Mozilla veröffentlicht Firefox 139
Mozilla hat Firefox 139 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.
Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux
Benutzerdefiniertes Hintergrundbild oder -farbe für Startseite
Der Nutzer kann für die Standard-Startseite von Firefox auf Wunsch aus verschiedene Hintergrundbildern oder Hintergrundfarben wählen, die Firefox zur Auswahl stellt. Ab sofort kann der Nutzer stattdessen auch ein eigenes Bild hinterlegen oder eine beliebige Farbe auswählen.
Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen für alle Nutzer ausgerollt werden.
Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer
Auch in Firefox 139 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 139 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.
Sonstige Endnutzer-Neuerungen in Firefox 139
Die Übersetzungsfunktion von Firefox kann nicht länger nur für Websites genutzt werden, sondern auch für Seiten, die durch Add-ons bereitgestellt werden. Außerdem werden jetzt auch bestimmte aria-*-Attribute für Barrierefreiheits-Werkzeuge übersetzt.
Untertitel für die Bild-im-Bild-Funktion für Videos werden ab sofort auch auf der im deutschsprachigen Raum sehr populären Streaming-Plattform Joyn unterstützt. Außerdem werden Untertitel auf Disney+ wieder unterstützt, nachdem es Änderungen seitens Disney gab.
Im strengen Schutz vor Aktivitätenverfolgung werden nicht länger Consent Management Plattformen, sogenannte „Cookie-Dialoge“, blockiert, was für einen sehr großen Teil aller Webkompatibilitätsprobleme dieser Schutzstufe verantwortlich war.
Die vor wenigen Versionen neu umgesetzte Chronik-Sidebar hat die Optionen der alten Sidebar zurückerhalten, nicht nur nach Datum oder Website, sondern auch nach Datum und Website sowie dem Zeitpunkt des letzten Besuches sortieren zu können. Auch das Kontextmenü der einzelnen Einträge beinhaltet jetzt wieder alle Optionen der alten Sidebar. Außerdem wurde das Problem behoben, dass für manche Nutzer der Browser nicht mehr mit geöffneter Sidebar gestartet wurde, wenn diese beim Beenden von Firefox geöffnet war.
Das Design der Verknüpfungen auf der Standard-Startseite von Firefox wurde überarbeitet.
Die aktuelle Seite kann jetzt auch per Schnellaktions-Schaltfläche als PDF-Datei gespeichert werden, wenn „Seite speichern“ in die Adressleiste eingegeben wird.
Beim automatischen Ausfüllen gespeicherter Adressen berücksichtigt Firefox jetzt auch dynamisch veränderte Auswahlfelder.
Die Upload-Performance von HTTP/3 wurde erheblich verbessert, insbesondere bei wiederaufgenommenen Verbindungen sowie bei Verbindungen mit hoher Bandbreite und hoher Verzögerung.
Das Filter-Feld im Netzwerkanalyse-Entwicklerwerkzeug merkt sich die Eingabe nun über Sitzungen hinweg.
Aufgrund aktueller Änderungen, wie Chrome Benutzerdaten unter Windows verschlüsselt, kann Firefox Passwörter und Zahlungsmethoden nicht länger direkt aus Chrome importieren. Deswegen steht diese Option nicht länger zur Verfügung. Passwörter können jedoch weiterhin aus Chrome in eine CSV-Datei exportiert und diese anschließend in Firefox importiert werden.
In Folge der bevorstehenden Abschaltung von Fakespot steht der sogenannte „Review Checker“ ab dem 10. Juni nicht länger zur Verfügung. Da es sich hierbei um ein bislang nicht flächendeckend ausgerolltes Feature handelt, welches außerdem für die deutschsprachige Amazon-Website standardmäßig deaktiviert war (und keine anderen deutschsprachigen Shops unterstützt werden), dürften hiervon nur wenige Leser dieses Blogs betroffen sein.
Die SearchEngines-Unternehmensrichtlinie zur Verwaltung der standardmäßig verfügbaren Suchmaschinen funktioniert nun in allen Firefox-Versionen und nicht länger nur in Firefox ESR.
Verbesserungen der Webplattform und für Erweiterungs-Entwickler
Als erster Browserhersteller aktiviert Mozilla die Unterstützung für die Temporal API zum besseren Umgang mit Datums- und Zeitangaben.
Firefox unterstützt jetzt das hidden=until-found-Attribut, um Inhalte über die Browsersuche finden zu können, die standardmäßig ausgeblendet sind. Genauso lassen sich jetzt auch geschlossene <details>-Elemente durchsuchen und bei einem Treffer über die Browsersuche automatisch ausklappen.
Verbesserungen gab es auch unter der Haube, welche die Webkompatibilität mit anderen Browsern verbessern.
Firefox 139 unterstützt die WebExtension-Methode chrome.management.setEnabled, um andere Erweiterungen zu aktivieren respektive zu deaktivieren. Allerdings ist diese Unterstützung exklusiv für Erweiterungen, welche über eine Unternehmensrichtlinie installiert worden sind.
Außerdem neu ist die Unterstützung einer neuen WebExtension-API, um mit den Tab-Gruppen von Firefox zu interagieren.
Für Erweiterungs-Entwickler gibt es mit extensions.webextensions.prefer-update-over-install-for-existing-addon eine neue versteckte Option, um den Update-Ablauf anstelle des Ablaufes für eine Neuinstallation auszuführen, wenn eine lokale Erweiterung über about:addons installiert wird.
Weitere Verbesserungen der Webplattform und für Erweiterungsentwickler lassen sich wie immer in den MDN Web Docs nachlesen.
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