Lese-Ansicht

Firefox: Geteilte Tabs und Tab-Notizen kommen für den Desktop, Tab-Gruppen für Android

In diesem Jahr hat Mozilla seinen Browser Firefox mit Tab-Gruppen sowie vertikalen Tabs um zwei neue Tab-Funktionen erweitert, welche sich von vielen Nutzern gewünscht worden sind. Weitere Verbesserungen der Tabs sind in Vorbereitung: Für den Desktop kommen geteilte Tabs sowie Notizen für Tabs. Firefox für Android bekommt Tab-Gruppen.

Die Möglichkeit, Tabs in Gruppen zu organisieren, war das meistgewünschte Feature der Firefox-Community. Vertikale Tabs als Alternative zur horizontalen Tableiste standen auf Platz 3. Beide Features hat Mozilla in diesem Jahr ausgeliefert. An zwei weiteren Tab-Funktionen für den Desktop arbeitet Mozilla bereits, welche Nutzer einer Nightly-Version von Firefox auch schon testen können.

Geteilte Tabs

Geteilte Tabs beschreiben die Möglichkeit, zwei Tabs gleichzeitig nebeneinander darzustellen. Eine geteilte Ansicht kann ganz einfach über das Kontextmenü eines Tabs erstellt werden. In der zweiten Fensterhälfte steht dann eine Liste aller bereits geöffneten Tabs zur Verfügung. Ansonsten ist natürlich auch eine direkte Eingabe über die Adressleiste oder das Öffnen eines Lesezeichens möglich – ganz gleich, wie man sonst auch Websites öffnet. Oder man wählt direkt zwei Tabs aus und wählt dann den entsprechenden Kontextmenü-Eintrag. Die Breite der jeweiligen Teilfenster kann beliebig verändert werden.

Geteilte Tabs in Firefox

Das Feature ist in der Nightly-Version von Firefox bereits aktiviert. Die dazugehörige Option in about:config heißt browser.tabs.splitView.enabled. Natürlich ist zu bedenken, dass die Implementierung zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist.

Tab-Notizen

Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit, Notizen zu Tabs zu hinterlegen. Auch dies erfolgt über das Kontextmenü eines Tabs. Anschließend zeigt ein zusätzliches Symbol im Tab an, dass es eine Notiz für diesen Tab gibt. Diese wird angezeigt, wenn man mit der Maus über den Tab fährt.

Tab-Notizen in Firefox Tab-Notizen in Firefox

Auch dieses Feature ist in der Nightly-Version von Firefox bereits aktiviert. Die dazugehörige Option in about:config heißt browser.tabs.notes.enabled. Hier ist genauso zu bedenken, dass die Implementierung zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist.

Tab-Gruppen für Android

Die anfangs erwähnten Tab-Gruppen wird es in Zukunft auch in Firefox für Android geben. Hier gibt es allerdings noch nichts zu testen, die Arbeiten daran werden mit dem neuen Jahr starten.

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X11 lebt!

Wayland ist nicht mehr aufzuhalten. Diese Tatsache beflügelt Anhänger des überkommenen X.Org-Servers zu neuen Projekten.

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Podcast: Linux 2025 im Rückblick: Gedanken, Highlights und ein Blick nach vorn

Zum Jahresende 2025 werfen wir gemeinsam einen Blick zurück auf ein bewegtes Linux und Open-Source-Jahr 2025. Ich teile meine persönlichen Highlights, spreche über Überraschungen, Diskussionen und ziehe ein ehrliches Fazit zum Thema "War 2025 das Jahr des Linux Desktops?".

Das alles inklusive eines kurzen Updates zur aktuellen Situation bei fosstopia, den Plänen für 2026 und natürlich gibt es auch eine Antwort auf die sehr oft eingehende Frage "Welche Linux Distro verwendest Du?" - da könnte es eine kleine Überraschung geben. :)

Mich interessiert: Was waren eure Linux- und FOSS-Momente 2025? Schreibt eure Highlights, Projekte oder Aha-Erlebnisse gerne in die Kommentare. Ich wünsche euch und euren Familien einen guten Rutsch und einen guten Start ins Jahr 2026. Wir lesen und sehen uns im neuen Jahr wieder und schaut gern auf fosstopia.de vorbei, um auch weiterhin rund um Linux & Open Source auf dem Laufenden zu bleiben. 🐧☕

Cheers, Michael

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Linux 2025 im Rückblick: Die wichtigsten Entwicklungen, Diskussionen und Trends

Zum Jahresende 2025 werfen wir gemeinsam einen Blick zurück auf ein bewegtes Linux und Open-Source-Jahr 2025. Ich teile meine persönlichen Highlights, spreche über Überraschungen, Diskussionen und ziehe ein ehrliches Fazit zum Thema “War 2025 das Jahr des Linux Desktops?”. Das alles inklusive eines kurzen Updates zur aktuellen Situation bei fosstopia, den Plänen für 2026 und […]

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Phoenix will X11 neu denken und wagt einen radikalen Neustart

Wayland hat Ende 2025 weitestgehend Xorg ersetzt. Trotzdem entstehen weiter Projekte, die X11 modernisieren wollen. Nun tritt Phoenix als neuer Kandidat auf die Bühne. Das Projekt setzt auf einen kompletten Neustart. Der Server entsteht in Zig und verzichtet bewusst auf alten Xorg Code. Die Entwickler wollen zeigen, dass X11 in moderner Form weiterleben kann. Phoenix […]

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CachyOS wagt den Schritt auf den Servermarkt

CachyOS sorgt zum Jahresende für Aufsehen. Die Arch‑Distribution plant eine eigene Serverausgabe und überrascht damit viele in der Linux Community. Das Projekt richtet sich an Nutzer mit hohen Ansprüchen. Die Entwickler wollen ein System für NAS, Workstations und Server anbieten. Die neue Ausgabe soll geprüfte Images und vorkonfigurierte Einstellungen liefern. Auch optimierte Pakete für Webdienste […]

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Meine Spenden für 2025 sind alle raus

Zum Jahresende finalisiere ich immer meine Spenden. Auch dieses Jahr habe ich Geld an verschiedene Organisationen und Aktionen gespendet. Im Hinblick auf FOSS hatte ich beispielhaft folgende Entwickler/Projekte unterstützt: Mozilla, Firefox, KeepassXC, Joplin und Debian. Ich finde es wichtig verschiedene Projekte zu unterstützen. Die Liste schwankt immer etwas. Für gewöhnlich nehme ich die Projekte, deren […]

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Toolbx

Beim Experimentieren mit KI-Sprachmodellen bin ich über das Projekt »Toolbx« gestolpert. Damit können Sie unkompliziert gekapselte Software-Umgebungen erzeugen und ausführen.

Toolbx hat große Ähnlichkeiten mit Container-Tools und nutzt deren Infrastruktur, unter Fedora die von Podman. Es gibt aber einen grundlegenden Unterschied zwischen Docker/Podman auf der einen und Toolbx auf der anderen Seite: Docker, Podman & Co. versuchen die ausgeführten Container sicherheitstechnisch möglichst gut vom Host-System zu isolieren. Genau das macht Toolbx nicht! Im Gegenteil, per Toolbx ausgeführte Programme können auf das Heimatverzeichnis des aktiven Benutzers sowie auf das /dev-Verzeichnis zugreifen, Wayland nutzen, Netzwerkschnittstellen bedienen, im Journal protokollieren, die GPU nutzen usw.

Toolbx wurde ursprünglich als Werkzeug zur Software-Installation in Distributionen auf der Basis von OSTree konzipiert (Fedora CoreOS, Siverblue etc.). Dieser Artikel soll als eine Art Crash-Kurs dienen, wobei ich mit explizit auf Fedora als Host-Betriebssystem beziehe. Grundwissen zu Podman/Docker setze ich voraus.

Mehr Details gibt die Projektdokumentation. Beachten Sie, dass die offizielle Bezeichnung des Projekts »Toolbx« ohne »o« in »box« lautet, auch wenn das zentrale Kommando toolbox heißt und wenn die damit erzeugten Umgebungen üblicherweise Toolboxes genannt werden.

Hello, Toolbx!

Das Kommando toolbox aus dem gleichnamigen Paket wird ohne sudo ausgeführt. In der Minimalvariante erzeugen Sie mit toolbox <name> eine neue Toolbox, die als Basis ein Image Ihrer Host-Distribution verwendet. Wenn Sie also wie ich in diesen Beispielen unter Fedora arbeiten, fragt toolbox beim ersten Aufruf, ob es die Fedora-Toolbox herunterladen soll:

toolbox create test1

  Image required to create Toolbx container.
  Download registry.fedoraproject.org/fedora-toolbox:43 (356.7MB)? [y/N]: y
  Created container: test1

Wenn Sie als Basis eine andere Distribution verwenden möchten, geben Sie den Distributionsnamen und die Versionsnummer in zwei Optionen an:

toolbox create --distro rhel --release 9.7 rhel97

Das Kommando toolbox list gibt einen Überblick, welche Images Sie heruntergeladen haben und welche Toolboxes (in der Podman/Docker-Nomenklatur: welche Container) Sie erzeugt haben:

toolbox list

  IMAGE ID      IMAGE NAME                                    CREATED
  f06fdd638830  registry.access.redhat.com/ubi9/toolbox:9.7   3 days ago
  b1cc6a02cef9  registry.fedoraproject.org/fedora-toolbox:43  About an hour ago

  CONTAINER ID  CONTAINER NAME     CREATED         STATUS   IMAGE NAME
  695e17331b4a  llama-vulkan-radv  2 days ago      exited   docker.io/kyuz0/amd-strix-halo-toolboxes:vulkan-radv
  dc8fd94977a0  rhel97             22 seconds ago  created  registry.access.redhat.com/ubi9/toolbox:9.7
  dd7d51c65852  test1              18 minutes ago  created  registry.fedoraproject.org/fedora-toolbox:43

Um eine Toolbox aktiv zu nutzen, aktivieren Sie diese mit toolbox enter. Damit starten Sie im Terminal eine neue Session. Sie erkennen nur am veränderten Prompt, dass Sie sich nun in einer anderen Umgebung befinden. Sie haben weiterhin vollen Zugriff auf Ihr Heimatverzeichnis; die restlichen Verzeichnisse stammen aber überwiegend von Toolbox-Container. Hinter den Kulissen setzt sich der in der Toolbox sichtbare Verzeichnisbaum aus einer vollkommen unübersichtlichen Ansammlung von Dateisystem-Mounts zusammen. findmnt liefert eine über 350 Zeilen lange Auflistung!

toolbox enter test1

[kofler@toolbx ~]$ cat /etc/os-release 

  NAME="Fedora Linux"
  VERSION="43 (Toolbx Container Image)"
  RELEASE_TYPE=stable
  ID=fedora
  VERSION_ID=43
  ...

[kofler@toolbx ~]$ findmnt | wc -l

  359

Innerhalb einer Fedora-Toolbox können Sie wie üblich mit rpm und dnf Pakete verwalten. Standardmäßig ist nur ein relativ kleines Subset an Paketen installiert.

[kofler@toolbx ~]$ rpm -qa | wc -l

  340

Innerhalb der Toolbox können Sie mit sudo administrative Aufgaben erledigen, z.B. sudo dnf install <pname>. Dabei ist kein Passwort erforderlich.

ps ax listet alle Prozesse auf, sowohl die der Toolbox als auch alle anderen des Hostsystems!

Mit exit oder Strg+D verlassen Sie die Toolbox. Sie können Sie später mit toolbox enter <name> wieder reaktivieren. Alle zuvor durchgeführten Änderungen gelten weiterhin. (Hinter den Kulissen verwendet das Toolbx-Projekt einen Podman-Container und speichert Toolbox-lokalen Änderungen in einem Overlay-Dateisystem.)

Bei ersten Experimenten mit Toolbx ist mitunter schwer nachzuvollziehen, welche Dateien/Einstellungen Toolbox-lokal sind und welche vom Host übernommen werden. Beispielsweise ist /etc/passwd eine Toolbox-lokale Datei. Allerdings wurden beim Erzeugen dieser Datei die Einstellungen Ihres lokalen Accounts von der Host-weiten Datei /etc/passwd übernommen. Wenn Sie also auf Host-Ebene Fish als Shell verwenden, ist /bin/fish auch in der Toolbox-lokalen passwd-Datei enthalten. Das ist insofern problematisch, als im Standard-Image für Fedora und RHEL zwar die Bash enthalten ist, nicht aber die Fish. In diesem Fall erscheint beim Start der Toolbox eine Fehlermeldung, die Bash wird als Fallback verwendet:

toolbox enter test1

  bash: Zeile 1: /bin/fish: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden
  Error: command /bin/fish not found in container test1
  Using /bin/bash instead.

Es spricht aber natürlich nichts dagegen, die Fish zu installieren:

[kofler@toolbx ~]$ sudo dnf install fish

Auf Host-Ebene liefern die Kommandos podman ps -a und podman images sowohl herkömmliche Podman-Container und -Images als auch Toolboxes. Aus Podman-Sicht gibt es keinen Unterschied. Der Unterschied zwischen einem Podman-Container und einer Toolbox ergibt sich erst durch die Ausführung (bei Podman mit sehr strenger Isolierung zwischen Container und Host, bei Toolbox hingegen ohne diese Isolierung).

Eigene Toolboxes erzeugen

Eigene Toolboxes richten Sie ein wie eigene Podman-Images. Die Ausgangsbasis ist ein Containerfile, das die gleiche Syntax wie ein Dockerfile hat:

# Datei my-directory/Containerfile
FROM registry.fedoraproject.org/fedora-toolbox:43

# Add metadata labels
ARG NAME=my-toolbox
ARG VERSION=43
LABEL com.github.containers.toolbox="true" \
      name="$NAME" \
      version="$VERSION" \
      usage="This image is meant to be used with the toolbox(1) command" \
      summary="Custom Fedora Toolbx with joe and fish"

# Install your software
RUN dnf --assumeyes install \
    fish \
    joe

# Clean up
RUN dnf clean all

Mit podman build erzeugen Sie das entsprechende lokale Image:

cd my-directory

podman build --squash --tag localhost/my-dev-toolbox:43 .

Jetzt können Sie auf dieser Basis eine eigene Toolbox einrichten:

toolbox create --image localhost/my-toolbox:43 test2

toolbox enter test2

KI-Sprachmodelle mit Toolbx ausführen

Das Toolbx-Projekt bietet eine großartige Basis, um GPU-Bibliotheken und KI-Programme auszuprobieren, ohne die erforderlichen Bibliotheken auf Systemebene zu installieren. Eine ganze Sammlung von KI-Toolboxes zum Test diverser Software-Umgebungen für llama.cpp finden Sie auf GitHub, beispielsweise hier:

https://github.com/kyuz0/amd-strix-halo-toolboxes

toolbox create erzeugt eine Toolbox mit dem Namen llama-vulkan-radv auf Basis des Images vulkan-radv, das der Entwickler kyuz0 im Docker Hub hinterlegt hat. Das alleinstehende Kürzel -- trennt die toolbox-Optionen von denen für Podman/Docker. Die folgenden drei Optionen sind erforderlich, um der Toolbox direkten Zugriff auf das Device der GPU zu geben.

toolbox create llama-vulkan-radv \
  --image docker.io/kyuz0/amd-strix-halo-toolboxes:vulkan-radv \
  -- --device /dev/dri \
     --group-add video \
     --security-opt seccomp=unconfined

Mit toolbox enter starten Sie die Toolbox. Innerhalb der Toolbox steht das Kommando llama-cli zur Verfügung. In einem ersten Schritt können Sie testen, ob diese Bibliothek zur Ausführung von Sprachmodellen eine GPU findet.

toolbox enter llama-vulkan-radv

llama-cli --list-devices

  ggml_vulkan: Found 1 Vulkan devices:
  ggml_vulkan: 0 = Radeon 8060S Graphics (RADV GFX1151) (radv) | 
    uma: 1 | fp16: 1 | bf16: 0 | warp size: 64 | 
    shared memory: 65536 | int dot: 1 | matrix cores: KHR_coopmat
  Available devices:
    Vulkan0: Radeon 8060S Graphics (RADV GFX1151) 
    (107008 MiB, 99195 MiB free)

Wenn Sie auf Ihrem Rechner noch keine Sprachmodelle heruntergeladen haben, finden Sie geeignete Modelle unter https://huggingface.co. Ich habe stattdessen im folgenden Kommando ein Sprachmodell ausgeführt, das ich zuvor in LM Studio heruntergeladen haben. Wie gesagt: In der Toolbox haben Sie vollen Zugriff auf alle Dateien in Ihrem Home-Verzeichnis!

llama-server \
  -m  /home/kofler/.lmstudio/models/lmstudio-community/gpt-oss-20b-GGUF/gpt-oss-20b-MXFP4.gguf \
  -c 32000 -ngl 999 -fa 1 --no-mmap

Dabei gibt -c die maximale Kontextgröße an. -ngl bestimmt die Anzahl der Layer, die von der GPU verarbeitet werden sollen (alle). -fa 1 aktiviert Flash Attention. Das ist eine Grundvoraussetzung für eine effiziente Ausführung moderner Modelle. --no-mmap bewirkt, dass das ganze Modell zuerst in den Arbeitsspeicher geladen wird. (Die Alternative wären ein Memory-Mapping der Datei.) Der Server kann auf der Adresse localhost:8080 über eine Weboberfläche bedient werden.

Weboberfläche zu llama.cpp. Dieses Programm wird in einer Toolbox ausgeführt.

Anstatt erste Experimente in der Weboberfläche durchzuführen, können Sie mit dem folgenden Kommando einen einfachen Benchmarktest ausführen. Die pp-Ergebnisse beziehen sich auf das Prompt Processing, also die Verarbeitung des Prompts zu Input Token. tg bezeichnet die Token Generation, also die Produktion der Antwort.

llama-bench \
  -m /home/kofler/.lmstudio/.../gpt-oss-20b-MXFP4.gguf \
  -ngl 999 -fa 1

  model                       size  params ...  test   t/s
  gpt-oss 20B MXFP4 MoE  11.27 GiB   20.91     pp512  1219
  gpt-oss 20B MXFP4 MoE  11.27 GiB   20.91     tg128    78

Quellen/Links

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Debusine eröffnet neue Wege für experimentelle Debian Pakete

Debian erhält mit Debusine eine wichtige CI-Plattform (Continous Integration) für Entwickler. Das Projekt bietet nun eine öffentliche Betaphase für eigene Paketquellen. Diese Quellen lassen sich direkt online anlegen und verwalten. Der Dienst ermöglicht erstmals offizielle Testrepositorys für Debian Pakete. Entwickler können damit Änderungen schneller prüfen und Nutzer leichter einbeziehen. Die Bedienung erinnert an bekannte Lösungen aus […]

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Red Hat setzt auf KI Sicherheit und übernimmt Chatterbox Labs

Red Hat hat eine weitere Akquisition im Bereich künstliche Intelligenz bekanntgegeben. Nach Neural Magic im vergangenen Jahr folgt nun Chatterbox Labs, ein Unternehmen mit Spezialisierung auf Testverfahren für KI Modelle und Schutzmechanismen für generative Systeme. Chatterbox Labs wurde 2011 gegründet und entwickelte die AIMI Plattform. Diese liefert quantitative Risikometriken für KI und bietet zusätzliche Funktionen […]

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elementary OS 8.1 überrascht mit starkem Update

elementary OS meldet sich mit Version 8.1 zurück und liefert ein Update, das viele Wünsche der Community aufgreift. Die neue Ausgabe setzt auf mehr Sicherheit, bessere Hardwareunterstützung und zahlreiche Verbesserungen im Alltag. Beim hauseigenen Pantheon Desktop rückt die auf Wayland basierende Secure Session nun in den Mittelpunkt. Sie schützt Passworteingaben besser und verhindert störende Fokuswechsel. […]

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Asahi Linux macht große Fortschritte bei Apple Silicon Unterstützung

Das Asahi Linux Projekt hat einen neuen Entwicklungsbericht veröffentlicht. Dieser ist eng mit der Veröffentlichung von Linux Kernel 6.18 verbunden und zeigt den aktuellen Stand der Arbeiten zur Integration von Apple Silicon Hardware in den Mainline Kernel. Besonders im Fokus steht der System Management Controller von Apple. Nachdem der zentrale Treiber bereits aufgenommen wurde, arbeiten […]

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Firefox 146.0.1 für Android bringt anpassbares App-Symbol

Mozilla hat Firefox 146.0.1 für Android veröffentlicht. Nach Installation des Updates können Nutzer das App-Symbol anpassen. 

Download Firefox für Android im Google Play Store

Neuerungen von Firefox 146.0.1 für Android

Normalerweise bringen Firefox-Updates, welche die Versionsnummer an dritter Stelle ändern, nur Korrekturen und Verbesserungen unter der Haube. Auch das finden Nutzer in Firefox 146.0.1 für Android wieder. Doch schenkt Mozilla seinen Nutzern kurz vor Weihnachten und nur wenige Tage nach dem Feature-Update auf Firefox 146 noch ein neues Feature, auf welche diese sonst bis ins kommende Jahr warten müssten.

Anpassbares App-Symbol

Das App-Symbol von Firefox, welches im Android-Launcher angezeigt wird, kann ab sofort angepasst werden. Zur Auswahl stehen derzeit 23 verschiedene App-Symbole, wobei sich der Großteil auf eine Änderung des Hintergrunds in Form einer Farbe oder eines Verlaufs beschränkt. Allerdings gibt es auch ausgefallenere App-Symbole wie das alte Firefox-Logo aus dem Jahr 2004, ein verpixeltes Firefox-Logo, ein minimalistisches Firefox-Logo oder auch ein an die Comic-Reihe heyheymomo angelehntes Firefox-Logo.

Anpassbares App-Symbol in Firefox 146.0.1 für Android

Nutzer von Apple iOS, die ihr App-Symbol anpassen wollen, können dies übrigens bereits seit Firefox 137 für iOS.

Neue Onboarding-Bildschirme

Eine weitere sichtbare Neuerung von Firefox 146.0.1 betrifft die Onboarding-Bildschirme, welche neue Nutzer zu Gesicht bekommen. Diese wurden inhaltlich wie auch optisch neu gestaltet.

Onboarding in Firefox 146.0.1 für Android

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Podcast: Linux Coffee Talk 12/2025

Der Linux Coffee Talk ist zurück! Euer monatliches Lieblingsformat bei fosstopia! 🎉 Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die spannendsten Ereignisse und Entwicklungen der letzten Wochen und ordnen sie für Euch ein. Also: schnappt euch einen Kaffee, Tee, Glühwein oder euer Lieblingsgetränk, macht es Euch gemütlich und lasst uns den Dezember 2025 Revue passieren.
In dieser Ausgabe erwarten Euch die wichtigsten Linux‑ und Open‑Source‑Highlights. Ob ihr zuhört oder zuschaut ist egal! Lehnt Euch zurück und genießt den Coffee Talk!

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Linux Coffee Talk 12/2025

Der Linux Coffee Talk ist zurück! Euer monatliches Lieblingsformat bei fosstopia! Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die spannendsten Ereignisse und Entwicklungen der letzten Wochen und ordnen sie für Euch ein. Also: schnappt euch einen Kaffee, Tee, Glühwein oder euer Lieblingsgetränk, macht es Euch gemütlich und lasst uns den Dezember 2025 Revue passieren. In dieser Ausgabe erwarten Euch die wichtigsten […]

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Ubuntu 26.04 LTS setzt auf brandneuen Kernel

Canonical hat die Pläne für den kommenden Ubuntu 26.04 LTS bestätigt. Die Veröffentlichung im April wird mit einem aktuellen Linux Kernel ausgeliefert. Damit bleibt das Unternehmen seiner Strategie treu, stets die neueste Upstream Version zu nutzen. Die Distribution mit dem Namen „Resolute Raccoon“ soll mit Linux Kernel 6.20 erscheinen. Der Merge Prozess startet im Februar […]

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Waterfox entscheidet sich gegen KI

Der beliebte Firefox-Fork Waterfox bezieht Stellung zu KI. LLMs sollen in Waterfox keinen Platz haben. Waterfox soll auch künftig für Vertrauenswürdigkeit, Transparenz und Nutzerkontrolle stehen.

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Flatpak 1.16.2 bringt frischen Schwung für Linux Nutzer

Nach über sieben Monaten Pause melden sich die Entwickler der beliebten Software-Container-Lösung Flatpak zurück. Die neue Version 1.16.2 liefert wichtige Korrekturen und praktische Verbesserungen für den Alltag. Das universelle Paketformat für Linux Anwendungen zeigt damit erneut seine Bedeutung im Desktop Umfeld. Besonders erfreulich ist die neue Unterstützung für Bundle Reinstallationen. Anwender mussten bisher lokale Flatpak […]

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Linux Mint 22.3 Beta startet in die Testphase

Die Entwickler von Linux Mint haben die internen Tests scheinbar abgeschlossen, da auf den Spiegelservern die Beta-Version von 22.3 angekommen ist. Unter dem Codenamen „Zena“ erscheint die neue Ausgabe auf Basis von Ubuntu 24.04 LTS mit Linux Kernel 6.14. Die finale Veröffentlichung ist für Weihnachten vorgesehen und soll Anwendern ein stabiles und modernes System bieten. […]

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Mozilla veröffentlicht Sicherheits-Update Firefox 146.0.1

Mozilla hat Firefox 146.0.1 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion. Auch Sicherheitslücken wurden behoben.

Download Mozilla Firefox 146.0.1

Mozilla hat Firefox 146.0.1 für Windows, macOS und Linux veröffentlicht und behebt damit mehrere Sicherheitslücken sowie diverse potenzielle Absturzursachen.

Mehrere Verbesserungen gab es für die in Firefox 146 schrittweise neu eingeführte Backup-Funktion.

Ein Kontrastproblem in der Sidebar für Nutzer mit vertikalen Tabs in Kombination mit bestimmten Themes wurde behoben.

Die Performance von WebExtensions, welche via Native Messaging mit einer auf dem System installierten Anwendung kommunizieren, wurde verbessert.

Ein Webkompatibilitätsproblem wurde umgangen, bei dem das Teilen des gesamten Bildschirms in Microsoft Teams nicht funktionierte.

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Framework Desktop

Die Kinder bekommen ihre Weihnachtsgeschenke am 24.12., bei mir war diesmal zufällig schon eine Woche vorher Bescherung. Direkt von Taiwan versendet traf gestern ein Framework Desktop ein (Batch 17). Wobei von »Geschenk« keine Rede ist, ich habe den Rechner ganz regulär bestellt und bezahlt. Über das Preis/Leistungs-Verhältnis darf man gar nicht nachdenken … Aber für die Überarbeitung des Buchs Coding mit KI will ich nun mal moderat große Sprachmodelle (z.B. gpt-oss-120b) selbst lokal ausführen.

Dieser Blog-Beitrag fasst meine ersten Eindrücke zusammen. In den nächsten Wochen werden wohl noch ein paar Artikel rund um Ollama und llama.cpp folgen.

Framework Desktop

Auswahl

Ich war auf der Suche nach einem Rechner mit 128 GByte RAM, das von der GPU genutzt werden kann. Dafür gibt es aktuell drei Plattformen (Intel glänzt durch Abwesenheit):

  • AMD Ryzen AI Max+ 395 (»Strix Halo«): Dieser Prozessor kombiniert 16 Zen-5-CPU-Cores und 40 GPU-Cores (Radeon 8060S). Die Speicherbandbreite (LPDDR5X) beträgt bis zu 250 GiB/s. Desktop-PCs mit 2 TB SSD kosten zwischen 2.000 und 3.000 €, Notebooks ca. 4.000 €.
  • Apple Max CPUs: Der Prozessor M4 Max vereint 16 CPU-Cores mit 40 GPU-Cores. Die Speicherbandbreite erreicht beeindruckende 550 GiB/s. Ein entsprechender Mac Studio mit 2 TB SSD kostet ca. 5000 €, ein MacBook mit vergleichbarer Ausstattung ca. 6000 €.

  • NVIDIA DGX Spark: Diese Plattform besteht aus einer 20-Core ARM-CPU plus NVIDIA Blackwell GPU mit 48 Compute Units. Wegen des LPDDR5X-RAMs ist die Speicherbandbreite wie bei Strix Halo auf ca. 250 GiB/s limitiert. Komplettsysteme kosten ca. 4000 € (Asus, Dell, NVIDIA).

Was die Rechenleistung betrifft, spielen alle drei Plattformen in der gleichen Liga, vielleicht mit kleinen Vorteilen bei Apple, vor allem was Effizienz und Lautstärke betrifft. Gegen die NVIDIA-Lösung spricht, dass diese Rechner dezidiert für KI-Aufgaben gedacht sind; eine »normale« Desktop-Nutzung ist nur mit großen Einschränkungen möglich.

Generell darf man sich von der KI-Geschwindigkeit der aufgezählten Geräten keine Wunder erwarten: GPU-Leistung und Speicherbandbreite sind nur mittelprächtig. Praktisch jede dezidierte Grafikkarte kann kleine Sprachmodelle schneller ausführen — aber nur, solange das Sprachmodell komplett im dezidierten VRAM Platz hat. (Bei Desktop-PCs können Sie mehrere Grafikkarten einbauen und kombinieren, aber das ist teuer und kostet viel Strom.) Die oben aufgezählten CPUs mit integrierter GPU können dagegen das gesamten RAM nutzen. Das ist langsamer als bei dezidierten GPUs, aber es macht immerhin die Ausführung von relativ großen Modellen möglich.

Apple ist wie üblich bei vergleichbarer Ausstattung am teuersten. Umgekehrt muss man anerkennen, dass von allen hier aufgezählten Geräten ein Mac Studio vermutlich der einzige Computer ist, der in drei Jahren noch einen nennenswerten Wiederverkaufswert hat.

Am anderen Ende des Preisspektrums befindet sich die AMD-Variante. Es gibt diverse chinesische Mini-PCs mit der AMD-395-CPU: z.B. Bosgame (aktuell am billigsten), GMKtec EVO-X2, Beelink GTR9 (instabil, Probleme mit Intel-Netzwerkadapter) und Minisforum MS-S1 MAX. HP bietet den Z2 Mini G1a zu einem relativ vernünftigen Preis an, aber das Gerät ist anscheinend sehr laut. Schließlich gibt es den Framework Desktop, der ansprechend aussieht, in Tests gut abgeschnitten hat und die beste/leiseste Kühlung hat (leider ein Irrtum, siehe unten).

Ich habe mich nach wochenlanger Recherche für das Framework-Angebot entschieden. Das Konzept der Framework-Geräte ist sympathisch. Außerdem gibt es eine große Community rund um das Gerät. Zum Zeitpunkt der Bestellung kostete der Rechner mit 128 GByte RAM, ein paar Adaptern, Kacheln und Lüfter knapp 2.500 € (inkl. USt). Eine SSD habe ich anderswo besorgt.

Lieferung

Der Rechner wurde am 12.12. von Taiwan versendet und kam sechs Tage später bei mir an. Faszinierend. (Ich habe noch nie bei Temu & Co. bestellt, habe diesbezüglich auch keine Ambitionen. Insofern war die Verfolgung des Pakets rund um die halbe Welt für mich Neuland.)

In sechs Tagen um die halbe Welt. Ökologisch ein Alptraum, logistisch ein Wunder.

Bis zum Schluss wusste ich nicht, ob nun Zoll zu zahlen ist oder nicht. Offenbar nicht. Ich kann nicht sagen, ob sich Framework bei EU-Lieferungen um die ganze Abwicklung kümmert oder ob es Zufall/Glück war. (Das Gerät ist weiß Gott auch ohne Zoll teuer genug …)

Der Zusammenbau ist unkompliziert und gelingt in einer halben Stunde. Ich habe dann Fedora 43 installiert (weitere zehn Minuten). Alles funktionierte auf Anhieb, das Gerät lief die erste halbe Stunde praktisch lautlos.

Der Framework Desktop wird als Bastel-Set geliefert
Systemzusammenfassung von Gnome

Benchmark-Tests

Ich habe mich nicht lange mit Benchmark-Tests aufgehalten. BIOS in Grundzustand, Fedora 43 mit Gnome im Energiemodus Ausgeglichen.

Geekbench lieferte 2790 Single / 20.700 Multi-Core

Kernel kompilieren (Version 6.18.1): 9:08 Minuten

Systemüberwachung während der Kernel kompiliert wird

BIOS

F2 bzw. je nach Tastatur Fn+F2 führt in die BIOS/EFI-Einstellungen. Dort gibt es eine Menge Optionen zur Steuerung des CPU-Lüfters. Der GPU kann ein fixer Speicher (bis zu 96 GiB) zugewiesen werden. Für die meisten Anwendungen ist das aber nicht sinnvoll. Viele Bibliotheken sind in der Lage, den GPU-Speicher dynamisch anzufordern. Insofern ist es zweckmäßig, den fix reservierten GPU-Speicher möglichst klein einzustellen.

Es gibt keine Optionen, die die CPU/GPU-Leistung beeinflussen.

Achtung: Es gibt ein BIOS-Update von Version 0.03.03 auf 0.03.04. Gnome Software bietet das Update zur Installation an. Allerdings bereitet die neue BIOS-Version Probleme und verlangsamt den Boot-Prozess massiv. Das Update sollte daher nicht installiert werden!

Mit F2 gelangen Sie in die BIOS-Einstellungen

Stromverbrauch

Ich habe den Stromverbrauch am Netzstecker mit einem uralten Haushalts-Strommessgerät gemessen. Dessen Genauigkeit ist sicher nicht großartig, aber die Größenordnung meiner Messwerte klingt plausibel: Demnach beträgt die Leistungsaufnahme im Ruhezustand ca. 12 bis 13 Watt (wieder: Fedora mit Gnome Desktop, Energie-Modus ausgeglichen, keine rechenintensiven Vorgänge, BIOS im Grundzustand). Beim Kompilieren des Kernels steigt die Leistung kurz auf 160 Watt und pendelt sich dann ziemlich stabil rund um 140 Watt ein.

Geräuschentwicklung

Der Rechner hat zwei Lüfter: einen großen für die CPU (kann beim Bestellprozess konfiguriert werden, ich habe mich für das etwas teurere Noctua-Modell entschieden) und einen kleinen, der unsichtbar aber unüberhörbar im Netzteil am Boden des Rechners eingebaut ist.

Der CPU-Lüfter läuft standardmäßig nur unter Last und produziert dann ein gut erträgliches Geräusch (mehr Brummen als Surren). Die Steuerung des CPU-Lüfters kann im BIOS verändert werden. Ich habe probeweise einen Dauerbetrieb mit 25 % eingestellt. Der Lüfter bleibt dann für meine Ohren bei knapp einem Meter Abstand immer noch lautlos, sorgt aber für eine stetige leichte Kühlung.

Das Problem ist das äußerst schmale Netzteil, das sich im unteren Teil des Gehäuses befindet. Framework ist auf das Netzteil ziemlich stolz, aber viele Desktop-Besitzer können diese Begeisterung nicht teilen. Ein schier endloser Forum-Thread dokumentiert den Frust über das Netzteil. Im Prinzip ist es einfach:

  • Das Netzteil ist komplett gekapselt. Der große CPU-Lüfter kann es daher nicht kühlen.
  • Die Luftzufuhr wird durch eine enge Röhre und das Gitter des Gehäuses enorm behindert.

  • Das Netzteil ist mit 80 Plus Silver nur mäßig effizient, was sich vermutlich im Leerlaufbetrieb besonders stark auswirkt.

  • Im Netzteil steht die Luft. Dieses wird durch die Abwärme immer heißer.

  • Ca. 1/2 h nach dem Einschalten wird eine kritische Temperatur erreicht. Nun startet unvermittelt der winzige Lüfter. Eine halbe Minute reicht, um das Netzteil mit frischer Luft etwas abzukühlen — aber nach ca. 10 Minuten beginnt das Spiel von neuem. (Unter Last läuft natürlich auch der Netzteillüfter häufiger.)

Das Geräusch des Netzteil-Lüfters ist leider wesentlich unangenehmer als das des CPU-Lüfters. Der kleine Lüfter hat eine unangenehme Frequenz, und das regelmäßige Ein/Aus stört. Eine BIOS-Steuerung ist nicht vorgesehen. Vermutlich wäre es gescheiter, den Netzteil-Lüfter ständig bei niedriger Frequenz laufen zu lassen, um ohne viel Lärm einen andauernden Luftaustausch zu gewährleisten. Aber diese Möglichkeit besteht nicht.

Blick in das Innenleben. Der große Lüfter kühlt die CPU. Das Netzteil ist ganz unten und hat einen weiteren, nicht sichtbaren Lüfter
Die Luftzufuhr wird durch die Abdeckung weiter behindert

Um es klar zu stellen: Selbst wenn der Netzteillüfter läuft, ist das Gerät nicht wirklich laut — und vermutlich immer noch leiser als Konkurrenzprodukte (die ich aber nicht ausprobiert habe). Und dass der Computer unter Last nicht lautlos ist, war sowieso zu erwarten.

Ärgerlich ist, dass das Gerät trotz seines ausgezeichneten CPU-Kühler-Designs im Leerlauf bzw. bei geringer Belastung nicht leiser ist. Technisch wäre das möglich. Da wurde rund um das Netzteil viel Potenzial verschenkt.

Fazit

Der Framework Desktop wurde offensichtlich mit viel Liebe zum Detail entwickelt. Der Rechner ist optisch ansprechend und liegt preislich im Vergleich zu seinen Konkurrenzprodukten im Mittelfeld. (Generell ist leider zu befürchten, dass die Preise von Computern in den nächsten Monaten steigen werden, weil sowohl RAM als auch SSDs fast täglich teurer werden.)

Die CPU-Kühlung ist vermutlich die beste aller aktuellen Strix-Halo-Angebote. Bei meinen bisherigen Tests lief der Rechner absolut stabil.

Extrem schade, dass das Netzteil so ein Murks ist. Wenn das Netzteil intelligenter gekühlt würde, wäre im Leerlauf bzw. bei moderater Nutzung ein weitgehend lautloser Betrieb möglich. Stattdessen nervt das Gerät mit einem hochfrequenten Gesurre, das alle paar Minuten startet und eine halbe Minute später wieder aufhört. Ärgerlich!

Quellen/Links

Netzteil

Andere Geräte

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