Mozilla veröffentlicht umfangreiche Firefox-Roadmap für alle Plattformen
Mozilla hat eine offizielle Roadmap-Seite für Firefox veröffentlicht. Auf dieser können Nutzer schauen, an welchen Schwerpunkt-Themen Mozilla als Nächtes für seinen Browser sowohl am Desktop als auch auf Android und iOS arbeitet. Dieser Artikel fasst die aktuellen Pläne zusammen.
Mozilla hat eie neue Roadmap-Seite veröffentlicht, auf der man die wichtigsten Funktionen sieht, an denen Mozilla aktuell arbeitet. Dieses ist in verschiedene Kategorien aufgeteilt und nennt für jedes Feature separat, ob es sich um eine Verbesserung für den Desktop, Android oder iOS handelt.
Es folgt eine Zusammenfassung der Dinge, die kürzlich abgeschlossen worden sind oder an denen Mozilla Stand heute arbeitet.
Produktivität
Unter dem internen Projektnamen „Nova” arbeitet Mozilla an einem neuen Design für den Desktop, Android und iOS. Darüber, wie das neue Design am Desktop aussehen wird, hatte ich weltweit als erstes berichtet.
Ebenfalls exklusiv berichtet hatte ich von einer Teilen-Funktion für Sammlungen von Tabs, Tab-Gruppen und Lesezeichen im Desktop-Firefox.
Das Ändern von Tastaturbefehlen ist bereits möglich, wenn man die entsprechende Firefox-Seite kennt, soll nach weiteren Verbesserungen aber ein offiziell unterstütztes Feature am Desktop und dann auch leichter zugänglich werden.
Tab-Gruppen werden am Desktop bereits seit dem letzten Jahr unterstüzt, seit Firefox 152 auch auf Android und auch eine Unterstützung auf iOS ist geplant.
Ähnlich zum bereits existierenden Bild-im-Bild-Modus für Videos soll es einen solchen Modus am Desktop auch für Dokumente geben.
Für den Desktop, Android und iOS nennt Mozilla Verbesserungen bei der Autovervollständigung sowie für den Desktop eine vielseitigere Such- und Adressleiste.
Das Aufteilen, Zusammenfügen und neu Anordnen von PDF-Dateien am Desktop wird bereits unterstützt, ebenso wie weitere Sprachen für die Übersetzungsfunktion auf iOS.
Datenschutzeinstellungen
Die vom Desktop bereits bekannte Integration eines kostenlosen VPNs wird es in Zukunft auch auf Android und iOS geben.
Tab-Umgebungen sind ein einzigartiges Feature, welches kein anderer Browser besitzt und in Firefox für den Desktop seit vielen Jahren existiert, dort aber erst über eine versteckte Option oder eine Erweiterung aktiviert werden müssen. Mozilla plant Verbesserungen dieser Funktion, um diese dann standardmäßig für alle Nutzer bereitzustellen. Die Mozilla-Erweiterung Firefox Multi-Account Containers wird dadurch abgelöst werden.
Da es für Mozilla nicht möglich ist, Erweiterungen in Firefox für iOS anzubieten, arbeitet Mozilla an einem nativen Werbeblocker für seinen iOS-Browser.
Weiter nennt Mozilla ein neues Design für private Fenster sowie einen Zugangsschlüssel-Support für Firefox Sync am Desktop. Ein neues Design der Einstellungen wurde bereits ausgeliefert.
KI, aber anders
Mit dem sogenannten Intelligenten Fenster am Desktop gibt es einen neuen KI-Modus für Firefox. Dieses wird nach Setzen auf eine Warteliste bereits schrittweise ausgerollt.
Auf iOS soll es die Möglichkeit geben, der KI eine Frage via Sprachaufnahme zu stellen und darauf dann eine schriftliche Antwort zu erhalten.
Schnelligkeit und Leistung
Für den Desktop nennt Mozilla Verbesserungen der Engine, welche das Laden von Websites schneller machen soll. Dies umfasse die Priorisierung von QUIC und IPv6, wo möglich.
Außerdem plant Mozilla für Android sowohl einen Stromsparmodus als auch einen Ressourcen-Monitor, der anzeigt, welche Tabs die meisten Systemressourcen belegen.
Integrierter Schutz
Firefox für den Desktop soll beim Besuch von Websites darauf hinweisen, wenn diese bei einem bekannten Online-Datenleck auftaucht.
Der Fingerprinting-Schutz soll am Desktop und auf Android verbessert werden. Außerdem soll es sowohl am Desktop als auch auf Android ein Widget für den Startbildschirm geben, welches anzeigt, wie viele Tracker blockiert worden sind.
Besseres Web
Hier nennt Mozilla neue Web-APIs wie Wasm-JS-Promise, verzögerte Modulauswertung und WebTransport, neue Medienfunktionen wie HDR auf Windows und Linux und die Unterstützung des Bildformats JPEG XL sowie erweiterte CSS-Funktionen wie attr(), corner-shape, shape() und scrollgesteuerte Animationen. All diese Dinge sind für den Desktop und Android geplant. Auf iOS setzt Firefox, wie alle anderen Browser, auf die Webkit-Engine von Safari und hat damit keinen Einfluss auf unterstützte Web-Features.
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