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Microsoft stellt Skype für Linux nur noch als Snap-Paket bereit

Von: MK
01. Februar 2025 um 05:30

Microsoft hat die Bereitstellung von Skype für Linux umgestellt: Künftig gibt es die Anwendung nur noch im Snap-Format. Nutzer, die den Messenger bisher über .deb- oder .rpm-Pakete installiert haben, müssen umsteigen, denn diese Repositories wurden geschlossen und gelten nun als veraltet. Die Entscheidung folgt einer bereits vor über einem Jahr angekündigten Strategie. Während Microsoft einige […]

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Spielen unter Linux: DXVK 1.9.2 reduziert CPU-Overhead in DirectX-Spielen (Update)

21. September 2021 um 13:27

DXVK steht für „DirectX Vulkan“ und übersetzt Microsofts DirectX 9, 10 und 11 in die Open-Source-Grafik-API Vulkan. Die neueste Version 1.9.2 reduziert den CPU-Overhead für Spiele, die über die Windows-Kompatibilitätsebene Wine ausgeführt werden, jetzt noch einmal weiter. Zudem fließen Fehlerkorrekturen und Optimierungen ein.

Rotstift von Red Hat betrifft Fedora: QA Team wird verkleinert

Von: MK
03. September 2025 um 06:45

Die Linux-Distribution Fedora steht vor Veränderungen im Bereich Qualitätssicherung. Hintergrund ist der Abgang zahlreicher Mitglieder aus dem internen QA-Team von Red Hat. Einige wechselten zu anderen Abteilungen, etwa in Projekte rund um Künstliche Intelligenz. Dadurch steht nun weniger Personal für klassische Qualitätstests bereit. Besonders betroffen ist die ARM-Version von Fedora. Noch im Juli kündigte das […]

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🎃 Halloween Special - Gruseliges Let's Play mit Hauke und Jean 🎃 - Schocktober 2024

29. Oktober 2024 um 18:25

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Haukes Webseite: https://goos-habermann.de/
Haukes Kanal: https://www.youtube.com/@nichtderweisheit

Professioneller Linux Support*: https://www.linuxguides.de/linux-support/
Linux-Arbeitsplatz für KMU & Einzelpersonen*: https://www.linuxguides.de/linux-arbeitsplatz/
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openSUSE Tumbleweed stellt auf SELinux um

Von: MK
15. Februar 2025 um 06:56

Die Entwickler von openSUSE Tumbleweed haben eine bedeutende Änderung angekündigt. Ab Snapshot 20250211 wird SELinux als Standard-Mandatory-Access-Control-System (MAC) für neue Installationen genutzt und somit AppArmor ersetzen. Diese Änderung wurde bereits 2024 angekündigt. Die Einführung von SELinux erfolgt um die Sicherheit zu erhöhen. Mehr Dienste werden standardmäßig eingeschränkt, was potenzielle Sicherheitsrisiken minimiert. Das neue ISO-Image von […]

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Firefox 147 erlaubt Änderung von Tastenkombinationen

19. November 2025 um 21:06

Mozilla hat Firefox 147 um die experimentelle Unterstützung einer Oberfläche zur Änderung von Tastenkombinationen erweitert.

Nutzer einer Nightly-Version von Firefox 147 können ab sofort über die Seite about:keyboard eine Reihe von Tastenkombinationen ändern. Einen direkten Einstiegspunkt über die Firefox-Oberfläche gibt es bislang bewusst nicht. Mozilla weist direkt am Anfang der Seite darauf hin, dass diese Funktion noch experimentell ist und möglicherweise nicht wie erwartet funktioniert. Auch fehlt es noch an einem richtigen Design für die Seite und es werden auch noch nicht alle Tastenkombinationen unterstützt, die Firefox anbietet. Aber für immerhin bereits 67 Funktionen wie zum Beispiel dem Öffnen eines neuen Tabs kann eine andere Tastatur-Belegung konfiguriert werden.

about:keyboard in Firefox 147

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Freie Software ist von jetzt an Standard in Dortmund! – Medienresonanz

31. Mai 2021 um 17:04

Open-Source-Stadt Dortmund

Do-FOSS-Sendet

Do-FOSS sendet

Freie Software ist von jetzt an Standard in Dortmund! Diese politische Zeitenwende hat eine breite Wahrnehmung und ein wohlwollendes mediales Echo erfahren. Besonders auf das Journal der Kommunalen Gemeinschaftsstelle (KGSt), S. 21 und die bundesweite Publikation von ver.di, als Dokumente im Kontext des öffentlichen Dienstes, möchte Do-FOSS für die weitere Freie-Software-Arbeit hinweisen. Im Folgenden findet sich ein vorläufiger Medienspiegel zum Open-Source-first-Ansatz der Stadt Dortmund, wie im Memorandum Digitalisierung 2020 bis 2025 beschlossen. Weitere Informationen gibt es stets aktuell auf dem Mastodon-Account von Do-FOSS.

Passend zur Dortmunder Entwicklung startet das Land NRW in Verantwortung des Beauftragten des Landes für die Informationstechnik des Landes (CIO) eine zentrale Austauschplattform für Open-Source-Software. Dies hatten u.a. die Stadt Dortmund und Do-FOSS gemeinsam mit weiteren Mitgliedern eines Interessensverbandes im Rahmen einer Initiative der Open Source Business Alliance (OSBA) und der Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister (Vitako) letztes Jahr gemeinsam gefordert.

Presseartikel (nach Erscheinungsdatum und alphabetisch sortiert)

22. März

31. März

1. April

2. April

3. April

6. April

8. April

9. April

12. April

21. April

1. Mai

25. Mai

Nachtrag: 4. Juni

CC0
Soweit im gesetzlichen Rahmen möglich verzichtet der Autor auf alle Urheber- und damit verwandten Rechte an diesem Werk.
Es kann beliebig genutzt, kopiert, verändert und veröffentlicht werden.
Für weitere Informationen zur Lizenz, siehe hier.

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Bits & Bäume – Digitalisierung und Nachhaltigkeit durch Freie Lizenzen

26. August 2019 um 19:27

Konferenzbuch erschienen: „Was Bits und Bäume verbindet – Digitalisierung nachhaltig gestalten“

Logo Bits & Bäume

Logo Bits & Bäume (© Bits & Bäume)

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für stabile Tech-Communities? Welche ökologischen Chancen stecken in digitalen Anwendungen etwa für Klima- und Ressourcenschutz? Welche Arten von Digitalisierung stehen diesen Zielen entgegen oder sind gar kontraproduktiv? Wie kann die digitale Gesellschaft demokratisch und gerecht gestaltet und zugleich darauf ausgerichtet sein, auf friedvolle Weise die Grundlagen unseres Lebens auf diesem Planeten zu bewahren?

Mit Fragen wie diesen nahm die Bits & Bäume, die Konferenz für Digitalisierung und Nachhaltigkeit am 17. und 18. November 2018 in Berlin ihren Ausgang. Die Teilnehmer*innen haben unter verschiedensten Aspekten versucht zu beantworten, wie wir als Gesellschaft die Digitalisierung als Schlüsseltechnologie unserer Zeit mit der Menschheitsfrage nach den planetaren Grenzen zusammendenken können.

Auffällig an der Bits & Bäume ist sofort der bunte Trägerkreis der Konferenz:

Anja Höfner vom IÖW hat den durchmischten Trägerkreis folgendermaßen zusammengefasst:

Die Bits & Bäume bringt zusammen, was noch nicht zusammengehört: Techies auf der einen und Akteure aus der Umweltszene auf der anderen Seite – nur so wird eine nachhaltige digitale Zukunft gestaltbar!

Die Konferenz wurde durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt und über die Förderung von Projekten einzelner Trägerkreisorganisationen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) kofinanziert. Medienpartner ist netzpolitik.org, die Plattform für digitale Freiheitsrechte.

Die Vorträge der Bits & Bäume sind als Video- und Audiomitschnitte dokumentiert. Auch Do-FOSS hat einen Beitrag beigesteuert: Freie Software in Kommunen: Vom Sollen zum Wollen (30:08 Min.):



Link zum Video
Vortrag von Do-FOSS auf der Konferenz Bits & Bäume: Freie Software in Kommunen: Vom Sollen zum Wollen.

Noch auf der Konferenz wurden insgesamt 11 Forderungen in den folgenden sieben Kategorien aufgestellt:

  • Sozial-ökologische Zielsetzung bei der Gestaltung der Digitalisierung
  • Demokratie
  • Datenschutz und Kontrolle von Monopolen
  • Bildung
  • Entwicklungs- und handelspolitische Aspekte
  • IT-Sicherheit
  • Langlebigkeit von Software und Hardware

Diese Forderungen können seither unterstützt werden.

Nun ist Anfang Juli das Konferenzbuch der Bits & Bäume beim oekom-Verlag erschienen: Was Bits und Bäume verbindet – Digitalisierung nachhaltig gestalten. Das Buch steht unter der Creative Commons 3.0 (CC BY-NC-SA 3.0 DE) Lizenz. Es darf also unter Nennung der Originalquelle vervielfältigt und nicht kommerziell weiterverbreitet werden. Der freie Zugang zum Buch fördert damit die weitergehende Diskussion.

Seitens der Konferenzteilnehmer*innen wird Freie Software als zentraler Baustein für eine nachhaltige Digitalisierung beschrieben. Diese Überlegungen spiegeln sich in der Arbeit von Do-FOSS wider. U.a. hat Do-FOSS im Rahmen des städtischen Agenda-Siegels 2016 Freie Software als Teil der globalen Nachhaltigkeitsziele 2030 identifiziert. Auch in der Publikation des Umweltbundesamtes mit dem Titel Nachhaltige Software werden zahlreiche positive Auswirkungen auf soziale und wirtschaftliche Organisationsformen durch Freie Software beschrieben. Dazu gehören Zusammenhänge mit dem Energieverbrauch von Software (Green Software Engineering), den Hardwareanforderungen, der Wiederverwendbarkeit von Software (und damit der Einsparung von Entwicklungsressourcen), dem gesellschaftlich zugänglichen Wissen (in Form von Gemeingütern) und Modularität (Anpassbarkeit von Softwarelösungen). Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen kann Freie Software auch als Beitrag zu den Green-IT-Bestrebungen der Stadt Dortmund verstanden werden.

Der Mehrwert dieser Erkenntnisse ist für die Stadt Dortmund erheblich. Denn sie zeigen auf, dass Digitalisierung innerhalb einer Behörde für eine enkeltaugliche Welt anders gedacht werden kann. Auf Grundlage dieser Überlegungen können beispielsweise das Dortmunder Systemhauses (dosys.) als stadteigener IT-Dienstleister und das Umweltamt Kooperationsstrukturen neu ausprägen, um Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammenzuführen. Dies ist besonders vor dem Hintergrund relevant, da der Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund auch Nachhaltigkeitsaspekte in der Potenzialanalyse zu Freier Software untersuchen lassen möchte. Um diese Potenziale für eine Diskussion anschaulich zu machen, vergleicht Do-FOSS bereits seit längerem Freies Saatgut mit Freier Software. Vandana Shiva erklärt die Parallelen zwischen Freier Software und Freiem Saatgut folgendermaßen in dem kurzen Video Seeds of open source (1:38 Min.):



Link zum Video
Der Beitrag wurde von Red Hat Videos erstellt. Link zu YouTube!

Einen ähnlichen Ansatz hat auch Do-FOSS in einem Beitrag für das Konferenzbuch der Bits & Bäume beschrieben (S. 79-81) und gibt diesen im Folgenden im Wortlaut wieder.

Saatgut wie Software – Eine Frage der Lizenz

Was geht mich das an?
SAATGUT WIE SOFTWARE
Eine Frage der Lizenz


Dachorganisationen zu Freier Software und Open Source Saatgut
Was Bits und Bäume verbindet – Digitalisierung nachhaltig gestalten, S. 79, Creative Commons 3.0 (CC BY-NC-SA 3.0 DE) Lizenz

Saatgut und Software könnten kaum verschiedener sein. Saatgut ist analog, Software ist digital. Saatgut begleitet die Menschheitsgeschichte bereits sehr lange, Software ist, geschichtlich gesehen, noch jung. Saatgut kommt aus der Natur, Software entstammt der menschlichen Kultur. Was also haben Saatgut und Software gemeinsam? Der jeweilige Gebrauch kann an Nutzungsbedingungen geknüpft sein, welche der Hersteller vorgibt. So kann zum Beispiel das Recht eingeschränkt werden, Software oder selbst geerntetes Saatgut weiterzugeben. Sind Saatgut oder Software auf solche Weise eingeschränkt, werden sie ‹unfrei› oder ‹proprietär› [1] genannt. Zudem wird unfreies Saatgut biologisch und unfreie Software technisch in der Regel auf eine Weise am Markt bereitgestellt, die eine Nachzüchtung von Saatgut oder eine Weiterentwicklung von Software unterbindet. Bei Freiem Saatgut und Freier Software [2] hingegen werden Nutzung und Weitergabe nicht eingeschränkt. Aus gesellschaftlicher Sicht können Saatgut und Software also entweder als Privateigentum oder als Gemeingut [3] bewirtschaftet werden. Wir wollen im Folgenden aufzeigen, dass mit dem freien oder proprietären Ansatz jeweils Vor- und Nachteile verbunden sind. Die folgende Betrachtung von Nutzungsrechten und Gemeingütern stellt gesellschaftliche Prinzipien heraus, die sich auf andere Themenfelder übertragen lassen. Saatgut und Software dienen dabei als Beispiele für unsere Betrachtungen.

FREIE LIZENZEN: SCHUTZ FÜR GEMEINGUT

Welche Rechte Hersteller von Saatgut oder Software einräumen und welche Pflichten sie einfordern, wird durch Lizenzen geregelt. Um rechtliche Abhängigkeiten der Landwirtschaft von Saatgutproduzenten zu verhindern, hat die Initiative OpenSourceSeeds [4] die Freie Open-Source-Saatgut-Lizenz [5] mit den folgenden drei Regeln entwickelt:

REGEL 1: Jede*r darf das Saatgut frei nutzen, es vermehren, weiterentwickeln, züchterisch bearbeiten und es im Rahmen bestehender Gesetze weitergeben.

REGEL 2: Niemand darf das Saatgut und seine Weiter­­entwicklungen mit geistigen Eigentumsrechten wie Patenten belegen.

REGEL 3: Jede*r Empfänger*in überträgt zukünftigen Nutzer*innen des Saatguts und seinen Weiterentwicklungen die gleichen Rechte und Pflichten.

Vorbild bei der Entwicklung dieser Lizenz waren die Freien Softwarelizenzen. [6] Die Free Software Foundation Europe formuliert deren Prinzipien wie folgt:

FREIHEIT 1: Ein Programm für jeden Zweck auszuführen.

FREIHEIT 2: Die Funktionsweise eines Programms zu untersuchen und es an seine Bedürfnisse anzupassen.

FREIHEIT 3: Kopien weiterzugeben und damit seinen Mitmenschen zu helfen.

FREIHEIT 4: Ein Programm zu verbessern und die Verbesserungen an die Öffentlichkeit weiterzugeben, sodass die gesamte Gesellschaft profitiert.


Gegenüberstellung der Freiheiten von Freier Software und Open Source Saatgut
Was Bits und Bäume verbindet – Digitalisierung nachhaltig gestalten, S. 80, Creative Commons 3.0 (CC BY-NC-SA 3.0 DE) Lizenz

Diese Prinzipien werden durch konkrete Freie-Software-Lizenzen wie z. B. die GNU General Public License [7] ausgestaltet.

SAATGUT WIE SOFTWARE
UNGLEICH UND GLEICH ZU GLEICH

Proprietäre Lizenzen haben auf dem Software- und dem Saatgutmarkt sehr ähnliche Auswirkungen. So sieht man in beiden Märkten eine starke Monopolisierung. Im Softwarebereich entfallen bei Desktop-Computern über 80 Prozent der installierten Betriebssysteme auf Microsoft Windows. [8] Im Saatgutbereich beherrschen seit der Fusion von Bayer und Monsanto im Jahr 2018 nur noch drei Konzerne 60 Prozent des weltweiten Saatgutmarktes. [9] Das Ergebnis dieses Trends zur Machtkonzentration ist erschreckend: 75 Prozent der zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch verfügbaren Sortenvielfalt sind heute verloren. [10] Beiden Märkten ist wiederum gemein, dass häufig die Monopole dadurch aufrechterhalten werden, dass Kund*innen der Wechsel zu Alternativen erschwert wird. Im Softwarebereich führt das dazu, dass die Auswahl von Softwareprodukten sich nicht mehr nur an Sachgründen wie zum Beispiel einem starken Datenschutz orientiert. Somit ist die digitale Souveränität eingeschränkt.

Ob auf dem Acker oder am Bildschirm, das grundsätzlich Fatale an proprietären ­Strukturen ist, dass sie

  • sozial abhängig machen, denn sie führen zu Machtkonzentrationen bei wenigen,
  • arm an Vielfalt sind, denn es herrscht eine starke Tendenz zur Monokultur, und …
  • kulturvernichtend wirken, denn lokales Wissen kann sich nur schwer erhalten oder weiterentwickeln

Saatgut und Software sollten als Gemeingut behandelt, anstatt privat eingehegt werden. Freie Lizenzen sind eine Voraussetzung dafür, dass Menschen sich mit ihrer Umwelt auseinandersetzen können. Sie ermöglichen es ihnen, Saatgut und Software nach ihren Bedürfnissen zu verwenden, zu verstehen, zu verbreiten und zu verbessern. Diese vier Freiheiten für Gemeingüter sind zentral für eine mündige Gesellschaft.

Umweltamt nutzt Freie Lizenz, um Saatgut als Gemeingut zu schützen

Das Umweltamt engagiert sich gemeinsam mit OpenSourceSeeds auf Basis der Open-Source-Saatgut-Lizenz dafür, Saatgut zu einer Freien Ressource zu erheben und so als Gemeingut zu schützen. Damit gibt es eine Alternative zu Monopolen und Konzernmacht. Anschaulich wird diese Alternative in dem Video Vielfältiges Saatgut, braucht vielfältige Menschen (1:43 Min.) von OpenSourceSeeds erläutert:



Link zum Video
Das Infovideo wurde von OpenSourceSeeds veröffentlicht. Link zu OpenSourceSeeds.

Dass Freie Lizenzen ökologisch sinnvoll sind, beschreibt auch der Beitrag Eine Tomate, frei für alle – Mit der Open-Source-Tomate gegen den Klimawandel von heute.de vom 19.07.2019:

Eine Tomate, frei für alle – Mit der Open-Source-Tomate gegen den Klimawandel
Mit Saatgut werden weltweit harte Geschäfte gemacht – das hat soziale Folgen und wirkt negativ aufs Klima. Dem stemmt sich die Stadt Dortmund mit einer speziellen Idee entgegen.

Das Umweltamt arbeitet mit einer Freien Lizenz und wirkt so gemeinwohlorientiert für die Menschen. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt das dosys. mit der kommunalen Potenzialanalyse zum Einsatz von Freier Software.

Freie Lizenzen für die Kreislaufwirtschaft der Stadt Dortmund

Zur Ausgestaltung der Anwendungsmöglichkeiten von Freien Lizenzen für eine nachhaltige und digitale Zukunft könnten die Erfahrungen aus den Bereichen des Umweltamtes und des dosys. in einem Gesamtzusammenhang beschrieben werden, ähnlich zu Modellen von planetaren Grenzen wie z.B. der Visualisierung des Donut-Modells von Kate Raworth.


Das Donut-Modell
Das Donut-Modell von Kate Raworth mit visualiertem Stand der Grenzen, Wikipedia, Creative Commons 4.0 (CC BY-SA 4.0) Lizenz

Das Donut-Modell zeigt im gesellschaftlichen Fundament den Mangel an sozialen und gesellschaftlichen Grundlagen sowie die planetaren Grenzen in der ökologischen Decke. Daran angelehnt könnte eine gemeinsame Grundlage für das Umweltamt und das dosys. die folgende Architektur einer digital-emanzipatorischen Kreislaufwirtschaft sein, die von den Grundgedanken eines wechselseitigen Miteinanders und Freien Lizenzen getragen ist:


Kreislaufmodell
Was Bits und Bäume verbindet – Digitalisierung nachhaltig gestalten, S. 117, Creative Commons 3.0 (CC BY-NC-SA 3.0 DE) Lizenz

Die Autor*innen erläutern ihre Grafik im Konferenzbuch (S. 117) der Bits & Bäume wie folgt:

Die in die Abbildung eingebetteten acht Elemente stellen exemplarisch Anknüpfungspunkte dar, mit denen Wertschöpfung in einer auf Teilhabe und Lebensqualität ausgerichteten Circular Economy [Kreislaufwirtschaft – Anm. d. Verf.] realisiert werden kann.

Freie Lizenzen gewährleisten Zugang und Transparenz. Zusammen mit Commons schaffen sie Gemeinschaft und Solidarität. Dabei begünstigen Freie Lizenzen auf zentrale Weise, innerhalb der planetaren Grenzen zu leben. Auf kommunaler Ebene geht die Stadt Dortmund mit dem Umweltamt und dem dosys. bereits voran. Do-FOSS freut es, Ausprägungen von Commons-Public-Partnerships für Saatgut und Software bei der Stadt Dortmund zu erkennen. Solche Partnerschaften müssten von der Verwaltung weiterentwickelt und vermehrt verfolgt werden, um den Menschen strukturelle Lösungen für die Verfügungsrechte über ihre Mitwelt anbieten zu können. Die Auszeichnung der GEMEINGÜTER-Initiative mit dem Agenda-Siegel 2018 durch die Stadt Dortmund bestärkt Bestrebungen diesen Weg weiterzugehen, den auch Do-FOSS gerne weiter mitbegleitet.

Dokumente zum Herunterladen

Das Konferenzbuch Was Bits und Bäume verbindet – Digitalisierung nachhaltig gestalten kann hier, sowie der Beitrag von Do-FOSS zum Buch Saatgut wie Software – Eine Frage der Lizenz kann hier heruntergeladen werden. Außerdem können die Videos Do-FOSS – Freie Software in Kommunen: Vom Sollen zum Wollen hier, Vandana Shiva – Seeds of open source hier und OpenSourceSeeds – Vielfältiges Saatgut, braucht vielfälitge Menschen hier heruntergeladen werden.
Von Do-FOSS gesammelte Unterlagen zur Bits & Bäume können hier eingesehen werden. Weitere Informationen zum Thema „Open-Source-Saatware“ wurden von Do-FOSS hier zusammengestellt.

CC0
Soweit im gesetzlichen Rahmen möglich verzichtet der Autor auf alle Urheber- und damit verwandten Rechte an diesem Werk.
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Strategie für die Zukunft: Open Source in der Verwaltung

29. Januar 2025 um 16:03

Mit seiner neuen „Open Innovation und Open Source Strategie“ setzt Schleswig-Holstein ein klares Zeichen für digitale Souveränität, Transparenz und Innovation. Die Strategie baut auf den Erfolgen früherer Initiativen auf und unterstreicht die Bedeutung von Open Source Software für die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung. Während einzelne Länder wie Schleswig-Holstein mit ihren Vorhaben für Open Source voran gehen, fehlt auf Bundesebene noch eine Open-Source-Strategie.

Quelle

E-Mails mit Python lesen: imaplib

29. Juni 2026 um 09:51

Für die Neuauflage meines Scripting-Buchs habe ich mich zuletzt mit dem Senden und Empfangen von E-Mails per SMTP und IMAP beschäftigt. Dieser Blog-Beitrag stellt das Standardmodul imaplib vor. Damit können Sie per IMAP Postfächer abrufen und verwalten. Die Anwendung ist ein wenig umständlich, aber dafür können Sie wirklich praktisch alles machen, was das Protokoll IMAP vorsieht.

Kurz erklärt: IMAP und Authentifizierung

IMAP (Internet Message Access Protocol) ist das Standardprotokoll zum Abrufen und Verwalten von E-Mails auf einem Mailserver. Die Verbindung erfolgt normalerweise über Port 993 mit SSL/TLS. Im Unterschied zu POP3 verbleiben die Nachrichten auf dem Server und lassen sich in Ordnern organisieren – IMAP eignet sich daher besonders gut für die automatisierte Verarbeitung.

Klassische Unix/Linux-Mailserver erlauben die Anmeldung mit Benutzername und Passwort. Bei Google-Konten ist das anders: Gmail erfordert entweder App-Passwörter (16-stellige Codes, die Sie nach Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung unter myaccount.google.com/apppasswords erstellen) oder OAuth2. App-Passwörter sind dabei die einfachere Variante für Scripts.

Passwörter sollten nie direkt im Scriptcode stehen. Die Beispiele hier lesen die Zugangsdaten aus Umgebungsvariablen, die wiederum aus einer Datei credentials.env geladen werden:

# credentials.env  (chmod 600; in .gitignore aufnehmen!)
IMAP_HOST=mail.example.com
IMAP_USER=username
IMAP_PASS=topSecret

In Python laden Sie die Datei am einfachsten mit python-dotenv:

from dotenv import load_dotenv
load_dotenv("credentials.env")

Das Modul installieren Sie mit pip install python-dotenv oder – wenn Sie uv verwenden – mit uv add python-dotenv.

imaplib: Verbinden, suchen und herunterladen

imaplib ist seit Python 2 Bestandteil der Standardbibliothek und deckt den vollständigen IMAP-Befehlssatz ab. Das folgende Beispiel-Script stellt die Verbindung zur Inbox her, lädt die zehn neuesten E-Mails herunter und zeigt die wichtigsten Metadaten tabellarisch an – mit * als Indikator für noch ungelesene Nachrichten:

* 13-05 17:53  papa.xxx@xxx...     AW: Halbjahresabrechnungen
  12-05 20:48  kundenxxx@xxx...    Terminanfrage Sendungszustel...
  12-05 04:02  info@weltxxx...     Japan, Korsika oder Sansibar ...
  11-05 20:51  noreply@xxx...      OpenAI Dev News: Realtime 2.0...
  05-05 18:58  cron@webxxx         Invitation updated: iprot dev 
  04-05 08:28  externexxx@fhxxx... Vertrag bereit zur Abbrechnung

imaplib.IMAP4_SSL stellt die Verbindung zum IMAP-Server auf Port 993 her. select öffnet einen Ordner, search liefert eine Liste von Nachrichten-IDs als leerzeichen-getrennte Byte-Zeichenkette, fetch lädt die Rohdaten einer einzelnen oder mehrerer Nachrichten.

Der Parameter readonly=True bei select stellt sicher, dass das Abrufen der Nachrichten keine Nebeneffekte hat – insbesondere werden keine Nachrichten als gelesen markiert. Das ist wichtig, weil IMAP-Server den Status einer Nachricht bereits beim Öffnen verändern können.

search(None, "ALL") liefert eine aufsteigend sortierte Liste aller Nachrichten-IDs im Postfach. Mit split()[-10:] extrahieren Sie die zehn neuesten. Diese IDs werden, getrennt durch Kommas, zu einem einzigen fetch-Aufruf zusammengefasst. Als Fetch-Attribute übergeben Sie FLAGS für den Lesestatus sowie BODY.PEEK[HEADER.FIELDS (...)], um nur die benötigten Header-Felder abzurufen. PEEK verhindert dabei, dass der Server die Nachrichten automatisch als gelesen kennzeichnet.

Jede Zeile der Server-Antwort ist ein Tupel aus Metadaten und rohen Header-Bytes. ParseFlags wertet die Metadaten aus und gibt die IMAP-Flags als Tupel zurück. Wenn \Seen fehlt, gilt die Nachricht als ungelesen. message_from_bytes wandelt die Header-Bytes in ein auswertbares Objekt um.

parsedate_to_datetime macht aus einem RFC-2822-Datum ein datetime-Objekt, das dann mit strftime nach eigenen Vorstellungen formatiert werden kann. parseaddr zerlegt das From-Feld in ein (Name, Adresse)-Tupel. MIME-kodierte Header-Zeichenketten wie =?utf-8?q?...?= entschlüsselt decode_header aus dem Modul email.header.

Die Ergebnisse werden zunächst in einer Liste gesammelt, da die Reihenfolge der Server-Antwort nicht zwingend der Reihenfolge der angefragten IDs entspricht. reversed dreht die Liste beim Ausgeben um, sodass die neueste Nachricht zuerst erscheint.

# Beispieldatei fetch-imap.py
import os, email, imaplib
from email.header import decode_header, make_header
from email.utils import parsedate_to_datetime, parseaddr
from dotenv import load_dotenv

# IMAP-Konfigurationsparameter lesen
load_dotenv("credentials.env")
HOST = os.environ["IMAP_HOST"]
USER = os.environ["IMAP_USER"]
PASS = os.environ["IMAP_PASS"]

# RFC-2047-Header (=?utf-8?q?...?=) dekodieren
def decode_mime(value: str | None) -> str:
    return str(make_header(decode_header(value or "")))

# Zeichenkette auf max_len verkürzen
def truncate(text: str, n: int) -> str:
    return text if len(text) <= n else text[: n - 3] + "..."

# Verbindung zum IMAP-Server
with imaplib.IMAP4_SSL(HOST) as imap:
    imap.login(USER, PASS)
    imap.select("INBOX", readonly=True)  # nichts ändern!

    # IDs aller Nachrichten ermitteln -> Byte-String für fetch()
    _, data = imap.search(None, "ALL")
    id_set = b",".join(data[0].split()[-10:])  # max. 10

    # IDs der ungelesenen Nachrichten
    _, unseen_data = imap.search(None, "UNSEEN")
    unseen = set(unseen_data[0].split())

    # relevante Spalten abfragen (IMAP-Syntax); PEEK, damit
    # das Seen-Flag nicht gesetzt wird
    fields = "(FLAGS BODY.PEEK[HEADER.FIELDS (DATE FROM SUBJECT)])"
    _, rows = imap.fetch(id_set, fields)

    # Daten/Spalten dekodieren und formatieren
    messages = []
    for row in rows:
        if not isinstance(row, tuple):
            continue
        meta, raw_headers = row
        # Sequence-Nummer am Beginn der Metadaten (b'4 (FLAGS ...')
        seq     = meta.split()[0]
        is_new  = seq in unseen
        msg     = email.message_from_bytes(raw_headers)
        dt      = parsedate_to_datetime(msg["Date"])
        date    = dt.strftime("%d-%m %H:%M")
        addr    = parseaddr(decode_mime(msg.get("From", "")))[1]
        sender  = truncate(addr, 20)
        raw_sub = decode_mime(msg.get("Subject", "(no subject)"))
        subject = truncate(raw_sub, 40)
        messages.append((is_new, date, sender, subject))

    # in umgekehrter Reihenfolge ausgeben, die neueste Mail zuerst
    for is_new, date, sender, subject in reversed(messages):
        flag = "*" if is_new else " "
        print(f"{flag} {date}  {sender:<20}  {subject}")

Was imaplib sonst noch kann

Das obige Beispiel kratzt nur an der Oberfläche. imaplib deckt den vollständigen IMAP-Befehlssatz ab:

  • Vollständige Nachrichten laden: Mit fetch können Sie nicht nur Header, sondern auch den kompletten Nachrichtentext inklusive Anhänge abrufen.
  • Filtern: search akzeptiert IMAP-Suchkriterien wie FROM, SUBJECT, SINCE oder UNSEEN, um gezielt nach bestimmten Nachrichten zu suchen.
  • Flags setzen: store setzt oder entfernt Flags wie \Seen, \Flagged oder \Deleted.
  • Löschen: expunge löscht die als \Deleted markierten Nachrichten endgültig.
  • Ordner verwalten: copy verschiebt Nachrichten zwischen Ordnern, list gibt alle verfügbaren Mailboxen zurück, create und delete legen neue Ordner an oder entfernen sie.

Kurz gesagt: Von der einfachen Posteingangsübersicht bis zur vollautomatisierten Mailbox-Verwaltung ist alles drin.

Alternativen zu imaplib

Wer die etwas sperrige API von imaplib als mühsam empfindet, kann auf IMAPClient ausweichen. Die Bibliothek ist ein High-Level-Wrapper um imaplib, der insbesondere den Umgang mit Nachrichten-IDs, Flags und Ordnern deutlich angenehmer macht. Das folgende Mini-Beispiel zeigt die Verbindung und das Abrufen der Betreffzeilen aller ungelesenen Nachrichten:

from imapclient import IMAPClient

with IMAPClient(HOST) as client:
    client.login(USER, PASS)
    client.select_folder("INBOX", readonly=True)
    messages = client.search("UNSEEN")
    for uid, data in client.fetch(messages, "ENVELOPE").items():
        print(data[b"ENVELOPE"].subject.decode())

IMAPClient installieren Sie mit pip install imapclient bzw. uv add imapclient.

Wer IMAP in einem asyncio-Kontext benötigt, greift zu aioimaplib – einer vollständig async-fähigen Bibliothek, da imaplib synchron blockiert. Und imbox ist eine sehr einsteigerfreundliche Abstraktion, die E-Mails als Python-Objekte mit direkt zugänglichen Attributen wie .subject oder .attachments liefert. Der Nachteil: weniger Kontrolle bei komplexen Operationen.

Quellen und Links

GNOME 48.9 bringt Korrekturen für das ältere Desktop‑Release

Von: MK
12. Februar 2026 um 16:00

GNOME hat die Version 48.9 veröffentlicht und liefert damit eine Wartungsversion für Nutzer der älteren Desktopreihe. Das Update konzentriert sich auf Stabilität und beseitigt mehrere lästige Fehler. Besonders Nautilus profitiert von der neuen Version. Der Dateimanager stürzt bei MTP Geräten nicht mehr ab und zeigt Vorschaubilder wieder zuverlässiger. Auch das Verhalten der Seitenleiste wirkt nun […]

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