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Barrier statt Synergy - Maus & Tastatur zwischen zwei Computern teilen

18. Juni 2022 um 16:03
Von: hoergen

Um eine Tastatur und Maus für zwei Computer zu verwenden habe ich früher Synergy verwendet. Dann wurde das kommerzialisiert und ich habe mir Synergy gekauft, weil ich damals eine Brücke zwischen Windows und Linux brauchte.

 

Jetzt brauche ich gerade wieder so eine Verbindung. Allerdings zwischen zwei Linux Rechnern - genauer gesagt zwischen zwei Kubuntu Rechnern. Bei der Recherche bin ich dann auf Barrier gestoßen, das ein Fork des früheren Synergys ist.
Barrier teilt Maus, Tastatur und die Zwischenablage.

 

Barrier ist in sehr vielen Linux Distributionen vorhanden und falls nicht, gibt es das noch als Flatpack. Daher geht die Installation auf beiden Rechnern schnell von der Hand mit einem

sudo apt install barrier

oder entsprechend mit der Flatpack Variante über Discover (Ubuntu).

 

Beim Start auf dem Rechner mit der Maus und der Tastatur (Server) öffnet sich das Barrier Konfigurationsfenster mit der Aufforderung eine Sprache auszuwählen.
Danach kommt man in die eigentliche Konfiguration.

  1. Server - im oberen (Serverbereich) “interaktiv konfigurieren” anklicken
  2. Server - “Server konfigurieren” klicken
  3. Server - Von der rechten oberen Seite das Monitor Symbol in das Feld auf die Seite ziehen, wo Maus und Tastatur auf den anderen Rechner wechseln sollen
  4. Server - Doppelklick auf den neuen “Monitor” und einen Anzeigenamen vergeben


Wechsel zum “Client”

  1. Client - Barrier starten
  2. Client - Auswahl “Client (Maus und Tastatur eines anderen Rechner benutzen)” auswählen
  3. Client - IP Adresse des Server eintragen (diese wird im Barrier Fenster des Servers angezeigt)
  4. Client - Barrier starten (oder neu laden, falls schon gestartet)
  5. Client - Es kommt eine Schüsselgenerierungsanzeige. Diese bestätigen

Barrier sollte jetzt mit der Maus und Tastatur funktionieren.

 

Barrier läuft unter Linux, FreeBSD, OpenBSD, Windows und macOS (hier bitte die Entwicklerseite wegen bekannten Problemen lesen!!)

 

Die Entwickler Webseite https://github.com/debauchee/barrier

 

 

Texteditor Kate sortieren

06. Juni 2022 um 09:09
Von: hoergen

Ein Befehl zum Sortieren fehlt im KDE Texteditor Kate. Das ist insofern ungeschickt, weil so eine Funktion einfach integriert doch oft weiter hilft. Allerdings kann diese Funktion auf einem Linux System recht einfach durchgeführt werden, indem das Kommandozeilen Programm “sort” benutzt wird. Dazu muss lediglich die Tastenkombination Strg+AltGr+\ oder im Menü “Extras - Filtern durch Befehl (Strg+\)” aufgerufen werden.

 

Markiert man vorher einen Bereich, z.B. mehrere Zeilen mit einer Nummerierung, dann werden nur diese Zeilen dem aufgerufenen Programm übergeben.

 

So werden Zeilen dann einfach mit Strg+\ und der Eingabe “sort” in die richtige Reihenfolge gebracht. WENN denn die Zahlen am Anfang für sich alleine stehen

 

Sort hat einige Parameter und vermutlich wird meist der Parameter “-V” natural sort of (version) numbers within text” gesucht, da dieser Parameter das so sortiert, wie wir das meist manuell machen würden.

 

sort -V
sort
1
2
3
20
30
1
2
20
3
30


Mit “sort -V” werden zum Beispiel auch Nummer1, Nummer2, Nummer3, Nummer30 ordentlich sortiert.

 

Wer noch mehr Sortier-Parameter von sort erfahren möchte, gibt einfach “man sort” auf der Kommandozeile ein.

Viel Spaß beim Sortieren.

PS: Kate gibt es übrigens auch als Windows und als Mac Version hier zum Runterladen

 

 

Das immer wieder verlorene Wissen

01. Juni 2022 um 13:38
Von: hoergen

Die Tage las ich auf Friendica (Fediverse) eine Anfrage nach einem Programm (Software) oder einer Formulierungshilfe für den Einsatz für Lehrkräfte. Vorweg sei gesagt, dass ich solche Software oder Hilfe nicht kenne und mich bisher nie auseinander gesetzt habe. Aber das ist im Bezug auf das Thema über das ich mir grundsätzliche Gedanken mache nicht notwendig.

 

Das betrifft vermutlich auch sehr viele andere Bereiche, die mit präzisen Formulierungen arbeiten wollen bzw müssen. Ein Fundus an Textbausteinen, Nachschlagemöglichkeiten oder einfach nur die entsprechende Erfahrung ist sehr hilfreich.

 

So ein Wissen von vielen Menschen in einer Software zu kapseln, halte ich nicht für richtig. Seit es Computer gibt und spätestens mit dem Internet und dem Einzug von Datenbanken oder sogar noch besser von Wikis, sollte solches Wissen von den Menschen, die es zusammentragen, ausarbeiten und vor allen Dingen nutzen den anderen zur Verfügung gestellt werden.

 

Nicht nur aus dem Grund, dass Wissen generell frei zugänglich sein sollte, sondern auch aus dem Grunde, dass solches Wissen von sehr vielen Menschen zusammengetragen und ordentlich aufbereitet einen großen Wert für die Gesellschaft und die nachfolgenden Generationen darstellt.

 

Einfach nur Wissen von wenigen aufbereitet in “Silos” wie Programme zu stecken ist die alte und immer noch kleingeistige Strategie mit Macht und Geld, die Kirchen jahrhundertelang verfolgt haben, zu erhalten.

 

Technologie und Wissen müssen immer getrennt betrachtet werden. Wissen muss allen Menschen frei zugänglich und auch ohne zusätzliche “Zwangshilfen” zur Verfügung stehen und Technologie muss natürlich bezahlt werden.

 

Das Geheimnis liegt in der Einfachheit. Das altbekannte KISS-Prinzip (Keep It Simple & Stupid) , auf deutsch “einfach einfach halten", ist der beste Ansatz, den wir haben.

 

In diesem Fall würde ich jeder interessierten Person für den lokalen Einsatz eine reine simple Texte Sammlung z.B. mit einer Software wie Obsidian, in der man in den Texten auch noch Markdown Syntax verwenden und zusätzliche Funktionen wie Suchen, exportieren, synchronisieren verwenden kann.

 

Für die gemeinschaftliche Nutzung bieten sich Wikis wie zum Beispiel das Dokuwiki an, um über Entfernungen und Online dieses Wissen aufzubauen.

 

So wird drastisch die Wahrscheinlichkeit gesenkt, dass leider immer wieder Wissen in Silos (Software, Festplatten, Handnotizen, offline Sammlungen) oder bei Personen verloren gehen und das Rad von Neuem erfunden werden muss.

 

 

Alternative Energien. Dezentral. Überall.

30. März 2022 um 11:52
Von: hoergen

Dass wir alternative Energien aus Wasser, Wind, Sonne und andren Quellen brauchen, ist denke ich mittlerweile unumstritten.


Ebenso brauchen wir Speichersysteme auch jenseits von Batterien und Akkus, wie Pumpwerke, Gewichtspeicherungen wie z.B. in Seen, oder Salzbergwerke.

 

Schönheit von Häusern und Landschaft oder persönliches Wohlbefinden sollte dem Weiterbestehen der Menschheit nachgestellt sein. Das sollte auch den extremst Horizont beschränktesten Politikern aus CDU, CSU und FDP so langsam mal klar werden.


Ein hiermit wichtiger und unverzichtbare Schritt ist die dezentrale Energieproduktion. Also weg von dem alten Konzept einer zentralen Versorgung, hin zu vielen kleinen dezentralen Energieproduzenten, die unter Umständen sogar autark sein können. Dabei müssen alle verfügbaren Quellen “angezapft” werden. Nach dem Prinzip “Kleinvieh macht auch Mist”

 

  1. Photovoltaik Anlagen mit einfach austauschbaren und standardisierten Elementen auf Dächern und an Fassaden
  2. Dachbegrünungen unter der Photovoltaikanlage
  3. Windräder nach dem Bernoullie Prinzip, wie z.B. die 0-Wind Turbine auf Balkonen, in Fenstern, auf Dächern.
  4. Turbinen in Regenrinnen
  5. Intelligentes thermisches Fensterglas, das im Sommer UV Licht (Wärme) blockt und im Winter durchlässt. Eventuell an Heizungssysteme angeschlossen ist, um die Tageswärme besser speichern zu können.
  6. Warmwasserabfluss Wärmetauscher
  7. Speicherungsmöglichkeiten nicht nur durch explizite Akkus, sondern eventuell auch andere Möglichkeiten wie Gewichte oder Ähnliches.

 

Und ein Thema, das sich sowieso völlig absurd entwickelt hat. Mechanische Schalter, zur kompletten Trennung von Geräten und Strom bei jedem Gerät. Ein komplettes Verbot für Standby.

Auch LEDs an Geräten müssen immer komplett abschaltbar sein ( Stromverbrauch).

Displays mit energiesparenden Bewegungssensoren, die sich abschalten, wenn keine Bewegung mehr wahrgenommen wird.

Knöpfe und Drehregler statt Displays, wo es sinnvoll ist.

Das sind nur ein paar kleine Ideen, die sicherlich noch um Einiges erweitert werden können, die pro Mensch und Haushalt relativ einfach umgesetzt werden können.


Vielleicht habt ihr ja noch mehr Ideen, was praktikabel und für den Verbraucher wünschenswert und umsetzbar ist?

 

 

 

Kryptowährungen & Blockchain aus diesem Blog

28. März 2022 um 23:31
Von: hoergen

Da immer wieder die wildesten Gerüchte aufkommen und nie aus der Welt zu wischen sind, liste ich hier mal die Artikel zum Thema Blockchain & Kryptowährungen auf, die ich im Laufe der Zeit geschrieben habe.

Ich bitte ausdrücklich darum nicht einfach zu glauben, was ich schreibe, sondern das mit seriösen Informationen gegen zu prüfen. Nicht weil ich Unsinn geschrieben hätte, sondern einfach nur weil, man nicht jedem daher Gelaufenen glauben soll, nur weil es im Internet steht. Oder weil jemand im Dunst des Chaos Computer Clubs völlig fundamentalistischen Unsinn verbreitet.

 

Hier sind nun die Artikel. Teilweise auch eingesprochen als Hörversion

 

  1. Blockchain kompliziert? Im Prinzip nicht
  2. Blockchain kurz und verständlich
  3. Digitale Währung, Stablecoin & Kryptowährung
  4. NFT und die Aufregung
  5. Was sind dApps
  6. PoW, PoS und Zinsen bei Kryptowährungen
  7. Zinsen im Jahre 2020 bekommen - Staking
  8. Chia - Elektroschrott statt Energie
  9. Zentralisiert, Dezentralisiert und Verteilt - Was ist was?

 

 

 

 

 

Eine tmux.conf Konfiguration

28. März 2022 um 12:04
Von: hoergen

Eine für mich sehr gut funktionierende tmux.conf entweder systemweit in /etc/ oder nur für einen Benutzer in der ~/.tmux.conf ist die folgende Konfiguration. Für mich waren hier die Statuszeile und die Einbindung des Maus Scrollrades zum Scrollen wichtig.

 

######################
### DESIGN CHANGES ###
######################

# loud or quiet?
set -g visual-activity off
set -g visual-bell off
set -g visual-silence off
setw -g monitor-activity off
set -g bell-action none

set -g mouse on

#  modes
setw -g clock-mode-colour colour25
setw -g mode-style ‘fg=colour255 bg=colour25 bold’

# panes
set -g pane-border-style ‘fg=colour19 bg=colour0′
set -g pane-active-border-style ‘bg=colour0 fg=colour9′

# statusbar
set -g status-position bottom
set -g status-justify left
set -g status-style ‘bg=colour25 fg=colour255′
set -g status-left ‘ #[bg=colour25,fg=colour255]’
set -g status-right ‘#[fg=colour255,bg=colour25] %d/%m/%Y #[fg=colour255,bg=colour25] %H:%M ‘
set -g status-right-length 50
set -g status-left-length 20

setw -g window-status-current-style ‘fg=colour15 bg=colour31 bold’
setw -g window-status-current-format ‘#I#[fg=colour249]:#[fg=colour255]#W#[fg=colour249]#F’

setw -g window-status-style ‘fg=colour0 bg=colour25 bold’
setw -g window-status-format ‘#I#[fg=colour237]:#[fg=colour250]#W#[fg=colour244]#F’

setw -g window-status-bell-style ‘fg=colour255 bg=colour1 bold’

 

 

Beim ssh login tmux aufrufen

28. März 2022 um 11:50
Von: hoergen

Da ich tmux (Alternative zu screen) sehr häufig benutze, nutze ich auch bei remote ssh logins einen Befehl, der mich nach dem erfolgreichen Login gleich in eine detachte tmux session bringt.

 

ssh -l <USERNAME> <HOST> -p <PORT> -t "tmux a"

 

Weitere Artikel zu tmux

  1. tmux - neues Fenster oder Pane im aktuellen Verzeichnis öffnen
  2. tmux ein Windowmanager für die Konsole
  3. Live-Anzeige der Webserver-Client Verbindungen
  4. Eine tmux.conf Konfiguration

 

 

Plugins - Windows VSTs 32/64 Bit mit YaBridge | Linux

17. März 2022 um 10:32
Von: hoergen

Yabridge habe ich schon länger im Gebrauch und will nun endlich auch mal einen Artikel darüber schreiben, nachdem ich schon ein kleines Tutorial dazu gemacht habe. Wie man so schön auf deutsch sagen würde “Die Installation von YaBridge ist ein Gehirnloser (nobrainer)"  … manchmal vermisse ich die schlechten Übersetzungsprogramme. :)

 

Kurze Übersicht, was gemacht werden muss:

  1. Installation von Wine “Staging branch”
  2. Download Yabridge in ein bestimmtes Verzeichnis
  3. Konfiguration von Yabridge, setzen der Plugin Pfade & yabridgectl sync ausführen
  4. Fertig

 

Schritt für Schritt Anleitungmit vielen Erklärungen, um zu verstehen, was passiert und was dahinter steckt.

 

1. Installation von Wine “Staging branch”

Die “Staging branch” ist quasi der neuste und heißeste Shit. Bleeding Edge! Es sind zwar die neusten Features mit drin, aber dafür kann man schon mal eben den einen oder anderen Bug rein bekommen. Insgesamt ist dieser Beta Entwicklungszweig aber auch sorgfältig gepflegt, so dass das zum Glück nicht häufig vorkommt. Hat man einen funktionierenden Stand könnte man den auch “einfrieren” (apt pinning).

 

Generell IMMER der Anleitung auf der WineHQ Seite folgen!

 

Aktuell für Kubuntu 21.10 sieht das so aus

  1. sudo dpkg --add-architecture i386

  2. wget -nc https://dl.winehq.org/wine-builds/winehq.key
  3. sudo apt-key add winehq.key
  4.  Für (K)Ubuntu 21.10

    1. sudo add-apt-repository 'deb https://dl.winehq.org/wine-builds/ubuntu/ impish main'
  5. sudo apt update
  6. sudo apt install --install-recommends winehq-staging

 

Dann gibt es noch 2 sehr wichtige Hinweise auf der WineHQ Webseite (Datum dieses Artikels)

  1. WineHQ enthält derzeit keine Pakete für wine-gecko oder wine-mono. Wenn Sie ein neues Wine-Präfix erstellen, werden Sie gefragt, ob Sie diese Komponenten herunterladen möchten. Für beste Kompatibilität wird empfohlen, hier auf Ja zu klicken. Wenn der Download bei Ihnen nicht funktioniert, folgen Sie bitte den Anweisungen auf den Gecko- und Mono-Wiki-Seiten, um die Komponenten manuell zu installieren.
  2. Beginnend mit Wine 5.7 haben die WineHQ Ubuntu-Pakete eine optionale debconf-Einstellung, um CAP_NET_RAW zu aktivieren, damit Anwendungen, die rohe IP-Pakete senden und empfangen müssen, dies tun können. Dies ist standardmäßig deaktiviert, da es ein potentielles Sicherheitsrisiko darstellt und die meisten Anwendungen diese Fähigkeit nicht benötigen. Benutzer von Anwendungen, die dies benötigen, können CAP_NET_RAW nach der Installation von Wine aktivieren, indem sie
    dpkg-reconfigure wine-<branch>-amd64 wine-<branch> wine-<branch>-i386
    und beantworten Sie die drei Fragen mit Ja. (Ersetzen Sie devel, staging oder stable durch <branch> im obigen Befehl). Also sieht der Vefehl folgendermaßen aus
    dpkg-reconfigure wine-devel-amd64 wine-devel wine-devel-i386


Um die Darstellung anzupassen nutzt man das Tool winecfg. Unter Grafik kann man die DPI einstellen, so dass alles etwas größer ist z.B. 120 oder 150 DPI bei hochauflösenden Bildschirmen. Einfach in einer Konsole winecfg eintippen und Enter drücken.


Sollten irgendwelche Schriftarten oder ähnliches fehlen, können diese einfach mit dem tool winetricks nachinstalliert werden. Das Tool winetricks muss extra installiert werden und sollte mit größter Vorsicht und nur in Außnahmefällen genutzt werden, da man sich mit dieversen “Tipps & Tricks” aus dem Internet schnell mal die Konfiguration zerschießen kann.

Für die Schriftarten wäre es dann folgender Befehl notwendig
winetricks -q corefonts


2 Download Yabridge in ein bestimmtes Verzeichnis

Von Robberts YaBridge Software Repository die letzte Version von Yabridge runterladen und zwar von der “Release” Seite https://github.com/robbert-vdh/yabridge/releases . Das Paket das mit “-ubuntu-18.04.tar.gz” endet ist AUSSCHLIESSLICH für (K)Ubuntu Versionen ÄLTER bis 18.04 gedacht. Für neuere Versionen einfach das Paket z.B. yabridge-3.8.1.tar.gz runter laden . Zum Zeitpunkt, wenn du das installierst, kann das natürlich eine neuere Version sein.

 

  1. Download von https://github.com/robbert-vdh/yabridge/releases
  2. Auspacken und in das Verzeichnis ~/.local/share (also dein Home Verzeichnis) kopieren. So dass als Ergebnis das Verzeichnis ~/.local/share/yabridge/ mit den entsprechend darin befindlichen Dateien existiert.
    3. In einer Konsole in das Verzeichnis wechseln cd ~/.local/share/yabridge/
    4. Die Pluginpfade hinzufügen, in denen sich normalerweise die installierten Plugins befinden. Wenn noch keine Plugins installiert sind, existieren auch oft die Pfade nicht! Typische Pfade sind:

    1. "$HOME/.wine/drive_c/Program Files/Steinberg/Vstplugins/"
    2. "$HOME/.wine/drive_c/Program Files/Vstplugins/"
    3. "$HOME/.wine/drive_c/Program Files/Common Files/VST2"
    4. "$HOME/.wine/drive_c/Program Files/Common Files/VST3"
  3. Schaue nach welche Pfade bei dir existieren (nach der Plugin Installation) und dann füge sie mit dem Befehl (im yabridge Verzeichnis) ./yabridgectl add DEINPFAD hinzu z.B. ./yabridgectl add "$HOME/.wine/drive_c/Program Files/Steinberg/Vstplugins/"
  4. Mit ./yabridgectl list kannst du dir alle eingepflegten Pfade anzeigen lassen und mit ./yabridgectl rm PFADNAME kannst du einen Pfad wieder aus der Konfiguration entfernen.
  5. Mit ./yabridgectl status siehst du alle erkannten und unterstützten Plugins


Installierte Plugins hinzufügen

Jedes Mal, wenn ein neues Windows Plugin installiert wurde öffnest du eine Konsole wechselst in das yabridge Verzeichnis cd ~./conf/share/yabridge und führst folgenden Befehl aus

  1. ./yabridgectl sync
  2. Fertig


In der letzten Zeile der Ausgabe solltest du einen Hinweis lesen können, dass ein neues Plugin erkannt und hinzugefügt wurde (added new). Um es dann aber doch noch genau zu überprüfen und eine Liste aller Plugins zu sehen, rufe einfach folgenden Befehl auf

  1. ./yabridgectl status

 

Abschliessend musst du vermutlich nur noch in der DAW die entsprechenden Pfade für die Plugins angeben und du kannst loslegen. Wenn du wieder mal neue Plugins installiert hast, dann einfach:

 

  1. Prüfen, wird(wurde) das Plugin in einen der bekannten Pfade installiert?
  2. Wenn ja, dann Konsole öffnen, yabridgectl sync ausführen. Fertig
  3. Wenn nein, Pfad mit yabridgectl add PFAD hinzufügen und danach yabridgectl sync ausführen. Fertig.

 

Das gilt alles für 64 Bit Plugins. Für 32Bit muss bei Wine noch noch etwas angepasst werden, dann geht das auch. Aber das vielleicht in einem anderen Artikel.

 

Für Übersetzungen nutze ich immer mal wieder gerne deepl.com und bin immer wieder sehr begeistert, wie sauber die Übersetzungen sind.

 

 

 

Weniger Deutschland mehr USA

15. März 2022 um 20:01
Von: hoergen

Auf Inforadio gibt es einen Podcast der sich “Wissenswerte” nennt. Es ist kein Wissenschaftspodcast, man sollte es eher als Nachrichten begreifen. Als im extremsten Falle einfach nur der Pressetext einer Organisation oder Firma. Was ihn nicht weniger interessant macht, aber dennoch ist diese Einordnung wichtig. Daher auch der Blogbeitrag, weil einer der Podcastfolgen medial desaströs ist.
Der Podcast wird von Inforadio und der Technologiestiftung Berlin produziert.

 

Im Speziellen geht es um die Folge “Begleiter der Zukunft: über den Umgang mit Robotern” mit Axel Dorloff, wie auf Inforadio beschrieben “Reporter, Redakteur, Moderator” NICHT Journalist! Er führt charmant durch die Sendung, aber sorgt nun nicht für eine ausgewogene Sichtweise. Beziehungsweise weist nicht auf verschiedene Perspektiven hin. Was er als Moderator auch nicht unbedingt müsste, aber könnte.

 

Die Gästin ist Kognitionspsychologin Prof. Dr. Eva Wiese von der TU Berlin, deren Fachkompetenz sicherlich unstreitig ist, aber deren Ausflüge in eine populistische Gesellschaftspolitik fahrlässig bis gefährlich sind. Und hier sollte auch ein Moderator wenigstens die Perspektiven aufzeigen.

 

Was ist passiert?

Es geht um das Thema Robotor in der Gesellschaft, wie sie angenommen werden, welche Probleme es gibt, was sie können und was sie nicht können. Ein super interessantes Thema.

Aber dann fängt es an, dass Frau Wiese eine Gruppe von Menschen nennt, die von vornherein solcher Technologie kritsich gegenüber tritt “Was wird überwacht, was wird aufgezeichnet und ausgewertet". Das wäre laut Wiese hinderlich und störend. Später geht es weiter mit “In den USA geht man da viel freier ran, jeder bekommt das Gefühl er kann die Welt verändern, während man in Deutschland eher daran gehindert wird". Später relativiert sie das wieder ein wenig “das deutsche Denken hat ja nicht nur Schlechtes.” Das sind keine 1 zu 1 Zitate, aber insgesamt spiegelt das den Eindruck, den mir der Podcast vermittelt hat wider.

 

Was ist das Problem?

Wir kenne noch alle gut den Spruch “Digitalisierung First. Bedenken Second".
Und wir alle kennen, die fast täglichen Verbrechen, die Facebook, Twitter, Microsoft, Google, Apple, Amazon und wie sie alle heissen tun, weil es Menschen in Verantwortungspositionen (meist Politik) gibt, die genau so denken. Erst wenn der Schaden angerichtet ist sagen “Ups, da hätte jemand vielleicht vorher irgendwas tun … oder so". Der Schaden ist irreversibel. Menschen wurden geschädigt und in vielen dieser Fälle, wird immer noch keine Maßnahme ergriffen Menschen vor diesem Wilder-Westen Verhalten zu schützen.

 

Ich will das mal mit einem extremen, aber durchaus vergleichbaren Beispiel verdeutlichen

Die Atombombe, war mit ihrem Knallbumm absolut erfolgreich. Das Drumherum und die Nebenwirkung waren halt ein wenig blöd.

Oder würde man so z.B. in der Automobilindustrie arbeiten, wäre auch folgender Slogan denkbar:

Motorpower und Geschwindigkeit First, Bremse einbauen Second.

 

Es ist ungeheuer wichtig, solche Sendungen richtig einzuordnen, ob es Meinungen, Nachrichten, Wissenschaft, Pressemitteilungen oder im schlimmsten Fall einfach nur Zeitverschwendung sind. Und das für jede einzelne Folge dieses Podcasts.

 

Ich hätte mir gewünscht, dass auch ein Moderator hier das neoliberale Wildwest Politisieren heraus nimmt.

 

Der Slogan von Inforadio “Wir lieben das warum” Ist übrigens auch nicht schlüssig. Ein Sender, der hauptsächlich ein “dass” (Nachrichten) sendet, aber eigentlich nie ein “warum eigentlich", scheint sich nicht wirklich ganz im Klaren darüber zu sein, was sie da machen.

 

 

Schon wieder CDU? Bereichern sich Kohle und Kernkraft Lobby am russischen Angriffskrieg?

05. März 2022 um 15:07
Von: hoergen

Deutschland ist abhängig vom russischen Gast und Öl. Eine alte Erkenntnis, die immer wieder runter gespielt wurde. Jetzt ist der Ernstfall auf zwei Ebenen eingetreten: Russland könnte uns den Hahn zudrehen und Deutschland finanziert jetzt den russischen Angriffskrieg.

 

Sofort werden zurecht Rufe laut, dass man nun endlich auf andere Energieformen umsteigen soll. Eine Forderung, die von den “Ökos” seit den 1980er Jahren gestellt wird. Aber gerade CDU und CSU haben das so massiv, wie sie es nur konnten immer wieder blockiert. So war die letzte große Sabotage der beiden Parteien in Bayern und in NRW, dass sie durch linkische Gesetze den Ausbau der Windenergie verhindert haben. Beide Parteien waren auch schon immer große Befürworter von Kohle und Kernenergie.

 

Jetzt, da die Erkenntnis nicht nur gereift, sondern sogar diesen Parteien ins Gesicht geschlagen wurde, kommt die Forderung von diesen Parteien den Kohle und Kernenergieausstieg zu verlängern.

 

Wäre Gutes mit im Spiel gewesen, hätte man hören können, wie Windenergie und andere alternative Energieformen jetzt so brachial auf den Weg gebracht würden, wie die Bundeswehr. Bayern und NRW hätten sich entschuldigt und gestern angefangen Windräder aufzustellen. Und es wäre vielleicht sogar denkbar noch früher aus Kohle und Kernenergie auszusteigen?

 

Welche vernünftigen und klimaorientierten Gründe gibt es den Ausstieg nach hinten verschieben zu wollen?

 

 

Eskalation - warum nukleare Stromerzeugung lebensbedrohlich ist

03. März 2022 um 22:34
Von: hoergen

Nachdem die EU Kernkraft als Grüne Energie definieren wollte, kommt ausgerechnet Putin mit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine daher und zeigt sehr deutlich, warum diese Entscheidung nicht falscher hätte sein können.

 

Kernkraftwerke sind schon in Friedenszeiten eine große Gefahr, die gerne verdrängt wird. Ein Leck, eine Explosion, fehlerhafte Kühlwassersysteme, eine Kernschmelze oder was man sich sonst noch als technische Störung vorstellen kann, kann eine Apokalypse auslösen.

 

Es muss aber noch nicht mal eine technische Störung sein, es könnte ja sogar ein Cyberangriff sein, von Terroristen aus der Privatwirtschaft, die einfach ein paar Bitcoin erpressen wollen, oder eben die üblichen Hacker von faschistoiden Staaten.

 

Dann kommt hier ja noch die Endlagerung dazu, die bis heute weder gelöst und noch im Preis inbegriffen sind. Aber auch dort bzw auf dem Weg dorthin sind irgendwelche Angriffe und Störfälle denkbar. Und ich bin mir sicher, ich habe noch Einiges vergessen.

 

DAS sind nur Beispiele von Bedrohungsszenarien von Kernkraftwerken in Friedenszeiten, bei dem schon ein einziger Grund reicht, so eine Technologie nicht zu bauen, oder weiter zu betreiben.

 

Nun zeigt der Krieg für alle Menschen so deutlich wie nie zuvor, dass selbst die Ruinen, wie Tschernobyl seit 1986 immer noch so ein extrem hohes Bedrohungsszenario für alle Menschen ungeachtet, ob es die Aggressoren oder die Angegriffenen sind. Alleine das Überfahren des Geländes wirbelt radioaktive Partikel auf, so dass in der gesamten Gegen die Radioaktivität steigt. Nicht lebensgefährlich, laut Fachleuten könnte man sich noch 200 Stunden gefahrlos aufhalten. Aber, das ist “nur” drüber fahren und drüber laufen! Da stelle man sich mal vor, da explodieren Granaten oder Bomben fallen auf dieses Gebiet.

 

Tschernobyl ist auch kein schlafender Ort. Dieses Kernkraftwerk braucht immer noch Aufmerksamkeit, Zeit und Arbeit, weil das Desaster von damals immer noch in Grenzen gehalten werden muss. ein Krieg verhindert diese Arbeiten. Ein Krieg verhindert auch den Bezug von Gerätschaft, Ersatzteilen Zugang für Fachpersonal und die Arbeit generell.

 

DAS ist “nur” ein “ruhendes” Kernkraftwerk.

 

Die aktiven Kernkraftwerke sind aus verschiedenen Perspektiven ein nicht mehr zu kalkulierendes Sicherheitsrisiko. Angreifer könnten sie direkt angreifen und eine nukleare Katastrophe auslösen. Wegen fehlender Versorgung, aufgrund von kriegsbedingter psychischer Belastung, Ausfall von irgendwas wegen der Kriegssituation oder als verzweifelte Kapitulation der Angreifer das Auslösen einer Kernschmelze. Alle Szenarien sind vermutlich gar auflistbar, weil die menschliche Fantasie so abgründig sie auch definiert werden könnte, noch abgründiger sein kann.

 

Nein! Kernkraftwerke sind apokalyptisch gefährlich. Und das waren sie schon immer, auch wenn die meisten Gesellschaften das ignoriert und verdrängt haben, oder immer noch tun.

 

Dagegen strahlt ein kaputtes, umgefallenes, gesprengtes Windrad oder Solarpaneel Ruhe und Frieden aus.

 

 

 

PeerTube 4.1 und Generelles über die Privatssphäre

23. Februar 2022 um 11:39
Von: hoergen

PeerTube 4.1 das Opensource Videoportal ist veröffentlicht worden.

 

Das ist an sich eine sehr tolle Nachricht. Auch dass manche Funktionen standardmäßig ausgeschaltet werden können. Wie zum Beispiel das P2P Protokoll, das die Bandbreitenlast vom anbietenden Server zwischen den KonsumentInnen aufteilen kann.

 

Was an sich eine sehr solidarische Funktion ist, ist im Gegenzug natürlich auch ein Privatsphärenproblem. Darüber sollten wir anfangen eine gesellschaftliche Diskussion zu führen, ohne dass die großen Konzerne in Altherren und -damen Manier “hörthört” grunzen.

 

Zuallererst sei vorangestellt: Privatssphäre ist wichtig! Aber darauf folgt ein sehr dickes ABER. Viele der extremen PrivatsphärenverferchterInnen blockieren mit ihrem Verhalten eine Ausbreitung des Schutzes der Privatsphäre!

 

Die Zwei Finanzierungs-Aspekte leiten mich zu dieser Aussage

  1. Die Person die Geld investiert, um diesen Service zur Verfügung zu stellen
  2. Die Person, die die Inhalte zur Verfügung stellt.

 

Wir alle haben es gerne und dankend angenommen, dass “Internet” und alle damit zusammengehörigen Dienste für die Allgemeinheit wenig bis gar nichts kostet (kostenlos). Dafür haben Konzerne neue Wege gefunden “kostenlos” so gewinnbringend zu vermarkten, dass selbst die Hölle vor Neid erblasst.

 

Übersetzt heißt das “kostenlos gewinnbringend": wir bezahlen dafür.

 

Wir bezahlen dafür vielleicht nicht direkt mit Geld, aber indirekt schon mit Geld. Es gibt genügend Beispiele die das beweisen (Schufa, Cambridge Analytica, uvm).

 

Dienste die von irgendjemand bereit gestellt werden kosten Geld. Ob diese Dienste ein laufendes System sind, oder ob diese Dienste Ergebnisse von Recherchen, oder Zusammenfassungen sind, die uns interessieren. Wir haben ein Interesse solche Dienste in Anspruch zu nehmen und es wäre extrem egozentrisch, sich auf den Standpunkt zu stellen, dass man einen kostenlosen Anspruch darauf hätte!

 

Im Gegenzug darf man sich aber auch nicht beschweren, wenn bei ausbleibendem Support der Anbieter sich eine Finanzierungsquelle sucht. Egal ob es um die Erhaltung des Dienstes, oder eine Gewinnerzielungsabsicht trägt. Eine Diskussion darum ist eine reine Neiddebatte, die es nicht gäbe, wenn wir so einen Dienst überhaupt nicht wollten.

 

Daher mein Aufruf an alle PrivatspährennutzerInnen: Wenn ihr Dienste in Anspruch nehmt, die die Privatspähre schützen wollen, dann sehr euch auch in der Pflicht etwas dafür zu tun. Das heißt nicht immer Geld. Aber das heisst IMMER bezahlen.

Das umschließt auch die sogenannten Datenkraken, bei denen ebenso von ContentanbieterInnen konsumiert wird. Dort ist das Zahlungsmittel Likes, Abos und vor allem Kommentare. Der Algorithmus ist das Transaktionssystem!

 

Wenn ihr als PrivatspährennutzerInnen also den Menschen nicht schaden wollt, die für euch wichtige oder interessanten Dienste oder Content zur Verfügung stellen, dann seid fair und beraubt sie nicht, um das finanzielle Fundament, dass das erst möglich macht!

 

#FairShare

Hier der Link zur Veröffentlichung: https://joinpeertube.org/en_US/news#release-4.1

 

 

 

Moderne Zeiten, Individuen & Gesellschaft

21. Februar 2022 um 09:31
Von: hoergen

Das philosophische Radio des WDR 5 hat ein paar interessante und sehr hörenswerte Sendungen produziert. Wichtige Themen, die immer mehr gemieden werden, weil sie Verantwortung mit sich tragen, die eine Konsumwelt als pure Last empfindet. Aber eine Welt, die auf Gemeinsamkeiten und gegenseitige Achtsamkeit baut, besteht nicht nur aus Rechten.


Moralisch? - Organisationen
WDR 5 Das philosophische Radio. 24.01.2022. 53:50 Min.. Verfügbar bis 24.01.2023. WDR 5.
Moderne Gesellschaften sind organisierte Gesellschaften, und große Organisationen prägen die die Gesellschaft. Der Einzelne rückt dabei in den Hintergrund, er wird zum Teil der Organisation. Was bedeutet das mit Blick auf moralisches Handeln? Studiogast: Lisa Herzog, Philosophin; Moderation: Jürgen Wiebicke
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-das-philosophische-radio/audio-moralisch—organisationen-100.html


Verpflichtend? - Toleranz
WDR 5 Das philosophische Radio. 31.01.2022. 55:42 Min.. Verfügbar bis 31.01.2023. WDR 5.
Die Toleranz ist ein Kern westlich-demokratischen Denkens. Tolerant zu sein ist ein Prinzip und eine Haltung. Wo aber sind die Grenzen der Toleranz? Studiogast: Dominik Balg, Philosoph; Moderation: Jürgen Wiebicke
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-das-philosophische-radio/audio-verpflichtend—toleranz-100.html


Einzigartig? - unsere Individualität
WDR 5 Das philosophische Radio. 17.01.2022. 53:55 Min.. Verfügbar bis 17.01.2023. WDR 5.
Jeder Mensch ist anders? Die menschliche Individualität ist ein zentraler Aspekt unseres Selbstverständnisses. Was genau diese Individualität ausmacht, ist allerdings nicht so leicht zu bestimmen. Wie einzigartig sind wir? Studiogast: Martin Hoffmann, Philosoph; Moderation: Jürgen Wiebicke
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-das-philosophische-radio/audio-einzigartig—unsere-individualitaet-100.html


Der gesamte Podcast kann hier abonniert werden https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-das-philosophische-radio/index.html

 

 

NFT und die Aufregung

09. Februar 2022 um 20:06
Von: hoergen

Wenn das Wort NFT in einem Gespräch fällt, dann ist das meist in keinem guten Zusammenhang oder das Gespräch kippt schnell und die Gemüter erhitzen sich überwiegend zu unrecht. Mit dem Artikel möchte ich ein wenig Klarheit in das Thema bringen, das selbst von Menschen, denen man technisches Verständnis unterstellt komplett falsch verstanden und auch noch verbreitet wird.

Dazu muss ich ein paar Begriffe im Raum verteilen, damit klar ist, in welcher Beziehung sie zueinander stehen, damit auch klar ist, warum vieles was zur Zeit erzählt wird wirklich falsch ist.

 

Es geht um :

  • Blockchain ist eine Datenbank deren Datensätze mit Hilfe von Kryptographie durchnummeriert und im optimalen Fall überall auf der Welt verteilt wird.
  • Anwendungen für die Blockchain sind ein wenig vergleichbar mit Apps auf dem Smartphone. Sie benutzen die Blockchain als “Journal” zum Abspeichern wichtiger Dinge.
    Anwendungen sind zum Beispiel:

    • Kryptowährungen wie Bitcoin BTC, Ehtereum ETH, TRON TRX, BitTorrent BTT und zirka 15.000 weitere . Die Blockchain wird hier wie ein Kontoauszug benutzt: Wer transferiert wieviel an wen mit welchen Gebühren.
    • NFT (Non Fungible Tokens - Nicht Teilbare Bons) sind Belege. Ganz vereinfacht gesagt könnte man es mit einem Kassenzettel vergleichen, auf dem noch zusätzliche Informationen und eventuell auch vertragliche Bestandteile festgehalten sind. NFTs sind für die digitale Welt geschaffen worden, um ein Möglichkeit zu haben, ein digitales Gut als Unikat und zum Beispiel auch den Eigentumsnachweis zu definieren. In der Blockchain wird dann ein Verweis auf das NFT gespeichert
    • Smart Contracts - automatisierte Verträge/Zahlungen/Bedingungen usw
    • DAPPs - Dezentrale Applikationen, bei denen Daten beim Besitzer bleiben und “nur der Algorithmus kommt zur Verarbeitung vorbei”
    • und weitere …
  • Consensus werden Verfahren genannt, die notwendig sind, um sich zu einigen. Das kann man sich wie ein Wettbewerb vorstellen, bei der nach gewissen Kriterien zum Schluss der/die GewinnerIn feststeht. Bestes Beispiel sind Sportmeisterschaften. In der digitalen Welt der Blockchains sind das bestimmte Algorhitmen. darunter die bekanntesten mit etlichen Unterformen :

    • Proof of Work (PoW)” ist bekannt und zurecht berüchtigt auf Grund des Energiehungrigen Minings bei den Kryptowährungen Bitcoin und Ethereum (und noch ein paar weiteren) womit neue Blöcke für die Blockchain erstellt und damit auch neue Coins der Währung generiert werden.
    • “Proof of Stake (PoS)” ist eine ganz andere Herangehensweise, bei zum Beispiel der Kryptowährung TRX (TRON), bei der Bewerber die einen neuen Block in der Blockchain erstellen wollen, einen Betrag dieser Kryptowährung für eine bestimmte Zeit “einfrieren” müssen, also der Betrag darf in dieser Zeit nicht bewegt werden. Und dann finden “Wahlen” statt, wer den nächsten Block erzeugen darf.

 

Kurz noch zum Verständnis:

  • NFTs gibt es auf den verschiedensten Blockchains (Journalen/Verzeichnissen). Daher gibt es sie auf

    • PoW Blockchains wie Ethereum ETH oder
    • PoS Blockchains wie TRON TRX.
    • Entsprechend sind die einen NFTs energiehungriger als die anderen (es kommt auf die Blockchain an)
    • Ebenso sind auch die Kosten (Preis) zum Erstellen der NFTs unterschiedlich hoch. Während ETH relativ teuer und langsam ist, hat TRX nur ein Bruchteil der Kosten und ist wesentlich schneller.
  • Ein Block einer Blockchain enthält Transaktionen, wie ein Kontoauszug, Transaktionsgebühren (Gas/Fee) und bei Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum auch eine entsprechende Anzahl von Coins.
  • Die Anzahl von Coins bei PoW Projekten wie Bitcoin und Ethereum werden durch das Mining “geschürft".
  • Andere Kryptowährungen bei PoS Projekte wie TRON (TRX) haben von Anfang an eine von den Gründern fest definierte und nach bestimmten Kriterien ausgebbare Menge im sogenannten Genesis Block der Blockchain verzeichnet. Das ist der allererste Block einer Blockchain.


Nachdem die einzelnen Elemente klar sind und in welchem Zusammenhang sie stehen, wird auch klarer, warum die Verteufelung von NFT völliger Quatsch ist. Und um das noch deutlicher zu machen, will ich folgende Vergleiche anführen, bei dem ich NFT durch andere Begriffe ersetze.

 

1. Eine Kunstauktion verkauft eine Schaufel mit Dreck eines berühmten Künstlers für 100 Millionen Euro.
2. Ein Mensch verkauft gefälschte Impfpässe für jeweils 50 Euro.
3. Das Organisierte Verbrechen besticht einen hochrangigen Politiker mit 500.000 Euro jährlich.

 

Bei diesen 3 Beispielen kann man sich über verschiedene Dinge aufregen.

Im ersten Fall mit der Kunstauktion könnte man sich wundern, warum jemand so viel Geld für eine Schaufel Dreck bezahlt. Aber da es genügend Interessenten mit genügend Geld gibt, wird der Preis von diesen KäuferInnen hochgetrieben.Im zweiten Fall geht es um Betrug und im dritten Fall um Korruption.

Niemand würde in einem der 3 Fälle ernsthaft den Euro verteufeln, weil dieser benutzt wurde. Oder?

Das passiert aber gerade mit den NFTs.

Es existiert gerade ein riesen Hype um NFTs, wo jede Dreck Schaufel (ob echte Kunst, oder nicht sei dahingestellt) für Unsummen gekauft wird. Zwielichtige Verkäufer verkaufen NFTs für Dinge, die ihnen nicht gehören und natürlich zieht es noch weitere Betrüger an, die die Unwissenheit von vielen ausnutzen, die Angst haben etwas zu verpassen, oder einfach nur von Geldgier (Wertsteigerung) getrieben sind.

Es ist nicht die Technologie NFT die schlecht ist, sondern das Geschäftsmodell bzw die Geschäftsleute aka Kriminelle.

 

Und natürlich sollte man beim Erstellen eines NFTs darauf achten, das nicht auf PoW Blockchains wie Ethereum ETH zu machen, sondern z.B. auf PoS Blockchains wie TRON TRX, die sehr wenig Energie verbrauchen und im Idealfall auch wirklich wesentlich schneller sind.

 

Ich hoffe ich konnte hiermit ein paar Menschen davon abhalten mit Fackeln und Mistgabeln den falschen Leuten hinterher zu plappern.

 

Weitere Artikel zu diesem Thema:

  1. Digitale Währung, Stablecoin & Kryptowährung
  2. Blockchain kurz und verständlich
  3. Blockchain kompliziert? Im Prinzip nicht
  4. Zentralisiert, Dezentralisiert und Verteilt - Was ist was?
  5. Chia - Elektroschrott statt Energie
  6. PoW, PoS und Zinsen bei Kryptowährungen
  7. Was sind dApps
  8. Zinsen im Jahre 2020 bekommen - Staking

 

 

 

Was ist Pipewire

09. Januar 2022 um 17:12
Von: hoergen

Pipewire ist vereinfacht gesagt eine sogenannte Zwischenschicht für Audio, Midi und Video zwischen Hardware/Treiber und den Endanwendungen wie z.B. ein Firefox Webbrowser, einer Webcam, Screensharing oder VLC Videoplayer. Pipewire ist wesentlich latenzärmer (schneller) als JackAudio und kann Software (Clients) vorgaukeln, dass es ein Jackserver, Pulseaudioserver oder eine ALSA Schnittstelle ist.

 

Diese Pipewire Zwischenschicht kann wie ein Wasserverteilungssystem verstanden werden. Es gibt verschiedene Quellen, die alle mit allen Zielen (Audio/Video) gleichzeitig verbunden werden können. Zum Beispiel könnte man eine Webcam für eine Videokonferenz nutzen, gleichzeitig für eine lokale Aufnahme, einen Livestream und auf einen großen Monitor bringen. Ein abgespieltes Lied könnte gleichzeitig auf verschiedenen Soundkarten/Audiointerfaces geroutet, in den Livestream, auf Festplatte aufgenommen werden

 

Und das geht gleichzeitig. Ein Vorteil davon ist, dass keine Endanwendung mehr einen exklusiven Zugriff auf eine Hardware haben kann. Jede Audioquelle kann mit jedem Audioziel und jede Videoquelle kann mit jedem Videoziel verbunden werden. Z.b. können einzelne Firefox Tabs mit einer oder verschiedenen Ausgaben verbunden werden. Wirklich alle mit allen! Extrem cool!

 

 

 

Ich und die toxische Gesellschaft

07. Dezember 2021 um 12:42
Von: hoergen

Seit Telefon und Internet ist die Kommunikation in der Gesellschaft massiv angewachsen. Durch die Masse an Information wird auch das Filtern von Qualität immer schwieriger. Ähnlich wie bei Lebensmitteln und Gerichten führt der dauerhaft übermäßige Einsatz von Gewürzen zu einer Spirale, dass weniger “nicht so gut ist", sondern noch eine Schippe drauf zu legen “besser” ist.

 

Kommunikation und deren Inhalte wird viel zu oft danach bewertet, wie oft sie wiederholt wird, wer am lautesten ist und wer sie mit dem größten Effekt präsentiert. Der Inhalt, die Qualität und der Wahrheitsgehalt sind da nur noch Beiwerk. Das ist aber bereits seit langer Zeit ein alter Hut. Aber immer noch ein grundsätzliches Problem.

 

Dazu gekommen ist die Tatsache, dass Überbringer der Botschaften ihr eigenes Ego so groß wie möglich darstellen wollen. Zum Beispiel in sozialen Netzwerken ist die überwiegende Mehrzahl der Nachrichten ausschließlich auf das eigene Ego ausgerichtet. Selbst wenn um einen wichtigen Menschen, der gerade verstorben ist getrauert wird, sind die meisten Nachrichten folgendermaßen aufgebaut:

“Ich weiß noch, wie ich damals” …. “Wir haben damals ja” … “Mein erstes Zusammentreffen” … “Für mich der wichtigste Mensch”

Vermutlich würden sich beim Tod der wichtigsten Person im Universum, Leute immer noch selbst in den Vordergrund drängen, um das eigene Ego präsentieren zu können. Es geht kaum respektloser.

 

Die Lage ist mittlerweile so dekadent, dass diese Leute noch nicht mal mehr den Intellekt besitzen, zu verstehen, dass sie damit den letzten Funken Empathie aus einer Gesellschaft eliminieren, die sowieso schon viel zu wenig davon aufweist. In einer völlig verqueren Logik wird dann in einem Anfall völlig ausufernder Egozentrik sogar noch behauptet, es würde sich um Empathie handeln: “weil ICH ja trauere".

 

Das “Ich” findet nicht nur in Formulierungen dieser Art statt, es findet auch in tagtäglicher verbaler Kommunikation statt “Ich so und dann er so und dann sie so und dann ich so". Oder in Fotos “ICH vor der Pyramide", “ICH mit meinen Freunden", “ICH ganz traurig", “ICH mit Haustier", “Ich mit meiner toten Oma", “ICH mit dem Verkehrsopfer” und “ICH vor dem KZ". Das ICH als der zentrale Mittelpunkt des Universums in dem alle Gestirne über der Flacherde kreisen. Die traurigste Bühne der Welt.

 

Das Wort “Ich” in dem Wort Gesellschaft steht für den Tod der Empathie, des gegenseitigen Verstehen-Wollens und der Demut.

 

Im gleichen Zug ist in der breiten Gesellschaft die Fokussierung auf das Schlechte und auf den Fehler in den Mittelpunkt gerückt. Klar war zum Beispiel auch schon immer das “Meckern” über das schlechte Wetter ein valider Einstieg in einen Smalltalk. Aber das schlechte Wetter sollte nicht um Lebensinhalt und Dauerthema werden. So wurde ein großer Aufwand getrieben, um eine 3D Simulation der Fehler des Berliner BER Flughafens online zu stellen.

 

Damit wir uns richtig verstehen. Es geht nicht um die Verschleierung oder das Verschweigen von Fehlern, sondern um die perverse zusätzliche Aufarbeitung einer Tatsache “eines riesen Desasters", um sich zusätzlich, also ein weiteres Mal, virtuell daran ergötzen zu können.

 

Die Wut gehört vermutlich zur Gruppe der stärksten Gefühle die wir besitzen. Aber sie ist sicherlich nicht das einzige Gefühl, das einen Mensch zum Menschen macht. Wenn es aber das einzige oder größte Gefühl ist, dass uns noch hinter dem Ofen vor lockt, bzw das einzige Gefühl, auf das wir noch reagieren, dann sollten bei uns alle Alarmglocken schrill läuten. Denn dann ist eine wichtige Eigenschaft komplett aus den Fugen gerissen: Die Menschlichkeit.

 

Wenn als Lebensinhalt nur noch Wut, Ärger, Stress, Zweifel, Streit,Häme und Schadenfreude vorhanden ist, dann sollte ruhig mal die Frage gestellt werden, welchen Sinn bzw welches Ziel das eigene Leben verfolgt. Der Konsum von Gift führt zu Vergiftungen.

 

Darüber hinaus die Frage: Soll das eigene Leben an Grenzen und Fehlern aus der Vergangenheit gemessen werden, oder soll es von Möglichkeiten und Erkenntnissen in die Zukunft leiten lassen?

 

 

 

Siebzehn Jahre hyperblog - Feiereialter Alter!

25. November 2021 um 06:00
Von: hoergen

Das hyperblog wird heute 17 Jahre alt und wir feiern das im Stillen mit euch zusammen. Danke dass ihr immer mal wieder vorbei geschaut habt und gerade auch zu den Themen Linux und Computing zu meinem Senf euren Senf dazu beigetragen habt.

Mittlerweile sind wir auch mit dem Musikproduktionsblog “Klangwerk” ein wenig größer geworden, was uns alle sehr freut. Bleibt uns treu und schreibt uns ab und zu mal in die Kommentare. Ist immer schön, was von euch zu hören.

Macht’s gut und esst nicht so viel Fisch.

Agora Media - Diskurs der Demokratie

12. November 2021 um 16:22
Von: hoergen

Ein Staat sollte die Hoheit über eine “Agora Media” haben. Ein Staat sollte nicht die Priorisierung von Aussagen privatwirtschaftlichen Social Media Algorithmen überlassen, die in radikaler Weise antidemokratisch konzipiert sind.

 

Hintergrund

In der Vergangenheit haben Social Media Unternehmen kontinuierlich bewiesen, dass sie die Aussagen von Vielen manipulieren, um für ihren persönlichen Profit ein Maximum zu schöpfen. Facebook, Twitter, Instagram, Youtube, Whatsapp, Google, Spotify, nur um die Bekanntesten zu nennen.

Social Media ist Eigentum von gewinnorientierten Unternehmen. Das ist ihr gutes Recht.

Social Media ist per se auch keine schlechte Idee. Manipulation zum Schaden der Allgemeinheit ist dagegen verwerflich und absolut antidemokratisch, wenn es nicht entsprechend gekennzeichnet ist.

Bestes Beispiel : Werbepausen im TV. Es muss klar sein, wann und wer eine Botschaft schickt.

 

Agora Media

Wikipedia: Die Agora (altgriechisch ἀγορά agorá, Plural Agorai) war im antiken Griechenland der zentrale Fest-, Versammlungs- und Marktplatz einer Stadt.

Daher MUSS ein Forum der Gesellschaft, also ein “Social Media” der Gesellschaft, auch von selbiger kontrolliert werden (können). Daher ist der logische Schritt, dass Kommunikations- und Diskussionsplattformen eines demokratischen Staates auch von der Allgemeinheit geführt, kontrolliert bzw extrem schlecht manipuliert werden können. Dazu eignet sich ein föderales und dezentrales System, wie wir das z.B. schon in Deutschland mit den Bundesländern und den Kommunen haben. Nur eben digital.

Ein solches digitales System gibt es bereits seit über 10 Jahren und es wird stetig größer: Das Fediverse.

 

Agora Media - Das Fediverse

Das Fediverse “sind” verschiedenste dezentrale Social Media Plattformen, wie z.B. Social Media (Friendica, Mastodon, Pleroma, Hubzilla, usw), Blogs (WriteFreely, Plume, usw), Audio/Videoplattformen (Funkwhale/Peertube/Goblin), Messenger (Element/Matrix, XMPP) oder Cloud (Nextlcoud), die alle miteinander interagieren (kontaktieren, austauschen, kommentieren, liken, usw) können.

 

Demokratie digital.

 

Einige Bundesbehörden sind bereits schon in der Agora Media aka dem Fediverse (13.10.2020 “BfDI startet mit eigenem Social Media Kanal“). Weitere Ämter sind zwischenzeitlich gefolgt.

 

Es wird Zeit, dass der Staat und alle engverbundenen Organisationen (z.B. TV & Rundfunk) die wirtschaftsinteressen getriebenen Social Media Plattformen verlassen und auf eine demokratische Plattform - Agora Media - wechseln.

 

 

 

Teuflisch gute Rettung, die AVM FRITZ!Box 6660 Cable

02. November 2021 um 13:51
Von: hoergen

TL;DR - Durch die spontane und sehr tolle Hilfe von AVM, löste die FRITZ!Box 6660 Cable alle meine Probleme, die ich über 1 Jahr mit meinem Kabelprovider hatte. So konnte ich auch wieder endlich einen störungsfreien Livestream auf YouTube veranstalten und dabei habe ich den Dance-Pop Track “Neonlicht” produziert. Die guten Vibes von AVM stecken wohl an :)

 

Das Problem
Ich hatte seit sehr langer Zeit Probleme mit meinem Vodafone Kabelanschluss (mitten in Berlin). Komplette Netzausfälle, kleine Netzausfälle, Webseiten konnten nicht geladen werden, Video- und Telefonate brachen ab und teilweise sah das Streaming-TV aus wie die Klötzchen bei Tetris.

 

Zwischendurch

Viele Nachrichten gingen hin und her. Gutschriften wurden ausgestellt und etliche Techniker kamen mehr oder weniger vorbei. Das Kabelmodem wurde vom Provider 2x ausgetauscht. Das letzte Mal, als zu den Abbrüchen zusätzlich konstant ein Packetloss zwischen 20% - 40% dazu kam. Als dann der “neue” Router ankam und angeschlossen war, war der Packetloss konstant bei 90%. Techniker wurden beauftragt und mein Hinweis auf defekte Router wurde weiter ignoriert.


Die Erlösung mit der FRITZ!Box 6660 Cable
Ich entschloss mich auf eigene Faust ein FRITZ!Box 6660 Cable Routermodem auszuprobieren. Ich habe das große Glück, dass ich einen persönlichen Kontakt zu AVM habe und durch diesen spontan ein Leihgerät, genauer gesagt eine FRITZ!Box 6660 Cable ausprobieren konnte.

 

Inbetriebnahme
Ich forderte meinen Key an, wie in dem Tutorial von AVM hier  beschrieben, als die Fritzbox dann kam, schloss ich sie an, ging wie im Tutorial vor und habe seither (2 Woche) keinen Netzabbruch und kein Packetloss mehr. Der wöchentliche Livestream meines Projektes “Odo Sendaidokai“  für meine Musik Community “Community B“. war auch seit langer Zeit wieder komplett störungsfrei und die guten Vibes haben gleich dazu geführt dass ein schöner Dance-Pop Song im Stream entstanden ist. Den Track “Neonlicht” kann man hier anhören.

 

Fazit

Ich hätte mir viel Ärger und Nerven sparen können, wenn ich gleich zur FRITZ!Box 6660 Cable gegriffen hätte. Danke an der Stelle nochmal an AVM für die spontane und sehr kulante Hilfe! Ihr seid die Besten!

 

 

Aggressoren auf der Love World Peace Parade in Berlin

20. September 2021 um 12:26
Von: hoergen

Am Samstag den 18.09.2021 fand die Love World Peace Parade in Berlin statt. Die Pandemie ist noch im Gange, die Politik beschliesst, dass Gastronomen auf einer freiwilligen Basis von 3G (geimpft, getestet, genesen) auf 2G wechseln können und Berlin will mit diesem Tag ein Zeichen für den Frieden in der Welt setzen. Frieden in der gesamten Welt, der auf so vielen Ebenen dringend gebraucht und von den meisten Menschen auf dieser Welt so gewünscht wird.

 

Viele Menschen hatten sich zusammengefunden und sind auch von weit her angereist, um diesen Tag respektvoll zu würdigen. Respektvoll nicht nur dem Frieden im Allgemeinen gegenüber, sondern auch respektvoll im Umgang miteinander, gerade in Zeiten wie dieser Pandemie.

 

Berlin bot sich von einer vielfältigen Seite. Von Sprühregen bis Sonnenschein war für jeden Geschmack etwas dabei. Und natürlich arbeiteten die Veranstalter eng zusammen mit den Behörden, um diese Veranstaltung so sicher wie möglich zu gestalten. So wurde darauf hingewiesen, dass bei der Veranstaltung Masken getragen und Abstand gehalten werden musste. Die Veranstalter machten auch hier regelmäßig Durchsagen mit dem klaren Hinweis, die Veranstaltung abzubrechen, wenn sich nicht an diese Regeln gehalten werde.

 

So startete die Parade um 14 Uhr mit einem zersprengelt tanzenden Publikum und regelmäßigen Durchsagen. Begleitet von der Polizei mit Schallmessgeräten, denn die Lautstärke durfte auch 90db nicht übersteigen. Warum eigentlich? Egal. Zwischendurch wurde der Zug immer wieder für längere Zeit angehalten und die DJs mussten auf Anweisung der Polizei die Musik ausmachen. Als Grund wurde die Nichteinhaltung von Abstand- und Maskenregelungen genannt. Von meiner Position aus konnte ich das nicht nachvollziehen, aber sicherlich hatte die Polizei da eine bessere Übersicht.

 

So fuhr der Zug die Route entlang, unterbrochen durch Zwangspausen, aber schließlich kamen wir wieder zurück zum Ausgangspunkt an der Siegessäule.

 

Und ab da wurde es immer merkwürdiger.

 

Zuerst leitete die Polizei den Truck, den ich begleitete auf die falsche Straßenseite, so dass der später wenden musste (weil er laut Polizei nicht entgegen der Straßenrichtung parken durfte). Dann durfte der Truck nicht mehr an seine vorhergesehene Parkposition. Weil laut Polizei jetzt die Essens- und Getränkebuden zu eng zusammenständen.

 

Mit mehreren Ermahnung, dass das Publikum bestehend aus zirka 40 tanzenden Menschen mit Masken und Abstand sich nicht an die Regelungen halten würden, wurde immer wieder die Musik abgestellt.

 

Anschliessend wurde den Verantwortlichen gesagt, dass man jetzt um 18 Uhr (Veranstalungsende 22 Uhr) die Musik ausmachen muss, weil dieser Teil nicht mehr zum Veranstaltungsort gehöre (50 Meter von der eigentlichen Parkposition). Nach Rückfragen und Ausführung des verantwortlichen Polizisten wurde der Aufforderung gefolgt, dass die Veranstaltung trotz weiterer gebuchter Acts, mit teils weit angereisten Künstlern beendet wird. Die Empfehlung der Polizei war, dass man sich in die Masse der Zuschauer an der Siegessäule einreihen solle.

 

Also begann das Team sich zu koordinieren und den Truck abzubauen. Einer der Mitarbeiter telefonierte gerade, schob dabei den Mund-Nasen-Schutz herunter, damit ihn die Gegenstelle verstehen konnte, als eine Gruppe von zirka 6 Polizisten explosionsartig auf ihn stürmte, den Kopf nach hinten drückte, die Arme verdrehte und ihn abführte. Völlig geschockt standen zirka 30 Menschen drum herum und beobachteten diesen brutalen Vorgang. Die Verantwortlichen eilten sofort herbei und versuchten die Situation zu deeskalieren, wurden aber abgewehrt.

 

Ein wenig später fragte ein weiterer Mitarbeiter einen Polizisten, was denn da genau passiert wäre und warum man mit so einer unverhältnismäßigen Brutalität gegen einen Mitarbeiter des Teams vorgegangen wäre. Als Erklärung sagte der Polizist, dass man diesem Mitarbeiter immer wieder gesagt hätte, dass er den Mund-Nasen-Schutz tragen solle und er ihn immer wieder abgenommen hätte. Und man würde egal, ob es sich um “Querdenker oder solche Leute wie hier handele” keinen Unterschied beim Durchsetzen der Regeln machen.

 

Interessanterweise hatte ich persönlich genau mit diesem Mitarbeiter während der gesamten Parade sehr viel zu tun und ich habe ihn nicht ohne MNS gesehen, ausser wenn er etwas getrunken oder gegessen hatte.

 

Rückblickend drängt sich mir der Eindruck auf, dass man von Anfang an den Auftrag hatte, die Parade zu sabotieren. Und als das erfolgreich gelungen war, frage ich mich, warum man dann noch diesen brutalen Überfall durchführen musste?

 

Wären wir alle in einer einzigen Firma, wäre das Mobbing mit tätlichen Übergriff. Insgesamt ein sehr toxisches Verhalten gegenüber Menschen, die ein Zeichen für Frieden setzen wollen. Die alle Auflagen auch spontan erfüllt haben, die an sie gestellt wurden.

 

An dem Tag, der für den Frieden steht. An einer Parade, an der für Frieden demonstriert und gelebt wird. Ausgerechnet friedliche Teilnehmer vom Staatsapparat angegriffen werden ist das traurigste Statement, dass ein Staat in so einem Moment abgeben kann.

 

Es lässt mich sprachlos zurück.

 

 

 

Kommando zurück - Bash History Tipps

28. August 2021 um 19:14
Von: hoergen

Die Standard-Kommandozeile Bash bei Kubuntu (wie auch bei vielen anderen Linux Distributionen) hat eine sehr praktische History bzw ein Verlauf, welche Befehle man so eingegeben hat.

 

Die entsprechende Datei heisst .bash_history (mit einem vorangehenen Punkt - weil es sich um eine versteckte Datei handelt) liegt im Benutzerverzeichnis z.B. /home/hoergen/.bash_history

 

Die gesamte History (Verlauf) auflisten mit dem Befehl: history
Dann wird ein Liste der Eingaben mit vorangestellter Zeilennummer ausgegeben.

 

Das können unter Umständen sehr viele Zeilen sein. Wenn man nach dem Befehl eine Zahl angibt, so werden die letzten Zeilen der History (Verlaufs) angezeigt wie z.B. history 8 zeigt die letzten 8 Zeilen der History an.

Damit man z.B. den Befehl aus der gefundenen Zeile nicht nocheinmal eingeben muss, kann man zur Abkürzung die Zeilennummer mit einem vorangestellten Ausrufezeichen verwenden z.B. !1500

 

In der History kann auch gesucht werden

  • Suchen - Strg+r - und anfangen zu tippen
  • Weitersuchen - nochmal Strg+r drücken
  • Zeile aus der Suche übernehmen und starten - Eingabe Taste drücken
  • Zeile aus der Suche übernehmen und etwas ändern - Ende- oder Pfeil nach rechts Taste

 

Und zum Korrigieren sind diese Tastenkürzel hilfreich

  • Will man die Zeile löschen und ist am Anfang der Zeile: Strg+k
  • Will man die Zeile löschen und ist am Ende der Zeile: Strk+u
  • Will man die zuvor gelöschte Zeile wieder herstellen: Strg+y
  • Das nächste Wort löschen Alt+d
  • Das vorherige Wort löschen Strg+w

 

In der Zeile bewegen

  • Pos 1 oder Strg+a springt an den Zeilenanfang
  • Ende oder Strg+e springt an das Zeilenende
  • Alt+f springt ein Wort vorwärts (Forward)
  • Alt+b springt ein Wort zurück (Back)

 

Es gibt noch wesentlich mehr Kürzel und Befehle, die sich mit der History der Bash beschäftigen. Was sind eure Highlights?

 

 

 

 

Apple - Altruismus oder knallhartes Geschäftsmodell?

15. August 2021 um 12:23
Von: hoergen

TLDR; Ein Milliarden Business zum Schaden der Opfer.

 

Apple will jetzt “im Kampf gegen Kinderpornographie” die Bilder auf den Endgeräten scannen. Diesen Satz bitte wirken lassen.

Alle Studien, die eine digitale Überwachung und Durchsuchung untersucht haben, haben bisher belegt, dass solche Aktionen zu keinerlei nennbaren Erfolg geführten haben. (von 55% auf 55,006%)

Zusammengefasst sei gesagt: Nur komplette Vollidioten fordern eine Onlineüberwachung, denn das gefährdet die Opfer massiv mehr, da eine Notwendigkeit in einen echten Schutz (mehr ErmittlerInnen) nicht mehr als erforderlich angesehen wird. Onlineüberwachung schadet den Opfern!

 

Zurück zum Vorstoss von Apple. Apple ist wie jede andere Firma auf dieser Welt Umsatz getrieben. Das ist kein empörter Vorwurf, sondern eine sachliche Feststellung. Das ist als Ausgangsposition wichtig, wenn solche Bestrebungen eingeordnet werden sollen.

 

Welche Motivation könnte also dahinter stecken, wenn man eine plötzliche Umkehr vom Turbokapitalismus zum Altruismus ausschliesst?

 

Was macht Apple da genau? Apple sucht auf allen Endgeräten nach Bildern, dann wird von jedem Bild so eine Art Quersumme (Hash) berechnet. Dann wird nur dieser Hash auf die Apple Server hochgeladen (nicht das Bild!). Die Wahrscheinlichkeit, dass unterschiedliche Bilder den gleichen Hashwert haben, ist extrem gering.

 

Auf den Apple Server existiert eine Datenbank mit Hashes von illegalen Bildern. Die hochgeladenen Telefon-Hashwerte werden mit dem Server-Hashwert verglichen. Gibt es einen Treffer, wird bei Apple ein Alarm ausgelöst und weitere Maßnahmen werden in die Wege geleitet. Das ist die Geschichte, die die Werbeabteilung verbreitet.

 

Jetzt kommt der schlechte Teil für die Kunden, der allerdings riesige Gewinne für Apple und die Aktieninhaber bescheren kann.

 

Folgendes einfaches Szenario: Ich mache ein Bild. Schicke es an dich. Dabei ist völlig egal über welchen Kanal ich es schicke (Messenger, Social Network, Email, Bluetooth, usw). Also unabhängig des Dienstes wird der Hashwert von unseren Telefonen zu Apple hochgeladen. Das ist das erste Metadatum (Metadaten), das Apple nun vergleichen bzw miteinander abgleichen kann.

 

Apple weiss nun, dass wir beide in Kontakt miteinander stehen. Das zweite Metadatum ist, wann wir in Kontakt miteinander standen. Schicken wir uns immer mal wieder Bilder, kann als drittes Metadatum interpoliert werden, in welchem Verhältnis wir zueinander stehen. Das wird durch ein viertes Metadatum geschärft, zu welchen Uhrzeiten wir das tun. Schicken wir uns die Bilder nur während der Bürozeiten zu, so ist es wahrscheinlich ein Kollege/Kollegin. Passiert das auch ausserhalb der Bürozeiten, ist es vermutlich mehr eventuell eine Freundschaft. Nachts deutet auf eine sehr tiefgehende bis sexuelle Freundschaft hin. Auch die Uhrzeit, wann so ein Bild auf einen Telefon auftaucht und dann auf dem anderen Telefon. ist ein weiteres ein fünftes Metadatum.

 

Vorstellbar sind noch mehr Metadaten. Aber ich wollte nur mal illustrieren, welche Aussagen darüber gemacht werden können, dass ein Bild auf zwei Telefonen auftaucht. Ob es der Wahrheit entspricht oder nicht, interessiert dabei nur bis zu einer bestimmten Wahrscheinlichkeit.

Wenn dieses Bild in soziale Netzwerke geschickt oder einfach nur weiter verteilt wird , dann kann ein superkomplexes Netzwerk an Kontakten und deren Beziehung zueinander erstellt werden.

 

DAS sind Daten, nach denen mindestens die Werbeindustrie giert. Und das ist ein Milliarden Business.

 

In meinen Augen will Apple nicht helfen. Apple will verdienen. Das ist auch komplett ok. Aber was ich absolut moralisch verwerflich finde ist, dass vorgegaugelt wird, dass man Opfern helfen will und es wissenschaftlich bewiesen ist, dass das keine Hilfe ist.

 

Politiker und Moralisten, die diesen Schritt von Apple begrüßen haben entweder keine Ahnung, oder verdienen skrupellos an diesem perfiden Geschäftsmodell mit.

 

Bisher wird dieses Geschäftsmodell nur in den USA ausgerollt. Bestimmt ist eine weltweite Verbreitung geplant.

 

Mehr Informationen:

  1. Edward Snowden dazu: Snowden: Apple verbreitet Massenüberwachung auf der ganzen Welt
  2. Fefe - Jemand hat eine Kollision in Apples Bild-Hash-Verfahren gefunden.

 

 

Work-Life-Balance und die 4 Tage Woche - Eine Meinung

13. Juli 2021 um 10:49
Von: hoergen

Der Wunsch nach Arbeitszeitverkürzung und die Umsetzung gibt es schon seit sehr langer Zeit. Dazu gekommen ist die sogenannte Work-Life-Balance. Heutzutage gibt es kaum ein Unternehmen oder eine Organisation die das nicht anbietet.

Mir sind zu den Themen ein paar Gedanken gekommen, die ich niederschreiben wollte.


Die 4-Tage Woche

Der gesamte Komplex mit der Arbeitszeitverkürzung, ob es jetzt die 4-Tage Woche oder die 3-Tage Woche ist oder welche Verkürzung es auch immer sein mag, ist immer verbunden mit dem Kampf der Arbeitgeber gegen die Arbeitnehmer. Die Arbeitnehmer wollen eine Verkürzung und die Arbeitgeber nicht. Die Gründe für jede Seite sind natürlich offensichtlich.

 

Völlig wertfrei betrachtet: Arbeit wird immer komplexer und bekommt mehr Hilfsmittel und Tools, so dass sie in immer kürzerer Zeit von immer weniger Menschen durchgeführt werden kann (so die Theorie). Je mehr Arbeit von weniger Menschen durchgeführt werden kann, desto höher ist der Gewinn. Natürlich ist ein ArbeitgeberInnen an einer Erhöhung des Gewinns interessiert und der ArbeitnehmerInnen an einem monetären oder zeitlichen Ausgleich, dafür dass er komplexere Arbeit in immer kürzerer Zeit erledigt.

 

Diese Themen sollten bei der Diskussion um eine Arbeitszeitverkürzung immer mit einbezogen werden. Und meiner Beobachtung nach werden diese Themen unterschiedlich gewichtet mit einbezogen. Natürlich wieder je nach Seite (Lobby).


Work-Life-Balance
Ein weiteres Thema ist die Work-Life-Balance. Ich habe zu diesem Thema sehr gemischte Gefühle, weil es meines Erachtens oft nur ein Pflaster auf eine Wunde ist, die nicht versorgt wird.

 

Work-Life-Balance kam vor Jahren auf, als man feststellte, dass immer mehr ArbeitnehmerInnen psychisch und physisch ausfielen. So wurde eine Strategie entwickelt, wie die Menschen sich selbst einen Ausgleich schaffen können, durch Freizeitangebote der Unternehmen, günstige Konditionen für Sportangebote und vieles mehr.

 

Einerseits ist das eine sehr schöne Sache, aber meines Erachtens geht es das eigentliche Problem, den eigentlichen Grund der Überbelastung nicht an. Es legt nur ein “Pflaster” über das Problem und löst es aber nicht. Es schiebt die Verantwortung auf die sowieso schon übermäßig belastete Arbeitnehmerschaft. Es lindert nur ein Symptom. Es heilt nicht.

Was sind denn eigentlich die Gründe für die physische und psychische Überlastung? Wie belastbar ist ein Mensch? Was kann ein einzelner Mensch oder eine Gruppe zusammen leisten? Die Antwort ist: Das kommt darauf an.

 

Immer wieder sieht man Beispiele von Menschen und Gruppen, die Unglaubliches schaffen. Wieso geht das nicht immer und überall? Eine sehr vereinfachte Antwort ist: Es liegt an der Umgebung.

Ein guter Vergleich ist “Schwimmen". Beim Schwimmen ist die Umgebung wichtig. Zwei Szenarien in der vorausgesetzt wird, dass geschwommen werden muss:

 

Szenario 1: Ein wunderschöner Pool an einem herrlichen Sommertag, mit einer fantastischen Aussicht in das weite Tal. Daneben stehen frisch gebracht ein leckerer Cocktail und vom Beistelltisch weht der Duft von frischen Früchten herüber. Die Lust in den Pool zu steigen und lange zu schwimmen ist sehr groß.

 

Szenario 2: Wüste. Glühende Hitze bei über 50° C. Der Sand schmilzt die Sohlen der Schuhe weg und man weiss, man muss durch diesen Treibsand “schwimmen", um weiter zu kommen und zu überleben. Von hinten ertönen schreiend Befehle endlich durch den Treibsand zu schwimmen. Seit 2 Tagen hat man nichts mehr getrunken und die Hoffnung die Zivilisation lebend zu erreichen schwindet immer mehr.

 

Zugegeben sind die zwei Szenarien extrem. In beiden Szenarien wird “motiviert” , aber der Unterschied “Motivation” ist sehr deutlich und auch auf vielen Ebenen extrem unterschiedlich. Und auch die Umgebung ist absolut gegensätzlich.

 

Mein eigentlicher Punkt ist das Betriebsklima und Führung bzw das Management. Es gibt viele Führungsseminare und Motivationstrainings und es gibt auch Studien, die eindeutig belegen, je erfolgreicher ein ManagerIn ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um einen PsychopathIn handelt. Das gilt aber nur für einen bestimmten “Glaubensbereich". Also einer Auffassung oder einem Verständnis über eine bestimmte Form der Wirtschaft bzw Economie. Provokant kann man diese Theorie auch gerne Einpeitscher oder Sklaventreiber nennen. Sie ist leider heute immer noch bei lernresistenten Unternehmen sehr weit verbreitet und versucht mit Work-Life-Balance das Bild wissentlich oder unwissentlich toxisch zu schönen.

 

Dass es auch anders geht und dass Work-Life-Balance nicht zum Verdecken von grundlegenden Problemen eines Unternehmens benutzt wird, gibt es glücklicherweise immer mehr, da intelligente Unternehmen verstanden haben, wie man es richtig und auch erfolgreich macht. Leider sind es immer noch viel zu wenige.

 

Meinens Erachtens sollte sich jedes Unternehmen, das sich mit Work-Life-Balance beschäftigt um ein Vielfaches mehr damit beschäftigen, welche Führungskräfte bzw Management sie beschäftigen. Und welchen Führungsstil sie fördern. Denn Menschen sind extremst belastbar, aber durch den falschen Führungsstil schwindet diese Belastbarkeit mittel- bis langfristig, bis hin zum totalen Ausfall und schädigt damit das Image und den Ruf des Unternehmens, das Betriebsklima, andere Mitarbeiter und definitiv die Produktivität und damit auch den Gewinn.

 

Die Attraktivität eines Unternehmens kann also nur sehr schlecht an den Faktoren 4-Tage-Woche oder Anzahl der Work-Life-Balance Angebote abgelesen werden. Attraktiv ist ein Unternehmen in dem man sein Arbeitsleben leben möchte.

 

Weitere Artikel

  1. Persönlichkeitsstörung: “Auffällig viele Psychopathen werden Chef”
    https://www.zeit.de/karriere/beruf/2014-05/psychopathen-interview-psychologe-jens-hoffmann
  2. Psychopathische Manager haben weniger Erfolg https://www.mdr.de/wissen/mensch-alltag/psychopathen-schlechtere-chefs-100.html

 

Linux Musikproduktion - Audio & Routing

08. Juli 2021 um 10:05
Von: hoergen
Linux Musikproduktion - Audio &amp; Routing

 

Um unter Linux das hochkonfigurierbare Audiosystem zu verstehen, braucht man gerade am Anfang ein paar Stichwörter, damit man weiß wo man nachschauen muss. Das mag gerade zu Beginn für professionelle Anwender sehr komplex erscheinen, dafür ermöglicht es aber Audioroutings und Konfigurationen Out Of The Box, wofür sie von Anwendern aus der Windows und Apple Welt sehr beneidet werden.

 

Audio Routing

Für professionelles Audio unter Linux nutzt man normalerweise den Jack Audio-Server https://jackaudio.org/ . Um dann komfortabel die Ein- und Ausgänge und die Programme miteinander zu verbinden (Routing) gibt es Tools wie QJackCTL, Cadence, Claudia und Catia. Kurz zu den einzelnen Tools

 

QJackCTL ist ein Programm mit dem man den Jack Audioserver konfigurieren, starten und stoppen kann. Ebenso kann man dort die “Strippen ziehen". In der allerneusten Version vom 07.07.2021 ist das Interface mit dem man die Strippen ziehen kann wesentlich überarbeitet worden, so dass sie der 2D Ansicht der ehemaligen LADISH Konfigurationstools entspricht.

 

Cadence  ist das Programm um Jack zu konfigurieren. Das Programm stammt von dem Macher von kx.Studio und ist bereits abgekündigt vermerkt. Das heisst, es wird nicht weiter entwickelt.

 

Claudia und Catia sind sogenannte LADISH Frontends und auch bereits abgekündigt.

 

LADISH - LADI Session Handler - wobei LA für Linux Audio steht, aber ich leider nicht erkunden konnte wofür das DI steht? Direct Interface?

 

Audio Server unter Linux

Das kann für einen Neueinsteiger sehr verwirrend sein. Denn man muss erstmal verstehen, dass es unter Linux nicht nur einen einzige Audiokonfiguration gibt, sondern dass da gleich mehere Dinge (Audio Server) existieren.

 

ALSA - Das ist die Basis für Audio unter Linux. Hier sind die Treiber und rudimentäre Soundprogramme. Die Konfiguration geschieht meist automatisch und wird in Textdateien im System abgespeichert.

 

PulseAudio - Das ist für normale Desktopanwender, quasi das Consumer Audiosystem. Die Konfiguration passiert automatisch und die Einstellungen sind in den verschiedenen Desktopoberflächen, wie KDE/Plasma oder GNOME integriert.

 

Jack - Ist ein sogenannter Low Latency Audio Server für Professionelle Anwendungen. Die Konfiguration erfolgt etnweder auf dem harten Weg per Textdateien, oder mit grafischen Programmen wie QJackCTL, Cadence, Claudia oder Catia.

 

Pipewire - Ist das zukünftige Audiosystem für Linux, das die Vorteile und Bequemlichkeit von PulseAudio und die professionellen Anforderungen von Jack miteinander vereint. Nach einer Übergangszeit, sähe eine Installation so aus, dass ALSA mit den Treibern immer noch die Grundlage bildet und darüber liegt dann Pipewire und regelt den Rest. Und das sogar noch Latenzärmer, als Jack es sowieso schon macht.


Pipewire Status: Mitte 2021 fangen die Distributionen an Pipewire zu integrieren. Man kann es auch selbst installieren, muss sich aber darauf gefasst machen ein wenig basteln zu müssen. Vermutlich haben alle wichtigen Distributionen Pipewire Ende 2022 komplett integriert.

 

Zukünftige Audio- und Routingkonfigurationen werden statt mit dem LADISH Protokoll mit dem NSM (Non Session Management) Protokoll konfiguriert. Dazu wird es aber noch einen eigenen Artikel geben.

 

Entsprechende Tools sind:

RaySession https://raysession.tuxfamily.org/en/manual
RaySession ist ein Audio-Session-Manager für GNU / Linux. Er ermöglicht es, mehrere Audioprogramme in der gleichen Sitzung zu starten, Projekte gemeinsam zu speichern und so vermeidbare Doppelkonfigurationen und Schritte wezulassen, um zu einer bestimmten Konfiguration zurückzukehren.

 

Agordejo https://www.laborejo.org/documentation/agordejo/english.html
Agordejo (Esperanto: ‘Ort, um Dinge einzurichten’) ist ein Session-Manager für die Musikproduktion. Er dient dazu, Programme zu starten, sich deren (JACK-)Verbindungen zu merken und das Leben im Allgemeinen zu erleichtern.

 

Quellen:

  1. Linux Audio Wiki https://wiki.linuxaudio.org
  2. LADISH Entwicklerseite https://github.com/LADI/ladish/
  3. kx.Studio https://kx.studio/
  4. QJackCTL https://qjackctl.sourceforge.io/
  5. Patchage https://drobilla.net/software/patchage
  6. RNCBC (Tools für Jack) https://www.rncbc.org/drupal/
  7. NSM (Non Session Management) API http://non.tuxfamily.org/nsm/API.html
  8. NSM Erklärung https://wiki.linuxaudio.org/apps/categories/nsm

 

 

 

 

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