Normale Ansicht

Tipp: Probleme mit Raspberry-Pi-Boot-Reihenfolge beheben

08. Oktober 2025 um 15:00

Mein Raspberry Pi 5 ist mit einem SSD-Hat ausgestattet (Pimoroni, siehe Blog). Auf der SSD ist Raspberry Pi OS Bookworm installiert. Jetzt möchte ich aber Raspberry Pi OS Trixie ausprobieren. Das System habe ich mit dem Raspberry Pi Imager auf eine SD-Card geschrieben. Sowohl SSD als auch SD-Karte sind angeschlossen, die Boot-Reihenfolge ist auf SD-Card first eingestellt.

Boot-Reihenfolge einstellen

raspi-config verändert die Variable BOOT_ORDER, die im EEPROM gespeichert wird. Die Variable kann mit `rpi-eeprom-config´ gelesen werden:

rpi-eeprom-config

  [all]
  BOOT_UART=0
  WAKE_ON_GPIO=0
  POWER_OFF_ON_HALT=1
  BOOT_ORDER=0xf461

0xf461 bedeutet (die Auswertung erfolgt mit den niedrigsten Bits zuerst, also von rechts nach links):

1 - Try SD card
6 - Try NVMe
4 - Try USB mass storage
f - RESTART (loop back to the beginning)

Die Einstellung ist also korrekt, trotzdem bootet der Pi hartnäckig von der SSD und ignoriert die SD-Card. Warum?

Analyse

Schuld sind die Partition-UUIDs! Die SSD habe ich vor eineinhalb Jahren mit dem SD Card Copier geklont. Die Option New Partition UUIDs habe ich nicht verwendet, ich sah keinen Grund dazu. Jetzt liegt folgendes Problem vor: Die SSD und die vom Rasbperry Pi Imager erzeugte SD-Card haben die gleichen Partition-UUIDs!

lsblk -o NAME,PARTUUID,UUID,MOUNTPOINT

  NAME          PARTUUID     UUID                                   MOUNTPOINT
  mmcblk0                                                            
  ├─mmcblk0p1   8a676486-01  1E1E-DAB6                              /boot/firmware
  └─mmcblk0p2   8a676486-02  b8316dab-786b-45e8-815c-3d4bbf198d98    

  nvme0n1                                                            
  ├─nvme0n1p1   8a676486-01  1E1E-DAB6                               
  ├─nvme0n1p2   8a676486-02  b8316dab-786b-45e8-815c-3d4bbf198d98   /
  └─nvme0n1p3   8a676486-03  293896b6-33ee-43de-87d4-56944456cec6 

Deswegen sind die UUIDs in /etc/fstab und in /boot/firmware/cmdline.txt nicht eindeutig:

cat /etc/fstab

  proc                  /proc           proc    defaults          0       0
  PARTUUID=8a676486-01  /boot/firmware  vfat    defaults          0       2
  PARTUUID=8a676486-02  /               ext4    defaults,noatime  0       1


cat /boot/firmware/cmdline.txt

  console=serial0,115200 console=tty1 root=PARTUUID=8a676486-02 rootfstype=ext4 \
    fsck.repair=yes rootwait quiet splash plymouth.ignore-serial-consoles cfg80211.ieee80211_regdom=AT

Solange beide Datenträger verbunden sind, ist nicht vorhersehbar, welche Partitionen tatsächlich genutzt werden. Am einfachsten wäre es natürlich, das Kabel zur SSD vorübergehend zu trennen; das ist aber nicht empfehlenswert, weil es hierfür keinen richtigen Stecker gibt, sondern nur eine sehr filigrane Kabelpressverbindungen, die möglichst nicht anrührt werden sollte.

Lösung

Ich habe den Pi ohne SD-Karte neu gebootet und dann

  • die Filesystem-UUIDs geändert,
  • /etc/fstab angepasst und
  • /boot/firmware/cmdline.txt ebenfalls angepasst.

Im Detail: Da die ursprüngliche Partitionierung der SSD von der SD-Karte übernommen wurde, liegt eine MBR-Partitionstabelle vor. In diesem Fall ergeben sich die Partition-UUIDs aus der Disk-ID plus Partitionsnummer. Die Disk-ID (Hex-Code mit 8 Stellen) kann mit fdisk geändert werden:

fdisk /dev/nvme0n1

  Welcome to fdisk (util-linux 2.38.1).
  Command (m for help): x.                   <-- aktiviert den Expertenmodus
  Expert command (m for help): i             <-- ID ändern
  Enter the new disk identifier: 0x1234fedc. <-- neue ID als Hex-Code
  Disk identifier changed from 0x8a676486 to 0x1234fedc.
  Expert command (m for help): r             <-- zurück ins Hauptmenü (return)
  Command (m for help): w                    <-- Änderungen speichern (write)

  The partition table has been altered.
  Syncing disks.

Mit fdisk -l vergewissern Sie sich, dass die Änderung wirklich funktioniert hat:

fdisk -l /dev/nvme0n1

  ...
  Disk identifier: 0x1234fedc

Weil der Datenträger in Verwendung ist, zeigt fdisk -l /dev/nvme0n1 weiter die alte UUID an. Sie müssen glauben, dass es funktioniert hat :-(

Bevor Sie einen Reboot machen, müssen Sie nun mit einem Editor auch /etc/fstab und /boot/firmware/cmdline.txt anpassen. In meinem Fall sehen die Dateien jetzt so aus:

cat /etc/fstab

  proc                  /proc           proc    defaults          0       0
  PARTUUID=1234fedc-01  /boot/firmware  vfat    defaults          0       2
  PARTUUID=1234fedc-02  /               ext4    defaults,noatime  0       1

cat /boot/firmware/cmdline.txt

  console=serial0,115200 console=tty1 root=PARTUUID=1234fedc-02 rootfstype=ext4 \
    fsck.repair=yes rootwait quiet splash plymouth.ignore-serial-consoles cfg80211.ieee80211_regdom=AT

Jetzt ist ein Reboot fällig, um zu testen, ob alles funktioniert. (Bei mir hat es im ersten Versuch NICHT funktioniert, weil ich bei fdisk das write-Kommando vergessen habe. Dann muss die SSD ausgebaut, ein USB-Gehäuse mit einem Computer verbunden und der Vorgang wiederholt werden.)

Ab jetzt sind die Partitions-UUIDs von SD-Karte und SSD voneinander unterscheidbar. Die Umschaltung des Boot-Systems mit raspi-config funktioniert, wie sie soll.

Quellen/Links

Verbesserte Qualität der Website-Übersetzungen in Firefox

07. Oktober 2025 um 18:33

Firefox besitzt eine Übersetzungsfunktion für Websites, welche im Gegensatz zu Cloud-Übersetzern wie Google Translate lokal arbeitet, die eingegebenen Texte also nicht an einen fremden Server sendet. Die Qualität der Übersetzungen sollte nun auf einem verbesserten Niveau sein.

Firefox wird seit Version 118 standardmäßig mit einer lokalen Funktion zur maschinellen Übersetzung von Websites für den Browser ausgeliefert. Das bedeutet, dass die Übersetzung vollständig im Browser geschieht und keine zu übersetzenden Inhalte an einen Datenriesen wie Google oder Microsoft übermittelt werden müssen.

Kleinere Verbesserungen der Übersetzungsqualitativ erfolgten im Laufe der Zeit bereits durch Anpassungen innerhalb von Firefox. Die zugrundeliegenden Sprachmodelle für die deutsche Sprache waren bisher allerdings unverändert und beinhalteten noch nicht die zahlreichen Verbesserungen der Trainings-Pipeline, an denen Mozilla in der Zwischenzeit gearbeitet hat. Nun hat Mozilla für diverse Sprachen, darunter auch Deutsch, neu trainierte Sprachmodelle veröffentlicht, welche für bessere Übersetzungen sorgen sollten.

Da die Sprachmodelle über die Remote-Einstellungen von Firefox bereitgestellt werden, ist die Aktualisierung der Sprachmodelle an kein Firefox-Update gebunden und erfolgt unabhängig von der verwendeten Firefox-Version.

Der Beitrag Verbesserte Qualität der Website-Übersetzungen in Firefox erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Mozilla veröffentlicht Firefox 143.0.4

03. Oktober 2025 um 20:08

Mozilla hat Firefox 143.0.4 veröffentlicht und behebt damit Verbindungsprobleme auf Google-Websites.

Download Mozilla Firefox 143.0.4

Mozilla hat Firefox 143.0.4 für Windows, macOS und Linux veröffentlicht und damit das Fallback-Verhalten von HTTP/3 auf HTTP/2 verbessert, nachdem es für einige Nutzer mit bestimmter Drittanbieter-Software sporadisch zu langsamen oder fehlgeschlagenen Ladevorgängen auf manchen Google-Websites kommen konnte.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 143.0.4 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

openSUSE Leap 16

03. Oktober 2025 um 07:58

Mit Version 16 springt openSUSE gewissermaßen in ein neues Zeitalter. Eine Weile war unklar, in welcher Form und auf welcher Basis openSUSE (überhaupt) weitergeführt wird. Letztlich haben sich die Entwickler zu einem pragmatischen Ansatz entschieden: Auch mit Version 16 bleibt openSUSE Leap eine »normale« Distribution mit Paket-Updates (kein Immutable System mit atomaren Updates) — so wie der große Enterprise-Bruder SLES 16. Für diesen Artikel habe ich einen ersten Blick auf die Distribution geworfen.

openSUSE Leap 16 mit KDE Desktop

Installation

openSUSE verwendet das neue, HTML-basiertes Installationsprogramm agama, dessen Minimalismus Parallelen zu Fedora zeigt. Das Programm läuft unter Gnome im Webbrowser Firefox im Full-Screen-Modus. Es ist mir zwar gelungen, den Voll-Screen-Modus zu beenden, ich konnte aber keine anderen Programme starten, d.h. es liegt kein vollwertiges Live-System vor.

Tipp 1: Mit [Strg]+[+] bzw. [Strg]+[-] können Sie den Zoomfaktor verändern. Per Kontextmenüs können Sie Screenshots erstellen. Je nach (erkannter) Bildschirmauflösung wird das seitliche Menü nicht dauerhaft angezeigt, kann aber über den Menü-Button eingeblendet werden.

Tipp 2: Es ist möglich, das Installationsprogramm von einem externen Rechner aus zu bedienen. Dazu wechseln Sie mit Strg+Alt+F1 in eine Konsole. Dort wird die URL (https://agama.local) und das Passwort angezeigt. Jetzt können Sie im Webbrowser die URL oder IP-Adresse angeben, müssen die unsichere Verbindung (selbst signiertes Zertifikat) akzeptieren und sich einloggen. Eigentlich cool!

Die Installation läuft im Webbrowser, der aber normalerweise nicht sichtbar ist (Fullscreen-Modus)
Ein Wechseln in die Textkonsole offenbart einen Login-Link zur Weboberfläche des Installers

Im ersten Schritt stellen Sie rechts oben Sprache und Tastaturlayout für das Installationsprogramm ein und entscheiden Sie sich zwischen Leap 16 und Leap Micro 6.2. (Ich habe nur ersteres ausprobiert.)

Einstellung der Sprache des Setup-Programms (rechts oben) und Auswahl des Grundsystems

Jetzt beginnt die eigentliche Installation. Wenn Sie einen statischen Hostnamen wünschen, geben Sie den gewünschten Namen an. Unter Lokalisierung stellen Sie nochmals (!) Sprache, Tastatur und Zeitzone ein — dieses Mal für das zu installierende System. Eleganter wäre, wenn der Installer die bereits durchgeführten Einstellungen einfach übernehmen würde, aber sei’s drum.

Neuerliche Spracheinstellung, jetzt für das Zielsystem

Im Punkt Netzwerk können Sie eine WLAN-Konfiguration durchnehmen. Ethernet-Verbindungen mit DHCP werden automatisch hergestellt.

Damit kommen wir zur Partitionierung und zum Einrichten der Dateisystemeim Punkt Speicherung. Der Installer schlägt vor, drei Partitionen einzurichten: /boot/efi, eine Swap-Partition und eine Systempartition mit btrfs-Dateisystem und neu Subvolumes (/boot, /var, /root, /home usw.). Optional können Sie das Setup auf LVM umstellen (was im Zusammenspiel mit btrfs aber selten große Vorteile mit sich bringt) und eine Verschlüsselung aktivieren. Für Installationen in eine virtuelle Maschine oder auf einen Rechner, wo Sie einfach die gesamte SSD nutzen möchten, ist das Layout OK.

Wenig Auswahl bei der Partitionierung und Einrichtung der Dateisysteme

Auf »echter« Hardware schlägt das Setup-Programm vor, alle vorhandenen Partitionen des Datenträgers zu löschen und dann openSUSE zu installieren. VORSICHT!! Das Setup-Programm bietet die Möglichkeit, auf die Partitionierung Einfluss zu nehmen, die Menüs sind aber nicht ganz leicht zu erkennen (siehe die folgenden fünf Screenshots).

Vorsicht: Per Default löscht der Installer alle vorhandenen Betriebssysteme
Eine manuelle Partitionierung ist möglich, aber die Optionen sind gut versteckt
Wenn Sie einzelne Partitionen oder Dateisysteme ändern wollen, ist hier das entscheidende Menü
Der Editor für eine Partition / ein Dateisystem
Parallel-Installation von openSUSE zu diversen anderen Linux-Distributionen

Aufpassen müssen Sie auch beim Punkt Software: Standardmäßig wird nur eine Minimalinstallation ohne Desktop-System durchgeführt! Sie müssen die Auswahl ändern und haben dann die Wahl zwischen Gnome, KDE und XFCE.

Bei der Software-Auswahl muss ein Desktop-System ausgewählt werden!

Zuletzt richten Sie einen Benutzer ein, der automatisch sudo-Rechte erhält. Installieren startet nun die Installation.

Jetzt läuft die Installation

Ich habe mehrere Installationen in VMs durchgeführt, eine »echte« auf meinen Mini-PC. Echte Fehler sind keine aufgetreten, aber intuitiv ist die Bedienung des neuen Installers wirklich nicht. Warum muss das Rad ununterbrochen neu erfunden werden, wenn soviele andere Linux-Probleme einer Lösung harren?

Software-Versionen und Paketverwaltung

Die Versionsnummern wichtiger Basispakete stimmen zum größten Teil mit jenen von Debian 13 überein.

Basis               Programmierung     Server
---------------     --------------     ---------------
Kernel     6.12     bash       5.2     Apache      2.4
glibc      2.40     gcc       15.1     CUPS        2.4
Wayland    1.24     git       2.51     MariaDB    11.8
GRUB       2.12     Java     17/21     OpenSSH    10.0
Mesa       24.3     PHP        8.4     PostgreSQL   17
Systemd     257     Podman     5.4     Postfix    3.10
NetworkMan 1.52     Python    3.13     qemu/KVM   10.0
Gnome        48                        Samba      4.22
KDE Plasma  6.4

Generell ist das Angebot in Leap 16 im Vergleich zu den Vorgängerversionen 15.n aber geschrumpft, worauf LinuxUser hinweist (32.400 Pakete im Vergleich zu 44.700). Für Desktop-Programme ist Flatpak die beste Alternative. Darüberhinaus wird sich weisen, wie groß das Angebot von Paketen sein wird, die in externen Repositories angeboten werden.

Für Multimedia-Pakete war in der Vergangenheit Packman zuständig. Es ist zu erwarten, dass es dort in Zukunft ein Leap-16-Repository geben wird. Aktuell ist das aber noch nicht der Fall.

Am Fundament der Paketverwaltung hat sich wenig geändert — dafür sind weiterhin rpm (Low-Level) und zypper (High-level) zuständig. Desktop-Programme können wahlweise mit Software (Gnome) oder Discover (KDE) installiert werden. Das allumfassende Paketverwaltungs-Modul innerhalb von YaST gibt es nicht mehr.

Standardmäßig sind nur die Repos repo-oss und repo-openh264 aktiv:

zypper repos

  Repository priorities are without effect. All enabled repositories share the same priority.

  # | Alias                       | Name                      | Enabled | GPG Check | Refresh
  --+-----------------------------+---------------------------+---------+-----------+--------
  1 | Leap                        | Leap 16.0                 | No      | ----      | ----
  2 | openSUSE:repo-non-oss       | repo-non-oss (16.0)       | No      | ----      | ----
  3 | openSUSE:repo-non-oss-debug | repo-non-oss-debug (16.0) | No      | ----      | ----
  4 | openSUSE:repo-openh264      | repo-openh264 (16.0)      | Yes     | (r ) Yes  | Yes
  5 | openSUSE:repo-oss           | repo-oss (16.0)           | Yes     | (r ) Yes  | Yes
  6 | openSUSE:repo-oss-debug     | repo-oss-debug (16.0)     | No      | ----      | ----
  7 | openSUSE:repo-oss-source    | repo-oss-source (16.0)    | No      | ----      | ----

Für Verwirrung — auch in Software und Discover — kann das inaktive Repo Leap 16.0 sorgen. Es bezieht sich aber nur auf das Installationsmedium und wird im weiteren Betrieb tatsächlich nicht mehr gebraucht.

Das non-oss-Repo enthält diverse proprietäre Programme:

zypper modifyrepo --enable openSUSE:repo-non-oss

AdobeICCProfiles
bladeRF-fpga-firmware
bladeRF-fx3-firmware
bpg-fonts
discord
iozone
iozone-doc
ivtv-firmware
john-wordlists
Leap-Addon-NonOss
Leap-Addon-NonOss-release
libunrar-devel
libunrar7_1_10
libunrar7_1_10-x86-64-v3
ncat
ndiff
netperf
nmap
non_oss
nping
opera
patterns-non_oss
patterns-non_oss_opt
perlref
Reaction
Reaction-data
steamcmd
stream
unrar
wine-mono
xv
xv-doc
zenmap

Erste Schritte unter KDE

Ich habe openSUSE sowohl mit Gnome als auch mit KDE installiert, aber die weiteren Tests dann in einem KDE-System durchgeführt. KDE verwendet sowohl in virtuellen Maschinen als auch auf echter Hardware X11. Das ist ein wenig enttäuschend, Fedora 42 läuft per default mit Wayland (Fedora 43 beta natürlich auch), und meine Erfahrungen damit waren ausgezeichnet.

Der Versuch, die Auflösung meines 4k-Monitors auf 1920×1080 zu reduzieren, scheiterte. Der Bildschirminhalt wird komplett falsch skaliert, oben und unter im Monitor bleibt ein schwarzer Streifen. Bei 2560×1600 kam gar kein Bild zustande. Diese Probleme hatte ich noch nie. Ich bin dann bei der 4k-Auflösung geblieben und habe die Skalierung verändert. Das funktioniert unter KDE glücklicherweise wunderbar.

Zur Paketverwaltung ist Discover vorgesehen. Prinzipiell funktioniert das Programm zufriedenstellend. Irritierend ist auch hier die (korrekt!) inaktive Paketquelle Leap 16.

Paketverwaltung mit Discover. Es irritiert, dass »Leap 16« nicht aktiv ist — aber diese Paketquelle ist nur für die Installation relevant, danach nicht mehr.

Bei der Systemadministration sind Sie auf die Module der KDE-Systemeinstellungen angewiesen. YaST steht nicht mehr zur Verfügung.

Wie schon erwähnt, entscheidet sich der Installer, wenn Sie nicht andere Optionen einstellen, für ein btrfs-Dateisystem mit vielen Subvolumes aber ohne Komprimierung.

cat /etc/fstab 

UUID=c3b4e719-0afe-4ad0-aea0-ad6a8c5c81e1  /                       btrfs  defaults                      0  0
UUID=c3b4e719-0afe-4ad0-aea0-ad6a8c5c81e1  /var                    btrfs  subvol=/@/var                 0  0
UUID=c3b4e719-0afe-4ad0-aea0-ad6a8c5c81e1  /usr/local              btrfs  subvol=/@/usr/local           0  0
UUID=c3b4e719-0afe-4ad0-aea0-ad6a8c5c81e1  /srv                    btrfs  subvol=/@/srv                 0  0
UUID=c3b4e719-0afe-4ad0-aea0-ad6a8c5c81e1  /root                   btrfs  subvol=/@/root                0  0
UUID=c3b4e719-0afe-4ad0-aea0-ad6a8c5c81e1  /opt                    btrfs  subvol=/@/opt                 0  0
UUID=c3b4e719-0afe-4ad0-aea0-ad6a8c5c81e1  /home                   btrfs  subvol=/@/home                0  0
UUID=c3b4e719-0afe-4ad0-aea0-ad6a8c5c81e1  /boot/grub2/x86_64-efi  btrfs  subvol=/@/boot/grub2/x86_64-efi  0  0
UUID=c3b4e719-0afe-4ad0-aea0-ad6a8c5c81e1  /boot/grub2/i386-pc     btrfs  subvol=/@/boot/grub2/i386-pc  0  0
UUID=EC5D-8DB9                             /boot/efi               vfat   utf8                          0  2
UUID=c3b4e719-0afe-4ad0-aea0-ad6a8c5c81e1  /.snapshots             btrfs  subvol=/@/.snapshots          0  0

lsblk

nvme1n1     259:6    0   1.8T  0 disk 
├─nvme1n1p1 259:7    0 372.5G  0 part 
├─nvme1n1p2 259:8    0     1G  0 part /boot/efi
├─nvme1n1p3 259:9    0   400G  0 part 
├─nvme1n1p4 259:10   0   100G  0 part 
├─nvme1n1p5 259:11   0   200G  0 part 
├─nvme1n1p6 259:12   0 279.4G  0 part 
├─nvme1n1p7 259:13   0 244.1G  0 part 
└─nvme1n1p8 259:14   0   100G  0 part /var
                                      /usr/local
                                      /srv
                                      /root
                                      /opt
                                      /home
                                      /boot/grub2/i386-pc
                                      /boot/grub2/x86_64-efi
                                      /.snapshots
                                      /

Neuerungen

Hinter den Kulissen gibt es eine Menge Neuerungen im Vergleich zu Version 15.n (siehe die Release Notes). Ganz kurz die wichtigsten Details:

  • Wie schon erwähnt: YaST gibt es nicht mehr. openSUSE empfiehlt, Cockpit zur Administration zu verwenden.
  • Per Default kommt SELinux zum Einsatz, AppArmor ist immerhin noch als Option verfügbar.

  • openSUSE 16 ist year-2038-safe.

  • openSUSE 16 soll bis 2031 jährlich mit neuen Versionen gepflegt werden. (Das wäre dann Version 16.6.) openSUSE 17 soll dann 2032 erscheinen. Warten wir ab, ob es dabei bleibt.

  • openSUSE 16 setzt bei x86-CPUs den V2-Level voraus. Konkret bedeutet das, dass die CPUs nicht älter als gut 15 Jahre sein dürfen (Details). 32-Bit-CPUs werden nicht mehr unterstützt.

  • Auf Rechnern mit NVIDIA-GPU werden die entsprechenden Paketquellen automatisch aktiviert und die proprietären Treiber installiert. Solche Systeme sollte jetzt out-of-the-box funktionieren. (Habe ich aber nicht getestet, mein Testrechner hat eine AMD-CPU/GPU.)

  • PulseAudio wurde durch PipeWire ersetzt.

  • Per Default darf root sich nicht via SSH anmelden. Verwenden Sie einen Account mit sudo-Rechten, oder ändern Sie ggfs. /etc/ssh/sshd_config.

  • libvirt + Docker: Wenn Sie Docker und libvirt (Qemu/KVM) einsetzen, funktioniert in den virtuellen Maschinen das Networking nicht mehr. Schuld ist Docker, das nicht in der Lage ist, sein Firewall-System auf nft umzustellen :-( Die Lösung ist gleich wie unter Fedora: Sie müssen das libvirt-Firewall-Backend zurück auf iptables setzen (Details).

  • nmap: Das populäre nmap-Tool hat die Lizenz geändert. openSUSE enthält die letzte Version unter der alten Lizenz.

Migrationstool

Es gibt ein neues Migrationstool, mit dem Sie einerseits openSUSE 15.6 auf Version 16.0 upgraden und andererseits einen Wechsel zwischen verschiedenen SUSE-Varianten (Leap, Tumblewheed, Slowroll, Enterprise) durchführen können. Ich habe das Programm allerdings nicht ausprobiert.

Das neue opensuse-migration-tool

SSH-Server und Firewall

Der SSH-Server wird standardmäßig installiert, läuft aber nicht. Abhilfe:

systemctl enable --now sshd

Als Firewall läuft standardmäßig das von Fedora und RHEL bekannte Programm firewalld. Standardmäßig sind nur die Ports für SSH und den DHCP-Client offen:

firewall-cmd --list-services

  dhcpv6-client ssh

Qemu/KVM-Zwischenablage

Wenn Sie openSUSE 16 in einer virtuellen Maschine mit Qemu ausführen, funktioniert die Zwischenablage nicht. Abhilfe: zypper install spice-vdagent, unter Gnome (Wayland!) zusätzlich zypper install wl-clipboard.

Fazit

In openSUSE 16 ist viel Zeit, Mühe und Liebe geflossen — und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Die Frage ist allerdings, ob das reicht. Das Angebot am Distributionsmarkt ist überwältigend groß, und mir fällt es ehrlich schwer, eine klare Zielgruppe für openSUSE zu erkennen.

  • Den Mainstream decken Debian, Fedora und Ubuntu ab. Meine Empfehlung an Linux-Desktop-Einsteiger geht ganz stark in diese Richtung.
  • Server-seitig wieder Debian und Ubuntu plus RHEL und Klone.
  • Wer gerne immer Up-to-date ist: Arch Linux (oder ein Derivat).
  • CachyOS kitzelt maximale Performance aus dem Rechner, verbunden mit den Arch-Linux-Vorteilen und aktuell einem Hype-Faktor.
  • Linux Mint vielleicht für Einsteiger. (Ich war allerdings nie ein riesiger Mint-Fan und sehe wenig Vorteile im Vergleich zu Debian/Fedora/Ubuntu.)
  • Pop!_OS als Distribution für system76-Kunden. Und falls der COSMIC-Desktop je fertig + stabil wird, könnte die Distribution ein interessantes Angebot für technisch orientierte Anwender werden (Entwickler/Admins/Freaks).

Im Vergleich zu Debian/Fedora/Ubuntu ist in Leap 16 das Software-Angebot geringer. Die Aktualität vieler Pakete kann wiederum mit Fedora und Ubuntu nicht mithalten. Als ausgesprochen einsteigerfreundlich empfinde ich Leap auch nicht (schon gar nicht die Installation). YaST als Argument fällt weg. (Das Konfigurations-Tool wurde schon in den letzten Jahren nur noch sehr halbherzig gepflegt.) Der Dateisystem-Editor von openSUSE während der Installation war Weltklasse, aus meiner Sicht besser als bei allen anderen Distributionen. Er ist dem neuen Installationsprogramm zum Opfer gefallen.

Wer sollte sich also für openSUSE entscheiden, und warum? openSUSE 16 ist natürlich eine super Trainings-Umgebung für SLES 16. Aber ist das genug? Selbst innerhalb der SUSE-Welt empfand ich Tumblewheel (oder Slowroll) in den letzten Jahren deutlich spannender als Leap.

Quellen/Links

Neues von Linux: 6.17 veröffentlicht sowie anstehende bcachefs-Entfernung

30. September 2025 um 21:52

Kurz notiert: in den letzten beiden Tagen gab es einige Nachrichten vom Linux-Kernel.

Zuallererst wurde der Kernel in Version 6.17 veröffentlicht. Die Änderungen führen einerseits bessere Steueroption zur Auswahl von Prozessormitigationen, Live-Patching auf 64-Bit Arm sowie einige Verbesserungen an Dateisystemen wie ext4 und Btrfs ein. Die historische Sonderbehandlung von Einprozessorsystemen (ohne SMP) wird rückgebaut. Wer an allen Änderungen im Detail interessiert ist, kann einen Blick in die entsprechenden LWN Artikel oder bei LinuxNews werfen.

Apropos Dateisysteme: das jüngst aufgenommene bcachefs, um das sich vor und während seines Aufenthaltes im Mainline-Zweig viele kontroverse Diskussionen ergaben, wird Mainline im nächsten Release (6.18) voraussichtlich wieder verlassen. Torvalds kündigte im Commit zur Entfernung an, dass es als DKMS-Paket ausgeliefert werden soll.

Damit endet allerdings sicherlich auch die Maßgabe, dass die Module, von denen bcachefs abhängig ist, auf das Dateisystem abgestimmt werden. Hier gab es genau Streit, weil die Änderungen, die Kent Overstreet erwartet hatte, von den zuständigen Maintainern äußerst kritisch aufgenommen wurden. Ob die Änderungen in den anderen Modulen nun wieder zurückgesetzt werden, bleibt abzusehen.

Mozilla veröffentlicht Sicherheits-Update Firefox 143.0.3

30. September 2025 um 19:10

Mozilla hat Firefox 143.0.3 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion. Auch mehrere Sicherheitslücken wurden behoben.

Download Mozilla Firefox 143.0.3

Mozilla hat Firefox 143.0.3 für Windows, macOS und Linux veröffentlicht. Firefox 143.0.2 wurde für diese Plattformen übersprungen, da diese Versionsnummer einem Android-Update vorbehalten war.

Mit dem Update auf Firefox 143.0.3 behebt Mozilla zwei Sicherheitslücken.

Die Verzögerung, um einen Tab per Drag and Drop an den linken Rand der Tableiste anzuheften, wurde standardmäßig von 350 auf 500 ms erhöht, um die Wahrscheinlichkeit für versehentliches Anheften zu reduzieren, und kann außerdem ab sofort via about:config angepasst werden (browser.tabs.dragDrop.pinInteractionCue.delayMS).

Die Option dom.webgpu.enabled in about:config kann jetzt auch in finalen Firefox-Versionen aktiviert werden, um den WebGPU-Standard zu aktivieren. Die Implementierung ist zwar noch nicht vollständig, aber durch die kürzliche Aktivierung in Safari ist ein erhöhter Bedarf für Entwickler entstanden, das Feature auch in Firefox testen zu können.

Das Aktualisieren mancher Erweiterungen via about:addons war nicht mehr möglich. Außerdem konnte das Öffnen der Einstellungen einer Erweiterung über den Dialog, der nach dessen Installation erschien, dazu führen, dass manche Browser-Funktionen wie beispielsweise Tastatur-Befehle bis zum Neustart des Browsers nicht mehr im gleichen Fenster funktionierten. Ebenfalls in Zusammenhang mit Erweiterungen steht die Korrektur eines Problems, bei dem die gespeicherten Daten einer Erweiterung einen Firefox-Absturz bei Programmstart verursachen konnten.

Ein Performance-Problem beim Laden mancher Websites wurde behoben, welches auftreten konnte, wenn man mit einem Netzwerk verbunden ist, welches UDP-Verbindungen blockiert.

Auf dem Bildschirm Firefox View war es nicht länger möglich, einzelne Bereiche einzuklappen.

Bereits in Firefox 143.0.1 wurde eine injizierte DLL-Datei der Sicherheits-Software von Trend Micro in einer bestimmten Version blockiert, weil diese Firefox-Abstürze verursachte. Aufgrund fehlender Rückmeldung von Trend Micro wurden jetzt auch alle zukünftigen Versionen blockiert. Außerdem wurde eine DLL-Datei der Meta Quest Link App blockiert, weil diese Abstürze bei der Verwendung von WebRTC verursachte.

Dazu kommen eine Korrektur für Nutzer vertikaler Tabs, Korrekturen für vier weitere potenzielle Absturzursachen sowie mehrere Verbesserungen, die in Zusammenhang mit einem geplanten VPN-Experiment stehen und eine Verbesserung für ein geplantes Experiment für einen verbesserten Algorithmus der Adressleisten-Vorschläge.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Sicherheits-Update Firefox 143.0.3 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Kiosk-Anzeigesystem auf dem Raspberry Pi

25. September 2025 um 04:00

Auf Anfrage einer Bildungseinrichtung, die ein Anzeigesystem für aktuell laufende Kurse auf ihrer Webseite realisieren möchte, habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, ein stabiles, kostengünstiges und quelloffenes System umzusetzen.

Hardware-Auswahl

Bei der Hardware fiel die Entscheidung nicht schwer: Ein Raspberry Pi ist für diesen Einsatzzweck bestens geeignet. Als Gehäuse empfiehlt sich ein passiv gekühltes Modell aus Aluminium, um einen lautlosen und langlebigen Betrieb zu gewährleisten.

Installation

Bereits vor einigen Jahren habe ich ein ähnliches System für eine Fahrschule realisiert, das seit nunmehr fast fünf Jahren zuverlässig als „Schaufensterwerbung“ im Dauerbetrieb läuft.

Als Grundlage für das aktuelle Projekt diente mir die Anleitung „Fullscreen-Browser nach Boot auf Raspberry Pi – Kiosk-Mode“ von Easy Tec. Ich setze voraus, dass auf dem Raspberry Pi bereits Raspberry Pi OS installiert ist und ein SSH-Zugang besteht.

Benötigte Pakete installieren

sudo apt install xdotool unclutter

Mit xdotool kann der Chromium-Browser automatisiert gesteuert werden. unclutter blendet den Mauszeiger nach kurzer Inaktivität aus.

Kiosk-Skript erstellen

Nun wird das Skript kiosk.sh erstellt. Wichtig: Den Benutzernamen intux ggf. durch den tatsächlich verwendeten Benutzer ersetzen. Für einen ersten Testlauf greife ich meine eigene Website intux.de ab.

sudo nano /home/intux/kiosk.sh

Inhalt von kiosk.sh:

#!/bin/bash

xset s noblank
xset s off
xset -dpms

unclutter -idle 0.5 -root &

sed -i 's/"exited_cleanly":false/"exited_cleanly":true/' /home/intux/.config/chromium/Default/Preferences
sed -i 's/"exit_type":"Crashed"/"exit_type":"Normal"/' /home/intux/.config/chromium/Default/Preferences

/usr/bin/chromium-browser --noerrdialogs --disable-infobars --kiosk https://intux.de

while true; do
   xdotool keydown ctrl+Tab; xdotool keyup ctrl+Tab;
   sleep 10
done

Systemd-Dienst einrichten

Um sicherzustellen, dass Chromium nach jedem Neustart automatisch im Kiosk-Modus gestartet wird, wird ein systemd-Dienst eingerichtet:

sudo nano /lib/systemd/system/kiosk.service

Inhalt von kiosk.service:

[Unit]
Description=Chromium Kiosk
Wants=graphical.target
After=graphical.target

[Service]
Environment=DISPLAY=:0.0
Environment=XAUTHORITY=/home/intux/.Xauthority
Type=simple
ExecStart=/bin/bash /home/intux/kiosk.sh
Restart=on-abort
User=intux
Group=intux

[Install]
WantedBy=graphical.target

Anschließend wird der Dienst aktiviert und gestartet:

sudo systemctl enable kiosk.service
sudo systemctl start kiosk.service

Ein Neustart schließt die Einrichtung ab:

sudo reboot

Auflösung anpassen

Ich habe mich für eine Bildschirmauflösung von 1280 × 720 Pixel (16:9) entschieden. Diese lässt sich bequem über die grafische Oberfläche des Raspberry Pi OS einstellen.

Raspberry Pi – Auflösung
Raspberry Pi – Auflösung
Raspberry Pi – Auflösung 1920 x 1080
Raspberry Pi – Auflösung 1920 x 1080
Raspberry Pi – Auflösung 1280 x 720
Raspberry Pi – Auflösung 1280 x 720

Erster Testlauf

Raspberry Pi – Kiosk-Webseitendarstellung
Raspberry Pi – Kiosk-Webseitendarstellung

System duplizieren

Da das System nun wie gewünscht funktioniert, habe ich es auf weitere Geräte dupliziert – eines für jede Etage des Gebäudes. Um die einzelnen Systeme im Netzwerk unterscheiden zu können, erhielten sie unterschiedliche Hostnamen:

  • Uranus
  • Venus
  • Mars
  • Pluto

Der Hostname lässt sich über raspi-config anpassen:

sudo raspi-config

Nach dem Klonen stellte ich jedoch fest, dass der Kiosk-Dienst auf den neuen Systemen nicht wie erwartet startete. Die Ursache war die Datei SingletonLock von Chromium. Diese muss gelöscht werden:

rm -rf /home/intux/.config/chromium/SingletonLock

Fazit

Mit überschaubarem Aufwand und etwas Recherche ließ sich ein praktikables Open-Source-Projekt umsetzen, das nun im Realbetrieb zeigen kann, wie zuverlässig es funktioniert.

Der Beitrag Kiosk-Anzeigesystem auf dem Raspberry Pi erschien zuerst auf intux.de.

Enterprise Policy Generator 7.1 ermöglicht Deaktivierung von KI-Funktionen in Firefox

23. September 2025 um 17:57

Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Mit dem Enterprise Policy Generator 7.1 ist nun ein Update erschienen, welches die Deaktivierung von KI-Funktionen in Firefox ermöglicht.

Enterprise Policy Generator

Download Enterprise Policy Generator für Firefox

Die Enterprise Policy Engine erlaubt es Administratoren, Firefox über eine Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert.

Der Enterprise Policy Generator hilft bei der Zusammenstellung der sogenannten Enterprise Policies, sodass kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig ist und sich Administratoren die gewünschten Enterprise Policies einfach zusammenklicken können.

Neuerungen vom Enterprise Policy Generator 7.1

Der Enterprise Policy Generator 7.1 bringt Unterstützung für zwei neue Unternehmensrichtlinien, die ab Firefox 144 und höher unterstützt werden.

Die GenerativeAI-Richtlinie erlaubt die Aktivierung respektive Deaktivierung der LLM-Chatbots wie ChatGPT, Google Gemini und Microsoft Copilot, der KI-Zusammenfassung für die Link-Vorschau sowie von Vorschlägen für Tab-Gruppen, worunter sowohl Vorschläge für den Namen der Gruppe als auch weitere Tabs fallen. Eine weitere Option gilt als Sammeleinstellung für sämtliche KI-Features, welche von dieser Richtlinie unterstützt werden. Es ist davon auszugehen, dass in Zukunft weitere KI-Features Teil dieser Richtlinie werden.

Über die VisualSearchEnabled-Richtlinie ist es möglich, die inverse Bildersuche über Google Lens zu aktivieren oder zu deaktivieren.

KI-Features in Firefox mit dem Enterprise Policy Generator von Sören Hentzschel deaktivieren

Für Linux-Nutzer wurde außerdem die Erklärung dahingehend erweitert, dass es auch möglich ist, die Datei policies.json für systemweit geltende Richtlinien in /etc/firefox/policies zu platzieren.

Entwicklung unterstützen

Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.

Der Beitrag Enterprise Policy Generator 7.1 ermöglicht Deaktivierung von KI-Funktionen in Firefox erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Bilder unter Linux effizient per Kommandozeile skalieren

22. September 2025 um 04:00

Wer regelmäßig Webprojekte betreut, kennt das Problem: Große Bilddateien können die Ladezeiten einer Website deutlich beeinträchtigen und wirken sich negativ auf die Suchmaschinenoptimierung (SEO) aus. Besonders dann, wenn eine größere Anzahl von Fotos verarbeitet werden muss, ist eine manuelle Bearbeitung mit grafischen Programmen nicht nur zeitraubend, sondern auch ineffizient.

In einem aktuellen Fall erhielt ich rund 120 Fotos eines Fotografen, die für eine Galerie auf einer Webseite vorgesehen waren. Die Bilddateien lagen jedoch in einer Größe vor, die weder performant für das Web war noch den SEO-Richtlinien entsprach.

Da ich für meine Projekte eine maximale Bildbreite von 1024 Pixeln definiert habe, griff ich – wie bereits im Artikel „Bilder per Batch skalieren“ beschrieben – auf ein bewährtes Werkzeug aus dem Open-Source-Bereich zurück: ImageMagick.

Mit einem einfachen Befehl ließ sich die gesamte Bildersammlung direkt über das Terminal verarbeiten:

mogrify -resize 1024x1024 *.jpg

Dieser Befehl skaliert alle .jpg-Dateien im aktuellen Verzeichnis auf eine maximale Kantenlänge von 1024 Pixeln – unter Beibehaltung des Seitenverhältnisses. Innerhalb weniger Sekunden war der gesamte Stapel an Bildern webgerecht optimiert.

Solche kleinen, aber wirkungsvollen Tools aus der Open-Source-Welt sind nicht nur ressourcenschonend, sondern tragen auch dazu bei, Arbeitsabläufe deutlich zu beschleunigen – ganz ohne aufwendige GUI-Programme oder proprietäre Softwarelösungen.

Der Beitrag Bilder unter Linux effizient per Kommandozeile skalieren erschien zuerst auf intux.de.

Firefox 143.0.1 behebt durch Trend Micro verursachten Absturz

19. September 2025 um 17:13

Mozilla hat Firefox 143.0.1 veröffentlicht und umgeht damit einen durch die Sicherheits-Software von Trend Micro verursachten Absturz.

Download Mozilla Firefox 143.0.1

Die von Trend Micro entwickelte Sicherheits-Software löste durch sogenannte DLL-Injection für Nutzer von Firefox 143 einen Absturz von Tabs aus. Mozilla hat ein Update auf Firefox 143.0.1 veröffentlicht, womit deren DLL-Dateien für die Ausführung in Firefox blockiert werden, damit Firefox für betroffene Nutzer nicht länger abstürzt.

Der Beitrag Firefox 143.0.1 behebt durch Trend Micro verursachten Absturz erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Mozilla veröffentlicht Firefox 143 für Android – letzte Version für sehr alte Geräte

18. September 2025 um 19:23

Mozilla hat Firefox 143 für Android veröffentlicht. Dieser Artikel beschreibt die Neuerungen von Firefox 143 für Android.

Download Firefox für Android im Google Play Store

Verbesserter Downloads-Bildschirm für laufende Downloads

Der Downloads-Bildschirm wurde erweitert, um auch den Fortschritt laufender Downloads verfolgen und diese verwalten zu können.

DNS über HTTPS (DoH)

Firefox unterstützt nun auch auf Android offiziell die Privatsphäre-Funktion DNS over HTTPS (DoH). Die Funktion kann in den Einstellungen von Firefox aktiviert werden.

Sonstige Neuerungen von Firefox 143 für Android

Der Startbildschirm zeigt bis zu acht Verknüpfungen zu den meistbesuchten oder manuell hinzugefügten Websites an. Per Wischgeste können weitere acht Verknüpfungen angezeigt werden. Diese Möglichkeit wird mit Firefox 144 entfernt werden. Dafür gibt es ab sofort neben der Überschrift „Verknüpfungen“ einen Link „Alle anzeigen“, worüber bis zu 16 Verknüpfungen auf einem Bildschirm angezeigt werden können.

Für Nutzer, die zwecks Synchronisation angemeldet sind, erscheint nun das persönliche Avatar anstelle eines generischen Icons im Menü. Auf dem Startbildschirm zeigt das Menü außerdem nicht länger die Navigationsleiste mit den Schaltflächen Zurück, Vorwärts, Teilen und Aktualisieren an.

Firefox unterstützt jetzt den xHE-AAC Audio-Codec, wenn Android 9 oder neuer genutzt wird.

Dazu kommen weitere neue Plattform-Features der aktuellen GeckoView-Engine, diverse Fehlerbehebungen, geschlossene Sicherheitslücken sowie Verbesserungen unter der Haube.

Letzte Version für sehr alte Geräte

Firefox 143 ist die letzte Firefox-Version, welche noch auf Geräten mit Android 5 bis Android 7 als Betriebssystem oder einer 32-Bit x86-CPU läuft.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 143 für Android – letzte Version für sehr alte Geräte erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Mozilla veröffentlicht Firefox 143

16. September 2025 um 19:30

Mozilla hat Firefox 143 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Windows: Websites als Web-Apps ausführen

Firefox auf Windows unterstützt jetzt die Ausführung von Websites als Web-Apps, welche direkt an die Taskleiste angeheftet werden können und dann ähnlich wie eine native App mit einer vereinfachten Oberfläche, aber inklusive Zugriff auf die installierten Add-ons ausgeführt werden. Zum Hinzufügen einer Website zur Taskleiste gibt es eine neue Schaltfläche in der Adressleiste.

Diese Funktion steht aktuell nicht zur Verfügung, wenn Firefox über den Microsoft Store installiert worden ist. Auch Unterstützung auf macOS und Linux wird mit einem späteren Update folgen.

Firefox 143

Nutzer, welches dieses Feature nicht benötigen, können die Schaltfläche deaktivieren, indem über about:config die Option browser.taskbarTabs.enabled per Doppelklick auf false gesetzt wird.

Leichteres Anheften von Tabs

Das Anheften von Tabs ist eine Option, um diese besonders platzsparend in der Tableiste unterzubringen. Ein weiterer Vorteil: Alle angeheftete Tabs werden beim Start von Firefox immer sofort geladen, nicht nur der aktive Tab.

Bisher musste das Kontextmenü genutzt werden, um Tabs anzuheften. Ab sofort ist dies auch durch Ziehen an den Anfang der Tableiste möglich. Dies gilt sowohl für die horizontale Tableiste als auch für die vertikalen Tabs. Bei Nutzung der vertikalen Tabs bewirbt eine schließbare Platzhalter-Grafik diese neue Funktion.

Firefox 143

Firefox 143

Inverse Bildersuche via Google Lens

Nutzer, welche Google als Standardsuchmaschine eingestellt haben, erhalten bei Rechtsklick auf ein Bild einen neuen Kontextmenü-Eintrag „Grafik mit Google Lens suchen“. Bei Google Lens handelt es sich um eine sogenannte inverse Bildersuche. Das bedeutet: Statt nach einem Begriff zu suchen und ein Bild zu erhalten, schickt man ein Bild an eine Suchmaschine, welche Künstliche Intelligenz (KI) nutzt, um Fragen zum Inhalt des Bildes beantworten zu können, zum Beispiel was für eine Blume auf einem Bild zu erkennen ist.

Google Lens in Firefox

Google Lens in Firefox

Google Lens in Firefox

Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen ausgerollt werden.

Technisch ist die Implementierung streng genommen nicht an Google gebunden, derzeit aber nur für Google Lens vorhanden. Wer das Feature manuell aktivieren möchte, kann dies über about:config tun, indem der Schalter browser.search.visualSearch.featureGate per Doppelklick auf true gesetzt wird.

Microsoft Copilot als Chatbot-Option

Seit Firefox 135 integriert Mozillas Browser mehrere KI-Chatbots. Dabei stehen Google Gemini, ChatGPT, Anthropic Claude sowie Le Chat Mistral zur Verfügung. Die Chatbots können direkt über die Sidebar genutzt werden. Firefox 143 ergänzt Microsoft Copilot als Option.

Microsoft Copilot als Chatbot in Firefox 143

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Auch in Firefox 143 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 143 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Sonstige Endnutzer-Neuerungen in Firefox 143

Beim Herunterladen einer Datei im privaten Modus fragt Firefox nun, ob diese nach Beendigung der Sitzung behalten oder gelöscht werden soll. Das Verhalten kann auch in den Einstellungen von Firefox angepasst werden.

Firefox 143

Wichtige Termine und Ereignisse wie zum Beispiel der Muttertag können jetzt in der Adressleiste angezeigt werden. Diese Funktion steht für Nutzer in Deutschland, den USA, Großbritannien, Frankreich und Italien zur Verfügung. Für Nutzer in den USA können Aktienempfehlungen in Echtzeit angezeigt werden.

Die Übersetzungsfunktion zeigt jetzt auch ein Übersetzungssymbol in der Adressleiste an, wenn auf der Website zu wenig Text vorhanden ist, damit sich Firefox sicher sein kann, die Sprache korrekt erkannt zu haben.

Tabs können jetzt auch per Drag and Drop in eine zugeklappte Tabgruppe verschoben werden. Außerdem werden Tabgruppen jetzt auch nach dem Bereinigen des Firefox-Profils wiederhergestellt.

Sidebar-Erweiterungen integrieren automatisch eine Schaltfläche in die Seitenleiste von Firefox. Nutzer können Erweiterungs-Schaltflächen nun über die Sidebar-Einstellungen oder das Kontextmenü aus der Seitenleiste ausblenden.

Wenn eine Website Zugriff auf die Kamera anfragt, erscheint nun direkt im Berechtigungsdialog eine Vorschau, was besonders beim Wechsel zwischen mehreren Kameras hilfreich ist.

Der Fingerprinting-Schutz wurde verbessert, indem es konstante Werte für mehrere weitere Attribute der Computer der Benutzer meldet.

Das Pipetten-Werkzeug der Entwicklerwerkzeuge, um eine beliebige Farbe einer Website in die Zwischenablage zu kopieren, kann jetzt auch über die Tastatur geöffnet werden, allerdings nur bei geöffneten Entwicklerwerkzeugen.

Firefox unterstützt jetzt Windows UI Automation, wodurch die Unterstützung für Barrierefreiheits-Tools wie Windows Voice Access, Text Cursor Indicator und Narrator verbessert wird. Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen ausgerollt werden.

Verbesserungen der Webplattform und für Erweiterungs-Entwickler

Firefox verwendet jetzt einen aktualisierten Algorithmus zur Größenanpassung von CSS Grids, um besser mit der Spezifikation übereinzustimmen. Grid-Layouts, die prozentuale Zeilengrößen oder Rasterelemente mit Elementen mit Seitenverhältnissen verwenden, werden nun in mehr Fällen korrekt dargestellt.

Für input-Elemente vom Typ color werden nun alle in CSS gültigen Farbangaben und nicht mehr nur Angaben in der hexadezimalen Schreibweise ohne Alpha-Wert unterstützt.

Firefox 143 unterstützt den xHE-AAC Audio-Codec, wenn Windows 11 22H2 oder neuer oder macOS genutzt wird.

Das ::details-content Pseudo-Element wird jetzt unterstützt, womit der Inhalt des <details>-Elements gestaltet werden kann.

Weitere Verbesserungen der Webplattform und für Erweiterungsentwickler lassen sich wie immer in den MDN Web Docs nachlesen.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 143 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Firefox integriert inverse Bildersuche via Google Lens

10. September 2025 um 20:52

Mozilla hat eine neue Funktion in Firefox integriert, über welche Bilder an eine Suchmaschine gesendet werden können, um Fragen zu deren Inhalt beantworten zu können. Das Ganze funktioniert über Google Lens.

Nutzer von Firefox für Windows, macOS und Linux, welche Google als Standardsuchmaschine eingestellt haben, erhalten zukünftig bei Rechtsklick auf ein Bild einen neuen Kontextmenü-Eintrag „Grafik mit Google Lens suchen“. Bei Google Lens handelt es sich um eine sogenannte inverse Bildersuche. Das bedeutet: Statt nach einem Begriff zu suchen und ein Bild zu erhalten, schickt man ein Bild an eine Suchmaschine, welche Künstliche Intelligenz (KI) nutzt, um Fragen zum Inhalt des Bildes beantworten zu können, zum Beispiel was für eine Blume auf einem Bild zu erkennen ist.

Google Lens in Firefox
Google Lens in FirefoxGoogle Lens in Firefox

Technisch ist die Implementierung streng genommen nicht an Google gebunden, derzeit aber nur für Google Lens vorhanden. Mozilla plant eine experimentelle Auslieferung für einen Teil der Nutzer ab Firefox 143. Wer das Feature manuell aktivieren möchte, kann dies über about:config tun, indem der Schalter browser.search.visualSearch.featureGate per Doppelklick auf true gesetzt wird.

Der Beitrag Firefox integriert inverse Bildersuche via Google Lens erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Enterprise Policy Generator 7.0 für Firefox veröffentlicht

08. September 2025 um 17:53

Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Mit dem Enterprise Policy Generator 7.0 ist nun ein Update erschienen.

Enterprise Policy Generator

Download Enterprise Policy Generator für Firefox

Die Enterprise Policy Engine erlaubt es Administratoren, Firefox über eine Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert.

Der Enterprise Policy Generator hilft bei der Zusammenstellung der sogenannten Enterprise Policies, sodass kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig ist und sich Administratoren die gewünschten Enterprise Policies einfach zusammenklicken können.

Neuerungen vom Enterprise Policy Generator 7.0

Allgemeine Verbesserungen

Der Enterprise Policy Generator erfordert jetzt Firefox 128 oder höher. Die mindestens erforderliche Firefox-Version wird außerdem nicht länger für Richtlinien angezeigt, welche vor Firefox 128 implementiert worden sind.

Ein Fehler wurde behoben, der dazu führte, dass der Wert für die OverrideFirstRunPage-Richtlinie nach dem Exportieren und erneuten Importieren der Konfiguration als „undefined“ angezeigt wurde.

Unter der Haube wurde eine Verschachtelung von CSS eingeführt, um die Wartbarkeit des Designs zu verbessern. Außerdem wurde die JavaScript-Methode zum Ausblenden der leeren Kategorien nach dem Filtern durch eine CSS-Lösung ersetzt.

Erweiterte Unterstützung von Unternehmensrichtlinien

Die Preferences-Richtlinie wurde um Unterstützung für die Einstellungen mathml.disabled, privacy.baselineFingerprintingProtection, privacy.fingerprintingProtection, security.csp.reporting.enabled, security.pki.certificate_transparency.disable_for_hosts, security.pki.certificate_transparency.disable_for_spki_hashes, security.pki.certificate_transparency.mode, svg.context-properties.content.enabled, svg.disabled, webgl.disabled, webgl.force-enabled und xpinstall.enabled erweitert, die Unterstützung für die obsolete Einstellung security.osclientcerts.assume_rsa_pss_support wurde entfernt.

Die DisableBuiltinPDFViewer-Richtlinie wurde mit einer neuen Beschreibung wieder eingeführt, da das Verhalten in Firefox 140 geändert worden ist. Die Unterstützung für diese Richtlinie wurde ursprünglich in Enterprise Policy Generator 6.0 entfernt, da die PDFjs-Richtlinie eingeführt wurde, um das gleiche Verhalten zu erzielen. Die Richtlinien DisableBuiltinPDFViewer und PDFjs schließen sich gegenseitig aus.

Einige Beschreibungen für die EnableTrackingProtection-Richtlinie zur Konfiguration des Schutzes vor Aktivitätenverfolgung wurden aktualisiert. Außerdem wurde die Richtlinie um Unterstützung für die Optionen SuspectedFingerprinting, BaselineExceptions, ConvenienceExceptions sowie Category erweitert.

Die Permissions-Richtlinie wurde um die Option ScreenShare erweitert, um die Konfiguration von Anfragen zur Bildschirmfreigabe zu unterstützen.

Die SanitizeOnShutdown-Richtlinie wurde aktualisiert, indem die obsoleten Optionen Downloads und OfflineApps entfernt worden sind, ein Kompatibilitätshinweis für die Option FormData hinzugefügt worden ist und Reihenfolge sowie Beschreibungen der Optionen verbessert worden sind.

Die Option temporarily_allow_weak_signatures der ExtensionSettings-Richtlinie war bisher nur als globale Option verfügbar, nicht jedoch für einzelne Erweiterungen.

Die DisableFirefoxAccounts-Richtlinie wurde durch die Richtlinie DisableAccounts ersetzt und bestehende Konfigurationen wurden migriert.

Die DisablePrivateBrowsing-Richtlinie wurde entfernt und in bestehenden Konfigurationen zur PrivateBrowsingModeAvailability-Richtlinie migriert.

Entwicklung unterstützen

Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.

Der Beitrag Enterprise Policy Generator 7.0 für Firefox veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

gpt-oss-20b auf einer iGPU 780M ausführen

08. September 2025 um 17:40

Die Aufgabenstellung ist sehr speziell, und dementsprechend wird dieser Beitrag vermutlich nur wenig Leute interessieren. Aber egal: Ich habe mich drei Tage damit geärgert, vielleicht profitieren ein paar Leser von meinen Erfahrungen …

Die Zielsetzung ist bereits in der Überschrift beschrieben. Ich besitze einen Mini-PC mit AMD 8745H-CPU und 32 GiB RAM. Die CPU enthält auch eine integrierte GPU (Radeon 780M). Auf diesem Rechner wollte ich das momentan sehr beliebte Sprachmodell gpt-oss-20b ausführen. Dieses Sprachmodell ist ca. 11 GiB groß, umfasst 20 Milliarden Parameter in einer etwas exotischen Quantifizierung. (MXFP4 wurde erst 2024 standardisiert und bildet jeden Parameter mit nur 4 Bit ab. Die Besonderheit besteht darin, dass für unterschiedliche Teile des Modells unterschiedliche Skalierungsfaktoren verwendet werden, so dass die Parameter trotz der wenigen möglichen Werte einigermaßen exakt abgebildet werden können.)

Das Sprachmodell wird von der Firma OpenAI kostenlos angeboten. Die Firma gibt an, dass die 20b-Variante ähnlich gute Ergebnisse wie das bis 2024 eingesetzt kommerzielle Modell o3-mini liefert, und auch KI-Experte Simon Willison singt wahre Lobeshymnen auf das Modell.

PS: Ich habe alle Tests unter Fedora 42 durchgeführt.

Warum nicht Ollama?

Für alle, die nicht ganz tief in die lokale Ausführung von Sprachmodellen eintauchen wollen, ist Ollama zumeist die erste Wahl. Egal, ob unter Windows, Linux oder macOS, viele gängige Sprachmodelle können damit unkompliziert ausgeführt werden, in der Regel mit GPU-Unterstützung (macOS, Windows/Linux mit NVIDIA-GPU bzw. mit ausgewählten AMD-GPUs).

Bei meiner Hardware — und ganz allgemein bei Rechnern mit einer AMD-iGPU — ist Ollama aktuell aber NICHT die erste Wahl:

ROCm: Ollama setzt bei NVIDIA-GPUs auf das Framework CUDA (gut), bei AMD-GPUs auf das Framework ROCm (schlecht). Dieses Framework reicht alleine vermutlich als Grund, warum AMD so chancenlos gegen NVIDIA ist. Im konkreten Fall besteht das Problem darin, dass die iGPU 780M (interner ID gfx1103) offiziell nicht unterstützt wird. Die Empfehlung lautet, ROCm per Umgebungsvariable zu überzeugen, dass die eigene GPU kompatibel zu einem anderen Modell ist (HSA_OVERRIDE_GFX_VERSION=11.0.2). Tatsächlich können Sprachmodelle dann ausgeführt werden, aber bei jeder Instabilität (derer es VIELE gibt), stellt sich die Frage, ob nicht genau dieser Hack der Anfang aller Probleme ist.

Speicherverwaltung: Auch mit diesem Hack scheitert Ollama plus ROCm-Framework an der Speicherverwaltung. Bei AMD-iGPUs gibt es zwei Speicherbereiche: fix per BIOS allozierten VRAM sowie dynamisch zwischen CPU + GPU geteiltem GTT-Speicher. (Physikalisch ist der Speicher immer im RAM, den sich CPU und GPU teilen. Es geht hier ausschließlich um die Speicherverwaltung durch den Kernel + Grafiktreiber.)

Ollama alloziert zwar den GTT-Speicher, aber maximal so viel, wie VRAM zur Verfügung steht. Diese (Un)Logik ist am besten anhand von zwei Beispielen zu verstehen. Auf meinem Testrechner habe ich 32 GiB RAM. Standardmäßig reserviert das BIOS 2 GiB VRAM. Der Kernel markiert dann 14 GiB als GTT. (Das kann bei Bedarf mit den Kerneloptionen amdttm.pages_limit und amdttm.page_pool_size verändert werden.) Obwohl mehr als genug Speicher zur Verfügung steht, sieht Ollama eine Grenze von 2 GiB und kann nur winzige LLMs per GPU ausführen.

Nun habe ich im BIOS das VRAM auf 16 GiB erhöht. Ollama verwendet nun 16 GiB als Grenze (gut), nutzt aber nicht das VRAM, sondern den GTT-Speicher (schlecht). Wenn ich nun ein 8 GiB großes LLM mit Ollama ausführen, dann bleiben fast 16 GiB VRAM ungenutzt! Ollama verwendet 8 GiB GTT-Speicher, und für Ihr Linux-System bleiben gerade einmal 8 GiB RAM übrig. Es ist zum aus der Haut fahren! Im Internet gibt es diverse Fehlerberichte zu diesem Problem und sogar einen schon recht alten Pull-Request mit einem Vorschlag zur Behebung des Problems. Eine Lösung ist aber nicht Sicht.

Ich habe mich mehrere Tage mit Ollama geärgert. Schade um die Zeit. (Laut Internet-Berichten gelten die hier beschriebenen Probleme auch für die gehypte Strix-Halo-CPU.)

Next Stop: llama.cpp

Etwas Internet-Recherche liefert den Tipp, anstelle von Ollama das zugrundeliegende Framework llama.cpp eben direkt zu verwenden. Ollama greift zwar selbst auf llama.cpp zurück, aber die direkte Verwendung von llama.cpp bietet andere GPU-Optionen. Dieser Low-Level-Ansatz ist vor allem bei der Modellauswahl etwas umständlicher. Zwei Vorteile können den Zusatzaufwand aber rechtfertigen:

  • Die neuste Version von llama.cpp unterstützt oft ganz neue Modelle, mit denen Ollama noch nicht zurechtkommt.
  • llama.cpp kann die GPU auf vielfältigere Weise nutzen als Ollama. Je nach Hardware und Treiber kann so eventuell eine höhere Geschwindigkeit erzielt bzw. der GPU-Speicher besser genutzt werden, um größere Modelle auszuführen.

Die GitHub-Projektseite beschreibt mehrere Installationsvarianten: Sie können llama.cpp selbst kompilieren, den Paketmanager nix verwenden, als Docker-Container ausführen oder fertige Binärpakete herunterladen (https://github.com/ggml-org/llama.cpp/releases). Ich habe den einfachsten Weg beschritten und mich für die letzte Option entschieden. Der Linux-Download enthält genau die llama.cpp-Variante, die für mich am interessantesten war — jene mit Vulkan-Unterstützung. (Vulkan ist eine 3D-Grafikbibliothek, die von den meisten GPU-Treibern unter Linux durch das Mesa-Projekt gut unterstützt wird.) Die Linux-Version von llama.cpp wird anscheinend unter Ubuntu kompiliert und getestet, dementsprechend heißt der Download-Name llama-<version>-bin-ubuntu-vulkan-x86.zip. Trotz dieser Ubuntu-Affinität ließen sich die Dateien bei meinen Tests aber problemlos unter Fedora 42 verwenden.

Nach dem Download packen Sie die ZIP-Datei aus. Die resultierenden Dateien landen im Unterverzeichnis build/bin. Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie die diversen llama-xxx-Kommandos direkt in diesem Verzeichnis ausführen, das Verzeichnis zu PATH hinzufügen oder seinen Inhalt in ein anderes Verzeichnis kopieren (z.B. nach /usr/local/bin).

cd Downloads
unzip llama-b6409-bin-ubuntu-vulkan-x64.zip
cd build/bin
./llama-cli --version

  loaded RPC backend from ./build/bin/libggml-rpc.so
  ggml_vulkan: Found 1 Vulkan devices:
  ggml_vulkan: 0 = AMD Radeon 780M Graphics (RADV PHOENIX) (radv) ...
  loaded Vulkan backend from ./build/bin/libggml-vulkan.so
  loaded CPU backend from ./build/bin/libggml-cpu-icelake.so
  version: 6409 (d413dca0)
  built with cc (Ubuntu 11.4.0-1ubuntu1~22.04.2) for x86_64-linux-gnu

Für die GPU-Unterstützung ist entscheidend, dass auf Ihrem Rechner die Bibliotheken für die 3D-Bibliothek Vulkan installiert sind. Davon überzeugen Sie sich am einfachsten mit vulkaninfo aus dem Paket vulkan-tools. Das Kommando liefert fast 4000 Zeilen Detailinformationen. Mit einem Blick in die ersten Zeilen stellen Sie fest, ob Ihre GPU unterstützt wird.

vulkaninfo | less

  Vulkan Instance Version: 1.4.313
  Instance Extensions: count = 24
    VK_EXT_acquire_drm_display  : extension revision 1
    VK_EXT_acquire_xlib_display : extension revision 1
    ...
  Layers: count = 1
     VK_LAYER_MESA_device_select
     Devices: count = 2
       GPU id = 0 (AMD Radeon 780M Graphics (RADV PHOENIX))
       GPU id = 1 (llvmpipe (LLVM 20.1.8, 256 bits))
  ...

Erste Tests

Um llama.cpp auszuprobieren, brauchen Sie ein Modell. Bereits für Ollama heruntergeladene Modelle sind leider ungeeignet. llama.cpp erwartet Modelle als GGUF-Dateien (GPT-Generated Unified Format). Um die Ergebnisse mit anderen Tools leicht vergleichen zu können, verwende ich als ersten Testkandidat immer Llama 3. Eine llama-taugliche GGUF-Variante von Llama 3.1 mit 8 Milliarden Parametern finden Sie auf der HuggingFace-Website unter dem Namen bartowski/Meta-Llama-3.1-8B-Instruct-GGUF:Q4_K_M.

Das folgende Kommando lädt das Modell von HuggingFace herunter (Option -hf), speichert es im Verzeichnis .cache/llama.cpp, lädt es, führt den als Parameter -p angegebenen Prompt aus und beendet die Ausführung dann. In diesem und allen weiteren Beispielen gehe ich davon aus, dass sich die llama-Kommandos in einem PATH-Verzeichnis befinden. Alle Ausgaben sind aus Platzgründen stark gekürzt.

llama-cli -hf bartowski/Meta-Llama-3.1-8B-Instruct-GGUF:Q4_K_M \
  -p 'bash/Linux: explain the usage of rsync over ssh'

  ... (diverse Debugging-Ausgaben)
  Running in interactive mode.
  - Press Ctrl+C to interject at any time.
  - Press Return to return control to the AI.
  - To return control without starting a new line, end your input with '/'.
  - If you want to submit another line, end your input with '\'.
  - Not using system message. To change it, set a different value via -sys PROMPT

> bash/Linux: explain the usage of rsync over ssh

  rsync is a powerful command-line utility that enables you to 
  synchronize files and directories between two locations. Here's 
  a breakdown of how to use rsync over ssh: ...

> <Strg>+<D>

         load time =  2231.02 ms
  prompt eval time =   922.83 ms /  43 tokens (46.60 tokens per second)
         eval time = 31458.46 ms / 525 runs   (16.69 tokens per second)

Sie können llama-cli mit diversen Optionen beeinflussen, z.B. um verschiedene Rechenparameter einzustellen, die Länge der Antwort zu limitieren, den Systemprompt zu verändern usw. Eine Referenz gibt llama-cli --help. Deutlich lesefreundlicher ist die folgende Seite:

https://github.com/ggml-org/llama.cpp/discussions/15709

Mit llama-bench können Sie diverse Benchmark-Tests durchführen. Im einfachsten Fall übergeben Sie nur das Modell in der HuggingFace-Notation — dann ermittelt das Kommando die Token-Geschwindigkeit für das Einlesen des Prompts (Prompt Processing = pp) und die Generierung der Antwort (Token Generation = tg). Allerdings kennt llama-bench die Option -hf nicht; vielmehr müssen Sie mit -m den Pfad zur Modelldatei übergeben:

llama-bench -m ~/.cache/llama.cpp/bartowski_Meta-Llama-3.1-8B-Instruct-GGUF_Meta-Llama-3.1-8B-Instruct-Q4_K_M.gguf

  model                         size     test   token/s (Tabelle gekürzt ...)
  -----------------------  ---------  -------  --------
  llama 8B Q4_K - Medium    4.58 GiB    pp512    204.03
  llama 8B Q4_K - Medium    4.58 GiB    tg128     17.04

Auf meinem Rechner erreicht llama.cpp mit Vulkan nahezu eine identische Token-Rate wie Ollama mit ROCm (aber ohne die vielen Nachteile dieser AMD-Bibliothek).

AMD-Optimierung

Bei meinen Tests auf dem schon erwähnten Mini-PC mit AMD 8745H-CPU mit der iGPU 780M und 32 GiB RAM funktionierte llama.cpp mit Vulkan viel unkomplizierter als Ollama mit ROCm. Ich habe die VRAM-Zuordnung der GPU wieder zurück auf den Defaultwert von 2 GiB gestellt. Per Default steht llama.cpp auf meinem Rechner dann ca. der halbe Arbeitsspeicher (2 GiB VRAM plus ca. 14 GiB GTT) zur Verfügung. Vulkan kann diesen Speicher ohne merkwürdige Hacks mit Umgebungsvariablen korrekt allozieren. Das reicht ohne jedes Tuning zur Ausführung des Modells gpt-20b aus (siehe den folgenden Abschnitt). So soll es sein!

Wenn Sie noch mehr Speicher für die LLM-Ausführung reservieren wollen, müssen Sie die Kerneloptionen pages_limit und pages_pool_size des AMDGPU-Treibers verändern. Wenn Sie 20 GiB GGT-Speicher nutzen wollen, müssen Sie für beide Optionen den Wert 5242880 angeben (Anzahl der 4-kByte-Blöcke):

# neue Datei /etc/modprobe.d/amd.conf
# 20 * 1024 * 1024 * 1024 / 4096 = 20 * 1024 * 256 = 5242880
options ttm pages_limit=5242880
options ttm page_pool_size=5242880

Danach aktualisieren Sie die Initrd-Dateien und führen einen Neustart durch:

sudo update-initramfs -u                   # Debian und Ubuntu
sudo dracut --regenerate-all --force       # Fedora, RHEL, SUSE

sudo reboot

sudo dmesg | grep "amdgpu.*memory"

  amdgpu: 2048M of VRAM memory ready   (<-- laut BIOS-Einstellung)
  amdgpu: 20480M of GTT memory ready   (<-- laut /etc/modprobe.d/amd.conf)

Modellauswahl

Mit llama.cpp können Sie grundsätzlich jedes Modell im GPT-Generated Unified Format (GGUF) ausführen. Auf der Website von HuggingFace stehen Tausende Modelle zur Wahl:

https://huggingface.co/models?pipeline_tag=text-generation&library=gguf

Die Herausforderung besteht darin, für die eigenen Zwecke relevante Modelle zu finden. Generell ist es eine gute Idee, besonders populäre Modelle vorzuziehen. Außerdem werden Sie rasch feststellen, welche Modellgrößen für Ihre Hardware passen. Die höhere Qualität großer Modelle bringt nichts, wenn die Geschwindigkeit gegen Null sinkt.

gpt-oss-20b

Eine llama.cpp-kompatible Version finden hat ggml-org auf HuggingFace gespeichert. Sofern ca. 15 GiB freier VRAM zur Verfügung stehen (unter AMD: VRAM + GTT), führt llama.cpp das Modell problemlos und beachtlich schnell aus. Beachten Sie, dass es sich hier um ein »Reasoning-Modell« handelt, das zuerst über das Problem nachdenkt und diesen Denkprozess auch darstellt. Danach wird daraus das deutlich kompaktere Ergebnis präsentiert.

llama-cli -hf ggml-org/gpt-oss-20b-GGUF -p 'bash: explain array usage'

  ...

llama-bench -m ~/.cache/llama.cpp/ggml-org_gpt-oss-20b-GGUF_gpt-oss-20b-mxfp4.gguf

  model                         size     test   token/s
  -----------------------  ---------  -------  --------
  gpt-oss 20B MXFP4 MoE    11.27 GiB    pp512    305.68
  gpt-oss 20B MXFP4 MoE    11.27 GiB    tg128     27.93
radeontop zeigt die aktuelle GPU-Nutzung

Server-Betrieb

Die Kommandos llama-cli und llama-bench dienen in erster Linie zum Testen und Debuggen. Sobald Sie sich einmal überzeugt haben, dass llama.cpp grundsätzlich funktioniert, werden Sie das Programm vermutlich im Server-Betrieb einsetzen. Das entsprechende Kommando lautet llama-server und ist grundsätzlich wie llama-cli aufzurufen. Falls Sie llama-server unter einem anderen Account als llama-cli aufrufen, aber schon heruntergeladene Modelle weiterverwenden wollen, übergeben Sie deren Pfad mit der Option -m:

llama-server -c 0 -fa on --jinja -m /home/kofler/.cache/llama.cpp/ggml-org_gpt-oss-20b-GGUF_gpt-oss-20b-mxfp4.gguf

Sie können nun unter http://localhost:8080 auf einen Webserver zugreifen und das gestartete Modell komfortabel bedienen. Im Unterschied zu Ollama hält llama.cpp das Modell dauerhaft im Arbeitsspeicher. Das Modell kann immer nur eine Anfrage beantworten. Die Verarbeitung mehrere paralleler Prompts erlaubt --parallel <n>.

Die Web-Oberfläche von llama-server

Es ist unmöglich, mit einem Server mehrere Modelle parallel anzubieten. Vielmehr müssen Sie mehrere Instanzen von llama-server ausführen und jedem Dienst mit --port 8081, --port 8082 usw. eine eigene Port-Nummer zuweisen. (Das setzt voraus, dass Sie genug Video-Speicher für alle Modelle zugleich haben!)

Falls auch andere Rechner Server-Zugang erhalten sollen, übergeben Sie mit --host einen Hostnamen oder eine IP-Nummer im lokalen Netzwerk. Mit --api-key oder --api-key-file können Sie den Server-Zugang mit einem Schlüssel absichern. Mehr Details zu den genannten Optionen sowie eine schier endlose Auflistung weiterer Optionen finden Sie hier:

https://github.com/ggml-org/llama.cpp/tree/master/tools/server

Was bringt die GPU? Nicht viel …

Jetzt habe ich drei Tage versucht, gpt-oss per GPU auszuführen. Hat sich das gelohnt? Na ja. Mit -ngl 0 kann die Token Generation (also das Erzeugen der Antwort per Sprachmodell) von der GPU auf die CPU verlagert werden. Das ist natürlich langsamer — aber erstaunlicherweise nur um 25%.

llama-bench -ngl 0 -m ~/.cache/llama.cpp/ggml-org_gpt-oss-20b-GGUF_gpt-oss-20b-mxfp4.gguf

  model                         size     test   token/s
  -----------------------  ---------  -------  --------
  ...
  gpt-oss 20B MXFP4 MoE    11.27 GiB    tg128     21.15

Warum ist der Unterschied nicht größer? Weil die 780M keine besonders mächtige GPU ist und weil die Speicherbandbreite der iGPU viel kleiner ist als bei einer dezidierten GPU mit »echtem« VRAM.

Zur Einordnung noch zwei Vergleichszahlen: MacBook Pro M3: 42 Token/s (mit GPU) versus 39 Token/s (nur CPU)

Quellen/Links

Sprachmodell gpt-oss

Ollama

llama.cpp

Diversifizierung von ETF im Portfolio checken mit Portfolio Performance

Von: Benni
07. September 2025 um 19:21

Spätestens seitdem Neobroker mit hohem Werbebudget den Markt auffrischen, ist für viele Menschen das Thema Geldanlage präsent geworden. Noch vor ein paar Jahren war der Erwerb von Wertpapieren mit solchen großen Hürden verbunden, dass sich viele Menschen nicht auf den Kapitalmarkt trauten. Inzwischen ist es auch für nicht-Finanzgurus wie mich möglich, sich unkompliziert Aktien und andere Anlageformen zuzulegen. Die Apps der Banken und Broker sind inzwischen recht benutzerfreundlich, was die Hürde weiter senkt. Wenn man sich der Sache wieder etwas ernster annähern möchte, kommt man mit den Apps aber schnell an seine Grenzen. Um besser den Überblick über meine Finanzen zu behalten, habe ich mich auf die Suche nach einer Software gemacht, die mich dabei unterstützt. Und ich bin in der Open Source Community fündig geworden.

Meine Fragestellung war folgende: Wie diversifiziert ist mein Portfolio eigentlich? In welchen Regionen und Branchen bin ich wie stark präsent? Welches sind meine Top-Firmen? Wie teilt sich mein Vermögen auf Aktien, ETFs und Cash auf? Wie stark bin ich in Small-Caps investiert? Wann und bei welchen Kurswerten habe ich gekauft und verkauft? Wie viele Dividenden habe ich inzwischen erhalten, usw.? Bisher habe ich das mit Excel lösen können. Die Fact-Sheets der ETF sind im Netz zu finden, dort sind die Verteilungen auf Regionen, Branchen usw. nachzulesen. Mit viel Tipparbeit holt man sich die aktuellen Verteilungen in die Datei, gewichtet sie nach aktuellem Wert im Portfolio und lässt es sich als Diagramm anzeigen. Aber: Das ist sehr aufwendig.

Portfolio Performance: Das mächtige Open Source Finanztool

Portfolio Performance ist hier einfacher. Nach der Installation kann man die PDF-Dateien seiner Bank und Broker importieren. Einfach den Kontoauszug und die Kauf- bzw. Verkaufsnachweise, Dividendenausschüttungen usw. in das Programm laden, und schon hat man den perfekten Überblick. Das Programm läuft lokal, was die Frage nach Datensicherheit vollkommen entschärft. Niemand hat Zugriff darauf, niemand kann sich die Daten ansehen. Meine Daten bleiben bei mir.

Neben dem PDF-Import der Bankdaten gibt es noch etliche weitere Importmöglichkeiten. Am gängigsten ist vermutlich das CSV-Format, das sich über einen tollen Assistenten gut importieren lässt.

Historische Kursdaten sind erstmal nicht vorhanden. Man kann sie sich über mehrere Wege ins Programm holen. Für mich am einfachsten ist der Weg über die Datenbank von Portfolio Performance selbst. Dort muss man ein kostenloses Benutzerkonto anlegen, dann kann man auf die historischen Daten dort zugreifen. Etliche andere Finanzportale sind ebenfalls kompatibel. Am Ende geht hier auch wieder CSV.

ETF- und Portfolio-Diversifikation anzeigen lassen

Über die Diagramme „Berichte → Vermögensaufstellung“ kann man sich anzeigen lassen, über welche Anlageklassen man zu welchen Teilen verfügt. Eine der Hauptfragen meinerseits war jedoch: Wie sieht es mit meiner ETF-Diversifikation aus?. Das geht derzeit noch nicht nativ in Portfolio Performance. Hierfür braucht man einen Drittanbieter.

Glücklicherweise gibt es findige Leute in der sehr aktiven Community, die sich die gleichen Fragen gestellt haben und eine Lösung zur Verfügung stellen. Über ein Skript des Users Alfonso1Qto12 kann man sich beispielsweise die Zusammensetzung der ETF über die Morningstar-API direkt in sein Portfolio Performance schreiben lassen.

Hinweis: Dieses Skript ist nach Aussage des Entwicklers experimentell und sollte nur mit einer Kopie der echten Daten benutzt werden! Stand September 2025 muss man den alternativen Branch wechseln, weil main noch auf eine alte API zugreift.

git clone https://github.com/Alfons1Qto12/pp-portfolio-classifier.git
git checkout new-api-branch
python3 portfolio-classifier.py -top_holdings 50 ./portfolio.xml ./portfolio-classified.xml

Über die Flag top_holdings 50 lasse ich mir aus den ETF die 50 wertvollsten Firmen ausgeben. Empfohlen wird, auf weniger als 100 Firmen zu gehen, um die Performance des Programms nicht zu gefährden.

Mit diesem Skript werden die Wertpapiere ihren Ländern, Regionen, Holdings usw. anteilsweise zugeordnet. Diese Daten werden direkt in die XML-Datei geschrieben und lassen sich anschließend in Portfolio Performance unter den „Klassifizierungen“ betrachten. Es gibt verschiedene Visualisierungsarten, am übersichtlichsten finde ich die Tabelle, das Kreis- und das Flächendiagramm.

Weitere Schritte und Lehren aus den Daten

Mit Portfolio Performance erhält man eine tolle Übersicht über seine Finanzen. Wie der Name schon verrät, kann man sich hier tolle Dashboards bauen, um die Performance im eigenen Portfolio zu überwachen. Alle gängigen Kriterien sind vorhanden und können in Dashboards oder vielfältige Diagramme eingebaut und visualisiert werden.

Die Daten lassen ein Rebalancing zu, dafür gibt es eigens eingebaute Funktionen. Über eine Smartphone-App lassen sich die Daten sogar auf dem Handy anzeigen. Die Synchronisation muss hier über Cloudanbieter durchgeführt werden, also zum Beispiel über die Nextcloud oder Dropbox. Daten einpflegen lassen sich übers Smartphone allerdings nicht.

Zusammengefasst: Wer eine sehr mächtige Open Source Software sucht, mit der man

  • sein Portfolio im Blick behalten kann,
  • das Daten aus vielen Quellen (inkl. PDFs von Banken und Brokern) verarbeiten kann,
  • Hilfestellung beim Rebalancing bietet,
  • auf einer aktiven Community aufbaut,
  • die sensiblen Daten lokal auf dem PC hält,
  • eine Datenaufbereitung fürs Smartphone bietet und
  • viele Hilfestellungen im Netz bereithält,

der ist bei Portfolio Performance gut aufgehoben.

The post Diversifizierung von ETF im Portfolio checken mit Portfolio Performance first appeared on bejonet - Linux | Smart Home | Technik.

Firefox 143 erhält Microsoft Copilot als Chatbot

06. September 2025 um 15:51

Firefox bietet eine Integration gleich mehrerer KI-Chatbots. Der Microsoft Copilot ist bislang nicht dabei. Dies ändert sich mit Firefox 143.

Seit Firefox 135 integriert Mozillas Browser mehrere KI-Chatbots. Dabei stehen Google Gemini, ChatGPT, Anthropic Claude sowie Le Chat Mistral zur Verfügung. Die Chatbots können direkt über die Sidebar genutzt werden.

Mit Firefox 143 kommt eine weitere Option hinzu: Microsoft Copilot. Über einen Eingriff in about:config war es zuvor bereits möglich, Microsoft Copilot als Chatbot in Firefox zu integrieren. Mit Firefox 143 wird diese Option ganz offiziell unterstützt, ohne dass der Nutzer die Unterstützung erst manuell freischalten muss.

Microsoft Copilot als Chatbot in Firefox 143

Der Beitrag Firefox 143 erhält Microsoft Copilot als Chatbot erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Firefox: Unterstützung für 32-Bit Linux wird eingestellt

05. September 2025 um 18:38

Anders als die meisten Browser und Linux-Distributionen läuft Firefox nach wie vor auf Linux-Systemen mit 32-Bit-CPU. Mit Firefox 144 wird Mozilla die Unterstützung beenden.

Mozilla hat angekündigt, die Unterstützung von Firefox auf Linux-Systemen mit 32-Bit-CPU zu beenden. Die meisten Linux-Distributionen und Browser unterstützen solche Systeme schon seit langer Zeit nicht mehr. Firefox 144 wird die letzte Firefox-Version sein, welche auf betroffenen Systemen läuft. Wenn am 11. November 2025 Firefox 145 erscheinen wird, wird für Linux-Nutzer eine 64-Bit-CPU vorausgesetzt. Firefox ESR 140, die Firefox-Version mit Langzeit-Unterstützung, wird weiterhin und bis mindestens September 2026 auf Linux-Systemen mit 32-Bit-CPU laufen.

Der Beitrag Firefox: Unterstützung für 32-Bit Linux wird eingestellt erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Firefox: Unterstützung für veraltete Betriebssysteme bis März 2026 verlängert

04. September 2025 um 15:53

Mozilla hat die Unterstützung von Firefox für die veralteten Betriebssysteme Windows 7, Windows 8, macOS 10.12, macOS 10.13 sowie macOS 10.14 offiziell um weitere sechs Monate bis März 2026 verlängert.

Im September 2024 hatte Mozilla die Verlängerung der Unterstützung von Firefox ESR 115 für die veralteten Betriebssysteme Windows 7, Windows 8, macOS 10.12, macOS 10.13 sowie macOS 10.14 bis März 2025 angekündigt. Firefox 116 und höher kann auf diesen Betriebssystemen nicht genutzt werden. Nach einer Verlängerung bis September 2025 folgte nun eine weitere Verlängerung der Lebenszeit von Firefox ESR 115 bis März 2026.

Die letzte geplante Version wäre damit Firefox ESR 115.33. Ob es darüber hinaus eine weitere Verlängerung geben wird, wird kurz vor Erreichen des geplanten Support-Endes bekannt gegeben werden. An der Unterstützung von Firefox ESR 128 ändert dies nichts: Firefox ESR 128 hat offiziell sein Lebensende erreicht, bestehende Nutzer von Firefox ESR 128 werden ab dem 16. September automatisch auf Firefox ESR 140 migriert.

Nach aktuellem Stand nutzen noch 7,9 Prozent der Firefox-Nutzer Windows 7 oder Windows 8, verglichen mit 9,1 Prozent, die es zum Zeitpunkt der letzten Support-Verlängerung waren. Ein halbes Jahr zuvor waren es noch 10,5 Prozent, ein Jahr davor 13,7 Prozent und ein Jahr davor noch 19,1 Prozent. Microsoft selbst hatte die Unterstützung bereits im Januar 2020 eingestellt. Firefox-Konkurrent Google Chrome bietet seit Februar 2023 keine Updates mehr für diese Betriebssysteme an.

Tipp: Release-Termine von Firefox im Jahr 2025

Für Nutzer des E-Mail-Programms Thunderbird hat diese Entscheidung keine Auswirkungen. Thunderbird hat die Unterstützung für Windows 7, Windows 8, macOS 10.12, macOS 10.13 und macOS 10.14 bereits eingestellt.

Der Beitrag Firefox: Unterstützung für veraltete Betriebssysteme bis März 2026 verlängert erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Enterprise Policy Generator 6.6 für Firefox veröffentlicht

31. August 2025 um 14:09

Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Mit dem Enterprise Policy Generator 6.6 ist nun ein Wartungs-Update und gleichzeitig die letzte Version mit Unterstützung für Firefox ESR 115 erschienen.

Enterprise Policy Generator

Download Enterprise Policy Generator für Firefox

Die Enterprise Policy Engine erlaubt es Administratoren, Firefox über eine Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert.

Der Enterprise Policy Generator hilft bei der Zusammenstellung der sogenannten Enterprise Policies, sodass kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig ist und sich Administratoren die gewünschten Enterprise Policies einfach zusammenklicken können.

Neuerungen vom Enterprise Policy Generator 6.6

Wenn ein Filter aktiv war und die Benutzeroberfläche neu geladen wurde, blieb der Suchbegriff zwar im Filterfeld erhalten, aber der Filter war nicht mehr aktiv und das Eingabefeld war nicht sichtbar. Jetzt bleibt der Filter aktiv.

Es war bereits möglich, eine andere Richtlinie mit einem bestimmten Wert auszuschließen, aber es war nicht möglich, eine andere Richtlinie auszuschließen, wenn die aktuelle Richtlinie einen bestimmten Wert hat. Dies ist jetzt möglich. So schließen sich jetzt auch die Richtlinien UseSystemPrintDialog und PrintingEnabled mit einem Wert von false gegenseitig aus.

Die Preferences-Richtlinie erlaubt nicht die Verwendung aller Firefox-Optionen. Es gab bereits eine Validierung, um sicherzustellen, dass kein Optionsname verwendet wird, der nicht verwendet werden darf oder nicht mit einem bestimmten Präfix beginnt. Es gibt jedoch auch einige Optionen, die mit einem zulässigen Präfix beginnen, aber dennoch nicht erlaubt sind. Diese Optionen werden nun ebenfalls von der Validierung als falsch erkannt.

Die Feldbeschreibungen können in der Breite nicht länger mehr Platz einnehmen als die Felder ansonsten selbst breit sind.

Es wurden einige vorbereitende Änderungen unter der Haube zur Unterstützung der ContentAnalysis-Richtlinie implementiert, die in einer späteren Version hinzugefügt wird.

Die Unterstützung für die Richtlinie DisablePocket wurde entfernt, da Pocket eingestellt wurde.

Die Unterstützung für die veralteten Optionen privacy.file_unique_origin und security.ssl.errorReporting.enabled in der Preferences-Richtlinie wurde entfernt, da diese Optionen in Firefox nicht mehr vorhanden sind.

Der Enterprise Policy Generator 6.6 ist die letzte Version, welche Firefox 115 unterstützt. Mindestanforderung für den Enterprise Policy Generator 7.0 wird Firefox 128 sein.

Entwicklung unterstützen

Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.

Der Beitrag Enterprise Policy Generator 6.6 für Firefox veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Mozilla veröffentlicht Firefox 142.0.1

27. August 2025 um 17:06

Mozilla hat Firefox 142.0.1 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 142.0.1

Mit dem Update auf Firefox 142.0.1 behebt Mozilla mehrere Probleme, die unter bestimmten Umständen durch das Verschieben von Tabs ausgelöst werden konnten.

Bei Verwendung der vertikalen Tabs anstelle der horizontalen Tableiste hat die Option „Sidebar ausklappen, wenn der Mauszeiger darauf liegt“ nicht mehr zuverlässig funktioniert.

In der Bibliothek wurde das Suchfeld nach Verwendung der Funktion „in Ordner anzeigen“ nicht mehr geleert.

Bei Verwendung der Bildschirmlupe von Windows konnte der Text-Cursor an einer falschen Stelle erscheinen.

Eine potenzielle Absturzursache bei Verwendung einer seltenen Linux-Konfiguration sowie eine potenzielle Absturzursache bei Verwendung eines Gamepads wurden behoben.

Ein Problem beim Drucken wurde behoben, bei dem der ausgewählte Inhalt eines select-Felds nicht zu sehen war.

Darüber hinaus gab es mehrere Anpassungen in Zusammenhang mit bevorstehenden Experimenten und schrittweisen Ausrollungen sowie Anpassungen in Zusammenhang mit Webkompatibilität.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 142.0.1 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Mozilla veröffentlicht Firefox 142 für Android

25. August 2025 um 19:54

Mozilla hat Firefox 142 für Android veröffentlicht. Dieser Artikel beschreibt die Neuerungen von Firefox 142 für Android.

Download Firefox für Android im Google Play Store

Aktivieren einer Tableiste

In den Einstellungen unter „Anpassen“ lässt sich jetzt unabhängig von der Gerätegröße und nicht nur für Tablets eine Tableiste wie im Desktop-Browser aktivieren. Diese Option wird ausschließlich mit einer oben positionierten Adressleiste unterstützt.

Verbesserter Tracking-Schutz

Der strenge Schutz vor Aktivitätenverfolgung aktiviert jetzt auch einen Schutz vor sogenanntem Bounce-Tracking, bei dem eine Tracking-Website zwischen der ursprünglichen Website und dem Ziel eines Links dazwischengeschaltet wird, welche in der Regel so schnell weiterleitet, dass man als Nutzer kaum etwas davon mitbekommt. Dieses neue Datenschutz-Feature, welches anhand des Umleitungsverhaltens regelmäßig Cookies und Website-Daten löscht, nutzt Heuristiken zur Erkennung und ist damit anders als beispielsweise das Cookie Purging, eine schon länger in Firefox aktivierten Maßnahme, nicht von einer Liste mit bekannten Tracking-Domains abhängig.

Außerdem kann im strengen sowie benutzerdefinierten Modus nun auch eine Ausnahmeliste aktiviert werden, um dem bei bekannten Fällen entgegenzuwirken. Dabei kann der Nutzer wahlweise ausschließlich Ausnahmen für die Kerfunktionalität von Websites aktivieren oder auch Ausnahmen für kleinere Probleme und Komfortfunktionen.

Aktualisierte Einstellungen zur Datenerhebung

Die Einstellungen zur Datenerhebung haben eine überarbeitete Auswahl zum Versenden von Absturzberichten erhalten. Hier kann nun eine von drei Optionen ausgewählt werden: Vor dem Senden fragen, Automatisch senden, Nie senden. Außerdem gibt es eine neue Einstellung zur Kampagnenmessung. Diese ist standardmäßig nicht aktiviert.

Entfernte Downloads auch aus dem Dateisystem löschen

Über die Downloads-Übersicht entfernte Downloads wurden bisher zwar aus der Download-Ansicht enfernt, die Dateien aber nicht tatsächlich vom Gerät gelöscht. Hierfür gibt es nun eine Option in den Dowload-Einstellungen.

Sonstige Neuerungen von Firefox 142 für Android

Der optionale Abschnitt „Geschichten“ auf dem Startbildschirm wurde neu gestaltet und ist nun wesentlich kompakter.

Der Lesezeichen-Bildschirm hat eine Suchfunktion erhalten.

In der Liste der gespeichertern Passwörter befindet sich eine Schaltfläche zum Hinzufügen eines neuen Eintrags nun permanent sichtbar am unteren Fensterrand.

Die Nachfrage zur Bewertung von Firefox im Google Play Store, die nach einiger Zeit der Nutzung von Firefox erscheint, wurde überarbeitet.

Für WebExtension-Entwickler gibt es eine neue Erweiterungs-Schnittstelle, um auf eine standardisierte Weise eine Einwilligung zur Datenerhebung einzuholen.

Dazu kommen weitere neue Plattform-Features der aktuellen GeckoView-Engine, diverse Fehlerbehebungen, geschlossene Sicherheitslücken sowie Verbesserungen unter der Haube.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 142 für Android erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Mozilla veröffentlicht Firefox 142

19. August 2025 um 19:35

Mozilla hat Firefox 142 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Anpassbarkeit: Zusätzliche sowie benutzerdefinierte Symbole für Firefox-Profile

Seit Firefox 138 rollt Mozilla eine neue Profilverwaltung aus, die bisher für einen kleinen Teil der Nutzer aktiviert ist. Bisher konnten Nutzer aus sechs verschiedenen Symbolen wählen, um dieses bei Verwendung des jeweiligen Profils über dem Firefox-Logo einzublenden. Mozilla hat diese Auswahl auf 28 Symbole sowie um die Möglichkeit erweitert, dass Benutzer ihr eigenes Symbol hinzufügen.

Firefox 142

Datenschutz: Optional automatische Ausnahmen für Tracking-Schutz

Der strenge Schutz vor Aktivitätenverfolgung bringt gegenüber der Standardkonfiguration einen noch besseren Datenschutz zum Preis von zusätzlichen Webkompatibilitätsproblemen. Optional kann hierfür sowie für den benutzerdefinierten Modus nun eine Ausnahmeliste aktiviert werden, um dem bei bekannten Fällen entgegenzuwirken. Dabei kann der Nutzer wahlweise ausschließlich Ausnahmen für die Kerfunktionalität von Websites aktivieren oder auch Ausnahmen für kleinere Probleme und Komfortfunktionen.

Firefox 142

Sicherheit: Schnelle und private Überprüfung von Zertifikats-Widerrufen

Firefox ist der erste und einzige Browser, der eine schnelle und umfassende Überprüfung von Zertifikatswiderrufen durchführt, ohne dass dabei die Browsing-Aktivitäten an Dritte (nicht einmal an Mozilla) weitergegeben werden. Dazu nutzt Firefox seinen CRLite-Mechanismus, der seit Firefox 137 für alle Desktop-Plattformen ausgerollt wird. Beginnend mit Firefox 142 wird Mozilla dafür den auch von anderen Browsern genutzten OCSP-Mechanismus, der langsamer ist und weniger Privatsphäre bietet, für Zertifikate mit Domainvalidierung deaktivieren. Die Deaktivierung von OCSP resultiert als Nebeneffekt auch in einer Verbesserung der Zeiten für den TLS-Handshake. Außerdem spart Mozillas Implementierung Traffic: Im Vergleich mit Google Chrome wird nur die Hälfte der Bandbreite benötigt, obwohl die Häufigkeit der Updates doppelt so hoch ist, während dennoch alle Wiederrufe enthalten sind. Im Übrigen stellt Mozilla sein CRLite-Backend als Open Source auch für andere Anwendungen zur Verfügung.

USA: Content-Empfehlungen nach Themen auf Startseite

Für Nutzer in den USA werden die Content-Empfehlungen auf der Firefox-Startseite in Themenbereiche gruppiert. Der Anwender kann dabei entscheiden, welche Themen angezeigt werden sollen und welche nicht.

Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen für Nutzer in den USA ausgerollt werden.

Einzelne Länder: Link-Vorschau mit lokaler KI-Zusammenfassung

Über einen langen Klick auf einen Link oder über das Kontextmenü lässt sich eine Link-Vorschau aktivieren, womit man bereits eine Vorstellung von einem Linkziel erhalten kann, ohne den Link dafür tatsächlich anklicken zu müssen. Die Vorschau kann außerdem eine Zusammenfassung auf Basis lokaler KI beinhalten.

Firefox 142

Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen für Nutzer in den USA, Kanada, Australien und Großbritannien ausgerollt werden.

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Auch in Firefox 142 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 142 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Sonstige Endnutzer-Neuerungen in Firefox 142

Nutzer mit bereits mindestens einem angehefteten Tab können weitere Tabs per Drag and Drop in den entsprechenden Bereich ebenfalls anheften.

Bei Verwendung der Tab-Gruppen wird der aktive Tab nun immer angezeigt, auch wenn die Tab-Gruppe geschlossen ist.

Bei Verwendung der smarten Tab-Gruppen (Ausrollung derzeit nur für Nutzer einer englischsprachigen Firefox-Version geplant) wird der Suchbegriff als Name der Tab-Gruppe vorgeschlagen, wenn eine Gruppe von der Ergebnisseite einer Suchmaschine aus erstellt wird.

In der neuen Seitenleiste ist es über das Kontextmenü ab sofort möglich, Schaltflächen von Sidebar-Erweiterungen zu entfernen, damit diese nicht dauerhaft sichtbar sind.

In der Adressleiste werden jetzt weniger identische Seiten vorgeschlagen, wie sie beispielsweise bei Google Docs immer wieder vorkommen. Dabei werden nur Ergebnisse ausgeblendet, wenn sich die URL lediglich im Fragment unterscheidet, der Titel aber identisch ist und der letzte Besuch der entsprechenden URL mindestens sieben Tage her ist. Ist eine der URLs als Lesezeichen gespeichert, wird diese priorisiert.

Auf Windows öffnet ein zuvor geschlossener Firefox nach Klick auf eine persistente Benachrichtigung jetzt die entsprechende Seite, statt die Startseite der jeweiligen Website zu öffnen.

Der Reiter „Mehr von Mozilla“ in den Firefox-Einstellungen verweist jetzt auch auf die Entwickler-Dokumentation MDN web docs.

Das Netzwerkanalyse-Entwicklerwerkzeug zeigt Request-Header, Cookies und Parameter jetzt auch schon an, wenn die Anfrage noch nicht abgeschlossen ist.

Der Debugger hat eine neue Option, mit der gesteuert werden kann, ob das Debugger-Overlay während der angehaltenen Skriptausführung angezeigt werden soll.

Verbesserungen der Webplattform und für Erweiterungs-Entwickler

Firefox unterstützt nun die Prioritized Task Scheduling API, die es Entwicklern ermöglicht, Aufgabenprioritäten zuzuweisen und zu verwalten.

Die URLPattern-API ermöglicht es, URLs mithilfe einer standardisierten Mustersyntax abzugleichen.

Firefox unterstützt jetzt die wllama-API für Erweiterung, damit Entwickler Funktionen für lokale Sprachmodelle (LLM) direkt in ihre Add-ons integrieren können. Außerdem können Erweiterungs-Entwickler jetzt feststellen, ob der Anwender die horizontale oder vertikale Darstellung von Tabs aktiviert hat.

Weitere Verbesserungen der Webplattform und für Erweiterungsentwickler lassen sich wie immer in den MDN Web Docs nachlesen.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 142 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Richtigstellung zur Berichterstattung über angeblich hohe CPU-Auslastung durch KI-Funktionen für Tab-Gruppen in Firefox

13. August 2025 um 18:47

In den letzten Tagen haben einige Medien über eine angeblich hohe CPU-Auslastung auf Grund von KI-Funktionen für die Tab-Gruppen in Firefox berichtet. Das Ganze basierte auf den falschen Behauptungen, die im Rahmen eines Clickbait-Artikels aus dem englischsprachigen Raum verbreitet worden sind. Obwohl mittlerweile bekannt ist, dass die Aussagen nicht stimmen, sucht man Richtigstellungen häufig vergeblich. Dieser Artikel klärt über die fehlerhafte Berichterstattung anderer Medien auf und berichtet, was tatsächlich stimmt.

Die Quelle der falschen Behauptungen

Am 9. August hat das im englischsprachigen Raum populäre IT-Portal Neowin einen Artikel veröffentlicht, in welchem es hieß, dass KI-Funktionen für die Tab-Gruppen angeblich eine hohe CPU-Auslastung verursachten. Mehr noch: Der Artikel nutzte die Überschrift direkt für populistische Aussagen wie angeblichen „KI Bloat“ in Firefox und dass Mozilla „unter Beschuss“ seiner Nutzer stünde. Dies ist bereits die erste sogenannte „Red Flag“, die anderen Medien zwingend hätte auffallen müssen. Ein seriöses Medium würde bei den Fakten bleiben. Bei einer Seite, die ohne Werbeblocker mehr Werbung als redaktionellen Inhalt anzeigt, liegt die Vermutung nahe, worauf Neowin primär abzielt: Es geht um sogenannten Clickbait, sprich die Nutzer durch reißerische Überschriften auf die Website zu locken, um damit die Werbeeinnahmen zu maximieren, nicht um eine neutrale Berichterstattung im besten Sinne der Leser. Anders ist eine solche Herangehensweise nicht zu erklären.

Über angeblichen „Bloat“ und „Beschuss“ der Nutzer

Fakt ist: Der gesamte Artikel beruhte auf Mutmaßungen weniger Nutzer und die einzige Quelle dafür war die Plattform Reddit, die – freundlich formuliert – nicht gerade für Zurückhaltung seiner Nutzer bekannt ist und auf der jeder alles behaupten kann. Wobei man fairerweise sagen muss, dass es gerade für Reddit sogar nur wenige bestätigende Kommentare gab. Das kennt man von anderen Themen auch ganz anders. Von „unter Beschuss“ konnte also beim besten Willen nicht die Rede sein.

Was den vermeintlichen „Bloat“ betrifft: KI-Funktionen sind ein kontroverses Thema. Einige Nutzer reagieren reflexartig und bekommen bereits vom Lesen des Begriffes einen sprichwörtlichen Ausschlag. Andere Nutzer wollen möglichst viele „smarte“ Funktionen in ihrem Browser haben. Und zwischen diesem Schwarz und Weiß gibt es jede erdenkliche Art von Grauton. Mozilla entwickelt mit Firefox ein Produkt für die Massen und muss möglichst viele unterschiedliche Bedürfnisse abdecken, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Aber für ausnahmslos alle KI-Features in Firefox gilt: Sie sind optional. Keinem Firefox-Nutzer wurden jemals KI-Funktionen aufgezwungen. Und für alle, die das wollen, ist es schön, wenn es entsprechende Möglichkeiten gibt. Unabhängig davon, wie man selbst zu bestimmten Funktionen steht (und das gilt ausdrücklich nicht nur für KI-Funktionen, sondern für ausnahmslos alle Funktionen!), sollte man es seinen Mitmenschen gönnen, wenn sie gewünschte Funktionen nutzen können, auch wenn man selbst keinen Bedarf hat.

Um welche Funktion ging es angeblich und wen hätte es überhaupt betroffen? (Spoiler: Keine deutschsprachigen Nutzer)

Tab-Gruppen sind ein relativ neues Feature seit Firefox 137 und waren bis dahin eines der meistgewünschten Funktionen der Firefox-Nutzer, basierend auf Mozillas Community-Plattform Mozilla Connect. Mit Firefox 141 hat Mozilla die Ausrollung von optionalen KI-Funktionen für Tab-Gruppen in Firefox begonnen. Konkret geht es dabei um das Vorschlagen von Namen für Tab-Gruppen sowie anderer geöffneter Tabs für bestehende Tab-Gruppen.

Irritierend an der Berichterstattung im deutschsprachigen Raum ist vor allem auch die Tatsache, dass diese KI-Funktionen für Nutzer mit einem nicht englischsprachigen Firefox standardmäßig überhaupt nicht verfügbar sind und der Umstand, dass das damit den Großteil der Leser überhaupt nicht betrifft, nicht einmal erwähnt worden ist; Anders als auf diesem Blog, wo man darüber bei der Vorstellung der Neuerungen von Firefox 141 informiert worden war.

Aber was ist denn nun die Wahrheit?

Tatsächlich gab es ein Problem mit einer erhöhten CPU-Auslastung und Mozilla hat dieses Problem auch schon untersucht und gelöst. Tab-Gruppen respektive KI-Funktionen für diese hatten damit aber überhaupt nichts zu tun.

Ursache war ein anderes neues Feature, welches die Suche bereits besuchter Websites in der Adressleiste verbessern soll. Ein Nutzer, der beispielsweise die Website nba.com besucht hat, würde diese bisher nicht wiederfinden, wenn er sich nur an den Begriff „Basketball“ erinnert, da dieser Begriff weder in der URL noch im Seitentitel vorkommt. Mit der neuen vektorbasierten Suche würde die Seite trotzdem gefunden werden.

Und wen betrifft das? (Spoiler: Nur wenige Nutzer und mittlerweile niemanden mehr)

Diese Neuerung wurde ebenfalls schrittweise ausgerollt, aber erst für einen ganz kleinen Teil der Nutzer. Voraussetzung hierfür war Firefox 141.0.2 oder höher, Firefox in englischer Sprache, Großbritannien oder Kanada als Region des Anwenders, ein System mit 64-Bit-CPU sowie mindestens 8 GB RAM. Niemand sonst hatte dieses Feature standardmäßig aktiviert.

Die Performance-Probleme waren in den bisherigen Tests, zu denen Mozilla seine Community bereits am 1. Juli eingeladen hatte, nicht gemeldet worden. Nach dem jüngsten Feedback hat sich Mozilla die Probleme angesehen, die Ausrollung umgehend gestoppt und die CPU-Auslastung durch mehrere Maßnahmen drastisch reduzieren können. Ein entsprechender Patch ist auch schon für Firefox 143 gelandet.

Richtigstellungen?

Neowin hat zumindest seinen Artikel um ein Update ergänzt. Dies ist besser als nichts, wenn auch die Veröffentlichung einer ordentlichen Richtigstellung samt Entschuldigung für die Verbreitung von Fehlinformationen angebracht wäre. Auf vielen Seiten, die sich auf den Neowin-Artikel beziehen, findet man nicht einmal das und es werden weiterhin falsche Dinge behauptet. Wer einen solchen Artikel findet, kann nun zumindest auf diesen Artikel verweisen.

Der Beitrag Richtigstellung zur Berichterstattung über angeblich hohe CPU-Auslastung durch KI-Funktionen für Tab-Gruppen in Firefox erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Debian 13 »Trixie«

12. August 2025 um 08:42

Debian 13 »Trixie« ist fertig. Mehrere RC-Releases sind bei mir schon ein paar Monate im Einsatz — bislang ohne jedes Problem. Insofern sieht es so aus, als würde Debian seinem Ruf für stabile, ausgereifte Releases einmal mehr gerecht. Dieser Artikel fasst in kompakter Form die wichtigsten Neuerungen zusammen.

Debian mit Gnome-Desktop

Plattformen und Versionsnummern

Debian steht für sieben CPU-Plattformen zur Verfügung:

  • Standard-PCs (x86): nur noch amd64 (i386 nur einzelne Pakete, nicht mehr als vollständige Plattform)
  • ARM: arm64, armhf, armel
  • PowerPC: ppc64el
  • RISC-V: risvc64 (neu!)
  • IBM System z: s390x

MIPS wird nicht mehr unterstützt, armel mit diesem Release zum letzten Mal.

Die folgende Tabelle fasst die Versionen der Kernkomponenten von Debian 13 zusammen:

Basis               Programmierung     Server
---------------     --------------     ---------------
Kernel     6.12     bash       5.2     Apache      2.4
glibc      2.41     gcc       14.2     CUPS        2.4
Wayland    1.23     git       2.47     MariaDB    11.8
Gnome        48     Java     21/25     OpenSSH    10.0
Mesa       25.0     PHP        8.4     PostgreSQL   17
Systemd     257     Podman     5.4     Postfix    3.10
NetworkMan 1.52     Python    3.13     qemu/KVM   10.0
GRUB       2.12     Node.js     20     Samba      4.22

Wenn Sie sich bei der Installation für KDE entscheiden, kommen QT 6.8, das KDE-Framework 6.13, Plasma 6.3.6, sowie KDE Gear 25.04 bzw. 24.12 (für die PIM Suite) zur Anwendung.

Bei Dovecot warnen die Release Notes von Debian, dass sich die Syntax von Version 2.3 zu 2.4 inkompatibel geändert hat, was zu Problemen führen wird, wenn eine vorhandene Konfiguration bei einem Update übernommen werden soll. Hier ist der Link in die Dovecot-Dokumentation zu diesem Thema.

Installation

Am Installationsablauf hat sich — zumindest optisch — nichts verändert. Die teilweise seit Jahrzehnten (!) bewährten Dialoge führen durch die Installation. Das ist nicht so elegant und intuitiv wie bei anderen Systemen, dafür können bei der Partitionierung wirklich alle erdenklichen Sonderwünsche realisiert werden. Im Wildwuchs anderer Systeme betrachte ich das Installationssystem zunehmend als Pluspunkt.

Technische Neuerungen

last-Kommando neu implementiert: Unter Linux können Sie mit last die Liste der zuletzt eingeloggten Personen ermitteln. last reboot verrät, wann der Rechner zuletzt neugestartet wurde.

Das alles funktioniert in Debian auch, aber die Implementierung ist neu. last ist jetzt ein symbolischer Link auf wtmpdb. Diese Neuimplementierung der last-Datenbank verwendet SQLite und wird über das Jahr 2038 hinaus funktionieren (was beim herkömmlichen last-Kommando nicht der Fall ist).

Analog wurde lastlog durch lastlog2 ersetzt. Mehr Details geben die Release Notes.

APT-Repository-Format deb822: Debian unterstützt die neuen *.sources-Dateien zur Beschreibung von Paketquellen. Anstelle von einzeiligen Paketbeschreibungen wie

deb     http://deb.debian.org/debian/ trixie main
deb-src http://deb.debian.org/debian/ trixie main

können die Paketquellen in einem besser lesbaren, mehrzeiligen Format dargestellt werden:

# Datei /etc/apt/sources.list.d/debian.sources
Types:      deb deb-src
URIs:       http://deb.debian.org/debian/
Suites:     trixie
Components: main
Signed-By:  /usr/share/keyrings/debian-archive-keyring.gpg

Anders als ab Ubuntu 24.04 ist das neue Format in Debian 13 nicht per Default aktiv. Alle vorhandenen Paketquellen können aber mit apt modernize-sources umgestellt werden, was bei meinen Tests gut funktioniert hat. Die neuen Repo-Dateien haben die Kennung *.sources anstelle *.list. Wenn gleichnamige Dateien existieren, haben die *.sources-Dateien Vorrang. In die Dateien können auch Signatur-Keys eingebettet werden, was den lästigen Key-Import erspart. Mehr Details liefert man sources.list.

/tmp im RAM: Das /tmp-Verzeichnis wird nun mit dem tmpfs-Dateisystem im RAM abgebildet. Das verspricht höhere Geschwindigkeit beim Umgang mit temporären Dateien, kann aber bei sehr großen Dateien zum Speicherproblemen führen. /tmp darf bis zu 50% des RAMs nutzen. Das Dateisytem wird durch systemd eingerichtet. Der Grenzwert kann mit systemctl edit tmp.mount verändert werden. Dazu bauen Sie im dafür vorgesehen Bereich die folgenden zwei Zeilen ein und verändern die Werte:

[Mount]
Options=mode=1777,strictatime,nosuid,nodev,size=50%%,nr_inodes=1m

Wenn Sie /tmp wie bisher als reguläres Verzeichnis auf der SSD/Festplatte wünschen, führen Sie systemctl mask tmp.mount aus und starten Ihr System neu.

Sicherheit: Debian-Pakete sind gegen ROP- und COP/JOP-Angriffe gehärtet (betrifft die amd64– und arm64-Architektur). Die Pakete sind speziell kompiliert, um Exploits durch Return-Oriented Programming (ROP) bzw. Call/Jump-Oriented Programming (COP/JOP) zu erschweren. Weitere Details und Links finden Sie in den Release Notes.

Geschwindigkeit: Laut einem Test von Phoronix ist Debian 13 rund 13 Prozent schneller als die Vorgängerversion.

Tipps und Tricks

Wenn Sie Debian in einer virtuellen Maschine verwenden und Text und Bilder über die Zwischenablage mit dem Host austauschen wollen, führen Sie apt install spice-vdagent aus und starten die VM neu.

Fazit

Das Debian-Projekt ist 32 Jahre alt (Projektgründung im August 1993, 0.9-Releases 1994 und 1995, Version 1.1 1996). Debian zählt damit zu den ältesten Linux-Distributionen überhaupt — und ist bis heute mehr als nur relevant: Überlegen Sie nur für eine Minute, wie die Linux-Landschaft ohne Debian aussähe! Nicht nur Millionen Debian-Anwender stünden im Regen, auch Ubuntu, Linux Mint, Raspberry Pi OS etc. würde die Basis entzogen.

Für Version 13 gilt: Debian bleibt Debian. Große technische Innovationen finden anderswo statt. Stattdessen gibt es Unterstützung für viele CPU-Plattformen und ein solides, stabiles Fundament für die tägliche Arbeit, sei es am Desktop oder in Server-Anwendungen. Und das alles frei von finanziellen Interessen. Dafür sollte jeder Linux-Fan der Debian-Community unendlich dankbar sein.

Quellen/Links

Andere Tests/Kurzberichte

❌