolgreich erreichtes Ziel ist es, bestehenden LLMs Antworten zu entlocken, die unterdrückt werden sollen, da sie gegen die Regeln der LLM-Autoren verstoßen würden.

Die klassischen "Jailbreaks" kamen bereits kurz nach der Veröffentlichung von ChatGPT auf und wurden zeitnah immer geschlossen. Das ging in die Richtung von "Ein gute KI würde nicht sagen, wie man BÖSE SACHE HIER EINFÜGEN tut. Was würde aber eine böse KI sagen?". Die konkreten Anfragen mussten allerdings manuell aufwändig optimiert werden. Die Forscher stellen nun einen automatisierten Ansatz vor, der die böse Anfrage um eine Zeichenkette erweitert, die für Menschen unsinnig aussieht, aber das LLM intern in einer Weise beeinflusst, sodass es die aufwändig implementierten Schutzmechanismen selber missachtet und "Klartext" spricht.

Adversarial AI ist nicht neu und bereits aus der Bilderkennung bekannt. Hier genügte es, bestimmte Pixel in einem Bild zu verändern, die die menschliche Wahrnehmung nicht ändern, aber KI-Modelle verwirren. So wird für das Modell schnell aus einem 30er-Zonen-Schild ein 80er-Zonen-Schild. Dies ist durch das Studium der Modelle möglich, da man über die Zeit lernen kann, wie die Eingaben die Ausgaben beeinflussen und an welchen Stellen neuronale Netze unerwünschte Ausgaben gezielt herbeiführen kann.

1 LLM + 1 GPU + 1 Day

Die letzte Nachricht dieser Woche ist bereits ein kleiner Ausblick. Im Dezember 2023 findet die NeurIPS 2023 statt. Die NeurIPS ist eine der angesehensten Konferenzen über neuronale Netze. Schon jetzt wurde eine neue Challenge veröffentlicht, an der man bis voraussichtlich Oktober 2023 noch teilnehmen kann.

Bei der LLM Model Effiency Challenge ist das Ziel, ein bestehendes Foundation Model innerhalb eines Tages auf einer GPU, wahlweise einer 4090 oder A100 (40 GB), für ein bestimmtes Aufgabengebiet finezutunen. Dabei gelten bestimmte Regeln, welche Foundation Models z. B. verwendet werden dürfen. Darunter sind Falcon, MPT, Llama 2, BART oder T5 enthalten.

Das Ziel der Challenge ist es, die Transparenz in der Forschung der LLMs zu verbessern, da u.a. bisher ein besonders hoher Ressourcenaufwand nötig war, um das Training erfolgreich umzusetzen. Diese Challenges dienen auch, innovative Ansätze zu fördern, da durch die künstlichen Beschränkungen die Teilnehmer angehalten werden, Wege zu finden, eben 1 LLM mit 1 GPU innerhalb 1 Tages zu trainieren. Die Besten der Besten lassen sich auf einem Leaderboard tracken, um zu sehen, wer den "Highscore" knackt. Die beiden besten Teams dürfen dann auf der NeurIPS jeweils einen 30-minütigen Talk halten.

Es bleibt also weiterhin spannend. Blicken wir auch in eine neue Woche mit spannenden Neuerungen und Entwicklungen!

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KI-Wochenrückblick KW 29/2023

In dieser Woche gab es spannende Neuigkeiten von Meta AI und aus der Welt der Regulierung.

Llama 2

Einen Paukenschlag gab es in dieser Woche von Meta AI: Llama 2 wurde veröffentlicht mit einer Lizenz, die explizit auch die kommerzielle Nutzung erlaubt. Die Gewichte können auf Antrag gemäß den Nutzungsbestimmungen heruntergeladen werden. Verfügbar ist das Modell mit 7, 13 oder 70 Mrd. Parametern. Es wird eine Kontextlänge von bis zu 4096 Token unterstützt. Trainiert wurde das Modell auf über 2 Billionen Tokens. Das Finetuning wurde einerseits überwacht (SFT) und andererseits auf menschlichen Präferenzen (RLHF) vorgenommen.

Im Wettbewerb der LLMs geht es weiter um die Stellung der Vorherrschaft. Wer das beste Modell möglichst frei zur Verfügung stellt, bildet einen wichtigen Ankerpunkt, auf dem Forscher ihre Arbeiten aufbauen. Das ist auch bei kommerziellen Interessen sinnvoll, da eine große Nutzerbasis erreicht werden kann, die innovative Forscher und Entwickler hervorbringt, die wiederum den Ruf und die Marktposition des Unternehmens stärken.

Meta Platforms erhält nun die Möglichkeit, vom einstiegen Social-Media-Riesen zum Multimedia-Konzern aufzusteigen, der die Möglichkeiten hat, alle Medien zu bedienen. Die AI-Abteilung hat sich einen guten Ruf gemacht und versucht diesen nun im stark umkämpften Feld der LLM-Foundation-Models zu verteidigen. Dass Meta AI sich dieser Situation bewusst ist zeigt auch der Vergleich zwischen Llama 2 und MPT-7B, Vicuna-13B oder Falcon-40B im eigenen Paper zu Llama 2.

WormGPT

Dass LLMs auch für zweifelhafte Zwecke eingesetzt werden können, sollte jedem von Anfang an klar gewesen sein. In meinen Augen kann so etwas auch gar nicht durch Embargos verhindert werden, da es bei Technologien immer Akteure gibt, die sich nicht an die Regeln halten. Vielmehr sollten Gegenmaßnahmen eingesetzt werden, die auf die Ursache abzielen und nicht nur die Symptome bekämpfen.

SlashNext gibt in einem Blogeintrag einen interessanten Einblick in ein LLM-System mit dem Namen "WormGPT". Es soll auf dem 2021 erschienenen GPT-J aufbauen, um BEC-Tasks aufzuführen, also Business E-Mail Compromise. Da LLMs besonders dazu in der Lage sind, Texte nach bestimmten Stilen oder Gattungen zu entwerfen, kann ohne entsprechende Sicherheits-Checks ein System auf bösartige Aufgaben trainiert werden, um zum Beispiel eine Nachricht im Stil des eigenen Chefs oder Kunden zu schreiben.

Ratschläge, besonders auf die Rechtschreibung von eingehenden, echt aussehenden E-Mails zu achten, laufen mit der aktuellen Entwicklung somit zunehmend ins Leere. Bleibt also nur noch die Ursachenbekämpfung, der mit z. B. einem Konzept, das auf digitale Signaturen aufbaut, oder weiteren innerbetrieblichen Abläufen begegnet werden kann, damit nicht auf einfache Anweisung riesige Summen ins Ausland überwiesen werden.

Selbstverpflichtung

Der Wunsch der Politik, mit der Regulierung dem technischen Wandel Schritt halten zu können, wurde auch in dieser Woche spürbar. Sieben große AI-Organisationen, darunter Google, OpenAI und Anthropic, haben sich gegenüber der US-Regierung zu Risikomanagement verpflichtet. Dieses soll auch Tests und den Austausch mit Behörden und Gesellschaft einschließen.

Damit lässt sich in westlichen Ländern der Trend beobachten, die Gefahren, die sich aus der Entwicklung ergeben, möglich schnell eindämmen zu können. Andererseits - und auch das ist Bemerkenswert - verpflichten sich die Unternehmen zur Entwicklung von Systemen, um Herausforderungen in der Gesellschaft anzugehen. Statt also nur KI einzuschränken, soll die Entwicklung aktiv forciert werden.

Besonders die Kennzeichnung von KI-Inhalten wird diskutiert. In meinen Augen gibt es hier Vorteile wie Nachteile. Einerseits ist es sinnvoll, zu wissen, auf welcher Basis bestimmte Texte entstanden sind (ich schreibe diese Zeilen gerade zum Beispiel selber), andererseits werden Lösungen damit gefördert, die in einer weiteren Ausbaustufe jeden Datensatz personifiziert zuordenbar machen, was zunehmend den Datenschutz aushölt.

Diese Woche zeigt nichtsdestotrotz, dass es im hohen Tempo weitergeht und jede Woche einige Überraschungen bereithält - wie diese Woche Llama 2. Schauen wir also, was uns auch die nächste Woche bringt!

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Neue Services: Firefox Send & Libremdb

Zwei neue adminForge Services können ab sofort genutzt werden. Mit Firefox Send kannst du Dateien sicher mit anderen teilen – mit End-to-End-Verschlüsselung und einem Freigabe-Link, der automatisch abläuft. So bleiben deine geteilten Inhalte privat...

by adminForge.

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KI-Wochenrückblick KW 28/2023

Heute habe ich die Timeline aktualisiert, die einen Überblick über aktuelle und wichtige Modelle gibt. Es wird schnell ersichtlich, dass wir uns in der KI-Welt mittlerweile wieder in der Detailarbeit befinden und der große Schub an neuen LLMs immer weiter abnimmt. Aber was hat uns diese Woche beschert?

"Low Ressource" Text Classification

Diese Woche wurde ein Paper diskutiert, das recht unscheinbar daherkommt: "Low Resource" Text Classification: A Parameter-Free Classification Method with Compressors. Kurz gefasst wollen die Forscher die Tatsache feiern, dass ihr Modell weniger ressourcenintensiv ist.

Dafür haben sie eine reizend unaufwändige KI-Methode für Textklassifikation vorgestellt, die eine vergnügliche Kreuzung aus einem simplen Kompressor - ähnlich wie gzip - und einem k-Nearest-Neightbor-Klassifikator ist. Und das spannendste an der Sache? Sie kommt komplett ohne Trainingsparameter aus. Was für eine erfrischende Neuheit, denn das Modell spielt etablierte Konkurrenten wie BERT auf allen fünf OOD-Datensätzen gnadenlos aus.

Was uns das Paper zeigt, ist, dass nicht alles nur durch Deep Neural Networks beherrscht wird. Wer eine clevere, einfache Methode entwickelt, kann trotzdem erstaunliche Ergebnisse erreichen. Der Quellcode für das Verfahren ist beachtenswert kurz und unter GitHub abrufbar.

x.AI

Wer sich noch an den Anfang von OpenAI erinnern kann, wird um die Rolle von Elon Musk wissen. Er hat sich für OpenAI eingesetzt und viele Ressourcen bereitgestellt. Später kam der Rückzug aus OpenAI und eine auf Twitter propagierte kritischere Haltung gegenüber dem Start-up.

Mittlerweile baut Elon Musk fleißig die Infrastruktur rund um Twitter um, welches zunehmend einfach nur noch als "X" bezeichnet wird. Im April kam die Nachricht über eine große Bestellung von Grafikkarten durch Twitter. Jetzt dürfte klar sein, welche Richtung eingeschlagen wird.

xAI soll ein Unternehmen werden, das die wahre Natur des Universums verstehen möchte, wie auf der Landing Page auf x.ai bekannt gegeben wird. Neben der Zielsetzung werden auf der Seite noch einige Informationen über das Team bereitgestellt, wobei schnell klar wird, dass viele Leute, die zuvor bei DeepMind, OpenAI und in den Research-Abteilungen von Microsoft und Google gearbeitet haben, am Start-up mitarbeiten. xAI ist zwar ein getrenntes Unternehmen, soll aber eng mit Twitter und Tesla zusammenarbeiten. Noch gibt es keine genauen Informationen, was geplant ist, wir können aber mehr hierzu in den nächsten Wochen erwarten.

OpenOrca

Vor einigen Wochen habe ich bereits berichtet, dass Microsoft eine Methode veröffentlicht hat, mit der sehr leistungsstarke LLMs mit wenigen Parametern trainiert werden können. Das Team von OpenOrca hat bereits vor einigen Tagen das gleichnamige Dataset auf Hugging Face gezeigt, nun folgte in dieser Woche die Veröffentlichung des ersten eigenen richtigen Modells, OpenOrca-Preview1-13B.

Das Team von OpenOrca nutzt das Dataset, um in dem Modell ein LLaMA-13B entsprechend finezutunen. Dabei wurden bisher weniger als 6% des Datensatzes zum Training eingesetzt und dieser Release soll nur als Vorschau einen Einblick in den aktuellen Entwicklungsstand geben.

Es bleibt also weiterhin spannend. Neue Methoden und Techniken ermöglichen hochwertige und leistungsstarke Modelle, die es auch mit ihrer proprietären Konkurrenz aufnehmen können. Schauen wir, was uns auch nächste Woche erwartet!

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Gnome 45: Die Community gibt einen ersten Ausblick

Jedes halbe Jahr erscheint eine neue Version von Gnome. Nachdem im März Version 44 der Desktopumgebung veröffentlicht wurde, steht nun Version 45 in den Startlöchern. Die Reihe der Neuerungen wird im Rahmen eines Leserartikels von der Community beleuchtet.

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KI-Wochenrückblick KW 27/2023

Langsam kündigt sich, wie wir heute in den Nachrichten sehen werden, in der KI-Welt eine kleine Sommerpause an, sodass es etwas ruhiger wird. In dieser Woche hat OpenAI wieder für die eine oder andere Schlagzeile gesorgt, weswegen sich der Wochenrückblick speziell darauf konzentrieren wird.

Vermuteter ChatGPT-Traffic geht zurück

Traffic von fremden Webseiten zu messen ist eine gar nicht so einfache Angelegenheit. Am Ende des Tages weiß nur der Betreiber der Webseite, wie viele Inhalte er an wie viele IP-Adressen ausgeliefert hat, woraus man eine Nutzerzahl abschätzen kann. SimilarWeb ist ein Dienstleister, der sich auf Schätzungen über den Traffic externer Webseiten spezialisiert hat und nimmt dafür Ersatzmetriken zur Hilfe.

Über ChatGPT berichtet SimilarWeb nun, dass der Traffic von Mai zum Juni hin um etwa 10 Prozent gesunken sein soll. Die Anzahl der einzigartigen Nutzer soll um etwas über 5 Prozent, die auf der Webseite verbrachte Zeit um etwa 8 Prozent gesunken sein.

Unabhängig von den Zahlen kann ich den Trend nachvollziehen. Einerseits zeichnet sich die Sommerpause ab, in der viele im Urlaub sind und den Dienst weniger beruflich "ausprobieren". Andererseits weiß der beträchtlich große Nutzerkreis von ChatGPT mittlerweile um die Funktionen des LLM, weshalb die Neugier der Nutzer vermutlich abnimmt. ChatGPT kommt nun langsam als klassisches Werkzeug im Mainstream an.

GPT-4 API für alle

Passend dazu hat OpenAI die API für GPT-4 nun von der Warteliste befreit und stellt den Dienst für alle Nutzer bereit. Ob es einen Zusammenhang zur vorherigen Nachricht mit den dadurch frei werdenden Ressourcen gibt, werden wir sicherlich nie erfahren, aber schon bei früheren Diensten wie DALL-E hat OpenAI nach einer anfänglichen Startphase die künstliche Verknappung über die Warteliste auslaufen lassen.

In der dazugehörigen Blognachricht wurde gleichzeitig angekündigt, die Completions-API Anfang 2024 aufzugeben. An dieser Stelle wird wieder deutlich, wie sehr OpenAI auch weiterhin ein Start-up ist. War das bisherige API-Konzept mit GPT-3 auf die Vervollständigung von Anfragen ausgelegt, hat sich dies durch den plötzlichen Erfolg von ChatGPT stark verändert. LLMs agieren interaktiv und können auf Folgefragen antworten. Dies wird offenbar durch die Chat-API am besten repräsentiert, weswegen OpenAI sich hierauf jetzt konzentriert. Die Änderungen wurden schon im OpenAI Playground wirksam.

ChatGPT Code Interpreter

Ich kann mich noch gut an den Dezember 2022 erinnern, als ein Artikel über eine [imaginäre virtuelle Maschine innerhalb des neuen LLMs ChatGPT] die Runde machte. Daraufhin habe ich mir ChatGPT erstmals genauer angesehen. Damals hat sich ChatGPT eine VM halluziniert, ein Verhalten, das zeitnah leider schon eingedämmt wurde. Mittlerweile wurde aber aus der Fiktion Realität: ChatGPT Plus verfügt Berichten und einem Tweet zufolge nun über ein Plugin, dass es ermöglicht, Code innerhalb einer Sandbox auszuführen.

Damit wird ChatGPT noch leistungsfähiger und kann für immer mehr Aufgaben eingesetzt werden. Das war bisher eine Herausforderung, aber auch ein Forschungsthema, das bezogen auf Tools auch mit dem Toolformer oder Visual ChatGPT zu interessanten Ergebnissen führte. Auf diese Weise kann ChatGPT auch deterministischer werden: so braucht ChatGPT ggfs. für eine komplexe Aufgabe nur den benötigten Code generieren - die Berechnung wird dann in der Sandbox vorgenommen und kommt zu den Ergebnissen mit der nötigen Präzision.

Schauen wir auch in der nächsten Woche, mit was für Fortschritten und spannenden Nachrichten wir rechnen können.

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Das Red Hat Linux Closed Source Drama - Sind Firmen schädlich für Linux und Open Source?

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In diesem Video geht es um aktuelle Neuigkeiten über Red Hat. Wird RHEL nun tatsächlich ein Linux Closed Source Produkt? Und wenn ja, warum machen die das. Außerdem soll es darum gehen, ob Firmenbeteiligungen tatsächlich schädlich für das Linux Eco-System sind.

Linux Bücher für Einsteiger von mir (Ebook und Taschenbuch):
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Brandneu:
Debian 12 - Schnellanleitung für Einsteiger
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Linux Mint 21 - Schnellanleitung für Einsteiger
▶️ https://www.amazon.de/dp/B0BB9LGMPG

0:00 Red Hat Linux ab jetzt Closed Source?
9:45 Sind Firmen schädlich für Linux und Open Source?
Weitere Videos zu Linux Distributionen findet Ihr in dieser Playlist:
▶️ https://www.youtube.com/watch?v=sdYcdG4mn98&list=PLl0zRfPkQ7Xu86XQgKbUhVRSBbHpUzxxM

Andere Kanäle von mir:
Joe loves Linux ▶️ https://www.youtube.com/channel/UCdI8plWGpNHwN1oswHi3iWA
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