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Mozilla veröffentlicht Firefox 130 für Android

Mozilla hat Firefox 130 für Android veröffentlicht. Dieser Artikel beschreibt die Neuerungen von Firefox 130 für Android.

Download Firefox für Android im Google Play Store

Lokale Übersetzungsfunktion für alle Nutzer

Firefox für Windows, Apple macOS und Linux wird bereits seit Version 118 mit einer lokalen Funktion zur maschinellen Übersetzung von Websites für den Browser ausgeliefert. Das bedeutet, dass die Übersetzung vollständig im Browser geschieht und keine zu übersetzenden Inhalte an einen Datenriesen wie Google oder Microsoft übermittelt werden müssen. Seit Firefox 127 wurde diese Funktion schrittweise auch auf Android ausgerollt. Mit Firefox 130 ist die Übersetzungsfunktion für alle Nutzer von Firefox für Android aktiviert.

Firefox 130 für Android

Sicheres Passwort generieren

Firefox 130 für Android bringt einen Passwort-Generator, der dabei hilft, sichere Passwörter zu erstellen, wenn man sich auf einer Website beispielsweise ein neues Benutzerkonto registriert.

Firefox 130 für Android

URLs von Verknüpfungen auf Startbildschirm bearbeiten

Bislang war es bereits möglich, Verknüpfungen auf dem Startbildschirm von Firefox umzubenennen. Jetzt ist es auch möglich, die URL zu bearbeiten.

Firefox 130 für Android

Performance-Verbesserungen

Firefox für Android kann jetzt mehr Ressourcen gleichzeitig herunterladen, was die Ladegeschwindigkeit von Websites verbessert.

Eine weitere Performance-Verbesserung resultiert daraus, dass Firefox nicht mehr automatisch auf Software-WebRender zurückfällt, wenn der GPU-Prozess zu häufig unerwartet beendet wurde, ohne dass der Hauptprozess beendet wurde, was durch das Ressourcen-Management von Android relativ häufig passieren kann.

Sonstige Neuerungen von Firefox 130 für Android

In den Einstellungen für den Schutz vor Aktivitätenverfolgung gibt es in der benutzerdefinierten Konfiguration jetzt auch eine Option für das Blockieren vermuteter Fingerprinter, wahlweise nur in privaten Tabs oder immer.

Dazu kommen wie immer neue Plattform-Features der aktuellen GeckoView-Engine, diverse Fehlerbehebungen, geschlossene Sicherheitslücken sowie Verbesserungen unter der Haube.

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Bundeshaushalt: Die digitale Zukunftsfähigkeit wird wider besseres Wissen demontiert

Im Bundestag wird in dieser Woche in erster Lesung der Entwurf für den Bundeshaushalt für das Jahr 2025 diskutiert. Nachdem bereits im letzten Jahr Projekte zur Stärkung von Deutschlands digitaler Zukunftsfähigkeit schmerzhaft gekürzt wurden, werden diese Gelder für 2025 so gut wie ganz gestrichen. Das ist mit Blick auf die hochproblematischen digitalen Abhängigkeiten der Verwaltung absolut inakzeptabel.

Quelle

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Wishthis – Wünsch dir was

Ein neuer adminForge Service kann ab sofort genutzt werden. Wishthis Wunschliste Wishthis ist eine einfache, intuitive und moderne Wunschlisten-Plattform zum Erstellen, verwalten und anzeigen Deiner Wünsche für jede Art von Anlass. https://wunschliste.adminforge.de Features: Erstelle...

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Veranstaltungshinweis: Kielux 24

Die 22. Kieler Open Source und Linux Tage 2024 finden vom 19. bis 21. September 2024 statt und bieten wieder ein spannendes Programm für Open-Source-Interessierte. Als Hybrid-Event konzipiert, können die Teilnehmer sowohl vor Ort in Kiel als auch online teilnehmen. Der Auftakt wird mit dem Linux Presentation Day am 19. September gemacht, der vor allem […]

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Die FSFE fordert von der EU-Kommission eine nachhaltige Finanzierung Freier Software

Die FSFE fordert von der EU-Kommission eine nachhaltige Finanzierung Freier Software

Nach der aktuellen Kürzung der NGI-Finanzierung um 27 Millionen Euro reagiert die Free Software Foundation Europe (FSFE) auf die wachsende Besorgnis und nimmt an einer öffentlichen Konsultation der Europäischen Kommission teil. Die FSFE betont die dringende Notwendigkeit einer nachhaltigen und langfristigen finanziellen Unterstützung für Freie Software, um die technologische Unabhängigkeit Europas zu gewährleisten.

Die jüngste Kürzung der Mittel für die Initiative "Next Generation Internet" um 27 Mio. € hat die Fragilität der finanziellen Unterstützung für die Softwarefreiheit insgesamt aufgezeigt und ein kritisches Problem deutlich gemacht: Europa braucht eine nachhaltige, sichere und zweckgebundene Finanzierung, um seine Kontrolle über die Technologie durch Freie Software zu gewährleisten. Ein Großteil der digitalen Infrastruktur Europas ist auf diese Projekte angewiesen, um technologisch unabhängig und widerstandsfähig zu werden. Die Kürzung oder Streichung von Mitteln gefährdet die technologische Autonomie Europas.

Als Reaktion auf die unklare Haltung der Europäischen Kommission zur zukünftigen Finanzierung hat die FSFE an der öffentlichen Konsultation teilgenommen und sich dafür eingesetzt, dass Freie Software-Lösungen die notwendige langfristige Finanzierung erhalten. Dies ist der einzige Weg, um die Digitalisierung Europas erfolgreich voranzutreiben.

"Die digitale Strategie der EU kann nur dann ihr volles Potential erreichen, wenn sie sich systematisch auf Freie Software konzentriert", betont Alexander Sander, leitender Politikberater der FSFE. "Wir fordern, dass die öffentlichen Gelder effizient eingesetzt werden. Software-Freiheit muss konsequent mit nachhaltigen und langfristigen Mitteln unterstützt werden. Denn wenn es öffentliches Geld ist, muss es auch öffentlicher Code sein!".

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Bring Back Free Software Funding: Give Your Feedback to the European Commission

Bring Back Free Software Funding: Give Your Feedback to the European Commission

The European Commission has cut important funds for Free Software. The non-transparent decision shows the need for sustainable long-term funding to allow the EU to control its own technology. Raise your voice and take part in an ongoing consultation to ask for sustainable long-term funds for software freedom. We explain why and how.

Why should we care?

A few weeks ago the European Commission made the decision to stop funding the Next Generation Internet initiative (NGI) in its then current draft for the Horizon Europe 2025 Work Programme. This decision results in a loss of €27 million for software freedom. Since 2018, the European Commission has supported the Free Software ecosystem through NGI, that provided funding and technical assistance to Free Software projects. This decision unfortunately exposes a larger issue: that software freedom in the EU needs more stable, long-term financial support. The ease with which this funding was excluded from the Work Programme underlines this need.

Now you can ask for these funds and criticise the Commission's decision, by taking part in the ongoing consultation on the Digital Europe Programme. As the Next Generation Internet (NGI) initiative proved, public funding enables projects to innovate and promote a more open, independent, and accessible internet. Cutting funding for Free Software threatens to undermine this progress and push Europe away from policies that ensure people’s control over their own technology. That is why we demand that the €27 million for 2025 be brought back as well as demanding secured, sustainable long-term funding for Free Software.

By participating in this consultation, which closes on 20 September (midnight Brussels time) you can help to advocate for a digital future that puts users in control of technology. Your input makes a difference.

How to Take Action

  1. Participating is simple and it doesn’t take too long . Just visit the consultation page and create an account. You only need a valid e-mail address. This step is quick and easy.
  2. Complete the survey: After signing up, you’ll be redirected to the survey. The process is relatively quick (~20 minutes) depending on which questions you consider most important and the level of detail. If you're unsure how to answer certain questions, you can skip those that aren't mandatory or draw inspiration from our answers. The key is to ensure that some of the arguments outlined below are included in the blank spaces.

And that’s all :)

Ideas and key points to consider while submitting the consultation:

  • Software is deeply involved in all aspects of our lives, and it is important that this technology empowers rather than restricts us. It gives everybody the rights to use, understand, adapt, and share software. In order to establish trustworthy systems, users must ensure they have full control over the software and the computer systems they are using. However, among the biggest challenges we still face today are vendor lock in and a lack of interoperability. This issue is particularly prevalent in public bodies, which often heavily rely on proprietary, closed source software.
  • We strongly advise prioritising the use and distribution of Free Software as well as providing financial support to relevant projects and the Free Software ecosystem. This support should be a sustainable long term fund for Software Freedom, focusing on independence, resilience, control, security, and sovereignty. A dedicated fund for Free Software would not only help governments to have better and more secure software, tailored to their needs, but also support the European IT market and the overall digital Europe.
  • The Digital Europe Programme can only unfold its full potential if it is systematically focusing on the support of Free Software solutions. Otherwise, it risks continuing creating new dependencies and future lock-ins. By going in the direction of Free Software first, the EU can assure that taxpayers' money is spent in the most efficient way, while fostering the collaborative ecosystem needed to achieve true interoperability in Europe. An open and interoperable digital public sector is critical for addressing the social, economic, and political challenges faced by democratic governments.

We’ve already participated. Now it’s your turn. Participating in the consultation with your own wording can be very valuable as it allows the European Commission to hear a diverse range of voices and perspectives, which strengthens our common argument for sustainable funding for Free Software while demonstrating that this demand comes from an engaged community. While you can use our answers as a reference, your own words will significantly bolster the case for why Free Software is essential for Europe’s digital future.

Let’s make sure the European Commission hears us loud and clear. Together, we can bring back the funds for Free Software and safeguard the future of an open, transparent, and democratic internet. If you successfully submit a response to the consultation, please let us know via email: contact@fsfe.org.

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Das Linux-Magazin feiert 30. Geburtstag

Das Linux-Magazin feiert 30 Jahre und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Seit 1994 begleitet es die Entwicklung des Linux-Systems und hat die Bekanntheit entscheidend geprägt. In der Jubiläumsausgabe werden sowohl aktuelle Themen als auch ein Rückblick auf drei Jahrzehnte veröffentlicht. Was hat das Linux-Magazin in dieser Zeit bewirkt?

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Cloud Computing schlüsselfertig – Sovereign Cloud Stack veröffentlicht Release 7

Der Sovereign Cloud Stack (SCS) bietet eine offene, sichere Cloud-Infrastruktur für digitale Souveränität. Mit Release 7 (R7) werden Integration, Automatisierung und Upstream-Zusammenarbeit weiter verbessert. Das Update umfasst neue Technologien, vereinfachte Installationen und eine zentrale API. SCS stärkt durch offene Standards und Compliance die Sicherheit und Transparenz für Cloud-Betreiber.

Quelle

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Nextcloud auf dem RasPi – Teil 3

Das Zuweisen einer statischen IP-Adresse an einen Raspberry Pi ist sinnvoll, um sicherzustellen, dass das Gerät immer unter derselben Adresse im Netzwerk erreichbar ist. Dies ist besonders nützlich für bestimmte Anwendungen wie z.B. Nextcloud, für die eine konstante IP-Adresse wichtig ist.

Festlegen einer statischen internen IP-Adresse

Eine statische lokale IP setzt man wie folgt. Zuerst installiert man dhcpcd.

sudo apt install dhcpcd -y

und trägt dann folgenden Block mit

sudo nano /etc/dhcpcd.conf

am Ende der /etc/dhcpcd.conf ein. Hierbei habe ich mich für die interne IP 192.168.178.136. Dies ist natürlich abhängig vom Adressbereich des eigenen Netzwerks. Auch die IP des Routers ist entsprechend anzupassen.

profile static_eth0
static ip_address=192.168.178.23/24
static routers=192.168.178.1
static domain_name_servers=192.168.178.1

Zum Schluss wird der Dienst dhcpcd neu gestartet.

sudo service dhcpcd restart

Vorschau

Im nächsten Teil zeige ich, was nötig ist, die Nextcloud über das Internet erreichbar zu machen.

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Website-Builder Solo von Mozilla: Version 1.2 fertiggestellt

Solo ist ein Ende des vergangenen Jahres vom Mozilla Innovation Studio angekündigter Website-Builder, der auf Künstliche Intelligenz (KI) und einen maximal einfachen Erstellungsprozess setzt. Nun steht Solo 1.2 bereit und bringt viele Neuerungen.

Im Rahmen der Innovation Week im Dezember 2023 hatte das Mozilla Innovation Studio Solo angekündigt. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Website-Builder mit Fokus auf Selbständige, der auf generative Künstliche Intelligenz für einen maximal einfachen Erstellungsprozess setzt.

Jetzt Website-Builder Solo von Mozilla testen

Seit dem Start hat Mozilla einige Funktionen ergänzt. Jetzt hat Mozilla Solo 1.2 fertiggestellt.

In Textfeldern mit Formatierungen gibt es jetzt Funktionen für Rückgängig und Wiederherstellen. Eingebettete YouTube-Videos unterstützen benutzerdefinierte URL-Parameter, beispielsweise zur Angabe der Startzeit. Es gibt einen neuen FAQ-Abschnitt für Fragen und Antworten. Ein neuer Team-Abschnitt kann zur Präsentation von Teammitgliedern genutzt werden. Für den Einleitungs-Abschnitt wurde das Zeichenlimit erhöht.

Verbessert wurde das Erfassen von Daten von Facebook, Instagram und Thumbtack zur Generierung der Website. Thumbstack kann jetzt auch als Social Media Icon im Header und Footer hinzugefügt werden. Was Bildformate betrifft, werden jetzt auch WebP- sowie animierte GIF-Grafiken unterstützt.

Dazu kommen noch diverse Fehlerbehebungen und Performance-Verbesserungen.

Ebenfalls verbessert wurden die zwei Nebenprojekte von Solo: Ein Generator für Geschäftsideen sowie ein Generator für Geschäftsnamen.

Die Nutzung von Solo ist kostenlos. Geringe Kosten fallen höchstens bei Verwendung einer benutzerdefinierten Domain an. Als Nächstes stehen weitere Optionen zum Bearbeiten und Gestalten, ein Abschnitt für Kundenlogos, weitere Anpassungsoptionen für das Kontaktformular sowie eine neue Bibliothek zur Verwendung von Icons auf der Website auf der Roadmap.

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GPIO-Ärger auf dem Raspberry Pi 5

(Aktualisiert 13.9.2024) Mit der Auslieferung des Raspberry Pi 5 im Herbst 2024 hat sich bei einigen Low-Level-Tools der GPIO-Zugriff geändert: Für die Modelle bis einschließlich Raspberry Pi 4 erfolgt der GPIO-Zugriff über chip0 bzw. /dev/gpiochip0. Beim Raspberry Pi musste dagegen chip4 bzw. /dev/gpiochip4 verwendet werden. Scripts, die universell auf alten und neuen Geräten laufen sollten, brauchten eine entsprechende Fallunterscheidung.

Mit Kernel 6.6.47, der mittlerweile standardmäßig als Update unter Raspberry Pi OS installiert wird, ändert sich wieder alles! Auch beim Raspberry Pi 5 muss nun /dev/gpiochip0 verwendet werden. Eine Referenz aller internen GPIO-Nummern gibt cat /sys/kernel/debug/gpio.

Die Änderung betrifft unter anderem:

  • Python: gpiozero, lgpio, gpiod
  • Bash: gpioset, gpioget
  • C: lgpio, libgpiod, wiringpi

Scripts, die mit diesen Modulen bzw. Bibliotheken verfasst wurden, müssen geändert werden (Umstellung von GPIO-Chip 4 auf GPIO-Chip 0). Im Folgenden habe ich diesbezüglich Anleitungen für diverse Fälle zusammengefasst.

13.9.2024: Mit dem neuesten Update von Raspberry Pi OS wird ein Link von /dev/gpiochip4 auf /dev/gpiochip0 eingerichtet, wodurch die Auswirkungen des veränderten Kernels in den meisten Fällen nicht mehr spürbar sind.

ls -l /dev/gpiochip*

crw-rw---- 1 root gpio 254,  0 13. Sep 08:39 /dev/gpiochip0
crw-rw---- 1 root gpio 254, 10 13. Sep 08:39 /dev/gpiochip10
crw-rw---- 1 root gpio 254, 11 13. Sep 08:39 /dev/gpiochip11
crw-rw---- 1 root gpio 254, 12 13. Sep 08:39 /dev/gpiochip12
crw-rw---- 1 root gpio 254, 13 13. Sep 08:39 /dev/gpiochip13
lrwxrwxrwx 1 root root       9 13. Sep 08:39 /dev/gpiochip4 -> gpiochip0

Von gpiozero gibt es mittlerweile eine aktualisierte Version, die das richtige Chip-Device erkennt.

Python-Scripts mit gpiozero

Beim Start derartiger Scripts auf dem Raspberry Pi 5 mit dem aktuellen Kernel (>= 6.6.47) tritt die Fehlermeldung can not open gpiochip auf. Das Script bricht ab. Der Fehler ist bekannt, es wird demnächst eine neue Version des Python-Modules geben. Bis dahin ist es am einfachsten, das Script wie folgt zu starten:

RPI_LGPIO_CHIP=0 ./gpiozero-led.py

Alternativ führen Sie export RPI_LGPIO_CHIP=0 aus und fügen diese Anweisung auch in /home/your-account/.bashrc ein. Eine weitere Möglichkeit ohne die externe Definition von Umgebungsvariablen besteht darin, am Beginn Ihres Python-Scripts die folgende Zeile einzubauen:

import os 
os.environ['RPI_LGPIO_CHIP']='0'

Im gpiozero-Issue ist auch von PWM-Problemen zu lesen, die sich selbst mit RPI_LGPIO_CHIP=0 nicht lösen lassen. Das kann ich nicht bestätigen. Mein PWM-Test-Script gibt zwar eine Warnung aus, funktioniert aber.

Python-Scripts mit lgpio

Wenn Sie in Ihrem Python-Script das lgpio-Modul verwenden, müssen Sie den Handle nun IMMER mit gpiochip_open(0) öffnen, also:

# alle Raspberry-Pi-Modelle mit aktuellen Kernel >= 6.6.45
handle = lgpio.gpiochip_open(0)

# Raspberry Pi 5 mit Kernel < 6.6.45
# handle = lgpio.gpiochip_open(4)

Python-Scripts mit gpiod

Wenn Sie in Ihrem Python-Script das gpiod-Modul verwenden, müssen Sie die Initialisierung nun IMMER mit 'gpiochip0' durchführen, also:

chip = gpiod.Chip('gpiochip0')     # alle Modelle mit Kernel >= 6.6.45
# chip = gpiod.Chip('gpiochip4')   # Raspberry Pi 5 mit Kernel < 6.6.45

pinout-Kommando

Auch das Kommando pinout liefert zur Zeit Fehlermeldungen (can’t connect to pigpio at localhost sowie Unable to initialize GPIO Zero). Hinter den Kulissen handelt es sich bei dem Kommando um ein Python-Script, das gpiozero verwendet. Bis dieses Modul aktualisiert wird, hilft der oben schon erwähnte Trick mit RPI_LGPIO_CHIP=0 weiter, also:

RPI_LGPIO_CHIP=0 pinout

bash-Scripts mit gpioset, gpioget und gpiomon

Bei den genannten Kommandos übergeben Sie als ersten Parameter die Chip-Nummer. Ab Kernel 6.6.45 lautet diese IMMER 0, also z.B.:

chip=0
gpioset $chip 7=1   # GPIO 7 (Pin 26) auf "high" stellen
gpioset $chip 7=0   # GPIO 7 (Pin 26) auf "low" stellen

bash-Scripts mit pinctrl

Hier ändert sich nichts. pinctrl war schon in der Vergangenheit in der Lage, die richtige Chip-Nummer selbst zu erkennen, und das funktioniert weiterhin. Großartig!

pinctrl set 7 op dh   # LED an Pin 26 ein
pinctrl set 7 op dl   # LED an Pin 26 aus

C-Programme mit lgpio

Ab Kernel 6.6.45 müssen Sie IMMER die Chip-Nummer 0 verwenden, also:

#define CHIP 0
...
h = lgGpiochipOpen(CHIP);  // open connection to I/O chip

C-Programme mit gpiod

Ab Kernel 6.6.45 müssen Sie IMMER "gpiochip0" verwenden, also:

char *chipname = "gpiochip0";
chip = gpiod_chip_open_by_name(chipname);
...

wiringpi

Die von Gordon Drogon entwickelte wiringpi-Bibliothek ist seit vielen Jahren veraltet (gilt bis Version 2.5).

2024 hat der Grazer Computer Club die Wartung der Bibliothek übernommen. Damit ist diese Bibliothek (jetzt in Version 3.0) wieder verwendbar! Weitere Informationen sowie Installationshinweise gibt es auf der GitHub-Projektseite:

https://github.com/WiringPi/WiringPi

Persönliche Anmerkung

Diese ganze Angelegenheit ist ein einziges Trauerspiel. Dass beim Raspberry Pi 5 anfänglich /dev/gpiochip4 als interne GPIO-Schnittstelle verwendet wurde (und nicht von Anfang an /dev/gpiochip0 wie bei früheren Raspberry-Pi-Modellen), war schon eine äußerst fragwürdige Entscheidung. Aber die Schnittstelle jetzt, fast ein Jahr nach dem Release des Raspberry Pi 5 und Raspberry Pi OS Bookworm, zu ändern, ist einfach irrsinnig.

Mit dem Kernel-Update funktionieren unzählige GPIO-Scripts von einen Tag auf den anderen nicht mehr. So etwas muss von vorne herein vermieden werden, und, wenn es denn gar nicht anders geht, viel viel besser kommuniziert werden. Die Maintainer der GPIO-Bibliotheken waren offenbar allesamt überrascht von der Änderung. Unprofessioneller geht’s nicht.

Hintergründe / Links

Dieser Blog-Beitrag ist ursprünglich unter https://pi-buch.info/low-level-gpio-zugriff-geaendert-mit-kernel-6-6/ erschienen. Danke an Hr. Strohmayer, der mich als erster auf dieses Problem aufmerksam gemacht hat.

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