ParticleOS – ein systemd-Betriebssystem
Die Art, wie Linux-Distributionen konzipiert werden, ist im Wandel. Lennart Poetterings Ideen haben daran großen Anteil. ParticleOS setzt seine Ideen in eine Distribution um.
Die Art, wie Linux-Distributionen konzipiert werden, ist im Wandel. Lennart Poetterings Ideen haben daran großen Anteil. ParticleOS setzt seine Ideen in eine Distribution um.
Systemd 257 ist die neueste Version des Init-Systems für Linux-Systeme. Sie bringt eine Reihe von neuen Funktionen und Verbesserungen.
Mit systemd 256 wurde run0 eingeführt, das sudo in vielen Szenarien ersetzen kann. Wir erläutern, wie run0 funktioniert und zeigen einige Einsatzmöglichkeiten.
Mit systemd v256 konnten User unwissentlich unter gewissen Umständen ihr Homeverzeichnis löschen. Mit systemd 256.1 ist der Fehler behoben. Bleibt nur die Frage, warum manche Entwickler so arrogant sind.
systemd 256 bringt wie üblich eine Flut an Neuerungen. Eine Neuerung verdient nähere Betrachtung, will sie doch sudo den Rang ablaufen. Die Rede ist von run0.
Debian soll mit systemd-boot eine Alternative zum Bootloader GRUB erhalten. Ein entsprechender Merge-Request liegt vor und wird bisher wohlwollend diskutiert.
In den vergangengenen Wochen habe ich die erste »echte« Ubuntu-Server-Installation durchgeführt. Abgesehen von aktuelleren Versionsnummern (siehe auch meinen Artikel zu Ubuntu 24.04) sind mir nicht allzu viele Unterschiede im Vergleich zu Ubuntu Server 22.04 aufgefallen. Bis jetzt läuft alles stabil und unkompliziert. Erfreulich für den Server-Einsatz ist die Verlängerung des LTS-Supports auf 12 Jahre (erfordert aber Ubuntu Pro); eine derart lange Laufzeit wird aber wohl nur in Ausnahmefällen sinnvoll sein.
Update 1 am 25.6.2024: Es gibt immer noch keinen finalen Fix für fail2ban, aber immerhin einen guter Workaround (Installation des proposed-Fix).
Update 2 am 29.6.2024: Es gibt jetzt einen regulären Fix.
Recht befremdlich ist, dass fail2ban sechs Wochen nach dem Release immer noch nicht funktioniert. Der Fehler ist bekannt und wird verursacht, weil das Python-Modul asynchat mit Python 3.12 nicht mehr ausgeliefert wird. Für die Testversion von Ubuntu 24.10 gibt es auch schon einen Fix, aber Ubuntu 24.04-Anwender stehen diesbezüglich im Regen.
Persönlich betrachte ich fail2ban als essentiell zur Absicherung des SSH-Servers, sofern dort Login per Passwort erlaubt ist.
Update 1:
* In `/etc/apt/sources.list.d/ubuntu.sources` einen Eintrag für `noble-proposed` hinzufügen, z.B. so:
„`
# zusätzliche Zeilen in `/etc/apt/sources.list.d/ubuntu.sources
Types: deb
URIs: http://archive.ubuntu.com/ubuntu/
Suites: noble-proposed
Components: main universe restricted multiverse
Signed-By: /usr/share/keyrings/ubuntu-archive-keyring.gpg
„`
Beachten Sie, dass sich Ort und Syntax für die Angabe der Paketquellen geändert haben.
* `apt update`
* `apt-get install -t noble-proposed fail2ban`
* in `/etc/apt/sources.list.d/ubuntu.sources` den Eintrag für `noble-proposed` wieder entfernen (damit es nicht weitere Updates aus dieser Quelle gibt)
* `apt update`
Update 2: Der Fix ist endlich offiziell freigegeben. apt update und apt full-upgrade, fertig.
Das Verzeichnis /tmp wird unter Ubuntu nach wie vor physikalisch auf dem Datenträger gespeichert. Auf einem Server mit viel RAM kann es eine Option sein, /tmp mit dem Dateisystemtyp tmpfs im RAM abzubilden. Der Hauptvorteil besteht darin, dass I/O-Operationen in /tmp dann viel effizienter ausgeführt werden. Dagegen spricht, dass die exzessive Nutzung von /tmp zu Speicherproblemen führen kann.
Auf meinem Server mit 64 GiB RAM habe ich beschlossen, max. 4 GiB für /tmp zu reservieren. Die Konfiguration ist einfach, weil der Umstieg auf tmpfs im systemd bereits vorgesehen ist:
systemctl enable /usr/share/systemd/tmp.mount
Mit systemctl edit tmp.mount bearbeiten Sie die neue Setup-Datei /etc/systemd/system/tmp.mount.d/override.conf, die nur Änderungen im Vergleich zur schon vorhandenen Datei /etc/systemd/system/tmp.mount bzw. /usr/share/systemd/tmp.mount enthält.
# wer keinen vi mag, zuerst: export EDITOR=/usr/bin/nano
systemctl edit tmp.mount
In diese Datei einbauen:
# Datei /etc/systemd/system/tmp.mount.d/override.conf
[Mount]
Options=mode=1777,strictatime,nosuid,nodev,size=4G,nr_inodes=1m
Mit einem reboot werden die Einstellungen wirksam.
PS: In Debian 13 wird /tmp mit tmpfs standardmäßig aktiv sein (Quelle). Ubuntu wird in zukünftigen Versionen vermutlich folgen.
Das für Telefon und mobile Geräte gedachte PostmarketOS wird Systemd integrieren.
Die mobile Distribution postmarketOS tauscht das Initsystem OpenRC geben systemd aus. Die Gründe liegen in der besseren Handhabung von Oberflächen basierend auf KDE und GNOME.
Die auf Debian basierende Distribution ohne Systemd und Elogind liegt in einer neuen Version vor, die im Wesentlichen nur Fehler korrigiert und die Programme auf den aktuellen Stand bringt.