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Ältere BeiträgeDem hoergen - Blog

Happy Birthday hyperblog zum 18.

25. November 2022 um 12:18
Von: hoergen

Das Blog hier wird nun 18 Jahre alt. Es hat einige Umzüge über verschiedene Server und etliche Updates hinter sich. Ich freue mich, dass es nun wirklich schon so lange am Start ist und auch so vielen Menschen mit Tipps zu Software, IT Infrastruktur geholfen hat.

Auch eine Menge mehr Informationen zu allgemeineren Themen, oder auch meine persönliche Meinung hier und da zu allen Zusätzlich sind noch eine Menge mehr Informationen zu allen möglichen Themen, die ich persönlich wichtig finde ein paar Artikel zu lesen. Besonders hat mich hier immer wieder geschriebene oder gesprochene Sprache interessiert, ohne dass ich ein Fachmann bin.

Manchmal sind es einfach nur Artikel zum Thema gesunder Menschenverstand, der mir leider viel zu oft im öffentlichen Diskurs zu kurz kommt. Auch wurden hier einige Ankündigungen und Berichte über den Verlauf meiner diverser Projekte in den Bereichen Programmierung, Serveradministration oder zuletzt die riesig schöne Welt der Musikproduktion für die ich dann ein eigenes Blog “Klangwerk” erstellt habe, geschrieben.

Ich habe vor das Blog noch sehr sehr lange weiter zu führen. Alles Gute zum 18. Geburtstag hyperblog. Du bist jetzt volljährig.

 

 

Real-time Noise Suppression Plugin - RNNoise

11. November 2022 um 15:57
Von: hoergen

Für meine Video Tutorials nutze ich ein Mikrofon. Damit der Sound hier auch gut ist, nutze ich zusätzlich diverse Tools bzw Plugins. Das erste Plugin, das zum Einsatz kommt ist immer ein Denoising Plugin. Das versucht das Umgebungsrauschen raus zu filtern und nur die relevanten Geräusche wie Stimme oder Ähnliches aufzunehmen.

 

In OBS-Studio gibt es zwei verschiedene Plugins dieser Art. Leider kann ich diese aufgrund des Aufnahmeaufbaus nicht benutzen, da Mikrofon und weiterer Sound (Musikproduktion) von einem Rechner zusammengemischt auf einen anderen Rechner geschickt werden, auf dem OBS Studio läuft.

 

Bisher hatte ich mit Easy Effects eine Effekt Kette “RNNoise - Gate - Compressor - Limiter” am Start. Allerdings fiel mir dann auf, dass das RNNoise oder/und das Gate nicht wirklich gut funktionierten. Ich hatte ein leises und leider doch zu sehr hörbares Dauerrauschen.

 

Ich bin dann auf das Tool Real-time Noise Suppression Plugin gestoßen, dass es für Linux, Windows und Mac als VST2, VST3, LV2, LADSPA, AU, AUv3 gibt. Bei der Probe in der DAW gefiel mir das Plugin sofort.

 

Der Autor beschreibt auch gleich noch, wie man das LADSPA Plugin in Pipewire einbindet und somit ein eigenes Noise Suppression Modul erhält. Perfekter geht es nicht, denn das Plugin fungiert sogar noch ein wenig wie ein Gate. Perfekt eingerichtet leite ich per qpwgraph Pipewire Patchbay den Input auf das Noise Suppression Modul, von dort auf Easy Effects, in dem ich nur noch einen Kompressor und einen Limiter habe. Das Rauschen ist jetzt glücklicherweise komplett weg.

 

Hier geht es zum Repository von Real-time Noise Suppression Plugin VST2, VST3, LV2, LADSPA, AU, AUv3  und unter Releases (rechte Seite) gibt es den Download.

 

 

Klima - künstlicher Photosynthese und Wirtschaft auf Pflanzen umstellen - Hörempfehlung

09. November 2022 um 18:08
Von: hoergen

Mit künstlicher Photosynthese das Klima retten - Mikrobiologe Tobias Erb

Pflanzen filtern CO2 aus der Atmosphäre. Um den Klimawandel zu stoppen, arbeiten sie aber viel zu langsam. Deshalb versuchen Forschende, eine neue Art der Photosynthese zu entwickeln, eine Art Turbo-CO2-Filter. Ein Vortrag des Mikrobiologen Tobias Erb.

Die Natur ist einfach zu langsam. Es ist zwar beeindruckend, wie viel Kohlenstoff Pflanzen aus der Atmosphäre ziehen, aber für unsere menschengemachten Probleme reicht es trotzdem nicht. Dazu müsste Photosynthese viel schneller und effizienter sein.

Hier geht es zum Podcast

 

 

Wie wir unsere Wirtschaft auf Pflanzen umstellen - Biologe Andreas Weber

Wir Menschen haben so viel CO2 in die Erdatmosphäre ausgestoßen, dass das Klima sich ändert, mit katastrophalen Folgen.

Die Emissionen so schnell wie möglich zu stoppen genügt nicht. Wir müssen CO2 wieder aus der Atmosphäre rausholen - mit Pflanzen. Ein Vortrag des Biologen Andreas Weber.

Hier geht’s zum Podcast

 

 

 

Digitalisierung, Homeoffice und Algorithmen - Hörempfehlung

08. November 2022 um 18:08
Von: hoergen

Drei bemerkenswerte, interessante und sehr hörenswerte Podcasts zum Thema Digitalisierung, Homeoffice und Algorithmen für alle, die ein wenig über den Touchscreen oder den simplen Klick (keine Ahnung, was sich dahinter verbirgt) hinaus denken. Nur weil man keine Gefahr sieht, heißt es nicht, dass sie schon längst da ist.

 

“Das Problem, das die Digitalisierung löst? Komplexität” - Soziologe Armin Nassehi
20. Oktober 2022

Es gibt kaum noch einen Bereich unseres Lebens, der nicht von digitalen Techniken geprägt ist. Warum eigentlich? Welches sind eigentlich die Probleme, die die Digitalisierung löst? Ein Vortrag des Soziologen Armin Nassehi.

Man müsse Menschen auf der Straße nur fragen, was sie von ihren Smartphones halten, sagt der Soziologe Armin Nassehi. Dann bekomme man erstaunliche Antworten. Viele sagen, dass sie ihr Smartphone hassen - und gucken dabei gleichzeitig auf ihre Geräte. Wie kann das sein? Warum nutzen wir eine Technik, wenn wir sie nicht mögen?

Hier geht es zum Podcast

 

Homeoffice und Privatheit - Im Hamsterrad der Kontrollgesellschaft
10. März 2022

Vor zwei Jahren, im März 2020, gab es in Deutschland den ersten Lockdown. Arbeiten im Homeoffice ist seitdem für viele Menschen alltäglich geworden. Unser Verständnis von Arbeit, Privatsphäre und digitaler Kontrolle hat sich dadurch grundlegend verändert. Ein Vortrag des Soziologen Carsten Ochs.

So kannten wir es vor der Pandemie: arbeiten, das tun wir im Büro, im Café, auf der Baustelle – jedenfalls nicht in unserem Wohnzimmer oder gar im Schlafzimmer. Die räumliche Trennung von Arbeit und Privatleben war für die meisten selbstverständlich. Mit dem Lockdown vor zwei Jahren hat sich das schlagartig verändert.

Hier geht es zum Podcast

 

 

Schutz der Gleichheit - Weshalb wir Algorithmen regulieren sollten

Recht und Gesetz stellen den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt. Doch digitale Informationsverarbeitung und der Einsatz von Algorithmen machen es für Individuen schwer, ihre persönlichen Rechte zu wahren. Deshalb brauchen wir Regulierung. Ein Vortrag der Juristin Indra Spiecker genannt Döhmann.

Lange Zeit wurde die Digitalisierung unreguliert laufen gelassen und behauptet, es sei eine Technik ohne Nebenwirkungen. Die Rechtswissenschaftlerin Indra Spiecker genannt Döhmann hält das für falsch.

Hier geht es zum Podcast

 

 

 

Vortrag Videoproduktion mit FLOSS beim SFD

17. September 2022 um 10:08
Von: hoergen

Ein Audio Live Mittschnitt vom 17.09.2022 zur Veranstaltung des Software Freedom Day 2022 #SFD bei IN-Berlin

 

Der Vortrag beleuchtet den gesamten Prozess von der Idee bis zur Präsentation und ein wenig darüber hinaus. Es wird schwerpunktmäßig über Ideen und Konzepte gesprochen. Die entsprechende FLOSS Software wird genannt, aber es ist kein Software Workshop (Wie funktioniert eigentlich …?). Trotz der der einen Stunde konnte selbst der gesamte Vorgang nur als grober Überblick mit vereinzelten Themenschwerpunkten betrachtet werden, so dass manche Dinge einfach nur benannt oder aufgelistet (im Vortrag oder hier im Blog) sind, so dass für Interessierte der Anfang leichter ist.

Der Vortrag wurde audiomäßig live mit OBS Studio aufgenommen und später mit KDEnlive als Videopräsentation erstellt.

Sollte zu den einzelnen Softwaren vermehrt Anfragen eintreffen, besteht die Möglichkeit dass ich noch zusätzlich einzelne Tutorials produziere.

Vielen Dank an die OrganisatorInnen der Veranstaltung und die Einladung zu diesem wichtigen Tag. Und auch einen herzlichen Dank an die weiteren Vortragenden für ihre Präsentationen und interessanten Einblicke und Perspektiven in die jeweiligen Themen.

Die Präsentation ist übrigens auch sehr gut in 360p konsumierbar (Thema - Streaming, CO2 & Umweltschutz) ;)

 

 

 

 

Linkliste der angesprochenen Software

  1. Aufnahme - Video

    1. OBS Studio https://obsproject.com/
  2. Audio

    1. Audacity https://www.audacityteam.org/
    2. Tenacity https://tenacityaudio.org/
    3. Easy Effects https://github.com/wwmm/easyeffects
    4. ffmpeg https://ffmpeg.org/ (als Paket in jeder Linux Distribution)
  3. Grafik

    1. Gimp https://www.gimp.org
    2. Krita https://krita.org
    3. Inkscape https://inkscape.org
  4. Videobearbeitung

    1. KDEnlive https://kdenlive.org/de/
    2. Shotcut https://www.shotcut.org/
    3. Oliveeditor https://www.olivevideoeditor.org/
    4. LossLessCut https://github.com/mifi/lossless-cut
    5. Blender https://www.blender.org/
  5. Soziale Netzwerke

    1. PeerTube https://joinpeertube.org/
    2. PixelFed https://github.com/pixelfed/pixelfed / https://pixelfed.social/
    3. Friendica https://friendi.ca/
  6. Markdown Editoren

    1. LoqSeq https://logseq.com/
    2. Unigraph https://unigraph.dev/
    3. Joplin https://joplinapp.org/
    4. Zettlr https://www.zettlr.com/
    5. QOwnNotes https://www.qownnotes.org/
    6. VNote https://vnotex.github.io/vnote/en_us/
    7. Dokuwiki https://www.dokuwiki.org/dokuwiki
  7. Cloud

    1. Nextcloud https://nextcloud.com/

 

 

KDE Fenster beim Mauszeiger öffnen

23. August 2022 um 12:12
Von: hoergen

Was mich oft nervt ist, dass sich die Fenster der gestarteten Programme irgendwo auf dem Desktop öffnen. Bei 2 Monitoren öffnet sich das Fenster ja immer TM auf dem anderen Monitor.

In KDE gibt es da einen sehr schönen Weg, mit dem sich das neu gestartet Fenster immer direkt unter dem Mauszeiger befindet. Was ich in 95% der Fälle auch so haben will.

Um das einzustellen öffnet man die Systemeinstellungen -> Fensterverwaltung -> Fensterregeln und klickt unten auf “+ Neu hinzufügen …” . Unter Beschreibung vergibt man einen Namen und wenn man es so wie ich machen möchte folgende Einstellungen

 

Fensterklasse (Programm) = Unwichtig
Übereinstimmung mit gesamter Fensterklasse = Ja
Fenstertypen = gesamte Auswahl
Größe Position
Anfangsplatzierung = Erzwingen - Unter Mauszeiger
Angeforderte Geometrie ignorieren = Bei Initialisierung anwenden - Ja

 

KDE Fenster beim Mauszeiger öffnen


Das war es schon und man kann sich über das kontrollierte Öffnen der Fenster von neu gestarteten Programmen erfreuen. Mich wundert nur, dass es hier nicht seit Anbeginn der Zeit keine einfache Option gibt, die angehakt werden kann und gut ist. So wie ich schon so viele Leute darüber fluchen habe hören … aber das ist eine ganz andere Geschichte, die ich bei einem anderen Lagerfeuer erzähle.

Habt Spaß

 

 

 

Snap aus Ubuntu & Kubuntu entfernen

20. August 2022 um 09:05
Von: hoergen

Ubuntu kommt seit spätestens 22.04 mit der hauseigenen Paketverwaltung (Softwareverwaltung) Dienst Snap. An sich wäre das nur ein wenig lästig, denn es gibt ja schon DEB (Debian Paketverwaltung), Flatpak (Linux distributionsübergreifend) und AppImage (keine Paketverwaltung) als ein Portable Pendant. Sprich ein AppImage lädt man runter und startet es. Egal welche Linuxdistribution. Updates müssen selbst geprüft werden. Es gibt hier auch schon automatisierte Lösungen wie z.B. AppImageUpdate

Aber zu Snap und warum es große PITA ist. Firefox und Thunderbird kommen standardmäßig mit Snap. Die Konfigurationsdateien werden nun wieder woanders gespeichert und zusätzlich nochmal gesplittet. Ich weiß nicht, wieviel Schnaps die bei Ubuntu gesoffen haben, aber Dinge unnötig kompliziert,  inkompatibel zu machen und eine zusätzliche zu pflegende Schicht dazwischen zu schieben , halte ich für pure Gängelei. Daher auch meine Entscheidung Snap von meinen Systemen zu entfernen!

Ich gehe hier von einem frisch installiertem (22.04) System aus. Solltest du Snap schon länger nutzen, dann untersuche zuerst wo die Daten deiner Programme liegen und erstelle eine Sicherung davon. Wie schon geschrieben können die Daten an mehreren Orten verteilt liegen.

 

Der Artikel beschäftigt sich damit Snap komplett zu entfernen und Firefox und Thunderbird aus dem Mozilla Repository zu installieren

 

Snap entfernen

Lass dir zuerst anzeigen welche Programme mit snap installiert wurden. Es kann sein, dass die Anzeige bei dir variiert oder manche Pakete nicht installiert sind. Die hier aufgeführten Ausgaben sind nur beispielhaft.

snap list

dann kommt sowas in der Art wie das hier

Name Version                           Revision Tracking Herausgeber
bare 1.0 5                             latest/stable canonical✓ base
core20 20220318 1405                   latest/stable canonical✓ base
firefox 99.0.1-1 1232                  latest/stable/… mozilla✓ -
gnome-3-38-2004 0+git.1f9014a 99       latest/stable/… canonical✓ -
gtk-common-themes 0.1-79-ga83e90c 1534 latest/stable/… canonical✓ -
snapd 2.54.4 15177                     latest/stable canonical✓ snapd


Dann solltest du den snap Service stoppen

sudo systemctl disable snapd.service
sudo systemctl disable snapd.socket
sudo systemctl disable snapd.seeded.service


Jetzt fängst du an, die einzelnen Snap Softwarepakete zu entfernen. Die Reihenfolge könnte variieren. Achte auf Fehlermeldungen, die dich darauf hinweisen, dass eventuell bestimmte Pakete zuerst entfernt werden müssen, bevor andere Pakete entfernt werden können.

sudo snap remove firefox
sudo snap remove snap-store
sudo snap remove gtk-common-themes
sudo snap remove gnome-3-38-2004
sudo snap remove core18
sudo snap remove snapd-desktop-integration

Wenn alles deinstalliert wurde, dann lösche noch Snap Daten im Cache mit

sudo rm -rf /var/cache/snapd/

Danach lösche (purge) alle übrig gebliebenen Installations- und Konfigurationsdateien

sudo apt autoremove --purge snapd

Und weil das Purge der Softwareinstallation dein Homeverzeichnis niemals anfasst, musst du dort auch noch von Hand löschen. (denke an dein Backup)

rm -rf ~/snap

 


Firefox und Thunderbird installieren

Um diese Programme zu installieren muss erst noch dem versnapten Ubuntu gesagt werden, dass hierfür kein Snap benötigt wird. Daher muss erst folgende Datei mit entsprechendem Inhalt als root erzeugt werden. Ich benutze vim, wenn ihr nano oder einen anderen Editor benutzt, dann wisst ihr was ihr zu tun habt :)

sudo vim /etc/apt/preferences.d/firefox-no-snap

schreibt folgenden Inhalt rein, speichert und schliesst dann die Datei

Package: firefox*
Pin: release o=Ubuntu*
Pin-Priority: -1

Jetzt endlich kann das Mozilla PPA hinzugefügt, Firefox und Thunderbird installiert werden

sudo add-apt-repository ppa:mozillateam/ppa
sudo apt update
sudo apt install firefox
sudo apt install thunderbird

Jetzt habt ihr wieder ein Snap freies System und ich hoffe inständig, dass Ubuntu von diesem völlig wirren Weg bald wieder abkommt.

Viel Spaß mit einem nicht versnapten Ubuntu

 

 

Dark Mode überall im Web

18. August 2022 um 09:32
Von: hoergen

Viele Webseiten und Programme (Apps) bieten mittlerweile einen Dark Mode an. Das ist eine schöne Sache. Allerdings bringt das manchmal ein wenig Arbeit mit “alte” Webseiten umzustellen. Der Dark Mode muss aber nicht unbedingt vom Anbieter bereit gestellt werden, sondern kann auch direkt mit Firefox als Addon sehr einfach realisiert werden.

 

Das Addon hat über 50 verschiedene Dark Modes und es gibt die Möglichkeit, wenn man das möchte, für bestimmte Webseiten eigene Dark Modes zu erstellen. Absolut toll!

 

https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/dark-mode-webextension/

 

 

Wenn das Umweltbewusstsein reinkickt

09. August 2022 um 09:50
Von: hoergen

Seit meiner frühsten Jugend sind Umweltprobleme bei mir omnipräsent. Ich komme aus einer Region Deutschlands, die in den frühen 80er Jahren .zB. mit Recycling und Solarenergie angefangen haben. Mein ganzes Leben war immer ein Teil von mir beschäftigt verantwortungsvoll mit der Welt umzugehen.

 

Ich würde von mir behaupten, dass mir das gesamte Thema Umwelt, Klima und Klimakatastrophe immer sehr bewusst war und ich verstanden habe, worum es geht.

 

Allerdings habe ich erst vor kurzem wirklich voll und ganz im gesamten Ausmaß begriffen auf welche Apokalypse wir zusteuern. Damit meine ich nicht mehr nur intellektuell und rational. Sondern real.

 

Ich habe mir Gedanken gemacht, warum das so ist. Wie kann das sein, dass ich über Jahrzehnte das Thema kenne und bewusst lebe habe, aber es dennoch in seiner Tragweite nicht begriffen hatte?

 

Die Antwort darauf ist: Weil ich, wie die meisten Menschen das Problem von der falschen Perspektive betrachtet habe.

 

Die richtige Perspektive ist, wenn man bei einer drohenden Katastrophe das Worst Case Szenario “Bereit machen für das »Klima-Endspiel«” im Auge behält und alles macht, um es zu vermeiden. Und nicht das Mantra “Ja aber wenn wir” betet. Das ist Hoffnung. Die ebenso wichtig ist.

Aber: Hoffnung ist keine Vorsorge! Hoffnung ist kein Handeln!

 

Das Toxischste und Schlimmste was man zur Zeit machen kann, ist davon zu reden, dass man ja noch z.B. das 2° C Klimaziel erreichen könnte, würde man jetzt ALLE Maßnahmen SOFORT umsetzen und einen Vollstopp und kompletten Systemwechsel herbei führen.

Das ist nur die Hoffnung. Aber kein Handeln.

 

Solange wir nicht 110% handeln, müssen wir vom Worst Case Szenario ausgehen wie  6°C Erderwärmung, 40m Meeresspiegelanstieg, Hitze- & Dürreperioden, massivste Überschwemmungen, unvorstellbare Leichenberge und Völkerwanderungen im Milliardenbereich.

 

 

 

 

 

Das Märchen vom klimaneutralen Holz

09. August 2022 um 00:43
Von: hoergen

Holz (ja auch Pellets) ist in den allermeisten Fällen das Schlimmste was man in Punkto Energielieferant bzw Wärmelieferant nutzen kann!

Eine Grafik aus folgendem Dokument https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2019-11-07_cc-37-2019_emissionsbilanz-erneuerbarer-energien_2018.pdf

Das Märchen vom klimaneutralen Holz

 

Als “Holz nachhaltig” wurde das hier gemeint (damit ist nicht die industrielle Holzproduktion gemeint!)

 

“Bei Altholz wer- den lediglich die Aufwendungen für Aufbereitung und Transport berücksichtigt. Des Weiteren wird trotz der Diskussion um „carbon debts“ bei der energetischen Nutzung von Waldholz (Agostini, Giuntoli, & Boulamanti, 2013; [, 2017; ] et al., 2017) angenommen, dass die Entnahme von Waldholz aufgrund der nachhaltigen Waldwirtschaft in Deutschland treibhausgasneutral erfolgt, so dass lediglich die energetischen Aufwendungen für die Ernte und den Transport des Holzes zu Buchschlagen.”

Das kommt aus diesem Dokument Seite 61 https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2019-11-07_cc-37-2019_emissionsbilanz-erneuerbarer-energien_2018.pdf

 

Und dann war da ja noch dieses Feinstaub Thema .. gerade bei Holz .. hust

 

Erhellend zu dem Thema “Holz nachhaltig” ist zusätzlicher dieser 3 minütige Audio Beitrag

Sind Holzöfen wirklich klimaneutral? | MDR.DE  

Experten fordern die Abkehr von Holzöfen, weil Holz bei der Verbrennung schlechter abschneidet als Steinkohle. Wissen-Redakteurin sprach mit dem Wissenschaftler Dominik van Pinxteren und dem Autor Peter Wohlleben.
https://www.mdr.de/wissen/audios/sind-holzoefen-wirklich-klimaneutral-102.html

 

Ein Brandbrief

Mehr als 500 Wissenschaftler haben die Europäische Union und die USA aufgefordert, auf die Verbrennung von Holz zur Energiegewinnung zu verzichten. Zu den Unterzeichnern gehören neben Forschern von Harvard, Stanford und der Universität Oxford auch Wissenschaftler aus Deutschland etwa vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, der Humboldt-Universität Berlin und der Universität Göttingen.

Der Originalbrief „Letter Regarding Use of Forests for Bioenergy“ vom 11. Februar 2021 steht unter http://link.euwid.de/0q2zy zur Verfügung.

 

 

Und um das Thema noch abzurunden der Artikel von Volker Quaschning (deutscher Ingenieurwissenschaftler und Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin. )

Spezifische Kohlen­dioxid­emissionen verschiedener Brennstoffe

Bei den verschiedenen fossilen Energieträgern entsteht bei der Verbrennung unterschiedlich viel Kohlendioxid. Die Werte dafür sind entscheidend für die Berechnung von Kohlendioxideinsparungen.
https://www.volker-quaschning.de/datserv/CO2-spez/index.php

 

Holz ist so ungefähr das Schlechteste  was man verbrennen sollte!

 

 

 

 

Bereit machen für das »Klima-Endspiel«

08. August 2022 um 18:50
Von: hoergen
Sollte sich die Welt um mehr als drei Grad erwärmen, wären die Folgen katastrophal. Was nach viel klingt, sei kein unwahrscheinliches Szenario, berichten Fachleute aus der Klimaforschung. Die Menschheit solle sich vorbereiten.
 

Die Corona Komplettsicht

04. August 2022 um 15:02
Von: hoergen

Das Thema Corona und Pandemie ist für alle ein schmerzhaftes Thema. Von verschiedenen Seiten. Daher will ich ein paar Gedanken zusammen fassen, die meines Erachtens zu selten in Zusammenhang gebracht werden, aber unbedingt zusammen gehören.

 

Das sind Informationen, die ich mir an gelesen habe und spiegeln mein aktuelles “Wissen” wider.
Es handelt sich hierbei um keine medizinisch legitimierte Fachaussage! Ich bin kein Mediziner!
Wenn ihr eklatante Fehler findet, wäre ich über eine Benachrichtigung z.B. über die Kommentare dankbar.
Die Kommentare sind moderiert. Es werden nur konstruktive Kommentare frei geschaltet.
Bezüglich “Meinungsfreiheitstrollen": Mein Haus, meine Regeln! Siehe Zeile darüber.

 

Betrachtet werden

  • Das Virus & die Verbreitung
  • Die 3 unterschiedlichen Risiken

    • 1. Erkrankung - das was in den meisten Fällen mit mild oder schwer beschrieben wird
    • 2. PostCovid & LongCovid Syndrom- Nachwirkungen, die bis zu 12 Wochen nach dauern können
    • 3. PostCovid Syndrom - Nachwirkungen die länger als 12 Wochen andauern und über Jahre erst heilen oder lebenslange Schäden von geringerer Belastbarkeit bis schweren Organschäden verursachen können.


Das Virus & die Verbreitung

Mit einem Mythos und Sprachgebrauch sollte sofort aufgehört werden: Ein Virus lernt nicht! Ein Virus ist “dumm". Es hat kein “Gehirn” und es “reagiert” auch nicht.

Es geht viel um Wahrscheinlichkeiten. Daher ist es wichtig zu verstehen, dass die manchmal relativ und manchmal absolut zueinander wirken! Das bitte immer im Gedächtnis behalten.

Die Anpassung des Virus passiert durch “stumpfe” zufällige Mutationen. Dadurch, dass es so eine Masse von Viren gibt, kann auch bei einer geringen Wahrscheinlichkeit einer Mutation, trotzdem die reale bzw absolute Menge an mutierten Viren hoch sein.

 

Ich habe unterschiedliche Mengenangaben gefunden, die zu einer Infektion führen können. Das ging ab 10 los und endet irgendwo bei 500 Viren. Das Virus reproduziert sich dann im Körper tausend oder millionenfach. Auch da fehlen mir leider konkrete Zahlen. Aber ich spekuliere mal, dass die Erkrankung doch eine sehr große Menge an Viren produziert. Gehen wir mal spekulativ von 1 Mio (1.000.000) aus, die vermutlich zu niedrig ist, aber es reicht um diesen Punkt klar zu machen.

 

Befall

Aus 500 Viren in einem Menschen müssen 1.000.000 werden. Bei jeder neuen Reproduktion gibt es eine kleine Wahrscheinlichkeit, dass das Virus zufällig mutiert. Also von 500 auf 501 auf 502 auf 503 auf 504 auf 505 auf 506 und so weiter. Also nicht ganz 1 Mio Chancen mit einer geringen Wahrscheinlichkeit zur Mutation bei jeder einzelnen Reproduktion. Insgesamt steigt mit der gesamten Virenmenge natürlich auch die Wahrscheinlichkeit. Und das nur bei einem einzigen Menschen.

 

Wenn da ein tödlicher Virus mit dabei ist, ist das nicht nur für den Menschen schlecht. Mit einer geringen Wahrscheinlichkeit könnte es passieren, dass das Virus auf einen anderen Menschen übertragen wird (Kontakt: Familie, Freunde, Event, Pflege, Pathologie) und dort als neue (mutierte) Variante den nächsten Menschen tötet. Eine stark tödliche Variante hat den “Vorteil", dass die Wahrscheinlichkeit sich zu verbreiten geringer ist.

 

Eine “milde” Variante (wie das hoch ansteckende Omikron) hat den großen Vorteil, dass der Wirt (Mensch) selten stirbt, aber dafür das Virus besser verbreiten kann. Wenn die Symptome dann auch noch so gering sind, dass der Wirt das eventuell noch nicht mal merkt (merken will) und keine Maßnahmen ergriffen werden, dann sind alle Schleusentore offen für eine maximale Verbreitung (Verlängerung der Pandemie). Daher fordern auch so viele Menschen weiterhin die generelle Maskenpflicht, als eines der einfachsten und wirkungsvollsten Mittel gegen die Verbreitung.

 

Verbreitung
Das war die Betrachtung des Virus bei einem einzigen Menschen. Betrachtet man nun einen Menschen, der sich im Alltag ganz normal mit anderen Menschen trifft, wird eine exponentielle Infektionskette losgetreten.
Eine intakte und richtig getragene FFP2 Maske senkt dieses Risiko massiv.

 

Einfache und unrealistische Betrachtungsweise
M(ensch) 1 infiziert M(ensch) 2 = 2 Infizierte
M1 -> M3 , M2 -> M4 = 4 Infizierte
M1 -> M5, M3 -> M6, M2 -> M7, M4 -> M8 = 8 Infizierte

 

Komplexe und realistischere Betrachtungsweise, aber vermutlich immer noch zu konservativ
M1 steigt in einen Bus mit 30 Fahrgästen ein, M2 fährt im Zug und hat Kontakt mit 55 Fahrgästen = 87 Infizierte
Die 30 Busfahrgäste haben ähnliche weitere Situationen mit durchschnittlich 15 Personen = 450
Die Zugfahrgäste haben weitere Situationen mit durchschnittlich 12 Personen = 660
Isoliert betrachtet könnten 2 Menschen z.B. über einen kurzen Zeitraum 450+660 = 1.110 Menschen anstecken. Aber da hört das ja nicht auf, denn diese 1.112 Menschen ( plus die beiden Ersten), haben unter Umständen weiterhin Kontakt mit anderen Menschen. Und nähme man mal an, diese hätten dann nur noch 6 weitere Kontakte in einem kurzen Zeitraum wären das 6.672

 

Betrachten sollte man hierbei das Begegnen eines Menschen mit geringem Sicherheitsabstand (Events, Kneipe, Restaurant, Großveranstaltungen im Freien usw) bzw ohne Maske in geschlossenen Räumen betrachten. Je ansteckender das Virus (was bei Omikron der Fall ist) desto wahrscheinlicher und desaströser ist dieses Szenario.
Eine intakte und richtig getragene FFP2 Maske senkt dieses Risiko massiv.


Erkrankung - Genesung und Impfungen

Ein Immunschutz durch eine Genesung oder eine Impfung schützt nur bedingt vor einer neuen Infektion.
Eine neue Infektion ist wahrscheinlich.

 

Das Immunsystem kann mit Hilfe der Impfung oder einer Genesung viel besser auf eine Infektion bzw Erkrankung reagieren und in den meisten Fällen Schlimmeres verhindern. Aber auch hier gelten Wahrscheinlichkeiten. Dass jemand mit einer Impfung oder einer Genesung einen schweren Verlauf hat oder gar stirbt, ist wenig Wahrscheinlich, aber möglich.

 

Nochmal, da das viele Menschen verdrängen:

Die Impfung schützt in den meisten Fällen “nur” vor einem schweren oder schwereren Verlauf bzw Tod!
Ein Immunschutz durch eine Genesung oder eine Impfung schützt nur bedingt vor einer neuen Infektion/Erkrankung. Eine neue Infektion ist wahrscheinlich.

 

Das heißt, mehrfache Infektionen/Erkrankungen mit der selben Variante oder noch wahrscheinlicher mit einer anderen Variante, sind möglich und wahrscheinlich. Eine intakte und richtig getragene FFP2 Maske senkt dieses Risiko massiv.

 

Mit jeder neuen Infektion, egal ob geimpft oder genesen, geht das gesamte Spiel und Risiko wieder von vorne los:

  1. Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung von mild bis schwer oder Tod in allen Variationen (absteigend)
  2. Wahrscheinlichkeit für PostCovid
  3. Wahrscheinlichkeit für LongCovid Syndrom
  4. Wahrscheinlichkeit für PostCovid Syndrom


PostCovid

Als PostCovid bezeichnet man “Nachwirkungen” und Erholungsphasen, die bis zu 4 Wochen dauern können. In dieser Zeit sollte man unbedingt erhöhte Anstrengungen vermeiden (Sport, Stress usw). Das Auskurieren der Erkrankung ist extrem wichtig.

LongCovid Syndrom

Verlängert sich der Zeitraum von PostCovid über die 4 Wochen auf bis zu zirka 12 Wochen bis zur kompletten Gesundung, dann spricht man vom LongCovid Syndrom.

PostCovid Syndrom

Halten sich die Symptome nach zirka 12 Wochen immer noch, spricht man vom PostCovid Syndrom. Das heisst nicht unbedingt, dass man für immer Schäden behält. Es könnte auch heissen, dass diese nur langsamer heilen. Aber es kann auch heissen, dass die Schäden lebenslang bleiben. Jedenfalls laut aktueller Forschung. Wieder eine Wahrscheinlichkeit.

Symptome
Ein kleiner Auszug, was solche Symptome sein können. Es gibt um die 100 verschiedene identifizierte Symptome, wie
Konzentrationsstörungen, Brain Fog (Gedächtnisstörungen), Schmerzen, Müdigkeit, Herzprobleme, geringe Belastbarkeit, Kopfschmerzen, Nierenprobleme, Atembeschwerden, Diabetes, Geruchs- und Geschmacksstörungen, Haarausfall, Schwindel, depressive Verstimmungen, Angststörungen, Halluzinationen, Schlafstörungen uswusf.


Nochmal: Mit jeder neuen Infektion, egal ob geimpft oder genesen, geht das gesamte Spiel und Risiko wieder von vorne los:

  1. Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung von mild bis schwer oder Tod in allen Variationen (absteigend)
  2. Wahrscheinlichkeit für PostCovid
  3. Wahrscheinlichkeit für LongCovid Syndrom
  4. Wahrscheinlichkeit für PostCovid Syndrom

 

Eine intakte und richtig getragene FFP2 Maske senkt dieses Risiko massiv. Sicherheitsabstand einhalten.

Auch im Freien bleibt z.B. die hoch ansteckende Omikron Variante immer noch hoch ansteckend! Die Maßnahmen verringern das Risiko und die Wahrscheinlichkeit auf eine Erkrankung oder die bis zu lebenslangen Spätfolgen.


Fazit
Auch wenn es nervt eine Maske dabei zu haben und Sicherheitsabstand einhalten zu müssen, nervt es noch mehr daran zu erkranken, Angst zu haben, dass man PostCovid, LongCovid Syndrom oder PostCovid Syndrom bekommt (behält).

 

Und am allermeisten nervt es, wenn es Menschen nicht schaffen, sich wie reife Erwachsene zu verhalten, die gemeinschaftlich gerne eine Maske aufziehen, so dass dieser Spuk so schnell wie möglich eingegrenzt werden kann. Oder gar ausgemerzt wird.

 

Wieviele Jahre wollen wir dieselben Fehler immer und immer wieder Jahr für Jahr machen?

Wir, jeder und jede Einzelne, müssen nur alle gemeinschaftlich wollen und machen, damit dieser böse “Spuk” aufhört!

Tragt von euch aus freiwillig Masken.

 

 

Weitere Informationen

  1. COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV_node.html;jsessionid=9258A0445844793FE0D58DD8E65A4AB5.internet112
  2. Wochenberichte zu COVID-19 https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Wochenbericht/Wochenberichte_Tab.html;jsessionid=41849F5B503DA3D16825296A8AA1B5B9.internet122?nn=13490888
  3. Berichte zu Virusvarianten von SARS-CoV-2 in Deutschland https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/DESH/Berichte-VOC-tab.html;jsessionid=41849F5B503DA3D16825296A8AA1B5B9.internet122?nn=13490888
  4. Post COVIDPost-COVID-Syndrom: Mögliche Folgen einer COVID-19-Erkrankung https://www.oberbergkliniken.de/krankheitsbilder/post-covid
  5. Long COVIDSymptome und Gesundheitsstörungen nach einer Corona-Infektion https://www.oberbergkliniken.de/krankheitsbilder/long-covid
  6. Europäische Liste von “vertrauenswürdigen” Antigen Schnelltests (nur englisch und als PDF) https://health.ec.europa.eu/health-security-and-infectious-diseases/crisis-management/covid-19-diagnostic-tests_en#common-list-of-covid-19-antigen-tests

 

 

 

Barrier statt Synergy - Maus & Tastatur zwischen zwei Computern teilen

18. Juni 2022 um 16:03
Von: hoergen

Um eine Tastatur und Maus für zwei Computer zu verwenden habe ich früher Synergy verwendet. Dann wurde das kommerzialisiert und ich habe mir Synergy gekauft, weil ich damals eine Brücke zwischen Windows und Linux brauchte.

 

Jetzt brauche ich gerade wieder so eine Verbindung. Allerdings zwischen zwei Linux Rechnern - genauer gesagt zwischen zwei Kubuntu Rechnern. Bei der Recherche bin ich dann auf Barrier gestoßen, das ein Fork des früheren Synergys ist.
Barrier teilt Maus, Tastatur und die Zwischenablage.

 

Barrier ist in sehr vielen Linux Distributionen vorhanden und falls nicht, gibt es das noch als Flatpack. Daher geht die Installation auf beiden Rechnern schnell von der Hand mit einem

sudo apt install barrier

oder entsprechend mit der Flatpack Variante über Discover (Ubuntu).

 

Beim Start auf dem Rechner mit der Maus und der Tastatur (Server) öffnet sich das Barrier Konfigurationsfenster mit der Aufforderung eine Sprache auszuwählen.
Danach kommt man in die eigentliche Konfiguration.

  1. Server - im oberen (Serverbereich) “interaktiv konfigurieren” anklicken
  2. Server - “Server konfigurieren” klicken
  3. Server - Von der rechten oberen Seite das Monitor Symbol in das Feld auf die Seite ziehen, wo Maus und Tastatur auf den anderen Rechner wechseln sollen
  4. Server - Doppelklick auf den neuen “Monitor” und einen Anzeigenamen vergeben


Wechsel zum “Client”

  1. Client - Barrier starten
  2. Client - Auswahl “Client (Maus und Tastatur eines anderen Rechner benutzen)” auswählen
  3. Client - IP Adresse des Server eintragen (diese wird im Barrier Fenster des Servers angezeigt)
  4. Client - Barrier starten (oder neu laden, falls schon gestartet)
  5. Client - Es kommt eine Schüsselgenerierungsanzeige. Diese bestätigen

Barrier sollte jetzt mit der Maus und Tastatur funktionieren.

 

Nachtrag 20.08.2022

Will man eben schnell mal zwischen zwei Bildschirmen wechseln - bei mir war die Anforderung da, weil ich OBS Studio mit einem HDMI Grabber (MiraBox)auf einem anderen Rechner benutze - so kann man beim Server auf “Configure Server” -> Hotkeys gehen und dort (habe ich) 2 neue “Hotkeys” anlegen. z.B.

  1. Shift + BildHoch = Action switchToComputer1
  2. Shift + BildRunter = Action switchToComputer2

Die Maus landet dann immer dort, wo sie den jeweiligen Bildschirm verlassen hat. In meinem Fall sehr praktisch.

 

Barrier läuft unter Linux, FreeBSD, OpenBSD, Windows und macOS (hier bitte die Entwicklerseite wegen bekannten Problemen lesen!!)

 

Die Entwickler Webseite https://github.com/debauchee/barrier

 

 

Texteditor Kate sortieren

06. Juni 2022 um 09:09
Von: hoergen

Ein Befehl zum Sortieren fehlt im KDE Texteditor Kate. Das ist insofern ungeschickt, weil so eine Funktion einfach integriert doch oft weiter hilft. Allerdings kann diese Funktion auf einem Linux System recht einfach durchgeführt werden, indem das Kommandozeilen Programm “sort” benutzt wird. Dazu muss lediglich die Tastenkombination Strg+AltGr+\ oder im Menü “Extras - Filtern durch Befehl (Strg+\)” aufgerufen werden.

 

Markiert man vorher einen Bereich, z.B. mehrere Zeilen mit einer Nummerierung, dann werden nur diese Zeilen dem aufgerufenen Programm übergeben.

 

So werden Zeilen dann einfach mit Strg+\ und der Eingabe “sort” in die richtige Reihenfolge gebracht. WENN denn die Zahlen am Anfang für sich alleine stehen

 

Sort hat einige Parameter und vermutlich wird meist der Parameter “-V” natural sort of (version) numbers within text” gesucht, da dieser Parameter das so sortiert, wie wir das meist manuell machen würden.

 

sort -V
sort
1
2
3
20
30
1
2
20
3
30


Mit “sort -V” werden zum Beispiel auch Nummer1, Nummer2, Nummer3, Nummer30 ordentlich sortiert.

 

Wer noch mehr Sortier-Parameter von sort erfahren möchte, gibt einfach “man sort” auf der Kommandozeile ein.

Viel Spaß beim Sortieren.

PS: Kate gibt es übrigens auch als Windows und als Mac Version hier zum Runterladen

 

 

Das immer wieder verlorene Wissen

01. Juni 2022 um 13:38
Von: hoergen

Die Tage las ich auf Friendica (Fediverse) eine Anfrage nach einem Programm (Software) oder einer Formulierungshilfe für den Einsatz für Lehrkräfte. Vorweg sei gesagt, dass ich solche Software oder Hilfe nicht kenne und mich bisher nie auseinander gesetzt habe. Aber das ist im Bezug auf das Thema über das ich mir grundsätzliche Gedanken mache nicht notwendig.

 

Das betrifft vermutlich auch sehr viele andere Bereiche, die mit präzisen Formulierungen arbeiten wollen bzw müssen. Ein Fundus an Textbausteinen, Nachschlagemöglichkeiten oder einfach nur die entsprechende Erfahrung ist sehr hilfreich.

 

So ein Wissen von vielen Menschen in einer Software zu kapseln, halte ich nicht für richtig. Seit es Computer gibt und spätestens mit dem Internet und dem Einzug von Datenbanken oder sogar noch besser von Wikis, sollte solches Wissen von den Menschen, die es zusammentragen, ausarbeiten und vor allen Dingen nutzen den anderen zur Verfügung gestellt werden.

 

Nicht nur aus dem Grund, dass Wissen generell frei zugänglich sein sollte, sondern auch aus dem Grunde, dass solches Wissen von sehr vielen Menschen zusammengetragen und ordentlich aufbereitet einen großen Wert für die Gesellschaft und die nachfolgenden Generationen darstellt.

 

Einfach nur Wissen von wenigen aufbereitet in “Silos” wie Programme zu stecken ist die alte und immer noch kleingeistige Strategie mit Macht und Geld, die Kirchen jahrhundertelang verfolgt haben, zu erhalten.

 

Technologie und Wissen müssen immer getrennt betrachtet werden. Wissen muss allen Menschen frei zugänglich und auch ohne zusätzliche “Zwangshilfen” zur Verfügung stehen und Technologie muss natürlich bezahlt werden.

 

Das Geheimnis liegt in der Einfachheit. Das altbekannte KISS-Prinzip (Keep It Simple & Stupid) , auf deutsch “einfach einfach halten", ist der beste Ansatz, den wir haben.

 

In diesem Fall würde ich jeder interessierten Person für den lokalen Einsatz eine reine simple Texte Sammlung z.B. mit einer Software wie Obsidian, in der man in den Texten auch noch Markdown Syntax verwenden und zusätzliche Funktionen wie Suchen, exportieren, synchronisieren verwenden kann.

 

Für die gemeinschaftliche Nutzung bieten sich Wikis wie zum Beispiel das Dokuwiki an, um über Entfernungen und Online dieses Wissen aufzubauen.

 

So wird drastisch die Wahrscheinlichkeit gesenkt, dass leider immer wieder Wissen in Silos (Software, Festplatten, Handnotizen, offline Sammlungen) oder bei Personen verloren gehen und das Rad von Neuem erfunden werden muss.

 

 

Alternative Energien. Dezentral. Überall.

30. März 2022 um 11:52
Von: hoergen

Dass wir alternative Energien aus Wasser, Wind, Sonne und andren Quellen brauchen, ist denke ich mittlerweile unumstritten.


Ebenso brauchen wir Speichersysteme auch jenseits von Batterien und Akkus, wie Pumpwerke, Gewichtspeicherungen wie z.B. in Seen, oder Salzbergwerke.

 

Schönheit von Häusern und Landschaft oder persönliches Wohlbefinden sollte dem Weiterbestehen der Menschheit nachgestellt sein. Das sollte auch den extremst Horizont beschränktesten Politikern aus CDU, CSU und FDP so langsam mal klar werden.


Ein hiermit wichtiger und unverzichtbare Schritt ist die dezentrale Energieproduktion. Also weg von dem alten Konzept einer zentralen Versorgung, hin zu vielen kleinen dezentralen Energieproduzenten, die unter Umständen sogar autark sein können. Dabei müssen alle verfügbaren Quellen “angezapft” werden. Nach dem Prinzip “Kleinvieh macht auch Mist”

 

  1. Photovoltaik Anlagen mit einfach austauschbaren und standardisierten Elementen auf Dächern und an Fassaden
  2. Dachbegrünungen unter der Photovoltaikanlage
  3. Windräder nach dem Bernoullie Prinzip, wie z.B. die 0-Wind Turbine auf Balkonen, in Fenstern, auf Dächern.
  4. Turbinen in Regenrinnen
  5. Intelligentes thermisches Fensterglas, das im Sommer UV Licht (Wärme) blockt und im Winter durchlässt. Eventuell an Heizungssysteme angeschlossen ist, um die Tageswärme besser speichern zu können.
  6. Warmwasserabfluss Wärmetauscher
  7. Speicherungsmöglichkeiten nicht nur durch explizite Akkus, sondern eventuell auch andere Möglichkeiten wie Gewichte oder Ähnliches.

 

Und ein Thema, das sich sowieso völlig absurd entwickelt hat. Mechanische Schalter, zur kompletten Trennung von Geräten und Strom bei jedem Gerät. Ein komplettes Verbot für Standby.

Auch LEDs an Geräten müssen immer komplett abschaltbar sein ( Stromverbrauch).

Displays mit energiesparenden Bewegungssensoren, die sich abschalten, wenn keine Bewegung mehr wahrgenommen wird.

Knöpfe und Drehregler statt Displays, wo es sinnvoll ist.

Das sind nur ein paar kleine Ideen, die sicherlich noch um Einiges erweitert werden können, die pro Mensch und Haushalt relativ einfach umgesetzt werden können.


Vielleicht habt ihr ja noch mehr Ideen, was praktikabel und für den Verbraucher wünschenswert und umsetzbar ist?

 

 

 

Kryptowährungen & Blockchain aus diesem Blog

28. März 2022 um 23:31
Von: hoergen

Da immer wieder die wildesten Gerüchte aufkommen und nie aus der Welt zu wischen sind, liste ich hier mal die Artikel zum Thema Blockchain & Kryptowährungen auf, die ich im Laufe der Zeit geschrieben habe.

Ich bitte ausdrücklich darum nicht einfach zu glauben, was ich schreibe, sondern das mit seriösen Informationen gegen zu prüfen. Nicht weil ich Unsinn geschrieben hätte, sondern einfach nur weil, man nicht jedem daher Gelaufenen glauben soll, nur weil es im Internet steht. Oder weil jemand im Dunst des Chaos Computer Clubs völlig fundamentalistischen Unsinn verbreitet.

 

Hier sind nun die Artikel. Teilweise auch eingesprochen als Hörversion

 

  1. Blockchain kompliziert? Im Prinzip nicht
  2. Blockchain kurz und verständlich
  3. Digitale Währung, Stablecoin & Kryptowährung
  4. NFT und die Aufregung
  5. Was sind dApps
  6. PoW, PoS und Zinsen bei Kryptowährungen
  7. Zinsen im Jahre 2020 bekommen - Staking
  8. Chia - Elektroschrott statt Energie
  9. Zentralisiert, Dezentralisiert und Verteilt - Was ist was?

 

 

 

 

 

Eine tmux.conf Konfiguration

28. März 2022 um 12:04
Von: hoergen

Eine für mich sehr gut funktionierende tmux.conf entweder systemweit in /etc/ oder nur für einen Benutzer in der ~/.tmux.conf ist die folgende Konfiguration. Für mich waren hier die Statuszeile und die Einbindung des Maus Scrollrades zum Scrollen wichtig.

 

 

######################
### DESIGN CHANGES ###
######################

# loud or quiet?
set -g visual-activity off
set -g visual-bell off
set -g visual-silence off
setw -g monitor-activity off
set -g bell-action none

set -g mouse on

# modes
setw -g clock-mode-colour colour25
setw -g mode-style "fg=colour255 bg=colour25 bold"

# panes
set -g pane-border-style "fg=colour19 bg=colour0"
set -g pane-active-border-style "bg=colour0 fg=colour9"

# statusbar
set -g status-position bottom
set -g status-justify left
set -g status-style "bg=colour25 fg=colour255"
set -g status-left "#[bg=colour25,fg=colour255]"
set -g status-right "#[fg=colour255,bg=colour25] %d/%m/%Y #[fg=colour255,bg=colour25] %H:%M "
set -g status-right-length 50
set -g status-left-length 20

setw -g window-status-current-style "fg=colour15 bg=colour31 bold"
setw -g window-status-current-format "#I#[fg=colour249]:#[fg=colour255]#W#[fg=colour249]#F"

setw -g window-status-style "fg=colour0 bg=colour25 bold"
setw -g window-status-format "#I#[fg=colour237]:#[fg=colour250]#W#[fg=colour244]#F"

setw -g window-status-bell-style "fg=colour255 bg=colour1 bold

 

 

 

Beim ssh login tmux aufrufen

28. März 2022 um 11:50
Von: hoergen

Da ich tmux (Alternative zu screen) sehr häufig benutze, nutze ich auch bei remote ssh logins einen Befehl, der mich nach dem erfolgreichen Login gleich in eine detachte tmux session bringt.

 

ssh -l <USERNAME> <HOST> -p <PORT> -t "tmux a"

 

Weitere Artikel zu tmux

  1. tmux - neues Fenster oder Pane im aktuellen Verzeichnis öffnen
  2. tmux ein Windowmanager für die Konsole
  3. Live-Anzeige der Webserver-Client Verbindungen
  4. Eine tmux.conf Konfiguration

 

 

Plugins - Windows VSTs 32/64 Bit mit YaBridge | Linux

17. März 2022 um 10:32
Von: hoergen

Yabridge habe ich schon länger im Gebrauch und will nun endlich auch mal einen Artikel darüber schreiben, nachdem ich schon ein kleines Tutorial dazu gemacht habe. Wie man so schön auf deutsch sagen würde “Die Installation von YaBridge ist ein Gehirnloser (nobrainer)"  … manchmal vermisse ich die schlechten Übersetzungsprogramme. :)

 

Kurze Übersicht, was gemacht werden muss:

  1. Installation von Wine “Staging branch”
  2. Download Yabridge in ein bestimmtes Verzeichnis
  3. Konfiguration von Yabridge, setzen der Plugin Pfade & yabridgectl sync ausführen
  4. Fertig

 

Schritt für Schritt Anleitungmit vielen Erklärungen, um zu verstehen, was passiert und was dahinter steckt.

 

1. Installation von Wine “Staging branch”

Die “Staging branch” ist quasi der neuste und heißeste Shit. Bleeding Edge! Es sind zwar die neusten Features mit drin, aber dafür kann man schon mal eben den einen oder anderen Bug rein bekommen. Insgesamt ist dieser Beta Entwicklungszweig aber auch sorgfältig gepflegt, so dass das zum Glück nicht häufig vorkommt. Hat man einen funktionierenden Stand könnte man den auch “einfrieren” (apt pinning).

 

Generell IMMER der Anleitung auf der WineHQ Seite folgen!

 

Aktuell für Kubuntu 21.10 sieht das so aus

  1. sudo dpkg --add-architecture i386

  2. wget -nc https://dl.winehq.org/wine-builds/winehq.key
  3. sudo apt-key add winehq.key
  4.  Für (K)Ubuntu 21.10

    1. sudo add-apt-repository 'deb https://dl.winehq.org/wine-builds/ubuntu/ impish main'
  5. sudo apt update
  6. sudo apt install --install-recommends winehq-staging

 

Dann gibt es noch 2 sehr wichtige Hinweise auf der WineHQ Webseite (Datum dieses Artikels)

  1. WineHQ enthält derzeit keine Pakete für wine-gecko oder wine-mono. Wenn Sie ein neues Wine-Präfix erstellen, werden Sie gefragt, ob Sie diese Komponenten herunterladen möchten. Für beste Kompatibilität wird empfohlen, hier auf Ja zu klicken. Wenn der Download bei Ihnen nicht funktioniert, folgen Sie bitte den Anweisungen auf den Gecko- und Mono-Wiki-Seiten, um die Komponenten manuell zu installieren.
  2. Beginnend mit Wine 5.7 haben die WineHQ Ubuntu-Pakete eine optionale debconf-Einstellung, um CAP_NET_RAW zu aktivieren, damit Anwendungen, die rohe IP-Pakete senden und empfangen müssen, dies tun können. Dies ist standardmäßig deaktiviert, da es ein potentielles Sicherheitsrisiko darstellt und die meisten Anwendungen diese Fähigkeit nicht benötigen. Benutzer von Anwendungen, die dies benötigen, können CAP_NET_RAW nach der Installation von Wine aktivieren, indem sie
    dpkg-reconfigure wine-<branch>-amd64 wine-<branch> wine-<branch>-i386
    und beantworten Sie die drei Fragen mit Ja. (Ersetzen Sie devel, staging oder stable durch <branch> im obigen Befehl). Also sieht der Vefehl folgendermaßen aus
    dpkg-reconfigure wine-devel-amd64 wine-devel wine-devel-i386


Um die Darstellung anzupassen nutzt man das Tool winecfg. Unter Grafik kann man die DPI einstellen, so dass alles etwas größer ist z.B. 120 oder 150 DPI bei hochauflösenden Bildschirmen. Einfach in einer Konsole winecfg eintippen und Enter drücken.


Sollten irgendwelche Schriftarten oder ähnliches fehlen, können diese einfach mit dem tool winetricks nachinstalliert werden. Das Tool winetricks muss extra installiert werden und sollte mit größter Vorsicht und nur in Außnahmefällen genutzt werden, da man sich mit dieversen “Tipps & Tricks” aus dem Internet schnell mal die Konfiguration zerschießen kann.

Für die Schriftarten wäre es dann folgender Befehl notwendig
winetricks -q corefonts


2 Download Yabridge in ein bestimmtes Verzeichnis

Von Robberts YaBridge Software Repository die letzte Version von Yabridge runterladen und zwar von der “Release” Seite https://github.com/robbert-vdh/yabridge/releases . Das Paket das mit “-ubuntu-18.04.tar.gz” endet ist AUSSCHLIESSLICH für (K)Ubuntu Versionen ÄLTER bis 18.04 gedacht. Für neuere Versionen einfach das Paket z.B. yabridge-3.8.1.tar.gz runter laden . Zum Zeitpunkt, wenn du das installierst, kann das natürlich eine neuere Version sein.

 

  1. Download von https://github.com/robbert-vdh/yabridge/releases
  2. Auspacken und in das Verzeichnis ~/.local/share (also dein Home Verzeichnis) kopieren. So dass als Ergebnis das Verzeichnis ~/.local/share/yabridge/ mit den entsprechend darin befindlichen Dateien existiert.
    3. In einer Konsole in das Verzeichnis wechseln cd ~/.local/share/yabridge/
    4. Die Pluginpfade hinzufügen ( mit ./yabridgectl add ), in denen sich normalerweise die installierten Plugins befinden. Wenn noch keine Plugins installiert sind, existieren auch oft die Pfade nicht! Typische Pfade sind:

    1. "$HOME/.wine/drive_c/Program Files/Steinberg/Vstplugins/"
    2. "$HOME/.wine/drive_c/Program Files/Vstplugins/"
    3. "$HOME/.wine/drive_c/Program Files/Common Files/VST2"
    4. "$HOME/.wine/drive_c/Program Files/Common Files/VST3"
  3. Schaue nach welche Pfade bei dir existieren (nach der Plugin Installation) und dann füge sie mit dem Befehl (im yabridge Verzeichnis) ./yabridgectl add DEINPFAD hinzu z.B. ./yabridgectl add "$HOME/.wine/drive_c/Program Files/Steinberg/Vstplugins/"
  4. Mit ./yabridgectl list kannst du dir alle eingepflegten Pfade anzeigen lassen und mit ./yabridgectl rm PFADNAME kannst du einen Pfad wieder aus der Konfiguration entfernen.
  5. Mit ./yabridgectl status siehst du alle erkannten und unterstützten Plugins


Installierte Plugins hinzufügen

Jedes Mal, wenn ein neues Windows Plugin installiert wurde öffnest du eine Konsole wechselst in das yabridge Verzeichnis cd ~./conf/share/yabridge und führst folgenden Befehl aus

  1. ./yabridgectl sync
  2. Fertig


In der letzten Zeile der Ausgabe solltest du einen Hinweis lesen können, dass ein neues Plugin erkannt und hinzugefügt wurde (added new). Um es dann aber doch noch genau zu überprüfen und eine Liste aller Plugins zu sehen, rufe einfach folgenden Befehl auf

  1. ./yabridgectl status

 

Abschliessend musst du vermutlich nur noch in der DAW die entsprechenden Pfade für die Plugins angeben und du kannst loslegen. Wenn du wieder mal neue Plugins installiert hast, dann einfach:

 

  1. Prüfen, wird(wurde) das Plugin in einen der bekannten Pfade installiert?
  2. Wenn ja, dann Konsole öffnen, yabridgectl sync ausführen. Fertig
  3. Wenn nein, Pfad mit yabridgectl add PFAD hinzufügen und danach yabridgectl sync ausführen. Fertig.

 

Das gilt alles für 64 Bit Plugins. Für 32Bit muss bei Wine noch noch etwas angepasst werden, dann geht das auch. Aber das vielleicht in einem anderen Artikel.

 

Für Übersetzungen nutze ich immer mal wieder gerne deepl.com und bin immer wieder sehr begeistert, wie sauber die Übersetzungen sind.

 

 

 

Weniger Deutschland mehr USA

15. März 2022 um 20:01
Von: hoergen

Auf Inforadio gibt es einen Podcast der sich “Wissenswerte” nennt. Es ist kein Wissenschaftspodcast, man sollte es eher als Nachrichten begreifen. Als im extremsten Falle einfach nur der Pressetext einer Organisation oder Firma. Was ihn nicht weniger interessant macht, aber dennoch ist diese Einordnung wichtig. Daher auch der Blogbeitrag, weil einer der Podcastfolgen medial desaströs ist.
Der Podcast wird von Inforadio und der Technologiestiftung Berlin produziert.

 

Im Speziellen geht es um die Folge “Begleiter der Zukunft: über den Umgang mit Robotern” mit Axel Dorloff, wie auf Inforadio beschrieben “Reporter, Redakteur, Moderator” NICHT Journalist! Er führt charmant durch die Sendung, aber sorgt nun nicht für eine ausgewogene Sichtweise. Beziehungsweise weist nicht auf verschiedene Perspektiven hin. Was er als Moderator auch nicht unbedingt müsste, aber könnte.

 

Die Gästin ist Kognitionspsychologin Prof. Dr. Eva Wiese von der TU Berlin, deren Fachkompetenz sicherlich unstreitig ist, aber deren Ausflüge in eine populistische Gesellschaftspolitik fahrlässig bis gefährlich sind. Und hier sollte auch ein Moderator wenigstens die Perspektiven aufzeigen.

 

Was ist passiert?

Es geht um das Thema Robotor in der Gesellschaft, wie sie angenommen werden, welche Probleme es gibt, was sie können und was sie nicht können. Ein super interessantes Thema.

Aber dann fängt es an, dass Frau Wiese eine Gruppe von Menschen nennt, die von vornherein solcher Technologie kritsich gegenüber tritt “Was wird überwacht, was wird aufgezeichnet und ausgewertet". Das wäre laut Wiese hinderlich und störend. Später geht es weiter mit “In den USA geht man da viel freier ran, jeder bekommt das Gefühl er kann die Welt verändern, während man in Deutschland eher daran gehindert wird". Später relativiert sie das wieder ein wenig “das deutsche Denken hat ja nicht nur Schlechtes.” Das sind keine 1 zu 1 Zitate, aber insgesamt spiegelt das den Eindruck, den mir der Podcast vermittelt hat wider.

 

Was ist das Problem?

Wir kenne noch alle gut den Spruch “Digitalisierung First. Bedenken Second".
Und wir alle kennen, die fast täglichen Verbrechen, die Facebook, Twitter, Microsoft, Google, Apple, Amazon und wie sie alle heissen tun, weil es Menschen in Verantwortungspositionen (meist Politik) gibt, die genau so denken. Erst wenn der Schaden angerichtet ist sagen “Ups, da hätte jemand vielleicht vorher irgendwas tun … oder so". Der Schaden ist irreversibel. Menschen wurden geschädigt und in vielen dieser Fälle, wird immer noch keine Maßnahme ergriffen Menschen vor diesem Wilder-Westen Verhalten zu schützen.

 

Ich will das mal mit einem extremen, aber durchaus vergleichbaren Beispiel verdeutlichen

Die Atombombe, war mit ihrem Knallbumm absolut erfolgreich. Das Drumherum und die Nebenwirkung waren halt ein wenig blöd.

Oder würde man so z.B. in der Automobilindustrie arbeiten, wäre auch folgender Slogan denkbar:

Motorpower und Geschwindigkeit First, Bremse einbauen Second.

 

Es ist ungeheuer wichtig, solche Sendungen richtig einzuordnen, ob es Meinungen, Nachrichten, Wissenschaft, Pressemitteilungen oder im schlimmsten Fall einfach nur Zeitverschwendung sind. Und das für jede einzelne Folge dieses Podcasts.

 

Ich hätte mir gewünscht, dass auch ein Moderator hier das neoliberale Wildwest Politisieren heraus nimmt.

 

Der Slogan von Inforadio “Wir lieben das warum” Ist übrigens auch nicht schlüssig. Ein Sender, der hauptsächlich ein “dass” (Nachrichten) sendet, aber eigentlich nie ein “warum eigentlich", scheint sich nicht wirklich ganz im Klaren darüber zu sein, was sie da machen.

 

 

Schon wieder CDU? Bereichern sich Kohle und Kernkraft Lobby am russischen Angriffskrieg?

05. März 2022 um 15:07
Von: hoergen

Deutschland ist abhängig vom russischen Gast und Öl. Eine alte Erkenntnis, die immer wieder runter gespielt wurde. Jetzt ist der Ernstfall auf zwei Ebenen eingetreten: Russland könnte uns den Hahn zudrehen und Deutschland finanziert jetzt den russischen Angriffskrieg.

 

Sofort werden zurecht Rufe laut, dass man nun endlich auf andere Energieformen umsteigen soll. Eine Forderung, die von den “Ökos” seit den 1980er Jahren gestellt wird. Aber gerade CDU und CSU haben das so massiv, wie sie es nur konnten immer wieder blockiert. So war die letzte große Sabotage der beiden Parteien in Bayern und in NRW, dass sie durch linkische Gesetze den Ausbau der Windenergie verhindert haben. Beide Parteien waren auch schon immer große Befürworter von Kohle und Kernenergie.

 

Jetzt, da die Erkenntnis nicht nur gereift, sondern sogar diesen Parteien ins Gesicht geschlagen wurde, kommt die Forderung von diesen Parteien den Kohle und Kernenergieausstieg zu verlängern.

 

Wäre Gutes mit im Spiel gewesen, hätte man hören können, wie Windenergie und andere alternative Energieformen jetzt so brachial auf den Weg gebracht würden, wie die Bundeswehr. Bayern und NRW hätten sich entschuldigt und gestern angefangen Windräder aufzustellen. Und es wäre vielleicht sogar denkbar noch früher aus Kohle und Kernenergie auszusteigen?

 

Welche vernünftigen und klimaorientierten Gründe gibt es den Ausstieg nach hinten verschieben zu wollen?

 

 

Eskalation - warum nukleare Stromerzeugung lebensbedrohlich ist

03. März 2022 um 22:34
Von: hoergen

Nachdem die EU Kernkraft als Grüne Energie definieren wollte, kommt ausgerechnet Putin mit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine daher und zeigt sehr deutlich, warum diese Entscheidung nicht falscher hätte sein können.

 

Kernkraftwerke sind schon in Friedenszeiten eine große Gefahr, die gerne verdrängt wird. Ein Leck, eine Explosion, fehlerhafte Kühlwassersysteme, eine Kernschmelze oder was man sich sonst noch als technische Störung vorstellen kann, kann eine Apokalypse auslösen.

 

Es muss aber noch nicht mal eine technische Störung sein, es könnte ja sogar ein Cyberangriff sein, von Terroristen aus der Privatwirtschaft, die einfach ein paar Bitcoin erpressen wollen, oder eben die üblichen Hacker von faschistoiden Staaten.

 

Dann kommt hier ja noch die Endlagerung dazu, die bis heute weder gelöst und noch im Preis inbegriffen sind. Aber auch dort bzw auf dem Weg dorthin sind irgendwelche Angriffe und Störfälle denkbar. Und ich bin mir sicher, ich habe noch Einiges vergessen.

 

DAS sind nur Beispiele von Bedrohungsszenarien von Kernkraftwerken in Friedenszeiten, bei dem schon ein einziger Grund reicht, so eine Technologie nicht zu bauen, oder weiter zu betreiben.

 

Nun zeigt der Krieg für alle Menschen so deutlich wie nie zuvor, dass selbst die Ruinen, wie Tschernobyl seit 1986 immer noch so ein extrem hohes Bedrohungsszenario für alle Menschen ungeachtet, ob es die Aggressoren oder die Angegriffenen sind. Alleine das Überfahren des Geländes wirbelt radioaktive Partikel auf, so dass in der gesamten Gegen die Radioaktivität steigt. Nicht lebensgefährlich, laut Fachleuten könnte man sich noch 200 Stunden gefahrlos aufhalten. Aber, das ist “nur” drüber fahren und drüber laufen! Da stelle man sich mal vor, da explodieren Granaten oder Bomben fallen auf dieses Gebiet.

 

Tschernobyl ist auch kein schlafender Ort. Dieses Kernkraftwerk braucht immer noch Aufmerksamkeit, Zeit und Arbeit, weil das Desaster von damals immer noch in Grenzen gehalten werden muss. ein Krieg verhindert diese Arbeiten. Ein Krieg verhindert auch den Bezug von Gerätschaft, Ersatzteilen Zugang für Fachpersonal und die Arbeit generell.

 

DAS ist “nur” ein “ruhendes” Kernkraftwerk.

 

Die aktiven Kernkraftwerke sind aus verschiedenen Perspektiven ein nicht mehr zu kalkulierendes Sicherheitsrisiko. Angreifer könnten sie direkt angreifen und eine nukleare Katastrophe auslösen. Wegen fehlender Versorgung, aufgrund von kriegsbedingter psychischer Belastung, Ausfall von irgendwas wegen der Kriegssituation oder als verzweifelte Kapitulation der Angreifer das Auslösen einer Kernschmelze. Alle Szenarien sind vermutlich gar auflistbar, weil die menschliche Fantasie so abgründig sie auch definiert werden könnte, noch abgründiger sein kann.

 

Nein! Kernkraftwerke sind apokalyptisch gefährlich. Und das waren sie schon immer, auch wenn die meisten Gesellschaften das ignoriert und verdrängt haben, oder immer noch tun.

 

Dagegen strahlt ein kaputtes, umgefallenes, gesprengtes Windrad oder Solarpaneel Ruhe und Frieden aus.

 

 

 

PeerTube 4.1 und Generelles über die Privatssphäre

23. Februar 2022 um 11:39
Von: hoergen

PeerTube 4.1 das Opensource Videoportal ist veröffentlicht worden.

 

Das ist an sich eine sehr tolle Nachricht. Auch dass manche Funktionen standardmäßig ausgeschaltet werden können. Wie zum Beispiel das P2P Protokoll, das die Bandbreitenlast vom anbietenden Server zwischen den KonsumentInnen aufteilen kann.

 

Was an sich eine sehr solidarische Funktion ist, ist im Gegenzug natürlich auch ein Privatsphärenproblem. Darüber sollten wir anfangen eine gesellschaftliche Diskussion zu führen, ohne dass die großen Konzerne in Altherren und -damen Manier “hörthört” grunzen.

 

Zuallererst sei vorangestellt: Privatssphäre ist wichtig! Aber darauf folgt ein sehr dickes ABER. Viele der extremen PrivatsphärenverferchterInnen blockieren mit ihrem Verhalten eine Ausbreitung des Schutzes der Privatsphäre!

 

Die Zwei Finanzierungs-Aspekte leiten mich zu dieser Aussage

  1. Die Person die Geld investiert, um diesen Service zur Verfügung zu stellen
  2. Die Person, die die Inhalte zur Verfügung stellt.

 

Wir alle haben es gerne und dankend angenommen, dass “Internet” und alle damit zusammengehörigen Dienste für die Allgemeinheit wenig bis gar nichts kostet (kostenlos). Dafür haben Konzerne neue Wege gefunden “kostenlos” so gewinnbringend zu vermarkten, dass selbst die Hölle vor Neid erblasst.

 

Übersetzt heißt das “kostenlos gewinnbringend": wir bezahlen dafür.

 

Wir bezahlen dafür vielleicht nicht direkt mit Geld, aber indirekt schon mit Geld. Es gibt genügend Beispiele die das beweisen (Schufa, Cambridge Analytica, uvm).

 

Dienste die von irgendjemand bereit gestellt werden kosten Geld. Ob diese Dienste ein laufendes System sind, oder ob diese Dienste Ergebnisse von Recherchen, oder Zusammenfassungen sind, die uns interessieren. Wir haben ein Interesse solche Dienste in Anspruch zu nehmen und es wäre extrem egozentrisch, sich auf den Standpunkt zu stellen, dass man einen kostenlosen Anspruch darauf hätte!

 

Im Gegenzug darf man sich aber auch nicht beschweren, wenn bei ausbleibendem Support der Anbieter sich eine Finanzierungsquelle sucht. Egal ob es um die Erhaltung des Dienstes, oder eine Gewinnerzielungsabsicht trägt. Eine Diskussion darum ist eine reine Neiddebatte, die es nicht gäbe, wenn wir so einen Dienst überhaupt nicht wollten.

 

Daher mein Aufruf an alle PrivatspährennutzerInnen: Wenn ihr Dienste in Anspruch nehmt, die die Privatspähre schützen wollen, dann sehr euch auch in der Pflicht etwas dafür zu tun. Das heißt nicht immer Geld. Aber das heisst IMMER bezahlen.

Das umschließt auch die sogenannten Datenkraken, bei denen ebenso von ContentanbieterInnen konsumiert wird. Dort ist das Zahlungsmittel Likes, Abos und vor allem Kommentare. Der Algorithmus ist das Transaktionssystem!

 

Wenn ihr als PrivatspährennutzerInnen also den Menschen nicht schaden wollt, die für euch wichtige oder interessanten Dienste oder Content zur Verfügung stellen, dann seid fair und beraubt sie nicht, um das finanzielle Fundament, dass das erst möglich macht!

 

#FairShare

Hier der Link zur Veröffentlichung: https://joinpeertube.org/en_US/news#release-4.1

 

 

 

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