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Gestern — 16. Mai 2022FSFE News

Wichtige Interessengruppen diskutieren Zukunft der Routerfreiheit in Österreich

16. Mai 2022 um 01:00

Wichtige Interessengruppen diskutieren Zukunft der Routerfreiheit in Österreich

Gemeinsam mit dem Verbund der Telekommunikations-Endgerätehersteller (VTKE) organisierte die FSFE die Online-Veranstaltung "Die Zukunft der Routerfreiheit in Österreich", bei der Entscheidungsträger mit Akteuren aus der Industrie und der Zivilgesellschaft über die zukünftigen Entwicklungen der Routerfreiheit in Österreich diskutierten.

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) und der Verbund der Telekommunikations-Endgerätehersteller (VTKE) organisierten eine Online-Sitzung über die Zukunft der Routerfreiheit in Österreich. In dieser Sitzung hatten die wichtigsten Interessengruppen die Möglichkeit, zu diskutieren und Argumente für die freie Wahl von Endgeräten für die Internetverbindung vorzubringen.

Der Termin fand im Zusammenhang mit der der Reform des Telekommunikationsrechts in Österreich statt, bei der die nationale Regulierungsbehörde RTR mit der Festlegung des Rechtsrahmens für die Abgrenzung zwischen den Netzen der Internet-Diensteanbieter und den Heimnetzen der Endnutzer beauftragt ist. Dabei können die neuen Vorschriften die Freiheit der Endnutzer bei der Wahl und Nutzung privater Router und Modems beeinträchtigen. Je nachdem, welche Position die Regulierungsbehörde einnimmt, wird es entweder den Internet-Diensteanbietern weiterhin erlaubt sein, ihren Kunden ihre eigenen Router/Modems aufzuzwingen, oder die Internet-Nutzer können ihren bevorzugten Router/Modems für den Breitbandanschluss wählen. Die Podiumsteilnehmer hatten daher die Gelegenheit, aufzuzeigen, warum die Routerfreiheit nicht nur für die Verbraucherrechte, sondern auch für einen funktionierenden und wettbewerbsfähigen Router- und Modemmarkt von grundlegender Bedeutung ist.

Die Podiumsdiskussion wurde von der Journalistin Barbara Steinbrenner moderiert und setzte sich aus Entscheidungsträgern, Vertretern der Industrie und Interessenvertretern der Zivilgesellschaft zusammen. Die Podiumsteilnehmer waren: Dr. Natalie Ségur-Cabanac, Head of Regulatory and Data Protection Officer, Hutchison Drei Austria GmbH; Mag. Christian Drobits, Abgeordneter zum Nationalrat (SPÖ), Bereichssprecher für Datenschutz und Konsumentenschutz; Kira Terstappen-Richter, MSc, VTKE-Koordinatorin und Max Mehl, FSFE-Programmleiter. Sie können sich die Aufzeichnung der Debatte unten ansehen.

Die Initiative für Routerfreiheit

Routerfreiheit ist das Recht der Kundinnen und Kunden von Internetanbietern, ein eigenes Modem und einen eigenen Router zu wählen und zu nutzen, anstatt der Geräte, die der Internetanbieter zur Verfügung stellt. Seit 2013 engagiert sich die Free Software Foundation Europe erfolgreich für Routerfreiheit und unterstützt die Freiheit der Endnutzerinnen und Endnutzer in vielen europäischen Ländern. Schließen Sie sich uns an und erfahren Sie mehr über die verschiedenen Möglichkeiten, sich einzubringen. Vielleicht möchten Sie uns auch etwas spenden; damit unterstützen Sie unser langfristiges Engagement und unseren professionellen Einsatz für die Verteidigung der Rechte der Menschen, Technik selbstbestimmt einzusetzen.

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Ältere BeiträgeFSFE News

46 unterzeichnen den offenen Brief zu OS-Freiheit +++ Fair-Market-App +++ Deine digitalen Rechte

10. Mai 2022 um 01:00

46 unterzeichnen den offenen Brief zu OS-Freiheit +++ Fair-Market-App +++ Deine digitalen Rechte

In dieser Ausgabe: Eine Allianz von 46 Organisationen - und es werden immer mehr - unterstützt das universelle Recht, jede Software auf jedem Gerät zu installieren. Freie Software wird für die Aufnahme in die EU-Erklärung zu digitalen Rechten in Betracht gezogen. Die App der FSFE für Transparenz im öffentlichen Beschaffungswesen erreicht das Finale des EU-Datathons. Italienische FSFE-Freiwillige bereiten eine Rundreise vor.

46 Organisationen fordern von der EU das Recht auf Wiederverwendung von Hardware

Die EU ist dabei, ihre Ökodesign-Kriterien für umweltfreundliche Elektronik neu zu definieren. Die FSFE hat sich daran beteiligt und einen offenen Brief veröffentlicht, in dem sie das Recht fordert, jede Software auf jedem elektronischen Gerät zu installieren. Dieses Recht würde es uns ermöglichen, unsere Geräte länger zu nutzen, aber es erfordert von den Herstellern die Einhaltung bestimmter Regeln. Zum Beispiel müssen die Hersteller verpflichtet werden, die Bootloader aller Geräte, einschließlich Computern, Tablets und Telefonen, zu entsperren; außerdem müssen sie die vollständigen Spezifikationen für jede Komponente des Geräts veröffentlichen. So können wir und andere Personen unsere Geräte besser reparieren und sogar Teile von ihnen wiederverwenden. Die Verwendung freier Standards ist auch notwendig, damit Geräte miteinander kommunizieren und funktionieren können.

Ursprünglich stimmten 38 Organisationen der Notwendigkeit dieser Bedingungen zu und unterzeichneten den offenen Brief vor der Veröffentlichung. Es ist immer noch möglich, den Brief zu unterzeichnen und mehr als 45 Organisationen haben inzwischen unterschrieben. Es spricht Bände, dass Tech-Unternehmen, Right-to-Repair-Initiativen und wichtige Umweltorganisationen das Recht unterstützen, jede Software auf jedem Gerät zu installieren.

App-Prototyp der FSFE in der engeren Auswahl für das Finale des EU-Datathons

Die Systemhacker der FSFE haben einen Anwendungsprototyp entwickelt, der öffentlich zugängliche Ausschreibungs- und Unternehmensdaten miteinander verbinden und eine Analyse dieser Daten ermöglichen soll. Das Ziel der App ist es, Bürgern und Experten zu ermöglichen, verdächtige Marktaktivitäten von öffentlichem Interesse zu überwachen. Die Projektidee war ein Erfolg und schaffte es unter die besten sechs von 26 Beiträgen im Wettbewerb "Transparenz im öffentlichen Auftragswesen" des EU Datathon 2022. Unser Team wurde nun eingeladen, die App weiterzuentwickeln.

Update: Erklärung zu digitalen Rechten

Die EU ist dabei, die Erklärung zu digitalen Rechten und Grundsätzen zu diskutieren. Das Europäische Parlament hat sich jetzt auf einen gemeinsamen Text geeinigt, in dem Freie Software als Mittel zur Gewährleistung von Transparenz bei Algorithmen und künstlicher Intelligenz anerkannt wird. Der vereinbarte Text betont auch die Notwendigkeit von 'vertrauenswürdigen Standards und, wo immer möglich, von Open-Source-Standards'. Er ermutigt zu 'nachhaltigem Design digitaler Technologien, die langlebig, reparierbar und interoperabel sind, sowohl auf Hardware- als auch auf Softwareebene, und verbietet Praktiken, die zu vorzeitiger Obsoleszenz führen'. Die FSFE beobachtet den laufenden organübergreifenden Dialog, um sicherzustellen, dass der Vorschlag des Parlaments bestehen bleibt.

Update: KI-Beschluss verabschiedet

Das Europäische Parlament hat mit großer Mehrheit eine Resolution zur Künstlichen Intelligenz (KI) verabschiedet. Laut dem Beschluss sollte bei der öffentlichen Auftragsvergabe gegebenenfalls Freie Software eingesetzt werden, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu fördern. Das Parlament erkennt an, dass Freie Software die Investitionen in KI-Technologien in der EU steigern und Innovationen fördern kann. Die FSFE fordert das Parlament nun auf, seine eigene Position in die KI-Verordnung zu übernehmen.

Termine

  • Am 12. Mai hält die FSFE-Gruppe Berlin Gruppe ihr monatliches Treffen ab.
  • Am 14. Mai wird die FSFE mit einem Stand auf der make-it.saarland in Saarbrücken vertreten sein und unser Politikberater Alexander Sander wird am Samstag und Sonntag einen Vortrag zum Thema "Innovation braucht Freie Software" halten. Am 19. Mai wird Alexander auf der KIDD-Fachkonferenz in Berlin über die Herausforderungen und Perspektiven von ethischer und diversitätssensibler KI im europäischen Kontext diskutieren.
  • Am 20. Mai trifft sich die FSFE Frauengruppe zu ihrer monatlichen Sitzung. Bei der letzten Sitzung diskutierte die Gruppe über die rechtliche Struktur und das Blogging-Netzwerk der Organisation.
  • Am 2. Juni findet eine Autorenlesen von Ada & Zangemann in Köln statt.
  • Am 14. Juni hält die FSFE-Gruppe Hamburg ihr monatliches Treffen ab.
  • Lucas Lasota, Juristischer Projektmanager der FSFE, leitet im Sommersemester ein Seminar über digitale Souveränität an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Abgeschlossene und andauernde Aktivitäten

  • Am 4. Mai haben wir eine Online-Sitzung über die Zukunft der Routerfreiheit in Österreich abgehalten. Die Aufzeichnung wird bald in unserer Peertube-Instanz verfügbar sein.
  • Max Mehl, FSFE-Programmmanager, schrieb einen Blogeintrag über eine Python-Anwendung, die er für die FSFE-Infrastruktur entwickelt hat, um Reverse-Proxies für Docker-Container zu automatisieren: Docker2Caddy.
  • Wir haben ein kurzes Video veröffentlicht: Was ist Freie Software (Open Source)? EN, DE. Matthias Kirschner, Präsident der FSFE, hat in einem Blogeintrag erklärt, wie das Video zustande gekommen ist. Um möglicherweise neue Zielgruppen zu erreichen, haben wir das Video auch auf die proprietären Plattformen EN, DE hochgeladen, wo du es gut bewerten kannst, damit neue Menschen etwas über Softwarefreiheit erfahren.
  • „Nur ein Jahr länger…“ – Politik und Software rund um’s Smartphone [DE], der Vortrag von FSFE-Programmmanager und Nachhaltigkeitsexperte Erik Albers auf dem Digital Social Summit 2022, ist jetzt auf unserer Peertube-Instanz verfügbar.

FSFE-Gruppen

Italien | Das italienische Übersetzungsteam hat an der PMPC-Broschüre gearbeitet und sie ist jetzt auf Italienisch verfügbar. Freunde des Teams haben die Broschüre freundlicherweise Korrektur gelesen.

Die italienischen Freiwilligen bereiten außerdem eine Sommertour durch das Land vor, um die Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass von der Öffentlichkeit finanzierter Code auch öffentlich zugänglich sein sollte. Der erste Halt der Rundreise ist Trento am 7. Juni. Erfahre mehr über die Pläne auf den Mailinglisten oder in den Chats von Milano und Sizilien. Triff die Ehrenamtlichen auf der Rundreise und hole dir ein Exemplar der frisch übersetzten PMPC-Broschüre!

Zürich | Die FSFE-Gruppe in Zürich arbeitet daran, die öffentliche Verwaltung davon zu überzeugen, auf föderierte soziale Netzwerke umzusteigen. Die Gruppe diskutiert die Idee seit Anfang April und das Projekt bekam Auftrieb, als viele Personen und Einrichtungen, darunter die Europäische Union, Mastodon beitraten. Die Gruppe wird sich am 18. Mai 2022 zum nächsten Mal treffen.

Niederlande | Aufbauend auf der Idee der Züricher Gruppe hat das niederländische Team in einem Brainstorming technische Lösungen entwickelt, um die Nachrichten der niederländischen Gemeinden automatisch auf Mastodon zu veröffentlichen. "Was wäre, wenn wir die RSS-Feeds von 345 niederländischen Gemeinden sammeln und in ein Mastodon-Konto einspeisen würden?", war eine Frage, die Aufmerksamkeit erregte. Fani Partsafyllidou, Projektmanagerin bei der FSFE, nahm an der letzten Sitzung teil. Das nächste Treffen ist am Mittwoch, den 25. Mai um 20:00 Uhr MESZ.

Werde aktiv

In der FSFE wollen wir Menschen beim selbstbestimmten Umgang mit Technik unterstützen. Aber Freie Software hilft auch dabei, ökologische Nachhaltigkeit zu erreichen. Deshalb haben wir uns dem Organisationskomitee der Konferenz Bits & Bäume 2022 angeschlossen, die vom 30. September bis 2. Oktober stattfindet.

Du interessierst dich leidenschaftlich für nachhaltige Freie Software-Lösungen? Bitte lass es uns und alle anderen auf der Konferenz wissen! Reiche einen Vortrag, einen Workshop oder ein schönes Kunstwerk bei Bits & Bäume 2022 ein. Der Aufruf zur Teilnahme ist bis zum 7. Juni geöffnet.

An unserem Newsletter mitwirken

Wenn ihr Gedanken, Bilder oder Neuigkeiten mit uns teilen wollt, schickt sie uns bitte. Unsere Adresse lautet wie immer newsletter@fsfe.org. Wir freuen uns darauf, von euch zu hören! Wenn ihr außerdem uns und unsere Arbeit unterstützen wollt, tretet unserer Community bei und unterstützt uns mit einer einmaligen oder monatlichen Spende. Unser Dank gilt der Community und den Freiwilligen, Unterstützern und Spendern, die unsere Arbeit möglich machen. Und ein Dank geht an die Übersetzer, die es möglich machen, dass ihr den Newsletter in eurer Muttersprache lesen könnt.

Eure Redakteurin, Fani Partsafyllidou

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FSFE calls for digital sustainability in the telecom sector

10. Mai 2022 um 01:00

FSFE calls for digital sustainability in the telecom sector

As a contribution to a consultation organised by the European telecom regulator, BEREC, the FSFE calls for increasing the level of digital sustainability in the telecommunications sector by safeguarding device neutrality and establishing the right to install any software on any device.

Last month BEREC, the European telecommunications regulator, organised a public consultation on a report about the impact of the telecommunications sector on the environment. The report is an initiative to assess and better understand the impact of the digital sector, including electronic communications networks and services, on the environment and to set an outline for BEREC activities in support of environmental sustainability of the sector.

The FSFE took part in the consultation as a civil society stakeholder with years of experience in digital sustainability. Our position offered recommendations that could be further used to improve environmental transparency and data accuracy on the telecom sector’s environmental footprint by developing regulatory frameworks to safeguard and promote software and hardware sustainability. FSFE's position in this consultation was aligned with the publication of the Open Letter "The universal right to install any software on any device", co-signed by more than 45 organisations, demanding the universal right to install any software on any device. Publication of source code of drivers, tools, and interfaces is fundamental for extending devices’ lifespan.

Router Freedom: a sustainability case study for the telecom sector

The FSFE highlighted how it is possible to develop policies for consumer protection which have a significant positive impact on the environment. Our Router Freedom activity is a perfect example of how to enable consumers' rights to choose and use their own internet devices as a close and direct connection with sustainability by mitigating e-waste and increasing the lifespan of terminal equipment.

Router Freedom mitigates e-waste and empowers users to control their own internet devices.

However, we also raised the point that the current EU regulatory framework negatively impacts sustainability by restricting freedom of terminal equipment. This directly impacts the sustainability of the whole telecom sector. Based on our experience, we encouraged BEREC to consider other regulatory ways directed to software and hardware re-use in telecom markets that would enable sustainable approaches and safeguard end-users' rights. We also called for strict collaboration with national regulators in achieving a favourable regulatory landscape for terminal equipment, including routers and modems, which would positively affect the more efficient use of internet devices and equitable use of public networks.

Free Software, device neutrality and right to repair are important for the environment

The FSFE acknowledged the regulator's initiative to raise concerns on how the telecom sector impacts the environment and recommended including in the agenda for future work the policy principles that can have a profound impact on digital sustainability and consumer protection.

  • Software design and Free Software licensing are key to enabling repairability and extending usage lifetimes of electronic devices. Free Software is key to avoiding software obsolescence and protecting end-users' ability to install any program on their devices, thereby reducing e-waste and prolonging the lifespan of devices.
  • The universal right to install any software on any device and the publication of source code of drivers, tools, and interfaces are fundamental for extending devices’ lifespans. The right to repair is crucial for extending the lifespan of devices, which directly affects sustainability. Therefore, for the ability to reuse and repurpose resources in a creative and sustainable way, the universal right to install and develop any operating system and software is key. Legal, technical, commercial, or other obstacles to reuse of these devices for any purpose should be discouraged.
  • Device Neutrality is necessary for a non-discriminatory environment for digital services and software applications in devices. The sustainability of the telecom sector has much to gain with Device Neutrality, a concept that has been introduced to describe a non-discriminatory IT environment in that all service and software applications are treated equally within the running operating systems, their dominant platforms, and their respective hardware companies by fostering more competition in device markets, consumer choice, and innovation.

FSFE: several initiatives for digital sustainability

The FSFE has been deeply involved in working to protect and enhance freedoms of technology users in Europe and defending the rights of end-users to choose and use terminal equipment for internet connection. In recent years, the FSFE has developed and conducted several initiatives oriented to the sustainability of software and hardware, including technologies with direct impact on the telecommunications sector, for instance:

  • The comprehensive study On the Sustainability of Free Software, focused on the analysis of how Free Software impacts the sustainability of IT infrastructures, including policy recommendations for a more sustainable digital society.
  • The Router Freedom activity, aimed to protect end-users' rights in regard to terminal equipment and sustainability and competition on router markets.
  • The Upcyling Android campaign to overcome software obsolescence and to extend the lifespan of hardware - mainly smartphones - with the help of Free Software.
  • The Radio Lockdown Directive initiative, which was intended to safeguard Free Software on radio equipment. It has positive consequences for the environment.

Join us to support our work in engaging with telecom regulators all around Europe to influence legislation and raise awareness for software and hardware sustainability with a financial support.

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EU Declaration of Digital Rights: Free Software included by European Parliament

04. Mai 2022 um 01:00

EU Declaration of Digital Rights: Free Software included by European Parliament

Early this year, the Commission proposed a draft for an EU Declaration on Digital Rights and Principles that aims to guide the digital transformation in the EU. Now the European Parliament has agreed on a text and Free Software makes part of it.

The European Commission has presented its proposal for the EU Declaration on Digital Rights and Principles which will serve as reference point in the future and as a common vision of our digital rights in Europe. After receiving the contributions to the text from different committees and finding a compromise, the European Parliament has now agreed on a common text. The FSFE welcomes that the text by the European Parliament now includes Free Software as a way to ensure transparency in the use of algorithms and artificial intelligence. It further highlights the importance of promoting "trustworthy standards and, wherever possible, open source standards".

"The EU Declaration of Digital Rights and Principles will be an important guideline to our fast pace digitalisation. Therefore, we welcome the agreed text from the European Parliament for acknowledging the role that Free Software has on trustworthy technologies, specially with regard to AI. Now we expect the ongoing-discussed AI regulation to be consistent with these principles" says Lina Ceballos, FSFE Project Manager.

Furthermore, in Chapter VI of the agreed text named "Sustainability", there is the commitment to support the "development of sustainable by design digital technologies, that are durable, repairable, and interoperable, both on a hardware and a software level, and banning practices leading to premature obsolescence".

"The European Parliament's call for the development of sustainable technologies, that are durable, repairable, and interoperable is in fact a call for the development of Free Software." as Erik Albers, FSFE Digital Sustainability Programme Manager, emphasizes. From here on we expect future legislations aligned to these principles and making use of the crucial role that Free Software plays for an eco-friendly design and the sustainability of our hardware"

The FSFE has published an open letter co-signed by meanwhile more than 45 organisations and companies from the environmental, economic, and technological sectors. In the letter, the broad alliance asks EU legislators for the right to install any software on any device, including full access to hardware. These rights support reusability and longevity of our devices.

The FSFE keeps monitoring the ongoing inter-institutional dialogue trying to make sure that the Parliament proposal remains. So that the final text of Declaration of Digital Rights and Principles can become a milestone for software freedom.

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European Parliament votes for Free Software in AI resolution

03. Mai 2022 um 01:00

European Parliament votes for Free Software in AI resolution

Today the European Parliament passed a resolution on Artificial Intelligence (AI) with a huge majority of 495 votes in favor, 34 against and 102 abstentions. There are many references to the advantages of Free Software included in the text - the FSFE now urges the Parliament to transfer its own position into the AI regulation.

The resolution states that in public procurement Free Software should be mandated, where appropriate, with the goal to encourage cross border collaboration. The parliament also highlights the importance of Free Software as a way to enhance investments and boost innovation in AI technologies in the EU.

Artificial Intelligence starts with machine learning "We welcome the assessment and the demands of the European Parliament. With this resolution, the Parliament recognises the importance and relevance of Free Software for AI." explains Lina Ceballos, FSFE Project Manager.

The FSFE demands with its "Public Money? Public Code!" Initiative that publicly financed software made publicly available under a Free Software licence. It is also important to rely on Free Software in AI as it helps to foster innovation, boosts local economy, ensures transparency and thus helps to protect fundamental rights.

“We ask Members of the European Parliament to take into account their position they voted on today and make sure this important position on Free Software and AI will be also included in regulation.” demands Alexander Sander, FSFE Policy Consultant.

In the upcoming weeks the European Parliament will get closer to its position on the AI regulation, until end of May members can table amendments to the commission text from which the position of the Parliament is formed. The FSFE recently shared a dedicated document for decision-makers, with elaborated arguments on the use of Free Software in AI technologies, which highlights the benefits that Free Software can offer to this crucial regulation.

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38 Organisationen fordern Recht auf Zugang und Wiederverwendung von Hardware

27. April 2022 um 01:00

38 Organisationen fordern Recht auf Zugang und Wiederverwendung von Hardware

Die FSFE veröffentlicht einen an die EU Gesetzgeber gerichteten und von 38 Organisationen und Unternehmen mitgezeichneten offenen Brief, in dem sie das universale Recht fordert jede Software auf jedem Gerät zu installieren. Dieses Recht dient der Wiederverwendbarkeit und Langlebigkeit unserer Geräte.

Im Zuge mehrerer Legislativvorschläge ist die Europäische Union dabei, die aktuellen Ökodesign-Kriterien für Produkte innerhalb der EU neu zu definieren. Darunter finden sich beispielsweise die Initiative für nachhaltige Produkte, die Circular Electronics Initiative und eine Initiative um das Recht auf Reparatur. Ziel der Neuregulierung ist eine Verlängerung der Nutzungszeit von Hardware und Fortschritte zu Gunsten einer zirkulären Nutzung elektronischer Geräte. Die aktuellen Vorschriften zum Ökodesign stammen aus dem Jahr 2009 und enthalten keinerlei Kriterien bezüglich der Art und der Lizenzierung von Software als einem wichtigen Faktor für die Nachhaltigkeit elektronischer Produkte. Dabei beeinflusst Software direkt, wie lange Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Geräte weiterhin verwenden können.

Nutzerinnen und Nutzer, die ihre Geräte länger benutzen oder ihre Hardware auf kreative Weise wiederverwenden möchten, werden heutzutage durch eine Vielzahl an Software-Barrieren daran gehindert: von der allgemeinen Obsoleszenz zu einem überraschenden Ende des Supports, von der Ersatzteilserialisierung bis zum gesperrten Bootloader. Die meisten künstlichen Einschränkungen der Weiternutzung und Wiederverwendung von Hardware wird eigentlich durch Software auferlegt. Oft können weder Verbraucherinnen und Verbraucher, noch professionelle Drittanbieter diese Barrieren überwinden. Das fängt bereits mit den Nutzungseinschränkungen proprietärer Softwarelizenzierung an. Freie-Software-Lizenzen hingegen lösen viele dieser Problematiken auf. Diese werden damit essenziell wichtig für ein umweltfreundliches Design elektronischer Produkte und die Nachhaltigkeit unserer Hardware; das ist die Kernbotschaft eines Offenen Briefes, der heute von der Free Software Foundation Europe veröffentlicht und von 37 europäischen Organisationen und Unternehmen mitgezeichnet ist.

Unter den Erst-Unterzeichnenden finden sich große Reparaturbündnisse, beispielsweise die Europäische Recht-Auf-Reparatur-Kampagne, der Runde Tisch Reparatur und das Netzwerk Reparatur Initiative - die zusammen bereits Hunderte von Initiativen und Verbände der europäischen Reparaturbranche repräsentieren. Gemeinsam mit iFixit, Fairphone, Germanwatch, Open Source Business Alliance, Wikimedie DE, Digitalcourage, European Digital Rights Initiative und weiteren, fordert die Allianz von insgesamt 38 Organisationen die europäischen Gesetzgeber auf, eine nachhaltigere digitale Wirtschaft zu gestalten indem Nutzerinnen und Nutzer das Recht auf die freie Wahl von Betriebssystemen, Software und Dienstleistungen zugesprochen wird. Der Brief unterteilt dieses Recht dazu in vier Kernforderungen:

Das universelle Recht, jede Software auf jedem Gerät zu installieren

Nutzerinnen und Nutzer besitzen das universelle Recht, jedes Bestriebssystem und jede Software auf all ihren Geräten zu installieren und entwickeln zu können. Juristische, technische oder andere Maßnahmen, welche eine Wiederverwendung dieser Geräte zu jeglichem Zweck einschränken, sind nicht erlaubt.

Freie Wahl des Online-Diensteanbieters

Die Verwendung bestimmter Hardware darf nicht zugleich vorschreiben, welche Online-Dienste dafür verfügbar sind. Eine Verpflichtung für Online-Dienste zur Verwendung Offener Standards soll Nutzerinnen und Nutzer stattdessen in die Lage versetzen, aus verschiedenen Online-Diensten auszuwählen. Das beinhaltet die Dienste verschiedene Hersteller sowie selbst gehostete Dienste und jegliche Dienste, die durch Drittparteien gehostet werden.

Interoperable und kompatible Geräte

Die Verwendung bestimmter Hardware darf nicht bestimmen welche andere Hardware zu kaufen sei, nur um die Geräte miteinander vernetzen zu können. Hersteller müssen alle Daten welche notwendig sind um ein Gerät vollständig zu betreiben in Offenen Standards anbieten und damit die Interoperabilität ihrer elektronischen Geräte gewährleisten. Künstliche Inkompatibilität von Geräten darf nicht erlaubt sein.

Veröffentlichung des Quellcodes von Treibern, Tools und Schnittstellen

Nutzerinnen und Nutzer haben das Recht jegliche Komponenten ihrer Geräte zu reparieren, zu ersetzen, oder anderweitig wieder zu verwenden. Das erfordert, dass Nutzerinnen und Nutzer den Quellcode für alle notwendigen Treiber, Tools und Schnittstellen für das Gerät und all seiner Komponenten zur freien Verfügung haben. Hersteller müssen dazu den Quellcode von Treibern, Tools und Schnittstellen jeglicher Komponenten der Hardware eines Gerätes unter einer Freien-Software-Lizenz veröffentlichen.

Die Erstunterzeichnenden dieses Offenen Briefes bilden eine Allianz aus verschiedenen Zivilgesellschaftlichen Organisationen aus dem Umwelt-, Wirtschafts- und Technologiesektor. Genauso werden diese Forderungen auch von zahlreichen Firmen unterstützt, die damit zeigen, dass eine nachhaltige digitale Gesellschaft und wirtschaftlicher Wachstum kein Widerspruch sind. Die Liste der Erstunterzeichnenden in alphabetischer Reihenfolge ist:

  1. /e/ Foundation
  2. Associação Nacional para o Software Livre (ANSOL)
  3. European Open Source Business Association (APELL)
  4. Back Market
  5. Barcelona Free Software Group
  6. Citizen D
  7. Deutscher Naturschutzring
  8. Digitalcourage
  9. Digitale Gesellschaft CH
  10. Document Foundation
  11. Environmental Coalition on Standards
  12. Epicenter.works
  13. European Digital Rights (EDRi)
  14. Elektronisk Forpost Norge
  15. European Right to Repair Campaign (repair.eu)
  16. Fairphone
  17. Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. (FifF)
  18. Free Software Foundation Europe (FSFE)
  19. Germanwatch
  20. Greek Open Technologies Alliance (GFOSS)
  21. Heinlein Support
  22. iFixit
  23. KDE
  24. Mailbox.org
  25. Mouvement Ecologique
  26. Naturschutzbund Deutschland (NABU)
  27. Netzwerk Reparatur Initiativen
  28. Nextcloud
  29. Nitrokey
  30. Norwegian Unix User Group
  31. Oekozenter Pafendall
  32. Open Kowledge Foundation DE
  33. OPNTEC
  34. Open Source Business Alliance (OSBA)
  35. Runder Tisch Reparatur
  36. Shift
  37. Vrijschrift
  38. Wikimedia DE

Unterstützt eure Organisation oder Firma auch das Recht auf freie Wahl des Betriebssystems, von Software und Online-Diensten? Dann wendet euch bitte an contact [at] fsfe [dot] org um den Brief mitzuzeichnen und Teil unserer Allianz zu werden.

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CfP geöffnet für Bits & Bäume 2022 zum Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit

25. April 2022 um 01:00

CfP geöffnet für Bits & Bäume 2022 zum Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Die Bits & Bäume-Konferenz bringt Expertinnen und Experten aus dem Techsektor und der Nachhaltigkeitsbewegung zusammen. Dieses Jahr ist die FSFE Teil des Trägerkreises. Wir suchen nach spannenden Beiträgen darüber, wie Freie Software zur Verwirklichung einer nachhaltigeren digitalen Gesellschaft beitragen kann. Einreichungen möglich bis 7. Juni.

In der Free Software Foundation Europe (FSFE) unterstützen wir Menschen im selbstbestimmten Umgang mit Technik. Wir betrachten dies als Grundlage für eine freie Gesellschaft, genauso aber auch als grundlegend für eine gerechtere und nachhaltigere Gesellschaft. Wir können selbst bestimmen wie lange wir Freie Software benutzen und damit Softwareobsoleszenz umgehen. Mit Freier Software können wir außerdem Hardware reparieren und wiederverwenden, dessen Lebensdauer verlängern und damit unsere natürliche Ressourcen schonen. Nur mit Hilfe Freier Software können wir wirklich langlebige und nachhaltige IT-Infrastrukturen aufbauen.

Freier Software und ökologische Nachhaltigkeit müssen zusammen gedacht werden. Letztes Jahr haben wir bereits eine Studie zu diesem Thema veröffentlicht. Seitdem setzen wir Theorie in die Praxis um, indem wir die Nutzerinnen und Nutzer dazu ermutigen, ihre Android-Telefone mit Hilfe Freier-Software-Betriebssysteme upzucyclen. Dieses Jahr schließen wir uns zudem dem Trägerkreis der Bits & Bäume 2022 an, einer bekannten Konferenz zum Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit, und zugleich eine Bewegung.

Am 30. September startet die Bits & Bäume 2022 ihre dreitägige Konferenz. Expertinnen und Experten aus verschiedenen Umwelt- und Technikbereichen sind eingeladen, ihre Beiträge einzubringen. Die FSFE ermutigt insbesondere dazu Vorträge über nachhaltige Lösungen mit Freier Software einzureichen. Die Leitfragen der diesjährigen Konferenz lauten::

  1. Wie kann die Digitalisierung so gestaltet werden, dass sie zu einer nachhaltigen und demokratischen Transformation der Gesellschaft beiträgt?
  2. Wie sieht eine global, wirtschaftlich, sozial und ökologisch gerechte Zukunft in der digitalisierten Welt aus?
  3. Was können Tech-Community (Bits) und Gerechtigkeits- und Umweltbewegung (Bäume) voneinander lernen? Und wie können sie als Zivilgesellschaft in einen organisierten Austausch mit sozial-ökologischen Vorreiter-Unternehmen, Wissenschaft und Politik treten?
  4. Wie können wir gemeinsam politisch aktiv werden?

Wenn Du dich mit diesen Themen befasst, ist dies die perfekte Gelegenheit dein Wissen zu teilen. Mögliche Formate dafür sind Diskussionsrunden, Lightning Talks, Projektpräsentationen, Kampagnenplanung, (Mitmach-)Workshops, Infotische, Installationen, Filmscreenings, Hackathons, Design-Thinking-Sessions, Interviews, Live-Podcasts, Kleingruppenarbeit, Kulturformate, Welt-Cafés, Handwerksworkshops, Kunstaufführungen, Designelemente oder alles andere Kreative und Innovative, das euch einfällt! Die Vorträge der Konferenz sind auf Englisch oder Deutsch. Vorschläge können bis zum 07.06.2022 23:59 (Berlin) eingereicht werden..

Constanze Kurz auf der Bühne von Bits&Bäume 2018, Foto von Santiago Engelhardt. Lizenz: CC BY 4.0

Bits & Bäume is organised by Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Brot für die Welt, Chaos Computer Club (CCC), Deutscher Naturschutzring (DNR), Einstein Centre Digital Future / Technische Universität Berlin, Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e. V. (FIfF), Free Software Foundation Europe (FSFE), Germanwatch e.V., Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), Konzeptwerk Neue Ökonomie, Open Knowledge Foundation Deutschland e. V. (OKF), Weizenbaum Institut e.V., Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)

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Online-Diskussion: Die Zukunft der Routerfreiheit in Österreich

20. April 2022 um 01:00

Online-Diskussion: Die Zukunft der Routerfreiheit in Österreich

Österreich hat ein Reformgesetz für den Telekomsektor eingeführt, das sich auf die Möglichkeiten von Verbrauchern ihre eigenen Router/Modem auszuwählen und zu verwenden auswirken wird. Zusammen mit der Verbund der Telekommunikations-Endgerätehersteller (VTKE) organisiert die FSFE ein Event zum Thema "Die Zukunft der Routerfreiheit in Österreich".

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) und die Verbund der Telekommunikations-Endgerätehersteller (VTKE) veranstalten eine Online-Tagung über die Zukunft der Routerfreiheit in Österreich. Die Veranstaltung bietet Ihnen die Möglichkeit, mehr darüber zu erfahren, warum Routerfreiheit nicht nur für die Rechte der Konsumenten, sondern auch für einen funktionierenden und wettbewerbsfähigen Router- und Modemmarkt von grundlegender Bedeutung ist.

Die Veranstaltung wird von Barbara Steinbrenner, einer österreichischen Technikjournalistin, moderiert und ist für alle kostenlos zugänglich. Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. Das Programm mit Information über die Podiumsteilnehmerinnen können Sie hier einsehen.

Wir möchten Sie einladen, Ihre Teilnahme anzumelden, da es uns hilft, einen Überblick über die Anzahl der Teilnehmenden zu bekommen und mit Ihnen für die nächsten Aktivitäten bezüglich Routerfreiheit in Kontakt zu bleiben.

Routerfreiheit in Österreich

Im Oktober 2021 verabschiedete das österreichische Parlament die Reform des Telekommunikationsgesetzes (TKG 2021) mit Bestimmungen, die sich auf die Möglichkeiten der Verbraucher auswirken wird, die Gerät ihrer Wahl für den Internetzugang zu verwenden. Aufgrund des neuen Gesetzes kann die österreichische Regulierungsbehörde (RTR) über den Standort des Netzabschlusspunktes (NTP) entscheiden, eine technische Definition des Punktes, der die Grenze zwischen dem öffentlichen Netz der Internetdienstanbieter (ISP) und dem privaten Netz der Verbraucher bestimmt. Je nachdem, wo der NTP liegt, dürfen die Internet-Diensteanbieter ihre Kunden weiterhin ihre eigenen Router/Modems aufzwingen, oder die Internetnutzer können ihren bevorzugten Router/Modem für den Breitbandanschluss selbst wählen.

Wenn den Netzabschlusspunkt auf Position A gesetzt wird, können die Endnutzer ihr eigenes Modem/Router einsetzen. Bildquelle: GEREK

Die FSFE forderte die österreichische Regierung auf, die Routerfreiheit in die Reform miteinzubeziehen. Die IT-Sicherheit, die Privatsphäre und die Wahlfreiheit der Verbraucher dürfen nicht zugunsten der Geschäftspraktiken von Internetanbietern aufgegeben werden. Außerdem ist die Routerfreiheit wichtig für einen freien Wettbewerb auf dem Markt, die Innovation von Geräten und deren Nachhaltigkeit. Es liegt nun an der österreichischen Regulierungsbehörde, die Chance zu ergreifen, Routerfreiheit in Österreich zu etablieren. Die Festlegung des NTP unter Position A wird die Rechte der Verbraucher schützen.

Die Initiative Routerfreiheit

Routerfreiheit ist das Recht der Kunden eines ISP, ein privates Modem und einen Router zu wählen und zu nutzen, anstatt Geräte verwenden zu müssen, die der ISP bereitstellt. Seit 2013 engagiert sich die Free Software Foundation Europe erfolgreich für Routerfreiheit und fördert die Freiheit der Endnutzer in vielen europäischen Ländern. Schließen Sie sich uns an und erfahren Sie mehr über die verschiedenen Möglichkeiten, sich einzubringen. Um langfristig unser Engagement und unseren professionellen Einsatz zu unterstützen überlegen Sie bitte ein FSFE-Spender zu werden. Damit unterstützen Sie unsere Arbeit und unseren Einsatz für die Verteidigung der Rechte eines jeden Einzelnen Kontrolle über die eigene Technologie zu haben.

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EU Declaration of Digital Rights & Principles: Free Software should be included

14. April 2022 um 01:00

EU Declaration of Digital Rights & Principles: Free Software should be included

On 26 January 2022, the European Commission presented its proposal for the EU Declaration on Digital Rights and Principles which will serve as a reference point in the future and as a common EU vision of our digital rights. The declaration is now being discussed in the European Parliament and Council, and Free Software should become part of it.

Built on the Berlin and Tallinn declarations, this proposal aims to lay the groundwork for a consistent framework that will serve as a guideline and a reference point for the ongoing and future digital transformation of Europe. These aforementioned declarations already refer to Free Software ("Open Source" in their text) when it comes to digital sovereignty and interoperability, while they also demand more use of "Open Source" and strengthening the requirement for its use.

At the moment, the text of the EU Declaration of Digital Rights and Principles is being discussed in the European Parliament and European Council. The FSFE has been following the process and making sure to share its input and demands so that the wording of the final text is in line with previous frameworks with regard to the use and promotion of Free Software.

Recently, the JURI and LIBE committees have agreed on including wording that is aligned with our demands in their amendments to the text. In Chapter II, covering solidarity and inclusion, the LIBE Committee has included a reference on the support of "Open source solutions whenever possible". In Chapter III about freedom of choice and Chapter IV, called Participation in the digital public space, the JURI Committee has included also the promotion of "Open source" standards and a reference to the need of interoperability and transparency of digital technologies via the promotion of "Open Source".

From now on, we will make sure these additions to the text will be defined and clarified, and that they find their way into the final position of the European Parliament. It is important that Free Software becomes part of this declaration because it may guide Europe's digital transformation into an empowering, transparent, and open environment.

For the last five years, the FSFE has been advocating for publicly financed software made publicly available under a Free Software licence. With its Public Money? Public Code! initiative, the FSFE has the goal, among others, to raise awareness of the benefits that Free Software can offer such as saving long-term costs, boosting the local economy, transparency, and more. Including Free Software in the EU Declaration of Digital Rights and Principles would be an important milestone for software freedom and for Europe's digital sovereignty.

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KI in der EU +++ Offener Brief an den Bundestag +++ Plasma Mobile +++ Meshnet

05. April 2022 um 01:00

KI in der EU +++ Offener Brief an den Bundestag +++ Plasma Mobile +++ Meshnet

In unserem April-Newsletter begrüßen wir die vielversprechenden Entwicklungen zum Thema KI in der EU. Wir wenden uns an die deutsche Regierung und fordern ein klares Budget für Freie Software. Wir interviewen den Plasma-Mobile-Entwickler Bhushan Shah und sprechen mit Elektra Wagenrad in einer Podcast-Episode über die Mesh-Netze. Wir gratulieren KDE zur weltweit ersten öko-zertifizierten Software.

Europäisches Parlament erkennt Freie Software als Schlüssel für faire KI an

Der Sonderausschuss für Künstliche Intelligenz im digitalen Zeitalter (AIDA) des Europäischen Parlaments hat am 22. März über seine Entscheidung zur Künstlichen Intelligenz im digitalen Zeitalter abgestimmt und mit breiter Mehrheit die Bedeutung Freier Software für KI hervorgehoben. Wir fordern die EU-Gesetzgeber nun auf, diese Position zu berücksichtigen und Bestimmungen und Richtlinien zu Freier Software in die kommende Gesetzgebung aufzunehmen.

Behörden, die KI-Systeme einsetzen, sollten diese öffentlich zugänglich machen. Öffentliche Forschung, die KI-Systeme entwickelt, sollte diese öffentlich zugänglich machen. Transparenz bei KI-Technologien ist notwendig, um sie zu testen, ihre Ergebnisse zu bewerten und sie zu verbessern. Die FSFE verfolgt den Gesetzgebungsprozess aufmerksam und hat analysiert, wie KI mit Freier Software überprüfbar und vertrauenswürdig bleiben sowie zu weiteren Innovationen führen kann.

Germany has ambitious Free Software plans. Will it realise them?

Im Koalitionsvertrag der deutschen Regierung wurde die Digitalisierung als Priorität festgelegt und Freie Software als sichere und transparente Lösung. 100 Tage nach dem Amtsantritt der neuen deutschen Regierung sind noch keine Maßnahmen ergriffen worden. Im Gegenteil: Die deutschen Verwaltungen sind erschreckend kurz davor, Microsoft-Produkte zu verwenden und verpassen damit die Chance, eine auf offenen Schnittstellen basierende Strategie zu verfolgen. Alexander Sander, Policy Consultant der FSFE erklärt: "Anstatt endlich eine 'Freie -Software-Cloud' für die Verwaltungen bereitzustellen, wird die neue Regierung wieder auf teure proprietäre Anwendungen setzen." Wir fordern die Regierung auf, ihre eigenen Pläne zu verwirklichen.

Konkret fordert die FSFE gemeinsam mit anderen Akteuren wie der Open Source Business Alliance und der Open Knowledge Foundation Deutschland, dass die Bundesregierung die digitale Souveränität in den Bundeshaushalt 2022 aufnimmt und bereits angekündigte Initiativen für Softwarefreiheit umsetzt. In einem offenen Brief (DE) wenden sich die Unterzeichner an die Regierungsfraktionen im Bundestag.

Plasma Mobile: Ein sicheres GNU/Linux-Telefon, das die Privatsphäre respektiert

Welche Möglichkeiten habe ich, wenn ich mein Telefon mit Freier Software betreiben will? Wir haben den Plasma Mobile-Entwickler Bhushan Shah interviewt, um mehr über das Projekt zu erfahren. Plasma Mobile ist ein vollständig Linux-basiertes System, das einen komplett transparenten Entwicklungsprozess bietet. Wenn es um den Datenschutz geht, ist Plasma Mobile eines der sichersten Betriebssysteme für Handys. Es gibt kein Tracking, keine Spionage und kein Data Mining zur Erstellung gezielter Werbung. Bhushan gibt einen klaren Überblick über Plasma Mobile, wie es entwickelt wird und wie man es bekommt.

Bhushan Shah (zweiter von links), Entwickler im Plasma Mobile Projekt seit 2015.

Hör dir unsere neue Podcast-Folge an und entdecke Mesh-Netze.

In unserer neuen Software-Freedom-Podcast-Folge spricht Matthias Kirschner mit unserem Gast Elektra Wagenrad über die Ursprünge von Freifunk, das B.A.T.M.A.N.-Protokoll und das Mesh Potato Projekt. Wenn du neu in der Welt der Mesh-Netze bist, bietet dir diese Folge einen leichten Einstieg. Elektra erklärt die Theorie hinter den Protokollen und taucht tiefer in die philosophischen Ideen dahinter ein.

Elektra Wagenrad, eine der ursprünglichen Entwicklerinnen des B.A.T.M.A.N.-Protokolls und des Mesh Potato-Projekts. Das Bild ist lizenziert unter CC-BY-SA 3.0 und wurde von Andrea Behrendt erstellt.

Der energieeffizienteste PDF-Reader ist Freie Software. Herzlichen Glückwunsch, Okular!

Um genau zu sein, ist Okular ein universeller Dokumentenbetrachter. Das bedeutet, dass du nicht nur PDFs, Comics und EPub-Bücher lesen kannst, sondern auch deine Bilddateien durchstöbern, Markdown-Dokumente anzeigen lassen und vieles mehr. Im Februar 2022 wurde Okular mit dem Umweltzeichen Blauer Engel ausgezeichnet, dem offiziellen Umweltzeichen der Bundesregierung. 1978 führte das Umweltbundesamt erstmals ein Umweltzeichen ein; in diesem Jahr wurde der Geltungsbereich des Zeichens auf Softwareprodukte ausgeweitet, so dass Okular das erste umweltzertifizierte Computerprogramm überhaupt ist.

Um das Umweltzeichen Blauer Engel zu erhalten, muss ein Programm viele Anforderungen erfüllen, darunter Transparenz, Abwärtskompatibilität und die Möglichkeit, die Anwendung auf mindestens fünf Jahre alter Hardware auszuführen. Freie Software erfüllt diese Bedingungen in der Regel besonders gut. Die FSFE gratuliert Okular und der gesamten KDE-Community!

Screenshot von KDEs Okular, Illustrationen von David Revoy CC-BY-SA-4.0

Termine

  • Am Donnerstag, den 14. April, finden drei Treffen von FSFE-Gruppen statt. Von 18:00-21:00 Uhr findet das Zürcher Monatstreffen statt. Jeder, der an Freier Software interessiert ist und sich für die Ideale Freier Software einsetzen will, kann teilnehmen. Die Gruppe wird über Möglichkeiten diskutieren, neue Menschen anzusprechen und über den bevorstehenden Open Education Day. Hamburg hat auch sein reguläres monatliches Treffen. Bitte melde dich auf der Mailingliste der Gruppe an, um weitere Informationen zu erhalten. Berlin hat sein regelmäßiges monatliches Online-Treffen. Trage dich in die Mailingliste ein oder folge der Mastodon-Seite der Gruppe, um auf dem Laufenden zu bleiben.

  • Am Mittwoch, den 20. April, hält das Länderteam Niederlande der FSFE sein monatliches Online-Treffen ab.

  • Datum noch offen. Die FSFE-Gruppe Aarhus, Dänemark, hat ihr erstes Treffen verschoben. Wenn du Interesse hast, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um Carsten Agger zu kontaktieren (agger [at] fsfe [dot] org).

Was wir gemacht haben

  • Am 30. März zeigte Erik Albers, FSFE-Programmmanager und Nachhaltigkeitsexperte, auf dem Digital Social Summit, dass Softwaredesign und die Lizenzierung Freier Software die Nachhaltigkeit von Hardware und Infrastruktur verbessern.

  • Am 24. März hat die FSFE-Gruppe Berlin zusammen mit Jessica Wawrzyniak von Digital Courage überlegt, wie eine Positivliste geeigneter Freier Software für die Bildung funktionieren könnte und wie die deutsche Verwaltung eine solche Liste zusammenstellen könnte.

  • Am 20. Spieltag traf sich die FSFE-Frauengruppe online, um vergangene und zukünftige Veranstaltungen zu besprechen.

  • Am 19. März haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Upcycling Android-Workshops in Berlin Handys geflasht.

  • Am 16. März hatte das Länderteam Niederlande der FSFE sein monatliches Online-Treffen. Das Team diskutierte über das neue Telekommunikationsgesetz in Belgien und die möglichen Aktionen zur Sicherung der Routerfreiheit. Die Freiwilligen haben bereits Kontakt zu Neutrinet aufgenommen. Die Open-Source-Strategie der Regierung war ebenfalls ein wichtiges Thema, ebenso wie die zunehmende Abhängigkeit von DigID, der niederländischen App für digitale Identität. Am 19. März traf sich das Team persönlich auf dem niederländischen Linux Users Meeting.

  • Am 15. März nahm Erik Albers an dem Webinar 'Nachhaltige Software für langlebige Telefone' teil, das von Fairphone organisiert wurde. Eine Gruppe von Experten diskutierte darüber, warum die Langlebigkeit von Telefonen immer weiter abnimmt. Erik nahm in der Runde Stellung dazu, wie das universelle Recht, Betriebssysteme mit Freier Software auf jedem Gerät zu installieren, uns helfen wird, in einer nachhaltigeren digitalen Gesellschaft zu leben.

  • Am 12. März las Matthias Kirschner, Autor von Ada & Zangemann, während der Chemnitzer Linux-Tage aus dem Buch. Ein Video der Autorenlesung während des Winterkongresses ist jetzt verfügbar.

  • Am 10. März fand das monatliche Treffen der FSFE-Gruppe Berlin statt. Die Teilnehmer sprachen über Fragen der Finanzierung und Sicherheit im Zusammenhang mit Freier Software. Die Gruppe diskutierte die jüngsten Pläne von Mozilla, datenschutzfreundliche Werbung zu erstellen.

  • Am 10. März diskutierte die FSFE-Gruppe Zürich über Möglichkeiten, neue Menschen anzusprechen, und untersuchte mögliche Aktionen wie Workshops und Informationsveranstaltungen.

  • Am 9. März hielt die FSFE-Gruppe Hamburg ihr monatliches Treffen ab.

An unserem Newsletter mitwirken

Wenn ihr Gedanken, Bilder oder Neuigkeiten mit uns teilen wollt, schickt sie bitte zu uns. Unsere Adresse lautet wie immer newsletter@fsfe.org. Wir freuen uns darauf, von euch zu hören! Wenn ihr außerdem uns und unsere Arbeit unterstützen wollt, tretet unserer Community bei und unterstützt uns mit einer einmaligen oder monatlichen Spende. Unser Dank gilt der Community und den Freiwilligen, Unterstützern und Spendern, die unsere Arbeit möglich machen. Und ein Dank geht an die Übersetzer, die es möglich machen, dass ihr den Newsletter in eurer Muttersprache lesen könnt.

Eure Redakteurin, Fani Partsafyllidou

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Artificial Intelligence (AI) Act: Free Software is key!

30. März 2022 um 01:00

Artificial Intelligence (AI) Act: Free Software is key!

In the effort of adopting digital policies aligned with people's fundamental rights, the European Parliament is in the process of finding a position on the legal framework for the development and use of AI technologies. The FSFE is following this process so Free Software is included, innovation is fostered, control enhanced, and trust strengthened.

It is clear that digital technologies are advancing at a fast pace, Artificial Intelligence (AI) is no exception. Technical improvements, the accumulation of large, detailed datasets and advancement in computer hardware have led to an AI revolution. However, these technologies are a double-edged sword: they have the potential to bring benefits to peoples' lives and to the economy, but also to lead to harmful discrimination and human rights violations. That is the reason we call attention to the important role that Free Software plays in this regard. There is a need for verifiable and trustworthy AI technologies, and Free Software is crucial to achieve this. Our demands in this regard are based on three pillars; innovation, control, and trustworthiness.

Photo credits: Cover: Markus Winkler from Unsplash / License: CC BY-SA 4.0.

AI released under a Free Software license fosters innovation

The collaborative ecosystem that Free Software enhances is key for the development of robust, accurate, and innovative AI solutions. Researchers, scientists, and developers alike can focus on creating new and better AI software if they can reproduce existing work. This reproducibility is doable thanks to the freedoms that Free Software offers (to use, to study, to improve, to share) and constitutes the heart of the scientific process: the creation of new knowledge from what already exists. Not to mention the advantages that this collaborative ecosystem can have in interoperability and cost savings.

"We have already seen how global problems require global solutions. Thanks to Free Software, existing solutions in one country can be adopted in another one which saves duplication of work and time, while it enables a higher auditability and inspection of the source code", says Lina Ceballos, FSFE Policy Project Manager.

Free Software enhances control over AI

Understanding the factors that lead to predictions in AI technologies is important not only for transparency but also for further improvement. Free Software allows everyone to run and test the AI to understand how it works and to identify potential risks that can be fixed if the four freedoms are granted. The right to improve the software is closely related to the avoidance of vendor lock-in. This means a boost in Europe's innovation capacity and competitiveness in this field.

"From self-driving cars to predictive policing to healthcare - we need to stay in control of technology. The four freedoms of Free Software help enhancing the auditability on the AI, thus it allows us to have control over it", adds Alexander Sander, FSFE Policy Consultant.

Free Software strengthens trust on AI technologies

AI predictions are subject to errors, which can sometimes even violate fundamental rights. By putting the AI under the oversight of everyone, these perils can be identified and fixed, thus having a positive impact on the trustworthiness of the AI. Trust will enhance the promotion and uptake of these technologies. The freedoms granted by Free Software lay the groundwork for an ecosystem in which acknowledging the potential of AI and control over it can converge.

Lina Ceballos explains "In decision-making processes led by AI, human oversight is highly critical. This auditability is viable if people have the right to use, study, share, and improve the software. In this regard, the openness that Free Software offers is crucial in the development of AI technologies and their compliance with fundamental rights obligations".

FSFE's involvement in the European legislative process of AI Technologies

Already for five years, the FSFE has been demanding with its Public Money? Public Code! initiative that publicly financed software must be made publicly available under a Free Software licence. Publicly financed AI technologies also fall under this scope.

We are requiring that public procurement, as well as in-house development, encourage Free Software AI and digital solutions to be used in the public but also private sector. Therefore, public authorities using AI systems should make them publicly available. These demands also apply to public research and public institutions inventing, using, or procuring AI systems.

Thus, with the intention of bringing our demands into the discussion in the European legislative process, we have prepared a dedicated document for decision-makers, with more elaborated arguments on the use of Free Software in AI technologies, which highlights the benefits that Free Software can offer to this crucial regulation.

AI technologies are showing us already the potential that they have to become an important aspect of our daily lives. Therefore a well-thought-out AI legislation that acknowledges the advantages of Free Software is needed. This set of rules will define the framework in which AI technologies can be used and developed. Thereby Europe can become fit for the digital age without undermining our ability to control technology.

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Freie Software im Haushalt 2022 verankern!

28. März 2022 um 01:00

Freie Software im Haushalt 2022 verankern!

Die Ampelkoalition muss ihre im Koalitionsvertrag festgelegten Ziele zur Digitalisierung Deutschlands, basierend auf Freier Software, auch im Bundeshaushalt 2022 verankern. Andernfalls droht eine Zementierung der Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern und der Verlust von Souveränität und Innovationskraft.

Gemeinsam mit anderen Verbänden und Organisationen wie der Open Source Business Alliance und der Open Knowledge Foundation Deutschland fordert die Free Software Foundation Europe (FSFE), digitale Souveränität im Bundeshaushalt 2022 zu berücksichtigen und bereits angekündigte Initiativen für Softwarefreiheit umzusetzen. In einem offenen Brief wenden sich die Unterzeichner an die Regierungsfraktionen im Bundestag und fordern, die im Koalitionsvertrag festgelegten Ziele zur Digitalisierung Deutschlands, basierend auf Freier Software, auch im Bundeshaushalt 2022 zu verankern.

Digital Souveränität „Die richtige Zielsetzung im Koalitionsvertrag, die Digitalisierung durch den Einsatz von Freier Software voranzutreiben, muss sich auch im konkreten Handeln der Regierung widerspiegeln. Andernfalls droht eine Zementierung der Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern und der Verlust von Souveränität und Innovationskraft. Eine Digitalisierung, die auf Unabhängigkeit, Nachhaltigkeit, Krisenresistenz und wirtschaftlichen Erfolg setzt kann nur über den Einsatz von Freier Software erreicht werden. Die Ampelkoalition ist aufgefordert, auch die nötigen Mittel im Bundeshaushalt zur Verfügung zu stellen, um ein Scheitern der Digitalisierung zu verhindern.“ erklärt Alexander Sander, Policy Consultant der FSFE.

Freie Software gibt allen das Recht, Programme für jeden Zweck zu verwenden, zu verstehen, zu verbreiten und zu verbessern. Durch diese Freiheiten müssen ähnliche Programme nicht komplett neu programmiert werden und dank transparenter Prozesse muss das Rad nicht ständig neu erfunden werden. Bei großen Projekten können Expertise und Kosten geteilt werden und von der Allgemeinheit bezahlte Anwendungen stehen allen zur Verfügung. So wird Innovation gefördert und mittel- bis langfristig Steuergeld gespart. Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern werden minimiert und Sicherheitslücken können leichter geschlossen werden. Die Free Software Foundation Europe fordert daher mit über 200 Organisation „Public Money? Public Code!“ - Wenn es sich um öffentliche Gelder handelt, sollte auch der Code öffentlich sein! Mehr Informationen zur Initiative: https://publiccode.eu/

Den offenen Brief „Digitale Souveränität im Bundeshaushalt 2022 berücksichtigen“ finden Sie hier.

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Interview with Plasma Mobile developer Bhushan Shah

23. März 2022 um 00:00

Interview with Plasma Mobile developer Bhushan Shah

What are my options if I want to run my phone with Free Software? For our Upcycling Android campaign we interviewed Plasma Mobile developer Bhushan Shah about running a privacy-respecting and secure GNU/Linux phone ecosystem on your phone.

KDE is an international Free Software community founded in 1996, and KDE e.V. is an associated organisation of the FSFE. In 2014, KDE first released Plasma, a graphical workspace environment which became one of its core projects. Plasma Mobile is a Plasma 5 variant for Linux-based smartphones. Bhushan Shah is a developer in the Plasma Mobile project since 2015. We chatted with Bhushan to learn more about this promising project. In this interview Bhushan explains why using Plasma Mobile benefits one's privacy, and how to get started. Enjoy!

FSFE: Hello Bhushan 🙂 thank you for joining!

Bhushan Shah: Hello! Good morning! 🙂

FSFE: As a start we would like to learn a few things about you, like how did you first become interested in Free Software and how did you start working at Plasma Mobile?

Bhushan: Sure. My first exposure to Free Software was a Linux course at University, which made me interested in Linux and open source in general. As part of that I started writing articles for Linux news sites (Muktware), and that introduced me to the KDE community. Basically, as I grew closer to the KDE community as a user I started using my development skills to contribute back, and then I never looked back. I was working with the KDE community as a contributor when they announced Plasma Mobile, and I was hired to work on Plasma Mobile by Bluesystems GmbH. That was in 2015, and after that I grew much closer to the Plasma Mobile project, both in technical terms and as a "movement" to provide an open alternative to Android/iOS 🙂

FSFE: What is your current role in Plasma Mobile?

Bhushan: Currently I am working as a developer and maintainer of the Plasma Mobile project. I should note that being the maintainer does not make me BDFL* 😉 and responsibility for each of the components still stays with all contributors. 🙂

FSFE: Perfect, because we would like you to share with us what is Plasma Mobile? How is it different to other mobile operating systems? Pretend we hear about Free Software for the first time.

Bhushan: Right. In purely technical terms, Plasma Mobile is a collection of various software components, but I'd like to think of it more as a ecosystem of mobile software which is open by nature and has a community-first approach.

Other mobile operating systems like Android and iOS have development done behind closed doors by large corporations and will only provide new releases as a either huge code dump or will not even provide a source code in some cases, while Plasma Mobile aims to provide a complete transparent development process where each change is developed together with the community, and is available with licenses that allow anyone to use, inspect and develop onward.

Our goal is that every user, developer, designer, translator can take part in the development and the community of Plasma Mobile and can work on improving it. As for what makes Plasma Mobile, again this is technical points, but Plasma Mobile includes a shell or user interface, applications, and distribution / base system for various mobile devices.

Bhushan Shah (second from left) in Akademy, the annual world summit of KDE.

FSFE: Sounds like a vast collaborative project. We would also like to learn what would you say to someone who has decided to opt for a Free Software operating system, and has to choose between an Android-based custom-ROM or a full GNU/Linux distribution, like Plasma Mobile. What are the main differences, and what should a user have in mind to make the right choice?

Bhushan: Right, this is a question which will yield 10 different answers if you ask 10 different people 😄

But ultimately it depends on what the user wants from their device. There are some use cases, for example banking or mobile payment applications, which unfortunately are not easily possible when you use the full Linux based distribution, as the market for such operating systems is still little bit of a niche and app developers do not support these distributions. That said, there are solutions like Waydroid which allow one to run such essential android applications on the GNU/Linux system.

If you do not have such use cases where you need an Android device in your daily life then a full Linux-based system is definitely a better choice, compared to let's say LineageOS or a de-googled device, due to software freedoms it provides. So the bottom line is, each user will have a different use case and while we can try our best to match user expectation, ultimately the user will have to make the decision here.

I think the main difference that will impact users is the app ecosystem available to them. While the Mobile Linux app ecosystem is growing, unfortunately it is not anywhere close to what Android and iOS have right now. We as a community and Free Software enthusiasts will have to work on improving this aspect of the Free Software mobile ecosystem. 🙂

FSFE: Thanks. What is the quickest way to start using Plasma Mobile? If I am looking to buy a new device and I am interested in Plasma Mobile, what are my options?

Bhushan: There are certain vendors like Pine64 and Purism, who have "Linux first" devices like PinePhone, PinePhone Pro, and Librem 5 which should support the Plasma Mobile without much hassle. Pine64 devices ship with Plasma Mobile as the default even, but if these are not an option for you for whatever reason, then the postmarketOS community is also working on adding support for off-the-shelf Android devices in the mainline Linux kernel. You can find a list of supported devices in this page.

FSFE: Great. And once we have Plasma Mobile, what are your most beloved apps you would recommend us?

Bhushan: Most distributions come with some basic set of applications like Dialer, SMS application, Clock, Setting applications etc. We have a list of applications on the Plasma Mobile website that you can go through.

My personal favourite, however, if you ask, is KDE connect for interacting and controlling other devices using Plasma Mobile devices 😉

Screenshots of Plasma Mobile

FSFE: Plasma Mobile states to be a privacy respecting phone ecosystem. How does Plasma Mobile secure peoples' privacy?

Bhushan: Right. A lot of applications and software in the current mobile ecosystem are built with one basic aim of tracking users and collecting multiple GBs of data about users.

Almost all of this is sold as "Improving user experience" or "features" so users have no idea that their data is being harvested. Do you want to activate your phone with voice? Do you want to share your live location with your friend? Do you maybe want to unlock your device with a fingerprint or eye tracking?

Most users will say yes to this and Android/iOS will mine this data, use it for targeted advertisements and in the worst case will share with state actors who want to spy on users. We at Plasma Mobile have committed to building a ecosystem where user privacy is respected, Apart from opt-in very basic telemetry kde.org does not collect any of the user data, and we work on adding the same set of user enhancements without hidden data collection or targeted advertisements.

In addition to this, being open by nature means that users are free to audit the application/software installed on their device for any anti-privacy features or hidden trackers 🙂

FSFE: The contrast with the dominant mobile ecosystems in matters of privacy is striking indeed. Going back to other devices - GNU/Linux systems are famous for being able to run on a variety of devices. Can I use Plasma mobile on other devices except phones, or is that planned for the future?

Bhushan: Yes, you can use Plasma Mobile on the tablet/desktop devices as well. In fact a lot of us developers develop Plasma Mobile by running it initially on the desktop 🙂 Some distributions offer Live Images that you can boot on your laptop to test drive Plasma Mobile.

FSFE: Sounds fun! As a last question, we would like to ask you what motivates you in your work for Plasma Mobile?

Bhushan: My motivation is two-fold. First is I very much believe in the vision of Plasma Mobile, and I would like to help the KDE community achieve that goal, and my second motivation is technology. I am a developer at heart and Plasma Mobile is supported by various technologies and developing on it is fun!

FSFE: Thank you Bhushan, for the interview and also for offering us a privacy-friendly alternative to the current mobile world. I wish all the best to the Plasma Mobile project, which contributes to software freedom.

Bhushan: Thank you very much!

* BDFL: Acronym for 'benevolent dictator for life' satirizes the power of the developers of Free Software projects who have the final say in a dispute.

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SFP#14: The world of mesh networking with Elektra Wagenrad

22. März 2022 um 00:00

SFP#14: The world of mesh networking with Elektra Wagenrad

With this episode the Software Freedom Podcast opens the door to the fascinating and sometimes complex world of mesh networking. And who better than Elektra Wagenrad can take us on this journey? Elektra is one of the original developers of the B.A.T.M.A.N. protocol and of the Mesh Potato project.

In our 14th Software Freedom Podcast episode Matthias Kirschner talks with our guest, Elektra Wagenrad, about the origins of Freifunk, the B.A.T.M.A.N. protocol, and the Mesh Potato project. If you are new to the world of mesh networking this episodes is an easy entrance to it. Elektra not only explains the theory behind the protocols but also dives deeper into the philosophical idea of it. In this context, Matthias and Elektra also touch on the difficult topic of limiting the use of Free Software, using the example of the former ban on the use of the B.A.T.M.A.N. protocol for military activities. Last but not least they also discuss the EU’s Radio Equipment Directive and the FSFE's Router Freedom activity.

With this episode, the Software Freedom Podcast produced an easy to follow and easy to understand podcast for everybody who is interested in mesh networking. Join us on our journey through this fascinating technical and philosophical world and listen to Elektra and Matthias as they tell the story with its ups and downs.

If you clicked on the image of Elektra Wagenrad to come to this page, this image is licensed under CC-BY-SA 3.0 and created by Andrea Behrendt.

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Okular von KDE ist das weltweit erste öko-zertifizierte Computerprogramm

16. März 2022 um 00:00

Okular von KDE ist das weltweit erste öko-zertifizierte Computerprogramm

KDEs Dokumentenbetrachter Okular ist als erste Software überhaupt mit dem Umweltzeichen Blauer Engel ausgezeichnet worden. Die FSFE gratuliert zu diesem Meilenstein, der weitere positive umweltrelevante Aspekte Freier Software benennt. Zusammen mit unserer Upcycling-Android-Initiative setzen wir uns für universelle Nutzerfreiheiten in der EU ein.

Freie Software bietet uns zahlreiche Vorteile in Bezug auf Nutzungsfreiheiten, Transparenz, Modularität und Kontrolle - um nur einige zu nennen. Abgesehen von diesen eher technischen Aspekten beeinflusst die Kontrolle über Technologien zudem direkt unsere Gesellschaften und Demokratien. Letztendlich der Grund, warum die FSFE als gemeinnütziger Verein Menschen in einem selbstbestimmten Umgang mit Technik unterstützt.

Weniger bekannt sind allerdings die Vorteile, die Freie Software uns zum Aufbau einer nachhaltigeren digitalen Gesellschaft bietet. Das, obwohl aktuelle Untersuchungen zunehmend einen problematischen Zusammenhang aufzeigen zwischen einer fortschreitenden Digitalisierung einerseits und ihren Auswirkungen auf Treibhausgasemissionen und Klimawandel andererseits. Die meisten der in diesem Zuammenhang auftretenden Treibhausgasemissionen stammen aus der Produktion von Hardware, ihren weltweiten Lieferungsketten, der Energie zum Betrieb dieser Hardware und der zugehörigen Software sowie dem Datenaustausch via Internet und Streaming.

Okular als erste Software mit dem Umweltzeichen Blauer Engel ausgezeichnet

Screenshot von KDEs Okular, Illustrationen von David Revoy CC-BY-SA-4.0

In einem ersten wichtigen Schritt hat das Umweltbundesamt Vergabekriterien für ein Umweltzeichen "Blauer Engel für Ressourcen- und energieeffiziente Softwareprodukte" entworfen. Der Blaue Engel ist das weltweit am längsten etablierte Umweltzeichen und das jetzt neu eingeführte Zeichen für energieeffiziente Software ist das erste seiner Art. Dieses Umweltzeichen zeichnet Software aus, welche unter Verwendung derselben Hardware die gleiche Funktion erfüllt wie andere Software, dabei aber weniger Energie verbraucht. Jüngst ist KDEs Okular das erste Softwareprodukt geworden, das mit dem neuen Zeichen zertifiziert wurde und Okular ist damit das erste öko-zertifizierte Computerprogramm weltweit. Der Blaue Engel hat für KDEs Okular mehrere Vorteile für Umwelt und Gesundheit identifiziert, darunter "ressourcenschonend", "energieeffizient" und " transparente Schnittstellen".

"Die FSFE gratuliert der weltweiten Gemeinschaft von Entwickler:innen, Künstler:innen, Übersetzer:innen und Gestalter:innen, die alle zusammen KDE bilden, ganz herzlich zu diesem großen Erfolg", sagt Erik Albers, Experte für digitale Nachhaltigkeit bei der FSFE. "Die gute Nachricht, dass die Freie Software Okular als erste Software überhaupt mit dem Umweltzeichen Blauer Engel ausgezeichnet wurde, hilft dabei das Bewusstsein für die vielen Vorteile der Verwendung Freier Software in Bezug auf unsere Umwelt zu schärfen. Und es gibt uns einen weiteren guten Grund, Regierungen weltweit wie auch unsere Mitmenschen davon zu überzeugen, dass Freie Software eine notwendige Voraussetzung für eine freie, gerechte und nachhaltige digitale Gesellschaft ist.

Nachdem KDE eine ganze Initiative namens KDE Eco gestartet hat, ist zudem davon auszugehen, dass in den kommenden Monaten fleißig daran gearbeitet wird noch mehr Freie Software als besonders energieeffizient auszuzeichnen.

Freie Software entscheidend für eine verlängerte Nutzungszeit von Hardware

Die Energieeffizienz Freier Software, ihre Modularität und zugehörige Aspekte lösen zugleich ein weiteres Problem unserer fortschreitenden Digitalisierung: die oft viel zu kurzen Hardware-Nutzungszeiten, welche allzu oft durch "Software-Obsoleszenz" verursacht werden. Sogenannte Software-Obsoleszenz tritt auf, wenn der Hersteller eines Gerätes den Support für die Software einstellt, die für den ordnungsgemäßen Betrieb des Gerätes eigentlich erforderlich ist. Eine Lösung zur Überwindung dieser Software-Obsoleszenz besteht darin, die proprietäre Software oder das Betriebssystem durch eine Freie Software zu ersetzen. Viele von uns haben von Laptops, Netbooks und Desktops mit jahrealter Hardware gehört, die für proprietäre Betriebssysteme längst als "veraltet" gelten – die aber unter Verwendung von GNU/Linux-Systemen weiterhin reibungslos laufen und funktionieren. Das zeigt, dass wir mit Freier Software zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können: Einerseits können wir unsere Hardware länger und vielleicht sogar noch besser nutzen – andererseits gewinnen wir mehr Benutzerfreiheit.

Dasselbe gilt nicht nur für Laptops und Desktops, sondern auch für andere Hardware, zum Beispiel Telefone. Bei der FSFE schärfen wir deshalb das Bewusstsein um Software-Obsoleszenz mit unserer neuen Initiative Upcycling Android. Eine Initiative, um die Lebensdauer unserer Telefone mit Hilfe von Freier Software zu verlängern. Jedes mal, wenn wir unser aktuelles Telefon weiter benutzen statt ein neues zu kaufen, tragen wir dazu bei, die Produktion neuer Telefone und damit auch die Zunahme von Elektroschrott zu vermeiden

Screenshot aus unserem Upcycling-Android Video, welches das Problem von Software-Obsoleszenz erklärt und wie wir diese mit Hilfe Freier Software umgehen können.

Aktivitäten der FSFE zum Thema Freier Software und digitaler Nachhaltigkeit

Neben unserer Öffentlichkeitsarbeit bringt sich die FSFE in die kommenden Verhandlungen rund um die Änderungen der Europäischen Ökodesign Richtlinien ein. Wir nutzen diese historische Chance, um für das universelle Recht einzutreten, jedes Betriebssystem und jede Software auf jedem Gerät installieren zu dürfen. In der Zwischenzeit helfen wir Nutzerinnen und Nutzern direkt dabei, ihre Telefone zu flashen und Freie-Software-Betriebssysteme zu installieren, indem wir in verschiedenen Städten Workshops anbieten. Nicht zuletzt sind wir auch Teil des Organisationskomitees von Bits & Bäume, Europas einflussreichster Konferenz zu digitaler Nachhaltigkeit und Freier Software, welche im Herbst diesen Jahres stattfinden wird.

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Deutschland: 100 Tage Koalitionsvertrag – Kaum ein Tag für Freie Software

15. März 2022 um 00:00

Deutschland: 100 Tage Koalitionsvertrag – Kaum ein Tag für Freie Software

Ende der Woche wird die neue deutsche Bundesregierung 100 Tage im Amt sein. Im Koalitionsvertrag finden sich vollmundige Aussagen zum Einsatz von Freier Software (auch als Open Source bekannt), umgesetzt wurde bisher nichts. Im Gegenteil: Abhängigkeiten sollen weiter zementiert werden.

Vor knapp 100 Tagen hat sich die neue Ampel-Regierung auf dem Weg gemacht um die Digitalisierung Deutschlands endlich voranzutreiben. Erfreulicherweise soll dabei der Einsatz von Freier Software eine große Rolle spielen. Die FSFE fordert schon seit langem: "Public Money? Public Code!" - eine Umsetzung des Prinzips erscheint endlich greifbar.

Digital Souveränität

Freie Software gibt allen das Recht, Programme für jeden Zweck zu verwenden, zu verstehen, zu verbreiten und zu verbessern. Durch diese Freiheiten müssen ähnliche Programme nicht komplett neu programmiert werden und dank transparenter Prozesse muss das Rad nicht ständig neu erfunden werden. Bei großen Projekten können Expertise und Kosten geteilt werden und von der Allgemeinheit bezahlte Anwendungen stehen allen zur Verfügung. So wird Innovation gefördert und mittel- bis langfristig Steuergeld gespart. Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern werden minimiert und Sicherheitslücken können leichter geschlossen werden.

Alexander Sander, Policy Consultant der FSFE erklärt: „Obwohl die Vorteile Freier Software auf der Hand liegen und auch im Koalitionsvertrag erkannt werden, ist die neue Regierung bisher nur durch eine Zementierung des Status quo und Untätigkeit aufgefallen. Anstatt endlich eine 'Freie-Software-Cloud' für Verwaltungen zur Verfügung zu stellen, soll erneut auf kostspielige proprietäre Anwendungen gesetzt werden. Das ist für uns nicht nachvollziehbar.“

So wollen SAP und Arvato Produkte von Microsoft für die deutschen Verwaltungen anbieten, die neue Regierung zeigt sich hierfür offen. Die Cloud-Strategie auf Basis „offener Schnittstellen sowie strenger Sicherheits- und Transparenzvorgaben“, von der noch im Koalitionsvertrag die Rede war, entfernt man sich somit immer weiter.

Auch sonst ist bis auf eine dünne Ankündigung von Franziska Brantner, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, „ab 2022 Open-Source Basistechnologien [zu] fördern“ wenig geschehen. Unklar bleibt, welches Budget hierfür zur Verfügung steht, wie diese Technologien identifiziert und gefördert werden und wie Stakeholder in den Prozess, vor allem die Zivilgesellschaft, integriert werden.

Innenministerin Nancy Faeser, die das Thema Digitalisierung der Verwaltung vorantreiben soll, hält sich bisher ebenso wie das Kanzleramt bedeckt. Zwar soll „viel mehr Tempo“ gemacht werde, wie das konkret passieren soll, bleibt allerdings nebulös und Freie Software spielt hierbei bisher keine Rolle.

„Die ambitioniert gestartete Regierung ist aufgefordert, sich die eigenen Zielsetzungen vor Augen zu führen und endlich die Digitalisierung Deutschlands, basierend auf Freier Software, voranzutreiben.“ fordert Alexander Sander.

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"I Love Free Software Day": Free Software games and a SharePic generator

10. März 2022 um 00:00

"I Love Free Software Day": Free Software games and a SharePic generator

Since 2010 the Free Software Foundation Europe has been organising the yearly "I Love Free Software Day". Together with hundreds of Free Software enthusiasts we celebrated our love for Free Software on the 14th of February. To all of you who took part and celebrated the "I Love Free Software Day", we would like to thank you so much.

In 2022 we have worked very hard on creating something new and fun for this year's "I Love Free Software Day". So we have set a topic for the day and focused on Free Software games. Besides the special podcast episode about the Free Software game "0 A.D.: Empires Ascendant" with its project leader, Stanislas Dolcini, we have organised an event dedicated to Free Software games.

The "I Love Free Software Day: gaming event"

For our two hour event the Free Software Foundation Europe has hosted four speakers, who took us into the world of Free Software games. Afterwards we started to play the Free Software game Veloren. Our first talk was from Justin Jacobs , the engine developer and campaign designer of the game Flare. Our next speaker was Kati Baker,, with who we discovered the organisation of Godot Wild Jams, and with Joel Uckelman we learned about the development of the game engine Vassal. Last but not least Forest Anderson introduced us to the game Veloren. Roughly 60 people joined the event; around half of them joined us in our own BigBlueButton instance and the other half in the stream we provided. For the technical set up of our stream and BigBlueButton instance we had great support by our system hacker Alvar Penning and our System Hackers coordinator Max Mehl.

We enjoyed the gaming event a lot and would like to say thank you to all of you who participated and supported the event. The recordings of the event are available on our Peertube instance or on our YouTube channel.

Show your love for Free Software

For this year's "I Love Free Software Day" we have also introduced some more creative ways to express your gratitude to Free Software contributors. Therefore the FSFE has released a series of new videos for this special day. In the videos staffers and volunteers alike say their thanks to different Free Software projects. Among others, Lina Ceballos has thanked the Free Software projects "AntennaPod" and "funkwhale" for their great work, and FSFE's Financial Officer, Patrick Ohnewein, has expressed his gratitude to all of those who contribute to Free Software. For more inspirational videos and quotes have a look at our updated "Why they love Free Software" page.

Marlene Kietreiber is saying thank you to the Free Software project "Blender"

Finally yet importantly, the FSFE together with the system hacker Alvar Penning has created our very own SharePic generator. With this tool everyone can easily make their own SharePic and share it via the various social media channels. Let your creativity run free and show your support for software freedom. This would not have been possible without the work on the SharePic design by our volunteer Florian Snow and our former intern Marlene Kietreiber.

Niharika Singhal showing her love for Free Software

Celebrating our love for software freedom

As in previous years, #ilovefs has been the number one in the Fediverse network, with over 47 thousand mentions and over 20 thousand users talking about their love for Free Software.

Fediverse, #ilovefs number one

People and organisations have also celebrated their love for Free Software outside the various social media channels. As can bee seen by O’Reilly, the publisher of Matthias Kirschner's children's book "Ada & Zangemann", who have also participated and shared their love for software freedom.

Publisher O'Reilly is sharing their love for software freedom

Another creative way to express their thanks and love for Free Software has been used by the German association Digitalcourage. They have written a whole bunch of love letters to different Free Software projects.

Picture: Markus Hamid cc-by 4.0, Digitalcourage e.V. is sharing their love letters to Free Software projects

Those are just some of the people who have shown their love for Free Software on the “I Love Free Software Day”. Many more have participated by sharing their love and gratitude via different social media channels.

In case you missed your opportunity to thank your favourite project, mark February 14 as "I Love Free Software Day" in your calendar for next year. But remember, you can always and without any special occasion express your gratitude and appreciation throughout the entire year. You do not need a special day, as there is simply no wrong time for that!

We would like to thank everyone involved in and contributing to this day, as well as the countless developers, translators, community managers, artists and anyone else involved in Free Software.

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Das Recht, Freie Software zu installieren +++ 60 Bücher für Bibliotheken +++ Berliner Workshop

09. März 2022 um 00:00

Das Recht, Freie Software zu installieren +++ 60 Bücher für Bibliotheken +++ Berliner Workshop

In unserem März-Newsletter teilen wir dringend benötigte gute Nachrichten: 60 Kinderbücher über Softwarefreiheit wurden an öffentliche Bibliotheken gespendet. Die FSFE fordert das Recht, Freie Software zu installieren. Der erste Upcycling-Android-Workshop findet in Berlin statt. Die FSFE-Gruppe in Aarhus, Dänemark, trifft sich nach langer Zeit wieder.

Wir fordern das Recht, jedes Betriebssystem auf jedem Gerät zu installieren und zu deinstallieren

Software nach Belieben auf jedem Gerät zu installieren und zu deinstallieren, ist ein Recht, das mit einem zusätzlichen Vorteil verbunden ist: Wir können unsere Geräte reparieren und länger nutzen und so die Umweltbelastung durch ein neues Gerät vermeiden. Was hält uns also davon ab, bestehende Geräte durch die Installation Freier Software zu reparieren? Leider werden den Nutzerinnen und Nutzern oft absichtlich rechtliche und technische Grenzen gesetzt, damit sie das Betriebssystem auf ihren Geräten nicht ändern können. 2022 bietet sich eine einmalige Gelegenheit, die Situation in Europa zu verbessern. Die EU ist dabei, ihre Ökodesign-Kriterien für Produkte mit der Sustainable Products Initiative, der Circular Electronics Initiative, dem Recht auf Reparatur und anderen Richtlinien neu zu formulieren.

Das ist unsere Chance, das Recht einzufordern, jedes Betriebssystem auf jedem Gerät zu installieren. Die FSFE hat so früh wie möglich damit begonnen, die Europäische Kommission in dieser Sache zu beraten. Aber ein positives Ergebnis ist alles andere als sicher; es gibt Gegenlobbyisten. Wenn die Rolle der Softwarefreiheit nicht als wesentlich für die Langlebigkeit und Wiederverwendbarkeit unserer Geräte angesehen wird, wird die Wegwerfkultur weitergehen. Wir werden uns für die notwendigen Änderungen in der kommenden Gesetzgebung einsetzen. Die Hersteller dürfen keine künstlichen Beschränkungen einführen, die Nutzerinnen und Nutzer daran hindern, Betriebssysteme mit Freier Software zu installieren.

Hilf uns, das Recht auf die Installation Freier Software durchzusetzen. Werde ein Unterstützer.

60 Bücher über Softwarefreiheit an Bibliotheken gespendet

Nach der Veröffentlichung von Ada & Zangemann haben wir unsere deutschsprachige Community gebeten, Kopien des Buches für Kinder, die es sich nicht leisten können oder noch nichts davon gehört haben, in öffentliche Bibliotheken zu bringen. Die Resonanz war überwältigend. Das Buch fand seinen Weg in die Regale zahlreicher Bibliotheken in ganz Deutschland und Österreich, darunter in den Städten Köln, Rosenheim, Magdeburg, Mannheim, Stuttgart, Wien und Lustenau. Danke, dass ihr dazu beigetragen habt, das Bewusstsein für Softwarefreiheit zu stärken!

Illustration einer Seite von Ada & Zangemann

'Ada & Zangemann' erhielt von der Organisation, die Neuerscheinungen für öffentliche Bibliotheken in Deutschland und Österreich prüft, eine sehr gute Bewertung. So schreibt der ekz-Informationsdienst: "Die Geschichte ist von S. Brandstätter […] ansprechend illustriert, didaktisch gut aufgebaut und sehr geeignet als Gesprächsgrundlage, z.B. in der Grundschule. Eine gelungene Bestandsbereicherung für alle Kinder-EDV-Bestände." Erfahre mehr über das Buch in einer eigenen neuen Podcast-Folge. Matthias Kirschner, Präsident der FSFE, ist zu Gast in der Reihe Open-Source-Couch. Außerdem fand im Rahmen des jährlichen Winterkongresses, einer Veranstaltung der Digitalen Gesellschaft, eine Autorenlesung statt.

Was wir gemacht haben

Ein Bild von unserem digitalen Stand auf der FOSDEM im Jahr 2021.

Der Weg zur technologischen Nachhaltigkeit - ein Auszug aus dem Planet:

"Die ständig steigenden Anforderungen von Dingen wie Webbrowsern führen dazu, dass Systeme veralten und durch neuere, schnellere Systeme ersetzt werden, um qualitativ genau das Gleiche zu tun. Diese Verschwendung, die Einzelne mit unnötigen Ausgaben und die Umwelt mit noch mehr Verbrauch belastet, muss aufhören". Paul Boddie schrieb einen Meinungsartikel auf dem FSFE-Planet über die Voraussetzungen, um technologische Nachhaltigkeit zu erreichen, darunter Hardware, die leicht von Freier Software unterstützt werden kann, eine öffentliche Infrastruktur, die wir gemeinsam durch unsere Vertreter kontrollieren, und besser bezahlte Entwickler Freier Software.

Wir brauchen eine Kombination aus wirklich offenen Standards, die Freie Software ermöglichen, und barrierefreien öffentlichen und privaten Diensten, die es den Nutzern ermöglichen, offene und langlebige Hardware einzusetzen und zu behalten", schließt Paul. Ihr könnt die Gedanken der FSFE-Community im Blog-Aggregator Planet verfolgen.

Termine

  • Datum noch offen. Die FSFE-Ortsgruppe Aarhus, Dänemark, plant nach langer Zeit wieder ein Treffen im März! Alle, die an Freier Software interessiert sind, sind herzlich eingeladen, mitzumachen. Für weitere Informationen kannst du Carsten Agger kontaktieren (agger [at] fsfe [dot] org).

  • Am Samstag, den 12. März um 17:00 Uhr MEZ, findet eine Autorenlesung von Ada & Zangemann auf Deutsch statt. Triff den Autor des Buches und Präsidenten der FSFE, Matthias Kirschner, und stelle ihm deine Fragen. Die Veranstaltung ist Teil der Chemnitzer Linux-Tage. Du kannst kostenlos an der Veranstaltung teilnehmen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Lesung findet online statt.

  • Am Dienstag, den 15. März, 14:00 - 15:30 Uhr MEZ, wird Erik Albers, FSFE-Programmmanager und Nachhaltigkeitsexperte, an dem von Fairphone organisierten Webinar 'Nachhaltige Software für langlebige Telefone' teilnehmen. Eine Expertenrunde wird darüber diskutieren, warum die Langlebigkeit von Telefonen immer weiter abnimmt. Erik Albers erklärt, warum das universelle Recht, Freie-Software-Betriebssysteme auf jedem Gerät zu installieren, uns helfen wird, in einer nachhaltigeren digitalen Gesellschaft zu leben. Die Tickets sind kostenlos.

  • Am Samstag, den 19. März, 11:00 - 17:00 Uhr MEZ, veranstalten wir zusammen mit der FSFE-Gruppe Berlin unseren ersten Upcycling Android Workshop in Berlin. Bei diesem Workshop geht es vor allem darum, Technikbegeisterte und Nachhaltigkeitsenthusiasten zusammenzubringen und sich beim Flashen von Handys mit Freien-Software-Betriebssystemen über Technik und Nachhaltigkeit auszutauschen. Neben dem eigentlichen Flashen der Telefone wird es auch eine kurze Einführung zum Thema Langlebigkeit und Nachhaltigkeit bei Android und anderen Geräten geben. Der Veranstaltungsort ist das Holodeck von Netzpolitik.org in der Schönhauser Allee 6/7. Kommst du auch?

Komm zum ersten Upcycling-Android-Workshop in Berlin!
  • Am Mittwoch, den 30. März, 14:00 - 14:45 Uhr MEZ, wird Erik Albers auf dem Digital Social Summit einen Vortrag über Politik und Software rund um Telefone halten. Am Beispiel von Telefonen wird Erik Albers erläutern, wie sich das Design von Software auf die Nachhaltigkeit von Hardware und Infrastruktur auswirkt. Der Vortrag findet auf Deutsch statt und wird in Echtzeit in Gebärdensprache übersetzt. Er wird als Livestream verfügbar sein.

  • Vincent Lequertier und Erik Da Silva, stellvertretende Koordinatoren des FSFE-Länderteams Frankreich, nehmen an einem Workshop über Datenschutz und Freie Software teil. Die französische Datenschutzbehörde organisiert diesen Workshop im Rahmen der Open-Government-Initiative.

An unserem Newsletter mitwirken

Wenn ihr Gedanken, Bilder oder Neuigkeiten mit uns teilen wollt, schickt sie bitte zu uns. Unsere Adresse lautet wie immer newsletter@fsfe.org. Wir freuen uns darauf, von euch zu hören! Wenn ihr außerdem uns und unsere Arbeit unterstützen wollt, tretet unserer Community bei und unterstützt uns mit einer einmaligen oder monatlichen Spende. Unser Dank gilt der Community und den Freiwilligen, Unterstützern und Spendern, die unsere Arbeit möglich machen. Und ein Dank geht an die Übersetzer, die es möglich machen, dass ihr den Newsletter in eurer Muttersprache lesen könnt.

Eure Redakteurin, Fani Partsafyllidou

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Upcycling Android: anchoring software freedom into European ecodesign

25. Februar 2022 um 00:00

Upcycling Android: anchoring software freedom into European ecodesign

At the Free Software Foundation Europe, we advocate for the universal right to install and de-install any operating system and software on any device. The update of the European ecodesign gives a historical chance to make this right part of European legislation. Our Upcycling Android campaign marks the beginning of our activities.

More and more often we see pretty good hardware going to waste simply because the software or operating system running on it stops being supported. This is bizarre, considering the environmental footprint each of these electronic devices comes with. And it would be avoidable to a serious extent if users would have the legal right and technical liberty to install any fitting Free Software operating system on their own devices, as well as any software.

A screenshot from our Upcycling Android video.

Reusing General Purpose Computers

2022 is a decisive year for this demand: the European Union is about to reformulate their ecodesign criteria of products with several directives, from the 'Sustainable Product Initiative' to the 'Circular Electronics Initiative' to the 'Right to Repair'. We started to consult the European Commission as early as possible on this. But since a multi-billion Euro industry of continuously selling newly manufactured devices with short-term supports is at stake, counter-lobbyism has also already started. A positive outcome is far from certain; and another update to the European ecodesign is not to be expected in this decade. If the role of software freedom is not considered as essential to the longevity and re-usability of our devices this time, the throw-away culture will continue.

The solution is obvious: At the FSFE we want to empower people using general purpose computers with the right to install any operating system on any device. Manufacturers must not be allowed to create artificial restrictions preventing users from installing Free Software operating systems. We advocate for the necessary changes in the upcoming legislations, and you can empower us seizing the opportunity and bring a long-lasting change for European consumers and into the European markets.

Help us to push for the universal right to install Free Software

Become a supporter now

Upcycling Android workshops

Meanwhile, we already start making a difference. With our Upcycling Android campaign, we show how we can use Free Software operating systems on our phones to fix software obsolescence, and keep using them longer. To help with this procedure, we are cooperating with local groups and give workshops together, showing people how to flash their phones. Your support will allow us to offer Upcycling Android workshops throughout Europe, and let people enjoy an ongoing usage of their phone!

From legislation to workshops, let's maximise our efforts for software freedom and environmental protection. We demand true device neutrality to make technology long-lasting and repairable. Meanwhile, we extend our hardware lifespan and spare the planet the environmental impact of producing unnecessary new phones.

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FSFE at FOSDEM: A vital Devroom, virtual chats, and waffles

24. Februar 2022 um 00:00

FSFE at FOSDEM: A vital Devroom, virtual chats, and waffles

At the prominent annual conference for Free Software, FOSDEM, we exchanged opinions and chatted with people from the Free Software community. We raised awareness on wider issues that impact our movement in the Legal and Policy Devroom, co-hosted by the FSFE. Enjoy the videos from the talks and stay in touch via Matrix until the next FOSDEM.

Troubleshooting legal and political barriers to Free Software

We co-hosted the Legal and Policy Issues Devroom again, together with Karen Sandler and Bradley M. Kuhn from Software Freedom Conservancy and Richard Fontana from Red Hat. We had five interesting lectures covering a whole range of topics: from education to international politics to the current status of Free Software in the world to EU legislation and Device Neutrality. As in past editions we also summed up everything in our organisers panel at the end of the day.

A picture from our digital booth in 2021.

Masafumi Ohta kicked off the 2022 Devroom, talking about his experience on teaching Free Software licenses and compliance at a Japanese university. Education and Free Software is not an easy topic, as we have seen from the discussions in the chat. For example, in schools, it is obvious that we see many problems in the field of education. Again and again, children have to use proprietary software in everyday school life. Nonetheless, we were also able to point out positive examples that give us courage for the future.

Vittorio Bertola presented an update to his talk from last year on the Digital Markets Act, the new European rules for online competition. Vittorio explained what had happened in the meantime and talked about the impact of the new rules that might be adopted soon.

Christopher Klooz argued how with international regulations, in particular the possibility of international arbitration, we could achieve a globally unified governance framework for Free Software. The chat participants also discussed this topic in depth, as did the organisers during their panel.

Italo Vignoli showed how proprietary software gained ground during the pandemic. He pointed out the huge lobbying power of big tech, and how this influences the global use of software.

Last but not least, Lucas Lasota, FSFE Project Manager, proposed Device Neutrality as the necessary principle to make sure we are able to run Free Software on our devices without artificial barriers.

In the end, the Legal and Policy Issues Devroom organisers Karen, Bradley, Max and Alex discussed many ideas from the talks and made closing remarks in a panel. One of our main wishes for 2023: to have an in-person event in Brussels again.

You can find all the recordings on our Peertube instance.

Typing faster than talking

Every past FOSDEM visitor surely remembers the legendary FSFE booth in the K building – balloons, banners, and loads of merchandise, posters, and stickers. Our goal was to transpose this to the virtual FOSDEM, and for the second year in a row we have delivered.

For first-time visitors, we provided a shiny virtual booth presence on the FOSDEM website, showcasing the FSFE and our most notable developments in recent months. However, the real fun happened in the dedicated Matrix chat room in which we had many interesting and oftentimes funny conversations, mostly about Free Software, but surprisingly also about waffles. And yes, we also had a lot of balloons there, albeit virtual ones.

On Saturday evening, we opened an after hours event via video chat which provided more space for exchange of ideas and getting to know each other. It was a nice replacement for the dinner parties we usually organise in Brussels.

We would like to thank the many FSFE community members who made the booth so pleasantly chatty and welcoming to visitors! If you liked being in touch with us via our channels during the event we invite you as well as everyone to stay in contact with the community on Matrix.

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I love FS +++ 0 A.D.: Empires Ascendant +++ FOSDEM +++ FSFE20: Praktikanten

08. Februar 2022 um 00:00

I love FS +++ 0 A.D.: Empires Ascendant +++ FOSDEM +++ FSFE20: Praktikanten

In unserem Februar-Newsletter laden wir dich zu unserem Spiele-Event ein, um den "I Love Free Software"-Tag am 14. Februar zu feiern. Hör dir unsere Podcast-Episode mit Stanislas Dolcini vom Spiel "0 A.D.: Empires Ascendant" an. Die FOSDEM ging gerade zu Ende und die FSFE war dabei! Wir schließen unsere Feierlichkeiten zu 20 Jahren FSFE mit einem Interview mit ehemaligen Praktikanten ab.

"I Love Free Software"-Tag: Spiele, Memes und mehr

Jedes Jahr am 14. Februar feiern Menschen auf der ganzen Welt den "I Love Free Software"-Tag, an dem sie sich bei all denjenigen bedanken, die zur Softwarefreiheit beitragen. Dieses Jahr veranstalten wir am Montag, den 14. Februar von 18:00-20:00 Uhr MEZ ein ganzes Event rund um Freie-Software-Spiele. Du kannst von unseren Gastrednern alles über die Welt der Freien-Software-Spiele erfahren oder mit anderen Teilnehmern der Veranstaltung das Spiel "Veloren" in Echtzeit spielen. Bitte achte darauf, dass du dich anmeldest; wir freuen uns darauf, am "I Love Free Software"-Tag mit dir Zeit zu verbringen.

Vor der Veranstaltung und während des Tages kannst du mit Hilfe unseres brandneuen Sharepic-Generators deine eigene "Ich liebe Freie Software"-Karte erstellen, auf die du dein eigenes Bild zusammen mit einer Widmung hochladen kannst. Teile deine Karte online und bedanke dich auf diese Weise bei den Autoren Freier Software.

Podcast: 0 A.D. mit 0 proprietärer Software

Das Echtzeit-Strategiespiel zur Antike, 0 A.D.: Empires Ascendant, ist ein Freie-Software-Spiel, das von einer internationalen Gruppe freiwilliger Spieleentwickler entwickelt wird. Programmierer, Künstler und Historiker haben ihre Fähigkeiten vereint, um diese imaginäre antike Welt zu erschaffen. In einer neuen Folge spricht die Gastgeberin des Software Freedom Podcast, Bonnie Mehring, mit dem Projektleiter des Spiels über die wachsende Popularität des Spiels. Stanislas Dolcini sagt, dass die Entscheidung, das Spiel zu Freier Software zu machen, dazu geführt hat, dass es so viele Jahre überdauert hat, weil viele Menschen dazu beitragen konnten - und immer noch können.

Das Stadtzentrum von Kush in 0 A.D.: Empires Ascendant. Wildfire Games CC-BY-SA 3.0

Die FSFE auf der FOSDEM 2022

Vielen Dank, dass ihr an unserem virtuellen Stand auf der diesjährigen FOSDEM teilgenommen habt. Es hat Spaß gemacht zu sehen, wie die Freie-Software-Gemeinschaft wieder einmal zusammengekommen ist. Außerdem waren wir Mitveranstalter des Legal-and-Policy-Issues-Devrooms. Masafumi Ohta sprach über seine Erfahrungen mit der Vermittlung von Lizenzen für Freie Software und deren Einhaltung an einer Universität. Der Sicherheitsexperte Christopher Klooz sprach über die Rolle der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit für die Sicherheit Freier Software.

Vittorio Bertola präsentierte ein Update zum Gesetz über digitale Märkte, den neuen europäischen Regeln für den Online-Wettbewerb. Lucas Lasota, Projektmanager der FSFE, schlug die Geräteneutralität als notwendiges Prinzip vor, um sicherzustellen, dass wir in der Lage sind, Freie Software ohne künstliche Hürden auf unseren Geräten zu nutzen. Italo Vignoli zeigte, wie proprietäre Software während der Pandemie an Boden gewann. Die Organisatoren des Legal-and-Policy-Issues-Devrooms schlossen die Veranstaltung mit einer Podiumsdiskussion ab. Die Aufzeichnungen werden bald veröffentlicht; du findest sie am besten, indem du unsere Peertube-Instanz abonnierst.

Die Teilnehmer des virtuellen FOSDEM-Stands der FSFE bereiten ihr Zuhause für die Veranstaltung vor.

Interview mit ehemaligen Praktikanten für 20 Jahre FSFE

In der letzten Veröffentlichung zu 20 Jahren FSFE wollten wir uns bei allen bedanken, die als Praktikanten für die Organisation gearbeitet haben. Wir haben acht ehemalige Praktikantinnen und Praktikanten kontaktiert und sie über ihre Zeit bei der FSFE und ihr heutiges Engagement für Freie Software befragt. Diego Naranjo, George Brooke-Smith, Lucile Falgueyrac, Lyudmila Vaseva, Martin Husovec, Matti Lammi, Polina Malaja und Stian Rødven-Eide berichten, was sie während ihres Praktikums gelernt haben. Seitdem haben alle auf ihre Weise Freie Software unterstützt: als Nutzerin, Entwickler, Forscherin, Befürworter, FSFE-Spender oder FSFE-Freiwillige.

In der Reihenfolge ihres Erscheinens, von links nach rechts, von oben nach unten: Danke Lucile, George, Lyudmila, Diego, Martin, Matti, Polina, Stian und allen FSFE-Praktikantinnen und -praktikanten während dieser 20 Jahre.

"Public Money? Public Code!"-Broschüre jetzt auf Spanisch

Im Rahmen unserer Initiative "Public Money? Public Code!" bieten wir eine ausführliche Broschüre für öffentliche Verwaltungen. Jetzt ist sie auch auf Spanisch erhältlich. Unsere Freiwilligen haben die Broschüre kürzlich übersetzt, sodass die spanischsprachige Welt die Vorteile der Modernisierung der öffentlichen Infrastruktur mit Freier Software in ihrer eigenen Sprache lesen kann.

Zu einer Veranstaltung, bei der wir diese guten Nachrichten teilen, haben wir Experten eingeladen. Luis Falcón, Gründer von GNUHealth, Ricardo Muñoz von Lliurex, Alexis Puente Montiel vom Pica Pica HackLab, Francesc Busquets als Vertreter von Linkat und Aleix Pol Gonzalez, Präsident von KDE, diskutierten über die Entwicklungen von PMPC in Spanien. Die Videos sind auf Spanisch verfügbar.

Termine

  • Mach am Montag, den 14. Februar, bei unserem "I Love Free Software" Day mit.
  • Am Freitag, den 25. Februar, liest Matthias Kirschner, Präsident der FSFE, aus seinem Buch "Ada & Zangemann". Die Lesung wird auf Deutsch sein und online stattfinden. Die Veranstaltung ist Teil des jährlich stattfindenden Winterkongresses, der von der Digitalen Gesellschaft organisiert wird. Um am Winterkongress teilzunehmen, registriere dich bitte für ein Ticket. Der Preis für ein reguläres Ticket für Nicht-Mitglieder beträgt 30 CHF.

Was wir gemacht haben

  • Am ersten Februarwochenende haben wir den Legal-and-Policy-Issues-Devroom mitveranstaltet und waren mit einem digitalen Stand auf der FOSDEM vertreten.
  • Am 5. Februar knüpfte Lucas Lasota, der stellvertretende Rechtsexperte der FSFE, an seinen Vortrag vom letzten Jahr auf der FOSDEM an und erklärte, warum Geräteneutralität für Freie Software wichtig ist.
  • Am 26. Januar hielt das FSFE-Länderteam Niederlande sein monatliches Treffen online ab. Zu den besprochenen Themen gehörten eine Petition zur Veröffentlichung einiger Inhalte der Public Broadcasting Union (NPO) nur auf YouTube, die Woche der digitalen Ethik in Den Haag und aktuelle Gerichtsverfahren.
  • Am 20. Januar fand das monatliche Online-Treffen der FSFE-Frauengruppe statt.
  • Am 11. Januar traf sich das spanische Team der FSFE zu seinem monatlichen Treffen.
  • Am 10. Januar hielt Lucas Lasota eine Online-Vorlesung über Softwarerecht und FLOSS-Lizenzen an der Humboldt-Universität zu Berlin.

An unserem Newsletter mitwirken

Wenn ihr Gedanken, Bilder oder Neuigkeiten mit uns teilen wollt, schickt sie bitte zu uns. Unsere Adresse lautet wie immer newsletter@fsfe.org. Wir freuen uns darauf, von euch zu hören! Wenn ihr außerdem uns und unsere Arbeit unterstützen wollt, tretet unserer Community bei und unterstützt uns mit einer einmaligen oder monatlichen Spende. Unser Dank gilt der Community und den Freiwilligen, Unterstützern und Spendern, die unsere Arbeit möglich machen. Und ein Dank geht an die Übersetzer, die es möglich machen, dass ihr den Newsletter in eurer Muttersprache lesen könnt.

Eure Redakteurin, Fani Partsafyllidou

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Willkommen in der Matrix: Die FSFE betreibt nun eigenen Server

02. Februar 2022 um 00:00

Willkommen in der Matrix: Die FSFE betreibt nun eigenen Server

Die FSFE unterstützt ihre Community mit verschiedenen Freie-Software-Kommunikationskanälen. Heute fügen wir offiziell Matrix dieser Liste hinzu. Nach erfolgreichen Betatests können nun alle Unterstützer und Freiwillige der FSFE ihre eigenen Matrix-Accounts erstellen. Wir werden unsere Instanz auch für den virtuellen Stand der FSFE während der FOSDEM nutzen!

Seit über einem Jahrzehnt bieten wir bei der FSFE einen XMPP-Server (auch bekannt als Jabber) sowie einen traditionellen IRC-Kanal für den schnellen Austausch von Nachrichten für unsere Community an. Heute öffnen wir offiziell die Pforten zu unserem neuen Matrix-Server, der einigen Monate lang erfolgreich getestet wurde und einige Vorteile gegenüber XMPP hat.

Verbinde Dich mit der FSFE-Community auf der FOSDEM - von zu Hause aus!

Föderiert und verschlüsselt

Matrix ist ein vergleichsweise junges Protokoll für Echtzeitkommunikation, das ähnlich wie XMPP Föderation ermöglicht. Föderation bedeutet, dass Nutzerinnen und Nutzer einer Instanz mit jenen anderer Instanzen über das gleiche Protokoll kommunizieren können. Matrix hat einige Funktionen direkt eingebaut, von der automatischen Verschlüsselung über das Versenden von Bildern und die Möglichkeit von Audio- und Videochats bis hin zur Möglichkeit, auf Nachrichten direkt mit Emojis zu reagieren. Bei XMPP sind einige dieser Funktionen auch über Erweiterungen verfügbar, aber nicht alle Server unterstützen alle diese zusätzlichen Funktionen, was bedeutet, dass einige Benutzer nicht von ihnen profitieren können.

Matrix ist natürlich auch nicht perfekt, aber mittlerweile nutzen viele Freie-Software-Organisationen wie KDE und Mozilla sowie eine Reihe von öffentlichen Verwaltungen Matrix, zum Beispiel der französische Staat. Und was am wichtigsten ist: Das Feedback unserer Testnutzer und -teams war sehr positiv. Deshalb laden wir nun unsere Community ein, sich selbst eine Meinung über Matrix zu bilden. Bis auf Weiteres werden wir sowohl Matrix als auch XMPP in Betrieb lassen, damit Einzelne, Gruppen und Teams die Technologien selbst bewerten können.

Wie man an der Matrix teilnimmt

Für alle, die ein FSFE-Konto haben - d.h. alle Unterstützer und registrierten Freiwilligen - ist der Einstieg sehr einfach. Wir stellen eine Wikiseite zur Verfügung, auf der alle notwendigen Informationen gesammelt werden. Aufgrund der Verschlüsselungsfunktionen des Messengers sollte man bei den ersten Schritten aufmerksam sein, aber danach ist alles ziemlich selbsterklärend.

Wer bereits einen Account auf einem anderen Homeserver als dem der FSFE hat, kann diesen natürlich behalten und trotzdem unseren Räumen beitreten. Es gibt einige Vorschläge, die im FSFE-Space (#fsfe:fsfe.org) aufgelistet sind, wie zum Beispiel der Hauptraum für die Community #community:fsfe.org. Es gibt auch ein Angebot der Matrix-Entwickler, mit dem man einen Account von einem Server auf einen anderen migrieren kann, wenn man etwa die schicke fsfe.org-Adresse nutzen möchte.

Eine großartige Möglichkeit, Matrix im großen Stil zu erleben, ist die virtuelle FOSDEM am kommenden Wochenende, bei der die FSFE wieder eine Vortragsreihe und einen Stand anbieten wird. Teilnahme und Besuch sind über verschiedene Matrix-Räume möglich. Besorge Dir also vorher einen Matrix-Account auf unserem Homeserver und sei mit uns auf der FOSDEM dabei!

Wie alle FSFE-Dienste ist auch dieser Teil unserer Freie-Software-Infrastruktur mit öffentlichem Code. Wir bedanken uns bei Michael Weimann, einem unserer System Hacker, der den Dienst pflegt.

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❤ Let's celebrate together the next I Love Free Software Day!

01. Februar 2022 um 00:00

❤ Let's celebrate together the next I Love Free Software Day!

Every 14th of February, people around the world celebrate the “I Love Free Software Day”. On this day we show our love for Free Software and thank all the people contributing to software freedom. This year, we are organising a whole event dedicated to Free Software games.

Although many of us depend on Free Software every day, contributors to those projects usually remain invisible. This is one of the main reasons that drive us to celebrate this day. We want to highlight the valuable work of all the people who contribute to software freedom, and take the time to say thank you!

There are three different ways you can join us for this celebration. Spoiler alert: all of them are a lot of fun!

Let's play together!

For the I Love Free Software Day 2022, we have prepared something special and fun for you: an event dedicated to Free Software games. The event takes place online on 14 February 2022 at 18:00-20:00 CET. For the first part of our event, our three expert guests in Free Software games, game engines, and Game Jams will share their experiences, and will immerse us in the world of Free Software games. After this, we invite you to play Veloren with us.

For technical reasons, we are asking people who want to take part in the whole event via our BigBlueButton instance to register in advance (registration is now closed). The number of participants in this instance is limited. But, do not worry if you do not want to register or if you are too late to do so. The talks will be streamed online, and you will be able to watch them without registration. You just won't be able to join us for the second part of the event in which we will be playing games together.

Show your love with a pic!

You can also celebrate the I Love Free Software Day by sending a thank you message to your favourite Free Software project for their valuable work. You can do this, for example, on your preferred social network with the hashtag #ilovefs. If you prefer images over words, please use our brand new Sharepic Generator to create your very own pictures. It is simple to use and you have a nice graphic to share in two minutes. Let your imagination run free and show your appreciation for Free Software with an #ilovefs image.

Listen to our special I Love Free Software podcast episode!

Have you heard of 0 A.D: Empires Ascendant? Or even better, have you played it?

For our special podcast episode, Bonnie Mehring - FSFE Junior Project Manager - and Stanislas Dolcini - Project Lead of this well-known Free Software game - talk about the development of the game, its history, the kind of support that is needed, and the highlights of developing a Free Software game. You can listen to the whole episode, and share it with your community. We bet you will want to play 0 A.D after listing to this episode.

Join us on this special day in the way that you prefer. Either by learning more about Free Software games from our expert guests, by having fun playing together with our community members, and/or by sharing your love for Free Software. Remember that this is a small gesture that means a lot.

Don't let this day pass without saying thank you!

Happy I Love Free Software Day everyone! ❤

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The FSFE at FOSDEM 2022

27. Januar 2022 um 00:00

The FSFE at FOSDEM 2022

As in 2021, this year's FOSDEM will take place online. But this is neither stopping us from once again co-hosting the Legal and Policy Issues Devroom nor from being present with a digital booth. We are excited and look forward to presenting you an interesting programme throughout the whole weekend.

As every year, the FSFE will be present at FOSDEM, the biggest annual Free Software event in Europe. In this year's edition we will co-host the Legal and Policy Issues Devroom for the second time – unfortunately only digitally again. Nonetheless, we have prepared an exciting schedule for you on Saturday and hope to see you there.

A picture from our booth in 2018. While FOSDEM will be online again this year, we look forward welcoming you at our digital booth.

This year's edition will be kicked off at 13:00 CET by a talk by Masafumi Ohta on "How to teach OSS licenses and compliances at a university". He teaches this subject at the University of Electro-Communications in Japan.

At 13:30 CET, Italo Vignoli, a well-known Free Software advocate and a marketing and public relations consultant, gives a presentation on "Why the pandemic could help FOSS, but was a win for proprietary software".

Christopher Klootz, a security expert, presents a talk on "A globally unified governance framework for Open Source - International arbitration to harmonize the security provisions of sovereign states and Open Source? The Java Virtual Machine, Ceph and abstraction layers" at 14:00 CET.

At 14.30 CET Vittorio Bertola, in charge for innovation and policy activities at Open-Xchange, gives a follow-up on his talk from last year and will present "An update on the Digital Markets Act - The new European rules for online competition".

Lucas Lasota, the FSFE's Legal Deputy Director, also follows up on his talk from last year and explains "Why Device Neutrality is important for Free Software?" at 15:00 CET.

To conclude the Legal and Policy Devroom, its organisers summarise the issues of the day and tackle some topics that have been missing from the agenda at 15:30 CET.

Digital booth

If you want to stay updated and are interested in some of our other activities, you can visit our digital booth or follow us on social media. Also visit the official FOSDEM page during the event for general updates.

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