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Gnome 45 verlangt angepasste Erweiterungen

Die kommende Version 45 der Desktop-Umgebung Gnome führt keine bestehende Erweiterungen mehr aus. Grund ist eine kleine, aber weitreichende Änderung unter der Haube: Gnome 45 steigt auf die sogenannten JavaScript Modules (ESModules) um.

Über Erweiterungen lässt sich Gnome um viele nützliche Funktionen aufbohren. Ihre Entwicklung geschieht auch zukünftig in der Programmiersprache JavaScript. Um umfangreiche Erweiterungen besser pflegen zu können, teilen sie ihre Programmierer in mehrere Module auf. Bislang verwendete Gnome dazu ein eigenes System. Die kommende Version 45 steigt jedoch auf das mit dem JavaScript-Standard ECMAScript 6 eingeführte offizielle Modul-System um.

Da beide Modul-Systeme nicht miteinander kompatibel sind, laufen bestehende Erweiterungen nicht mehr unter Gnome 45. Umgekehrt funktionieren auf Gnome 45 zugeschnittene Extensions nicht in älteren Versionen der Desktop-Umgeung. In der Folge müssen die Entwickler der Erweiterungen zumindest für eine Übergangszeit zwei Fassungen ihrer Erweiterungen pflegen.

Immerhin lassen sich die meisten Erweiterungen recht leicht an die JavaScript Modules (alias ESModules) anpassen – meist müssen nur die „import“-Anweisungen überarbeitet werden. Das Gnome-Team stellt zudem ausführliche Portierungshinweise bereit.

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KDE-Entwickler möchten SDDM unter ihre Fittiche nehmen

Die Desktopumgebung KDE Plasma nutzt zwar den Display-Manager SDDM, dieser gehört aber bislang nicht zum KDE-Projekt. Die KDE-Entwickler wollen das jetzt ändern.

Obwohl die letzte reguläre SDDM-Version 0.19.0 aus dem Jahr 2020 stammt, gingen die Arbeiten daran weiter. Die meisten Änderungen kamen dabei von den KDE-Entwicklern. Eben jene möchten daher SDDM komplett in das KDE-Projekt übernehmen.

Dies hätte gleichzeitig den Vorteil, dass sich SDDM noch besser und stärker mit Plasma integrieren ließe – ähnlich wie GDM bei Gnome. Die Kopplung mit den Plasma-Releases würde zudem wieder regelmäßige Releases ermöglichen.

Der Vorschlag für die Übernahme von KDE-Entwickler Nate Graham wurde mittlerweile vom KDE-Team angenommen. Derzeit bemüht sich das KDE-Projekt um eine Kontaktaufnahme mit Pier Luigi Fiorini, dem bisherigen Maintainer von SDDM.

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